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Polens erste Antwort
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Paris, 10. April. (DNB. Funkspruch.) Mini
sterpräsident Blum gab vor rund tausend sozial- Anzeigen: Theodor demokratischen Parteifunktionären eine Darstellung Druck und Verlag:
aplan Cremer will
15 Pf. mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. April 1937 gültig.
angeblich jedes revolutionäre Verhalten von Katho- uchen grundsätzlich abgelehnt haben. Er will den Eindruck c
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr W. Lange: für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III 37: 10 496.
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gemeinsamem Kampf gegen den Nationalsozialismus" aufzurufen. Roffamt ist mit dieser gefährlichen Funktionärin bis zu ihrer Verhaftung im Januar 1934 in Verbindung geblieben!
schewistifche Agitationsrede halten. Sie nutzte die Geleaenheit weidlich aus, zum „Zusammenschluß
Alles für den Führer?"
Der Führer der SA.-Gruppe Hessen, Beckerle, SA.-Gruppenführer.
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der politischen Lage. Es handele sich bei der augenblicklichen französischen Regierung um eine „Volksfront-Regierung unter sozialdemokratischer Leitung", deren Aufgabe es nicht sei, das sozialdemokratische Parteiprogramm, sondern vielmehr das
Kabinett be. zum Aus- ,n9 vor den iervollkomm. arine vorge- ^r9ani. yrwirtschast, ist eine onbere Be- 'irtschaft ge- gehoben, ebsstofsmirt. ? eine Per.
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Kundgebung des Beberbergungs- gewerbes in Heidelberg.
Mit einer öffentlichen Kundgebung in Heidelberg erreichte dieHrühjahrstagung des deutschen Beherbergungsgewerbes ihren Höhepunkt. Geheimrat Knebel kennzeichnete die Mittel und Wege, mit denen die Reichsbahn Verkehrswerbung treibt Der Anregung des Gaststättengewerbes, Urlaubskorten für Dor- und Nachsaison auszugeben, könne leider vorerst nicht statt- gegeben werden. Staatsminister a. D. Esser, der Präsident des Reichsfremdei^verkehrsoerbandes, umriß Stellung und Aufgaben des Beherbergungsgewerbes im Dritten Reich. Das Beherbergungsgewerbe habe eine erhebliche politische Aufgabe. Es
Dankopfer der Naiion.
NSG. Die Sturmabteilungen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei im Gau Hessen-Nassau rüsten wieder zum „Dankopfer der Nation". Der Führer der für uns zuständigen SA.-Gruppe erläßt dazu folgenden Aufruf:
„SA.-Männer der Gruppe Hessen!
Der Stabschef Viktor Lutze hat im vergangenen Jahr zum Geburtstag des Führers das „Kampfbuch der SA." gestiftet. Auch in diesem Jahr rufen wir zum „Dankopfer der Nation". In jeder Sturm- dienststelle liegen wiederum die Ehrenliften zur Einzeichnung auf. Sinnvoll hat die SA. ihr Geburtstagsgeschenk an den Führer dem deutschen Arbeiter zugewendet. Mit den Mitteln des ersten Dankopfers der Nation werden schon überall in Deutschland Siedlungen für Kriegsopfer und kinderreiche Arbeiterfamilien gebaut. 746 Siedlerstellen sind bis heute geschaffen. Am Geburtstag des Führers wird das Richtfest der ersten Siedlung fein. Der Kampf der SA. galt dem gesamten Volk. Die Sturmabteilungen sind die Träger des Kampfes um die Macht gewesen. So soll auch von ihren Dienststellen der Aufruf zum Dankopfer an die Nation ausgehen. Auch heute kennt das Volk die braunen Kämpfer des Führers als die Kämpfer für feine Ehre, für Freiheit und Brot. So soll das „Dankopfer der Nation 1937" wieder ein Bekenntnis der Dankbarkeit des Volkes an den Führer fein. Nicht auf die Größe der Spende kommt es an; aber jeder deutsche Volksgenosse soll seinen Namen in diese Ehrenlisten einzeichnen zu einem herrlichen Zeugnis der Verbundenheit des Volkes. Die Gliederungen der Bewegung vor allem werden ihre kameradschaftliche Verbundenheit beweisen. Laßt dieses Dankopfer zu einem neuen starken Bekenntnis wer-
Die Schraube ohne Ende.
Oie Preissteigerungen in Frankreich dauern auf allen Wirtschaftsgebieten an.
Ludendorffs 72. Geburtstag.
Berlin, 9. April. (DNB.) Der F ü h r e r u n d Reichskanzler hat dem General Luden- d o r f f zu feinem heutigen 72. Geburtstage leie» graphisch Glückwünsche übermittelt. Der Reichs- kriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall v. Blomberg, hat ihm folgendes Telegramm gesandt: „Die deut- che Wehrmacht gratuliert dem Feldherrn des Weltkrieges zum Geburtstage. Möge Ihnen noch viele Jahre des vollen Lebens geschenkt werden." Auch Generaloberst Göring hat General Ludendorff telegraphisch Geburtstagsglückwünsche übermittelt.
innerlich die Zusammenarbeit mit den Kommunisten ablehnte. Der „Kreisführer" der Sturm char S t e b e r ließ im November 1933 vor westdeut chen „Sturmscharführern" im Hause des Kaplans Ros- saint eine Kommuni st in eine einstündige bol-
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Prinz Nikolaus von Rumänien aus der königlichen Familie ausgeschlossen.
Bukarest, 10. April. (DNB.) Im Königlichen Schloß zu Bukarest trat am Freitag unter dem Vorsitz des Königs ein Kronrat zusammen, an dem der Ministerpräsident, alle Mitglieder der Regierung, die beiden Marschälle des Reiches, Presan und Averescu, sowie die Führer sämtlicher politischer Parteien teilnahmen. Der Kronrat beschloß denAusschluß desBruders desKönigs, Prinz Nikolaus, aus der königlichen Familie. In einer amtlichen Mitteilung wird dargelegt, daß der Prinz von seiner im Jahre 1931 eingegangenen Ehe mit Frau Dumitrescu nicht abgehen wolle und trotz aller Vorhaltungen der Regierung erklärt habe, an seinem Beschluß festzuhalten. Infolge dieser Haltung des Prinzen sah sich der Kronrat genötigt, die Anwendung jener Bestimmungen der Verfassung zu beschließen, durch die die bürgerlichen Handlungen der Mitglieder der königlichen Familie geregelt werden. Auf Grund dieser Bestimmung wird der Prinz aller seiner Rechte und Vorrechte als Mitglied der königlichen Familie für verlustig erklärt.
Prinz N i k o l a u s ist der einzige, 1903 in Schloß Pelesch geborene Bruder des Königs. Er war Generalinspekteur der Armee, Divisionsgeneral und Vizeadmiral. Von den drei Schwestern des Königs ist die älteste Elisabeth von ihrem Gatten König Georg II. von Griechenland geschiedey, die zweite, M a r i a , ist die Witwe des in Marseille ermordeten Königs Alexander von Jugoslawien und die dritte, Jleana, ist die Gattin des Erzherzogs Anton von Oesterreich.
Dr.Ley in Oberitalien ju6e nö begrüßt.
Mailand, 9. April. (DNB.) Dr. Ley traf Freilag in Mailand ein. Vor dem faschistischen Parteihaus waren die faschistischen Kampfverbände und die Dopolaooro-Verbände mit Fahnen und Standarten aufmarschiert. In dem Jndustriestadtchen Legnano wurde den deutschen Gästen ein besonders herzlicher Empfang bereitet. Als symbolisches Zeichen ihrer Tätigkeit überreichte die Einwohnerschaft Dr.Ley eine Garnspule in den grünweißroten Landesfarben als Zeichen für die Textilindustrie und einen Hammer als Symbol des industriellen Werkschaffens. Immer wieder ertönte aus der Menge der Ruf: „Heil Hitler!". Qüer über die Strafen waren riesige Spruchbänder gespannt. Im Rathaus wies der Führer der faschistischen Arbei- [erorganifation, der Abgeordnete Cianettl, Dr. Ley darauf hin, daß das italienische schaffende Volk niemals vergessen werde, daß ihm das deutsche ^olk während des Sanktionskampfes r l s einziger Freund in unerschütterlichem Gleichschritt zur Seite gestanden habe. Dr. Ley erklärte, der Gleichklang der Herzen sei es, der die Völker Deutschlands und Italiens miteinander verbinde. Bei der Rückfahrt sprengten die Leute die Ubsperrungsketten und umringten den Wagen Dr. Teys, der sich nur mit Mühe einen Weg durch die Hhnenschwenkende und jubelnde Menge bahnen tonnte.
Dr. Ley besuchte noch in später Abendstunde lach einem ihm zu Ehren von der Stadt Mailand icranftalteten Festbankett die deutsche Kolonie. Er erklärte, die wirtschaftliche und finanzielle Unabhängigkeit, die sich Deutschland im Vierjahres- slan erkämpfen werde, zeichne sich heute schon in iiren Umrissen ab. Deutschland sei nicht mehr der Spekulation ausgesetzt, sondern könne sich in Frieden auf eigene Kraft gestützt, weiter zu einer glück- lcheren Zukunft entwickeln.
Der Hochverratsprozeß Äoffamt vor dem BoMmchtshos.
Berlin, 9. April. (DNB.) In dem Hochver- kLtsprozeß gegen katholische Geistliche vor dem Volksgerichtshof wandte die Verhandlung sich den einzel- W Anklagepunkten zu. Der jüdische Kommunist Spanier hatte sich unter dem Namen Gumbert M3 an Rossaint herangemacht, um in Versammlungen d s Katholischen Jungmännerverbandes dessen An- Lchörige mit den Gedankengängen der kornmunisti- scven Irrlehre vertraut zu machen und für den Zu- lcimmenschluß von Katholiken und Kommunisten mit d-m Ziel des gemeinsamen Kampfes gegen den Na- flanalsozialismus aufzurufen. Gumbert - Spanier flüchtete, da ihm der Boden unter den Füße zu h-liß wurde. Als sein Nachfolger erschien ein ge» pi-ffcr Heinz, der vor der Verbotszeit Unter- ö-Zirksleiter des Kommunistischen Jugendverbandes war. Rossaint will das angeblich nicht gewußt hcLen. Im Anna-Kloster in Düsseldorf sprach Ros- 1a: nt vor etwa 50 Mitgliedern der „Katholischen Surmschar" über die Möglichkeit von Konflikten, Mischen Staat und katholischer Kirche und erklärte, dcß in diesem Falle die Anhänger der Kirche nur dem Folge leisten dürften, was sich mit den Weisungen der katholischen Kirche decke. Für die Aus- Jngung solcher Konflikte gab er Richtlinien, die zum Ungehorsam gegen die Staatsautorität und da- mit zur Derleugnug der Volksgemeinschaft aushetz- ier. Rossaint hat dann von Möglichkeiten des Schei- iems der nationalsozialistischen Regierung gesprochen tiiD erklärt, daß als Nachfolger in der Macht d i e K Z D. in Frage käme, die wahrscheinlich in Deutsch- lir b der Kirche größere Zugeständnisse machen virde als Sowjetrußland.
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die im Jahre 1936 etwa 16 Franks je Kilo für erste Qualität kostete, kostet heute 25,70 Franks. Milch, für die im Durchschnitt 1935 1,02 Franks für den Liter gezahlt wurde, stellt sich heute auf 1,60 Franks. Del, das eine wichtige Rolle im französischen Haushalt spielt, ist von 4 bis 4,20 Franks das Liter im Jahre 1936 auf 6,50 bis 6,75 Franks gestiegen.
Kürzlich schrieb der „Elsässer" unter der Uederschrift „Die Wirtschaft wird .angekurbelt'": „Die Streiks vom letzten Juni bis Ende Dezember 1936 kosteten Frankreich die nette Summe von 4'/2 Milliarden Franks. Die Zahl der Streikenden belief sich auf 6 Millionen mit einer durchschnittlichen Streikdauer von zehn Tagen. Legt man einen Durchschnittsstundenlohn von 5 Franks zugrunde, dann ergibt sich ein Verlust von 2400000000 Franks allein an verlorenem Arbeitslohn. Dazu kommen die Verluste an leicht verderblichen Waren sowie die Aufträge, die wegen der Streiks an das Ausland gegeben werden mußten. Das macht nach aanz vorsichtiger Schätzung alles zusammen einen Verlust von 4V» Milliarden aus, die für ganz Frankreich verloren gingen." Das Blatt schließt: „Nur ruhig so weiter .gekurbelt' und .gewirtschaftet'."
Die ständig fortschreitende Teuerung veranlaßt immer neue Forderungen nach Lohnerhöhungen. Dabei wirkt es paradox, daß diese Forderungen mit der Einführung der 40-Stunden-Woche auch in jenen Geschäftszweigen verbunden werden, wo bisher die alte Ardeits - Z e i t war. So fordert 5. B. die Pariser Gewerkschaft der Haarschneider eine erneute Lohnerhöhung von 20 0. H., um die Löhne der Teuerung anzupassen, und anderseits die Einführung der 40-Stunden-Woche, aufgeteilt auf Arbeitstage, die den Geschäften natürlich einen empfindlichen Rückgang der Einnahmen bringen muß. Wenn diesen Forderungen nicht entsprochen werde, würde die Gewerkschaft „zur Aktion" übergehen, um ihren „Rechten und Forderungen" zum Siege zu verhelfen.
Blum verteidigt die VoMrontvolilik
Eine Rede vor sozialdemokratischen Parteifunktionären.
sei nicht gleichgültig, wer dem Ausländer die Bi» fitenfarte überreiche, wenn er deutsches Land betritt, wie dieser Fremde bei uns ausgenommen werde und was er vorfinde an innerer Gastlichkeit. In dem Ausspruch des Führers: Der deutsche Hotelier ist der Portier des deutschen Volkes für das ganze deutsche Volk! liege eine große Aufzeichnung des Berufsstandes. Hinter der äußeren Werbung müsse die Propaganda der Tat, die Leistungspropaganda stehen. Immerhin gäbe es auch im Beherbergungsgewerbe noch viele Sorgen. Der neue Staat habe das Beherbergungsgewerbe anerkannt als ein wertvolles politisches Hilfsmittel, habe ihm eine Berufsauffassung gegeben, die weit über dem stehe, was man früher in vielen Kreisen finden konnte.
gute nachbarliche Beziehungen unterhält und die im Widerspruch mit der politischen Linie der polnischen Regierung stehen", zu dulden. Hoffentlich wird aber auch Vorsorge getroffen, daß in Zukunft nicht wieder die „unverantwortlichen Elemente" in Schaufenster irredentistische Landkarten ausstellen und in Umzügen vor den Augen der Polizei und staatlichen Behörden aufreizende Transparente herumtragen. — Der „Angriff" erklärt u. a.: Die polnische Regierung ist nach dem deutschen Protest von der Kundgebung des Polnischen Westverbandes in Graudenz abgerückt, als er in unverantwortlicher Weise verlangte, für die Einverleibung gewisser Teile des Reiches in den polnischen Staatsoerband zu kämpfen. Es ist zu hoffen, daß die polnische Negierung sich nicht mit der Entschuldigung begnügt, sondern die Heißsporne im Lande zurückhält und vor weiteren nutzlosen Entgleisungen bewahrt.
Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" sagt: Die Verlautbarung bedeutet ein erfreuliches Abrücken von den Entgleisungen, die in Deutschland so große Empörung hervoraerufen hatten. Zu begrüßen ist vor allem, daß diese autorisierte polnische Kundgebung dem Gesichtspunkt des guten Verhältnisses zwischen Deutschland und Polen so unzweideutig dcn Vorrang zuerkennt. — In Kommentaren der „Berliner B ö r s e n z e i t u n g" heißt es u. a.: Damit bekennt sich die polnische Regierung, wie nicht anders zu erwarten war, erneut zu der Politik des P i l s u d s k i - Vertrages gegenüber allen denjenigen Kräften, denen die damit vollzogene Wendung in den deutschpolnischen Beziehungen nicht ins politische Rezept paßt. Hinzuweisen wäre gegenüber der Mitteilung der „PAT."-Agentur allerdings auf den Umstand, daß es deutscherseits nicht bekannt ist, wann jemals der „Bund Deutscher Osten" sich auch nur annähernd in einer Weise gegenüber Polen betätigt habe, wie das der Westverband gegenüber Deutschland dauernd tut.
Sieben Kundgebungen der Zungdeutschen Partei verboten.
Pilsen, 9. April. (DNB.) Von 13 angekündigten Kundgebungen der Jungdeutschen Partei für Polen in meist von Deutschen bewohnten Ortschaften Posens und Pommerellens unter dem Motto „Kennst du deinen deutschen Bruder im O st e n" sind insgesamt sieben von den Behörden verboten, da diese Kundgebungen geeignet erschienen, die öffentliche Ruhe und Sicherheit zu gefährden Die Veranstalter dieser Kundgebungen waren sechs jugendliche Deutsche aus Lemberg, die ihren Volksgenossen im Westen Polens von ihren Lebensvoraussetzungen in Lied und Spiel berichten wollten. Die „Deutschen Nachrichten Posen", das Organ der Jungdeutschen Partei, wurde wegen Wiedergabe eine Stellungnahme der Deutschen Allgemeinen Zeitung zu den Graudenzer Vorfällen anläßlich der Westverbandskundgebuna beschlagnahmt. Beanstandet wurden in dieser Zeitung ächt Worte, die ein politisches Lied charakterisierten.
Die erste Antwort Polens gegenüber den ungeheuerlichen Hetzforderungen des Polnischen Westoerbandes enthält in der Stellungnahme der Polnischen Telegraphenagentur zwei begrüßenswerte Momente: einmal will die polnische Regierung die be= tont aggressiven Unternehmungen des Westv'erban- oes „auf feinen Fall dulde n". Damit be- fennt sie sich also zum Geist des deutsch-polnischen Abkommens von 1934. Zweitens stellt sie eine „g e- Prüfung des Tatbestandes" in Aussicht. Wir geben dabei der Hoffnung Ausdruck, daß die Warschauer Regierung ihrer endgültigen Stellungnahme nicht etwa einen redigierten oder oom Polnischen Westverband selbst zurecht gemachten Bericht, sondern den Wortlaut jener hetzerischen Aeußerun'gen zugrunde legen wird. Auf der andern Seite erscheint der Ausdruck „unerwünscht" gegenüber den Grüudenzer Kundgebungen erstaunlich milde angesichts der Tatsache, daß der Warschauer Regierung schon bei der Abfassung dieser ersten offiziösen Stellungnahme der Sachverhalt bekannt gewesen sein muß. Ferner würde die polnische Regierung schlecht beraten sein, wenn sie die Schuld an den Graudenzer Vorfällen auf die von Warschau selbst zitierten „u n- oerant wörtlichen Elemente" abwälzen wollte, da ihr ja sowohl die Tendenz als auch die politischen Bestrebungen des Polnischen Westoerbandes einschließlich seiner schweren Mißgriffe gegenüber Deutschland in der langen Zeit seines Bestehens nicht weniger gut bekannt ist. Völlig abwegig erscheint dagegen die Berufung auf „d i e Lage der polnischen Bevölkerung in D e u t s ch l a n d" und „die Betätigung des Bundes Deutscher O st e n". Welcher unvoreingenommene Beobachter könnte über diese sog. Lage der polnischen Bevölkerung in Deutschland etwas anderes aussagen, als daß sie durch eine sehr weitgehende Rücksicht, ja durch eine ungewöhnlich großherzige Auffassung von den internationalen Minderheitenbestimmungen — im Vergleich zu anderen Völkern! — ausgezeichnet ist?! Und wann ist über den Bund Deutscher Osten jemals etwas anderes bekannt geworden, als daß er bie notdürftigsten Lebensrechte der deutschen Brüder mit seinen bescheidenen Mitteln wahrzunehmen versuchte?! Die polnische Regierung wird cs hoffentlich bei diesen ersten Aeußerungen nicht bewenden lassen und gegenüber den Graudenzer Vor- ällen auch offiziell eine Haltung einnehmen, die nicht nur dem deutschen Beschwerdeschritt gerecht wird, sondern vor allem in Zukunft ähnlichen Aus- chreitungen ein für allemal einen Riegel vorsc^iedt.
Berliner preffchMmen.
Berlin, 9. April. (DNB.) Zu der Verlautbarung der Polnischen Teleqraphen-Agentur, mit der amtlich von den skandalösen Ausfällen auf der Graudenzer Kundgebung des Polnischen Westver- bandes abgerückt wird, schreibt der „Völkische Beobachter" u. a.: Wir nehmen mit Genugtuung zur Kenntnis, daß man in amtlichen polni- chen Kreisen die skandalösen Vorfälle in Graudenz verurteilt und nicht gewillt ist, diese „aggressiven Akzente einem Staate -gegenüber, mit dem Polen
P r 0 SkSmm der Volksfront durchzuführen. Die sogenannte „Paus e" sei nötig geworden, als es galt, ein schwieriges Kap zu um» egeln. Dann verbreitete sich Blum über die Zwich e n f ä ll e von Clichy, wobei die Anwesen- len unruhig wurden. Es sollen sogar erneut Rufe laut geworden sein, die den Rücktritt des sozialdemokratischen Innenministers Dormoy forderten.
Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R Lange. K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samslags
Bei einer Zusammenkunft mit einem unbefanm h ehemaligen kommunistischen Funktionär wurde Izr Vorschlag der katholisch-kommunistischen „Ein- Hsfronr im engsten Kreis erörtert. Nach Be- m düngen Rossaints kam eine Einigung nicht zu- fanbe. Die Beteiligten müssen aber zugeben, daß 1:1 Kommunist wieder zu einem Zusammengehen tiu Kommunisten und Katholiken aufgefordert hat.
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Paris, 9. April. (DNB.) Die Verteuerung der Lebenshaltung in Frankreich und die Auswirkungen der 40-Stundenwoche machen sich besonders unter der ärmeren Bevölkerung stark bemerkbar. Die Preissteigerungen der Jndustrieartikel, die zum Teil bis zu 20 0. H. ausmachen, wirken sich nachhaltig im Haushalt der Arbeiter aus. Auch der Mi11elstand wird wesentlich von dieser Entwicklung betroffen. Die Preissteigerungen sind jedoch noch keineswegs abgeschlossen, da über verschiedene Zweige noch verhandelt wird.
Nach der amtlichen Pariser Richtzahl für 67 Artikel des täglichen Bedarfes, die aber von den tatsächlichen Verhältnissen v i e l f y ch überholt ist, sind in der Hauptstadt Mitte Februar 1 9 3 7 gegenüber dem Jahresdurch- chnitt von 1936 folgende Preissteigerungen zu verzeichnen:
a) Für Lebensmittel (ohne Gemüse und Früchte). Durchschnitt 1936: 76,1; am 15. Februar 1937: 91,2 (Steigerung etwa 20 v H.).
b) Für Heizung und Beleuchtung. Durchschnitt 1936: 87,2; am 15. Februar 1937: 93,8 (etwa plus 8 0. H.). Die verhältnismäßig geringe Steigerung in diesem Falle erklärt sich daraus, daß die Elektrizitätspreise amtlich zunächst niedrig gehalten wurden, selbst auf die Gefahr hin, daß die Gesellschaften starke Fehlbeträge zu verzeichnen hatten, die auf den Steuerzahler abtzewälzt werden müssen. Bei der Heizung ist zu berücksichtigen, daß der Pariser seinen Kohlenbedarf im Sommer für das ganze Jahr einzudecken pflegt.
c) Kleidung: 17 Artikel. Durchschnitt 1936: 61,2; 15. Februar 1937: 86,3 (etwa plus 41 v. H ).
d) Für 10 Haushaltsartikel: Durchschnitt 1936: 72,7; 15. Februar 1937: 95,2 (etwa plus 30 v.H.).
Die Gesamtrichtzahl für den Großhandel weist eine Steigerung von 517 am 20. Februar 1937 auf 539 Anfang April auf, während die Richtzahl für Lebensrnittel in der gleichen Zeit von 515 auf 577 gestiegen ist.
Die Lebensrnittel sind in der letzten Zeit weniger gestiegen, weil die Aufwertung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse noch nicht erfolgt ufib durch die Frühjahrseinfuhr ein Ansteigen der Preise verhindert worden ist. Hier steht also noch für die nächste Zeit ein.ro esentliches Anziehen der Preise bevor. Die landwirtschaftlichen Verbände haben sich bereits gegen die Erweiterung der Kontingente mit Nachdruck gewendet, weil sie einen baldigen Zusammenbruch Der landwirtschaftlichen Bevölkerung befürchten.
Die Restaurationspreise sind ebenfalls um 2 0 bis 3 0 v. H. g e ft i e g e n. Manche Gastwirte behelfen sich damit, kleinere Portionen zu geben, lieber die Erhöhung der Fahrpreise sind Verhandlungen im Gange. Butter,
Seite kämpfenden Waffengefährten sprechen. Man vernahm dann deutlich die Stimmen der Gefangenen, die offenbar vorher genau ein gelernte Sprüche über die „Vorzüge des bolsche- roistischen Regimes" aufsagten. Dann hörte man plötzlich folgendes: „Ich bin ein einfacher Freiwilliger, der aus Sizilien gekommen ist. Ich kann nur sagen, daß alles, was Ihr bis jetzt gehört habt, vollkommen falsch ist, weil wir hier mit Gewehren und Revolvern bedroht werden." In diesem Augenblick hörte man deutlich im Radio zwei Schüsse und Tumult. Dann schwieg die Stämme und die Sendung wurde ohne Absage abgebrochen. Der Vorgang beweist, mit welchen Mitteln die Bolschewisten versuchen, die Gefangenen unter Todesdrohungen für ihre Propaganda einzuspannen Nachdem die Art dieser Propaganda durch die Heldentat dieses italienischen Freiwilligen bloßgestellt worden ist, dürste sie den Rest ihrer Zugkraft verloren haben.
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