Hr.210 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag. Q.Zeptember 1057
446er im Kampf um den Hochberg bei Homberg.
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Die Beobachtungstelle des Regimentsstabes.
Rasch wurde auch in Furten der Fluß überquert.
Rach der Gefechtsübung bei Burkhardsfelden und Reiskirchen marschierte unser Gießener Jnf.-Rgt. 116 nach Nordosten weiter in Richtung Homberg. In dieser Gegend befand sich bereits unsere Gießener 111. A b t. A r t. - -R g t. 9 bei ihren Hebungen. Am Dienstagabend kamen die Truppen in die unmittelbare Nähe von Homberg a. d. Ohm. Ueberall war den Soldaten die herzliche Sympathie der Bevölkerung bewiesen worden. Auch die Hom- berger ließen es daran nicht fehlen.
In großen Scharen stand die Bevölkerung auf den Aussichtspunkten, von denen aus man das Kampffeld des gestrigen Mittwoch gut einsehen konnte. Besonders die Jugend war mit großer Begeisterung dabei.
JR. 116 überschreitet die Ohm.
Schon gegen 9 Uhr begann es. Rot hielt das rechte Ufer der Ohm, die Stadt Homberg und den breiten Rücken des Hochberges besetzt und versuchte, seine günstige Stellung zu halten. Blau als Angreifer sollte den Fsiiß überschreiten, die steile Höhe bei der Stadt und den nordwärts gelegenen Hochberg nehmen.
nun das ganze Gelände. Der Gegner war in nordöstlicher Richtung bis an den Schweinsberger Wald zurückgeworfen. Von dort aus verteidigte er sich weiter mit heftigem Maschinengewehrfeuer, aber auch dort war die Stellung auf die Dauer nicht zu halten, denn die Artillerie hielt den Waldrand unter Feuer. In der Folge unternahm Rot zu seiner Entlastung einen Gegenstoß mit mehreren Tankwagen. Diese wurden aber unter starkes Artilleriefeuer genommen und konnten Blau aus feiner beherrschenden Stellung auf dem Hochberg nicht verdrängen. Der Angriff wurde abgeschlagen.
Artillerie rückt nach.
Als der Hochberg stark besetzt und sicher im Besitz von Blau war, auch der Tankangriff von Rot keinen Erfolg hatte, rückte die Artillerie, die bisher auf den bewaldeten Höhen südlich der Ohm in Feuerstellung gestanden hatte, in das Tal an der Ohm vor.
Heber Fähren und Drücken.
Der weitere Verlauf der Hebung brachte, nachdem die Kampfhandlung um den Hochberg nahezu abgeschlossen war, eine Fülle von interessanten Ein
zelheiten. Während die Artillerie ihre Stellung vor- oerlegte, traten die Pioniere mit umfangreichem Material auf den Plan und schufen Fähren und Brücken. Zahlreiche Fahrzeuge und die ganze Artillerie galt es über die Ohm überzusetzen Zwei Pontonbrücken wurden gebaut. In kurzer Zeit und in ausgeklügelter systematischer Arbeit wurden die Brücken erstellt. Zuerst passierte leichte Artillerie eine der beiden Brücken, die eine Tragkraft von 9 Tonnen hatte. Etwas weiter unterhalb des Flusses rpurde die zweite Brücke geschlagen, die mit einer Tragfähigkeit von 18 Tonnen für die motorisierte Artillerie bestimmt war Um die Mittagsstunde setzte die Artillerie über. Den Zuschauern bot sich dabei ein großartiges Bild, als die bespannten Geschütze und Wagen über die Brücke geführt wurden. Ohne jeglichen Aufenthalt vollzog sich der Hebergang. Nicht weniger eindrucksvoll der Hebergang der schweren Artillerie. Auch zahlreiche Kraftwagen mußten über den Fluß gebracht werden. Auf zwei Fähren, die auf je zwei Floßboote montiert waren, konnten Kraftwagen und Tankabwehrkanonen in rascher Folge übersetzen. An langen, starken Tauen wurden die Fähren immer
wieder über den Fluß und zurückgezogen, so daß innerhalb kürzester Zeit em stattlicher Kraftwagen oon einem Ufer zum anderen gebracht werden konnte. Die vorhandenen festen Brücken über die Ohm wurden nicht benutzt, da die Lage annahm, daß sie gesprengt seien.
Zu einem großartigen Schauspiel gestalteten sich auch der Uebergang berittener Truppenteile und die Flußüberquerung zahlreicher Kraftfahrzeuge durch Furten. In kühner Fahrt und mit erstaunlicher Sicherheit wurden die Steilufer von den gelände- gängigen Kraftfahrzeugen und von den schweren, mit Raupenschleppern ausgerüsteten Lastkraftwagen genommen. Mit den Pferden war der Uebergang etwas schwieriger, aber auch hier bewiesen die Soldaten ihre gute Ausbildung. Es gab keinen Aufenthalt, keine Stockung Auch Motorradfahrer passierten mit ihren Krafträdern die Steilufer und dis Furten.
Angriff auf den Schweinsberger Wald.
Während die Artillerie und die vielen Fahrzeuge der Truppe den Fluß überquerten, nahm die Kampfhandlung zwischen dem Hochberg '>nd dem Schweinsberger Wald ihren Fortgang. Unter guter Ausnutzung aller Deckungsmöglichkeiten ging Blau gegen den tiefer gelegenen Wald vor der nach der Annahme vom weichenden Feind zur Deckung seines Rückzuges vergast worden war Auch waren die Schneisen und Wege von Drahtverhauen und Sperren aus Stämmen gesperrt Außerdem waren Minen gelegt worden, so daß Blau mit äußerster Vorsicht vorgehen mußte. Die Sperren wurden außerdem von Rot immer noch hinhaltend verteidigt. Mit der schließlichen Eroberung des Waldrandes war die Kampfhandlung abgeschlossen, die Aufgabe von Blau gelöst.
Diele Schlachtenbummler.
Die Hebung unseres Infanterie-Regiments 116 löste in weitem Umkreis größtes Interesse aus. Viele Volksgenossen hatten sich einmal frei gemacht, um Zeuge der militärischen Hebung zu sein Vielen war der Weg über Stock und Stein, in der mittäglichen Hitze und hinauf zum Hochberg nicht zu viel.
Der Hebung wohnten auch die Offiziere des E-Batl. JR. 116 bei Zu Anschauangs- und Lehr- zwecken weilten ferner die Unterführer-Anwärter des E-Bataillons im Uebungsgelände. Die Offiziere des E-Bataillons nahmen ihrerseits die Gelegenheit wahr, den Aufenthalt im Manövergelände zu einer sportlichen Leistung auszunützen. Sie legten in der Nacht zum Mittwoch die Strecke von Gießen nach Homberg zu Pferde zurück und kehrten, ebenfalls im Sattel, am Mittwochabend wieder nach Gießen heim.
Aufnahmen |4]: Neuner, Gießener Anzeigers
Rot als Verteidiger war zahlenmäßig stark unterlegen und mußte sich daher vor allem auf hinhaltende Verteidigung beschränken. Blau brachte erheblich stärkere Kräfte ins Gefecht
Bald knatterten die Maschinengewehre. Dann setzte die Artillerie mit der Vernebelung ein, die innerhalb weniger Minuten das Gefechtsfeld im Ohmtal, die Stadt und zum Teil auch den Hochberg einhüllte. Der zurückgehenden Truppe war dadurch die Sicht genommen. Rasch hatten nun Pioniere die Floßsäcke zu Wasser gebracht und sofort setzte der Uebergang der angreifenden Truppen über den Fluß ein. Unterstützt durch die Vernebelung und im Schutze des Waldes und der Büsche am" Ufer wurden die Mannschaften innerhalb kürzester Zeit übergesetzt. Es gelang Blau, in etwa 15 Minuten starke' Kräfte über den Fluß hinüberzubringen. Berittene passierten den Fluß zum Teil durch Furten.
In raschem Angriff schritt Blau voran, und oftmals sah sich Rot im Zurückgehen den feindlichen Schützen nahe gegenüber. Bald hatten sich die Angreifer der Stadt bemächtigt, setzten aber ohne Pause dem Gegner nach und ließen ihn nicht zum Halten kommen. Gegen 11 Uhr hatte Blau die Kräfte von Rot über den Hochberg zuruckgeworfen, war bis auf die Höhe vorgedrungen und beherrschte!
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Auf Floßbootfähren wurden zahlreiche Kraftfahrzeuge übergesetzt.
Die Artillerie passierte auf schweren Pontonbrücken die Ohm.
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malen können. Und es ist eine der schönsten Szenen in diesem von Wolfgang Liebeneiner mit spürbarer Hingabe, mit Humor und herzlichem Verständnis und einem ganz jugendlichen Temperament in Szene gesetzten Film, wenn zum Schluß die Melodie wieder anklingt, die am Anfang war, „Freut euch des Lebens", und wenn die beiden in ihrem alten „Rattenloch" von Atelier wieder beieinander sitzen, wenn Martin eine Handvoll Kerzenstümpfe vor Monikas Bild entzündet wie zu einer heimlichen Geburtstagsfeier, wenn Monika zu ihm hintritt, der die Frage wiederholt, mit der es anfing — „Liebst du mich ... sehr?" — und wenn er dann ein Gelübde tun will, wie sehr er sich bessern wird fortan, und sie ihm mit einer leisen, unendlich zärtlichen Bewegung das Wort abschneidet: „Versprich mir
„Versprich mir nichts!"
Gloria-Palast.
Sie, Monika, das ist Luise Hllrich. Welch eine herrliche Rolle für sie. Aber man vergißt ganz, daß. es eine Rolle ist, und daß hier etwas gespielt wird. Die Hllrich spielt hier gar nicht, sie ist einfach da, und sie ist bezaubernd, Monika, bezwingend selbstverständlich und natürlich in jeder Regung, jeder Bewegung und jedem Wort, das sie sagt: in ihrer durch nichts zu erschütternden Liebe, in ihrer Angn und großen Verzweiflung, in ihrer Demütigung und ihrer Sorge, ihrem jauchzenden Glück über den jähen Erfolg und meteorhatten Aufstieg — sie erlebt „bte Geburtsstunde eines Genies" und vergeht vor Scham über ihren Betrug aus Angst und lauter Liebe.
Viktor de K o w a ist Martin, der Maler, der Preisträger, der Ehemann, der Geliebte. Wir haben ihn lange nicht so aufgeschlossen und locker spielen sehen, und man hat den Eindruck, als ob gerade diese Rolle diese merkwürdige und verschrobene Figur, ihm besonders läge: er macht das ausgezeichnet, einen jungen Kerl, der wirklich etwas kann, dabei ewig wo anders lebt, in Wölkenkuckucksheim bloß nicht auf der Erde, dabei mit einem furchtbaren Dickschädel begabt und so eigensinnig und unver- nün t g, daß man ihn schütteln und anbrullen mochte Aber man begreift, daß Monika ihn. trotzdem siebt, oder eben deswegen, daß sie alles für ihn auf sich nimmt und immer bei ihm bleibt .. auch ohne Versprechungen. — Hnd dann George.der Kirnst- händler: er ist nicht nur der „rasende Balzac - wo er Antritt, wächst kein Gras mehr —, als den eine Stelle des Drehbuches ihn bezeichnet Er ift ein Mann, der poltert und brummt, der aber auch sehr zart und gütig sein kann, der nicht nur von Kunft und Bildern, sondern auch von Menschen und
Die Melodie „Freut euch des Lebens" geht als musikalisches Leitmotiv durch-diesen Film hindurch wie damals in „Regine" die Volksweise „Blau blüht ein Blümelein". Aber es ist nicht nur eine heitere Melodie, die hier gewissermaßen den Grundton und die Stimmungslage der Handlung angibt, sondern manchmal auch eine verzweifelt traurige und eine, die gleichsam unter Tränen lächelt. Diese Geschichte, bie in ihrer ursprünglichen Form — als Lustspiel von Charlotte Rißmann — im Berliner Staatstheater auf der Bühne erschien, ist eine Künstler- und Liebesgeschichte, beides in einem, und beides nicht voneinander zu trennen, kaum zu unterscheiden. Eine Geschichte von jungen Leuten, vom Malerehepavr, das in einem elenden „Rattenloch häuft und buchstäblich am Verhungern ist. Der Mann ist ein begabter Maler, die Frau ist nichts als feine Frau, sie malt nicht, aber sie sorgt für ihn, der immer in einer anderen Welt lebt, sie opfert sich für ihn, sie liebt ihn ganz einfach — wie einen Bruder, wie einen Geliebten, wie ihren Mann, sonst gibt es nichts auf der Welt. Das Schlimme ist, daß der Mann sich weigert, mit feinen Bildern Geld zu verdienen, well er glaubt, daß sie es nicht wert sind, daß er noch nicht reif ist. Er stößt zur B-rzweistung der kl-inen Frau, selbst willige, freundliche zum Kauf bereite Besucher vor den Kopf ... dieser Martin Pratt, aber wenn Monika, die Frau, die Unter,chnst unter den Bildern - M. Pratt - für die ihre ausgeben will, als ob f i e das alles gemalt hatte. - bitte schön. Und also wird aus der Liebesgeschichte, aus der Maler- und Bohemegeschichte die Geschichte eines unglaublichen Schwindels und eines heftigen Skandals - da nämlich die Bilder (wie f,e es per- bienen) einen ganz großen Erfolg haben, Da „JJL Pratt" einen herrlichen Austrag für em »5^ko- gemälbe erhält unb mit bem Lukas-Cranach-Preife gekrönt wirb. Das Fresko malt Martin zwar heimlich für Monika, aber als bie offizielle Preisverteilung ftottfinbet, ba hält es Monika nicht mehr aus: sie gesteht alles ein, ben ganzen großen Schwurbel — aus Not, aus Angst, aus nichts als Liebe. Das drolst sehr übel auszugehen, aber es fügt sich doch noch einmal alles ins rechte Geleise, und es ift einer der feinsten unb zartesten Einfälle in biefem Film, wenn bie vertrackte Signatur „M. Pratt", auf der ber ganze Schwinbel sich aufbaut, ihre Deutung unb Auflösung erhält: das heißt nicht Monika Pratt, aber auch nicht Martin Pratt, sondern Monika und Martin Martin und Monika, denn ohne Monika, ohne diese wundervoll tanfere Frau hätte Marttn niX*
sehen und gegeben aus ber Fülle unb ber Reife eines großen Schauspielertums. — Vom übrigen Ensemble oerbienen Will Dohm, Charlott Da udert unb Hubert von Meyerinck hervorgehoben zu werben. — (Terra.)
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Im Beiprogramm sieht man Bilber aus Neuyork unb bie Wochenschau mit Aufnahmen vom Kriegsschauplatz in China unb von neuen Tanks in USA.
Hans Thyriot.
Sechs Stück Würfelzucker...
Dieser Tage gelang der Neuyorker Kriminalpolizei die Aufklärung des Mordes an der jungen Französin Irma Bradier. Das junge Mädchen war vor einiger Zeit auf einer Autostraße westlich von Neuyork tot aufgefunden worden Ein Schuß ins Herz hatte sie getötet Die Kriminalbeamten fanden damals nichts, was auf ihre Identität hätte schließen lassen können. Außer einem kleinen Geldbetrag, Puderdose und Lippenstift befanden sich im Handtäschchen der Ermordeten nur sechs Stück Würfelzucker. Diese Zuckerwürfel brachten einen Kriminalbeamten auf Öen Gedanken, daß das junge Mädchen vieleicht eine Tierfreundin war, die ihren vierbeinigen Freunden so oft begegnete, daß sie immer ein wenig Zucker bei sich trug, um sie damit zu erfreuen. Wen aber füttert man vor allem mit Zucker? Pferde natürlich, und davon gibt es in Neuyork nur noch sehr wenige Exemplare. Als Zugtiere sind sie längst dem Motor gewichen, nur die berittene Polizei ift noch auf sie angewiesen Die Kriminalbeamten stellten in dieser Richtung Nachforschungen an und befragten alle Polizisten, ob ihnen eine junge Dame bekannt sei die ihre Pferde mit Würfelzucker füttere. Das Ergebnis dieser Hm- frage war überraschend günstig Ein Dutzend berittene Polizisten kannten eine Frau, bie täglich in einer bestimmten Gegend der Stadt ihren Tieren Zucker verabreiche Unb einige fügten hinzu, baß man den berittenen Polizisten Artur Chalmers fragen solle, wer sie sei. denn er scheine mit der Lady gut bekannt zu sein Ferner hoben sie hervor, daß die Dame mit französischem Akzent spreche
Ein Inspektor verhörte Chalmers: „Kennen Sie eine Französin, die mit berittenen Polizisten flirtet und ihren Pferden Zucker gibt?" Der Polilltt verneinte. Das war verdächtig. Auf weitere Fragen hin machte er Ausflüchte Der Infvektor hielt ihm das Bild der Ermordeten vor. Chalmers wurde blaß. Er wurde mit zur Station geführt und dort in ein Kreuzverhör genommen Schließlich gab er zu, daß er die Tote kenne, daß sie Irma Bradier heiße und daß er mit ihr gemeinem? Autvf^hrten unternommen habe. Es ergab sich, daß er am Tage des
Mordes dienstfrei gehabt und wieder eine solche Fahrt mit Irma Bradier gemacht hatte. Da spielte der Inspektor seinen letzten Trumpf aus. Er zog eine Kugel aus der Tasche und sagte: „Mit dieser Revolverkugel wurde die Französin erschossen. Sie stammt aus Ihrer Pistole!" Das war zwar nur ein Bluff, aber der Polizist gab nach und gestand. Er erzählte, die Französin habe ihn erschießen wollen, roeif er mit ihr brechen wollte. Im Ringen um die Waffe sei der Schuß losgegangen, der sie getötet hatte
Die Kriminalpolizei schenkt diesen Angaben wenig Glauben, und Chalmers ist nun des vorsätzlichen Mordes angeklagt. pma.
Zeitschriften.
— „Das Innere R e i ch." (Herausgeber: Paul Alverdes und K. B. v. Mechow; Verlag Albert Langen-Georg Müller, München.) Im September- Heft berichtet Karl-Heinz Bremer über die französische Literatur der Gegenwart. Einige Hebersetzungen aus dem Französischen ergänzen das Bild, von besonderem Gewicht ist dabei die ..Ansprache an deutsche Studenten" von Henry de Man- therlant. Auch die Hmschau bringt kleine Beiträge zu diesem Franaenkreis, so einen Bericht über die französische Kunstausstellung in Berlin. — Unter den übrigen Arbeiten des Heftes find Ernst Ber- trams Gedanken zur Malerei in den „Worten m einer Werkstatt" zu nennen, Wilhelm Schäfers knavpes, aufschlußreiches Vorwort zu feinem „Wendekreis neuer Anekdoten" und vor allem die sehr tiefgründigen, das Wesen Kleists und feiner Kunst erhellenden Darlegungen über „D>e Spracht unb das Hnausfvrechliche" von Mar Kammerell. Wir ermähnen noch Gedichte von Josef W"'nh"ber, L. Fr. Barthel, Eugen Roth, die zarten Blumen- unb Landfchattsbilber Osrvalb Baers unb Paul Alverbes' Ansprache zu Binbings 70 Geburtstag.
— Enqlanb, bas Lanb ber Trabition, besten ge» sellschattliches unb bürgerliches Leben sich in vielem grunMeaenb von bem unseren unterscheibet, steht im Mittelpunkt ber neuen Nummer ber „IHust r i r t e n Zeitung Leipzi g". Was hier von Enqlanb gezeigt unb über Englanb gesagt wirb, stellt einen aufschlußreichen Querschnitt burch bas Leben bes englischen Volkes bar. Auch bie Be- fonberheiten ber englischen Lanbichaft gelangen in ein°m Beitrag zur Darstellung. Das englische Ge- fellschaftsleben wirb in Zahlreichen charakteristischen Aufnahmen gezeigt. Bilber aus ben englischen Colleges führen uns bie trabitionsgebunbenen Sitten unb Gebräuche in ben englischen Internaten vor Auaen. Lebhaftem Interesse bürfte auch ber r^ich, h-ch^h-mte A'-Okel Die Luttwasse in ber britischen Reichsverteibigung" begegnen.


