Einzelbild herunterladen

Samstag, N. ScpfcmberjOSZ

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Nr. 2'2 Zweites Blatt

I

'M i v& . i

LMU

M-

t ä» - L -- .

MS E M

V

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Unser Bild zeigt eine

y

7':#*'

D;

i . Z

t xf

; -:.j

< 'M

M ;r y

W : i .1 rt

* x*

H

; V . . D,

M.. KL. ML

Der Führer weihi die neuen Fahnen der Polizei

deutschen Polizei in die

Der Vorbeimarsch vor dem Führer.

r l

)on mir leimt empranqen <uu . e t bem ^ül)rer flemeioer rounmi -^h

bcr ii*;bra0Vcn3®n?,'^Trf^- äb|d)lu6 bildet- wieder eine HundertM,, d°r

Millionen Reichsmark aeftieaen

Es gelang der nationalsozialittischen Marktord­nung, die volkswirtschaftlich wichtigen Lebens- mittel preise stabil zu halten. Daß dies der Marktordnung zu^uschreiben ist und nicht etwa einem künstlichen Zwang, ergibt am einfachsten ein Vergleich mit den Lebensmittelvreilen im Aus­land. Während es uns gelang, den Brotpreis in den Jahren 1933 bis 1937 unbedingt Labil zu halten und damit die fette Grundlage für die na­tionalsozialistische Lohnpolitik zu schaffen, ttieg z. B. in der Schweiz der Brotvreis von 1933 bis 1937 um 14 v Sy. in den Bereinigten Staaten um 17 v. Sy. in Kanada um 25 v. H., in Enaland um 27 v Sy, in Dänemark um 32 v. 5). und in Frankreich um 31 v Sy Der Butterpreis stieg in der Zeit seit 1933 in Kanada um 15 v. Sy. in Dänemark um 24 v Sy, in den Vereinigten Staa­ten sogar um 53 v. Sy während er in Frankreich allein in den letzten beiden Jahren um 27 v Sy gestiegen ist In Deutschland dagegen ist es seit 1934 gelungen, den Butterpreis auf dem gleichen Stande zu halten. Während wir 1927 nur 65 v. Sy des deutschen Gesamtbedarfs auf dem Gebiet der Ernährungswirtschaft aus der heimatlichen Scholle zu decken vermochten, können wir heute bereits zwischen 8 0 und 85 v S) decken. Obwohl die Anbauflächen für andere Ackerfrüchte durch die In­angriffnahme der Gespinstpflanzen- und Oelpflan- zenproduktion verringert wurden, hat die deutsche

doch auch wieder herrlichen Aufgabe sehen, der Aufgabe, mitzuhelfen an der Stärfung des Volkskörpers im Innern, an der Reinigung die­ses Volkskörpers von den schädlichen, nicht zu ihm gehörenden Elementen und vor allem an der würdigen Vertretung dieses Volkskörpers auch nach außen hin.

Denn jeder, der vom Ausland in das Reich kommt, stößt gleich als erstem Repräsentanten dieses Reiches auf den Mann der deutschen Polizei. So gebe ich Ihnen heute Ihre Fahnen in dem festen Bewußt­sein, daß Sie auch dadurch immer mehr eingeglie­dert werden in jene große gemeinsame Marsch­kolonne der deutschen Volksgemeinschaft. Heil Po-

^Wie aus einem Munde brauste die Antwort der Männer der Polizei:Heil, mein Führer!" über den weiten Platz. Sodann begab sich der Führer in die Mitte des 'großen Vierecks, wo die Fah­nenabordnung Aufstellung genommen hatte, um die 23 neuen Fahnen zu weihen und ihrer Be­stimmung zu übergeben. Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei Himmler dankte dem Füh­rer für die Verleihung der Fahnen und führte aus: Kameraden! Wir haben soeben vom Führer die Fahnen verliehen bekommen. Wir wollen zeitlebens uns dieser Ehre würdig erweisen. Unser Füh­rer Sieg-Heil!" Unter den Klängen der Marschmusik und begeisterten Heilrufen verließ der Führer die Deutschherrnwiese.

Schutzpolizei. Tausende von Zuschauern grüßten die schmuck aussehende Polizei, die zum erstenmal in einem geschlossenen Block sich i n d e r n e u e n P a - radeuniform zeigte, sie hinterließ mit ihren leuchtend grünen Uniformen, den schwarzen Haar­buschen am Tschako, dem leuchtenden weißen oder braunen Lederzeug mit Schabracken einen hervor­ragenden Eindruck.

Der Führer empfängt

das Diplomatische Korps.

Die Sicherstellung der Ernährung Deutschlands.

RcichsbanernführerDarre spricht am viertenTag dcsParteikongresses.

Nürnberg, 10. Sept. (DNB.) Der Kongreß des Darteitages der Arbeit wurde am Freitagvormittag in der überfüllten LuitpoldHalle fortgesetzt. Nach dem Einmarsch der Standarten spielte das Reichs- Sinfonieorchester BeethovensEgmont"-Ouvertüre. Als der Führer die Halltz betrat, wurde er wie­derum mit Stürmen des Beifalls und der Vereh­rung empfangen. Rudolf Heß erteilte hierauf dem Reichsbauernführer R. Walter Darre das Wort, der üoerVier Jahre nationalsozialistische Ernäh­rungspolitik" sprach.

Die NSDAP, ist von Anfang an mit dem An­spruch ausgetreten, dem deutschen Volksgenossen das Recht auf Arbeit zu verwirklichen und ihm damit die Möglichkeit zu geben, sich aus­reichend zu ernähren. Es galt also zu un­tersuchen, welche ernährungspolitische Lage sich bei der Machtübernahme darstellte. Die damaligen Ein­suhrstatistiken schienen klar zu beweisen, daß das deutsche Volk sich auf dem ihm gegebenen Raum nicht zu ernähren vermochte. Allein die NSDAP, mußte zum mindesten den Versuch machen, diese Abhängigkeit von der Lebensmitteleinfuhr auf ein Mindestmaß zu drosseln, damit nicht Kri­sen auf dem Weltmarkt oder Erntekatastrophen in anderen Ländern die Ernährungssicherung des deut­schen Volkes gefährdeten. Damit ergab sich ganz klar die Aufgabe, auf dem gegebenen deutschen Raum eine Erzeugnissteigerung zu versuchen.

Zunächst wurde durch das Reichserbhof, g e s e tz der Grund und Boden als wesentlichster Produktionsfaktor aller landwirtschaftlichen Erzeu- gung aus dem freien Spiel der Grundstücksspeku- lation herausgeholt und in seine wirkliche Aufgabe, nämlich Produktionsstätte und nicht Spekulations- objekt zu sein, zurückgesührt. Es sind heute in nahezu 700 000 Erbhöfen etwa 45 v. H. der landwirtschaft­lich genutzten Fläche durch das Reichserbhofgesetz gebunden und damit der Zersplitterung und Ver­schuldung entzogen.

Zur gleichen Zeit wurden die Lebensmittel durch das Reichsnährstandsgesetz ebenfalls dem spekula- tiven Spiel der freien Marktwirtschaft entzoaen und durch die Marktordnung einer der natio- nalpolitischen Notwendigkeiten des Volkes dienen­den Regelung unterworfen. Wir konnten mittels dieser neuen' Ordnungen die Landwirtschaft so 1 steuern, daß sie das zu produzieren an­fing, was im Interesse der Ernährung des t deutschen Volkes zu produzieren notwendig war. > Den landwirtschaftlichen Markt in Deutschland dem = freien Spiel der Kräfte überantworten, hieße eine dauernde Preissteigerung entfesseln, d. b. ein Chaos ' aus dem Lebensmittelmarkt herbeizittühren. Dazu kommt noch, daß die Zahl der deutschen Bevölke­rung innerhalb des Reichsgebietes seit 1933 sich um etwa zwei Millionen vermehrt hat. Diese Tat­sache, zusammen mit der weiteren Tatsache, daß sieben Millionen Arbeitslose wieder in den volks­wirtschaftlichen Arbeitsprozeß eingeschaltet wurden, hat eine erhebliche Steigerung des Ver­brauchs zwanasläufig bewirkt. So ist der Kon­sum z. V. von Brotqetreidemehl seit 1932 um 10 d. Sy gestiegen, bei Zucker um 15 v. H., bei Fleisch um 10 v. Sy, bei Gemüse um 25 v. Sy und bei See­fischen um 43 v. Sy Die nationalsozialistische Agrar­politik hat eine fast unmöglich erscheinende Auf- gäbe, nämlich die Ernährungssicherung in Deutschland durchzuführen, bewälttgt. Die Ver­kaufserlöse der deutschen Landwirtschaft sind von 6,4 Milliarden Reichsmark im Jahre 1932/33 auf 8,8 Milliarden im Jahre 1935/36 gestieaen, d. h. vier Jahre nationalsozialistischer Agrarpolitik reichten aus, um die Verkaufserlöse der deutschen Landwirtschaft um rund 2,5 Milliarden jährlich zu steigern. Diese Steigerung der Verkaufserlöse hat sich in eine Steigerung der Betriebs» i n v e st i e r u n g e n auf den deutschen Höfen um­geschaltet und kommt damit der Steigerung der Er- zeugung unmittelbar zuaute. Einige Zahlen möaen das beweisen. Auf dem Gebiet der Anwendung von Kunstdünger stieg der Verbrauch von Stickstoff von 1933 bis zum Düngejahr 1935/36 um 40 d. Sy; er stieg bei Kali um 55 d. Sy und bei Phosphorsäure um 60 v. H.; inzwischen ist er im Wirtschaftsjahr 1936/37 insbesondere durch die ein- qeleitete Düngemittelaktion nochmals aanz bedeu- tend gestiegen, so beim Stickstoff um 62 v. H. seit 1933. Der Absatz der deutschen L a n d m a s ch i - nenindustrie, deren Verkauf im Jnlande im Jahre 1932/33 einen Wert von 90 Millionen Reichs- mark hatte, ist im Jahre 1935/36 bereits auf 250

Unser Bildtelegramm zeigt Reichsführer SS. Himmler wahrend seiner Ansprache. Im Vordergrund der Führer. Hinter ihm General D a l u e g e und Reichsinnenminister Dr. Frick. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Nürnberg, 10. Sept. (DNB.) Der Führe empfing am Freitagnachmittag im g roß e n Saa desDeutschen Hofes" die in Nürnberg an­wesenden ausländischen Missionschefs zum Tee Bei dieser Gelegenheit gab der Führer in einer Ansprache seiner und des deutschen Volkes Befriedi­gung und seinem Dank dafür Ausdruck, daß das Diplomatische Korps in so großer Zahl seiner Ein­ladung gefolgt sei, und für das große Interesse, bas die Mitglieder des Diplomatischen Korps den Veranstaltungen des Reichsparteitages entgegen­brächten. Der Führer betonte, daß der Reichspartei­tag keine politische Parteiveranstaltung, sondern e i n nationales Fest des gesamten deut- chen Dolkes sei und als solches gewertet werden

In Vollzug dieses Willens, den deutschen Poli­zeibeamten seines früheren Charakters zu entklei­den, erfolgte dann die neue Uniformie­rung der deutschen Polizei: auch hier von dem Gedanken beherrscht, dieser Polizei, auch äußerlich ein Bild zu geben, das des ersten, jedem sofort ins Auge springenden Staatsrepräsentanten würdig ist.

Nun soll ein Schritt weitergegangen werden Die deutsche Polizei soll immer mehr in lebendige Verbindung gebracht werden mit der Bewegung, die politisch das heutige Deutsch­land nicht nur repräsentiert, sondern darstellt und führt. Zu diesem Zweck sollen Sie die heutigen Fahnen von mir selbst empfangen Es soll damit ein neuer L.. ...

müsse. Namens des Diplomatischen Korps sprach als ält-tter Missionschef der französische Bot chafter Fran?ois°Poncet den Dank des Diplomat!- chen Korps für die ihm erwiesene Gastfreundschaft aus. Die Anwesenheit so zahlreicher fremder Diplo­maten in Nürnberg lege Zeugnis ab für dasehr- liche Bemühen und den guten Willen der fremden Völker, das Leben und Streben des Dritten Reiches zu verstehen und zu er­fassen. Sein Wunsch sei es, daß sich die deutsche Volksgemeinschaft einmal zu einer Gemein­schaft der Völker erweitern möge.

Der Führer

hielt nun folgende Ansprache:

Männer der deutschen Polizei!

Wie schwer die Stellung des Polizeibeamten als des allen sichtbarsten Repräsentanten der Staats­autorität dem Volke gegenüber ist, f)at

Pq. Himmler, soeben umrissen. Im Jahre 1933 hat der nationalsozialistische Staat sofort versucht, 9bpen diese Stellung in Zukunft zu erleichtern. Mit der ausschließlichen Beschränkung Ihrer Wehr auf die scharfe Waffe ist jenes so verhaßte und charakteristische Merkmal der Novemberzelt von der Polizei fortgenommen worden. Wir waren damals der Ueberzeugung, daß es möglich sein muh, die Autorität des Staates, die Erfordernisse der Ge­meinschaft den Volksgenossen gegenüber durchzu­fetzen und wahrzunehmen auch ohne em so beschämendes Attribut, wie es der Gummiknüppel war. Nach unserer Auffas­sung gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder, es genügt die Autorität der Persönlich­keit des Einzelnen, ober es ist notroenbtg, dieser Autorität mit bet f d) ä r f ft e n Waffe Respekt unb Gehorsam zu verschaffen. Unmöglich aber ist es, bie Rücken eines Volkes wie bei»bar= barischen Wüsten- ober Steppenvölkern zu prügeln und es damit zu entwürdigen.

heule weih jeder Deutsche, dah der polizei- beamte genau fo ein Repräsentant des natio­nalsozialistischen Staates und damit der nafio- nalsoziatistischen Volksgemeinschaft ist, wie ir­gend ein andererer Vertreter dieses Staates. Er weiß, dah der Polizeibeamte jedem Volks­genossen ebenso als Freund gegenübertritt, wie irgendein anderer Träger der Autorität dieses Staates. Er weiß aber auch, daß deshalb und gerade deshalb dieser Träger der Auto­rität des Staates entschlossen ist, ihr unter allen Umständen Geltung zu verschaffen Er weiß, daß damit auch vor dem Aeußersten und Letzten nicht zurückgeschreckt werden würde Und umgekehrt weih auch jeder Vertreter dieses Staates, daß aber auch hinter ihm d,e Autori­tät des Staates steht, dah er von ihr gedeckt wird im Dienst am Volk und unserer Volks­gemeinschaft.

Mit klingendem Spiel marschierten Spielmanns- zua unb Musikzug ber S ch u tz p o l i z el B e r l l n do? bemBeugen W auf; eine fdjnuraerabe sß0[iLi Reichsführer SS. H i mm l e r. Hinter ,hnJn arüttte die Blutfahne ber Bewegung Der SM der Ordnungspolizei, General ber Polizei 71 a I u e a e führte ben Vorbeimarfch an unb er­stattete bem Führer Meldung An ber Spitze mar- * r be? Fahnenblock mit ben nomJubrer nei (ebenen 23 Fahnen Bann zogen eine Zunder,- ton f na» ber anberen, 1500 Mann ber Schutz- fdjaft na» °« Slechf»ritt zugweise am Führer norb i Sbnen voran Generalmajor Muloer- nJht Es folgten 1500 Mann ber Genbarme- ri? bil vorn Inspekteur von Hessen, Oberttleub

' bem Führer gemelbet würben Den

renben unb für bie Nation kämpfenden deutschen Volksgemeinschaft erfolgen Ich weiß, Sie werden diese Fahnen genau so tragen wie alle die anderen Verbände, die brusen sind, mit stärkster Kraft der Nation zu dienen! Sie werden in diesen Fahnen das Symbol Ihrer Verbindung sehen mit jenem deutschen Volk, das hinter dieser Fahne heute sein neues Leben gestaltet. Sie werden dabei von zwei Leitgedanken beherrscht sein: 1 als Repräsentant des Staates zugleich der beste Freund des Volkes zu sein; 2. als der Repräsentant dieses Staates der unerbitt­lichste Vertreter dieser Volksgemein­schaft gegenüber allen verbrecheri­schen Elementen zu sein, die sich an ihr ver­sündigen. Es muß möglich sein, unb es ist möglich, zwischen biesen beiden Ausgaben eine Beziehung unb eine Verbinbung herzustellen.

Es ist möglich, auf der einen Seite der wärmste Freund jedes anständigen Deutschen und auf der anderen der unerbittlichste Gegner jedes Feindes dieses deutschen Volkes und unserer deutschen Volksgemeinschaft zu sein. 3e mehr der deutsche Polizeibeamte sich selbst in diese Ausgabe heineinlebt, um so mehr wird er nicht nur das Vertrauen, sondern allmählich auch steigend die Liebe des deutschen Volkes errin­gen. Es wird in ihm den Vertreter einer zwar im Einzelnen undankbaren, im Gesamten aber

Nürnberg, 10. Sept. (DNB.) Den Auftakt der Veranstaltungen des Freitags auf bem Reichs­parteitag ber Arbeit bilbete ber Aufmarsch ber Polizei. Während im vergangenen Jahr nur die Blutorbens- unb Ehrenzeichenträger der Polizei am Führer vorbeimarschierten, nahmen m diesem Jahre 3000 Polizeioffiziere und -Mannschaften, unter ihnen wiederum die 168 Blutordens- und Ehrenzeichen- träger, an dem Aufmarsch auf der Deutschherren- wiese teil. Unter den zahlreichen Ehrengästen, die zu dem Festakt der Fahnenweihe erschienen waren, befanden sich auch Polizeioffiziere aus Polen, Ita­lien, China und Japan. Kurz vor 9 Uhr traf der Führer unter den stürmischen Hellrufen der Dieb tausenköpfigen Zuschauer mit Reichsinnenminister Dr. Frick und Reichsführer SS. Himmler ein. Nachdem der Chef der deutschen Ordnungspolizet, General D a l u e g e, dem Führer Meldung erstat­tet hatte, schritt dieser die angetretenen Formatio­nen ab.

ZZeichsführer GG.

und Chef der deutschen Polizei Himmler begab sich sodann zur Rednertribüne und führte folgendes aus:

Mein Führer! Kameraden!

Die Polizei weiß sehr wohl, daß keine Einrich­tung des Staates in den 14 Jahren von 1919 bis 1933 sich so viel Abneigung und Mißachtung zu- gezogen hat, wie die damalige Polizei der deutschen Länder. Tausende von deutschen Polizeioffizieren und -Beamten mußten in einem zum Symbol der Novemberrepublik gewordenen Anzug Dienst ma­chen und bekamen Befehle gegen ihre Volksgenossen und besonders gegen uns Nationalsozialisten. Die Jahre 1933 bis 1935 haben einen sehr hart durch- geführten Reinigungsprozeh in der Poli­zei mit sich gebracht: es wurden alle die Angehö­rigen der Deutschen Polizei, die über den Rahmen dienstlich gegebener Befehle hinaus aus marxistischer und anationaler persönlicher Einstellung in den ver­gangenen Jahren ihren Dienst gemacht hatten, aus der Polizei entfernt. Wir wissen, daß das noch nicht genügt.

Achtung und Liebe müssen wie im Leben des einzelnen so auch im Leben eines Volkes all­mählich nicht nur äußerlich, sondern vor allem von innen heraus errungen werden. Die Achtung des deutschen Volkes hat, glaube ich die deutsche Polizei sich in den vergange­nen Zähren schon wieder errungen; die Liebe des Volkes und insbesondere der Bewegung zu gewinnen und zu behalten, ist unser Be­streben, heute und in aller Zukunft.

Die Stellung der Polizei ist in keinem Teil leicht. Wir haben aber den Glaubeen daß wir unser Ziel, die Liebe des Volkes und als höchstes Ziel, Ihre Zufriedenheit, mein Führer, zu gewinnen, erreichen werden, wenn wir als Beamte pflichttreu, m unserem Geben soldatisch gehorsam unö in unte­rer Weltanschauung n a t i o n a l s o z l aI l st l s ch sind. Mein Führer! Wir sind uns der Ehre und Auszeichnung bewußt, wenn wir schon an diesem Parteitag von Ihnen Fahnen und am Sonntag eine Standarte verliehen bekommen Ich bitte Sie, mein Führer, die Fahnen zu weihen