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über 200 Millionen Reichsmark er­halten. Für Mutter und Kind wurden 24 000 Hilfs- und Beratungsstellen neu errichtet. Heber 8,5 Millionen Mütter suchten diese Stellen auf. Im nationalsozialistischen Deutschland bestehen heute zwei Drittel Kindergärten mehr als im Deutschland vor der Machtübernahme Die im neuen Deutschland mehr verschickten Kinder könnten beiderseitig der Straße BerlinNürnberg ein dichtes Spalier bilden und jubelnd dem Führer für die Ferientage danken, die er ihnen auf dem Lande, am Meer und in den Bergen tatsächlich ge­schenkt hat. 219000 Mütter sanden in den Müt- terheimen der NS.-Volkswohlfahrt Kraft und

Stärkung. In den 2200 neu errichteten Schwe » st e r n st a t i o n e n der NS -Schwesternschaft wurde bisher 7,5 Millionen Menschen Hilfe Auteil. 60 fahr­bare Zahnstationen besuchen Die entlegenen Dörfer der deutschen Grenzgaue und Mittelgebirge. In gemeinsamer Arbeit mit dem Hauptamt für Volksgesundheit und dem Reichsmütterdienst ist es uns gelungen, den Hundertsatz der Säuglings» st e r b 11 ch k e i t des Jahres 1932 mit 7,9 v H auf 6,6 o H. im Jahre 1936 herabzudrücken. Damit haben wir auch unter Berücksichtigung des Ge­burtenanstiegs dem Volke 140 000 Buben und Mädels, das ist die Einwohnerschaft Lübecks, ge­schenkt.

Gesundheitspolitik des Dritten Reiches. Oer Neichsärzteführer kündig« die Verleihung von Ehrenzeichen an kinderreiche Mütter an.

den die anderen Bevölkerungsgruppen folgen, de­ren Gesundheits- und Leistungszustand im allge­meinen nicht besser ist als der Des deutschen Ar­beiters. Die für die Behebung d -> r F r ü * schäden aufzuwendenden Mittel werden reichlich Zinsen bringen, denn die erhebliche höheren Aus­gaben für die Behebung von Krankheiten werden dadurch mit der Zeit immer weiter zurückgehen müssen.

Vertrauen ist unbedingte Voraussetzung für den Erfolg unserer Tätigkeit. Dieses Vertrauen kann niemals gesetzlich oorgeschrieben werden, es kann nur gedeihen in persönlichem Kontakt zwischen dem deutschen Menschen und dem Arzt seines Der-

Als letzter Redner am Mittwoch sprach der Reichs» ärzteführer Dr. Wagner. Er zeigte in einer um­fassenden Rede, in der er auch zu vielen wichtigen Einzelfragen Stellung nahm, wie die nationalsozia­listische Weltanschauung in der Bevölkerunas- und Gesundheitspolitik zu grundlegenden Wandlungen geführt hat.

Reichsärzteführer Dr. Wagner zeigte, daß der Umbruch der nationalsozialistischen Wettanschuung auch in der Bevölkerungs- und Gesundheitspolitik zu grundlegenden Wandlungen geführt hat. Heute steht über dem Recht des Menschen auf feinen eige­nen Körper das Recht des deutschen Volkes, und daraus entspringen für den einzelnen nicht Rechte, sondern Pflichten, in erster Linie die Pflicht, sein Leben und seine Lebenshaltung so einzurichten, wie er es gegenüber seiner eigenen Gesundheit, vor feiner Familie und seinem Volke verantworten kann. Und heute wissen wir, daß auch das Schlag­wort von der Gleichheit alles dessen, was Menschen­antlitz trägt, falsch war, und daß die Völker und Rassen, aber auch die einzelnen Menschen nach ihren Anlagen, nach ihrer Erbmasse, verschie­den sind. Wir haben niemals behauptet und be­haupten nicht, daß andere Rassen schlechter ind als wir, wir behaupten nur, daß sie anders ind. Wir behaupten weiter, daß die D e r m i chung zweier Rassen nach den Gesetzen der Natur, die für die Menschen ebenso zutreffen wie für alle Lebewesen der Welt niemals zum Auf­stieg, sondern immer zur Bastardierung und damit zum Niedergang der Rassen führt. Wir lehnen deshalb jede Vermischung mit anderen Rassen ab und nehmen das Recht für uns in Anspruch, das Leben unseres Volkes nach den Gesetzen unserer Art und unseres Blutes zu ge­stalten ein Recht, das wir auch allen anderen Rassen und Völkern dieser Welt zugestehen. Neben den Blutsch itzgesetzen hat der nationalsozialistische Staat noch ein zweites Gesetz erlassen, das den völkischen Bestand der Nation sichern soll: das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses. Die Not­wendigkeit und Zweckmäßigkeit dieses Gesetzes wird immer weitgehender anerkannt. Die heute noch und immer wieder besonders von kirchlicher Seite geäußerten Einwände entspringen nicht ethischen, sittlichen, moralischen oder wissenschaftlichen Mo­tiven, sondern einzig und allein einer Gegnerschaft um jeden Preis.

Diese sichernden Maßnahmen waren vordringlich und notwendig als Grundlage und Voraussetzung für die noch wichtigeren positiven Arbeiten unserer Gesundheits- und Bevölkerungspolitik. Diese posi­tiven Maßnahmen sollen einmal helfen, die Ge­burtenzahlen zu heben, zum anderen, die Gesund­heit und Leistungsfähigkeit der jetzt lebenden Gene­ration nicht nur zu erhalten, sondern zu steigern und bis ins höchste Alter zu bewahren. Für 1937 kann nach den bisher vorliegenden Meldungen mit einem weiteren Ansteigen der Geburtenkurve sicher gerechnet werden. Diese günstige Entwicklung kann natürlich nicht mehr wie 1934 und 1935 ihre Ursache haben in den Erstgeburten aus neuen Ehen, sie ist vielmehr bedingt durch eine Vermehrung der zweiten und folgenden Geburten auch in den alten Ehen. Aus der Tatsache, daß diese Zunahme mehr und mehr unabhängig ist von einem durch Ehestands­darlehen vermehrten Anreiz zur Familiengründung, können wir mit Recht folgern, daß es dem Natio­nalsozialismus gelungen ist, einen Umschwung in der inneren Haltung der deutschen Men­schen herbeizuführen und den Willen zum Kinde und die Freude am Kinde im deutschen Volke zu wecken. Aufgabe des Staates ist es, durch gesetzliche, wirtschaftliche, steuerliche und sonstige Maßnahmen dafür zu sorgen, daß es zum mindesten keine Strafe und keine wirtschaftlich unerträgliche Last mehr ist. Ernährer einer kinderreichen Familie zu fein. Auf­gabe der Partei ist es, es immer tiefer in die Seelen der deutschen Menschen einzuhämmern, daß nur eine Schar gesunder Kinder der Garant ist für die Zukunft des deutschen Volkes.

Das deutsche Volk und besonders die deutsche Jugend muh wieder zur Ehrfurcht vor den Müttern des Volkes erzogen wer-

3m Standquartier Hessen-Nassaus.

Gauleiter Sprenger besucht die Hans-Schemm-Schule.

Nürnberg, 8. September 1937.

NSG Die Tage der Hessen-Nassau-Parteitags- besucher m der Hans-Sch emm-Schule sind bereits Tradition. In der Nacht vom Mittwoch sind kurz nach drei Uhr die letzten Sonderzugs­teilnehmer eingetroffen. Unter strahlenoem Sonnenhimmel hat sich längst wieder in dem mäch­tigen Bau mit seinen vier Stockwerken und dem weiten Hof das gewohnte buntbewegte Bild ent­wickelt. 4000 Parteigenossen und damit bei weitem Der Hauptteil Des Kontingents haben hier für eine Woche ihre Heimstätte gefunden. Nur em kleiner Teil unserer Politischen Leiter hat seine Unterkunft außerhalb der Hans-Schemm-Schule. Außerdem nehmen 1000 Parteigenossinnen aus dem Gau Hessen-Nassau an dem großen Erleben teil Sie alle sind gut in Privatquartieren bei der gastfreund­lichen Bevölkerung der Stadt der Relchsparteitage untergebracht.

Das Standquartier unseres Gaues ist nicht zu verfehlen Von grünen Girlanden umkränzt sagt ein stattliches Schild von weitem schon den nahenden Besuchern, daß in dem Hause Teilnehmer am Reichs­parteitag aus dem Gau Hessen Nassau untergebracht sind Fahnen und sich im Winde be­wegende Bäume ringsherum bestimmen den Rah­men des Baues, hart vor der Mauer der alten Burg Nürnbergs Drinnen ist rechtes Lagerleben. Inmitten des mit Tischen und Bänken bestellten Platzes flattert am hohen Mast das Hakenkreuz­banner. Für jegliches Bedürfnis ist reichlich gesorgt. Neben gut hergerichteten Waschgelegenhelten finden wir Verkaufsbuden, in denen vom Zwetschenkuchen bis Aur Freimarke kein Wunsch unerfüllt zu bleiben braucht. Hinter dem schmalen Durchgang der ebenfalls mit Politischen Leitern belegten Turn­halle bietet sich ein buntes Bild. In langer Reihe stehen die zur Verpflegung aufgefahrenen Feld­

küchen. Hier werden alle Teilnehmer aus dem Gau Hessen-Nassau, Marschierer und Zuschauer, vortrefflich verpflegt. Erfrischendes Nürnberger Bier in großen Mahkrügen und frischfröhliche Mu­sik aus einem mächtigen Pilzlautsprecher übertragen, lassen jeden toten Punkt der Ueberanftrengung über­winden.

So ist es auch kein Wunder, daß der Gau­leiter bei seinem Besuch am Mittwoch in der Hans-Schemm-Schule die Parteitagsteilnehmer sei­nes Gaues in bester Stimmung antraf Freudig wurde er von allen begrüßt. Er überzeugte sich selbst von der Güte des Mittagessens das aus Linsensuppe mit Wurst bestand. Der Gauleiter ließ es sich nicht nehmen, da und dort an den einzelnen Tische mit seinen Politischen Leitern über die Fülle der Tageseindrücke regen Gedankenaustausch zu pflegen. Inzwischen war auch die schneidige Kapelle des Kreises Hanau aufmarschiert und erhöhte die Stimmung

Das Hauptkontingent der Werkscharen des Gaues traf am Mittwoch früh in Nürnberg- Dutzendteich ein Unter Vorantritt des Musikzuges vom Reichsbahnausbesserungswerk Frankfurt-Nied fiel es den Werkscharen des Gaues Hessen-Nassau auf Dem Wege zum Lager nicht schwer, Durch mu­stergültige Disziplin reichen Beifall zu ernten. Auch Das Nationalsozialistische Flieger­korps aus allen Teilen Des Gaues Hessen-Nassau, Das in Diesem Jahre zum ersten Male in Der neuen kleiDsamen NSFK.-Uniform aufmarfchierte, ist mit 150 Männern angekommen. Ueberall rourDe Die Gruppe 11 Des NSFK. in Nürnberg freudig be­grüßt. wo sie mit Omnibussen Der Ordensburg Vo­gelsang zum Zeltlager Langwasfer gebracht wurde In mustergültiger und tadelloser Disziplin vollzog sich das Beziehen der Unterkünfte. H. L.

trauens. Deshalb wird unsere Aktion auch nicht durchgeführt mit beamteten oder angestellten Aerz- ten, sondern der Arbeiter kann sich unter den zur Tätigkeit beim Amt für Volksgesundheit zugelasse­nen etwa 25000 Aerzten den Arzt seines Vertrauens auswählen Wir müssen allerdings verlangen, daß er, wenn er einem Arzt einmal fein Vertrauen ausgesprochen hat, diesen Arzt nicht alle Augenblicke wieder wechselt, w e wir es heute leider immer wieder beobachten müssen Wir wer­den deshalb schon in der nächsten Zeit die jetzige unbeschränkte freie Arztwahl insofern einschränken, als wir von jedem Versicherten verlangen werden, sich immer auf b i e Dauer eines Jahres für einen bestimmten Arzt zu entscheiden, den er dann in dieser Zeit für sich und feine Familie nicht mehr wechseln kann. Wir schaffen damit etwa wie­der den Hausarzt früherer Zeiten, der unter Kennt­nis der von ihm betreuten Familie feinen Patien­ten nicht nur ein erfolgreicher Heiler in Tagen der Krankheit, sondern auch Freund und Berater m den Sorgen des Lebens und des Alltags fein kann Heute wird der Arzt nur für das Behandeln von Krankheiten bezahlt, fein Einkommen ist um so höher, je mehr Krankenscheine er hat,_ nach unse­rem neuen System bekommt der Arzt für den Ver­sicherten und seine Familie i m Jahr eine b e - stimmte Summe, wie es früher beim Haus­arzt üblich war. Damit hat er Interesse am Ge­sundbleiben seiner Patienten, denn die Krankheiten bringen ihm ja nur Mehrarbeit, für die er nicht bezahlt wird.

Nach den mit lebhaften Beifallskundgebungen auf­genommenen Ausführungen des Reichsärzteführers vertagte Rudolf Heß den Parteikongreß auf Donnerstag 16 Uhr.

Der verstorbene Architekt Des Führers Professor Ludwig T r o o |t (links) und Der berühmte Berliner Chirurg Professor Dr. Bier (rechts) Träger Des Deutschen Nationalpreises. (Scherl-Bilderdienst-M.)

bat Die deutsche kinderreiche Mutter soll den gleichen Ehrenplatz in der Volksgemeinschaft erhalten wie der Frontsoldat, denn ihr Einsatz von £eib und Leben für Volk und Vaterland war der gleiche wie der der Frontsoldaten im Donner der Schlachten. Der Führer hat des­halb angeordnet, daß ein Ehrenzeichen für die deutsche kinderreiche Mut­ter geschaffen wird.

Die günstige Entwicklung unserer Geburten­ziffern wird sich erst in etwa fünfzehn Jahren aus­zuwirken beginnen. Bis dahin müssen wir mit der Tatsache rechnen, daß von Kriegsbeginn bis zur Machtübernahme etwa 13'/, Millionen Deutscher zu wenig geboren wurden. Diesen Mangel an Menschen und menschlicher Arbeitskraft können wir nur dadurch ausgleichen, daß wir alles tun, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der jetzt lebenden Generation noch zu stei­gern und bis ins höchste Alter zu bewahren. Der deutsche Mensch wird heute durchschnittlich 21 Jahre älter als vor 50 Jahren. Diese Tatsache mag für den einzelnen Menschen erfreulich sein, für die All­gemeinheit kann sie sich nur günstig auswirken, wenn es auch gelingt, die Arbeits- und Lei- stungsfähigkeit entsprechend zu verlängern Dom Amt für Volksgesundheit der Partei und Deut­schen Arbeitsfront haben wir gemeinsam mit den Dersicherungsträgern im letzten Jahre zunächst in vier Gauen, denen schon im nächsten Jahre weitere folgen werden, begonnen, zunächst einmal alle schaffenden Deutschen in d e n Betrie- den nach einem einheitlichen Hntersuchunqsschema. Dem Gesundheits st ammbuch der NSDAP zu untersuchen, um einmal eine Gesundheitsbilan» des deutschen Volkes zu ziehen. Den Arbeitern wer-

Essener Straße 59/60.

Bei der Deutschen Arbeitsfront Hessen-Nassaus im Nürnberger Zeltlager.

Nürnberg, den 8. September 1937.

NSG. Wenn man dieKdF."-Stabt am Valzner- weiher hinter sich hat, das heißt wenn man glück­lich durch die großen Hallen der verschiedenen Deut­schen Landschaften hindurch gekommen ist, betritt man das Zeltlager der Arbeitskameraden. die beim diesjährigen Reichsparteitag Gäste des Führers sind. Es ist schon besser, einen weiten Bogen um Die einlaDenDen Häuser zu machen, wenn man Die feste Absicht hat. Das Zeltlager aufzusuchen. Da man bei einem Gang Durch Die Häuser derKdF "-Stadt gar zu leicht hängen bleibt. Schon am frühen Nach­mittag herrschte in der Franken-, Hanseaten-, Bayern-, Berliner und Rheinlandhalle eine blen­dende Stimmung, daß Die festesten Absichten zu­nichte werben unD selbst Die nächstliegenDen Ziele in weite Ferne rücken Aber mir haben sie Doch noch gefunDen, unsere Arbeitskameraden aus dem Gau Hessen-Nassau. Am Dienstagmittag sind sie angekommen, die 500 aus unserem Gau Nun liegen sie mit den 15 000 Kameraden aus dem ganzen Reich im Zeltlager auf der Rus­se n w i e s e.

Zelt 59 und 60 in der Essener Straße zeigen in großen Buchstaben den Gau Hessen-Nassau an. Wenige Minuten vor uns war Dr. L e y im Lager Er hatte zuvor in der Frankenhalle ge­sprochen Das Feld unserer Hessen-Nassauer ist fast leer Aber die Kameraden, die wir treffen, haben nur ein Urteil:Ganz groß", und in allen ist eine

gleiche große Begeisterung. Am Morgen hatten sie dem Appell des Reichsarbeitsdienstes beigewohnt, der sie, wie jeden von uns, mitgerissen hat. Wir treffen gerade ein paar Mainzer, Rüsselsheimer, Frankfurter und Darmstädter, die auf den Betten ein Schläfchen halten. Sie zeigen uns ihr Quartier, das in zwei Zelten je 240 Betten enthält. Die Betten sind dreistöckig übereinandergebaut. Decken sind genügend vorhanden, und auf dem Boden liegen Holzroste. Die großen Zelte haben sogar richtige Fenster aus Glas. Aber was die Haupt­sache ist: Die Verpflegung ist vorzüglich. Gerade werden Die Portionen für das Abendessen herbei­geschafft, große Kannen mit Tee, der aus Papier­bechern getrunken wird, die nach dem Gebrauch weggeworfen werden. Dadurch ist keine Geschirr­wäsche notwendig. Wurst und Käse, dazu herrliches Schwarzbrot, sind für heute abend bestimmt. Vor den Zelten sind die Waschanlagen mit fließendem Wasser, die eifrig benutzt werden, besonders jetzt, da die Stadtgänger sich wieder zur Essenszeit ein» finden. AuchKarl", der Reiseleiter unserer Hessen- Nassauer. versichert uns noch schnell, ehe er zu einer Besprechung eilt, daß allesin Butter ist" und ver­rät uns den Schlachtruf der Unseren:Wir sind vom Gau Hessen-Nassau, Helau".

Stolz zeigen uns die Kameraden das Gut­schein h e f t. Bei dem Appell des Reichsarbeits- Dienstes waren sie und für den Appell Der Politi­schen Leiter und für die Vorführungen der Wehr­

macht haben sie noch Karten. Einen Tag sind sie erst in Nürnberg. Am Montag noch standen sie. Die jetzt acht Tage Gäste Des Führers sinD, an ihrem Arbeitsplatz. Schon Dieser erste Tag beDeutet ihnen so unenDlich viel. Sie Dürfen mit babei ein unD selbst Die DenfroürDigen Tage Der gewalti­gen Heerschau Der nationalsozial.,, jen Bewegung miterleben. In Der Frank-nbaUe sitzen oftnreu- zische Arbeitskameraden neben uns. Sie waren 26 Stunden mit dem SonderHug unterwegs, um mit in Nürnberg dabei fein zu können. In acht Tagen werden sie alle wieder an ihrem Arbeits­platz stehen. Die Arbeit wird ihnen aber freudig von der Hand gehen, da sie das gewaltige Erlebnis des Reichsparteitages in Nürnberg in sich tragen.

Oie ersten Gonderiagunqen.

Nürnberg, 8. Sept. (DNB) Die Reihe der Sondertagungen auf dem Reichsparteitag hat be« onnen mit einer Sonbertaguna der Hitler- Juaenb-Führerschaft. in Deren Mittelpunkt em Arbeitsbericht des Reichsjugendführers über die Leistung der HI. im abgelaufenen Jahr stand Er erwähnte die Heimbeschaffungsaktion und teilte mit, daß seit dem 1. Januar 543 Grundsteine jelegt wurden. Mit dem Bau der Akademie der Iugendführung in Braunschweig wurde begonnen, bis 1939 wird er fertiggestellt fern. Die Verbindung mit fremdländischen Jugendoerbänden nämlich mit der italienischen, japanischen und französischen Jugend sei besonders fruchtbar gewesen. Die Hitler-Jugend als die weltanschauliche Erziehungs­gemeinschaft Der Deutschen JugenD sehe auch weiter­hin ihren Ehrgeiz Darin, Die Deutsche JugenD frei­willig unter ihrer Fahne zu sammeln unD roerbe jeder zwangsweisen Hineinpressung fernbleiben, trotzdem ihr gesetzliche Maßnahmen zur Verfügung tehen. In diesem Sinne würden auch die Ver­bindung und Zusammenarbeit mit Den anDeren Er­ziehungsfaktoren, insbesonDere mit Der Schule, wachsende Verstärkung erfahren.

Die Hauptämter N SB O., Handel n nd Handwerk hatten sich mit ihren Politischen Leitern, den Betriebsobmännern der ersten 30 NS.- SDlufterbetriebe und einer Reihe eingeladener Ver­treter der Wirtschaft und der Wehrmacht zusammen- gefunden, um aus dem Munde des Reichsorgani- ationsleiters Dr. Ley die zukünftige Ausrichtung hrer Arbeit entgegen zu nehmen. Dr. Ley stellte einen grundsätzlichen Ausführungen den Dank an die alten Betriebspioniere des Nationalsozialismus voran und kündigte für die Zukunft eine noch engere Zusammenarbeit der beiden Haupt­ämter an. Die Zusammenarbeit gerade dieser Haupt­ämter sei ein wesentlicher Beitrag zum Einheits­gedanken aller Schaffenden, der der Deutschen Ar­beitsfront zugrunde liegt. Dann sprachen die Leiter der beiden Hauptämter Dr. von Renteln und Claus S e 1 z n e r.

Heute Eröffnung der RG.-Kampfsptele.

Nürnberg 9. Sept (DNB Funkspruch.) Am Morgen des Donnerstag ist der Himmel zum ersten- mal bedeckt. Zugleich hat eine leichte Abküh­lung eingesetzt, die um so freudiger begrüßt wird, als der Betrieb in den Straßen Nürnbergs, das am Parteitag zur Millionenstadt wird, feinen Höhe­punkt erreicht hat. So hat Mittwoch allein Die Reichsbahn mehr als 150 000 Teilnehmer in Die StaDt gebracht unD Die Kette Der großen UeberlanD- Omnibusse reißt überhaupt nicht ab. Allerdings wirb bei Den Transporten Die JnnenstaDt tunlichst nicht berührt, zumal ja Die Lager aller Forma­tionen weit außerhalb liegen unD Die Zuleitung auch für Die am Hauptbahnhof AnkommenDen um Den StaDtkern herumgeht. AnDers auch wäre es nicht möglich, Denn viele StunDen ist alltäglich Die Straße Des Triumphs vom StaDtkern zum Partei- tagsgelänDe von HunDerttausenDen um­lagert, Die getreulich hinter Den Absperrungen StunDe um StunDe auf Den Führer warten, um ihm einmal aus nächster Nähe zujubeln zu können.

In Der Nacht zum Donnerstag wurden die Ko­lonnen des Arbeitsdienstes verabschiedet, während am Dutzendteich bereits die ersten ge­schlossenen Formationen der Hitler-Jugend eintrafen. Selbst in den Abendstunden wickelt sich der Betrieb im Stadtinnern reibungslos ab. Da hat sich Die K D F.° S t a D t, zu Der allabenDlich Zehn- tausenDe hinausströmen, als eine fühlbare Ent­lastung erwiesen. Es ist schon so, wie auch Die Be­sucher aus Dem AuslanDe festgestellt haben: Nürn­berg bietet am Parteitag eine organisato­rische Meisterleistung, Die nicht mehr über­troffen werben kann.

Das Stabtbilb hat roieberum eine neue Note er­halten. Die Vorbereitungen zur Illumination find bem Abschluß nahe, Denn Der heutige Tag bringt ja nicht nur Die ErösfnungberNS.-Kampf- spiele unb bie ©runbfteinlegung bes neuen ©tabions burch ben Führer, fonbern zugleich am Abend den Facke 1 zug der Poli­tischen Leiter vor bem Führer amDeutschen W-

Frobsinn in der KdF.-Stadt, bei Musik, Tanz und Unterhattunq. Nürnberg, 7. Sept. (DNB.) Mit beispiellosem Schwung unb unverfälschter Fröhlichkeit würbe am Dienstagnachmittag bie KbF.- Stabt eröffnet. Der Leiter ber DAF., Reichsleiter Dr. Ley, und Der Frankenführer Julius Streicher würben bei einem Besuch bieser weiten, ausschließlich bem Froh­sinn unb ber Gemütlichkeit errichteten Stabt überaus herzlich begrüßt. Schon ber erste Tag, bereits bie ersten Stunben nach ber Eröffnung ber KbF.-Stabt unb ber großen Volksfestwiese, haben das gehalten, was man sich von der Unterhaltungsstätte ber DAF. versprochen hat. Pausenlos wickelte sich bas Pro­gramm ab, bas von 2000 Mitwirkenben, ben besten beutschen Artisten, Akrobaten von Weltruf, sowie zahlreichen Volkstumsgruppen aus allen Gauen Deutschlanbs bestritten würbe Von ber ersten Mi­nute an herrschte überall fröhliche Ausgelassenheit, unb die Darbietungen ernteten reiche Beifallsstürme.

verurteilte Schwarzhörer.

Im Vierteljahr April bis Juni 1937 sind 209 Fälle der Errichtung und des Betriebes nicht­genehmigter F u n f e m p f a n g s a n 1 a g e n strafrechtlich verfolgt worden. Verurteilt wurden 169 Personen, davon 165 zu Geldstrafen von 5 RM bis 200 RM unb 4 zu Gefängnisstrafen von 1 Woche bis zu 3 Wochen Don ben verurteil­ten Personen sinb 2 wegen Beihilfe ober Mittäter­schaft bestraft worben.