Geschichten aus aller
Wett.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)
Kampf mit Krokodilen.
(sk) Sydney.
Ein Lastwagen-Chauffeur, Con Ahearn, wurde am Cambridge Golf bei Wyndham von einem sechs Meter langen Krokodil angegriffen, als er im Meer badete. Er konnte sich nur mit Mühe retten und erzählte, am Ufer angelangt, er habe nie geglaubt, daß Krokodile auch Weiße angreifen würden. — Am King River in West-Australien hatte ein Eingeborener namens Charlie unter Wasser einen Kampf mit einem fast zwei Meter langen Krokodil, bei dem er Sieger blieb. Charlie war auf der Suche nach einem jungen Krokodil, das für die Eingeborenen einen erlesenen Braten bildet. Er glaubte, im Fluß solch ein junges Tier von etwa 90 Zentimeter Länge zu sehen und sprang ins Wasser, um es zu fangen. Zu seinem größten Entsetzen mußte er jedoch seststellen, daß er ein halb ausgewachsenes Krokodil zum Zweikampf herausgefordert hatte. Aber er nahm den Kampf auf und rang mit der Bestie. Und nach zehn Minuten gelang es ihm, das zornige Tier auf das Ufer des Flusses zu werfen, wo es wild um sich schlug. Charlie band mit einem Rindens eil die Kiefern des Ungeheuers zusammen und ebenso die Hinterfüße an den Schwanz. Dann schleppte er mit seinen böse zugerichteten Händen das besiegte Krokodil zur Station, wo es von zwei Weißen getötet und nbgehäutet wurde.
Hätte er nur damals verkauft.
(th) Neuyork.
in Europa das Leben zu schenken. Also, wen es gelüstet, ein exotisches Haustier zu halten, der könnte sich zu einem Flußpferd entschließen, wenn es seine Räume gestatten.
Das Wagenmuseum von Florenz.
(ha) Florenz.
In einem Flügel des Pitti-Palastes hat man ein eigenartiges Museum eingerichtet — Wagen, nur Wagen sieht man hier. Von der Karossen der Herzoge und Könige von Neapel bis zu den Kaleschen, mit denen einst Fürstlichkeiten durch Italien reisten, ist alles an Warenkuriosa vereinigt, was man auftreiben konnte. Zum Schluß freilich kommt der Uebergang vom Achtspänner zum 20-?8-Wagen ein wenig überstürzt. Aber so war die Zeit nun einmal, als sie es plötzlich eiliger hatte.
Sie itzt sich rund um die Welt.
(hn) Amsterdam.
Heute ist Anna Härtens in Amsterdam, morgen vermutlich in Brüssel. Später kommt sie nach München oder Wien. Denn sie ist auf einer Europarundreise, um sich rund herum zu essen — nicht etwa dick und rund, sondern wissenschaftlich und untersuchend. Sie fiel einigen amerikanischen Hoteliers und Gasthausbesitzern durch ihre empfindsame Zunge aus. Was ihr schmeckt, das schmeckt auch anderen. Nun hat man sie mit der Aufgabe betraut, überall in der Welt nach bestimmten Speisen, nach Gerichten zu suchen, die jedem schmecken, die aber bis heute dem Amerikaner noch unbekannt sind.
Sie verlangt Überall ausdrücklich Nationalgerichte. Sie will in den dafür bekannten Gegenden nichts anderes als Knödel. In anderen Gegenden dagegen gewisse Wurstarten. Sie will italienische Soßen und in England Plump udding essen. Sie lebt also wörtlich vom Essen. Als nette und schlanke Dame trat sie ihre Reise an, von der sie in jeder Woche ihren Auftraggebern Rezepte einsenden muß. Aber inzwischen ist ihre schlanke Linie längst verloren gegangen. Sie ist dick und rund geworden. Was ja eigentlich niemanden wundern kann.
Die verpönten Losnummern.
(sk) Paris.
Wenn die eine französische Staatslotterie zu Ende ist, beginnt man sofort mit dem Verkauf der Lose für die nächste Ziehung. Unter den Losverkäufern hat man nun eine Umfrage veranstaltet, um zu erfahren, welche Lose von dem Publikum bevorzugt und welche Lose abgele'hnt werden. Es stellte sich heraus, daß eine ganze Reihe der berühmten Lotterie-Lose vollkommen uriverkäuflich sind und bleiben, diejenigen Lose nämlich, die z. B. die Nummern 5 555 555 ober 1 888 888 ober 1131131 aus- weisen. Aus einem seltsamen Aberglauben vermutet man nämlich, daß ein Los mit gleichen Zahlen geringere Gewinnaussichten als ein Los mit gemischten Zahlen hat. Vergeblich weisen bie Mathematiker der französischen Staatslotterie darauf hin, daß die Gewinnaussichten für jedes Los gleich groß sind und bleiben, ob nun die Ziffer auf dem Los 1111111 ober etwa 7 418 962 lautet. Unb boch bleibt nach wie vor 1111111 unverkäuflich. Sogar bie Zahl 0123 456 wird mit einem Achselzucken zurückgewiesen. Nach französischer Auffassung muß eine Glücksnummer stark gemischt sein.
In der 42. Straße, 119 West, in Neuyork, lag bis vor einigen Tagen ein sehr berühmtes Gasthaus, das unter dem Namen Drakes Restaurant in Amerika geradezu historisch war. Lange Jahre hindurch hielt dieses Gasthaus 24 Stunden offen. Es ging bort zu, wie in einem Bienenhaus. Der Besitzer hieß William Ritcher. Der Laden war eine Goldgrube, für die man Ritcher im Jahre 1925 bie runde Summe von einer Million Dollar bot. Aber er lehnte ab unb betonte, daß er noch ein wenig den Rahm von diesem Geschäft abschöpfen wolle, ehe er verkaufe. Vor einigen Tagen hat man das Geschäft nun für den Preis von 7500 Dollar versteigert. Für 250 Dollar sicherte sich Ritcher noch schnell das Recht auf den Namen. Wenn man bedenkt, daß dieses Restaurant eines der größten von Neuyork war, muß einen solch ein Abstieg verwundern. Denn noch in den ersten Tagen des Monats August konnte man bei Drake essen. Aber dann traten am 7. August hundertsünfzig Angestellte in den Streik, um einen höheren Lohn durchzusetzen. Ritcher bot eine Erhöhung um 10 v. H. an. Sie wurde abgelehnt. Ritcher machte also den. Laden zu und schickte das, was er an Lebensrnitteln noch zur Hand hatte, an eine Wohltätigkeits-Station. An den verschiedenen Eingängen hingen große Schilder: „Vorüber- gehend geschlossen. Wiedereröffnung in den nächsten Tagen!" — Aber Ritcher war so verärgert und außerdem war fein Betrieb so scharf auskalkuliert, daß eine längere Schließung schon wegen der Bodenpreise und Ladenmieten unmöglich war. Ritcher dementierte also seine eigenen Aushängeschilder, indem er Konkurs anmeldete und sein Haus versteigern ließ. Drakes Restaurant ist tot. Neuyork aber ist um 150 Arbeitslose reicher geworden. Und die Gäste, die es eilig haben, nimmt ein anderes Gasthaus ein paar Häuser weiter auf. Längst ist man zur Tagesordnung übergegangen. Drake ist vergessen. Das ist Neuyork.
Napoleons Pfeife zieht nicht...
(—) London.
Aus die jüngste Sotheby-Dersteigerung hatten viele Verkäufer große Hoffnungen gesetzt. Hier sojlten sich die Preise wieder einmal stabilisieren. Es kam anders. Ein paar zeitgenössische Briefe, die sich sehr häßlich über Katharina von Medici aussprachen, erzielten 55 Pfund Sterling. Aber sonst gab es nur Enttäuschungen: So wurde z. B. eine Original« pfeife Napoleons — eine Pfeife mit dem großen N., die er garantiert selbst rauchte —, mit einem Pfund Sterling bezahlt.
Warum gibt es das noch nicht?
(—) Liverpool.
Ein praktischer und nachdenklicher Engländer hat der Oeffentlichkeit folgende Anregungen unterbreitet mit der Frage, weshalb es das eigentlich noch nicht gebe: Unterkleidung für den Sommer aus Papier, die man nach dem Tragen wegwerfen kann. — Schubladen an den Tischen, damit die Damen dort ihre Handtaschen und Handschuhe ablegen können. Badewannen mit geriffeltem Boden, damit ältere Personen nicht mehr ausrutschen können. — Doppelseitige Gemälde, damit man die Bilder umdrehen kann, wenn man sich an der einen Seite satt gesehen hat. — Schildchen an allen in Gärtnereien verkauften Blumen oder Blumentöpfen mit den Alltagsnamen und den wissenschaftlichen Namen, um die Blumenwissenschaft ein wenig alltäglicher zu machen. Diese Liste — so sagt der Engländer — ist nicht vollständig, sondern will nur anregen. Eigentlich weiß ja jeder von uns dies und das und fragt sich immer wieder — warum gibt es das eigentlich noch nicht?
Flutzpferde werden billiger.
(ku) Den Haag.
Die großen Geschäfte Europas mit wilden Tieren laufen über Hamburg, London oder Amsterdam. Auf allen drei Märkten ist man sich meist einig darüber, wo die Konjunktur im Augenblick liegt Die höchsten Preise erzielen gegenwärtig die Rhinozerosse, da man diese Tiere nur mit größten Schwierigkeiten fängt und transportieren kann. Auch die Preise für Löwen und Tiger ziehen wieder etwas an. Denn in Anbetracht der unruhigen Zeiten geht man seltener nach Afrika oder Indien, um frische „Ware" zu holen. Gefallen aber sind die Preise für Flußpferde. Man kann sie — in Anbetracht ihrer Größe — sehr billig bekommen, seit sich einige europäische Gärten in der Flußpferdzucht spezialisiert haben und die Flußpferdmütter keinen Anstoß mehr daran nehmen, einem kleinen Flußpferd auch
Neues für den Bücheriisch.
— Blaues Licht am Schwedenturm. Roman von Kurt Herwarth Ball. (Verlag Otto Janke, Leipzig. Kart. 2,50 Mark, geb. 3,50 Mark. — [209j —) Dieser Roman erzählt ein Stück prächtiger Kleinstadtgeschichte; er bringt zahlreiche erdgebundene Menschengestalten und stimmungsvolles Kleinstadtleben in das Blickfeld des Lesers. Um das Geschick eines jungen Kaufmanns und das Lebensschifflein zweier junger Mädchen spielt sich das Geschehen dieses Romans ab, in das noch eine Reihe anderer typischer Kleinstadtmenschen hineingestellt ist. Der Leser wird an nord- oder ostdeutschen Kleinstadt-Lebensstil erinnert, der in vielen Stücken herzgewinnend gemütlich ist und zufriedene Menschen zeigt, die aber dennoch des Ringens und Kämpfens nicht enthoben sind. Mancher Leser wird in diesem Roman aber auch eigene Lebens- und Wesensbilder erkennen, denn die Menschen dieser Erzählung sind ja wie alle anderen und wie man selbst auch. Und so kann denn mancher Leser in diesem Roman gewissermaßen einen Spiegel seines Lebens finden, der interessant und in mehr als einer Hinsicht aufschlußreich ist. Der Roman ist darum besonders fesselnd und bereitet seinen Lesern stille und reine Freude. E. Blumschein.
— Hans Kloepfer: Steirische Geschichten. Gesammelte Erzählungen. Verlag der Alpenland^Buchhandlung Südmark, Graz-Wien- Leipzig. Leinenband 6 Mark. (Fünfter Band der Gesammelten Werke. Alle fünf Bände auf einmal bezogen 25 Mark.) — (252) — Jeder der vielen Gaue der österreichischen Alpenländer hat sein eigenartiges Volkstum, aber nur wenigen ist ein solcher Dichter erstanden, wie der Weststeiermark in Hans Kloepfer, zu dessen 70. Geburtstage (18. August dieses Jahres) der letzte Band seiner „Gesammelten Werke" erschienen ist. Er zeigt den Poeten als Meister der geschichtlichen Novelle und der Kunst, Begebenheiten aus dem Leben der Bauern und Kleinbürger anschaulich, Humor- und gemütvoll, behaglich zu erzählen. Wer sich in seine „Kleinen steirischen Geschichten" versenkt, ist bald dem Lärme und Hasten der großen Welt entrückt; nur von ferne her tönt noch ihr dumpfes Gebraus; die Seele des Lesers weilt aber bei den Betreuern uralter Väterscholle und ihrem Heldentum des Alltags, ihren Ränken und pfiffigen Listen, ihrer Weisheit und Dummheit... Außerdem lernt er die herrliche Landschaft des steirischen Paradieses kennen und genießt mannigfache Rückblicke auf die Vergangenheit dieses gesegneten Fleckes deutscher Erde am östlichen Alpenrand. Mr. Frido Kordon.
— Wieder ist ein Hauptteil des von Prof. Dr. Klute bei der Akademischen Verlagsgesellschaft Athencrion m. b. H. in Potsdam herausgegebenen Handbuchs der geographischen Wissenschaft fertiggestellt. Auf fast 600 Seiten wird ein geographisch ungeheuer vielseitiger und reichhaltiger Stoff behandelt: Nord - und Mittelamerika und die Arktis. Da ist zunächst der gewaltige Landblock Nordamerika. Professor Dr. Bruno Dietrich von der Wiener Hochschule für Welthandel schildert ihn in „Natur, Kultur und Wirtschaft". Das Columbische Motiv der Erschließung von Wirtschaftswerten ist Wert, Sinn und Motiv dieses neuen Kontinents und damit fein Schicksal geworden. Unter diesem Leitgedanken steht Dietrichs Schilderung. Aus Text, Photographie, Farbbild, aus Zahlenmaterial und wissenschaftlicher Zeichnung fügt sich ein umfassendes und alle Zweige neuzeitlicher geographischer Forschung berücksichtigendes Bild. Ihm schließt sich die Arbeit von Dr. Hermann B. Hagen (Berlin) über Meriko an, das Land, in dem die Mischrasse der Mestizen führend ist. Auch hier wird ein Gebiet deutlich, das vom uralten Kulturland bis zum modernen Wirtschaftsfaktor eine überaus bewegte Entwicklung durchgemacht hat. Mittelamerika wiederum, das Prof. Dr. Franz Term er (Würzburg) schildert, erhält seine weltpolitische Bedeutung als wichtigstes Durchgangsland Amerikas vom Atlantik zum Pazifik. Von hier führt die Reife, die uns dieser an Wundern reiche Band des Handbuchs vermittelt, nach Westindien, den großen und kleinen Antillen, eins der wichtigsten Kolonialgebiete des Abendlandes: die ersten Landmarken, auf die die abendländischen Seefahrer bei der Entdeckung der neuen Welt stießen und von unschätzbarer Bedeutung als Etappen- und Durchgangsstationen für die politische und kulturelle Durchdringung Amerikas von Seiten der Weißen. Die Arktis endlich, von der Feder des
Polarforschers Dr. Ernst Sorge, geschildert, schließt den Band ab. Die Fülle des sorgfältig aus- gewählten Bildmaterials ist erstaunlich, die Anschaulichkeit des Textes vorbildlich.
— Werner Philipp: Joan Peresve- tov und feine Schriften zur Erneuerung des Moskauer Reiches. („Osteuropäische Forschungen", Neue Folge, Band 20). Herausgeber Professor Dr. Otto Hoetzsch. Kartoniert 5,20 RM. Im Ost-Europa-Verlag, Königsberg Pr. — (182) — Bevor Peresvetov gegen Ende der dreißiger Jahre des 16. Jahrhunderts Rußland aufsuchte, hatte er als Ritter im Dienste Polens, Siebenbürgens, der Moldau und Böhmens Gelegenheit, Einblick in den inneren Zustand der Länder des nahen Ostens und darüber hinaus Kunde vom türkischen Reich zu gewinnen. In diesem sieht er das machtvolle Vorbild für eine Erneuerung Moskaus. Die Pläne Peresvetovs erstreckten sich auf eine Reform des Heerwesens, der Finanz- und Rechtsverwaltung und auf die Befreiung der Bauern. Zugleich mit der praktischen Gestaltung strebte er auch die Ueberroinbung der bisherigen Staatsordnung in der Theorie an. Indem Peresvetov die beherrschende Idee von Moskau dem Dritten Rom überwindet, zeigt er für Rußland einen Weg staatlicher Entwicklung, der dem westeuropäischer Länder ähnlich ist. Weil die Untersuchung den Moment des Einbruches der modernen politischen Gesinnung in Rußland zeigt, ist sie von Belang für jeden, der sich für die Entwicklung des staatlichen Denkens in Europa interessiert.
— Anna Charlotte Wutzky: Pepita, die spanische Tänzerin. Roman aus dem alten Berlin. Mit Bildschmuck von Hans Wilder- mann. 339 Seiten. Gustav Bosse Verlag, Regensburg 1936. — (180) — Anna Charlotte Wutzky, die sich durch zahlreiche Musikernovellen und durch ihre „Freischütz"- und Lortzing-Romane bekannt gemacht hat, führt den Leser diesmal in das Berlin der Mitte des vorigen Jahrhunderts, in feine Künstler- und Gelehrtenkreise, in eine Welt voll hoher Geistigkeit, aber auch erfüllt von List und Ränkespiel. Der Roman erfährt durch Hans Wildermanns Bildschmuck eine besondere Bereicherung.
— Karl Kaltwasser: Das Schicksalsbuch. Eine wahre Geschichte um „Volk ohne Raum". (Die kleine Bücherei, Nr. 78.) Preis 80 Pf. Albert Langen / Georg Müller, München, 1937. — (197.) — Diese Geschichte um Hans Grimms berühmtes Buch „Volk ohne Raum" erzählt, wie die Tochter eines Bauernhauses im Kampf um die Seele eines jungen Deutschen, der während der Nachkriegsjahre in die Fremdenlegion geriet, ihre Zuflucht zu jenem großen deutschen Schicksalsbuch nimmt und wie dieses aufrüttelnde Werk in das Leben dieses Menschen eingreift, wie es sein Schicksal entscheidet und aus Not und Gefahr endlich zum Guten wendet. Diese wahre Geschichte ist so klar und schlicht erzählt, wie sie sich tatsächlich zu- getragen hat.
— „Konrad reist mit sieben Frauen." Roman von Lisa Schultze - Kunstmann. (Verlag Scherl, Berlin. Geh. 2,50, Leinen 3,80 RM. — (211) — Als einziger Mann in einem bunten Kranz von sieben Frauen fährt der Reisebegleiter Konrad Angermann beruflich im Frühsommer an den Bodensee. Und da er sympathisch und umgänglich ist und außerdem die Sehenswürdigkeiten und Schönheiten dieser Landschaft gut zu erklären weiß, hat er sich bald die Herzen aller erobert, fast gegen seinen Willen. Aus den verschiedensten Kreisen stammen diese Frauen, die Weltdame ist ebenso vertreten, wie die Gutsbesitzerin, die Krankenschwester, wie die Hausverwalterin; aus allen möglichen Gegenden kommen sie, um sich vom Alltag zu erholen, an das schwäbische Meer, wo der Sommer zuerst in Deutschland einkehrt. Sie bilden bald eine gute Kameradschaft, die auch durch den stillen Wettbewerb um den einzigen Mann keine Trübung erfahren kann. Der Reiz, der über der sonnigen Landschaft Süddeutschlands liegt, wird in diesem flott und amüsant geschriebenen Buch lebendig und umfängt den Leser. Eine vergnügliche Lektüre für sommerliche Stunden.
— L6on Degrelle: Meine Abenteuer in Mexiko. 94 Seiten. Deutsch von Charlotte Demmig, Tertzeichnungen von Paul Wellens. Literarisches Institut P. Haas & Cie., KG., Augsburg. — (166) — Das Bändchen wurde vor dem Aufkommen der Rex-Bewegung und ihrem Eintritt in
das politische Leben geschrieben; wer Degrelle, den Vorkämpfer einer jungen Generation in Belgien, als Persönlichkeit auf sich wirken lassen will, findet sie in diesem Erlebnisbericht aus Mexiko in ursprünglicher Frische und Menschlichkeit.
— D r. Paul Danzer: Geburtenkrieg. (Heft 3 der Reihe „Politische Biologie.) I. F. Lehmanns Verlag, München. Preis kartoniert 1,50 Mk. — (254) — Diese Schrift verficht den Gedanken, daß es nicht genügt, wenn die Erbmasse von artfremden und kranken Bestandteilen gereinigt wird, es muß aus der gesunden Erbmasse auch tatsächlich eine ausreichende Zahl deutscher Kinder hervor- gehen, so ausreichend, daß damit das deutsche Volk erhalten und einer starken Zukunft entgegengeführt werden kann. Damit soll keineswegs eine Politik der „Quantität um jeden Preis" vertreten werden, vielmehr soll sie eine Ergänzung nach der Seite der Erhaltung des lebendigen Volksbestandes sein. Unsere Kinder sollen nicht nur gesund und artrein sein, sondern auch geboren werden. Diese drei Forderungen bilden eine untrennbare Einheit. In dem Kamps um die Erhaltung und Lebenserneuerung unseres Volkes kommt es auf jedes einzelne Elternpaar selbst an, auf dessen freien Entschluß, auf seine geistige Haltung.
— Rekruten des Führers. Herausgegeben von Leutnant Hans Flemming im Jnf.-Rgt. 52. (Dr.> Hans Riegler Verlag für vaterländische Literatur, Berlin SW 11. Geb. 3,50 Mark. — |236J —) In diesem Buche kommt die Jungmannschaft unseres neuen Heeres zu Wort. Der Herausgeber hat nach feinen Beobachtungen unter feinen Rekruten diesen im Einverständnis mit dem Kompaniechef den Vorschlag gemacht, jeder möge in seinen Freistunden sein schönstes Soldatenerlebnis aufschreiben, und die besten Arbeiten sollten durch einige Buchpreise belohnt werden. Bereits die ersten Niederschriften enthielten eine Fülle wertvoller Gedanken. Das Ergebnis des andauernd fortgeführten Wettbewerbs und der Sichtung des Materials ist nun dieses Buch, in dem „der Rekrut, der Jahrgang 1914 spricht". 42 fesselnde Aussätze berichten aus allen Gebieten des Lebens unserer jungen Soldaten, und etwa 50 gute, ausgesuchte Bilder aus den drei Teilen unsere Wehrmacht bereichern das an sich schon sehr interessante Buch noch in besonders guter Weise. Der Herausgeber sagt über den Zweck dieses Buches: „Es ist bestimmt für die alten Soldaten und für die jungen Soldaten und für die Jugend. Es ist ein Buch, entstanden durch Rekruten aller Volksstände und Volksschichten. Es will zum Volke sprechen!" Dieser Bestimmung wird das fein gestaltete Buch in bester Weise gerecht. Man lieft es darum auch mit stärkstem Interesse und gibt ihm als alter Soldat gern die beste Empfehlung mit auf den Weg.
— Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins. Herausgegeben von Karl Glöckner und Carl Walbrach. Neue Folge. 34. Band. Gießen 1937. Verlag: von Münchowsche Universitäts-Druckerei Otto Kindt, G. m. b. H. — (239.) — Der neue Band der Mitteilungen wird eingeleitet durch die Nachrufe auf zwei kürzlich verstorbene, hochverdiente Mitglieder des Vereins, Otto Behaghel und Louis Frech. — Der weitaus größte Teil des Raumes wird eingenommen von der sehr gründlichen und umfänglichen Arbeit „Alte Straßen und Wege in Oberhessen" von Kammerdirektor a. D. K. Th. Ch. Müller (II. Teil: Das Gebiet zwischen der „Rechten Nidderstraße" und der „Straße durch d[e kurzen Hessen".) Die Untersuchung, durch eine Übersichtskarte veranschaulicht, erstreckt sich im einzelnen auf die Namen der besprochenen Straßen, den Straßenzug nach den Karten und im Gelände, ferner auf die geschichtlichen und vorgeschichtlichen Siedelungen und Zeugnisse an und nahe der Straße. Eine Fülle von Kartenmaterial und einschlägiger Literatur ist in der verdienstlichen Untersuchung verarbeitet. — Eduard Edwin Becker berichtet über Alsfelder Regesten des Staatsarchivs zu Marburg und erschließt eine Heimat- und familiengeschichtlich wichtige Quelle. Historisch, auch kulturhistorisch, bemerkenswert und ergiebig ist die Abhandlung über die Badenburg von Carl Walbrach; in den Anmerkungen ist ein umfangreiches Schrifttum angezogen. Das Forstwesen, im besonderen die hessische Forstgeschichte, ist berücksichtigt in dem Beitrag „Die Geschichte eines ober- hessischen Stadtwaldes" von Richard Jmmel, der ausführlichen Besprechung der Gießener Dissertation „Geschichte des Butzbacher Stadtwaldes" (1936) von Norbert Schick. Eine Anzahl gründlicher Buchbesprechungen rundet der Inhalt des 34. Bandes ab.
— Die persönliche Note der Frau findet ihren Ausdruck nicht nur darin wie sie sich kleidet, sondern vor allem auch, welche modischen Kleinigkeiten sie zur Vervollständigung ihres Anzuges wählt. Für eine flotte Kappe, ein Paar schöne Handschuhe, eine handgearbeitete Tasche gibt Beyer-Band 369 „K a fixen, Schals, Handschuhe" (Beyer - Verlag, Leipzig-Berlin, Preis 0,50 RM.) neuartige Modelle aus Wolle und Leder gearbeitet. Das Nacharbeiten nach genauen Anleitungen und naturgroßen Schnitten des beigegebenen doppelseitigen Schnittbogens ist leicht. Auch für den Herrn und das Kind find nette Handschuhe und Mützen enthalten.
— Männer wissen warme Wollkleidung in den kühlen Tagen besonders zu schätzen und sind dankbar, wenn man ihnen einen schonen Pullover, eine Strickweste, wollene Strümpfe oder dergleichen nützliche Dinge arbeitet. Vielseitige Anregung und beste Anleitung dazu bietet Beyers Handarbeits-Vorlage für Schule und Haus Nr. 53 „Strickkleidung und Strümpfe für Herren" (Beyer-Verlag, Leipzig-Berlin, Preis 0.40 RM.) Wenn man sich nach den klaren Beschreibungen, die von vielen Arbeitsproben unterstützt werden, genau richtet, muß von einfachen Socken angefangen bis zu dem sportgerechten Pullover alles gelingen.
— Ein kleines Mädchen nett anzuziehen mit geringen Kosten zeigt Beyer-Band 370 „W ollenes für das Schulkind" (Beyer-Verlag- Leipzig- Berlin, Preis 0.50 RM). Man findet Kleider, Anzüge, Pullover, Mützen und Schals für Kinder von 6 bis 14 Jahren, aber auch mollige Schlafanzüge, Bettjäckchen und einen Morgenanzug, — alles zum Selbstarbeiten. Genaue durch einen großen Schnitt und Arbeitsbogen ergänzte Anleitungen zeigen, wie schone Grundmuster in Häkel- und Strickarbeit entstehen und wundervolle Knaben- und Mädchenkleidung ergeben.
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Das Radiowunder
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Schwundausgleich (voll wirksam), automatische Trennschärferegelung, leucht-Amplimeter, Stumm-Abstimmung ... und keine Rück* kopplung mehr zu bedienen, also wirkliche Einknopfabstimmung. Der Empfang: reichhaltig und sicher. Der Klang: groß und echt (mit Baßanhebung) • Wechselstrom: 166.50 + 29.50 -- RM. 196.— m.& • Atiitro®; 184.— + 29.**»* RM, tn. R.[ohne Gleichrichter-R.J
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DR. DIETZ & R
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