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Aus aller Welt
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allem auch die alljährlichen Theateraufführungen abgehalten. Sie müssen nun völlig unter» bleiben, weil andere geeignete Räumlichkeiten nicht zu finden sind. Der „Große Saal" war übrigens auch die Feierstätte der reichsdeutschen Kolonie Oberschlesiens, die hier an den nationalen Feiertagen des Dritten Reiches Ausammenkam. Gegen die Schließung des chotelbetriebes ist beim Wojewodschastsamt Kattowitz Einspruch erhoben, worden.
Blutiger Wahlkampf in Frankreich.
Paris, 9. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die in Frankreich bevorstehenden Kantonalwahlen kündi- aen sich durch blutige Auseinandersetzungen im ganzen Lande an. In der kleinen Gemeinde Mitry Mory im Departement Seine et Marne, wo die französische Volkspartei D o r i o t s eine Wahlversammlung durchführte,
Schulmänner auf Vorposten
3m Oeutschlandlager der Auslandslehrer.
Don Or. Inh Iessel.
vier Personenwagen, darunter einem Reisecabriolet mit 180 PS und einer Geschwindigkeit von 170 Kilometerstunden vertreten. Maybach hat fünf Wagen ausgestellt. Adler zeigt vier Wagen und ein Chassis, darunter den Zweieinhalb-Liter-Wagen, der dank seiner aerodynamischen Karosserie eine Spitzengeschwindigkeit von 130 Kilometer erreicht. Der Opel -Stand ist mit vier Wagen besetzt. Vier Wagen und ein Chassis zeigt Hanomag. Büssing - R A G. hat zwei riesige Lastwagen-Chassis mit Dieselmotor und ein kleineres ausgestellt. Ferner zeigen bei den Zubehörteilen die französische Firma Lavalette die Erzeugnisse der B o schwer k e, die französische Firma Pneumac Continental- Reifen sowie die Zahnradfabrik Friedrichshafen und Fichtel & Sachs ihre Erzeugnisse.
Schachkampf Euwe — Aljechin 1:1.
Die zweite Partie im Weltmei st erkämpf Euwe — Aljechin wurde durch Aljechin, der die weißen Steine führte, mit einer Dameneröffnung eingeleitet. Es folgte die slawische Verteidigung. Rach 40 Zügen wurde das Spiel in einer Stellung
mit Gewinnäussichten für Aljechin abgebrochen. Im Endspiel gab Afiechin seinen 41. Zug offen ab. Euwe, der seine Stellung nochmals überdacht hatte, gab daraufhin auf. Der Stand ist mithin 1:1.
Zwei zwölfjährige Schüler als Einbrecher.
In den letzten Monaten wurden in Trier und in der Umgebung eine Reihe von Einbrüchen verübt. Vorwiegend wurden Lebensmittelgeschäfte davon betroffen. Auch Wochenendhäuser wurden erbrochen und ausgeräubert. Die Einbrecher bevorzugten Geschäfte, in die sie durch offenstehende Oberlichter einsteigen konnten Als der Kriminalpolizei von zwei Familien mitgeteilt wurde, daß ihre zwölfjährigen Söbne sich seit einigen Tagen von Hause entfernt hätten, kam man auf die Spur und konnte bald die beiden „Vermißten" als die Täter festnehmen. Bis jetzt konnten den ju- aendlichen Verbrechern sieben Einbrüche nachgewiesen werden. Da die Täter noch nicht strafmündig sind, wurden sie in eine Fürsorgeanstalt gebracht.
7 Tote bei einem Verkehrsunglück in Amerika.
Ein schweres Verkehrsunglück ereignete sich in dem Ort Gary in Indiana (USA.) Hier stießen zwei Kraftwagen auf einem Bahnübergang in dem Augenblick zusammen, als ein Zug die Strecke passierte. Beide Autos wurden von dem Zuge erfaßt. Sieben Personen kamen dabei ums Leben, vier wurden schwer verletzt.
2 Tote bei einem Einsturzunglück in Brescia.
In Brescia (Oberitalien) ereignete sich ein schwerer Unfall, bei dem zwei Arbeiter ums Leben kamen. In einer Fabrik stürzte das Dach einer Maschinenhalle, an dem Ausbesserungsarbeiten vorgenommen wurden, ein und begrub 15 Arbeiter unter den Einsturztrümmern. Bei den Aufräumungsarbeiten konnten neben den beiden Toten acht Schwerverletzte geborgen wer- den. Die übrigen Verschütteten haben keinen Schaden davongetragen.
Kunst und Wifsenschast.
Großer Erfolg des römischen Augusieum-Orchesters in Vertin.
Auf seiner Deutschland-Reise gab das Augu- steum-Orchester aus Rom ein Konzert in der Berliner Philharmonie, das ihm und seinem Dirigenten Bernardino Molinari einen großen Erfolg brachte. Die Reichsminister Dr. Goebbels und Frick, die Präsidenten der Reichsmusikkammer und der Reichstheaterkammer Prof. Dr. Raabe und Ministerialrat Dr. Schlösser wohnten dem Konzert bei, ebenso Staatsrat Dr. Furtwängler, Botschafter A 11 o l i c o und der Gründer des Augusteum-Orchesters Graf San Martino. Beethovens VI. Symphonie und der „Till Culenspiegel" von Richard Strauß sowie Kompositionen von Malipiero und Respighi bildeten die Dortragsfolge. Die Darbietung war ein Zeugnis für die hervorragende Klangkultur und Spieldisziplin des Orchesters wie für die Gestaltungskunst des Dirigenten.
Reichsfilmtagung der HI. in Hamburg.
Auf der HI. - F i l m t a g u n g in Ham- bürg folgten nach den Ausführungen über die Arbeit der Parteifilmstellen und der Reichsfilmkammer Vorträge über Spezialgebiete aus dem Film. Der junge Regisseur der Ufa, Eduard von Bor - s o d y , dessen erster Film „Brillanten" demnächst aufgeführt wird, entwickelte vor den Jungen und Mädeln die Entstehung des Films von der Pla- nung bis zur Fertigstellung. Gerhard Menzel machte mit dem Wirken des Drehbuchautoren bekannt. Seine praktischen Vorschläge für die tätige Mitarbeit junger Menschen am Film faßte er zusammen in dem Appell an die Jugend, den Film als modernes kulturelles Erleben zu fördern. Dor den Tagungsteilnehmern liefen die Filme „Reifende Jugend" und „Das Gespenst auf Reisen".
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Die in westöstlicher Richtung über das europäische Festland sich erstreckende flache Tiefdruckrinne füllt sich langsam weiter auf. Sie ist jedoch noch immer für unser Wetter bestimmend, und es herrscht in ihrem Bereich in fast ganz Deutschland ruhiges, meist diesiges und bewölktes Wetter, das strichweise auch leichten Regen bringt. Eine durchgreifende Aenderung ist noch nicht au erwarten, doch besteht die Tendenz zu Wetterbesserung.
Aussichten für Sonntag: Morgens viel- fach dunstig oder nebelig, sonst bewölkt bis auf» heiternd und nur noch vereinzelte geringfügige Niederschläge. Temperaturen wenig geändert, schwache Luftbewegung.
Aussichten für Montag: Morgens vielfach nebelig, sonst im wesentlichen freundliches Herbstwetter.
Lufttemperaturen am 8. Oktober: mittags 11,4 Grad Celsius, abends 9,9 Grad; am 9. Oktober: morgens 8,8 Grad. Maximum 12,4 Grad, Minimum heute nacht 8,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. Oktober: abends 10,7 Grad; am 9. Oktober: morgens 10 Grad. — Niederschläge 1,2 mm.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr W. Lange: für Feuilleton: Dr.Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 37: 9248. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
Horst Wessel.
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Am 9. Oktober hätte Horst Wessel sein dreißig- 1 stes Lebensjahr vollendet, wäre er nicht ein Opfer Der roten Mordkommune geworden. Das Schicksal ; hatte ihm den Heldentod im Kampfe um Deutsch- ' lands innere und äußere Freiheit, um seine Wie- , bergeburt, um die Ueberwindung des Klassenhasses < und die Schaffung einer vorn Geiste echtester Volksgemeinschaft durchtränkten Nation bestimmt. Wohl ging er von seinen Kameraden, aber ein doppeltes Erbe hinterließ er: die rückhaltlose, vorbildliche Einsatzbereitschaft für die großen Ziele des Nationalsozialismus und das 3ur Nationalhymne gewordene Sturm- und Kampflied: „Die Fahne hoch, die Reihen festgeschlossen ..." Dieses Lied hatte seine Geburtsstunde in einer der vielen und hefttgen Auseinandersetzungen mit den Jüngern Moskaus, die Horst Wessel und seinen Sturm mit tödlichem Haß verfolgten. Ungeheuerlich war es in ihren Augen, haß dieser Sturm es wagte, inmitten einer kommunistischen Domäne im Herzen Berlins nicht nur das Hakenpreuzbanner zu zeigen, sondern für die Sache Adolf Hitlers zu werben. Horst Wessel ließ sich nicht einschüchtern oder abschrecken, er führte den Kampf, mochten bei den Aufmärschen die roten Horden seinen Sturm mit noch so grimmigem Geheul begleiten. Ja, auf die tausendfachen Herausforderungen der Roten antwortete er eines Tgges mit einem Demonftrationsmarfch zu ihrem Hauptquartier, dem Karl-Liebknecht-Haus, in dem die jüdischen bolschewistischen Drahtzieher, von Rot- Front wohl bewacht, saßen und an die roten Mord- folonnen die Parolen ausgaben. Jubelnd wurde dieser Vorstoß von der gesamten deutschen SA. aufgenommen, hatten es doch die Roten nicht gewagt, trotz ihrer gewaltigen Uebermacht dem Häuflein entschlossener Nationalsozialisten den Weg zu verlegen. Den Sieg der nationalsozialistischen Revolu- tion hat Horst Wessel nicht mehr erleben, den Erfolg feines Kampfes nicht mehr sehen dürfen. Dafür ist er in die Sturmabteilung der unsterblichen Freiheitskämpfer im Braunhemd eingetreten. Zur Erinnerung an die 30. Wiederkehr seines Geburtstages findet am Samstag auf dem Küstriner Platz in Berlin ein großer Appell statt, zu dem 16 000 SA.-Männer aufmarschieren werden. Im Mittelpunkt der Gedenkfeier steht eine Ansprache des Berliner Gauleiters, Reichsminister Dr. Goebbels. D. S.
(Sine kurzsichtige Einstellung.
Die englischen Konservativen haben auf ihrem Parteitag eine Entschließung angenommen, die von der Regierung fordert, die Einheit und Geschlossenheit des allbritischen Reiches zu wahren. Das soll sich gegen die vom Führer und Reichskanzler mit Recht erhobene Forderung richten, den deutschen Kolonialbesitz wieder zurückzugeben aus Gründen, die so einwandfrei sind, daß sie niemand widerlegen kann. Die deutschen Kolonien, die England als Mandate vom Völkerbund übertragen worden sind, sind im Verhältnis zum brittschen Kolonialbesitz verschwindend gering, sie sind weder räumlich noch wirtschaftlich für England ausschlaggebend. Deutschland ist gewissermaßen erst unmittelbar vor Toresschluß als Kolonialmacht aufgetreten, denn als es die Schutzverträge über Deutsch-Ost- und Deutsch-Südwestafrika abschloß, war der übrige schwarze Erdteil schon fast ganz aufgeteilt. Deutschland hat seine Kolonien nicht etwa erobert wie England und Frankreich das mit ihrem getarnten Kolonialreich getan haben, sondern reael» recht durch Schutzverträge erworben. Die industriell hochentwickelten Staaten Europas mit ihrem starken Volksdruck brauchten Kolonialräume, um Rohstoffe zu gewinnen und Menschen ansiedeln zu können. Deutschland fragt nicht danach, ob England und Frankreich über die Menschen verfügen, um ihr Kolonialreich entwickeln zu können. Wenn Frankreich und England sich so auf den rechtswidrigen Mandatsdesitz versteifen, dann sieht das fast so aus, als ob sie fürchteten, die innner wieder erprobte kolonisatorische Kraft und Fähigkeit der Deutschen könnte die kolonisatorische Leistung der Engländer und Franzosen in den Schatten stellen. Tatsache ist jedenfalls, daß die früheren deutschen Kolonien sich unter der Mandatsverwaltung zwar gut entwickelt haben, daß dies aber in der Hauptsache darauf zurückzuführen ist, daß diese Entwicklung von den Deutschen jahrzehntelang vorbereitet worden ist. Die englischen Konservativen sollten sich daran erinnern, daß es der Ruhm der englischen Polittk war, in Erdteilen und in Jahrzehnten zu denken. Es dient dem gemeinsamen sozialen und wirtschaftlichen Wiederaufitteg, wenn Deutschland Gebiete kolonisiert, für die es Frankreich und England auf die Dauer an Menschen fehlt.
Neue Schikane gegen das Deutschtum Ostoberschlesiens
Königshütte, 8. Okt. (DNB.) Unter der Begründung, daß die Räumlichkeiten den baupolizeilichen Erfordernissen nicht mehr genügten, hatte die Polizeidirektion kürzlich sämtliche G a st - und Vereinszimmer des Hotels „Graf Reden" räumen und schließen lassen. Nun wurde auch die Schließung sämtlicher Hotelzimmer und des „Großen Saales" unter der gleichen Begründung angeordnet. Der Hotelverwaltung ist unter Strafandrohung verboten worden, inzwischen begonnene Jnstandsetzungsarbeiten fortführen zu lassen, weil angeblich versäumt worden war, die Umbau- und Jnstandsetzungspläne der Baupolizei rechtzeitig vorzulegen. Die Schließung des Hotels „Graf Reden" bedeutet einen schweren Schlag für das Deutschtum Oberschlesiens. Das Hotel und besonders der „Große Saal" waren der Sammelpunkt des Deutschtums von Korngshutte und seiner weiteren Umgebung. Hier wurden sämtliche großen kulturellen Veranstaltungen und vor
Jährlich schon fanden Auslandslehrertagungen statt, bald in dieser, bald in jener Stadt Deutschlands. Aus allen Ländern Europas und aus lieber- fee tarnen die deutschen Auslandslehrer zusammen, um Vorträge zu hören, ihre Gedanken auszutauschen und um dann wieder mit neuen Anlegungen für fruchtbare Arbeitsgestaltung an ihre Wirkungsstätte zurückzukehren. In diesem Jahre war die Art des Zusammenkommens erstmalig eine andere. Ein eherner Bestandteil des nationalsozialistischen Brauchtums ist das Lagerleben. Nur in dieser Lagerform kann wahre Kameradschaft gepflegt werden. Der Auslandslehrer, der vielfach auf einsamem Posten im Auslande steht, bedarf besonders dieses Erlebnisses der Kameradschaft. Ihm wird das Lagerleben zur doppelten Kraftquelle.
So hat man in diesem Jahre bewußt — und in Zukunft wird es nicht anders sein — den neuen Lebensstil der nationalsozialistischen Gemeinschaft gewählt: das Lager. Der (Sauamtsleiter des NSLB. Gau Ausland, Pg. Lehne, suchte ein schönes Fleckchen Erde aus. Tailfingen liegt in der Schwäbischen Alb und bietet durch seine landschaftliche Schönheit großartige Reize. In dieser Abgeschlossenheit vom Großstadtleben, wo einer auf den anderen angewiesen war, da empfand ein jeder, daß er dem Kameraden feine Nöte mitteilen konnte. Durch diese Art des Zusammenseins und durch das kameradschaftliche „Du", welches von vornherein manche Hemmungen beseitigte, lösten sich die Zungen leichter, und dje Ebene für eine kameradschaftliche Unterhaltung war vom ersten Augenblick gegeben. Der deutsche Erzieher im Ausland darf nicht nur Wissensvermittler sein, sondern es kommt ebenso sehr darauf an, Kamerad zu fein und dadurch den vielen, die im Ausland noch für den Na- tionalfozialismus geworben werden müssen, Vorbild zu werden. Um dazu in der Lage zu sein, muß er selber, ob Direktor oder Volksschullehrer, gelernt haben, sich voll und ganz in den Geist der Gemeinschaft hineinzufinden. Für den deutschen Erzieher 'm Ausland ist es von besonderer Bedeutung, daß er sich ganz für den heutigen Staat einsetzt, da ihm die Jugend, die später einmal deutsches Wesen und deutsche Lebenshaltung im Ausland vertreten soll, anvertraut ist. Wie oft steht er vereinzelt auf Vorposten und hat damit die Last einer ungeheuren Verantwortung auf seinen Schultern.
Das Programm des Deutschlandlagers war reichhaltig. Don Formalübungen mußte infolge der Kürze der Zeit vollkommen abgesehen werden. Aber den gleichen Rock trugen doch alle. Die Uniform liegt dem deutschen Wesen. Sie soll nicht eine Gleichmacherin im schlechten Sinne zum Ausdruck bringen, sondern unter Beweis stellen, daß alle dem gleichen geistigen Ziel zustreben: politische Soldaten Adolf Hitlers zu sein. Für körperliche Betätigung war durch den Frühsport gesorgt. Da es sich in erster Linie um die weltanschauliche Schulung handelte, wurde der Hauptwert auf gut ausgesuchte Vorträge gelegt. Alle Teilnehmer haben ungeheuer viel von den Vorträgen mitgenommen. Diese weltanschauliche Schulung hat dazu beigetragen, die Auslandslehrerschaft einheitlich auszurichten. Es ist längst klar geworden, daß das Gei
stesgut des Nationalsozialismus nicht an den Grenzen des Reiches haltmachen darf, sondern auch alle reichsdeutschen Volksgenossen im Ausland lebendig erfassen muß. Die Aufgabe des Auslandslehrers besteht aber darin, dafür Sorge zu tragen, daß der Nationalsozialismus wirklich das einigende Band für alle im Ausland lebenden Deutschen wird.
Eine andere Ausgabe des Lagers war es, die Auslandslehrer erneut mit der Heimat zu verbinden. Sind doch viele unter ihnen, die jähre- lang in Uebersee ober Ostasien Dienst getan haben, ohne inzwischen die Heimat wiederzusehen. Für sie alle ist es ein großes Erlebnis, den Pulsschlag der Heimat wieder zu fühlen. Die Kenntnis des deutschen Vaterlandes wurde erweitert durch eine Fahrt an den Bodensee. An einem anderen Tage waren wir Gäste der Wehrmacht in Tübingen, wo die modernsten Gefechtsübungen vorgeführt wurden. Welch eine Begeisterung für das wehrhafte Deutschland wurde durch einen zündenden Vortrag in den Herzen aller geweckt! In einem Lanojahr- lager sahen wir, welches die wichtigen Aufgaben dieser Einrichtung sind. Das L a n d d i e n st l a g e r in Reutlingen öffnete uns in gastfreier Weise seine Pforten, so daß jeder einen überwältigenden Eindruck von dieser Stätte wahrer Volkserziehung bekam. Den Höhepunkt des gesamten Lagers bildete die G u stl o f f - F e i e r im Haus der deut- schen Leistung in Stuttgart, der Stadt der Ausländsdeutschen, wo im Auftrage des Gauleiters Bohle ein Bild des ersten Opfers der Auslandsorganisation enthüllt wurde. Der festliche Akt war von einer würdigen Feier umrahmt.
Das dritte Moment des Lagerlebens war die Kameradschaft. Aus allen Teilen der Welt, aus China, Japan, Amerika, Afrika und vielen europäischen Ländern waren die Lehrer zusammengeströmt und schon auf dem ersten Gemeinschaftsabend zu wirklichen Kameraden geworden. Da wußte ein jeder unendlich viel zu erzählen. Ueber- all ist die Lage der deutschen Auslandsschulen verschieden, je nach dem Spielraum, der ihr durch das Gastland 'gewährt wird. Es würben nicht schwere Probleme gewälzt, sondern dieser erste Abend stand unter dem Motto: Kamerad, erzähl! Dieses Band der Kameradschaft wurde stärker von Tag zu Tag und griff auch auf die Bevölkerung des sauberen Jndustriestädtchens Tailfingen über. Ein volkstümlicher Abend vereinte die Bevölkerung mit den Lagerteilnehmern. Eine Reihe Auslandslehrer nahm noch teil an der großen Tagung der Ausländsdeutschen in Stuttgart und anschließend am Reichsparteitag. Dann heißt es wieder Abschied nehmen vom heiligen deutschen Boden. Ein jedes kehrt erfüllt von dem, was er gesehen und erlebt hat, wieder zurück in seine zweite Heimat, um den deutschen Volksgenossen dort draußen von der Größe des Vaterlandes zu erzählen. Dank unserem Führer kann der Ausländsdeutsche wieder mit Stolz von seinem Vaterland -sprechen. Diesen Gedanken der engen Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen, ganz gleich, in welchem Lande sie wohnen, wachzuhalten und immer wieder in die Herzen aller Volksgenossen im Ausland einzuhämmern, das ist die große Aufgabe des deutschen Auslandslehrers.
Unterbringung älterer Angestellter.
Das Arbeitsamt Gießen bittet um Veröffentlichung folgender Notiz: „Auf Grund der Anordnung zur Unterbringung der älteren Angestellten hatte, wie die Deutsche Arbeits-Korrespondenz meldet, der Kaufmann Hornberger aus Zwickau vom Arbeitsamt drei ältere Angestellte zur Einstellung zugewiesen erhalten. Trotz mehrfacher Hinweise stellte er jedoch nur einen davon ein und lehnte die zwei anderen ab. Das Arbeitsamt mußte ihn schließlich vor das Gericht zitieren, wo er zu einem Monat Gefängnis und 2000 Mark Geldstrafe ver- urteilt wurde."
Der Pariser Autosalon 1937 eröffnet.
Der Parifer Autosalon 19 3 7 , neben der Weltausstellung eine große Sehenswürdigkeit in der französischen Hauptstaot, hat seine Pforten geöffnet. Außer den zweiundzwanzig französischen Autofabriken haben zehn amerikanische Firmen ihre Erzeugnisse ausgestellt, ferner sieben englische, drei italienische, zwei tschechische und eine belgische. Die deutsche Beteiligung ist mit' sechs ausstellenden Werken sehr eindrucksvoll. Mercedes ist mit
stürmten kommunistische Horden den Versammlungsraum. Die Störungsaktion wurde von b.em Bürgermeister der Gemeinde geiet» t e t. Die Kommunisten schossen auf die Polizei. Ein Polizeiinspektor wurde durch einen Kopfschuß schwer verletzt. Eine Reihe von Verletzten, ein völlig demolierter Dersammlungssaal und schwer beschädigte Kraftwagen waren das Ergebnis der Versammlung.
In C a m b r a i wurden in einer Kommunisten- Versammlung mehrere Gegner von einer lieber- macht von Kommunisten überfallen und mißhandelt. Einer wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Rechtskreise versammelten sich nach diesen Vorfällen zu einer Protest- tunbgebung vor dem Rathaus und verlangten vom Polizeikommissar die Auflösung der kommunistisch-marxistischen Versammlung. Horden von Kommunisten gingen gegen die Protestierenden vor. Es gelang der Polizei mit vieler Mühe, die Kämpfenden zu trennen.
Cütermanns cAafaeida
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