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Wie Verdeck Güterbrände auf der Reichsbahn verhindert?

Aus Anlaß der Brandkatastrophe dem Güterbahnhof zu Halle äußerte sich

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Güterbefürderungsdezernent der Reichsbahndirek­tion Berlin, Reichsbahnrat Langbein, über die Organisation des S t ü ck g u t v e r k e h r s auf der Reichsbahn und die dabei getroffenen Maßnahmen zur Verhütung von Bränden. Für den Güterversand und -empfang kommen un­gefähr 10 000 Stationen im Reichsgebiet in Frage. Natürlich ist es nicht immer möglich, diese zahl­reichen Orte mit direkten Wagen zu verbinden, des­halb sind an geeigneten Punkten im Reiche Um­ladestellen eingerichtet deren es insgesamt 65 gibt. Diesen Umladebahnhöfen werden die Waren nach einem bestimmten Plan zugeführt, um von dort

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93 ß r 11 n , 10. Juni. (DNB.) Die aus Amerika von der Untersuchung derHindenburg"-Katastrophe zuruckgekehrte Kommission hat im Reichsluft­fahrtministerium Bericht erstattet. Hierbei haben Dr. Eckener und Dr. Dürr vom Luftschiffbau Zeppe­lin, Professor Dieckmann (München), Professor Bock von der Deutschen Versuchsanstalt für Luft­fahrt, Oberstleutnant Breithaupt vom Reichs­luftfahrtministerium und Staatsingenieur Hoff- m a n n von der Prüfstelle Adlershof vorgetragen. Die Kommission hat gemeinsam mit dem amerika­nischen Untersuchungsausschuß die Reste des Luft- schisfes einer eingehenden Prüfung unterzogen so­wie die Mitglieder der Besatzung und die sonstigen Augenzeugen vernommen. Bei ihren Arbeiten hat die deutsche Kommission die vollste Unter­stützungaller amerikanischen Stellen gefunden. An Ort und Stelle wurden die Möglich­keiten geprüft, die das Auftreten von zün­dungsfähigem Gasgemisch und die etwaigen Zündungsursachen betrafen. Ein erheb-

BDW.-Lehrgang für Schauspielerinnen-Nachwuchs.

Der BDM.-Obergau Hessen-Nassau führte vom 31. Mai bis 12. Juni in der Führerinnenschule Wiesbaden einen Lehrgang durch, an dem junge Schauspielerinnen und Opernsänge­rinnen sowie die Theaterreferentinnen der Untergaue teilnahmen. In den ersten Ta­gen haben die jungen Künstlerinnen einen Einblick in das Gedankengut und die Aufgabengebiete des BDM. bekommen, während sie in der zweiten Hälfte vom künstlerischen Wirken her angesprochen wurden. Dadurch wird auch für die BDM.-Führerinnen eine enge und lebendige Beziehung zum Theater ge­schaffen. Der Schulungsplan sah nicht nur Referate allgemein weltanschaulichen Inhalts vor, sondern berührte vor allem jene Gebiete künstlerischen Schaf­fens, die in einer Umformung und Neuwertung stehen. Die Theaterreferentin des Obergaues, Schau- svielerin Ira Kramer, der Theaterreferent des Gebietes, Schauspieler Rudplf B l a e ß , Bühnen­künstler und Fachredner her Partei kamen zu Wort. Tanzveranstaltungen, Theaterbesuch und Stegreif­spiele ergänzten das TagcM rogramm.

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Das Tonkünstlerfest in Darmstadt.

Nach festlichem Auftakt begannen in Darmstadt die ersten Konzerte der 68. T o n k ü n st l e r v e r - sammlung des Allgemeinen Deutschen M u s i k v e r e i n s. Im ersten Kammermusikkonzert hörte man ein neues Streichquartett von dem Königsberger Otto Besch, das in seiner kraftvoll einfachen Art einen starken Erfolg errang. Eine hübsche Bereicherung bedeutet auch die Sonate in Es-dur für Oboe und Klavier von dem Leipziger Komponisten und Dirigenten Sigfrid Walther Müller. Das Werk, das bedeutende Spielfertig­keiten voraussetzt, wurde von dem Komponisten am Klavier und Hans Walther Schleif meisterlich ge­spielt. In dem abschließenden Streichtrio e-moll des Kölner Musikpädagogen Prof. Hermann Schrö­der zeigte das Berliner Fehse-Quartett hervor­ragendes Können. Zwischen der Instrumentalmusik standen dieGesänge vom Tage" von dem Mün­chener Karl Marx, die in ihrer lyrischen Grund­stimmung von Fred D r i s s e n mit einem geschmei­digen Baß eine eindrucksvolle Wiedergabe fanden. Alle Werke wurden mit starkem Beifall ausgenom­men; die anwesenden Komponisten errangen starke Erfolge. Im Großen Haus des Hessischen Landes­theaters gab es das erste Orchesterkonzert unter Lei­tung von Generalmusikdirektor F r l d e r i ch. Der Nürnberger Komponist Ludwig Weber, der an den Folkwangschulen in Essen tätig ist, erstrebt be­wußt eine Erneuerung der Kunstmusik aus dem Geiste des Volksliedes. Mit seiner Chorgemeinschaft Wir schreiten" betritt er einen neuen Weg, indem alle Teilnehmer einer Feier aufgerufen werden. Zu der kraftvollen, flüssigen und einfachen Musik singen alle Zuhörer je eine Strophe mit. Von dem Mün­chener Cesar B res gen hörte man eine Sympho­nische Suite, deren gedrängte Sätze eine schöne ge­schlossene Form haben. Den stärksten Eindruck machte das Konzert für Klavier, Klarinette und Streicher von dem Frankfurter Musikpädagogen Gerhard B r o m m e l. Als Solisten setzten sich Georg Kuhlmann (Klavier) und Mich. Mayer (Klarinette) für das außerordentlich geschickt gemachte Werk ein. Zum Abschluß erklangen Variationen und Fuge über ein Schweizer Lied von dem Berliner Hermann Wunsch, ein frisches Marschlied, das in zehn gegensätzlichen Variationen abgewandelt wird und mit einer Fuge endigt. Auch in diesem Konzert bestand die Hörerschaft zu einem wesentlichen Teil das ist die Besonderheit der Tonkünstlerfeste aus demParkett der Berufskollegen", die alle

richtig durchgeführt wurde.

Auf Befehl des Reichsministers der Luftfahrt, Generaloberst Göring, wird die Kommission in der gleichen Zusammensetzung weiterarbeiten, um eine Klärung der Katastrophe herbeizuführen. Hierbei werden vor allem in den Versuchs- st ä t t e n des Luftschiffbaues Zeppelin, in der deut­schen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Adlershof und in der drahtlos-telegra­phischen und l u f t e l e k t r i s ch e n Ver­suchsstation München-Gräfelfing umfangreiche Untersuchungen durchgeführt und die Ergebnisse lau» - ~ <, . v . -.....-r~ , send mit den amerikanischen in gleicher Richtung

l'ch.er Gasverlust und damit die Entstehung einer arbeitenden Stellen ausgetauscht werden. Ueber den größeren Menge zündbaren Gemisches kann wäh- Abschluß der Untersuchungen wird in gegebener Zeit rend des Landemanövers nicht eingetreten sein, da | erneut berichtet werden.

ErhöhterHeuerschuhfürBaudenkmäler!

Die Tatsache, daß immer wieder künstlerisch oder kulturgeschichtlich wertvolle Baudenkmäler, insbe­sondere Burgen und Schlösser, Bränden zum Opfer fallen, hat den Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei zur Prüfung der Frage ver­anlaßt, wie durch staatliche Maßnahmen ein e r - höhter Feuerschutz für solche Bauten sicher- gestellt werden kann, um wertvolles unersetzliches Kulturgut vor Feuersgefahr und vor der Zer­störung zu bewahren. In einem Erlaß ordnet der Chef Der deutschen Polizei eine sorgfältige Aus­übung der hauptamtlichen Brandschau für Burgen und Schlösser oder andere Bauwerke von besonderem künstlerischem oder kulturgeschichtlichem Wert an, die im Einvernehmen mit dem zuständi- gen Provinzial-Konservator vorzunehmen ist. Zur Beseitigung der festgestellten Mängel haben die mit der Brandschau beauftragten Beamten den Eigen­tümern und Besitzern der Bauwerke die nach Lage der Verhältnisse gebotenen Sicherungsmaßnahmen anzugeben und ihnen mit ihrem Rat zur Seite zu stehen. Die Frage besonderer polizeilicher Zwangs­maßnahmen macht der Chef der deutschen Polizei von der finanziellen Leistungsfähigkeit der Besitzer abhängig. Außerdem wird von den zuständigen Ortspölizeiverwaltern die Aufstellung eines Brand-

b e k ä m p f u n g s p l a n e s für die in ihrem Be­zirk liegenden Bauwerke von künstlerischem oder kulturgeschichtlichem Wert verlangt.

2Nax Well Träger des Wozart-Preises 1937.

Die Johann-Wolfgang-Goethe-Stistung hat den Mozart-Preis für 1 937 dem steierischen Dichter Dr. Max Mell, der ständig in Wien lebt, verliehen. Die feierliche Ueberreichung des Preises fand durch die Universität Graz statt. Dies ist das dritte Mal, daß der Mozart-Preis einem Deutschen aus Oesterreich verliehen wird. Vorher hatten Uni- versitätsprofessor Dr. Srbik und der Wiener Lyriker Josef Weinheber den Preis erhalten.

Westfälischer Lileralurpreis" für Maria kahle.

Auf dem Westfalentag in Paderborn wurde in einer Veranstaltung der Provinzialverwaltung und der Reichsschrifttumskammer Maria Kahle mit dem 2.W estsälischen Literaturpreis" ausgezeichnet. (Der 1. Westfälische Literaturpreis wurde an Josefa Berens-Totenohl verliehen.) Landeshauptmann K o l b o w nahm die Verleihung und Verkündung des Preises mit einer Ansprache vor. Nach der Ansprache las Maria Kahle aus eigenen Werken.

Reichsfestspiele Heidelberg 1937.

Staatsschauspieler Heinrich George wurde für die diesjährigen Reichsfe st spiele inHeidel- berg, die vom 22. Juli bis 22. August dauern, als Spielleiter und Träger der Titelrolle desGötz von Berlichingen" verpflichtet. Weiter ist Bernhard M i n e t t i vom Staatstheater Berlin als Jupiter in Heinrich von KleistsAmphitryon" verpflichtet worden.

dies sich an dem hierfür vorhandenen Kontroll- inftrumenten hätte zeigen müssen, die gerade während der Landung besonders sorgfältig beob­achtet worden sind.

Als Zündungsursache wurden folgende Gesichtspunkte eingehend erörtert: Luftfckrauben- druck, Funkenflug der Motoren, atmosphärisch- elektrische Entladung durch Elmsfeuer oder Kugel­blitze, elektrische Funkenbildung zwischen Teilen des Luftschiffes, zwischen denen eine Spannungsdiffe­renz hätte bestehen können, fehlerhafte oder schad­hafte elektrische Einrichtungen an Bord, ungünstige Eigenschaften von Ballonstoffen, drahtlos-tele­graphische Erscheinungen in irgend einer Form, Uebertretung von Sicherheitsoorschriften und an­deres mehr. Keine dieser Annahmen konnte jedoch durch die bisherigen Untersuchungen bewiesen werden. Auf jeden Fall steht fest, daß das Luft­schiff, als es zur Landung anfuhr, technisch in völlig einwandfreiem Zu st and war und daß das Landemanöver vollkommen

Wotschke, Kyffhäuserverband der Vereine deut­scher Studenten. M. Voigt, Ehrenbreitsteiner Vertreterkonvent. Oberbürgermeister i. R Dr Klinge, VerbandDie Alte Burschenschaft". SS.-Sturmbannführer Dr. L a n g h o f f, ehemals Führer des Allgemeinen Deutschen Waffenringes.

Bericht derHindenburg-Kommisiion" Die Untersuchungen werden fortgesetzt.

: aus möglichst schnell an die Zielbahnhöfe weiter­geleitet zu werden. Um den allgemeinen Stückgut- oerkehr nicht zu gefährden, sind für die Annahme, Auflieferung und Umladung von feuergefährlichen Gütern besondere Anlagen mit feuersiche­ren Rampen errichtet. Feuergefährliche Güter werden auch grundsätzlich auf besonderen feuer­sicheren Stückgutwagen befördert, so daß an sich alles getan ist, um derartige Katastrophen wie in Halle zu vermeiden. Auf die Frage, ob die Möglichkeit bestehe, daß Absender aus Unsicherheit feuergefährliche Stückgüter als nicht feuergefährlich ausgeben, erwiderte Reichsbahnrat Langbein, daß jeder Absender verpflichtet ist, die Sen­dung genau zu bezeichnen und anzuführen, ob sie feuergefährlich ist. Nach diesen Angaben richtet sich auch der Tarif, da ja feuergefährliche Sendungen entsprechend verladen werden müssen. Allerdings bestehe die Möglichkeit, daß jemand wissentlich fal» sche Angaben macht. Er setzt sich dann aber der Gefahr aus, bei Entdeckung der falschen Angabe strafrechtlich verfolgt zu werden.

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Machdem die Hauptgefahr des Brandes auf dem Halleschen Güterbahnhof beseitigt war, konnten die Aufräumungs- und Bergungs­mannschaften näher an den Brandherd gelangen. Don den Grundmauern des niedergebrannten Schup­penkomplexes stehen nur noch rauchgeschwärzte Reste. Die Aufräumungsmannschaften mußten zum Teil fußhoch in Löschwasser arbeiten. Besonders heroorzuheben ist das mutige Verhalten der Reichs­bahnangehörigen. Unter Lebensgefahr wurden von ihnen brennende Wagen, darunter gefüllte Kessel­wagen, deren Verbleiben in der Flammenzone wei­tere folgenschwere Explosionen zur Folge gehabt hätte, abgekuppelt und aus der Gefahrenzone ge­schafft. Lokomotivführer wie Lagerarbeiter standen hierbei an vorderster Stelle.

Grohfeuer legt einen Gulshof in Asche.

Das Gut Röst bei Kappeln (Schlei) ist von einem verheerenden Groß feuer heimgesucht worden. Als die Feuerwehr an der Brandstelle eintraf, brannten bereits die große Kornscheune, der Schweinestall mit dem Geräteschuppen, das Tor­haus, der Pferdestall und der Kornspeicher. An eine Rettung dieser Gebäude war nicht mehr zu denken. Sie wurden restlos eingeäschert. Das Brandunglück hat einen noch nicht abzuschätzenden Schaden verur­sacht. Verbrant sind etwa 135 Schweine und 500 Zentner Korn. Vernichtet oder unbrauchbar sind mit geringen Ausnahmen sämtliche landwirtschaft­lichen Maschinen und Geräte.

Zweimal zum Tode verurleill.

Das Schwurgericht Braunschweig fällte gegen den Straßenräuber und Mörder Frieorich Opitz das Urteil. Der Angeklagte wurde wegen Mordes in Zwei Fällen, davon einer in Tateinheit mit schwe­rem Raubmord und wegen mehrerer Fälle des Mordversuches, der räuberischen Erpressung, des versuchten schweren Raubes und gefährlicher Körper­verletzung zweimal zum Tode verurteilt und zum dauernden Ehrverlust sowie zu einer Ge- samtzuchthausftrafe von 15 Jahren.

Sich selbst gerichtet.

Im Mai vorigen Jahres hatte auf der Aiplspitze bei Schliersee der aus der Gegend von Cleve im Rheinland stammende Johann Bartel auf der Hochzeitsreise seine Frau von einer 200 Meter yohen Felswand in die Tiefe gestürzt, so daß sie tot in einem Geröllkar liegen blieb. Er beabsichtigte offen­bar, sich auf diese Weise in den Besitz des Ver­mögens der Frau zu setzen. Jetzt sollte die Ver­handlung gegen den Mörder, in München stattfin­den, doch hatte sich der Angeklagte in der Nacht vorher im Gerichtsgefängnis erhängt.

Wiener Wirtfchaftsunternehmen bewußt zugrunde Z' gerichtet.

Wiederum hat ein großes Wiener Wirtschafts­unternehmen infolge betrügerischer Ma- ch en sch asten seiner jüdischen Inhaber Bankrott

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ner der alten Garde werden am 16. Juni Danzig besuchen. Am 17. Juni werden sie in Königsberg eintreffen. Nach dem Empfang im Schloß beginnt die Reise durch Ostpreußen. Die Männer der alten Garde werden Gelegenheit haben, bis zu den ma­surischen Seen und dem Schlachtfeld von Tannen­berg alle denkwürdigen Stätten Ostpreußens ken­nen zu lernen. Den Mittelpunkt der Fahrt wird am 18. Juni eine Feier am Tannenberg-Ehrenmal und in der Gruft des verewigten Generalfeldmar­schalls von Hindenburg bilden. Die Fahrt klingt am 19. Juni mit einer Abschlußfeier auf der Ma­rienburg aus. Bei dieser Gelegenheit werden die Burgfestspiele auf dem Hof der Marienburg mit einer Aufführung des Götz von Berli­chingen unter Leitung von Heinrich George feierlich eröffnet.

Hamburg bekommt ein Hochhaus

Des Führers Bauprogramm für Hamburg.

Hamburg, 10. Juni. (DNB.) Auf einer Zu­sammenkunft des Reichsstatthalters mit den Mit­gliedern des Senates und der Behörden gab Reichs­statthalter Kaufmann die der Hansestadt Hamburg vom Führer gestellten großen Bauaufgaben bekannt. Es handelt sich um folgende Vorhaben:

1. Die Ueberbrüdung der Elbe bei Altona durch eine Riesenhängebrücke, die dem gesteigerten Verkehr zum Hafen dienen soll. Die Brücke wird 70 Meter freihänHend über dem Wasserspiegel liegen, so daß ine größten Ueberseedampf'er unter ihr durchfah - ren können.

2. Die Schaffung einer zeitgemäßen F a h r g a st - anlage an der Stadtseite des Hafens. Es ist eine Kaimauer von rund 1000 Meter vor­gesehen, die ausreichen würde, um vier 20000- Tonnen-Schiffen das gleichzeitige Anlegen zu ermöglichen. Die Kaimauer wird sich von den Landungsbrücken zum Altonaer Fifch- rnarkt erstrecken. Sie wird ungeahnte Vorteile für die Bewältigung des Personenverkehrs bringen.

3. Die Anlage einer zwei Kilometer lan­gen Uferstraße von der Höhe des Tropen- instttuts bis zur neuen Brücke. Sie wird 45 Meter breit sein und nur am stadtseitigen Rande bebaut werden. Im Mittelpunkt der repräsentativen Ge­bäude, die hier erstehen sollen, wird ein Hoch­haus von 2 5 0 Meter Höhe m i t 6 0 Stock­werken stehen, an das sich ein Gaalbau mit riesigem Fassungsvermögen anschließen wird. Weiter soll hier ein großes Hotel fürK d F." -Fah­rer gebaut werden. Im Anschluß an Bauten von Wirtschaftsunternehmungen und Drganifationen werden hier weitere Hochhäuser von etwa 55 Meter Höhe mit 15 Stockwerken erstehen. Es wird allen deutschen Architekten Gelegenheit ge­oeben werden, sich im Wege von Preisaus­schreiben an der Durchführung der Bauten zu beteiligen. Die Zeit für die Fertigstellung des Pro­jektes wird etwa 15 Jahre betragen.

Die AS.-Studenteu-KampWse

NSG. Von den führenden Männern des deut­schen Waffen ft ubententums wurde fol­gender Aufruf erlassen, der von der NS.-Stu- denten-Kampfhilfe und dem nationalsozialistischen Studententum begrüßt wurde und für den Aufbau einer einigen Akademikerschaft von großer Be­deutung ist:

Auch in der alten Akademikerschaft gilt es, die Zusammenfassung aller Kräfte, wie sie der Nationalsozialismus im gesamten Volke voll­zieht und wie sie in der studentischen Jugend durch Schaffung einer einheitlichen Reichsstudentenführung unter SS.-Standartenführer Dr.' Scheel erreicht worden ist, nunmehr zu verwirklichen. Die große Kundgebung der NS.-Studenten-Kampfhilfe am 13. Mai in München und die inzwischen getroffene Maßnahme zum Aufbau eines einheitlichenAlt­herrenbundes der deutschen Studenten" hat uns gezeigt, daß hier das große Einigungswerk der deutschen Akademikerschaft, an» knüpfend an die bewährte Tradition des deutschen Studententums im Geist des Nationalsozialismus erstrebt und vollzogen wird. Damit wird eine Sehn­sucht, um die Generationen deutscher Jugend an den Hochschulen gerungen haben, Wirklichkeit.

Die NS.-Studenten-Kampfhilfe, einst in der Kampfzeit vom Führer geschaffen und durch Erlaß des Stellvertreters des Führers vom 14. Mai zum alleinigen von der NSDAP, aner­kannten Altherrenbund der deutschen Stu­denten erklärt, hat die große Aufgabe erhalten, die Einigung aller positiven Kräfte des alten Akademikertums zu vollziehen. In ihr wird den alten Herren wieder die Möglichkeit ge- ?eben, mit ihrer alten Hochschule in Berührung zu ommen, wieder Anteil zu nehmen an dem jungen studentischen Leben in feiner ganzen Vielgestaltig­keit und auch eigene besondere Aufgaben zu er­füllen.

Wir, die unterzeichneten Angehörigen waffen studentischer Verbände, foroern daher die alten Waffenstudenten auf, nicht mehr beiseite zu stehen, sondern demAltherrenbund deutscher Studenten, der NS.-Studenten-Kampf­hilfe" beizutreten. Keiner, der es ehrlich meint, darf sich zurückhalten, sondern wir alle haben die Pflicht, uns für ein großes in Studentenbund und Altherrenbuno geeintes Akademikertum einzusetzen.

Studienrat Dr. R. Dolle, Verband alter Bur­schenschaften. Dipl.-Jng. Huth, Verband alter Landsmannschafter. Dr. Lindemann, Verband alter Landsmannschafter. Präsident Dr. E. Schlange, Verband alter Korpsstudenten. Lan­desbaurat i. R. Blumenthal, Verband alter Weinheimer Korpsstudenten. Studienrat Dr. Pfeif­fer, Verband alter Turnerschafter. Justtzrat Brauns, Sondershäuser Verband. Dr. Hof­mann, Altherrenbund des ATB. Dr.-Jng. I. '

gemacht. Die Schafwolle- und Seidenweberei Moritz Schur, deren Zentralbüro sich in Wien befindet, deren Fabriken aber in der Tschechoslowakei liegen, wurde von ihren Inhabern, Johann Schur, Sieg­fried Goldschmidt und Anton Schur, wie es im amtlichen Polizeibericht heißt, bewußt, zugrunde gerichtet. Die drei Juden haben in den letzten sieben Jahren nicht weniger als fünfzig Millionen Tsche­chenkronen für ihren privaten Bedarf entnommen, davon mindestens dreißig Millionen zu einem Zeit­punkt, wo die Ueberschuldung des Unternehmens bereits einwandfrei feststand. Die Betrüger wur­den in Haft genommen. Der Zusammenbruch hat in Wiener Wirtschaftskreisen großes Aufsehen erregt.

IHuffer und Tochter tödlich verunglückt.

Auf der Reichsautobahn bei Rosenheim ereignete sich ein folgenschwerer Verkehrsunfall, in­folge Platzens eines Reifens kam ein Kraftwagen ins Schleudern und überschlug sich. Dabei erlitten die im Wagen sitzende Frau Schirmer aus Mün­chen und ihre 12 Jahre alte Tochter tödliche Ver­letzungen. Der Fahrer kam mit dem Schrecken da­von.

Ein neuer Fall von Entführung in Amerika.

Großes Aufsehen erregte das geheimnisvolle Verschwinden der in Neuyorker Gesellschaftskreisen bekannten Frau Alice Par so ns von ihrem gro­ßen Landsitz in Stonybrook (Lang Island). Frau Parsons, die selbst vermögend und mit anderen wohlhabenden Familien, so den Pratts, den Großaktionären der Standard Oil Company, oer* wandt ist, ist entführt worden. Die Entführer hin­terließen einen Zettel, durch den sie den Ehemann aufforderten, 25 000 Dollar Lösegeld zu zahlen und ihm drohten, er werde seine Gattin nie wiedersehen, wenn er die Polizei benachrichtige. Der Ehemann rief aber doch die Polizei zu Hilfe, zumal auf dem Landgut ein btutbefleftes Beil gefunden wurde; doch besteht die Möglichkeit, daß dieses Beil zum Schlach-

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