Unsere Werkscharen.
Die neuen Menstgradab;eichen der werkschnren
Zungmädel an die Eltern der Mädel des Jahrgangs 1927.
Eltern, euer zehnjähriges Mädel gehört in die Zungmädelfchast!
Zeichnung« Echensberger
Die am rechte« Ärmel getragene« silberblauen Winkel bedeuten:
t> Werkscharführer, 2. Hauptwerkschar- lührer, 3. Werkschar-Vannsührer, 4. Ober- Verkscharführer, S. Oberst-Werkschar- sührer.
NSG. Nachdem in der letzten Zeit eine gründliche Ueberprüfung der Mannschaftsbestände der Werkscharen im Gau Hessen-Nassau stattgefunden hat, stehen nun etwa 15 0 Werkscharen mit über 4000 Man n, auf deren volle Einsatzfähigkeit sich die Gauwerkschar-Führung verlassen kann. Jetzt geht es daran, den Männern "das Rüstzeug mitzugeben, das sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen.
In erster Linie ist hierzu eine gründliche Ausbildung und Auslese der Führer vorgesehen. Noch in diesen Jahr werden sämtliche Führer zu achttägigen Uebungskursen eingezogen, von denen sechs bis acht in Kreisschulen der Deutschen Arbeitsfront stattfinden. Den Führern werden hier die Grundlagen der weltanschaulichen Schulung vermittelt, die praktische Dienstgestaltung wird ihnen vorgeführt, und in Arbeitsgemeinschaften lernen sie den Dienst selbst gestalten. Daneben finden Wochenend- kurse für die Truppführer statt, in denen diese auf ihre Fähigkeit für die Aufgaben vor der Front überprüft werden.
Auch die einzelnen Werkscharmänner werden zu Wochenendkursen zusammengefaßt. Ihnen werden die sieben Hauptarbeitsthemen vermittelt, die die Reichswerkschar-Führung herausgestellt hat: der Staat, die Rasse, der Boden, die Arbeit, die Ehre der Nation, die Kultur, die Wehrkraft.
Gießener wochenmarktpreife
* G i e ß e n, 11. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Mollereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10^, ungezeichnete 10, Wirsing, % kg 12 bis 15, Weißkraut 7 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 28 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat, 50 g 10 bis 12, kg 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 75 Pf., Zwiebeln 10 bis 14, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, kg 15 bis 45 Pf., Birnen 15 bis 25, Zwetschenhonig 50, Blumenkohl das Stück 30 bis 45, Salat 20 bis 25, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 15 bis 17 Pf.
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** Neue Jnvalidenmarken. Nach einer im Reichsarbeitsblatt veröffentlichten Verordnung des Reichsoersicherungsamtes werden vom 5. April 1937 an neue Jnvalidenmarken ausgegeben. Die Markenwerte ändern sich nicht. Die bisherigen Jnvalidenmarken werden mit Ablauf des 4. April 1937 ungültig und dürfen dann nicht mehr verwendet werden? Nach § 1411 der Reichsversicherungsordnung können ungültig gewordene Jnvalidenmarken innerhalb von drei Monaten, nach Ablauf der Gültigkeitsdauer bei den Verkaufsstellen (Postämtern) umgetauscht werden.
* 15. Zuteilung der Oeffentlichen Bausparkasse. Die fünfzehnte Zuteilung der Oeffentlichen Bausparkasse (Abteilung der Landeskommunalbank-Girozentrale für Hessen) in Darmstadt findet am Dienstag, 20. April, in Darmstadt statt. Zuteilungsberechtigt sind sämtliche Bausparer, deren Vertrag spätestens am 1. Januar 1937 (für Tarif 18 spätestens am 1. Dezember 1936 und Tarif 25 spätestens 1. Juli 1936) begonnen hat, und die mit Einzahlungen nicht im Rückstand sind. — Alle Oeffentlichen Bausparkassen in Deutschland haben bis Ende Dezember 1936 insgesamt rund 83 000 Bausparverträge über zusammen rund 422,5 Millionen Mark abgeschlossen. Bisher wurden an rund 26 600 Bausparer rund 156,3 Millionen zugeteilt, ein ansehnlicher Betrag, den die Oeffentlichen Bausparkassen dem Bau- und Hypothekenmarkt zugeführt haben.
Der Führer fordert in dem Gesetz über die HI. vom 1. Dezember 1936 die Erfassung und Erziehung aller Mädel und Jungen vom zehnten Lebensjahr an in die HI. und stellt damit die Hitler-Jugend als dritten Erziehungsfaktor neben Elternhaus und Schule.
Unsere Werbung vom 15. März bis zum 20. April gilt dem Jahrgang 1927, gilt allen Mädeln, die in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 1937 zehn Jahre alt geworden sind oder werden. Unser Aufruf ergeht auch an eure Mädel, sich in unserer Werbedienststelle zu melden und sich frühzeitig der ärztlichen Voruntersuchung zu unterziehen, die die Tauglichkeit für den Jungmädeldienst bestätigt. Am 19. April, am Vortag des Geburtstages des Führers, findet die feierliche Aufnahme des neuen Jahrganges in die Jungmädelschaft statt.
Wir wollen, daß auch euer Mädel teilhat an unserem Jungmädelleben mit all seinem Frohsinn und seinem Ernst, am Heim- und Sportnachmittag, auf Fahrt und im Lager.
Am Heimnachmittag wollen wir den Jungmädeln vom Leben des Führers und seinem Werk erzählen, von unserer engen Heimat, von der deutschen Landschaft und der deutschen Grenze und sie aufgeschlossen machen für das große politische Geschehen unserer Zeit. Singen, Musizieren, das Stegreifspiel sollen alle Kräfte und die ganze Lebendigkeit einer Jung'mädelschaft wachrufen. Die praktische Arbeit für den Grenzkindergarten, für das WHW., für die NSV., soll jedes Jungmädel zur Gemeinschaftsarbeit erziehen. Am Sportnachmittag gilt es, jedes Jungmädel beim Spiel, beim Hindernislauf, beim Bodenturnen, beim Fahrtenspiel, körperlich zu ertüchtigen, es zu einem widerstandsfähigen, einsatzbereiten Mädel zu machen. Auf Fahrt und im Lager lernen die Jungmädel ihre engere Heimat kennen. Das gemeinsame Fahrt- und Lagererlebnis schließt sie zu einer festen Gemeinschaft zusammen.
Auch euer Mädel soll sich durch sein Diensttun, durch seine Freiwilligkeit in unserer Gemeinschaft beweisen und zu einem frischen, geraden, einsatzfähigen und charakterfesten Mädel erzogen werden.
In der Probedienstzeit muß es sich in seinem Willen und in seiner Kameradschaftlichkeit bewähren.
Die charakterliche und körperliche Erziehung in der Jungmädelschaft, als der jüngsten nationalsozialistischen Erziehungsgemeinschaft, bestimmt die Haltung eures Mädels, die später einmal entscheidend sein wird für seine Mitarbeit und seinen Einsatz in seinem Volke.
Eltern, deshalb gehört euer zehnjähriges Mädel zu uns!
Die Ettern sotten wissen ...
Die Jungen und Mädel sind im Jungvolk und bei den Jungmädeln gut aufgehoben.
NSG. In Friedberg sprach auf einem Elternabend, wie sie im Rahmen der Aktion zur Erfassung des Jahrgangs 1927 überall im Gebiet Hessen- Nassau durchgeführt werden, Gebietsjungvolkführer Paul Wagner zur Elternschaft. Er stellte die Jugend einer überwundenen Epoche in ihrer Hoffnungslosigkeit, Verwahrlosung und Zwietracht der heutigen jungen Generation gegenüber, die mit froher Zuversicht in die Zukunft marschiert, weil sie im Jungvolk und in der Hitler-Jugend auf der Grundlage der Kameradschaft und der sozialistischen Haltung das Leben meistert. Die totale Erfassung der Jungen und Mädel vom 10. Lebensjahr an durch die Erziehung der Hitler-Jugend gibt in Gemeinschaft mit dem Familienleben und der wissensmäßigen Lenkung durch die Schule die Gewähr, daß dem Reich Männer und Mütter werden, wie es sie zu feiner ewigen Sicherung braucht. Der Gebietsjungvolkführer erläuterte das Leben und den Betrieb, das Werken und Wirken in den Reihen des Jungvolks und bei den Jungmädeln und hatte am Ende seiner Ausführungen, die von Liedern und Fanfarenvorträgen des Jungvolkes umrahmt waren, die Gewißheit, daß alle Eltern vorbehaltlos ihre Zehnjährigen am 20. April in der Gefolgschaft des Führers wissen wollen.
Landkreis Gießen.
A Heuchelheim, 10. März. In der Wirtschaft „Zum Schwanen" hielt der Kreditoer- ein Heuchelhein^ e. G. m. b. H. eine gut besuchte Versammlung unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden W. R e h b e r g ab. Nach dem Jahresbericht ist die Entwicklung der Kasse lehr gut, so daß die Belange der Mitglieder jederzeit gut gewahrt werden können. Die in unserem Orte sehr rege Bautätigkeit wirkte sich auch auf die Kasse aus, die für 'Bauzwecke eine halbe Million Mark Auszahlungen hatte. Die der Kasse angeschlossene Schulsparkasse zeigt eine gute Entwicklung. Um die Spartätigkeit anzuregen, wurden Heimsparkassen angeschafst. Die restlichen Entschuldungsanträge wurden, wie auch die vorhergehenden, ohne Schaden für die Kasse erledigt. Die Jahresrechnung fand die Genehmigung der Versammlung. Die Bilanz weist den Betrag von 1 527 368,32 Mark auf, worunter 1 239 715,85 Mark Spareinlagen sind; es wurde ein Gewinn von 73 782,41 Mark erzielt. Die Versammlung ist damit einverstanden, daß eine Dividende verteilt, 100 Mark der Kinderschule, 2000 Mark der Betriebsrücklage und der Rest dem Reservefonds zugeteilt werden. Die im August vorgenommene Revision fand die Kasse in bester Ordnung vor. Dem Plan, für den zunehmenden Geschäftsverkehr ausreichende Räume zu schaffen, stimmte die Versammlung zu und gab dem Vorstand die Ermächtigung, gegebenenfalls sofort zu handeln. Ein Betrag von 3000 Mark wurde als Hausfonds dafür zur Verfügung gestellt. Aus dem Vorstand hatte Friedrich Karl Kreiling, aus dem Aufsichtsrat Jakob Rinn, Friedrich Reu schling und W. Rehberg auszuscheiden: sie wurden wiedergewählt. Nachdem Rechner Volkmann noch über die Zinssenkung gespro-
Rückschau und Ausblick im Ortering Gießen des Landschastsbundes.
Der Ortsringleiter Dr. Michel hatte für den gestrigen Abend die Fachwarte und Vertrauensmänner des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat in Gießen zu einer Sitzung in das Hotel Köhler eingeladen, in der sowohl Rückschau gehalten wurde auf Veranstaltungen des vergangenen Jahres, wie auch Vorschläge unterbreitet wurden für die Arbeit in den bevorstehenden Monaten. Einleitend gedacht der Ortsringleiter mit ehrenden Worten des verstorbenen Geheimrats Professor Dr. Sommer, der als ein eifriger Förderer aller Heimatkultur dem Landschaftsbund eine starke Stütze war. Dann gab der Ortsringleiter in kurzen Zügen einen Rückblick auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres, auf die Erfolge, die es dem Landschaftsbund in ideeller Hinsicht brachte und damit einen Ueberblick über das Wirken des Bundes im Interesse der Heimatpflege. Gleichzeitig wurden auch Erfahrungen ausgetauscht, die im vergangenen Jahre bei der Durchführung der Veranstaltungen gemacht wurden und Lehren daraus gezogen. Besonders wurde an die schöne Veranstaltung zum Buß- und Bettag im Alten Friedhof und in der Kapelle erinnert, schließlich auch von dem großen Heimatabend im Cafe Leib gesprochen, der außerordentlich stark besucht war und in weite Kreise wirkte.
Ortsringleiter Michel gab dann die Vorschläge
Oberheffen.
für Wanderungen und Fahrten während der Sommermonate 1937 bekannt. Vorgesehen sind ein Gang zu einem Bienenstand (Bodenbender, Erdkauterweg), ferner ein Himmelfahrtsausflug in den Krofdorfer Forst, eine Fahrt nach den vorgeschichtlichen Stätten bei Muschenheim und außerdem eine Fahrt zur Jubiläumsfeier der Stadt Gladenbach aus Anlaß der 700-Jahrfeier. An kürzeren Ausflügen find vorgesehen: ein Spaziergang in den Bergwerkswald, der den Teilnehmern Aufschlüsse in botanischer Hinsicht bringen soll, ferner eine pilzkundliche Führung unter Leitung von Gartenbauinspektor Rehnelt und ein gesteinskundliche Gang durch Gießen.
Die Wintermonate sollen wieder einige Vorträge bringen, und zwar wird aus berufenem Munde über familiengeschichtliche Erinnerungen gesprochen werden und außerdem über alte Gießener Straßennamen. Im Rahmen einer größeren Veranstaltung wird voraussichtlich ein Vortrag gehalten werden über Anekdoten und humorvolle Begebenheiten aus der Vergangenheit unserer Stadt.
Nachdem im Verlaufe der Versammlung Dr. R o l o f f noch zum stellvertretenden Ortsringleiter bestimmt worden war, schloß Ortsringleiter Dr. Michel mit Worten des Dankes an die Mitarbeiter die Sitzung.
chen hatte, konnte der Vorsitzende die Versammlung mit Dank an die treuen Sparer schließen mit dem Hinweis, daß im nächsten Jahre die Kasse 75 Jahre bestehe und sie sich zu einer der größten Genossenschaftskassen in unserem Gebiete entwickelt habe.
00 Klein-Linden, 8. März. Die Schweinezwischenzählung hatte hier folgendes Ergebnis: Es find vorhanden: Schweine unter 8 Wochen alt: 40, bis zu einem halben Jahr alt: 179, ein halbes bis ein Jahr alt 21, ein Jahr und älter 2, zusammen 242 Stück. In den verflossenen Monaten Dezember, Januar und Februar kamen 34 Kälber zur Welt. Hausschlachtungen am Schweinen wurden 347 vorgenommen.
§ Allendorf (L ahn), 10. März. Der von der Ortsgruppe Allendorf des Reichsluftschutzbundes durchgeführte Kursus nahm am Dienstagabend mit einer Schlußprüfung fein Ende. Er war in jeder Beziehung ein voller Erfolg. Nicht nur die Zahl der Teilnehmer, sondern vor allem auch die Tatsache, daß man überall immer größeres Interesse feststellen konnte, ließen das am besten erkennen.
= Steinbach, 10. März. Auf der Fahrt zum Artilleristentag geriet am Sonntagvormittag der hiesige Landwirt und Hausschlachter Ludwig Wald infolge der Glätte der Straße mit seinem Fahrrad ins Gleiten und fiel so unglücklich, daß er sich einen Knöchelbruch zuzog.
— A l b a ch, 10. März. Am Dienstagabend veranstaltete unser Lehrer Groh mit seiner Schule einen sehr gut besuchten Elternabend, der einen guten Verlauf nahm. Die Kinder zeigten in ihren vielgestaltigen Darbietungen, Singen Turnen, Deklamationen und Sprechchören, was in der Schule geleistet wird. Lehrer Groh redete in seiner Ansprache von den Aufgaben der Schule im
Dritten Reich und knüpfte dabei an die Geschichte unserer Schule an. Anschließend wurde der Schullandheimfilm gezeigt. Der wohlgelungene Verlauf des Abends war ein neuer Beweis für die enge Verbundenheit unserer Schule mit unserem Dorfe, in dem unser Lehrer seit mehr als 35 Jahren wirkt.
A Großen-Buseck, 10. März. Der VHC.> Zweigverein Buseckertal hielt im Anschluß an eine Wanderung in der Wirtschaft Ger- lach seine diesjährige Mitgliederversammlung ab. Der Vereinsvorsitzende Jung (Großen-Buseck) ge- dachte zunächst des verstorbenen VHC.-Bruders Dem (Offenbach) und erstattete dann den Jahresbericht, dem zu entnehmen war, daß die Pflichtwanderungen durchgeführt wurden und drei Mitglieder ausgezeichnet werden konnten. Wanderwart L. Wehrum (Gießen) nahm die Auszeichnung vor. Ein Dankschreiben des Reichswanderführers wurde verlesen. Zum Erweiterungsbau des Klubhauses auf dem Hoherodskopf spendete unser Zweigverein 20 Mark: zugunsten des Baues werden Bausteine vertrieben. Der von Kassenwart F. Hahn (Großen-Buseck) oorgelegte Voranschlag für 1937 wurde angenommen. Der Gruß an den Führer beschloß die Versammlung, der sich ein gemütliches Beisammensein anschloß.
A Beuern, 9. März. Die hiesige Schar 20/116 d e r Pimpfe hielt im Saalbau von Dietrich einen Volksgemeinschaftsabend ab, der den Eltern Einblick in die Arbeit des Jungvolks gab. Die Pimpfe boten ihre Vorführungen mit gro-
Der Gauleiter kommt
am Dienstag, 16. INärz, nach Gießen zur Großkundgebung in der Volkshalle. Gauleiter Sprenger spricht!
ßer Begeisterung und ernteten reichen Beifall. Lehrer Müller (Lindenstruth) sprach nach einem Liede üher die hohen Aufgaben der Jugendorganisationen des Dritten Reiches, in denen der Jungs und das Mädchen körperlich und geistig ertüchtigt werden sollen. Die Pimpfe zeigten dann etliche lustige Spiele, turnerische Hebungen und bewiesen damit ihre Arbeit. Gemeinsam gesungene Lieder trugen zur engeren Verbindung aller Teilnehmer bei. — Bei der letzten Holz Versteigerung im hiesigen Gemeindewald wurden niedrigere Preise als bei den vorhergegangenen Versteigerungen erzielt. Es kosteten Bucyenscheithvlz 17 bis 20 Mark, Buchenknüppel 13 bis 15 Mark, Buchenstöcke 4 bis 6 Mark, Eichenscheite 12 bis 14 Mark, Fichtenscheite 5 bis 6 Mark je zwei Raummeter.
ch Saubringen, 10. März. Die Eheleute Lehrer Wagner und Frau Maria, geb. Weber, feiern heute das Fest der silbernen Hochzeit.
5 Mainzlar, 10. März. Gestern abend fand die gutbesuchte Generalversammlung des hiesigen Vereins für Krankenpflege in der Wirtschaft von Vogel statt. Dekan i. R. Gußmann- Gießen eröffnete und leitete die Versammlung, er erläuterte, warum er. obwohl im Ruhestand lebend, jetzt noch — zum Besten aller — die Versammlung leiten müsse. Der Verein zählte 1936 = 147 Mitglieder, drei starben, ihr Andenken wurde wie üblich geehrt, fünf neue Anmeldungen für 1937 liegen bereits vor. Die vom Verein bestellte Krankenschwester, eine Nonnenweierer Diakonisse, machte im Berichtsjahr über 6000 Kranken- und Pflegebesuche, dazu Nachtbesuche und Nachtwachen. Ihr wurde von dem Vorsitzenden der Dank des Vereins für alle treue Mühe ausgesprochen. Außer der großen Unterstützung durch die Gemeinde, und einer Spende der evangelisch-kirchlichen Frauenhilfe dahier, für die herzlicher Dank ausgesprochen wurde, ist leider keine Gabe eines Gönners zu nennen. Der Verein steht also in der Hauptsache auf eigener Kraft und wird weiterblühen, solange der gute Geist, wie seither, herrscht. Die Rechnungsablage des Rechners Wehn ergab ein günstiges Bild. Ihm wurde für die peinlich gewissenhafte Geschäftsführung gebührender, bester Dank ausgesprochen. Bei der nachfolgenden Wahl wurde Bürgermeister Kreiling einstimmig zum 1. Vorsitzenden und Otto Hämmerle mit Mehrheit zum 2. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Der seitherige Leiter des Vereins, Dekan i. R. Gußmann, wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Auch er nahm diese Wahl dankend an, und schloß in üblicher Weise die Versammlung.
£ Allendorf a. d. L d a., 10. März. Gestern veranstaltete der B D M. und IM. 7/116 in der hiesigen Rostschule eine Werkausstellung, die reichhaltig gestaltet war und sehr guten Besuch aufzuweisen hatte. Nach einem Vorspruch und einem von der Mädelgruppe gesungenen Lied sprach die Untergauführerin Käthe Pfeffer, Gießen, in Anwesenheit des Ortsgruppenleiters Pg. Bürgermeister K r i e b , über den Zweck der Werkausstellung, um alsdann die Ausstellung für eröffnet zu erklären. Ausgestellt waren an Webarbeiten: Bettvorlagen. Mieder und vieles andere, ein Mädel hatte sogar einen Kleiderrock aus selbstgesponnener Schafwolle gewebt. An Häkelarbeiten waren u. a. Jäckchen, Pullover. Deckchen und Kissen zu sehen. Kleider, genäht und bestickt, wurden ebenfalls gezeigt. Die Bastarbeiten bestanden in der Hauptsache aus Taschen, Körbchen, Schuhen. Ein großes Bauernbett, crus Bastelarbeit angefertigt, fand bei den Besuchern viel Anklang. Die Jungmädel hatten außerdem noch einen Schafpferch mit Schäfer, Schäferhund, Schäferhütte und sonstigem Zubehör aus Holzschnitzerei kunstvoll hergestellfi Alle ausgestellten Arbeiten zeugten von großem Verständnis und regem Eifer der Mädel. — Die am 3. März durchgeführte Schweinezwischenzählung hatte in unserer Stadt folgendes Ergebnis: Es waren vorbanden 1 Zuchteber, 12 Zuchtsauen, 30 unter acht Wochen alte Ferkel, 343 über acht Wochen bis ein halbes Jahr alte und 106 von einem halben paljre bis zu einem Jahr alte sonstige Schweine, insgesamt 492 Schweine. Kälber wurden geboren: 5m Dezember 1936 28, darunter 3 tot; im Januar 1937 22, darunter 1 totes, im Februar 1937 22.
lOPfg.
So macht man 311 gekochtem Tisch eine Senfsoße, wie sie sein soll/
1 Knorr Vratensoßwürfel fein zerdrücken, glattrühren, mit V4 Liter Wasser unter Umrühren 3 Minuten kochen. Unter die fertige Soße 1 Eßlöffel Senf (mit Waffer verdünnt), 1 Teelöffel «Butter und 1 Prise Jucker rühren. Alles nochmals kurz aufkochen. Fertig! Schmeckt auch zu Suppenfleisch und gekochten Eiern. Hauptsache dabeir
Hfho’Vi, Bratensoße


