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Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

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Buenos Aires .

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Polen........

Kopenhagen...

Danzig

London

Helsingfort....

Paris........

Holland

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heit und Schlamperei.

Nachdem so der Kaffee in Ruhe eingenommen ist,

ist es Zeit für den Farmer, sich um den V e r s a n d < seiner Ware zu bekümmern. Wir sahen das $ Verladen der Kaffeesäcke drüben bei seinem Bruder, ; zu dem wir mit ihm hinüberfuhren. Auf dem Hof des Anwesens, das merkbar größer ist und aus mehreren Gebäuden besteht, stand ein Diesel-Last- > wagen, deutsches Erzeugnis natürlich, und ein paar Schwarze hoben die Säcke unter singenden Rufen hinauf. Diese primitiven Burschen wissen erstaun­licherweise ganz genau, wie sehr Rhythmus und Takt die Arbeit fördern. Das Auto, gefahren von einem recht buschmäßig, aber unternehmend aus­sehenden Deutschen, fuhr fröhlich ab, aber die Herr­lichkeit dauerte nicht lange. Am folgenden Tage fanden wir es etwa 20 Meilen entfernt am Ab­stieg zur Ardai-Steppe mit gebrochenem Differential. Diese Strecke schien für Autos besonders unheilno'l zu sein, denn innerhalb von ein paar weiteren Mei­len lagen noch weitere zwei Lastwagen, einer da­von feit bereits 10 Tagen. Die afrikani­schen Straßen sind nicht so ohne...

Abgesehen von Deutschland, das den deutschen Kaffeepflanzern, auch denen auf dem Kilimandscharo und auf den Usambara-Bergen, jährlich eine be­stimmte Menge Kaffee abnimmt, erzielen die o ft - afrikanischen Kaffees aus dem Londoner Markt gegenüber der Konkurrenz aus Kolumbien und Mittelamerika solche Preise, daß die Pflanzer zwar nicht sehr reich davon werden denn dazu sind die Preise im allgemeinen noch zu gedrückt, daß aber auch nicht zu fürchten ist, daß sie ihren Kaffee ins Meer schütten müssen.

Inzwischen ist es Mittag geworden, und damit tritt eine bisher abseits und im Unsichtbaren wir­kende Instanz in sichtbare Erscheinung, nämlich der Küchenboy. Man wird begreifen, daß viel von ihm abhängt, denn der Pflanzer hat keineswegs Zeit, jeden Tag in die Steppe hinunterzufadren und einen erstklassigen Antilovenbraten zu schießen. Auf der andern Seite wäre das Bild der Farmer nicht vollständig, wenn man das Leben dort nicht auch von dieserschwarzen Seite" aus betrachtete.

Für seine wichtige Tätigkeit, die viel Anstellig-

1 keit verlangt, gibt der ..Bwana mkuba dem- - chenboy ein verhältnismäßig Hobes Gehalt von viel- : leicht 30 Schilling tl sh etwa 0.60 RMO im Mo- i not, während der Monats-, richtiger 30-Tage-Lohn = der Plantaqenorbeiter einen Landesdurchschnitt von , 6 bis 18 Schilling haben soll. Ueberall versteht sich

dann das beruhigende Bewußtsein, daß seine großen schwarzen Kinder gut genährt und guter Dinge sind. Denemanzipierten" Neger mit sozialen Anspru. chen und dummen marxistischen Ideen, womöglich mit Hochschulbildung, wie sie in Südafrika, an der afrikanischen Westküste und in Westindien anzu. treffen sind, kennt man in Ostafrika noch nicht. Wenn man auch den Missionen vorwirst, daß fie. die Neger anspruchsvoll machen, und wenn ich auch Deutsche gefunden habe, die grundsätzlich keine christ- lichen Boys einstellen, so wird es noch eine Weile dauern, bis es hier soweit kommt. Der Farmer aber kann sich ruhig schlafen legen, nachdem er was hier auf dem Hochland jedoch meist unterkissen wird, drunten in der Steppe aber eiserne Regel ist , seine tägliche Dosis Chinin oder Atebrin genommen hat...

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Aonian t

Ich weiß nicht, ob all die deutschen Far- < men im ehemaligen Deutsch-Ostafrika i einen so bewußt deutschen Geist in sich tragen und i in die Umgebung strömen. Auf dieser, auf der wir < am Abend zuvor einfach eingebrochen waren und i um Nachtlager gebeten hatten, war er jedenfalls < so stark, daß ich mich beim Erwachen erst besinnen i mußte, wo ich war. In der Ferne verklang em i Lärm, Läuten oder Gongschläge, der mich geweckt [ hatte. Bor meiner Nase, zwischen Bett und Wand, hatte ich ein Bord mit deutschen Büchern, die Bi- bei darunter, und den Raum erfüllte ein Novem- 1 berlicht trübster Herkunft. Aber erst die langen Reihen von K a f f e st r ä u ch e r n vor der Tur des Pavillons, die sich in einem dicken Nebel verloren, überzeugten mich wieder, daß ich mich auf dem Oldeani-Hochland befand, weit, weit von der Küste, mitten in Ostafrika. Außerdem in etwa 1700 Me­ter Seehöhe, was den Nebel erklärt und die Tem­peratur von schätzungsweise höchstens 12 Grad.

Der Lärm vorhin war das Signal gewesen, das die schwarzen Arbeiter aus ihren Hütten herausrief, um vor dem Haus des Pflanzers zur Arbeit anzutreten. Mit diesem Appell beginnt jeder Tag auf jeder Pflanzung. Man muß erst mal fest­stellen, wer von den 80 oder 100 oder 200 schwar­zen Herren und Damen, die man seine Arbeiter nennt, heut zur Arbeit zu kommen geruht. Alle Er­ziehungskünste haben es nicht vermocht,dem Schwar­zen beizubringen, daß er längere Zeitstrecken, sagen wir einen Monat, durcharbeitet, wie etwa ein Eurypäer. Eines Tages, wenn ihm gerade das Wetter danach scheint oder der Sinn sonstwie danach steht, beschließt er, nicht zu arbeiten, und dagegen hilft nichts auf dieser Welt. Der Ausweg ist ganz einfach: man stellt den Mann nicht auf Monatslohn an, sondern auf einen Lohn von 30 Tagen. Ihm bleibt es dann überlassen, wie schnell er diese Anzahl von Tagen hinter sich bringen will. Mit Hilfe von Kontrollmarken kann der Pflanzer leicht Vorsorge treffen, daß er nicht bemogelt wird.

Außerdem muß und der Pflanzer, der nicht gut Kisuaheli kann, ist verloren die Arbeit eingeteilt und den Vorarbeitern Weisungen ge­geben werden, denn so ein Schwarzer denkt nicht selbständig wie ein deutscher Arbeiter, sondern er ist ein Kind, das entsprechend geführt werden muß. Und dieses Kind muß, sagen die Afrikaner weiter, etwas streng gehalten werden. Im Augenblick ist viel zu tun. Es ist Erntezeit. Also muß die Mehrzahl der Leute zum Pflücken angesetzt werden. Einige Leute müssen an die einfachen maschinellen Vorrichtungen gestellt werden, mit denen die Kir­schen aufbereitet werden: und nachdem das Fleisch um die Bohnen entfernt ist, müssen sie getrocknet werden, um versandfertig zu sein. Manche Farmen haben immer Erntezeit, 'weil sie Robusta pflanzen, die zugleich blüht und Frucht trägt, wogegen die Arabica, vornehmer, entweder blüht oder Frucht hat; sie wird auf den Märkten höher bezahlt. Fer­ner muß man sich um die Bewässerungs- rinnen kümmern, die das Wasser durch die Pflan­zung leiten. In der Nacht, in der wir herauffuh­ren, war eine von den Rinnen, vielleicht weil irgend­ein größeres Vieh, vielleicht ein Nashorn, durch­wechselte, schadhaft geworden und hatte den Weg in einen Sumpf verwandelt, so daß wir, schon zum zweitenmal an diesem Tage, mit dem Auto ein

wenig stecken blieben.

Zahllos sind die Sorgen, die so ein Pflanzer hat: Bei der Anlage von Kaffeepflanzungen ist vor allem die Frage zu entscheiden, ob man Schatten- bäume zwischen die Sträucher pflanzen muß oder nicht. Hier und da macht man's einfach wie der Nachbar. Aber als dieser Pflanzer hier oben an­fing, war nichts als die dicke Wildnis. Er mußte all'fein Land aus dem Busch heraushauen, und kein Mensch konnte ihm sagen, ob Schattenbäume oder nicht. Denn die Sonnenstrahlung ist zwar sehr stark hier oben, aber wie oft ist Nebel? Auch war noch gar nicht entschieden, ob der Kaffee überhaupt in dieser Höhe vorankommen würde. Ich kannte einen deutschen Pflanzer vom Jringa-Hochland im Süden des Tanganjika-Territoriums, der auf 1900 Meter einen Ueber-Hochlandkaffee bauen wollte, aber völlig scheiterte. Die Kirschen wurden nicht reif.

Ist also die Arbeit eingeteilt, so kann sich der Pflanzer seinen übrigens sehr gern gesehenen und als willkommene Abwechslung begrüßten Zusalls- gästen widmen. Er hat eine Art, seine Leute mi­nutenlang erst mal zu studieren, um sich zu verge­wissern, was es für Vögel sind, und taut erst lang­sam auf, trotzdem wir durch seinen Bruder emp­fohlen sind, der einige Meilen entfernt auch eine Pflanzung hat, und den wir vom Schiff her ken­nen. Er ist deutsch auf die allernatürlichste Art: durch das, was er tut und wie er sich gibt. Reden tut er auch sonst wenig. Er schien ein wenig ver­stummt in seiner Einsamkeit, die um so größer ist,

Wo -er Kaffee wächst...

Der Tag eines deutschen Pflanzers in Ostafrika

Don Erich OR. Keilpflug.

freie Unterkunft dabei, während es mit der Ver­pflegung verscyieden geregelt zu sein scheint. Im allgemeinen hat sie, wie ich hörte, der schwarze zu bestreiten, auf dieser Farm aber hörte ich, daß die Leute mittags Essen aufs Feld geschickt beka­men. Der Neger ist übrigens durchaus imstande, den ganzen Tag nichts zu essen, weil er abends ungeheure Mengen vertilgt, wie sie eben nur em Neger bewältigen kann. Das dauert naturgemäß dann stundenlang.

Und wenn sie dann recht voll sind, dann wird vielleicht noch ein wenig getrommelt, wie wir es bei unserer Ankunft auf der Farm hörten, und man macht dazu eine ngoma, einen dieser hüpfenden oder schrittchenweis zuckenden Tänze. Der Bwana mkuba, der ermüdet von seinen ausgedehnten In­spektionsgängen oder -ritten dann in einem der sehr bequemen Stühle sitzt, die man in Afrika Hut, hat

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Es ist dabei ein Irrtum, anzunehmen, daß die Verdrängung der bisherigen Infanterie-Divisionen durch andere in vollem Gange sei. Auch bei der künftig wahrscheinlichen Ausbreitung der Panzer­verbände wird den berittenen Kavallerie-Divisionen und den Fußvolk-Divisionen eine Fülle von Auf­gaben verbleiben. Sie werden dazu gewiß immer mehr mit besseren technischen Kampf- und Fortbewe­gungsmitteln versehen werden. Auch in der Gegen­wart steht der Fußkämpfer immer noch neben dem Kampfwagen, der ohne jenen nur eine beschränkte Wirkungskraft behält.

Die Division enthält für die Regel ganze ge­schlossene Abteilungen der in ihr vereinigten Waffen (Regimenter der Infanterie, Artillerie usw.) und Bruchteile (Staffeln, Batterien besonderer Art, Ba­taillone) für die Regel nur insofern, als ihr diese Sonderwaffen als Verstärkungen zur Durchführung bestimmter Kampfaufgaben zugeteilt werden. Die

Buderussche Eisenwerke, Wetzlar.

Ein Zwischenslatus für 1936.

Fwd. An den Börsen zu Frankfurt a. M. und Berlin sind 3 Mill. RM. Aktien der Buderus'sche Eisenwerke, Wetzlar, zugelassen worden. Es handelt sich hierbei um die 3 Mill. RM. Dorratsaktien, die im Zuge der Uebernahme des Hessen-Nassauischen Hüttenvereins durch Austausch gegen GrnbH.-An- teile dieses Unternehmens begeben worden sind. In dem Zulassungsprospekt wird der Umsatz der Bude- russchen Eisenwerke für 1935 mit 46,76 Mill. RM. angegeben. Der Bilanzstatus zum 30. Sept. 1936 zeigt gegenüber dem 31. Dez. 1935 folgende Ver­änderung der wesentlichen Posten (in Mill. RM.): Forderungen auf Grund von Warenlieferungen und Leistungen 11,66 (8,27), Forderungen an abhängige und Könzerngesellschaften 1,85 (1,43), Anzahlungen 0,42 (0,03), sonstige Forderungen 0,40 (0,61) Kasse, Wechsel und Schecks 1,89 (2,03), Bankguthaben 4,10 (6,17). Demgegenüber Verbindlichkeiten auf Grund von Warenlieferungen und Leistungen 2,06 (1,81), Verbindlichkeiten gegenüber abhängigen und Könzerngesellschaften 0,27 (0,22), sonstige Verbind­lichkeiten 1,76 (1,95) und Anleihen 2,11 (2,28). Ueber den Verlauf des inzwischen beendeten Ge­schäftsjahres 1936 enthält der Prospekt die Mittei­lung, daß es einen guten Auftragseingang brachte, der einen erhöhten Umsatz zur Folge hatte, so daß wieder mit einem befriedigenden Ergebnis zu rech­nen sei (in den beiden letzten Jahren je 4 v. H. Di­vidende). Die vorliegenden Aufträge sichern der Ge­sellschaft auch für die nächsten Monate des neuen Geschäftsjahres ausreichende Beschäftigung. Für 1936 wird bekanntlich mit wieder 4 o. H. Dividende gerechnet.

Mein-Mainische Börse.

Sehr still.

Frankfurt a. M., 9. Febr. Die Börse lag auch heute wieder sehr still, da der schwache Ein­gang von Kundschaftsaufträgen auch bei der Ku­lisse keine Unternehmungslust aufkommen ließ.

Am Aktienmarkt war die Kursbildung wie­der ungleichmäßig, überwiegend neigte die Tendenz jedoch zum Nachgeben. Die Veränderungen beweg­ten sich irtit kleinen Ausnahmen in engen Grenzen. Montanaktien bröckelten zumeist 0,50 bis 0,75 v. H. ab, so Verein. Stahl, Buderus, Harpener und Man­nesmann, während Rheinstahl und Hoesch behaup­tet blieben. Ilse Genuß weiter gedrückt auf 146 (147,25). JG.-Farben gingen auf 169,25 (169,65) zurück. Don Elektrowerten ermäßigten sich Licht und Kraft auf 150 (151,75), wogegen RWE., Schuckert und Siemens je 0,25 v. H. anzogen, im gleichen Ausmaß niedriger lagen Gesfürel und Lechwerke. Mafchinenaktien lagen etwas fester,

Division ist die kleinste derjenigen Kampfeinheiten, mit denen die Heeresleitung im Kriege operiert und für die Regel derjenige größte Verband gemischter Waffen, der im Frieden eine geschlossene Einheit bildet. Das entscheidende wichtige Zusammenwirken der Waffen fällt im wesentlichen in Den Rahmen der Divisionen. Damit ist zugleich ihre Ausgabe im Frie­den gekennzeichnet. Das für die Kampfkraft wichtige gegenseitige Kennen der Waffen sowohl hinsichtlich ihrer Wirkungsbedingungen als auch hinsichtlich der tatsächlichen persönlichen Bekanntschaft der Führer der verschiedenen Teile gehört als eine Bedingung zum Erfolg im Kriege dazu.

Die Dienstaufsicht und die Leitung der Ausbildung auf das Zusammenwirken der in der Division ver­bundenen Waffen ist die oberste Aufgabe des Divi­sions-Kommandeurs. Im Kriegsfälle rückt er mit feiner" Division ins Feld. Er ist derjenige obere Führer, den jedermann in der Division noch kennt und kennen muß. Der Divisions-Kommandeur ist gewöhnlich auch derjenige Führer, der noch in Perfon auf dem Kampffelde erscheint. Er ist keinMann vom grünen Tisch", sondern g a n z F r o n t s o l d a t. Seine Kampfleitung ist mit dem Schlachtfeld unmit­telbar verbunden. Der Kommandeur der Division: das ist der General auf dem Schlachtfeld.

Noch unter Friedrich dem Großen hat die Armee in Regimentseinteilung gekämpft. Im Weltkrieg war die ganze Westfront eine stählerne Kette, deren ein­zelne Glieder Divisionen gewesen sind. Die Geschlos­senheit des Verbandes und die Mischung der Waffen samt ihren Nachschub-, Hilfs- und Ergänzungstellen, die den besonderen Charakter der Divisionen aus­machen, ist aus dem napoleonischen Zeitalter hervor­gegangen. In Preußen und Deutschland hat Scharn­horst im Jahre 1805 erstmals Divisionen aufgestellt, seitdem sind sie bis zur Gegenwart eine Regel der Heeresgliederung geblieben.

als feine Frau schon seit Monaten auf Europa- urlaub weilt. Obwohl er schon jahrelang nicht mehr körperlich arbeitet, ist seine Erscheinung doch ganz und gar die eines Bauern oder eines Arbei­ters der Faust, wenn man will. So sitzt er uns gegenüber, und der Kaffee duftet. Er schneidet uns das Brot, weist auf Wurst und Schinken und be­merkt fachlich, daß alles auf dem Tisch eigenes Erzeugnis fei. Das war kein Sichrühmenwollen, denn er konnte gar nicht anders, als alles selber an Ort und Stelle machen zu lassen. Die nächste Stadt mit Läden, Arusha, ist 10 0 oder 150 Kilometer entfernt. Morgenzeitungen gibt es auch nicht hier, aber Radio kann man, wenn auch nicht zu dieser Stunde, hören: die deutschen Sender und was man sonst will, werden glänzend empfangen. Daher ergibt sich die Groteske, daß der Mann besser als wir über das Neueste in Deutsch­land Bescheid weiß, die wir aus Deutschland kom­men, aber seit über einer Woche auf den aftikani- schen Straßen liegen und mehrmals in toteinsamen Hotels oder Rasthäusern auf dem Gebirge oder im Busch kampiert haben. Gleichwohl sind die Farmer meist auf deutsche Zeitungen, meist Ber­liner oder Hamburger, abonniert, die natürlich in diese Einsamkeit erst mit vieler Verspätung kom­men. Im übrigen hat der Oldeani ein eigenes deut­sches, hier erscheinendes Organ, das Hochland, eine Monatsschrift, in der alles steht, was der Farmer wissen muß, so etwas über die Rechte und Pflich­ten des Prospektors, über die Ertragsberechnungen von Kokos, die Zucht von Speisepilzen.

Das Heim dieses Farmers ist einfach eingerichtet, in der typischen Weise der Wohnungen in den klei­nen Städten Deutschlands. Der Stil der Kredenz, die hinter ihm an der Wand steht, ist etwa der von 1912, was nicht hindert, daß es ein solides Stück ist. Auch fehlt nicht eine von der Decke herab­hängende Petroleum-Glühlichtlampe, die den klei­nen Raum sehr gut erhellt. Was mir besonders aufsiel und ein wenig wie nicht hierher in diese Wildnis gehörig wirkte, war eine große Standuhr mit Schlagwerk in der Ecke. Immerhin, es ist ein wenn auch kleines, so doch völlig europäisch wir­kendes Heim, dem nicht das geringste Exotische an­hastet, wie ich es in weißen Häusern in andern Erdteilen so oft gefunden habe, dort fast immer , verbunden mit einem leisen Hauch von Verkommen-

Moenus 109 (108), Junghans 130 (129,50), aber Motorenwerte abbröckelnd, BMW. 143 (143,50), Daimler 127,75 (128,50). Von Zellstoffaktien gingen Aschaffenburg auf 139,25 (140) und Feldmühle auf 141,25 (142) zurück. Feste Haltung zeigten Jul. Berger Tiefbau mit 144,90 (143). Reichsbank, Ha- pag, Westdeutsche Kaufhof und Rütgers lagen un­verändert.

Am Rentenmarkt erhöhten sich Kommunal- Umschuldung bei lebhafterem Umsatz auf 91,45 (91,35), Reichsbahn-VA. weiter erholt auf 124 (123,75). Reichsaltbesitz lagen mit 120,13 behauptet.

Frankfurter Obst- und Gemüfemackt.

Fwd. Frankfurt a. TL, 9. Febr. Arn G e - müfemarEt blieb das Angebot reichlich, durch das milde Wetter haben sich die Zufuhren verschie­dentlich verstärkt. Das Geschäft nahm einen sehr schleppenden Verlauf. Für Rosenkohl und Winter- kohl ließen Die Preise nach, im übrigen blieben sie unverändert. U. a. notierten: Blumenkohl Steige 12 und 18 Stück 3,90 bis 4,50 ital., Feldsalat 0,70 bis 1,10, do. unter Glas 1,00 bis 1,40, Gelbe Rü­ben 4 bis 6, Gewürze! großes Bündel 30 bis 40, Karotten 6 bis 10, Kohlrabi (unter) 4 bis 5, Schlüp­fer (kleiner Kopfsalat) 1,50 bis 1,60, Lauch 2 bis 6, Rettich 5 bis 10, Rosenkohl 16 bis 20, Rote Tu­ben 5 bis 6, Sellerie 50 Kilogramm 14 bis 15, Spinat 13 bis 15 ital., Schwarzwurzeln 15 bis 24, 20 bis 22 holl., Weißkraut 3 bis 5, Wirsing 6 bis 10, Winterkohl 8 bis 10, Zwiebeln 6 bis 7.

Am O b st m a r f t blieben die Anlieferungen von deutschen Aepfeln gering, in Apfelsinen haben sie sich gebelfert. Bei festen Preisen war Das Geschäft zufrieDenstellenD. U. a. notierten: Aepsel I 45 bis 48, II 35 bis 40, III 24 bis 28, Boskop I 45 bis 48, Rambur 28 bis 32, Bohnapfel 25 bis 30, Schafs­nase 24 bis 28, ital. Aepfel 2OV2 bis 24V-, Apfel­sinen (Blut) 20 bis 24 ital., Do. blonD 16 bis 19 ital., Bananen Kiste 12'/- Kilogramm netto 7,00 bis 7,50 Kam. unD WeftinD., 6,50 Brasil., Kranz- Feigen 25 Kilogramm 10,50 bis 12,00

Nidaer dGchweine- und Rindviehmarkt.

* N i D D a , 9. Febr. Zu Dem aus Anlaß Des Nid­daer Petrimarktes abgehaltenen Schweine- und Rindviehmarkt wurden 373 Ferkel, 7 Läufer­schweine unD außerdem 21 Stück Großvieh (Kühe und Rinder) aufgetrieben. Für Ferkel von 4 bis 6 Wochen Alter wurden 15 bis 18 Mark, für Fer­kel von 6 bis 8 Wochen 18 bis 22 Mark und für 8 bis 10 Wochen alte Tiere 25 bis 28 Mark be­zahlt. Der Markt litt etwas unter dem anhaltenden Regen, wenngleich er verhältnismäßig gut besucht war. Der Verlauf des Handels mit Schweinen mar schleppend, und es verblieb Ueberftand. Der Handel mit Großvieh war erheblich reger.

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mensetzung einer Division ist im Frieden be­stimmt. Sie ist die Regel und gilt für den Durch­schnitt Der Divisionen Der Wehrmacht, von Denen je zwei oder Drei zu einem Armeekorps zusammengefaßt sinD. Noch bis zur Gegenwart besteht Die Masse Der Divisionen einer Wehrmacht ausInfanterie- Divisionen", D. h. Das Schwergewicht ihrer Truppen liegt beim Fußvolk, und Die übrige Aus­stattung Des gemischten VerbanDes ist auf Die Unttr- ftützung Der Infanterie und vorzüglich auf die Be­fähigung zum Fußkampf der Division zugeschnitten. Daneben sindKavallerie"-,Panzer"- undSchnell­divisionen" zu unterscheiden, Verbände, bei denen die Masse der Streiter beritten oder motorisiert ist, Die hauptsächlich aus Panzerfahrzeugen bestehen aber Die ihre Mischung Der Einzelteile motorisiert oDer mecha­nisiert haben, D. h. bei Denen Der BestanD an einzel­nen Fußkämpfern auf Das MinDestmaß herab-

6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 1 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5yz% Doung-Anleihe von 1930 .. 4/2% Hessische Volksstaat von 1929 4/2% Deutsche Reichspostschatz von

1934 I......................

4/2% Deutsche Reichsbahnschah von 1936 I..................

Reichsanleihe-Altbesitz..........

Lberhessen Provinz-Anlethe mit

Auslos.-Rechten..............

4%% Hess. Lan desbk. Darmstadt

Goldpfe. R. 12

5y2% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpfe...............

4/2% Preuh. Landespfdbr.-Anst.

Goldpfe. R. 19

4y2% Preust. Gold-Komm. R. 20

4yz% Darmstädter Komm.-Lan- desbankR. 6 ................

Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I..............

4>/2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4/2% Franks. Hyp. Gold-Komm.

cbi. 23....................

5%% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe.....................

5y2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe.....................

Steuergutschein-Verrechnungskurs

5% Goldmexikaner von 1899 ... 4% Oesterrcichische Goldrente....

4,2% Oesterreichische Silberrente. 4>/3 Ungarn Staats von 1913 ....

4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

5% Rumänen von 1903.........

4/2% Rumänen Gold von 1913..

4% Einheits-Rumänen.........

4% Türken Bagdad I...........

4% Türken Bagdad II..........

2'/4% I. Anatolier..............

A.G. für Verkehrswesen 6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0

Norddeutscher Lloyd..........0

Deutsche Reichsbahn Borz.°Akt. 7

Reichsbanl 12

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz- und Privat-Bank ... 4

Deutsche Diskonto............4

Dresdner Bank..............4

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt beschlossenen DioiDenDe an. ReichsbankDiskvnt 4 v. H., LombarDzinsfuß 5 v. H. _________

Frankfurt a. M.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- fürs

Schluß!. Abend- börle

Schluß- kurs

S-blußk. Millag- börse _

Schluß- Mrs

Schluß!. Abend­börse

Schluß- Mrs

Schluß! Mittag, börse

Damm

8.2.

9.2.

82.

9.2.

Saturn

8.2.

9.2.

8.2.

9.2.

101,25

101,25

101 ,25

101 ,25

200

98,1

98,1

98,1

98,1

Accumulatoren-Fabrik.......

12

103

103

102,65

103

äKU-Kunstsetde............

. 0

140,25

107,5

99,5

99,5

99,5

99,5

Aschaffenburg Zellstoff.......

Bemberg..................

Bekula...................

Buderus Eisen.............

. 3

. 0

140

107,25

139,13

107,25

140

107,5

100

100,2

100,3

100,2

. 8

. 4

168 120

168,5

119

168,75

120,25

1 b8,75 118,75

98,75

98,75

98,5

98,5

Gement Heidelberg.........

. 7

160,25

160

120,13

120,13

120,1

120,2

Gement Karlstadt..........

. 6

132.5

132,5

_

_

Ghade A.-G................

Conti Gummi.............

. 9 11

172,5

173

172,25

172,75

Daimler Motoren..........

. 5

128,5

128,5

128

128,5

118,25

98

98

98

Dessauer Gas.............

. 4

118

Deutsche Erdöl............

. 5

148

147,5

148,25

147,25

101,5

101,13

Deutsche Gold- und Silber ..

. 9

268

266

Deutsche Linoleum.........

10

169,25

169

169,25

168,25

98

98

Elektrische Lieferungen......

. 6

136,25

136,25

136,5

136

Elektrische Licht und Kraft...

. 7

151,75

150

151,25

150

I. G. Farben-Jndustrie.....

. 7

169,65

169

169,25

168,9

95

95

Felten & Guilleaume.......

. 6

140,25

139,25

140

139

Gesfürel..................

.. 6

145

145

145

145 25

127

_

127,13

127,13

Th. Goldschmidt...........

.. 5

128,75

127,5

128,25

127,65

98

98

98

98

Gritzner Maschinen.........

. 0

43,75

44

43,75

44,25

Harpener.................

2%

156

155,5

156

155,5

95,75

95,75

-

Hoesch Eisen...............

Philipp Holzmann.........

3'/?

118,9

119

119,25

118,75

.. 6

143,75

144,5

144

144

101,4

101,65

Ilse Bergbau..............

.. 6

177

1 /7

Ilse Genüsse..............

.. 6

147,25

146

147

145,5

101,9

102

102

101,9

&ali Aschersleben..........

.. 5

138,75

139

138,5

139

110,25

110,3

110,4

110,4

Klöcknerwerke.............

4-/2

126,4

125,75

126

125,75

8,65

8,65

8,55

8,55

15.9

Kokswerke und Chemische Fabrik 6

Lahmeyer.................. 6

125

125

143,4

125

143

125

1,2

5,4

1,25

5,2

6,2

5,2

6,4

9,45

5,25

1,35

Mainkraft.................

Mannesmann.............

.. 4 .. 3

93,75

119,5

94

119,25

119,4

118,9

6,2

6,25

5,25

6,4

9,4

5,2

Mansfelder Bergbau.......

6'/,

161,75

161,75

161,5

Metallgesellschast...........

.. 5

154

153

153,75

'

6,25

9,4

5,25

Lrenstetn & Koppel........

.. 0

89

88,65

Rheinische Braunkohle......

. 12

223,25

226

222,5

5,2

Rheinische Elektro..........

Rheinstahlwerke............

.. 6

.. 6

138,5

154,25

154,25

139

154,25

138,5

154

Rheinisch-Westfälische Elektro

.. 6

131,75

132,25

131,65

131,65

19,75

19,75

Rütgerswerke ............

.. 6

143,75

143,75

144,25

144

Salzdetfurth Kali..........

7'/t

181

181

181,5

181,5

126,5

126,75

126,75

1 126,5

Schuckert & Go............

.. 6

163,25

163,5

163,25

163

43,13

43

Schultheis Patzenhofer.....

.. 4

97,5

97,13

17,25

17,25

17,25

16,9

Siemens & Halske........

.. 8

199,25

199,5

200,25

199,5

17,65

123,75

17,5

17,5

17,4

Süddeutsche Zucker........

. 10

203

201

201

124

123,9

124,25

Bereinigte Stahlwerke.....

3yt

119,65

119,25

119,5

119

_

184,5

184,75

185,25

Westdeutsche Kaufhof......

.. <]

56,75

56,75

56,9

56,25

131,5

131

131

Westeregeln Alkali.........

.. 5

136,75

137

136,75

137

114,25

114,25

114,25

114,25

Zellstoff Waldhof.........

..

156

155,5

156,5

156,25

117

117

117

117

Ltavi Minen.............

. 0,6

24

24,25

24,25

106,75

106,5

106,75

106,5

8. Februar

9. Februar

8.Februar

g. Februar

Amtliche Notierung Geld I Brief

Amtliche Notierung Geld | Bries

Amtliche Notierung Geld | Brief

Amtliche Geld

Kotierung Brief

0,705

0,754

0,705

0,754

Japan....................

0,707

0,709

0,706

0,708

41,99

42,07

41,98

42,06

Jugoslawien ..............

5,694

5,706

5,694

5,706

61,30

0,151

0,153

0,151

0,153

Lslo.....................

61,18

61,30

bl , 1 8

47,04

47,14

47,04

47,14

Wien.....................

48,95

49,05

48,95

49,05

54,36

54,46

54,36

54,46

Lissabon..................

11,055

11,075

11,055

11,075

47,01

47,14

47,04

47,14

Stockholm ................

62,77

62,89

62,77

62,89

56,93

17,52

8,674

12,175

5,375

12,205

5,385

12,175

5,375

12,205

5,385

Spanien..................

56,82

17,48

56,94

17,52

56,81

17,48

11,585

11,605

11,58

11,60

136,46

Brag.....................

8,656

8,674

8,656

136,23

136,51

136,18

Budapest.................

2,492

13,09

13,11

13,09

13,11

Neu York..................

2,488

2,492

2,488