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faffenen Reichsgesetz über die Beseitigung von Tier» kadaoern. Das Vergraben von gefallenem Vieh als eine Art feiner Beseitigung ist mit den heutigen Erfordernissen unseres Rohstoffbedarfes unvereinbar; es würde eine Mißachtung und den Verlust von Volksvermögen bedeuten. Die großen Ziele des Dierjahresplans sehen demgegenüber eine zweckbewußte Ausnützung unserer heimischen Roh­stoffquellen zur Stärkung unserer Eigenoersorgung vor.

Für den Kreis Alsfeld war daher die Errichtung .und die Wiedereröffnung der Tierkörperverwer­tungsanstalt bei Hopfgarten zum Zwecke der Er­fassung und Verwertung der verendeten Tiere im Abdeckereioerfahren ein Gebot der Stunde. Die verantwortlichen Stellen haben nach langwieriger Kleinarbeit die Voraussetzung für die Wieder- inbetriebnahme der Anstalt geschaffen. So wird nunmehr auch der Kreis Alsfeld fein Teil zur Ge­winnung und Sicherung heimischer Rohstoffe bei- tragen.

Zuchtfohlen-Versteigerung und -Prämiierung in Hungen.

Q] fjungen, 10.Aug. Heute wurde hier eine =B e rft ei g-e -r u n g und Prämiierung von Fohlen abgehalten. Es waren aufgetrieben: Kaltblut: Stutfohlen Klasse I 11 Stück, Hengst- i fohlen Klasse II 21 Stück; Warmblut: Stutfohlen Klasse I 8 Stück, Hengstfohlen Klasse II 21 Stück, zusammen 65 Stück. Bei der Versteigerung, bei der bie Nachfrage nach Kaltblutfohlen größer war als uach Warmblutfohlen, wurden folgende Preise er­zielt: Kattblutfohlen von 360 bis 740 Mark, Warmblutfohlen bis 560 Mark. Die Prämi­erung hatte folgendes Ergebnis:

Warmblut-Stutfohlen, Schauklaffel: L Ferd. Jochem, Villingen, 2. Preis; 2. Otto Schnei­der, Wippenbach, 2. Pr.; 3. Hugo Junker, Inheiden, ». Pr.; 4. Christian Röder, Laubach, 3. Pr.; 5. Fried­lich Wilh. Coburger, Reichelsheim, 3. Preis.

I Warmblut-Heng st fohlen, Schau- klasse II: 1. Wilhelm Metzger, Röthges, 1. Preis; 2. Wilhelm Wagner, Beienheim, 1. Pr.; 3. August Weil, Lang-Göns, 1. Pr.; 4. Wilhelm Eifer, Sei» »ersheim, 2. Pr.; 5. Willi Seipp, Trais-Münzen- »erg, 2. Pr.; 6. Heinrich Bellinger, Rockenberg, 2. Pr.; 7. Karl Schmidt, Münzenberg, 3. Pr.; 8. Adolf Port, Langd, 3.Pr.; 9. Otto Eckhardt, Kirch- Höns, 3. Pr.; 10. Louis Mathes II., Bellersheim, Preis.

Kaltblut-Stutfohlen, Schauklasse I: . Rudolf (Eifer, Ober-Widdersheim, 1. Preis; 2. Al­ert Bommersheim, Dorn-Affenheim, 2. Pr.; 3. Alois Lung, Dorn-Affenheim, 2. Pr.; 4. Georg Huber, Mieder-Weifes, 2. Pr.; 5. Otto Hofmann II., Unter» Widdersheim, 3. Pr.; 6. Hermann Becker, Muschen- 1 eim, 3. Pr.; 7. Heinrich Leidner, Villingen, 3. Pr., Schauklasse II.

Kaltblut-Hengstfohlen, Schauklasse II: .. Rudolf, Dom-Assenheim, 1. Preis; 2. Georg 1 Vhilipp Krausgrill, Nieder-Weifel, 1 Pr.; 3. August Weber, Lang-Göns, 2.Pr.; 4. Wilhelm Stein II., Zeienheim, 2. Pr.; 5. Willi Wagner, Lang-Göns, ..Pr.; 6. Hrch. ßangftrof, Oppershofen, 3. Pr.;

Otto Schwarz, Utphe, 3. Pr.; 8. Johann Karl /anaftrof, Rockenberg, 3. Pr.; 9. Hugo Schäfer, Un- isr-Widdersheim, 3. Preis.

Gchottener Sommermarkt.

/Schotten, 10. Aug. Der altbekannte Schot- le n e r Sommermarkt Hütte auch in diesem hahre seine Anziehungskraft bewährt, wenn auch ter eigentliche Rindviehmarkt nicht mehr an den Imfang und die Bedeutung der Vorkriegszeit her- tnreid)"en kann. Der Zustrom zu dem gestrigen Pferde- und Fohlenmarkt war sehr stark. (5 waren insgesamt etwa 100 Tiere aufgetrieben, | hr schönes Zuchtmaterial. Die Preise waren gut, lurchschnittlich wurden für ein Fohlen etwa 500 bis DO Mark bezahlte Der Handel war flott. An Rind-

vieh waren etwa 70 Stück aufgetrieben. In der Stadt, besonders in den Wirtschaften, herrschte leb­hafter Marktverkehr. Zum heutigen Schweine- markt waren 450 Stück Schweine aufgetrieben. Es kosteten Ferkel bis 7 Wochen alt 12 bis 14 Mark, bis 9 Wochen alt 16 Mark, 12 bis 13 Wochen alt 20 bis 22 Mark, Einleger 35 bis 40 Mark. Der Handel war etwas schleppend, es verblieb geringer Ueberftanb. Ungeheuer groß ist die Zahl der Marktbuden und Stände, die in den Marktstrahen der Stadt aufgeschlagen sind. Rund um die Kirche stehen Verkaufsstände aller Art. Mor­gen klingt der Sommermarkt in einem großen Krä- mermarft und in ein Volksfest aus.

Erinnerungsstätte der Herrnhuter in Herrnhaaq.

EPNH. Der Gottesacker der Gemeinde Herrn» Haag bei Büdingen soll nun wieder als Er­innerungsstätte der Herrnhuter Brüdergemeinde würdig hergestellt werden. Die Gemeinde in Herrn- haag wurde von Zinsendorf selbst im Jahre 1738 gegründet, als er nach seiner Verbannung aus Sach­sen während seiner Reise auf der Ronneburg eine Zufluchtsstätte gefunden hatte.

Landkreis Gießen.

LJ Watzenborn-Steinberg, 11. August. Heute morgen ereignete sich hier ein Autoun - fa 11, der zum Glück noch glimpflich ablief. Ein Personenkraftwagen verlor in der Ferdinand-Werner- Straße das rechte Vorderrad. Der Wagen fuhr nach Verlust des Rades noch 15 Meter weiter und konnte einen Meter vor dem Eisengeländer, das die Straße nach dem steil abfallenden Hang abschließt, zum Stehen gebracht werden. Die Insassen kamen mit dem Schrecken davon. Das lose Rad lief etwa 30 Meter weiter und wurde später wieder eingesetzt. Zu allem Glück schliefen um diese Zeit noch die Kinder der anliegenden Häuser, die sich sonst gern unter den schattigen Bäumen der Unfallstelle auf» halten.

00 Mainzlar, 10. Aug. Im Saale von Friedr. Koch fand eine Bauern - Versammlung statt. Ortsbauernführer Heinrich ©paar IV. gab die neuesten Bestimmungen zur Getreide- und Obst­ablieferung bekannt. Die hiesige Pflicht- feuerwehr hielt dieser Tage eine größere Uebung ab. Neben den Exerzierübungen wurde auch ein Brandangriff auf den Saalbau Müller durchgeführt.

4= Saasen, 10. Aug. Am Sonntag konnte die hiesige Krieaerkameradschaft die Ein­weihung ihres neuen Schieß standes begehen. Nachdem in der jüngsten Generalversamm­lung der Bau eines Schießplatzes beschlossen wor­den war und sich hierfür in der Nähe des Dor­fes günstiges Gelände gefunden hatte, wurde so­fort mit den Arbeiten begonnen. Allabendlich zo­gen die Kriegerkameraden hinaus, um sich in selbst­loser Einsatzbereitschaft an den Bauarbeiten zu be­teiligen. So wurde der Weihesonntag auch zu einem wahren Ehrentag für die alten Kriegerkame- radsn. Zur Weihefeier begrüßte Kameradschafts­führer W. Stark I. die Kameraden und hieß sie herzlich willkommen. Insbesondere begrüßte er den Kysshäuser-Kreisführer und einige Kameraden des Kreisvorstandes. Er fand herzliche Worte des Dan­kes für alle, die zur Fertigstellung des Standes beigetragen haben. Unterabschnittsführer Glaub (Reiskirchen) gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß die Kriegerkameradschaft Saasen in so kurzer Zeit und noch während der Erntearbeiten die Fer­tigstellung des Schießstandes bewerkstelligen konnte. Die Weiherede hielt der Kreisführer des Kyffhäu- fer-Bundes Dr. M o n n a r d. Er wandte sich zu­nächst an die Jugend und forderte sie auf, nun fleißig dem Schießsport zu huldigen. Der Krieger- kameradschaft stellte er anheim, den Stand in un­eigennütziger Weise auch den Gliederungen der Partei zur Verfügung zu stellen. Sodann gab der Kreisführer den ersten Schuß auf dem neuen Schießstand ab. Anschließend wurde mit dem Preis-

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

a. AI.

0,756 41,96 0,168

47,10

55,50 47,10

12,435 5,495 9,359

137,45

13,11

Die hinter Den Papieren angeführten Zistern geben Die Höhe Der zuletzt geschlossenen DividenDe an. Reichsbankdiskont 4 v H. LombarDzinsfuß 5 v H ____________

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4V0 Deutsche Reichsanl. von 1934 Deutsche Reichsfchatzanwet-

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Accumulatoren-Fabrtk -......14

Aschaffenburg Zellstoff........6

Bemberg...................0

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207

120,75 60,25 121,5

163,25

3%

Deutsche Retchsschatzanwei- jsungen von 1935, II. Holge ... 4*4% Deutsche Reichslchatzanwet- Hungen von 1936, III. ftolge .. 5-v2% Doung Anleihe von 1930 .. 4-2% Hesiische Volksstaat von 1929 % Deutsche Reichspostschatz von 934 I......................

Buderus Eisen...............5

Cement Heidelberg...........7

Cement Karlstadt ............6

Conti Gummi.............. 12

Daimler Motoren.......... 6%

Dessauer GaS ............... 4

Deutsche Gold- und Silber .... 9

Deutscbe Linoleum.......... 10

Elektrische Lieferungen........6

Elektrische Licht und Kraft.....7

I. G. Farben-Jndustrie.......7

Fellen & Guilleaume.........6

Gesfürel.................... 7

Th. Goldschmidt............. 6

Gritzner Maschinen........... 0

Harpener................. S'/r

Hoesch Eisen............... 3/r

Philipp Holzmann........... 8

Ilse Bergbau................ 6

Ilse Genüsse................ 6

Kali Aschersleben............ 4

Klöcknerwerke ............. 4*4

Kokswerke und Chemische Fabrik 7

Lahmeyer .................. 6

Mainkraft................... 4

ManneSmann............. 4Vi

Mansselder Bergbau......... 7

Metallgelellschaft............. 6

Orenstein & Koppel..........0

Rheinische Braunkohle....... 12

Rheinische Elektro............6

Rheinstahlwerke..............6

Rbeinisch-Westfälische Elektro .. S

Rütgerswerke ............... 7

Salzdetfurth Kali............6

Schultheis Patzenhofer........4

Siemens & Halske ...........

Süddeutsche Zucker.......... JO

Vereinigte Stahlwerke...... <7»

Westdeutsche Kaufhof.........0

Westeregeln Alkali............ *

Zellstoff Woldhos........... 8

Otavi Minen...............°'6

Deutsche Reichsbahnschatz

L»erhessen Provinz-Anlethe mit

4*8% Hess. L an deSbk. Darmstadl

Dolbpfe R 12 ............

6>s% Hess. Lander-Hyp.-Bank

t!-% Prruß. LandeSpfdbr.-Ansi Goldpfe. R. 19............

k\.% Preuß. Gold-Komm. R. 20 l::% Darmstädter Komm.-Lan- »esbank R. 6 ................

dmtsche Komm.-Sammel-Anleihe

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Dbl. 2 3....................

Wt% Franks. Hyp. Liquidation Voldpfe....................

Rheinische Hyp. Liquidation

Voldpfe.....................

Lsuergütschein-BerrechnungSkurs

6'5. für Verkehrswesen ....»

d mburg-Stidam. Dampfschiff. 0

y ulburq-Ainersta Paket......0

A iddcutscher Lloyd..........0

ü^tsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7

8'chsbant................. 12

9 Hiner Handeirqefellschaft . 6%

umtHer». und Prival-Bank ... 6

§ dmlschc Diskonto............ 5

L Dresdner Bank...............

9.August

10. August

Amtliche J/oiierunc iMeir | Br»es

Amllctx-Rviierung Geir s Bries

9 August

10-August

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5,694

5,706

5,694

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62,39

62,51

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62,46

48,95

49,05

48,95

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gf((nhnn ...............

11,275

11,295

11,265

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tCfiirrljnlnt ................

64,01

64,13

63,96

64,08

(Crtitnpf* ..................

57,15

57,27

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16,98

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Budapest.................

Neuyork..................

2,489

2,493

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47,00

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9,341

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13,11

13,09

schießen begonnen. Der Schießstand, für dessen Er­richtung etwa 1000 Arbeitsstunden geleistet werden mußten, stellt einen der schönsten der Umgebung dar und dürfte mit feinen vier Schußbahnen allen Anforderungen entsprechen.

Kreis Alsfeld.

# Groß-Felda, 10. Aug. Die Ehefrau des Landwirts Heinrich Stein I. stürzte so unglücklich vom Wagen, daß sie unter bie Räber geriet unb überfahren würbe. Die bebauernsroerte Frau erlitt einige Rippenbrüche und mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Der Unfall ist für die Frau um so schwerer, als sie bereits vor einiger Zeit einem ähnlichen Unfall zum Opfer fiel, von dem ihr eine Beinlähmung zurück­geblieben war. Der ältefte Einwohner

unseres Ortes und letzte Veteran von 1870/71, Wiegemeister und Flurschütz i. R. Peter Schar- mann, konnte dieser Tage im Kreise seiner Kinder, Enkel unb Urenkel seinen 9 1. Geburtstag be­gehen. Der hochbetagte Mann erfreut sich noch aller körperlichen unb geistigen Frische.

Kreis Wetzlar.

± Wißmar, 10. Aug. Die Ernte ber Körner­früchte ist beenbet worben. Gegenwärtig sinb brei Dreschgarnituren in unserem Orte beschäftigt. Die meisten ßanbroirte breschen im Felde vom Wagen weg, größere Betriebe dreschen in der Scheune. Dieser Tage wurden hier im Saale von Wolf durch die ©aufilrnftelle der FilmUnsterbliche Me­lodien" und ein schönes Beiprogramm gezeigt. Die Veranstaltung war gut besucht.

Wirtschaft.

Mein-Mainische Börse.

Millagsbörse still, aber freundlich.

Frankfurt a. M., 10. Aug. Die Umsatztätig­keit an der Börse hat noch nicht zugenommen, weil die Beteiligung der Kundschaft immer noch schwach blieb, wodurch auch der berufsmäßige Handel keine nennenswerte Unternehmungslust zeigte. Da aber Abgaben kaum mehr Vorlagen und teilweise eher Kaufintsresse bestand, war die Haltung durchaus etwas freundlicher.

Am Aktienmarkt ergaben sich zu den ersten Notierungen vorwiegend Besserungen von 0,50 bis 1 v. H. Eine Sonderbewegung ohne besonders leb­haften Umsatz vollzog sich in der Bemberg-Aktie mit 156 bis 156,50 (152,50), was auch auf die übrigen Marktgebiete leicht ausstrahlte. Von chemischen Wer­ten zogen Scheideanstalt 1 v. H. an auf 267, IG. Farben, Deutsche Erdöl und Metallgesellschaft blie­ben behauptet. Am Elektromarkt gaben Felten 0,75 v. H. nach, im gleichen Ausmaß höher lagen RWE. Don Montanaktien notierten bei Beginn Hoesch mit 125,50 (126), Mannesmann mit 126 (125,50) unb Verein. Stahl unv. 121. Im einzelnen eröffneten Deutsche ßinoleum 1 v. H., Sübb. Zucker 0,50 v. H., Cement Heibelderg 0,40 v. H. höher, BMW. 0,50 o. H. leichter, Daimler unb Reichsbank unverändert.

Am Rentenmarkt erhielt sich weitere Nach­frage, insbesondere nach Pfandbriefen, doch war bas Geschäft wieder klein. Im Freiverkehr blieben Kommunal-Umschuldung mit 94,90 unverändert.

Auch im Verlaufe war das Geschäft sehr klein, ebenso die Kursveränderungen. Weiter fest und verhältnismäßig lebhaft waren am Aktien­markt Scheibeanstalt mit 268,50 nach 267, unb Bemberg mit 158 nach 156,50, anberfeits wa­ren RWE. 0,50 v H. ermäßigt auf 135,50. Von später notierten Werten gewannen Buberus 1,40 v. H. auf 130,90 unb Th. Golbschmibt 1,13 v. H. auf 150, Westeregeln 1,50 v. H. auf 121. Von Groß­bankaktien bröckelten DD.-Bank 0,25 v. H. ab auf 125.

Das Rentengeschäft war später ebenfalls klein bei behaupteten Kursen, Reichsbahn-Vorzugs­aktien 128 (127,90). Oberhessen Altbesitz nach Pause 135,50 (134,50). Goldpfanbbriefe würben vielfach roieber rationiert, ßiquibationspfanbbriefe zogen meist geringfügig an, Nass, ßarrbesbanf leichter mit 101,55 (101,90). Kommunal-Obligationen unb Stabt­anleihen unveränbert. Von Jnbustrie-Obliqationen 5 v.H. Vereinigte Stahl 101,50 (101,75), 1951 do. 99,90 (100), 5 v. H. Hoesch unverändert 102,25.

Im Freiverkehr hörte man Adlerwerke Kleyer mit unv. 118,90 und Verein. Groß-Almerv- der Tonwerke mit 104.50 bis 105, Ufa 71,40 (72). Tagesgeld unv. 2,75 v. H.

Abendbörse still.

Die Abendbörse war ohne Anregung und nahm einen ruhigen Verlauf. Am Aktienmarkt bröf« feiten die Kurse angesichts der Geschästsstille über­wiegend geringprozentig ab. Besonders Montan- werte lagen niedriger, Buderus mit 130,65, Harpe-

ner mit 179, Nheinstahl mit 157,75 verloren je 0,25 v. H., Mannesmann mit 125,65 0,40 v. H. und Hoesch mit 125 0,50 v. H. Die im Mittagsverkehr stark aestiegenen Bemberg ließen auf 157,50 (158) nach, ferner hatten IG. Farben gegen den Berliner Schluß eine Einbuße von 0,65 v. H. mit 167.65, je 0,25 v. H. leichter notierten noch Deutsche Erdöl mit 151 unb AG. für Verkehr mit 128,25. Fest lagen anbererfeits Junghans mit 140,75 (139,50, aber schon 140,50 in Berlin), Conti Gummi zogen 0,50 v. H. an auf 190. Elektro- unb Maschinenwerte ka­men behauptet zur Notiz, so u. a. Siemens mit 218, Schuckert mit 176, Licht & Kraft mit 156,75, AEG. mit 131,25, bzw. Demag mit 151

Am Rentenmarkt hatten Altbesitzanleihe einiges Geschäft zum Berliner Kurs von 128,40 (128,25), 4,50 v. H. Krupp würben 0,25 v. H. höher gefragt mit 99,75, während Farben-Bonds auf 134,13 (134,50) zurückgingen. Im Freiverkehr be­wegten sich Kommunal-Umschuldung zwischen 94,90 bis 95.00.

Frankfurter Obff- und Gemüsemarkt.

Frankfurt a. M., 10. Aug. Arn Ob st markt kam das Geschäft zu Beginn der neuen Woche nur schleppend in Gang und erfuhr auch später keine sonderliche Belebung. Von Obst fanden besonders Pfirsiche, für die das Angebot aber sowohl vom In- als auch vom Auslande nur klein war infolge der heißen Witterung erhöhte Beachtung. Aber auch die saftigen Sommeräpfel wurden gut gefragt, wie auch Birnen, Mirabellen, Pflaumen, Reine- flauben und Zwetschen bei sehr reichlichen Zu­fuhren verhältnismäßig gut abgesetzt wurden. Beerenobst kommt mit Ausnahme von Preißel» beeren kaum mehr an den Markt. Die Preise be­wegten sich durchweg nach unten:

Am Gemüsemarkt herrschte weiterhin reich­liches Angebot, besonders in Gurken, während Spi­nat wenig zugeführt wurde. Das Geschäft nahm überwiegend einen schleppenden Verlauf, wobei die Preise sich kaum veränderten. Etwas höher la­gen Bohnen, Kopfsalat und Spinat. Reges Ge­schäft verzeichneten Tomaten im Zusammenhang mit der Witterung, der lebhaften Nachfrage konnte unter Zuhilfenahme der ausländischen Zufuhren entsprochen werden.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 10. Aug. Auftrieb: Kälber 527 (494), Hämmel unb Schafe 170 (212), Schweine 3092 (3561). Notiert wurden je 50 Kilogramm Le­bendgewicht in RM.: Kälber a) 60 bis 65 (am 3. August 62 bis 65), b) 55 bis 59 (53 bis 59), c) 48 bis 50 (45 bis 50), d) 36 bis 40 (35 bis 40). Hämmel b2) 46 bis 51 (48 bis 50), c) 40 bis 45 (). Schafe a) 42 bis 45 (42 bis 45), b) 37 bis 40 (39 bis 40). Schweine a) 57 (57), bl 57 (57), b2) 57 (57), c) 56 (56), d) 53 (53). Sauen gl) 57 (57). Marktverlauf: Kälber und Schweine wurden zu- geteilt. Hämmel und Schafe mittelmäßig, lieber» stand: 13 Schafe.

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Karbolineum 231

Karbolineum, aus Steinkohlen ober Holz gewonnenes braunes Teeröl das zum Schutz von Holz gegen Fäulnis verwendet wird. Pfähle sollten vor dem Einsetzen in den Boden mit K. getränkt und gestrichen werden. Vielfach genügt auch leichtes Ankohlen an einem offenen Feuer.

Karbolsäure, Desinfektionsmit­tel aus Steinkahlenteer, das aber stark giftig ist unb dessen Anwendung daher nicht zu emp­fehlen ist.

Karbunkel, Gruppe von mehre­ren dicht beieinander stehenden Furunkeln, kann handtellergroß werden und entsteht befand im Nacken, Rücken und Gesicht. Die erkrankte Stelle ist bretthart, die Haut darüber fühlt sich heiß an und ist gerötet. Die Behand­lung besteht in der Eröffnung: nur durch Den Arzt wegen der möglichen schweren Folgen.

Kardamom, Kardamum, Frucht­samen indischer Pflanzen, die als Gewürz bei der Wurst­zubereitung, bet Backwerk und bei Der Herstellung von Likören und Parfümerien dienen. Kar­damom raucht leicht aus und soll daher erst vor der Verwendung gemahlen werden.

Karies der Zähne. Zahnfäule. Sobald ein Zahn schmerzt, zum Zahnarzt (s. Zahnkrankheiten). Karin, roetbl. Vorname, schwe­dische Umwandlung von Katha­rina.

Karl, männl. Vorname germa­nischer Herkunft mit der Bedeu­tungMann, Held".

Kartoffel

Karlsbader Salz, aus den Karls­bader Mineralquellen durch Ver­dampfung gewonnenes Salz, das als Abführmittel dient.

Karmin, purpurroter Farbstoff, aus Koschenilleläusen gewonnen, wirb zu Wasser- unb Ölfarben verwendet.

Karneol, rötlicher Halbedelstein, der als Monatsstein Dem August zugerechnet wird.

Karpfen, im Süßwasser leben­der Edelfisch, der gezüchtet wird, sehr alt werden kann unb ein Gewicht von 35 kg erreicht. Zur Verwenbung im Haushalt eignen sich am besten Karpfen bis 3 kg. Karpfen blau nennt man gekochten Karpfen, der meist mit Meerrettich gereicht wird. Sehr beliebt ist auch die polnische Zubereitung als Karpfen in Bier. Kartenspiel ist eine anregende unb entspannende Unterhaltung, solange es nicht zur Leibenschast ausartet und um höhere Geld­beträge geht. Lädt man zum Kartenspiel ein so soll man nur gute Spieler aufforbern und darauf achten, baß bie Mitspie­ler nicht burch große Verluste mißgestimmt werden. Harmlose Kartenspiele können auch Kin­dern erlaubt werden.

Kartoffel, Erdapfel, Grundbirne, Knollenfrucht die 1520 o H. Stärkemehl aber außerdem an­dere Nährstoffe enthält und da­her eines ber wichtigsten Nah­rungsmittel bildet. Die Kartof­feln enthalten giftiges Solanin, das beim Kochen zerstört wird. Bei alten Kartoffeln sitzt ber Giftstoff unter der Schale, wes-

IBie zerdrücken Sie gekochte Kartoffeln?

Mit dem Kartoffelstampfer aus Holz geht es auch schon. Noch besser ist aber bie Kartoffelpresse. Dann gibt es überhaupt keine Stücken mehr. So eine Kartoffelpresse kostet bei Häuser nicht viel. Sie ist aber sehr haltbar.

J. B. Häuser, Gießen, am Osroalbsgarten, Fernsprecher 2145/2146.