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Polens erste Antwort

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Paris, 10. April. (DNB. Funkspruch.) Mini

sterpräsident Blum gab vor rund tausend sozial- Anzeigen: Theodor demokratischen Parteifunktionären eine Darstellung Druck und Verlag:

aplan Cremer will

15 Pf. mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. April 1937 gültig.

angeblich jedes revolutionäre Verhalten von Katho- uchen grundsätzlich abgelehnt haben. Er will den Eindruck c

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr W. Lange: für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III 37: 10 496.

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gemeinsamem Kampf gegen den Nationalsozialis­mus" aufzurufen. Roffamt ist mit dieser gefährlichen Funktionärin bis zu ihrer Verhaftung im Januar 1934 in Verbindung geblieben!

schewistifche Agitationsrede halten. Sie nutzte die Geleaenheit weidlich aus, zumZusammenschluß

Alles für den Führer?"

Der Führer der SA.-Gruppe Hessen, Beckerle, SA.-Gruppenführer.

betrifft Re. tung, dez inanzwesens. die (Erneue- gswesens g des natio« ) der körper- nit, daß ein Leitung des 1 vorbereitet, zsprogramms

zerangrifse sitäler.

. Funkspruch.) die Bolschr- ber Provinz trie und Flie- ine vorgefcho-

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der politischen Lage. Es handele sich bei der augen­blicklichen französischen Regierung um eine Volksfront-Regierung unter sozial­demokratischer Leitung", deren Aufgabe es nicht sei, das sozialdemokratische Parteiprogramm, sondern vielmehr das

Kabinett be. zum Aus- ,n9 vor den iervollkomm. arine vorge- ^r9ani. yrwirtschast, ist eine onbere Be- 'irtschaft ge- gehoben, ebsstofsmirt. ? eine Per.

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Kundgebung des Beberbergungs- gewerbes in Heidelberg.

Mit einer öffentlichen Kundgebung in Heidelberg erreichte dieHrühjahrstagung des deut­schen Beherbergungsgewerbes ihren Höhepunkt. Geheimrat Knebel kennzeichnete die Mittel und Wege, mit denen die Reichsbahn Verkehrswerbung treibt Der Anregung des Gast­stättengewerbes, Urlaubskorten für Dor- und Nach­saison auszugeben, könne leider vorerst nicht statt- gegeben werden. Staatsminister a. D. Esser, der Präsident des Reichsfremdei^verkehrsoerbandes, um­riß Stellung und Aufgaben des Beherbergungsge­werbes im Dritten Reich. Das Beherbergungsge­werbe habe eine erhebliche politische Aufgabe. Es

Dankopfer der Naiion.

NSG. Die Sturmabteilungen der Nationalsozia­listischen Deutschen Arbeiterpartei im Gau Hes­sen-Nassau rüsten wieder zumDankopfer der Nation". Der Führer der für uns zuständigen SA.-Gruppe erläßt dazu folgenden Aufruf:

SA.-Männer der Gruppe Hessen!

Der Stabschef Viktor Lutze hat im vergangenen Jahr zum Geburtstag des Führers dasKampf­buch der SA." gestiftet. Auch in diesem Jahr rufen wir zumDankopfer der Nation". In jeder Sturm- dienststelle liegen wiederum die Ehrenliften zur Einzeichnung auf. Sinnvoll hat die SA. ihr Ge­burtstagsgeschenk an den Führer dem deutschen Arbeiter zugewendet. Mit den Mitteln des ersten Dankopfers der Nation werden schon überall in Deutschland Siedlungen für Kriegsopfer und kin­derreiche Arbeiterfamilien gebaut. 746 Siedlerstellen sind bis heute geschaffen. Am Geburtstag des Füh­rers wird das Richtfest der ersten Siedlung fein. Der Kampf der SA. galt dem gesamten Volk. Die Sturmabteilungen sind die Träger des Kampfes um die Macht gewesen. So soll auch von ihren Dienst­stellen der Aufruf zum Dankopfer an die Nation ausgehen. Auch heute kennt das Volk die braunen Kämpfer des Führers als die Kämpfer für feine Ehre, für Freiheit und Brot. So soll dasDank­opfer der Nation 1937" wieder ein Bekenntnis der Dankbarkeit des Volkes an den Führer fein. Nicht auf die Größe der Spende kommt es an; aber jeder deutsche Volksgenosse soll seinen Namen in diese Ehrenlisten einzeichnen zu einem herrlichen Zeugnis der Verbundenheit des Volkes. Die Gliederungen der Bewegung vor allem werden ihre kamerad­schaftliche Verbundenheit beweisen. Laßt dieses Dankopfer zu einem neuen starken Bekenntnis wer-

Die Schraube ohne Ende.

Oie Preissteigerungen in Frankreich dauern auf allen Wirtschaftsgebieten an.

Ludendorffs 72. Geburtstag.

Berlin, 9. April. (DNB.) Der F ü h r e r u n d Reichskanzler hat dem General Luden- d o r f f zu feinem heutigen 72. Geburtstage leie» graphisch Glückwünsche übermittelt. Der Reichs- kriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall v. Blomberg, hat ihm folgendes Telegramm gesandt:Die deut- che Wehrmacht gratuliert dem Feldherrn des Weltkrieges zum Geburtstage. Möge Ihnen noch viele Jahre des vollen Lebens geschenkt werden." Auch Generaloberst Göring hat General Luden­dorff telegraphisch Geburtstagsglückwünsche über­mittelt.

innerlich die Zusammenarbeit mit den Kommu­nisten ablehnte. DerKreisführer" der Sturm char S t e b e r ließ im November 1933 vor westdeut chen Sturmscharführern" im Hause des Kaplans Ros- saint eine Kommuni st in eine einstündige bol-

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Prinz Nikolaus von Rumänien aus der königlichen Familie ausgeschlossen.

Bukarest, 10. April. (DNB.) Im Königlichen Schloß zu Bukarest trat am Freitag unter dem Vorsitz des Königs ein Kronrat zusammen, an dem der Ministerpräsident, alle Mitglieder der Re­gierung, die beiden Marschälle des Reiches, Presan und Averescu, sowie die Führer sämtlicher politi­scher Parteien teilnahmen. Der Kronrat beschloß denAusschluß desBruders desKönigs, Prinz Nikolaus, aus der königlichen Familie. In einer amtlichen Mitteilung wird dargelegt, daß der Prinz von seiner im Jahre 1931 eingegangenen Ehe mit Frau Dumitrescu nicht abgehen wolle und trotz aller Vorhaltungen der Regierung erklärt habe, an seinem Beschluß festzuhalten. Infolge dieser Haltung des Prinzen sah sich der Kronrat genötigt, die Anwendung jener Bestimmungen der Verfassung zu beschließen, durch die die bürgerlichen Handlungen der Mitglieder der königlichen Familie geregelt werden. Auf Grund dieser Bestimmung wird der Prinz aller seiner Rechte und Vorrechte als Mitglied der kö­niglichen Familie für verlustig erklärt.

Prinz N i k o l a u s ist der einzige, 1903 in Schloß Pelesch geborene Bruder des Königs. Er war Ge­neralinspekteur der Armee, Divisionsgeneral und Vizeadmiral. Von den drei Schwestern des Königs ist die älteste Elisabeth von ihrem Gatten König Georg II. von Griechenland geschiedey, die zweite, M a r i a , ist die Witwe des in Marseille ermor­deten Königs Alexander von Jugoslawien und die dritte, Jleana, ist die Gattin des Erzherzogs Anton von Oesterreich.

Dr.Ley in Oberitalien ju6e begrüßt.

Mailand, 9. April. (DNB.) Dr. Ley traf Frei­lag in Mailand ein. Vor dem faschistischen Par­teihaus waren die faschistischen Kampfverbände und die Dopolaooro-Verbände mit Fahnen und Stan­darten aufmarschiert. In dem Jndustriestadtchen Legnano wurde den deutschen Gästen ein beson­ders herzlicher Empfang bereitet. Als symbolisches Zeichen ihrer Tätigkeit überreichte die Einwohner­schaft Dr.Ley eine Garnspule in den grünweißroten Landesfarben als Zeichen für die Textilindustrie und einen Hammer als Symbol des industriellen Werkschaffens. Immer wieder ertönte aus der Menge der Ruf:Heil Hitler!". Qüer über die Strafen waren riesige Spruchbänder gespannt. Im Rathaus wies der Führer der faschistischen Arbei- [erorganifation, der Abgeordnete Cianettl, Dr. Ley darauf hin, daß das italienische schaffende Volk niemals vergessen werde, daß ihm das deutsche ^olk während des Sanktionskampfes r l s einziger Freund in unerschütterlichem Gleichschritt zur Seite gestanden habe. Dr. Ley er­klärte, der Gleichklang der Herzen sei es, der die Völker Deutschlands und Italiens miteinander ver­binde. Bei der Rückfahrt sprengten die Leute die Ubsperrungsketten und umringten den Wagen Dr. Teys, der sich nur mit Mühe einen Weg durch die Hhnenschwenkende und jubelnde Menge bahnen tonnte.

Dr. Ley besuchte noch in später Abendstunde lach einem ihm zu Ehren von der Stadt Mailand icranftalteten Festbankett die deutsche Kolo­nie. Er erklärte, die wirtschaftliche und finanzielle Unabhängigkeit, die sich Deutschland im Vierjahres- slan erkämpfen werde, zeichne sich heute schon in iiren Umrissen ab. Deutschland sei nicht mehr der Spekulation ausgesetzt, sondern könne sich in Frie­den auf eigene Kraft gestützt, weiter zu einer glück- lcheren Zukunft entwickeln.

Der Hochverratsprozeß Äoffamt vor dem BoMmchtshos.

Berlin, 9. April. (DNB.) In dem Hochver- kLtsprozeß gegen katholische Geistliche vor dem Volks­gerichtshof wandte die Verhandlung sich den einzel- W Anklagepunkten zu. Der jüdische Kommunist Spanier hatte sich unter dem Namen Gumbert M3 an Rossaint herangemacht, um in Versammlungen d s Katholischen Jungmännerverbandes dessen An- Lchörige mit den Gedankengängen der kornmunisti- scven Irrlehre vertraut zu machen und für den Zu- lcimmenschluß von Katholiken und Kommunisten mit d-m Ziel des gemeinsamen Kampfes gegen den Na- flanalsozialismus aufzurufen. Gumbert - Spanier flüchtete, da ihm der Boden unter den Füße zu h-liß wurde. Als sein Nachfolger erschien ein ge» pi-ffcr Heinz, der vor der Verbotszeit Unter- ö-Zirksleiter des Kommunistischen Jugendverbandes war. Rossaint will das angeblich nicht gewußt hcLen. Im Anna-Kloster in Düsseldorf sprach Ros- 1a: nt vor etwa 50 Mitgliedern derKatholischen Surmschar" über die Möglichkeit von Konflikten, Mischen Staat und katholischer Kirche und erklärte, dcß in diesem Falle die Anhänger der Kirche nur dem Folge leisten dürften, was sich mit den Wei­sungen der katholischen Kirche decke. Für die Aus- Jngung solcher Konflikte gab er Richtlinien, die zum Ungehorsam gegen die Staatsautorität und da- mit zur Derleugnug der Volksgemeinschaft aushetz- ier. Rossaint hat dann von Möglichkeiten des Schei- iems der nationalsozialistischen Regierung gesprochen tiiD erklärt, daß als Nachfolger in der Macht d i e K Z D. in Frage käme, die wahrscheinlich in Deutsch- lir b der Kirche größere Zugeständnisse machen virde als Sowjetrußland.

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die im Jahre 1936 etwa 16 Franks je Kilo für erste Qualität kostete, kostet heute 25,70 Franks. Milch, für die im Durchschnitt 1935 1,02 Franks für den Liter gezahlt wurde, stellt sich heute auf 1,60 Franks. Del, das eine wichtige Rolle im französischen Haus­halt spielt, ist von 4 bis 4,20 Franks das Liter im Jahre 1936 auf 6,50 bis 6,75 Franks gestiegen.

Kürzlich schrieb derElsässer" unter der UederschriftDie Wirtschaft wird .angekurbelt'": Die Streiks vom letzten Juni bis Ende Dezem­ber 1936 kosteten Frankreich die nette Summe von 4'/2 Milliarden Franks. Die Zahl der Streikenden belief sich auf 6 Millionen mit einer durchschnitt­lichen Streikdauer von zehn Tagen. Legt man einen Durchschnittsstundenlohn von 5 Franks zugrunde, dann ergibt sich ein Verlust von 2400000000 Franks allein an verlorenem Arbeits­lohn. Dazu kommen die Verluste an leicht ver­derblichen Waren sowie die Aufträge, die wegen der Streiks an das Ausland gegeben werden muß­ten. Das macht nach aanz vorsichtiger Schätzung alles zusammen einen Verlust von 4V» Mil­liarden aus, die für ganz Frankreich verloren gingen." Das Blatt schließt:Nur ruhig so weiter .gekurbelt' und .gewirtschaftet'."

Die ständig fortschreitende Teuerung veranlaßt immer neue Forderungen nach Lohnerhöhun­gen. Dabei wirkt es paradox, daß diese Forderun­gen mit der Einführung der 40-Stunden-Woche auch in jenen Geschäftszweigen verbun­den werden, wo bisher die alte Ardeits - Z e i t war. So fordert 5. B. die Pariser Gewerk­schaft der Haarschneider eine erneute Lohn­erhöhung von 20 0. H., um die Löhne der Teue­rung anzupassen, und anderseits die Einführung der 40-Stunden-Woche, aufgeteilt auf Arbeitstage, die den Geschäften natürlich einen empfindlichen Rückgang der Einnahmen bringen muß. Wenn diesen Forderungen nicht entsprochen werde, würde die Gewerkschaftzur Aktion" übergehen, um ihrenRechten und Forderungen" zum Siege zu verhelfen.

Blum verteidigt die VoMrontvolilik

Eine Rede vor sozialdemokratischen Parteifunktionären.

sei nicht gleichgültig, wer dem Ausländer die Bi» fitenfarte überreiche, wenn er deutsches Land be­tritt, wie dieser Fremde bei uns ausgenommen werde und was er vorfinde an innerer Gastlich­keit. In dem Ausspruch des Führers: Der deutsche Hotelier ist der Portier des deutschen Volkes für das ganze deutsche Volk! liege eine große Aufzeich­nung des Berufsstandes. Hinter der äußeren Wer­bung müsse die Propaganda der Tat, die Leistungs­propaganda stehen. Immerhin gäbe es auch im Be­herbergungsgewerbe noch viele Sorgen. Der neue Staat habe das Beherbergungsgewerbe anerkannt als ein wertvolles politisches Hilfsmittel, habe ihm eine Berufsauffassung gegeben, die weit über dem stehe, was man früher in vielen Kreisen finden konnte.

gute nachbarliche Beziehungen unterhält und die im Widerspruch mit der politischen Linie der pol­nischen Regierung stehen", zu dulden. Hoffentlich wird aber auch Vorsorge getroffen, daß in Zu­kunft nicht wieder dieunverantwortlichen Ele­mente" in Schaufenster irredentistische Landkarten ausstellen und in Umzügen vor den Augen der Polizei und staatlichen Behörden aufreizende Trans­parente herumtragen. DerAngriff" erklärt u. a.: Die polnische Regierung ist nach dem deut­schen Protest von der Kundgebung des Polnischen Westverbandes in Graudenz abgerückt, als er in unverantwortlicher Weise verlangte, für die Ein­verleibung gewisser Teile des Reiches in den pol­nischen Staatsoerband zu kämpfen. Es ist zu hoffen, daß die polnische Negierung sich nicht mit der Ent­schuldigung begnügt, sondern die Heißsporne im Lande zurückhält und vor weiteren nutzlosen Ent­gleisungen bewahrt.

DieDeutsche Allgemeine Zeitung" sagt: Die Verlautbarung bedeutet ein erfreuliches Abrücken von den Entgleisungen, die in Deutsch­land so große Empörung hervoraerufen hatten. Zu begrüßen ist vor allem, daß diese autorisierte pol­nische Kundgebung dem Gesichtspunkt des guten Verhältnisses zwischen Deutschland und Polen so unzweideutig dcn Vorrang zuerkennt. In Kom­mentaren derBerliner B ö r s e n z e i t u n g" heißt es u. a.: Damit bekennt sich die polnische Regierung, wie nicht anders zu erwarten war, er­neut zu der Politik des P i l s u d s k i - Ver­trages gegenüber allen denjenigen Kräften, denen die damit vollzogene Wendung in den deutsch­polnischen Beziehungen nicht ins politische Rezept paßt. Hinzuweisen wäre gegenüber der Mitteilung derPAT."-Agentur allerdings auf den Umstand, daß es deutscherseits nicht bekannt ist, wann jemals derBund Deutscher Osten" sich auch nur an­nähernd in einer Weise gegenüber Polen betätigt habe, wie das der Westverband gegenüber Deutsch­land dauernd tut.

Sieben Kundgebungen der Zungdeutschen Partei verboten.

Pilsen, 9. April. (DNB.) Von 13 angekündig­ten Kundgebungen der Jungdeutschen Partei für Polen in meist von Deutschen be­wohnten Ortschaften Posens und Pommerellens un­ter dem MottoKennst du deinen deut­schen Bruder im O st e n" sind insgesamt sie­ben von den Behörden verboten, da diese Kundgebungen geeignet erschienen, die öffentliche Ruhe und Sicherheit zu gefährden Die Veranstal­ter dieser Kundgebungen waren sechs jugendliche Deutsche aus Lemberg, die ihren Volksgenossen im Westen Polens von ihren Lebensvoraussetzun­gen in Lied und Spiel berichten wollten. Die Deutschen Nachrichten Posen", das Or­gan der Jungdeutschen Partei, wurde wegen Wie­dergabe eine Stellungnahme der Deutschen Allge­meinen Zeitung zu den Graudenzer Vorfällen an­läßlich der Westverbandskundgebuna beschlag­nahmt. Beanstandet wurden in dieser Zeitung ächt Worte, die ein politisches Lied cha­rakterisierten.

Die erste Antwort Polens gegenüber den unge­heuerlichen Hetzforderungen des Polnischen Westoer­bandes enthält in der Stellungnahme der Polnischen Telegraphenagentur zwei begrüßenswerte Mo­mente: einmal will die polnische Regierung die be= tont aggressiven Unternehmungen des Westv'erban- oesauf feinen Fall dulde n". Damit be- fennt sie sich also zum Geist des deutsch-polnischen Abkommens von 1934. Zweitens stellt sie eineg e- Prüfung des Tatbestandes" in Aussicht. Wir geben dabei der Hoffnung Ausdruck, daß die Warschauer Regierung ihrer endgültigen Stellungnahme nicht etwa einen redigierten oder oom Polnischen Westverband selbst zurecht gemach­ten Bericht, sondern den Wortlaut jener hetze­rischen Aeußerun'gen zugrunde legen wird. Auf der andern Seite erscheint der Ausdruckuner­wünscht" gegenüber den Grüudenzer Kundgebun­gen erstaunlich milde angesichts der Tatsache, daß der Warschauer Regierung schon bei der Ab­fassung dieser ersten offiziösen Stellungnahme der Sachverhalt bekannt gewesen sein muß. Ferner würde die polnische Regierung schlecht be­raten sein, wenn sie die Schuld an den Graudenzer Vorfällen auf die von Warschau selbst zitiertenu n- oerant wörtlichen Elemente" abwälzen wollte, da ihr ja sowohl die Tendenz als auch die politischen Bestrebungen des Polnischen Westoer­bandes einschließlich seiner schweren Mißgriffe gegenüber Deutschland in der langen Zeit seines Bestehens nicht weniger gut bekannt ist. Völlig ab­wegig erscheint dagegen die Berufung aufd i e Lage der polnischen Bevölkerung in D e u t s ch l a n d" unddie Betätigung des Bun­des Deutscher O st e n". Welcher unvoreinge­nommene Beobachter könnte über diese sog. Lage der polnischen Bevölkerung in Deutschland etwas anderes aussagen, als daß sie durch eine sehr weit­gehende Rücksicht, ja durch eine ungewöhnlich großherzige Auffassung von den inter­nationalen Minderheitenbestimmungen im Ver­gleich zu anderen Völkern! ausgezeichnet ist?! Und wann ist über den Bund Deutscher Osten je­mals etwas anderes bekannt geworden, als daß er bie notdürftigsten Lebensrechte der deutschen Brüder mit seinen bescheidenen Mitteln wahrzuneh­men versuchte?! Die polnische Regierung wird cs hoffentlich bei diesen ersten Aeußerungen nicht be­wenden lassen und gegenüber den Graudenzer Vor- ällen auch offiziell eine Haltung einnehmen, die nicht nur dem deutschen Beschwerdeschritt gerecht wird, sondern vor allem in Zukunft ähnlichen Aus- chreitungen ein für allemal einen Riegel vorsc^iedt.

Berliner preffchMmen.

Berlin, 9. April. (DNB.) Zu der Verlaut­barung der Polnischen Teleqraphen-Agentur, mit der amtlich von den skandalösen Ausfällen auf der Graudenzer Kundgebung des Polnischen Westver- bandes abgerückt wird, schreibt derVölkische Beobachter" u. a.: Wir nehmen mit Genug­tuung zur Kenntnis, daß man in amtlichen polni- chen Kreisen die skandalösen Vorfälle in Graudenz verurteilt und nicht gewillt ist, dieseaggressiven Akzente einem Staate -gegenüber, mit dem Polen

P r 0 SkSmm der Volksfront durchzuführen. Die sogenanntePaus e" sei nötig geworden, als es galt, ein schwieriges Kap zu um» egeln. Dann verbreitete sich Blum über die Zwi­ch e n f ä ll e von Clichy, wobei die Anwesen- len unruhig wurden. Es sollen sogar erneut Rufe laut geworden sein, die den Rücktritt des so­zialdemokratischen Innenministers Dormoy for­derten.

Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R Lange. K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samslags

Bei einer Zusammenkunft mit einem unbefanm h ehemaligen kommunistischen Funktionär wurde Izr Vorschlag der katholisch-kommunistischenEin- Hsfronr im engsten Kreis erörtert. Nach Be- m düngen Rossaints kam eine Einigung nicht zu- fanbe. Die Beteiligten müssen aber zugeben, daß 1:1 Kommunist wieder zu einem Zusammengehen tiu Kommunisten und Katholiken aufgefordert hat.

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Paris, 9. April. (DNB.) Die Verteuerung der Lebenshaltung in Frankreich und die Auswirkun­gen der 40-Stundenwoche machen sich besonders unter der ärmeren Bevölkerung stark bemerkbar. Die Preissteigerungen der Jndustrieartikel, die zum Teil bis zu 20 0. H. ausmachen, wirken sich nach­haltig im Haushalt der Arbeiter aus. Auch der Mi11elstand wird wesentlich von dieser Ent­wicklung betroffen. Die Preissteigerungen sind je­doch noch keineswegs abgeschlossen, da über ver­schiedene Zweige noch verhandelt wird.

Nach der amtlichen Pariser Richtzahl für 67 Artikel des täglichen Bedarfes, die aber von den tatsächlichen Verhältnissen v i e l f y ch überholt ist, sind in der Hauptstadt Mitte Februar 1 9 3 7 gegenüber dem Jahresdurch- chnitt von 1936 folgende Preissteigerungen zu verzeichnen:

a) Für Lebensmittel (ohne Gemüse und Früchte). Durchschnitt 1936: 76,1; am 15. Februar 1937: 91,2 (Steigerung etwa 20 v H.).

b) Für Heizung und Beleuchtung. Durch­schnitt 1936: 87,2; am 15. Februar 1937: 93,8 (etwa plus 8 0. H.). Die verhältnismäßig geringe Steige­rung in diesem Falle erklärt sich daraus, daß die Elektrizitätspreise amtlich zunächst niedrig gehalten wurden, selbst auf die Gefahr hin, daß die Gesellschaften starke Fehlbeträge zu verzeichnen hat­ten, die auf den Steuerzahler abtzewälzt werden müssen. Bei der Heizung ist zu berücksichtigen, daß der Pariser seinen Kohlenbedarf im Sommer für das ganze Jahr einzudecken pflegt.

c) Kleidung: 17 Artikel. Durchschnitt 1936: 61,2; 15. Februar 1937: 86,3 (etwa plus 41 v. H ).

d) Für 10 Haushaltsartikel: Durchschnitt 1936: 72,7; 15. Februar 1937: 95,2 (etwa plus 30 v.H.).

Die Gesamtrichtzahl für den Großhandel weist eine Steigerung von 517 am 20. Februar 1937 auf 539 Anfang April auf, während die Richtzahl für Lebensrnittel in der gleichen Zeit von 515 auf 577 gestiegen ist.

Die Lebensrnittel sind in der letzten Zeit weniger gestiegen, weil die Aufwertung der land­wirtschaftlichen Erzeugnisse noch nicht erfolgt ufib durch die Frühjahrseinfuhr ein Ansteigen der Preise verhindert worden ist. Hier steht also noch für die nächste Zeit ein.ro esentliches Anziehen der Preise bevor. Die landwirtschaftlichen Verbände haben sich bereits gegen die Erweiterung der Kon­tingente mit Nachdruck gewendet, weil sie einen bal­digen Zusammenbruch Der landwirtschaftlichen Be­völkerung befürchten.

Die Restaurationspreise sind ebenfalls um 2 0 bis 3 0 v. H. g e ft i e g e n. Manche Gast­wirte behelfen sich damit, kleinere Portio­nen zu geben, lieber die Erhöhung der Fahr­preise sind Verhandlungen im Gange. Butter,

Seite kämpfenden Waffengefährten sprechen. Man vernahm dann deutlich die Stimmen der Ge­fangenen, die offenbar vorher genau ein ge­lernte Sprüche über dieVorzüge des bolsche- roistischen Regimes" aufsagten. Dann hörte man plötzlich folgendes:Ich bin ein einfacher Freiwil­liger, der aus Sizilien gekommen ist. Ich kann nur sagen, daß alles, was Ihr bis jetzt gehört habt, vollkommen falsch ist, weil wir hier mit Gewehren und Revolvern bedroht werden." In diesem Augenblick hörte man deutlich im Radio zwei Schüsse und Tumult. Dann schwieg die Stämme und die Sendung wurde ohne Absage abgebrochen. Der Vorgang beweist, mit welchen Mitteln die Bolschewisten versuchen, die Gefangenen unter Todesdrohungen für ihre Propaganda einzuspannen Nachdem die Art die­ser Propaganda durch die Heldentat dieses italieni­schen Freiwilligen bloßgestellt worden ist, dürste sie den Rest ihrer Zugkraft verloren haben.

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kn er solltenantifaschistische Zellen r 11 Öen gegründet werden. Kaplan C

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