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Kr.262 Erstes Blatt

187. Jahrgang

Dienstag, 9. November 1037

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Eichener Anzeiger

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Oer Führer spricht zu seiner Alten Garde.

Oer Appell im Münchener Bürgerbräukeller am Vorabend des 9. November.

München, 8. Nov. (DNB.) Die Erinnerungs­feier an das Geschehen des 9. November 1923 be­gann am Vorabend des Jahrestages.mit dem histo­rischen Appell im Bürgerbräukeller. Dieses Treffen ist Jahr für Jahr ein Abend der alten Kameradschaft der Marschierer und Kämpfer des ersten Opferganges der Bewegung. Es gibt keine Rang- und keine Platzordnung. Im schlichten Braun­hemd sitzen sie alle da. Viele von ihnen bekleiden heute höchste Aemter in Partei und Staat. Neben ihnen zahllose unbekannte Parteigenossen, die heute wie ehedem ihre Pflicht tun als einfache Block­warte und SA.-Männer. Wieder andere im feld­grauen Rock, Soldaten und Offiziere der Wehrmacht und der Polizei. Und als einzige Frau die Schwe­ster Pia. Alle aber tragen sie an der rechten Brust­seite den höchsten Orden der Partei, den Blutorden. Als Gäste des Führers haben die Hinterblie­benen der 16 Toten vom 9. November 1923 und die Reichsleiter der Partei im Saale Platz genom­men.

Um 20.10 Uhr erklingt Marschmusik, das Stim­mengewirr verstummt, die Männer erheben sich von den Plätzen und recken die Arme zum Gruß: die Blutfahne zieht ein. Zwei Inhaber des Blutordens begleiten den Fahnenträger Grimmin- ger. Dann kommt der Führer. Er schreitet mit seinen treuesten Begleitern von damals durch das Spalier der erhobenen Arme zu seinem Sitz vor der Blutfahne bei der Rednerkanzel. Nach allen Seiten dankt und grüßt der Führer. Immer wieder branden die Wogen des Jubels auf. Christian Weber tritt vor das Mikrophon und kündigt den Führer an.

Der Führer spricht.

In seiner Rede rief der Führer die Erinnerung wach an die denkwürdigen Tage des 8. und 9. No­vember 1923 in München und würdigte ihre tiefe symbolische Bedeutung für die Schicksalswende der deutschen Nation. Unter dem Jubel seiner alten Kampfgenossen von damals rief der Führer dus: Wenn wir heute zurückblicken, kommt es uns nicht selbst wie ein Wunder vor? Und wenn wir uns die Frage vorlegen, wie konnte dieses Werk uns gelingen/ so lautet die Antwort: Es war der große Glaube an unser Volk, an Deutsch­land, an die Unsterblichkeit und Unvergänglichkeit bet Werte unseres Volkes und auch der Glaube an die Richtigkeit der Führung!"

Der Führer sprach von dem neuen Rhyth­mus, der unser Volk seit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus ergriffen hat, von der Erziehung zu stolzen und berechtigtem Selbstbewußtsein, das auf den Höchstlei­stungen und Schöpfungen, die wir heute auf allen Gebieten hervorbringen, begründet ist. Diesen ge­waltigen Leistungen im Innern stellte der Führer in eindrucksvollen Worten die Steigerung des deutschen Ansehens in der Welt gegenüber:Als ich vor fünf Jahren die Führung übernahm, war Deutschland der schlechtest geachtete Staat in der Welt. Heute aber kann jeder Deutsche stolz und erhobenen Hauptes ins Ausland reisen, er braucht sich nicht mehr zu schämen, ein Deutscher zu sein!" (Stürmischer Beifall.)

wird es immer mehr werden. Diele von denen, die damals marschierten, leben nicht mehr unter uns. Wir rllerden weniger, aber eine neue Gene­ration wächst nach. Je mehr wir diese Genera­tion in ihrem wunderbaren Emporstieg sehen, desto mehr denken wir Alten zurück an jene Tage und haben das stolze Bewußtsein, beigetragen zu haben zu dieser Schicksalswende des deutschen Volkes. Sie freuen sich immer auf diesen Tag, weil Sie mich wieder in Ihrer Mitte wissen. Und ich freue mich, weil ich Sie wieder um mich weiß. (Die Männer der Alten Garde jubeln dem Führer minutenlang in tosender Begeisterung zu.)

Aus diesem Zeichen der Not Hai sich etwas ganz Wunderbares entwickelt. Die s ch ö n st e Kameradschaft, die es vielleicht je im deutschen Volke gegeben Hal, eine ganz einzig­artige Kameradschaft, eine Kameradschaft von Führern, die manchmal vielleicht verschiedener Weinung sein können, aber in einem st ets eins sind: Sie gehören zusammen auf Leben und Sterben, auf Gedeih und Verderb! Solange wir noch einen Atemzug tun, kann unser Leben immer nur dieser Gemeinschaft ge­hören, die unserem Volke dienen soll. Damit verklären sich für uns die Opfer von damals, und aus diesem Empfinden heraus haben wir die beiden Tempel gebaut, in denen die 16 Toten des 9. November ruhen sollen für ewige Zeiten, beschienen von der Sonne, aher auch umbraust vom Sturm, in Schnee und Eis, als die treuen Wächter eines neuen Deutschen Reiches."

Als der Führer schließt, will die Begeisterung kein Ende finden. Die alten Kämpfer springen auf, ein wahrer Sturm des Jubels braust Adolf Hitler entgegen. Als die Lieder der Nation verklungen sind, verläßt der Führer die historische Stätte. Im­mer wieder muß er die sich ihm entgegengestreckten Hände schütteln, muß grüßen und danken. Stür­mische Heilrufe folgen dem Führer auf der Fahrt durch die nächtliche Stadt.

Die mitternächtlicheWeihestnnde an der Feldherrnhalle.

München, 9. Nov. (DNB.) Schon Stunden vor Beginn des nächtlichen Einmarsches der Stan­darten durch das Siegestor zur Feldherrnhalle stan­den am Abend des 8. November Taufende von Volksgenossen hinter der Spalier bildenden SA. Als 20 Minuten nach 23 Uhr der Befehl gegeben wurde, die Fackeln zu entzünden, erlosch in der gan­zen Ludwigstraße die Straßenbeleuchtung. In dem Augenblick, in dem die Spitze des Zuges durch das Siegestor marschierte, setzte dumpfer Trommelwir­bel ein. Dem Musikzug der SA.-StandarteDeutsch­land" voraus marschierten drei Standarten der ff-Verfügungstruppe, eine Standarte der -Toten­kopfverbände, zwei Ehrenkompanien der ^-Stan­darteDeutschland". Es folgte die von Ratsherrn Grimminger getragene Blutfahne. Nun reihten sich an die 582 Standarten der SA., ff, und des NSKK., von 32 alten Kämpfern der Partei aus dem Jahre 1923 getragen die 16 chrysanthemenge­schmückten großen Lorbeerkränze des Füh­rers für die Blutzeugen des 9. November 1923. Hieran schlossen sich je zwei Ehrenstürme der SA., des NSKK., des NSFK. und je zwei Abteilungen der Politischen Leiter und des Reichsarbeitsdienstes sowie zwei Chrenstürme der ff.

Ernstes Schweigen liegt über dem Platz vor der Feldhernhalle. Heber der Stätte des deutschen

Schicksals ist ein breites schwarzes Fahnentuch mit den Sigrunen gespannt. Das Gewölbe der Feld­herrnhalle ist in dunkles Braun gehüllt, und braun sind auch die 16 Pylone, die sich hier erheben zur Erinnerung an die 16 ersten Märtyrer. Zuoberst der Feldherrnhalle leuchtet blutrot die Hakenkreuz­flagge in den sternenklaren nächtlichen Himmel. Das Führerkorps der Bewegung hat sich zu beiden Seiten des schmalen roten Läufers aufge­stellt, der über den Platz bis zu den Stufen der Feldherrnhalle geht. Der Glockenschlag kündet die mitternächtliche Stunde. Der Zug hat Den Odeons­platz erreicht. Die Spitze marschiert auf den Platz vor der Feldherrnhalle auf. Nur in der Mitte bleibt der schmale Gang frei. Durch diesen Mittelgang wird die Blutfahne getragen bis zu den Stufen der Feldherrnhalle. Dann marschieren unter den Klängen des Nibelungenmarsches die Standarten der ff, der SA. und des NSKK. durch die schmale Gasse. Der Präsentiermarsch erklingt. Die 32 Kampf­genossen von 1923 tragen die 16 Kränze des Füh­rers, deren Schleifen je den Namen eines Ermor­deten und den Namen des Führers künden, zur Halle und hängen sie an den 16T Pylonen auf. 16 Hitlerjungen beziehen die Wache vor den Pylonen. Stumm grüßen Tausende und aber Tau­sende hinaus zur Feldherrhalle, während das Lied vom guten Kameraden durch die Nacht klingt. Nun folgt der Vorbeimarsch der Ehrenstürme der Be­wegung. Voran der StoßtruppAdolf H i 11 e r". Nachdem auch die Standartenträger und die beiden Ehrenkompanien der ff-Standarte Deutschland" mit der Blutfahne abmarschiert sind, leert sich langsam die Feierstätte.

Neue Wege.

Von Or. Hans von Malottki.

Die Unterzeichnung des Antikomintern- Protokolls, mit dem Deutschland, Japan und Italien ihren gemeinsamen Willen zur Verteidigung des Friedens und der Kultur gegen den Bolsche­wismus bekräftigt haben, ist in der ganzen Welt­öffentlichkeit als ein politisches Ereignis erster Ord­nung empfunden worden. Es wird auf alle jene Staaten, deren Haltung von den gleichey anti- kommunistischen Grundauffassungen beherrscht wird, eine Anziehungskraft nicht verfehlen. Ja, man kann ruhig sagen, daß es den Weg zu einer wirklichen Solidarität und zu einer Aus­richtung der Staatengesellschaft weist, die ebenso gesund wie natürlich ist. Für alle diejenigen frei­lich, die mit dem Bolschewismus innen- und außen­politisch paktieren zu können glauben, ist dieses Ab­kommen nicht nur ein Stein des Anstoßes, sondern offenbar auch in seinem Wesen unverständlich, weil es sich nicht in den Rahmen der üblichen Dündnis- politik zwängen läßt.

Es widerholt sich hier das gleiche, was schon ge­legentlich der Besiegelung des deutsch-italienischen Zusammengehens zu beobachten war. Weil die deutsch-italienische Verbundenheit von förmlichen Bindungen und bündnismäßigen Abmachungen frei ist, wollte man ihr zunächst in völliger Verkennung der Lage nur eine Art dekorative Bedeutung zuerkennen, jede dauernde und tatsächliche Wirkung aber abstreiten. Der Gang der Ereignisse hat diese Auffassung ganz von selbst widerlegt. Heute wird Paris wie London von der Erfahrung beherrscht, daß zwischen Deutschland und Italien eben doch Bindungen entstanden sind, auch wenn keine vertraglichen Verpflichtungen vorliegen. Das Rätsel, das dieser Tatbestand für die beiden Westmächte bildet, würde sich ohne weiteres lösen, wenn man sich einmal von der abwegigen Vorstellung frei­machen würde, daß das gegenseitige Verhältnis der Staaten schon durch bloße Vereinbarungen und Verträge als solche geformt und bestimmt werden könnte, ja daß es möglich sei, den Interessen der Dölker^durch irgendwelche Verträge beliebige Gestalt zu geben.

Man hat in der Nachkriegszeit vollkommen ver­gessen, daß Verträge nur eine Form sind, und daß das Verhältnis der Staaten zueinander nicht durch sie, sondern allein durch die jeweilige Ge- meinsamkeit der Interessen und Ziele bestimmt wird. Wenn zwei Staaten ein großes ge» meinsames Ziel anstreben und ihre Politik in die­sem Sinne ausrichten, dann sind sie aufs engste verbunden, ohne daß es förmlicher, vertraglicher Bindungen und Abmachungen bedarf. Ist diese Lage wie bei Deutschland und Italien ge­geben, dann ist es auch gar nicht möglich, im ein- 3^nen die Fälle sestzulegen und im voraus zu de- stirnrnen, bei denen der Wille zur Zusammenarbeit wirksam werden soll. Ganz ähnlich verhält cs sich mit dem Antikomintern-Abkommen. So wenig auch hier militärische Bindungen und Abmachungen vor­liegen, so sehr schafft doch andererseits die gleiche Haltung und Einstellung gegenüber dem Bolsche-, wismus eine Gemeinsamkeit dreier Groß-' möchte, die starke politische Wirkungen auslöst und die auch ohne den Buchstaben eines Vertrages be­stehen würde solange, wie das gemeinsame Ziel, die Verteidigung des Friedens und der Kultur gegen die Drohungen der Komintern, bejaht wird.

Wird man sich über diese Dinge klar, dann er­kennt man auch sofort, wie falsch es ist, ein der­artiges zwischenstaatliches Zusammenwirken ent­weder als Bündnis- und Blockpolitik alten Stils zu verdächtigen, oder dieser Zusammenarbeit jede praktische Bedeutung abzusprechen, nur weil keine Militärkonvention dahintersteht. Große Telle vor allem der französischen Presse haben in den letzten Tagen bei der Beurteilung des Antikomintern-Ab­kommens sowohl den einen wie den andern Feh­ler gemacht. Die Achse BerlinRom, so hieß es, sei ein Dreieck Berli nR o mT okio gewor­den, und denfriedliebenden Demokratien" bleibe gegenüber dieserDrohung" nichts anderes übrig, als ein Dreieck Pari sL o n d o nW a s h i n g- ton zu formen. Damit hatte man die Dinge wie­der auf das gewohnte Gleis gebracht. Zugleich hatte man damit für d i e Brüsseler Kon­ferenz eine Parole ausgegeben, die es gestatten soll von dem heiklen Thema des Fernostkonfliktes adzulenken und die Liste allerweltpolitischen Schwierigkeiten", natürlich in der Beleuchtung des Quai d'Orsay aufzurollen. Ganz offenherzig plau­derte derParis Midi" diese Taktik und ihre Hin­tergründe aus: die Brüsseler Konferenz werde keinen Konflikt in Ostasien verhindern: sie sei viel­mehr ein Stelldichein der drei Demo­kratien, Frankreich, England und Amerika, und aussprechen müsse man sich über dieimperialen Forderungen" Japans, Deutschlands und Italiens, durch die die drei friedliebenden Demokratien in gleicher Weife bedroht seien.

Vieles spricht dafür, daß maßgebliche Pariser Stellen die Entwicklung .in dieser Richtung vor- märtstreiben möchten und zugleich wird deutlich, worauf diese diplomatische Offensive abzielen soll. Einmal will man durch die Anspielung auf die in gleicher Weise" gegebene Bedrohung auf die amerikanische Öffentlichkeit wirken, ihren Neutralitätswillen überlisten und die Ver­einigten Staaten an der Seite Frankreichs und Englands ins europäische Spiel hineinziehen, um im Zeichen dieser Gruppierung die Bilanz der Europapolitik des Quai d'Orsay aufzubessern. Da­neben aber möchte man alle aktuellen Probleme, von Fernost über Spanien, Mittelmeer, Mittel« europa bis zur deutschen Kolonialforderung, zu­sammenkoppeln und auf den gleichen Nenner drin.

Deutschland ist nicht mehr vereinsamt.

Oie Krast des neuen weltpolitischen Dreiecks beruht auf der klaren und nüchternen Erkenntnis seiner Zweckmäßigkeit.

Deutschland ist heute nicht mehr vereinsamt!" so stellte der Führer unter tosender Zustim­mung fest.Wir olle haben die glückhafte Zu­versicht, daß die Isolierung, die uns mehr als 15 Jahre lang umgab, beendet ist. Und zwar nicht nur durch eine nichtssagende Teilnahme an unbedeutenden Völkergremien, sondern durch die Bedeutung, die sich Deutschland selbst wieder geschaffen hat! Aus dieser Bedeutung resul­tieren für uns neue Beziehungen, die man vielleicht als nicht in die Völkerbunds­ideologie passend ansehen kann: allein sie passen jedenfalls für uns und unsere Inter­essen! Und sie passen auch den Interessen anderer Völker, die diese Beziehungen mit uns ausgenommen haben! Der sicherste Garant für die Dauerhaftigkeit solcher Beziehungen sind nicht irgendwelche Phrasen, sondern die nüch­terne und klare Erkenntnis der Zweck­mäßigkeit. Aus dieser Zweckmäßigkeit her- aus haben sich heute drei Staaten zusammen­gesunden. Erst eine europäische Achse und jetzt ein großes weltpolitisches Dreieck! Ich bin der Ueberzeugung, daß die Versuche unseres alten Widersachers, die Unruhe über die ganze Welt zu tragen, in eben dem Wahe ihre Erschwerung erfahren, in dem sich dieses Dreieck festigt. Denn es besteht nicht aus drei kraftlosen Gebilden, sondern aus drei Staaten, die bereit und entschlossen sind, ihr Recht und ihre Lebensinteressen entschlossen wahrzuneh­men." (Lang anhaltender brausender Beifall.)

Wie sehr das deutsche Volk", so fuhr der Führer fort ,auch innerlich dieser Politik seine Zustim­mung'erteilt, das haben wir vor wenigen Wochen in Deutschland erlebt, als der große Repräsentant einer dieser uns befreundeten Nationen Deutschland rum ersten Male einen Besuch atutattete Wir haben dabei gesehen, daß sehr wohl d-- Ver­tret u n g w i r k l i ch e r I n t e r e, s e n die Warme einer herzlichen Zustimmung der Vol­ke r erfahren kann, und so wie mir in Deutsch­land begeistert und glücklich Een über diesen Be­such so war auch das italienische Volk glücklich und begeistert über ftinen Verlauf und seine Ergebnisse.

9er9.Wem6er isltzorderGeschMgerechtsertigt

Im weiteren Verlauf seiner Rede schilüerte der Führer in außerordentlich anschaulicher Welse die gewaltige Umstellung des Denkens und der Gesinnung, die sich auf poetischem, wirt­schaftlichem und sozialem Gebiet im deutschen -Lo vollzogen hat. Eine ungeheure Umschichtung und Neuausrichtung unseres Volkes nach einerm$ ideellen Seite hin sei eingetreten.Die innere Ordnung, die wir seitdem aufbauen,. ^nnzeich sich durch die radikale Ausrottung der früheren deutschen Zersplitterung pnd Zwietracht. Z»m erstenmal, seit es Deusche auf der Welt gibt ist eine solche zentrale 61 a af s g e w a 11 aiufg richtet worden, deren Autorität unerhört ist und die von niemand gehemmt oder gar sabotiert wer

den fann.4* fMgestört stimmen die Massen dem Führer zu.)

Unter dem Jubel seiner Alten Garde sprach der Führer dann von dem Geist und den Tugenden, die die Männer des 9. November 1923 beseelten und die am Ende des inneren Ringens um das deutsche Volk den Nationalsozialismus zum Siege führten:Das deutsche Volk ist wieder groß geworden. Nicht durch Zufälligkeiten, sondern durch das Zusammenwirken von Ein­sicht, Mut, Beharrlichkeit und äußer- fter Entschlußkraft! Und auch dieser 8. und 9. November kann als ein Dokument dieser Ent­schlußkraft gelten. Es war ein sehr schwerer Ent­schluß, der damals gefaßt werden mußte. Ich habe ihn gefaßt in der Erkenntnis, daß sonst Deutsch­land einer entscheidenden Katastrophe entgegengehen würde.

Als damals unsere Gegenseite beabsichtigte, um den 12. November eine Revolution, und zwar eine bajuwarische, auszurufen und sie unter dem Motto vollziehen zu lassen: »Ausbrennen des bolschewistischen Nordens und vorüber­gehende Separation Bayerns', an diesem Tage wußte ich: Ieht kommt Deutschlands Schicksals stunde, da faßte ich den Ent­schluß, vier Tage zuvor loszuschla - gen und auf diese Weise das Gesetz des Han­delns an uns zu reißen! Daß es dann damals doch fehlschlug", so fuhr der Führer fort,das war vielleicht das größte Glück meines Lebens und das größte Glück für die deutsche Nation! So wie es damals kam, muhte es kommen! Die Zersplitterung Deutschlands aber war aus alle Fälle verhindert worden. Denn um mit uns fertig zu werden, benötigte man die Hilfe des deutschen Nordens. Damit war der Ab­fall verhindert. Wan hat uns dabei nicht mundtot machen können, sondern wie durch eine Explosion sind unsere Ideen über ganz Deutschland geschleudert worden. Wein Ent­schluß war damit gerechtfertigt!"

Die schönste Kameradschaft ist die Geme Mast der Men Garde.

Mit bewegten Worten und unser tiefer Egriffen- heit seiner alten Parteigenossen gedachte der Füh­rer dann der ersten Märtyrer der national­sozialistischen Bewegung, der 16 Opfer des 9. No­vember 1923. Er erinnerte daran, daß sie alle be­reits als Soldaten im Kriege ihre Pflicht erfüllt hätten und nun ein zweites Mal wieder nach ganz anderen Gesetzen antraten zum Kampfe für Deutsch­land.Ihr Opfer", so rief der Führer aus,hat geholfen, die Partei zu festigen und sie zu befähigen, die Macht zu ergreifen und zu erhalten!"

Am Schluß seiner immer wieder von begeisterten Kundgebungen unterbrochenen Ansprache wandte sich der Führer noch einmal an seine alten Kampf­genossen des 8./9. November:Heute sehen wir mit Stolz und Rührung auf die damalige Zeit zurück und sind glücklich, wenn wir uns wiedertreffen. Für uns ist das Wiedersehen an diesem Tage ein be­glückender und gleichzeitig rührender Tag, und er