Ausgabe 
11.12.1937
 
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Nr. *>89 fünftes Blatt

(Siebener Anzeiger sSleneral-Anzeiger für Gberhessen)

Samstag, ll. Dezember |95Z

Geschichten aus aller Welt

im übrigen würde ich Ihnen raten, einen Schlosser

seiner zarten Ehehälfte vernehmen, die

Stimme

Kirchliche Nachrichten

(Nachdruck verboten.)

3. Fortsetzung.

Fortsetzung folgt.

NKWW

Ein Pariser Briefträger kehrte eines Abends müde in seine Wohnung zurück. In Gedanken freute er sich schon auf Pantoffeln und Pfeife und auf sein Radio. Aber als er vor seiner Wohnung ankam, fand er eine verschlossene Tür. Er klingelte, klopfte, rief ohne Erfolg. Einen Augenblick stieg ein böser Verdacht in ihm auf. Aber es war nichts

rolas Wunsch zu erfüllen.Martini!" sagte er kurz und stieß dabei seinen Zeigefinger wie einen Dolch in der Richtung durch die Lust, wo er Martini Halbrechts hinter sich vermuten mußte.Fräulein Carola Hollerthcm", fuhr er darauf bedeutend mil­der fort und sah dabei Carola mit einem heim-»

ttauschuna weigerte Die Feuerweyr pcy, nacyoem ihr den Fall auseinandergesetzt hatte, einzugrei- * ...... j an, er solle sich an

dienst; 16: Gottesdienst. Mittwoch, 15. Dezember. 20.30: Gottesdienst.

katholische Gemeinden.

Samstag, den 11. Dezember.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichtgelegenheit.

Sonntag, den 12. Dezember. 3. Adventssonntag.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichtgelegenheit; 7: hl. Messe (hl. Kommunion der Jungfrauen); 8: Spendung der hl. Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11.15: hl. Messe mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht. Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. Lollar. 9.30: hl. Messe mit Predigt. Cid). 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt. Hungen. 9.30: Hoch­amt mit Predigt und Christenlehre.

Montag, den 13. Dezember.

Caubach. 7.30 Uhr: hl. Messe.

Dienstag, den 14. Dezember.

Gießen. 20.30 Uhr: Bibelstunde.

Mittwoch, den 15. Dezember.

Hungen. 7.15 Uhr: hl. Messe.

nete mit Bewegungen, die einer leichten Finger­massage ähnelten, an den Knöcheln nach, wieviel Fahre oder Monate seit seiner letzten Begegnung mit Martini verflossen sein mochten.

Man hat ziemlich selten Gelegenheit hier unten, Menschen aus der alten Heimat zu sprechen, die Nachrichten, jünger als ein Jahr, mitbringen", meinte Martini mit bekümmertem Ausdruck.

Sie müßten eben mal ganz rasch ins alte Land zurückfahren?" rief Humphrey eindringlich und sah dabei auf seine Armbanduhr, als sei er in Sorge darum, Herr Martini könne den nächsten Zug ver­säumen.

Seine heftigen Bemühungen, die Vorstellung Martinis zu vereiteln, belustigten und verwunder­ten Carola außerordentlich. Sie drehte sich halb um; da Humphrey den Mann so eifrig abzuwim­meln versuchte, erwartete sie eigentlich, einer etwas zweifelhaften Persönlichkeit zu begegnen. Um so mehr überraschte es sie, als sie feststellen mußte, daß dieser hartnäckige Herr und Landsmann einen gepflegten und durchaus manierlichen Eindruck machte. Mehr als das: daß er über eine tadellose Haltung verfügte und über seinen Schultern einen Kopf trug, den man nicht so leicht vergaß oder übersah. Gewiß kein Apoll, aber so kühn, straff und männlich, daß es Carola, die in ihren Muße­stunden gar nicht so übel mit Ton und Spachtel umainn, geradezu in den Fingerspitzen kitzelte, die­ses Gesicht einmal zu modellieren ...Humphrey", sagte sie mit leisem Tadel,wollen Sie die Güte haben, zu bemerken, daß ich mich gern an Ihrer Unterhaltung beteiligen möchte? Und wollen Sie ferner so freundlich sein, mir Ihren Freund vor­zustellen?"

Freund ...?" zischte Humphrey durch die Zähne und bequemte sich nur höchst widerwillig dazu, Ca-

zuende. Trollinger soll wegen Störung der Fuchs­jagd durch unbefugten Aufbau eines Würstchen­wagens zur Zahlung der Kosten für die verfehlte Jagd verurteilt werden.

Der Flotten-KaterPeter".

K. Portsmouth.

Nach 12 Jahren ehrenvollen Dienstes hat Peter sein abenteuerreiches Leben beendet, der einzige Kater, dessen Tätigkeit offiziell von den Behörden an Bord eines englischen Kriegsschiffes anerkannt worden ist. Das war aber nicht nur ein theoretisches Zugeständnis, sondern wurde auch durch eine be­stimmte Summe, die zu Lasten des Admiralstabs gebucht wurde, belegt. Peter, der an Bord des Pan­zerkreuzersPresident" gestorben ist, war vom ersten Lord der Admiralität zumKater der Flotte" ernannt worden. Dieser hatte auch verfügt, daß er in dem Soldbuch des Schiffes mit der Summe von anderthalb Schillingen in der Woche aufgeführt würde.

Weder Feuerwehr noch Polizei...

K. Paris.

zu holen."

Glückbringender Traum.

Er begrüßte Humphrey mit dröhnender Herzlich­keit und drückte auch Carola die Hand, aber mit einer Vorsicht, die daraus schließen ließ, daß Ver­geßlichkeiten in dieser Hinsicht furchtbare Folgen hätten haben können.

Zwei Whisky-Soda, Dom Pete aber rasch, eh wir verdursten! Und noch eins: Laß dir von einem deiner Kunden nächstens mal statt eines Girasfensells einen Ventilator für deine Burg oer» ehren! Du kannst von deinen Gästen wahrhaftig nicht verlangen, daß man hier mit einer Sauer­stoffflasche auf dem Buckel anrückt"

Was hast du auf einmal gegen meine Luft ein­zuwenden, Humphrey?" fragte der Dicke vorwurfs­voll.Bisher warst du mit ihr zufrieden..." Er wandte sich kopfschüttelnd an Carola;Es ist näm­lich die teuerste Luft von Südafrika, Fräulein denn bei mir raucht man nur die besten Sorten."

'n Abend, Timperly!" sagte in diesem Augen­blick eine Männerstimme hinter Carolas Rücken.

Humphrey wandte den Kopf zur Seite,'n Abend, Martini!" antwortete er kühl und schien der An­sicher zu sein, der Unterhaltungsstosf sei damit er» schöpft.

Aber sein Gesprächspartner teilte diese Auf­fassung nicht.Wie geht's?" fragte er freundlich. Lange nicht gesehen, was?" Und er ergriff Hum­phreys Arm, um ihn kräftig zu schütteln.

Stimmt!" bestätigte Humphrey und drehte ihm den Rücken zu.

Aber Herr Martini gehörte zu den. zähen Na» turen.Fch glaube, mich nicht verhört zu haben, daß Sie eine Landsmännin blödes Wort übri­gens! von mir begleiten, Timperly?" erkundigte er sich liebenswürdig.

Stimn t ebenfalls!" antwortete Humphrey kurz. Wäre n tt von Ihnen, wenn Sie mich der Dame oorftellen würden!" bohrte der andere weiter.

Wie reht es Ihnen selbst?" fragte Humphrey so besorge, als befürchte er, Herr Martini werde ihm in den nächsten Minuten keine zufrieden­stellende Antwort mehr geben können.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 12. Dezember.

Gießen. Sladtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; 17: Kandidat Schneider; zugleich Beichte und hl. Abendmahl für die Matthäusgemeinde. Fohanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfr. Bechtolsheimer; 11: Kinderkirche für die Jo­hannes- und Militärgemeinde (Johannesfaal); Pfr. Ausfeld; 17: Pfr. Bechtolsheimer; zugleich Beichte und hl. Abendmahl für die Lukasgemeinde. Ka­pelle des Alten Friedhofs. 9.30: Gottesdienst; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde. pelrus- kapelle, Wetzlarer Weg 59. 9.30: Pfr. Trapp; 10.45: Kinderkirche für die Petrusgemeinde. Wieseck. 9.45: Pfarrassistent Paetow; 11: Kinderkirche. Albach. 12.30: Gottesdienst. Steinbach. 9.30: Beichte; 10: Gottesdiest, anschließend Abendmahl. Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst. Kirchberg. 10: Gottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. Collar. 14: Gottesdienst. Mainzlar: 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. Klein-Cinden. 10: Gottes­dienst; Missionar Walther; 11.30: Kindergottesdienst: 14- Gottesdienst; Missionar Walther; 20: Gottes­dienst; Missionar Walther. Garbenleich. 13: Got­tesdienst. hausen. 10: Gottesdienst. Cangsdorf. 10: Kindergottesdienst; 11: Hauptgottesdienst. Dettenhausen. 19.30: Abendmahlsfeiern. Mu'chen- heim. 10.30: Gottesdienst; 13.30: Gottesdienst.

Ach, Humphrey", sagte sie warm,Sie sind rüh­rend besorgt um mich und als Freund stehen Sie in meinem Herzen ganz vorn und an erster Stelle!"

Er nickte ein wenig düster. Es war chm anzu- fehen, daß er diesen Stehparkettplatz gern gegen eine Loge vertauscht hätte.

Humphrey war vor zwei Monaten von Cam­bridge mit der Würde eines B. C. L., Bachelor of Civil Law, die etwa Dem juristischen Doktorgrad Der deutschen Universitäten entspricht, heimgekom­men. Auf dem gleichen Schiff, das auch Carola zu ihrer Reise nach Südafrika gewählt hatte, die sie im Aufttag eines Berliner Verlags unternahm. Mit der Leichtigkeit, mit der man an Bord Bekannt­schaften schließt, waren sie einander nahergekommen, und diese Begegnung hatte das allgemeine Ab­schiedsfest überdauert. Denn für Carola war dieser unae Mann eine Abart der Gestatt des reichen, schönen Jünglings aus dem Märchenland. Er war nickt nur ein guter Kamerad und ein netter Junge, sondern sein Name bedeutete auch Empfehlungen, Gte'ew inJonft »ertoloffene luten un sie hatte das Glück, das ihre Lau bahn inGet alt dieses jungen Mannes kreuzte, mit ihren kräftigen Händen festgehalten.

Daß sie enttäuscht worden war, lag wahrlich nicht an Humphrey Timperly; die Schuld lag bei ihr selbst. Sie war mit einem gEN Sack voller ro­mantischer Vorstellungen nach Südafrika gekom men, die fteilich hauptsächlich emem stark veralteten Reiseführer aus der Bücherei ihres Baten eni stammten, einem Buch der neunziger 2ahre, a fein Messer dort unten noch was anderem b - nutzte als zum Brot chneiden allem. Was sie t sächlich antraf, waren Städte, Die f VS h e cher gebärdeten, als USA. selbst, und dazu di genugsam bekannten Leiden Westeuropas, nur auf Baumwolle, Kaffee und.Negerprobleme verschoß Interessante Dinge, gewiß, aber von einer jungen

Haben uns tatsächlich lange nicht gesehen", stellte baren Worten verfluchte.

Humphrey mit gerunzelten Brauen fest und rech-i F~.-.-

Dame, deren Stärke und Erfolg bisher in ihrem fesselnden Plauderstil über Mode und Sport bestan­den hatten, weder erwartet noch gewünscht ...

Die Taxe hielt.Wir sind am Ziel!" ließ Hum­phrey sich vernehmen. Er entlohnte den Fahrer und führte Carola über die Straße. Eine ziemlich finstere Straße übrigens und kein geeignetes Pfla­ster für Abendspaziergänge alleinstehender Damen. Der Hafen lag in unmittelbarer Nähe. Weibliche Gestalten sämtlicher Rassen und Altersstufen strichen vorüber und musterten Carola feindselig. Zweifel» hafte Kavaliere ließen ihre Augen über Humphreys Anzug nach dem vermutlichen Sitz seiner Brieftasche schweifen. Zwei Schweden saßen innig umschlungen auf Der Schwelle eines Hauses und sangen hand­feste Seemannslieder. ,

Entschuldigen Sie die Gegend", bat Humphrey ein wenig nervös.Aber auf dem Korso wäre dieses Lokal fehl am Platz." .

Sie zwängten sich durch eine schmale Tur und standen schließlich, nachdem Humphrey noch einen nicht sehr wohlriechenden Vorhang zur Seite ge» schlagen hatte, in einem Gewölbe, das so mit Seit» famfeiten aller Art vollgestopft war, daß der Raum für die Gäste äußerst knapp wurde.

Von den Wänden glotzten ausgestopfte Büsfel- und Löwenköpfe. Eine riesige Assala wand sich um Den Schaft einer Säule. Alligatoren schwebten mit aufgesperrten Rachen, in die man sinnigerweise noch Negerköpfe aus Preßpavpe gesteckt hatte, mit­ten im Raum. Die Wände starrten im Schmuck zahlloser Gehörne; dazwischen ließen Keulen, Dolche, Schwerter und Speere kaum noch handflächengroße Stücke des Kalkbewurfs sehen. Man stolperte über gewaltige Trommeln aus Bambus und Holz und schrak vor gespenstischen, fratzenhaften Tanzmasken zurück, Die wie vom Rumpf geschnitten, an unsichtbaren Drahten von Der gewölbten Decke herabhingen oder hinter Säulen verborgen, plötzlich vor Carola aufsprangen

Hinter einem Vorhang von beizendem Tabaks» qualm tauchte schließlich auch die Bar auf und unter den kupfernen Schiffslaternen hinter dem Bartisch ihr Besitzer, Dom Pete Ein Mann von gewaltigem Unvang. Seine psannkuchenahnllch auf- gerollten Ohren deuteten darauf hm, daß er m feiner Jugend das Glück in Der Rmgkampferarena gesucht hatte.

140 Dörfern und 66 Farmbezirken ausgewählt wur­den. Dabei ergab sich, daß die typische amerikanische Familie ein Durchschnittseinkommen von 1400 Dol­lar im Jahr hat, daß sie ein Haus kauft, ein Auto aus dem Jahre 1935 besitzt und einmal in der Woche ins Kino geht. Das Gewöhnliche ist ferner, daß sie in einer kleinen Stadt lebt, sich aus Vater, Mutter und zwei Kindern zusammensetzt, keine Dienstboten hält, so daß die Hausarbeit von Der Frau gemacht roirD, während der Mann gegen Wochenlohn in einer Fabrik oder als Angestellter in einem Geschäft arbeitet. Der Mann ist immer noch das Familienhaupt und der hauptsächliche Geldver­diener. Es zeigte sich auch, daß in Den verschiedenen Landesteilen die Unterschiede sehr groß sind. Das höchste durchschnittliche Familieneinkommen wurde in Oregon mit 1615 Dollar festgestellt, während das niedrigste mit 955 Dollar in Lincoln in Illinois vor­kommt.

Fuchsjagd und warme Würstchen.

(th) Neuyork.

In federn Jahr veranstaltet Die Nationale Fuchs­jagdvereinigung in Tenessee eine Treibjagd auf die Tiere, die im Namen Der Gesellschaft genannt sind. In diesem Jahr ist die Jagd nun vollkommen miß­glückt. Und schuld daran ist ein gewisser John Erol» linger bzw. die Ursache des Fehlschlags waren seine Würstchen. Er hatte läuten hören, daß Die Menschen auf Der Jagd hungrig werden und wit­terte für sich ein gutes Geschäft. Er zog also mit seinemHot-Dog"-Wagen auf dasSchlachtfeld" und stellte sich dort auf in Erwartung der Jager, Die da kommen und sich an seinen heißen Würstchen stärken sollten. Die Jagd begann in der Ferne. Em

Falls behandelnder Arzt nicht zu erreichen, Arzt: Dr. Wolf.

Zahnarzt: Dr. Schüttler.

Apotheke: Neue Apotheke.

Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt Gießen.

Nundfunkprogramm

Sonntag. 12. Dezember.

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Gymnastik. 8.30: Deut­sche Scholle. 8.45: Morgenmusik. 9: Christliche Mor­genfeier. 9.45: Deshalb wird Deutschland ewig sein. 10: Was wir selbst tun können, das dürfen wir Gott nicht überlassen. (Gorch Fock.) 10.30: Chorgesang. 11.30: Von Hamburg (aus der Stadthalle der Reichs­bauernstadt Goslar): Reichssendung: Der Reichs­bauernführer und Reichsminifter für Ernährung und

Landwirtschaft R. Walter Darrs gibt die Parole für die kommende Erzeugungsschlacht und für Die Auf­gaben Der Ernährungswirtschaft im Jahre 1938. 12: Musik am Mittag. 14: Für unsere KinDer: Der Gänsebraten. 14.30: Uns gehört Der Sonntag! Ein Reigen sorgloser MeloDien. 15.15: Deutsche Scholle. Ein Dorf in Nassau. 16: Zur Unterhaltung. 16.30: Otto Serco mit seinen Kopien bekannter Filrngrößen unD eigenen Kompositionen am Flügel. 17: Tun, als ob ... Drei luftige Hörszenen. 17.30: Zur Unterhal­tung. 18: Ein Spiel von Liebe, Leben unD ToD. Ein Märchen für Den Funk. 19: Nachrichten. 19.10:0 welche Lust Soldat zu sein!" Heitere Erinne­rungen. 19.40: Sportspiegel des Sonntags. 20: Aus dem großen Saal des Saalbaues, Frankfurt a. M.: II. Sonntagskonzert der Museums-Gesellschaft. 22: Nachrichten (auch aus Dem Sendebezirk). 22.15: Sportbericht. 22.30: Wir bitten zum Tanz.

Montag, 13. Dezember.

6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkon- zert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk: Die Heinzelmännchen sind wieder Da. 10.30: Hausfrau, hör zu! 11.40: Deutsche Scholle: Raubbau am Deutschen Wald? 12: Schloß­konzert. 13: Nachrichten (auch aus Dem SenDebezirk). 13.15: Schloßkonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Buntes Allerlei (Konzert). 15: Volk unD Wirt­schaft: 52 Millionen Tonnen Kartoffeln. 15.15: Für unsere KinDer: Jetzt basteln wir! 15.45:Der Deutsche Lawrence." Zur Einführung in Das Hörspiel ,Konsul Waßmuß". 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Nachrichten. 19.15: Stuttgart spielt auf. Heitere FeierabenDmusik. 21:Konsul Waßmuß." (Ursendung.) Hörspiel von Dagobert von Mikusch- Buchberg. 22: Nachrichten (auch aus Dem SenDe­bezirk). 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 1: Nacht­musik. Musik unserer Nachbarn (IV): Schweden. 1 bis 5:Hallo Deutschland ... Max Schmelinq boxt" 4: Max Schmelings Boxkampf gegen Thomas. Üebertragung von Neuyork.

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einigten Staaten eine genaue Unteriudjung der Loge Dl)n @a5qerud) ,u bemerken. Er verdoppelte feine von 100 000 amerikanischen Familien vorgenommen, ^nst engungen, und endlich ließ sich von Drinnen Die die in 51 Städten, Darunter Neuyork und Chikago, - - ------- » *-

NachDru^, auch mit Quellenangabe, verboten!

Nach 17 Jahren ...

(mt) Sydney.

In Den nächsten Tagen wirD auf einem Dampfer an Der australischen Küste eine Trauung vorgenom­men, Damit Miß Fleischer nach Australien einreisen kann. Der Mann, der in Australien auf sie wartet, ist ein gewisser John Pennyrouth, der vor 17 Jah­ren nach Symney auswanderte und heute Leiter eines Hotels in Wallacia, 60 Meilen von Sydney entfernt, ift Er versprach damals jener Miß Flei­scher, er werde sie eines Tages heiraten. 17 Jahre hindurch erhielt Laura Fletscher an jedem Sonntag einen Brief von Pennyrouth. Sie hatte also genü­gend Zeit, um ihre Aussteuer zu bereiten. Endlich kam der entscheidende Brief, Der ihr ganzes weite­res Leben bestimmt. Aus Der Einsamkeit eines eng­lischen LanDstädtchens hat sie nun nach 17 Jahren Den Weg zu Dem Mann gesunden, Der ihr treu blieb.

Guten Appetit!

(mt) Hsinking.

Mitunter hört man aus Amerika oder vom Bal­kan von irgendeinem Rekordesser, der mit einem gewaltigen Hunger- oder mit einem ungewöhnlichen Fassungsvermögen seines Magens unglaubliche Speisemengen in sich hineinwürgte. Meist handelte es sich um eine unsinnige Wette. Aber es gibt auch Erdenbürger, die dauernd einen derartigen Riesen­appetit haben. An der sibirisch-mongolischen Grenze wurde ein Mann ermittelt, Der mit jenem Fresser verwandt fein soll, von dem schon ein gewisser Ka­pitän Cochrane vor rund hundert Jahren berichtet. Er war denn auch bereit, die damals zitierte Eß­leistung nachzumachen. Er verzehrte im Laufe von 24 Stunden mit kleinen Pausen also das Hinterviertel eines Ochsen, 20 Pfund Fett und einen Topf geschmolzene Butter. Freilich versicherte er, Das gehe nur so gut, weil es draußen kalt sei. Aber am nächsten Tage der Mann vor Zeugen in fünf Stunden einen Kessel mit 24 Pfund Gemüse­brei unD Reis in Butter gedünstet auf einen Sitz.

Wie der Durchschnittsamerikaner lebt.

C. K. Washington.

Um ein genaues Bild zu erhalten, wie die Durch­schnittsamerikaner leben, hat die Regierung der Der-

sich morgens mit ihm gezankt hatte und nun er­klärte, sie werde nicht aufmachen. Da faßte den Biede.en auch der Zorn. Er schritt zum nächsten Feuermelder und schlug Alarm. Doch zu seiner Fuchs wurde um Die Sache in Schwung zu brin- Enttäuschung weigerte die Feuerwehr sich, nachdem gen losgelassen. Ihm folgte später ein zweites ! er iyi uch Full uuscinunDcrgvf'1*1 Tier. Dann blies man das Horn. Die Hundemeute fen. Die Sache ginge sie nichts . .. ..

wurde losgelassen. Und nun ergab sich etwas Merk-1 die Polizei wenden. Das schien dem Briefträger würdiges. Freilich waren die Tiere schon vorher sehr I ein ausgezeichneter Rat, und er rief also die nächste unruhig. Aber die Hundewärter hielten das für Die , Polizeiwache herbei. Prompt erschienen auch im Aufregung vor Der großen Jagd. Doch kaum waren , Auto vier kräftige Polizisten unter Führung eines die Tiere frei, als sie in rasendem Lauf nicht etwa > Wachtmeisters. Der Briefträger meldete kurz den Tat- in der Richtung der davoneilenden Füchse rannten,1 bestand und bat um Hilfe. Der Wachtmeister aber sondern in einer ganz anderen Himmelsrichtung | legte die Stirn in strenge Falten und erklärte:Wir dorthin nämlich, wo John Trollinger mit seinen ! haben unter diesen Umständen nicht das Recht, ge» Würstchen stand. Sie umdrängten den hilflosenHot- waltsam in Ihre verschlossene Wohnung einzudrin- Dog"-Äerkäufer. Sie bellten, sie heulten, sie jaulten.! gen. Sie haben die Spesen für den Herbeiruf und Trollinger wußte sich nicht zu helfen. Er sah dieI für die Autofahrt zu zahlen. Leben Sie wohl. Und gierigen Augen und die wedelnden Schwänze. Es ' c*t

ging um seine Würstchen. Er warf erst eins und dann noch eins unter die Meute. Doch nun brach die Hölle los. Ein Glück, daß die Führer der Meute herbeikamen. Aber damit war die Affäre nicht

Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdlenst; 19: Vortrag über die Bergprediat. Harbach. 9.30: Gottesdienst mit Feier des hl. Abendmahls für die Jugend; Kollekte. Vettershain. 13: Gottesdienst; hl. Abendmahl für die Jugend; Kollekte. 'Rein- hardshain. 10: Gottesdienst; Kollekte. Tki(s6erg. 10: Lesegottesdienst.

Mittwoch, Den 15. Dezember.

Gießen. Stadtkirche. 20 Uhr: Abendandacht.

Donnerstag, den 16. Dezember.

Gießen. Fohannessaal. 20 Uhr: Bibelstunde; Pfr. Ausfeld.

Freitag, Den 17. Dezember.

Gießen. Fohannessaal. 20 Uhr: Adventsfeier Des Bundes für christliche Erziehung in Haus und Schule.

Bund freikirchlicyer Christen, Gemeinde Gießen. Sonntag, 12. Dezember. 11.15 Uhr: Sonntagsschule; 20.15: Bibelstunde. Mittwoch, 15. Dezember. 20.15: Bibel- und Gebetstunde.

Christliche Gemeinde, Zu Den Mühlen 2. Sonntag, Den 12. Dezember. 9.45 Uhr: Erbauungsstunde; 11: Sonntagsschule; 20.30: Evangelisation. Dienstag, 14. Dezember. 20.30: Bibel- und Gebetstunde.

Vaptistengemeinde, Gartenstraße 13. Sonntag, den 12. Dezember. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 16: Pre­digt. Freitag, 17. Dezember. 20.15: Gemeinde­abend mit Bundesevangelist Lüllau.

Neuapostolische Gemeinden, Händelstraße 1, Eder- straße 13. Sonntag, 12. Dezember. 9.30 Uhr: Gottes-

(pk) Budapest.

Merkwürdig ging es einem alten Mütterchen in Der ungarischen Ortschaft Kaposztasmegyer. Die Frau hatte noch niemals ein Pferderennen erlebt. Sie hatte auch noch niemals in ihrem Leben ge­wettet. Und sie hatte auch keine Ahnung, wie sie etwa auf ein Rennpferd fetzen müsse, um Aussichten auf eine Gewinnquote zu haben. Da geschah es eines Nachts, daß Die alte Frau träumte, sie reite auf einem Esel. Und dabei hatte sie immerfort die Zahl 12 vor Augen. Am nächsten Morgen erzählte sie diesen Traum einer Bekannten, ohne sich etwas Besonders Dabei zu Denken. Erst als sie in Der nächsten Nacht wieder das gleiche träumte, erblickte sie in diesem Traum einen Wink des Schicksals. Nun stand es für das Mütterchen fest: sie mußte zum nächsten Pferderennen nach Budapest hinein­fahren der Ort Kaposztasmegyer liegt nur wenige Kilometer von der Hauptstadt entfernt und dort auf das Pferd Nummer 12 fetzen. Und so fuhr sie Denn tatsächlich am nächsten Sonntag los, riskierte Das Eintrittsgeld, ließ sich von einem An­gestellten am Totalisator alles genau erklären, unD Dann setzte sie auf Das Pferd Nummer 12, das allerdings überhaupt keine Gewinnaussichten zu haben schien. Aber das Wunder geschah tatsächlich, Das PferD Nummer 12 ging als erstes Durchs Ziel, ! unD eine überraschend hohe Quote gelangte zur Auszahlung. Ruhig und bedächtig, als sei dies die selbstverständlichste Sache der Wett, behob Mütter­chen ihr Geld. Auf die vielen Fragen der Um­stehenden, wie sie dazu gekommen sei, gerade auf dieses Pferd zu setzen, antwortete sie mit der gleichen I Selbstverständlichkeit, sie habe geträumt, daß sie auf einem Esel geritten sei und dabei habe sie die ,Zahl 12 gesehen. Mehr könne sie auch nicht sagen.

MamaM-KomM

Roman von Korst Biernaih.

Netter Einfall von Ihnen, die Dame in Dom der fort und sah dabei Carola mit einem qeim- Petes Raritätenkabinett zu führen!" lobte Mar- Ilch anklagenden Blick an. Es war unverkennbar. daß er diese Begegnung insgeheim mit furcht«