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Volkslmnsarbeil an den Auslandsdeusschen.

Oie Abteilung Grenzland-Ausland im Deutschen Frauenwerk.

Die Aufgabe dieser Abteilung ist es besonders, die Anteilnahme breiterer Volksschichten für unsere Ausländsdeutschen zu wecken, ihnen zu zeigen, wie wichtig diese Volkstumsarbeit im Ausland ist, wie wertvoll diese Menschen für uns sind, und daß wir alles daransetzen müssen, sie uns auch in der Fremde als Deutsche zu erhalten. Die Referentinnen der Abteilung, die selbst im Ausland und in den Grenz­gebieten waren, schildern in ihren Vorträgen, die durch Bilder, Briefe und persönliche Berichte belebt und anschaulich gestaltet sind, die Zustände in den gefährdeten Landstrichen

Was die Frauengruppe des VDA. angefangen Hal, das will die Abteilung Grenzland-Ausland ausbauen und auf einer breiteren Grundlage fortführen: die Betreuung aller deutschstämmi­gen Menschen im Auslande.

So waren schon viele Wochen vor Weihnachten fleißige Hände in der Frauenschaft und in ihren Jugendgruppen am Werk, um unseren Ausland- deutschen heimatliche Grüße zu senden. Da wurde genäht und gebastelt; es entstanden Handarbeiten, Leder- und Papparbeiten, bäuerliche Webereien, Holzarbeiten, Weihnachtsschmuck und Spielsachen aus einfachstem, geschmackvollem Material, in man­cher frohen Munde der Gemeinschaft gearbeitet und nun bereit, hinausgesandt zu werden als lebendige Verbindung zwischen deutschen Menschen diesseits und jenseits der Grenze. Um das Bild der deutschen Heimat draußen im fremden Land recht lebendig werden zu lassen, haben unsere Frauen und Mädel

Heimatmappen zusammengestellt, Bilder gesammelt und mit schlickten, anschaulichen Beschreibungen des Heimatortes hübsch eingebunden. Die Frauenschaft des Kreises Gießen hatte in manchen Orten Trach­tengruppen nach echten Vorbildern in unserer hei­matlichen Tracht angezogen, auch sie werden bei unfern Volksgenossen in der Fremde Erinnerung geweckt und Freude bereitet haben.

Die Frauenschafl veranslallel auch Ausstellun­gen von Kunstfertigkeiten aus den Grenzland- und Notstandsgebieten, die bei den Besuchern die Anteilnahme für das Schaffen und den Fleiß der Grenzländer wecken sollen.

Da sehen wir Textilwaren aus der Bayrischen Ost­mark, schönen Bernsteinschmuck aus Ostpreußen und die mühsamen Stickereien und Spitzenarbeiten des Vogtlandes. In diesen Landstrichen Handel und Wandel zu beleben, den fleißigen Menschen für ihre volkstümliche Arbeit Aufträge und neue Bestellun­gen zu verschaffen, das ist der Zweck dieser Aus­stellungen.

Wögen recht viele Frauen sich entschließen, mitzuarbeiten auf diesem wichtigen Gebiet des Deutschen Frauenwerkes.

Es gilt durch lebendigen Austausch das Vertrauen zu stärken, das diese Menschen zu unferm gemein­samen Vaterland haben, dieses Vertrauen nicht zu enttäuschen, sondern es mit allen Mitteln zu er­halten. F- K.

©Ji.-tfpOTt

Universität Gießen im Kampfe um die deutsche Hochschulmeisterschast im Handball.

Am morgigen Mittwoch treffen sich zum Ent- scheidungssplel um die KreismeisterschaftMain" die Universitäten Frankfurt und Gießen in Frank­furt (Stadion). Die Gießener Mannschaft wird vor­aussichtlich in ihrer z. Zt. stärksten Besetzung an­treten und versuchen, den Frankfurtern den Sieg streitig zu machen. Ob dieses gelingt, wird der Kampf zeigen, der bestimmt alle Kennzeichen eines hochstehenden Handballspieles mit sich bringen wird. Hoffentlich findet sich unsere Mannschaft besser zu­sammen, wie in den seitherigen Spielen gegen Mar­burg und Heidelberg. Sollte sich die Mannschaft ihrer großen Handballtradition erinnern, so wird die Universität Frankfurt einem schwer zu schlagen­den Gegner gegenüberstehen.

Der Sieger aus diesem Treffen trifft am 23. Ja­nuar auf den KreismeisterSchwaben".

Neue Sprungschanze bei Hochwaldhausen.

Gemeinde und Verkehrsverein Hochwaldhausen- Jlbeshausen haben zur Hebung des Schneeschuh­sportes an dem bekannten aünstigen Uebungshang am Hegholz eine Sprungschanze errichtet. Ein guter und gefahrloser Ablauf von 500 bis 600 Meter Länge ist außerdem sichergestellt. Der Uebungs­hang liegt an der Nord feite des Berges, und weist bei Schneefall stets günstige Schneeoerhältnisse auf. Alle Freunde des Skisports werden die Neuein­richtung begrüßen.

Reichsbund-Werbeabend inKl. -Linden.

Die Ortsgruppe Klein-Linden des Deutschen Reichs­bundes für Leibesübungen trat am Freitagabend mit einer Werbeveranstaltung an die Öffentlich­keit. Die Ortsgruppe hatte dazu die sporttreibenden Vereine unserer Gemende mit ihren Familienange­hörigen und sonstige am Sport interessierte Volks­genossen in den Saal des GasthausesZur deutschen

Eiche" einaeladen. Nach einleitender Marschmusik und dem Gesang eines gemeinsamen Liedes hieß Ortsgruppenführer Karl Eyring vom RfL. die Besucher herzlich willkommen und sprach in kurzen Zügen über das Wesen der vom RfL. geforderten körperlichen und seelschen Ertüchtigung unseres ge­samten Volkes und über die sozialen Aufgaben des Bundes. Sodann hielt ein Vertreter des RfL. einen Lichtbilderoortrag über die hohen Aufgaben der deutschen Sporthilfe, die in erster Linie darin bestehen, Volksgenossen, die bei Ausübung des Sportes verunglücken, Hilfe und Heilung zuzu­sichern. Die Lichtbilder brachten Ausschnitte aus dem von der deutschen Sportbehörde erbauten Heim in Hohenlychen (Mecklenburg) und ließen Einblicke ge­winnen in die segenbringende Fürsorge für die ver-> unglückten Sportkameraden. Wohl alle Besucher des Abends sind sich der Bedeutung der bei sport­lichen Veranstaltungen erhobenen Sportgroschen be­wußt geworden.

Im Mittelpunkt des Abends stand der Flm über die Olympischen Spiele in Berlin. Mit großer Auf­merksamkeit verfolgten die Zuschauer die Ereignisse des verflossenen Sommers in Berlin. Ortsgruppen­führer Eyring verlas noch einige Worte des Führers und wies in seinem Schlußwort auf die Wandlung hin, die unser Vaterland in den letzten Jahren erlebt hat. Nur dem Führer sei es zu ver­danken, so führte er u. a. aus, daß die Olympischen Spiele diesen glänzenden Verlauf nehmen konnten. Turnerinnen vom Turnverein 1889 Klein-Linden trugen durch Tanzreigen zur Ausgestaltung des Abends bei, während fünf Mitglieder der Radfahrer­oereinigung Klein-Linden durch Kunstfahren auf einem Fahrrad die Zuschauer begeisterten. Die ju­gendlichen Kunstfahrer waren Eberhard Kopp, Hans Weller, Walter Will, Willi Will und Franz Rathenow.

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Altmeister Borchmeyer hatte sich beim Magdeburger Hallensportfest im Sprinterkampf eines schweren Gegners zu entledigen und gewann nur knapp gegen den Berliner Sumser, der ein­mal den ersten Platz belegte und sich in den beiden übrigen Läufen nur knapp geschlagen gab.

Handball im Sporlkreis Gießen.

Man kann wohl behaupten, daß die Ergebnisse des letzten Sonntags als Ueberraschungen ange­sprochen werden müssen. Denn nicht nur die Nieder­lage des Tv. Wetzlar, sondern auch der knappe Sieg der Spvg. 1900 Gießen in Münchholzhausen, die Niederlage von Niedergirmes usw. sind nicht von ungefähr. Trotz allem dürften sich die Tabellen­stände m den einzelnen Klassen nur unwesentlich verändert haben. Jedenfalls haben die Spitzenreiter ihre Positionen auch weiterhin behauptet.

Bezirksklasse.

Tv. Heuchelheim Tuspo W. - Nieder­girmes 9:6. Die Heuchelheimer haben das in sie gesetzte Vertrauen gerechtfertigt. Sie zeigten sich besonders in der ersten Halbzeit ihrem Gegner in taktischer und technischer Hinsicht überlegen und hatten, als man dort die Situation erfaßte, bereits einen Vorsprung herausgeholt, der ausreichte, um den ungestümen Angriffen standzuhalten. Durch diesen erneuten Sieg haben die Heuchelheimer ihren Tabellenstand weiterhin verbessert.

Tv. Münchholzhausen Spvg. 1900 Gießen 8:10. Die Gießener hatten Glück, daß sie sich bereits bis zur Pause einen klaren Vorsprung verschafft hatten. Denn sonst wäre es sehr leicht möglich gewesen, daß die vorausgesagte Ueber- raschung zur Wirklichkeit geworden wäre. Münch­holzhausen war nämlich gerade in der zweiten Halbzeit wie umgewandelt und sehr leicht hätte es zu einem wenn auch knappen Siege langen können.

Tv. Lützellinden To. Hochelheim 9:3. Wenn auch Lützellinden ursprünglich nur mit neun Mann die sich allerdings bis zum Schluß des Spieles auf elf erhöhten antrat, so reichte es den Gästen in der ersten Hälfte nur zu einem Un­entschieden. Dann aber war es um ihre Chancen geschehen. Die Platzbesitzer fanden sich und die Tore fielen. Der Sieg ist auch in dieser Höhe vollkommen verdient.

Mto. Gießen Tuspo Marburg 9:7. Man kann ruhig behaupten, daß die Gäste angenommen hatten, das Gießener Spiel bedeute für sie nur ein Spaziergang. Wenn das anders kam, so ist das dem ungestümen Siegeswillen und der Energie zu­zuschreiben, den die Mannschaft des Mto. auf­brachte. Es ist schade, daß diese Form erst heute kommt; man hätte es gerne gesehen, wenn die Mannschaft schon früheraufgetaut" märe. Der eine ober andere Punkt wäre ihr bann sicher ge­wesen.

1. Kreisklasse.

Tuspo Groß-Rechtenbach Tv. Hörns­heim 2:3. Nur ganz knapp und man kann schon sagen mit etwas Glück hat Hörnsheim die beiden Punkte retten können. Es hat den Anschein, als ob auch hier eine Unterschätzung des Gegners vor- liegen werde, denn entgegen ihrer sonstigen Leistung ließ der Sturm der Gäste manche Chance aus und konnte nur mit knapper Not, nachdem die Platz­besitzer noch bei Halbzeit 2:0 geführt hatten, einen mehr als glücklichen Sieg landen.

To. Katzenfurt Tv. Holzheim 8:9. Auch hier war es so, daß man den Sieg bereits in der Tasche hatte. Die Platzbesitzer zeigten aber auch diesmal, daß sie spielen können und daß sie auch vor einer Mannschaft, wie sie die Gäste darstellen, nicht kapitulieren. Wie sehr und mit welchem Eifer man um den Sieg kämpfte, beweist die Tatsache, daß das Spiel noch kurz vor Schluß 8:8 stand.

Tv. Dutenhofen Tv. Dorlar 7:5. Es war schade, daß Dorlar das Spiel vorzeitig ab­brach. Denn man hätte sicher noch einen intere­ssanten Kampf zu sehen bekommen. Zwar konnte Dutenhofen seine in den letzten Spielen gezeigten Leistungen keinesfalls wiederholen. Es reichte aber trotzdem, um Dorlar den Widerstand entgegenxu» setzen, der zum Ausgleich des Treffens notwendig war.

2. Kreisklasse.

Tv. Lang-Göns To. Nauborn 8:8. Die Lang-Gönser hatten den Kampf in Nauborn zu leicht genommen. Sie blieben zwar immer ton­angebend, konnten aber nicht verhindern, daß es den Platzbesitzern gelang, noch in letzter Minute den Ausgleich herzustellen. Der erlittene Punktver­lust kann aber an sich nichts schaden, weil Wetzlar durch Nichtantreten auf eigenem Platz zwei wert­volle Punkte verloren yat.

Tv. Wetzlar II Tv. Hausen. Die Wetz­larer verschenkten eigentlich mehr als leichtsinnig Spiel und Punkte. Denn trotzdem das Pflichtspiel angesetzt war, trugen sie ein Freundschaftsspiel aus.

Tv. Heuchelheim II Tuspo Nieder­girmes 10:1. Die Heuchelheimer bewiesen wieder einmal mehr ihre derzeitige Spielstärke. Sie überfuhren ihren Gegner im wahrsten Sinne des Wortes.

Jugend.

Tv. Münchholzhausen Tv. Garbenheim 14:7.

Tv. Burgsolms Tv. Atzbach 0:12.

Mannschastskämpfe im Geräteturnen in Heuchelheim.

Am Sonntag fanden in der Turnhalle zu Heu­chelheim unter Leitung des Kreismännerturnwarts Karl Reuter die Mannschaftskämpfe des Unt£r« kreises Gießen statt. Zwölf Mannschaften der Unter­stufe und vier Mannschaften der Mittelstufe waren angetreten. Nach einer kleinen Morgenfeier, die der Dietwart des Heuchelheimer Turnvereins A. Rinn unter dem GedankenKameradschaft, Treue und Vertrauen" durchführte, zeigten die Tur­ner an Barren, Pferd, Reck und in Freiübungen ihr Können. Die Kämpfe hatten folgende Ergeb­nisse:

Unterstufe:

1. Rang: Tv. Großen-Linden I 649 Punkte; 2. Tv. Großen-Linden II 603; 3. Tv. Heuchelheim 581; 4. Tv. Leihgestern 576,5; 5. Lollar I 576; 6. Mainzlar 571; 7. Odenhausen 563,5; 8. Lützellinden 561,5, 9. Wieseck 541; 10. Londorf 519; 11. Treis I 513,5; 12. Treis II 481,5 Punkte.

Mittelstufe:

1. Rang: Tv. Lollar 689 Punkte; 2. Tv. Gießen 1846 678; 3. Tv. Wieseck 609; 4 Tv. Heuchelheim 550 Punkte.

Lugend-Fußball.

1900 Gießen 3. Jgd. Tv. Wieseck 1. Jgd. 3:5.

Ein achtbares Ergebnis erzwang sich am Sonn­tag die 3. Jugend von 1900 gegen die 1. Jugend vom Tv. Wieseck, indem sie nur knapp geschlagen wurde.

Ettingshausen Jgd. Daubringen Jgd. 3:0.

Am Sonntag trafen sich beide Jugendmann­schaften in Ettingshausen. Die Platzbesitzer arbeite­ten sich eine kleine Feldüberlegenheit heraus und erzielten ein Tor. Nach dem Wechsel kam Dau­bringen stark auf, mußte sich aber ein weiteres Tor gefallen lassen. Kurz vor Schluß kam dann Ettingshausen durch einen schönen Durchbruch des Mittelstürmers zu einem dritten Erfolg.

Saasen 1. Jgd. Lollar 1. Jgd. 1:2 (0:1).

Es ging in diesem Spiel um die Tabellenführung. Bis zur Pause führten die Lollarer. In der zweiten Spielhälfte kamen die Platzbesitzer auf, belagerten das gegnerische Tor und erzielten auch den Aus­gleich. Einen blitzschnellen Durchbruch verwerteten die Gäste zum zweiten Erfolg. Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf eher entsprochen.

GportamtKraft durch Freude".

Heute folgende Kurse:

Allgemeine Körperschule, Schiller­schule, Schillerstraße, nur für Angehörige der SS., 20 bis 21 Uhr.

Boxen, Schillerschule, Schillerstraße, nur für Angehörige der SS., 21 bis 22 Uhr.

Schwimmen, Volksbad, Seltersweg nur für Frauen 21 bis 22 Uhr. Für Männer und Frauen gemeinsam, 20 bis 21 Uhr.

Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen. Lyzeum, Dammstraße 26, 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr.

Reiten, Reitinstitut, Brandplatz. 21 bis 22 Uhr.

Kurze Sportnotizen.

Die Olympischen Winterspiele 1940 sind fraglich geworden, da eine Einigung zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee und dem Internationalen Skiverband hinsichtlich der Ama- tcurfrage kaum zu erwarten ist und so die Spiele unter Umständen ohne Skiwettkämpfe durchgeführt werden müßten. Damit wäre den Winterspielen ober jede Bedeutung genommen.

Für bi e Bob-Weltmeisterschaften, die in Cortina b'Ampezzo (Zweier) unb St. Moritz (Vierer) abgewickelt werben, hat Deutschland jeweils zwei Schlitten gemeldet.

Wasserfreunde Hannover setzten sich beim letzten Gruppenturnier zur deutschen Wasser- ballmeisterschaft in Hannover erfolgreich durch und nehmen an den Endkämpfen teil. Gegen Hellas Magdeburg gewannen die Hannoveraner 14:5, gegen Aachen 04 mit 7 4.

M i t einem bemerkenswerten Unent - schiedenvon 3:3 endete der Tennis-Klubkampf zwischen Rotweiß Berlin und den Uhlenhorster Klip­pers. Die Sensation des Kampfes war der Sieg des Hamburger Dr. Dessart mit 6:1, 6:3, 9:7 über den deutschen Meister Gottfried von Gramm.

Laila S ch o u - N i e l s e n, die bei den Olympischen Winterspielen den Abfahrtslauf gewann, in der Kombination Abfahrt-Torlauf aber hinter unserer Christel Cranz zurückstehen mußte, ist eine viel­seitige Sportlerin. In Oslo stellte sie mit 48,6 Se- künden einen neuen Weltrkord im 5 0 0 - Meter» Eisschnelläufen auf. Die Norwegerin ist auch eine gute Tennisspielerin.

Zwei engliche Eishockey-Niederlagen Sab es in Köln. Die Mannschaft der Universität Oxford unterlag der Düsseldorfer Eislaufgemein- schast 2:4 und den German Canadians mit 0:3.

Einbruch bei einemFrankfurterZuwelier

Für 20 000 Wart Waren gestohlen.

Frankfurt a. M., 11.Jan. (Lpd.) Am Mon­tagmorgen wurde in dem Geschäft eines Iuwe - lenhändlers am Kleinen Kornmarkt ein E i ri­ll r u ch verübt, bei dem Juwelen und Gold­sachen im Werte von etwa 2 0 0 0 0 Mark gestohlen wurden, lieber den Hergang der Tat teilt die Polizei folgendes mit:

Der Juwelenhändler pflegt des Abends nach Ge­schäftsschluß die wertvollen Stücke aus feinem Be­stand in einem Koffer mit nach Hause zu nehmen. Dies hatte er auch am vergangenen Samstag ge­tan. Als er heute morgen gegen 9.30 Uhr fein Ge­schäft betrat, wurde er kurz danach zu einem Nach­barn an den Fernsprecher gerufen. Es meldete sich eine Frau, die dem Juwelier mitteilte, daß ein für den Nachmittag in Aussicht genommenes Geschäft noch nicht zustande kommen könne. Die Frau hielt den Juwelenhändler einige Zeit am Telephon fest, indem sie um verschiedene Auskünfte bat.

Als der Juwelier nach einigen Minuten in feinen Laden zurückkam, fand er die Ladentür offen stehen. Sie war von einem Unbekannten mit einem Nach­schlüssel geöffnet worden, der noch im Schloß steckte. Im Laden fehlte der Koffer, den der Händler auf die Theke gestellt hatte. In dem Koffer befanden sich u. a.: 15 Armbänder; 20 Herren-Brillantringe; 35 Damen-Brillantringe; 1 Brosche mit 11 Brillan­ten; 1 alte Schleifenbrosche, massiv Platin mit 42 Brillanten; 4 Colliers mit Brillanten; 5 Krawatten­nadeln mit Brillanten und Perlen; 10 Damen- und Herrenarmbanduhren; 5 Herren-Ringe, ziseliert mit Lapis bzw. Turmalin oder Topas; 12 ziselierte Siegelringe; 10 goldene Herrenuhrketten; 1 einsei­tige Panzeruhrkette von 67 Gr. Weiter waren in dem Koffer: 1 braunes Portemonnaie mit 103. Mark Bargeld; 1 kleiner Papierkarton mit 218. Mark Bargeld, 1 Pistole, Marke Browning, Kal. 6,35 mit 6 Schuß, 1 Pistole, Marke Walter, Kal. 7,65 mit 7 Schuß. Bei dem Koffer handelte es sich um einen fast neuen, schwarzen Lederkoffer von 60:45:20 Zentimeter mit zwei Nickelschlössern.

Die Frau, die den Juwelier angerujen hatte, und der Täter, sind ohne Zweifel Komplizen, die die Tat von langer Hand vorbereitet haben. Beide waren schon am Samstag in dem Juweliergeschäft, wo die Frau zwei Damen-Brillantringe zum Kauf anbot.

Der Täter wird wie folgt beschrieben: 40 Jahre alt, 1,70 Meter groß, braunes, ovales, auffallend häßliches Gesicht, er ist wahrscheinlich Ausländer, spricht gebrochenes Deutsch. Die Frau ist etwa 30 bis 32 Jahre alt, hat volles Gesicht, leicht geschminkt, kleine, spitze Nase, auffallend rote Haare; sie spricht fließend hochdeutsch.

Wurzeln

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Xylophon

der Zahnbeinhaut. Kommt oft vor bei Zähnen mit Goldkappe, wenn nicht eine ganz sorgfältige Wurzelbehandlung vorausgegan- aen ist. Im Verlause der Wurzel- yautentzündung kann es zu einer Eiterbildung an der Wurzel- spitze kommen. Möglichst frühzei­tig zahnärztliche Behandlung rettet vor den Schmerzen.

Wurzeln. Faserwurzeln sind reich verzweigt und wachsen flach im Boden. Pfahlwurzeln sind un­verzweigt, gehen tief ins Erd­reich und verdicken sich oft zu Knolle oder Rübe. Pflanzen mit Faserwurzeln können öfters versetzt werden. Pfahlwurzeln dagegen selten, meist nur im jungen Zustand. Wurzeln dienen der Nahrungsaufnahme und als Vflanzenhalt. Wurzelvflege: lok- kern des Erdreiches, damit un­gehinderte Atmung erfolgen kann. Nur mit Erdbällen ver­pflanzen (f. Pflanzung). Scha­

denbringende Wurzeln vom Nach­barsgarten her müssen auf aus­drücklichen Wunsch abgestochen werden. Staudenpflanzen mit weitverbreiteten Wurzeln wer­den mittels Dachpappe oder Ein­kreisung von Steinen im Boden auf einen bestimmten Raum be­grenzt.

Wurzeln, f. abschneiden.

Wutanfall ist ein bei Kindern manchmal versuchtes Mittel, um ihren Kopf durchzusetzen. Ver­nünftige Eltern werden sich da­durch aber nicht in ihrem Wil- len wankend machen lasten. Das einzig richtige Mittel ist, die Kinder möglichst wenig beachten und ihnen ruhig erklären, daß sie auf solche Art nichts erreichen. Wenn solche Wutanfälle häu­figer auftreten, befrage man einen Arzt. Wutanfälle kommen bei Tollwut vor unb bei ver­schiedenen Geisteskrankheiten. Siehe diese.

Xanthippe, Bezeichnung für eine zanksüchtige Frau, nach der Frau oes griechischen Philosophen Sokrates, der zu Unrecht diese Eigenschaft zugeschrieben wird Wörtlich übersetzt bedeutet: gelb­liches Pferd.

Xaver, männl. Vorname spa­nischer Herkunft mit der Be­deutungder Glänzende", weib­liche Form Xaveria.

X-Beine, siehe krumme Beine.

Xeres, Jerez, spanische Stadt, bekannt durch den Jerezwein.

-k

Xylogmit, Maste aus Holzstoff, die zur Herstellung von Stein­holzfußböden verwendet wird.

Xylolin, aus Baumwolle und Holzstoffpapier gewebter Stoff, aus dem u. a. Arbeitskleider unb Decken gefertigt werden.

Xylolith. aus Holzmehl und Magnesia - Zement hergestellter Kunststein.

Xylophon, Musikinstrument aus abgestimmten Hölzern, das mit Holzhämmerchen geschlagen wird. Deutsche Bezeichnung Holz, oder Strohfiedel.

wie schneiden Sie weiche Wurst? Mit einem normalen Messer aeht bas schlecht, weil die Wurst gebrückt wirb. Jetzt gibt es ein Wurstmesser, das an ber Schnecke feine Zähnchen hat. Damit können Sie schöne glatte Wurstscheiben schneiden. Auch für weiches Brot gibt es ein solches Mester, ebenso für Tomaten. Lasten Sie es sich zeigen bei

3. V. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146.

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