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tonnen, null man den Landkreisen die Möglichkeit eines Lastenausgleichs zwischen den kreisangehörigen Gemeinden geben. Der Vorsitzende des Deutschen Gemeindetages, Oberbürgermeister F i e h l e r (Mün­chen), Leiter des Hauptamts für Kommunalpolitik der NSDAP., gab dazu dem Wunsch Ausdruck, daß die Gemeinden in Zukunft wenigstens noch an einer großen Reichs st euer beteiligt würden. Da der Reichsfinanzminister einen Finanzausgleich zwischen Gemeinden und Landern auch künftig für unent­behrlich hält, wird es sich um die Frage handeln, ob in diesem Rahmen sich die gewünschte Beteili­gung der Gemeinden an einer Reichssteuer wie bis­her an der Einkommensteuer verwirklichen läßt.

Als ein besonders heikles Kapitel der kommu­nalen Finanzpolitik trat in allen Referaten des Ge­meindetages die Frage der indirekten Besteuerung durch die Finanzzuschläge zu den Werk­tarifen in Erscheinung. Mit allem Nachdruck hat hier namentlich Ministerpräsident Göring als Be­auftragter des Führers für die Durchführung des Bierjahresplanes gefordert, daß im Interesse eines denkbar konzentrierten Einsatzes der Wirtschaft für die Aufgaben des Vierjahresplans die Gemeinden nicht nur jede Steuererhöhung unter- laufen, auch wenn damit großzügige^Bauprojekte, soweit sie nicht dem Bau wohlfeiler Wohnungen dienen, zurückgestellt werden müssen, sondern auch die Senkung der Werktarife energisch in Angriff nehmen. Jedermann weiß, daß die Monats­rechnungen für Elektrizität, Gas und unter Um­ständen auch für Wasser für den größten Teil der Bevölkerung einen sehr wesentlichen Ausgabeposten des Haushalts ausmachen. Der Ministerpräsident hat dabei besonders auch auf ländliche Verhältnisse angespielt, wo durch Bereitstellung billigen Kraft­stroms der Einsatz namentlich der Bauersfrau in der Erzeugungsschlacht erheblich verstärkt werden könnte. Aber nicht minder bedeutsam ist natürlich die Frage der Werktarife für die städtischen Haushalte wie für Industrie und Gewerbe. Hier hat der geschäfts­führende Präsident des Gemeindetages Dr. I e f e - rich angeregt, die Tarife noch mehr, als es bisher schon in einzelnen Gemeinden geschehen ist, im Sinne wirklicher Absatzförderung umzugestalten und auszubauen, um auf dem Wege über einen er­höhten Umsatz zu der von allen Seiten als dringend erkannten Senkung der Preise zu kommen. Die Lösung dieser Aufgabe, durch Mehrverbrauch zu einer Preisermäßigung zu kommen, ist um so not­wendiger, als der Vorsitzende des Gemeindetages, Oberbürgermeister Fiehler, einen wirklichen Ab­bau der in den Werktarifen enthaltenen Finanz- Zuschläge, die ja heute einen wesentlichen Posten auf der Einnahmeseite des kommunalen Haushalts ausmrrchen, erst im Rahmen der Neuordnung des Finanzausgleichs zwischen Reich, Ländern und Ge­meinden in Aussicht stellen zu können alaubte.

Die Werktarife verdienen ja auch deshalb be­sondere Pflege, weil im allgemeinen im Interesse der Gesundung der Gemeindefinanzen Steuersen­kungen für die nächste Zeit ausgeschlossen bleiben werden. Denn wenn auch Oberbürgermeister F i e h- l e r dem Gemeindetag erfreulicherweise mitteilen konnte, daß die Zahl der notleidenden Gemeinden, die aus zentralen Fonds unterstützt würden, sich stark vermindert habe und die Schulden der Ge­meinden sich im Rechnungsjahr 1936 um etwa eine Diertelmilliarde vermindert haben, so ist doch den Gemeinden vor Aufstellung ihrer Haushaltspläne für das am 1. April 1937 beginnende neue Rech­nungsjahr durch Erlaß des Reichsinnenministers eiserne Sparsamkeit zur Pflicht gemacht worden und um eine dauerhafte Gesundung der kommu­nalen Finanzen zu erzielen ihnen die Bildung von Rücklagen und eine zusätzliche Schuldentilgung oor- geschrieben worden. Wenn Oberbürgermeister F i e h- l e r sich in Verfolg dieses Sparsamkeitsgebotes mit aller Entschiedenheit dagegen wehrte, daß die Ge­meinden etwaals Milchkuh für Sonderwünsche einzelner Interessengruppen" betrachtet würden, so wird man diese durchaus verständliche und gesunde Abwehr ergänzen dürfen durch das Gebot weiser Selbstbeschränkung auf die Aufgaben, die Minister- präfioent Göring in seinem Referat umrissen hat, um auch die Kraft der Gemeinden und Gemeinde­verbände als Verwaltungskörper wie als Wirt­schaftsorganismen für die Durchführung des Vier­jahresplans ungeteilt einzusetzen. Fr. W. L.

Mißglückte Ehrenrettung.

Treuhänder der Arbeiterjugend."

Sie Urlaubsforderung der HI. für 1937

Liegnitz, 9. April. (DNB.) Die Führerschaft des Gebietes Schlesien der HI. mar in Liegnitz zusammengekommen Der Reichsjugendführer ging von einem Worte aus, das einer der größten Er­zieher unseres Volkes, Goethe, gesprochen habe. Er habe einmal die Begeisterung als eine der chönsten erzieherischen Mächte gepriesen und ein anderesmal gesagt, Erziehung müsse Erziehung zur Ehrfurcht sein Diese beiden Begriffe, Be­geisterung und Ehrfurcht seien die fundamentalen Gesetze einer deutschen Jugendbewegung und er messe den Wert einer Jugendbewegung für unser Volk an der Fähigkeit ihrer Führer und Führe­rinnen, beides einer Gemeinschaft zu vermitteln. Die heutige Jugendbewegung das unterscheide sie am meisten von derjenigen von einst sei mit allen Altersschichten des Volkes in einem gemeinsamen Werke verbunden: so seien wir wirklich^ e' n Volk geworden.

Wir sind und bleiben", so erklärte der Reichs- jugendführer mit Nachdruck,d i e Treuhän­der unserer Arbeiterjugend." Es ist notwendig, in Erinnerung zu rufen, daß b e i der Machtübernahme des Führers an­nähernd 50 v. h. der Werktätigen keinen Ur­laub erhielt und daß nur 1 v. h. 13 bis 18 Tage Urlaub im Jahre erhielten, wie wir ihn heute verbindlich für alle Jung­arbeiter und Jungarbeiterinnen fordern. Im Augenblick, wo die Frühjahrs­und Sommerarbeit der HI. beginnt und damit auch der Lagerbetrieb vorbereitet wird, müssen unsere Urlaubsforderungen für 1 937 festgestellt werden: 18 Tage bis zum vollendeten 16. Lebensjahre, 15 Tage bis zum vollendeten 17. Lebensjahre, 12 Tage bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Auch in der Schwere des Berufslebens muß der Vorrang der Erziehung anerkannt werden. Die Reichstreuhänder der Arbeit haben in den letzten vier Jahren durch ihre Empfehlungen grundlegen­

den Wandel geschaffen. Die nationalsozialistische Jugendbewegung weiß, daß so einschneidende Ver­besserungen nur von Jahr z u Jahr erfolgen können. Die HI. erwartet, daß gerade im ersten Jahre des Vierjahresplanes die berufliche Erziehung auf der von ihr festgelegten Grundlage erfolgt. Der Grundsatz der Leistungssteigerung der werktätigen Jugend wird nur dann ver­wirklicht, wenn zur zusätzlichen Berufsschulung und zum Reichsberufswettkampf auch dieErholung und die körperliche Ertüchtigung im Lager treten kann.

Zur.konfessionellen Frage

erklärte Baldur von Schirach: Die HI. achte die Ueberzeugung der einzelnen Konfessionen und die religiöse Ueberzeugung-jedes einzelnen, werde aber niemals zulassen, daß die Kirchen Jugendorganisa­tionen errichteten und über Seelsorge und religiöse Bestrebungen hinaus Aufgaben zu erfüllen suchen, die Vorrecht des Staates und der Partei find.Wer sich zur Aufgabe gestellt hat, die Jugend zur Auto­rität zu führen, muß auch die letzte und höchste Autorität achten und verehren. Des­halb ist ein Gottloser innerhalb unserer Ge­meinschaft gar nicht denkbar, weil ein Be­kenntnis zu dieser Gemeinschaft und die Erfüllung ihrer Aufgaben ein Bekenntnis zum Ewigen be­deutet. Wohl aber ist es denkbar, daß innerhalb unserer Gemeinschaft Menschen der verschiedensten Religionsüberzeugungen führen. Ihr sollt die Men­schen daran messen, ob sie ihre Pflicht gegenüber ihrem Volke gläubig und unbeirrbar erfüllen. Die großen Stifter der menschlichen Religionen seien verehrungswürdige Gestalten. Es wäre unwürdig, wollte man sie in irgendeiner Weise herabsetzen. Allerdings, wenn kleine Geister das, was an Glau­bensgut und Symbolen in unserer Gemeinschaft ent­standen ist, herabsetzen und schmähen, dann sind auch wir Träger eines Glaubens. Wenn man unsere Fahne als ein vergängliches irdisches Symbol be­zeichnen will, wollen wir bekennen: Dieses Zeichen ist unsere Unsterblichkeit. Die Treue zu dieser Fahne ist Treue zu Gott."

Oer Führer beglückwünscht Emil Kirdorf.

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Der Führer und Reichskanzler bereitete Geheimrat Emil Kirdorf zu feinem 90. Geburtstag eine besondere Ehrung durch einen Besuch auf dem Streithof bei Mülheim, wobei er dem greifen Jubilar, der die Bergmannsuniform trug, den Adlerschild des Deutschen Reiches selbst überreichte. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Selbstverständlich ist den Franzosen etwas schwül zumute, wenn sie von der ewigen Prozessiererei und Erschießerei in Sowjetrußland lesen und hören und jetzt z. B. wieder die hanebüchenen Geschichten um Jagoda, den früheren Chej der Tscheka, sich zu Gemüt führen müssen. Also hat sich der Temps auf seine diplomatischen Socken gemacht und be­ginnt einen Leitartikel, der die verlegene Ueber- schriftAnläßlich der Verhaftung von Jagoda" trägt, mit folgenden schönen Worten:Aus dichten Nebeln, welche die Innenpolitik der Sowjetunion verhüllen, zuckt gelegentlich ein enthüllender Blig hervor. Die Verhaftung von Jagoda ist ein solcher Blitz." Und nun geht es an ein mächtig großes Reinewaschen des Bundesgenossen, wobei freilich nicht verschwiegen werden kann, daß es sich bei dem Kriminalprozeß gegen Jagoda um die Entfernung eines Mitwissers fürchterlicher Ge­heimnisse" handelt. Dann wird versucht, den Einfluß der Juden in der Sowjetunion möglichst zu verkleinern, ja sogar die kommunistische Wirt­schaft auf die dörfliche Gemeinschaftsform (im Rus­sischen: Mir) zurückzuführen. Die Veröffentlichun­gen über den immer weiter wachsenden jüdischen Einfluß in Sowjetrußland sind dem Temps offen­bar so schwer aufs Herz gefallen, daß er ihnen das Scherzwort entgegenstellt:Der Kaukasus hat über Palästina gesiegt". Nun stammt derKaukasier" Stalin nur aus einer kaukasischen Judensekte und seine Frau ist eine Tochter des Verkehrskom­missars Kaganowitsch, was aufdeutsch" Kohen heißt. Notgedrungen muß aber der'Temps zu­geben, daß besonders in der Diplomatie und in der Komintern der jüdische Einfluß überragend ist. In diesem Zusammenhänge legt er folgendes Ge­ständnis ab, das wir wohl im Gedächtnis behalten werden:Die Furcht vor Hitlerdeutschland beherrscht die Sowjets. Wir haben eben gesagt, daß sie teil­weise die Fortdauer ihrer Propagandatätigkeit er klärt: aber sie erklärt auch ihre Haltung in Gen und die Sorge, mit der sie jeden Keim einer deutsch-französischen Entspannung zu ersticken suche n." Wir zitieren den französi­schen Text:le soin, quils apportent ä Stouffer tout germe de dötente franco-allemande. Li.

Marxistischer Fiaqgenskandal auf ver pariser Ausstellung.

Paris, 10. April. (DNB. Funkspruch.) Die Blätter melden, daß auf dem Gelände der Pari­ser Meltaus st ellung auf' verschiedenen Bau­stellen, wo die Arbeiten am Rohbau zu Ende gehen,

von den marxistischen Arbeitern rote Fahnen aufgezogen seien. Außerdem waren Trikoloren zu sehen, die mit marxistischen Enblemen versehen waren. So wurden am Alma-Platz drei große Trikoloren gehißt, die in blauem Felde die drei Pfeile der sozialdemokratischenPartei,in weißem Mittelfelde die als Abzeichen der Revolution gel­tende rote phry gische Mütze und in rotem Felde das Wahrzeichen Moskaus, Sichel und Hammer, zeigten, was dieAction Fran?aife" zu der Feststellung veranlaßt:Die Fahnen des Bürgerkrieges stehen über der Ausstellung". Der Polizeipräfekt erklärte, daß die Ausstellungs­leitung keine Abzeichen oder Fahnen dulden und sämtliche Fahnen sofort entfernen lassen werde. Aber erst nach Mitternachtheimlich wie Diebe" erschienen Feuerwehrleute, um unter polizeilichem Schutz die Fahnen herunter zu holen.

Abfuhr für jüdischen Hetzer in USA.

Dicksteins Agitationsqntrag vom Repräsen­tantenhaus mit großer Mehrheit abgelehnt.

Washington, 9. April. (DNB.) Dem sattsam bekannten ostjüdischen Oberhetzer in USA. Samuel Dickstein ist eine gründliche Abfuhr erteilt wor­den: Sein Antrag, die Propaganda gewisser Grup­pen in den Vereinigten Staaten zu unsersuchen, wurde mit 184 gegen 38 Stimmen vom Repräsen­tantenhaus abgelehnt. Die von Dickstein als Vorsitzendem des Einwanderungsausschusses gefor­derte Untersuchung sollte sich in erster Linie gegen den Deutsch-amerika.nischen Volks­bund richten. Ohne dafür irgendwelche stichhaltigen Unterlagen liefern zu können, behauptete Dickstein, der angeblich 200 000 Mitglieder umfassende Ver­band strebe die Errichtung einerfaschistischen Dik­tatur" in USA. an. Zu diesem Zweck seien inbe­waffneten Arbeitslagern" sogarSturmtruppen" ausgebildet worden.

Die Opposition gegen den Antrag, dem vom ame­rikanischen Judenklunael noch vor wenigen Tagen eine überwältigende Annahme prophezeit worden war, wurde von den Abgeordneten Warr en (Nordkarolina) und M a v e r i ck (Texas) geführt. Maverick führte aus, das Volk, der Vereinigten Staaten bekomme es allmählich satt, daß der Kon­

greß feine Nase in Aegelegenheiten stecke, die ihn nichts angingen. Die von Dickstein geforderte Unter­suchung stelle geradezu eine Hexenverfolgung dar. Warren deckte die wahren Absichten Dick­steins schonungslos auf, indem er darauf hinwies, daß dessen Antrag lediglich zur Selbstverherrlichung derer dienen solle, die ihn ausgeheckt hätten. Durch die Ablehnung seines Antrages bewies die über­wiegende Mehrheit des Repräsentantenhauses, daß sie die Machenschaften des Juden Dickstein durch­schaut hat.

Der Beschluß des amerikanischen Repräsentanten­hauses liefert die begrüßenswerte Bestätigung, daß die besonnenen Elemente des Landes und damit auch die überwiegende Mehrheit der Amerikaner nicht länger gewillt sind, sich den Versuchen einer kleinen Minderheit zur Erzeugung von Unruhen zu beugen.

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Gegen die antiitalienische preffe- kampagne in London.

Rom, 10. April. (DNB.) Ein imNews Chro- nicle" erschienener Artikel einesangeblichen Augenzeugen" des-Blutbades in Addis Abeba" gibt den römischen Blättern einen neuen Beweis des systematischen Pressefeldzuges gegen Italien, umsomehr, als dieserAugenzeuge", wie der Korre­spondent der Tribuna betont, niemand anders als d i eaethiopische Gesandtschaft in London" sei.Giornale" d'Jtalia" weist entschie­den die Anklage zurück, die das englische Blatt we­gen der Ausweisung einiger amerika­nischer und englischer Missionare er­hoben hat. Es handelt sich um Missionare, die sich entweder als Vorkämpfer eines gefährlichen reli­giösen Fanatismus entpuppt hätten ober ver­kappte Agenten der politischen Pro­paganda seien. Sie würden im Rahmen der tra­ditionellen englischen Kolonialpolitik handeln, die vorgebe, die Seelen der Neger zu retten, in Wahr­heit aber mit einer Bibel in der Hand die Schwar­zen unter d i e britische Herrschaft bringe. Tribuna" bedauert es lebhaft, daß die englische Regierung nichts gegen diese Brunnenvergifter un­ternehme und damit das vor wenigen Monaten ge­schloffene englisch-italienische gentlement agree- ment binnen so kurzer Zeit null und nichtig werden lasse. Man hätte kaum mit einem schlechte­ren Willen ans Werk gehen können, diese Geste, die

vor wenigen Monaten um der Zukunft Europas willen begrüßt wurde, wieder rückgängig zu machen.

Verschärfte Spannung in Indien.

Nehru lehnt jedes Kompromiß ab.

London, 9. April. (DNB.) Die Erklärung des Jndienministers Lord Z e t l a n d im Oberhaus hat bei den Kongreßführern große Enttäuf ch u n g hervorgerufen. Man erklärt, daß die Erklärung Zetlands die Tür für ein Kompromiß geschlossen t)abe. Der Kongreßpräsident Nehm sagte u. a.: Es gibt nichts Gemeinsames zwischen n s, und wir werden unseren Weg entschlossen weitergehen mit dem Willen, diesem Betrug, der uns ..u,gezwungen worden ist, ein Ende zu machen. England erklärt, daß wir die neue Jndienverfassung entweder annehmen oder darauf verzichten sollen. Es ist höchste Zeit, daß die englische Regierung ein­sieht, daß wir sie mit aller in uns vorhandenen Stärke zurück weis en. Das ist der Auftrag, den wir von den Millionen Indiens erhalten haben. Es ist klar wie die Sonne, daß unsere Wege in ver­schiedenen Richtungen laufen werden." Aniapamsch-sWormproNamm

Unter dem Gesichtspunkt der Landes­verteidigung.

Tokio, 9. April. (DNB.) Das Kabinett be­schloß, mit einem großzügigen Plan zum Aus­bau der Landesverteidigung vor den neuen Reichstag zu treten. Es ist die Vervollkomm­nung der Rüstungen von Heer und Marine vorge­sehen. Wetter werben Vorschläge zur Organi­sierung b e r Inbustrie unter wehrwirtschaft­lichen Gesichtspunkten erstattet. Dor allem ist eine Kontrolle ber Kraftwerke unb eine besonbere Be- hanblung ber Eisen- unb Betriebsstoffwirtschaft ge­plant: die Eisenzölle sollen aufgehoben, aber Schutzzölle für bie heimische Betriebsstoffwirt­schaft eingeführt werben. Ferner wirb eine Ver­stärkung ber inbustriellen Erzeugnisse unb eine För­derung bes Außenhanbels angestrebt.

Der zweite Punkt des Programms betrifft R e formen ber Staatsverwaltung, bes Wahlgesetzes sowie bes Steuer- unb Finanzwesens. Der britte Abschnitt bezieht sich auf bie Erneue­rung bes Schul- unb Erziehungswesens unter bem Gesichtspunkt ber Vertiefung bes natio­nalen japanischen Staatsgebankens unb ber körper­lichen Ertüchtigung. Man rechnet bamit, baß ein engerer Kabinettsausschuß unter ber Leitung des Ministerpräsidenten alle Verordnungen vorbereitet, die zur Durchführung bes Rsgierungsprogramms erforderlich sind.

Oer nationale Heeresbericht.

Frauen und Kinder die Opfer bolschewistischer Fliegerangriffe auf offene Städte und Hospitäler.

Salamanca, 10. April. (DNB. Funkspruch.) Wie der Heeresbericht meldet, haben bie Bolsche­wisten bei ben Alcubierre-Bergen in ber Provinz Aragon mit Unterstützung von Artillerie und Flie­gerei einen heftigen Angriff gegen eine vorgescho­bene nationale Stellung vorgetragen. Nach todes­mutiger Verteidigung starben 60 Falangisten ben Helbentob. In einem Gegenstoß gelang es, bie Stellung wieder zu erobern.

An der Madrid-Front haben die Bolsche­wisten seit zwei Tagen starke Kräfte zusam­mengezogen, bie, unterstützt von einer gro­ßen Anzahl Tanks unb von Artillerie, 14 A n - griffe Vortrieben, bie in allen Fällen abgeschlagen werben konnten. An einer Stelle setzten bie Bolschewisten bie besten Abteilungen ber internationalen Brigabe ein, bie nach heftiger Artillerie-Vorbereitung unter bem Schutz von 26 Tanks bis bicht an bie nationalen Linien ooraingen. Der Falange gelang es, ben Vorstoß zurückzuschlagen. Ihnen fielen zahlreiche Gefangene in bie Hänbe, unter benen sich viele Sowjetrussen, Tschechen unb asturische Dinamiteros befanben. Auch bei Carabanchel liefen, bie bolschewistischen Horoen vergeblich gegen bie nationalen Stellungen an.

Der Heeresbericht melbet weiter neue Ver­brechen bolschewistischer Flieger, bie in barbarischer Weise von ber Front entfernt lie­gende offene Städte bombarbierten, wobei eine große Anzahl von Opfern, b e s o n - b e r s von Frauen unb Äinbern, zu ver­zeichnen war. Das ebenfalls fern von allen mili­tärischen Anlagen untergebrachte M i l i t ä r h o s p i- tal von Melilla würbe mit Bomben belegt. Zahlreiche Krankenpflegerinnen, Aerzte unb Angehörige bes Stnitätspersonals fanben hierbei ben Tob. Bei einem Bombardement auf bas Militärhospital von Corboba waren mehrere Besucher von Kranken die Opfer bes verbrecherischen bvschewistischen UeberfaUs. In Vallabolib würben 40 Personen, barunter allein 3 0 Kinber unb in ber Jnnenstabt von Zaragossa eine Frau unb ein Kinb burch Bomben­abwürfe bolschewistischer Flieger getötet.

Viereinhalb Millionen Kilogramm Konterbande in zehn Tagen'

Paris, 9. April. (DNB.) Das Wochenblatt G r i n g o i r e" gibt eine genaue Zahl ber in ben letzten zehn Tagen über ©erbere nach Bar­celona verfrachteten Lieferungen aus Frankreich. Es hanbelt sich hierbei um 180 Tonnen Maschinenteile für elektrische Apparate, 353 Tonnen Kupfer, Nickel, Zinn, Zink, Aluminium unb Chromstahl, 418 Tonnen Rohbaumwolle zur Sprengstoffherstellung, 38 Tonnen Dinitro-Toluol ebenfalls zur Sprengstoffherstellung, 630 Tonnen Kohle, 11 Tonnen Kautschuk, 9 Tonnen Holzkohle, 21 Tonnen Felbspat, 21 Tonnen pharmazeutische Artikel, 1661 Tonnen Kartoffeln, 637 Tonnen weitere Lebensrnittel, insgesamt also seien in den letzten zehn Tagen allein per Bahn 4 566 000 KilogrammWaren" nach Barcelona über Frank­reich abgegangen, bie unmittelbar an bie Ara­gon- ober Guabalajara-Front roeiter« beförbert worden seien.

Bolschewistische Rundfunkpropaganka entlarvt.

Genf, 9. April. (DNB.) Vor einem in Spanien aufgestellten kommuni st ischen Propa- ganbafenber spielte sich vor einigen Tagen folgenbe Episode ab: Man hörte zunächst bie Be* fanntgabe, baß es ben Bolschewisten gelungen sey Freiwillige italienischer National i- t ä t gefangen zu nehmen. Die Gefangenen mußten nun über ben Sender zu ihren auf der nationalen

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