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Nr. 8» Erstes Blatt

187. Jahrgang

Donnerstag, 8. April M7

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Eichener Anzeiger

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Dem Führer und seiner SA.

Vier, fünf Jahre sind es erst her, da die Sturm­abteilungen Adolf Hitlers Taa um Tag unter stetem Einsatz des eiaenen Lebens für den Sieg der Be­wegung kämpften, der sie sich bis zum Letzten ver­schrieben hatten.Ein SA.-Mann getötet, vier weitere schwer verletzt!" Solche und ähnliche Mel­dungen gingen in den Jahren vor der Machtüber­nahme ständig durch die deutsche Presse. Kaum ein Taa verging, da nicht der rote Mordterror seine Opfer fand. Stets im Kampf gegen eine vielfache Uebermacht ist die SA. immer dem Führer und sich selbst treu geblieben, getreu ihrem Eid, alle Kräfte für die Bewegung und ihren Sieg einzu­setzen.

Als am 30. Januar 1933 der Führer die Macht übernahm und so zum Vollstrecker des Willens der Nation wurde, da konnte sich jeder einfache SA.- Mann was auch der Führer oft genug selbst zum Ausdruck gebracht hat sagen, daß er durch seinen Einsatz mit zum Gelingen dieses stolzesten Tages der Bewegung beigetragen hatte. Mehreren Hundert dieser alten Kämpfer war es nicht mehr vergönnt, diesen Sieg der Bewegung, für die sie ihr Leben dahingegeben hatten, mitzuerleben. Ihr Andenken wird dem deutschen Volk stets unvergeßlich bleiben. Zehntausende von SA.-Männern hatten in diesen jahrelangen Kämpfen Verwundungen davongetragen, und zahlenmäßig überhaupt nicht zu erfassen sind diejenigen, welche Arbeit und Brot verloren hatten, weil sie nichts anderes sein wollten als National­sozialisten. Treffender konnte wohl kaum das stille Heldentum dieser deutschen Männer gekennzeichnet werden als durch den Ausspruch vomunbe­kannten SA. - Mann", der immer, ohne an sich selbst und sein eigenes Wohlergehen zu denken, freudig und unverzagt für die Bewegung gekämpft hat, die ihm ein und alles war. Darum ist es gut, sich dieses Einsatzes der SA. zu erinnern und sich vor Augen zu halten, daß ohne die SA. das Dritte Reich nicht hätte geschaffen werden können.

Es war nur eine selbstverständliche Pflicht des Dankes, den Staat und Beweaung abzustatten hatten, als nach der Uebernahme der Macht daran­gegangen wurde, den SA.-Männern, welche durch ihren Einsatz für die Bewegung ihre Stellung ver­loren hatten, wieder einen ihnen zukommenden Arbeitsplatz zu verschaffen. Die Schwierig­keiten, die es hierbei zu lösen galt, waren gewiß nicht einfach, wenn man sich vor Augen hält, daß weit über die Hälfte aller SA.-Männer ohne Er­werb waren. Was menschenmöglich gewesen ist, um diesen alten Kämpfern wieder eine Existenzmöglich­keit zu verschaffen, ist in den vergangenen vier Jah­ren getan worden. Der feste Wille aller in Be­tracht kommenden Stellen ist es, auch dem kleinen Teil noch erwerbsloser SA.-Männer zu Arbeit und Brot zu verhelfen.

Aber damit soll es nicht genug sein. Das Ziel ist, einer möglichst großen Anzahl dieser alten Kämpfer und darüber hinaus von Frontsoldaten und kinderreichen Familien auf eigenem Grund und Boden eine Heimstä11e zu errichten. Zu diesem Zweck ist von der Obersten SA.- Führung das Dankopfer derNation geschaf­fen worden, welches dazu bestimmt ist, Siedlun- g e n zu schaffen, wobei ausdrücklich betont werden soll, daß in ihnen nicht nur Angehörige der SA. eine Heimstätte finden. Als im vergangenen Jahre zum ersten Mal bei allen Dienststellen der SA. die Listen ausgelegt wurden, in denen sich jeder Deut­sche für das Dankopfer der Nation einzeichnen konnte, da fand diese Einrichtung bei allen Krei­sen des Volkes starken Zuspruch. Gliederungen der Bewegung, ja selbst ganze Betriebe spendeten ge­schlossen, um damit ihren Dank an die alten Kämp­fer und damit auch an den Führer abzutragen. Und wenn jetzt jeder Deutsche erneut Gelegenheit hat, zum Dankopfer der Nation seinen Teil beizutra­gen, dann wird es ihn sicherlich interessieren zu erfahren, was denn nun feit dem vergangenen Jahre, seitdem zum erstenmal die Listen für das Dankopfer der Nation ausgeleat wurden, mit den bisher gesammelten Geldern geschehen ist. Die Ant­wort lautet kurz und knapp: In knapp einem Jahre wurden die Vorarbeiten zu 2500 Sied­le r st e l l e n geleistet, und bereits vor einiger Zeit konnten die ersten Spatenstiche zu einer Reihe von Siedlungen gemacht werden.

Mit der Schaffung dieser Siedlungen wird weiter­hin dazu beigetragen, eine der Grundforderungen des Parteiprogramms, die Verbundenheit des schaf­fenden Menschen mit der Heimaterde, zu verwirk­lichen. Diese SA.-Dankopfersiedlungen, welche für den einzelnen Siedler eine monatliche Belastung von nur etwa 20 Mark bedeuten, gehen Hand in Hand mit dem großen Siedlungsprogramm, wel­ches von Partei und Staat hervorgehoben zu werden verdient in diesem Zusammenhang auch ge­rade die große Sonderaktion der Deutschen Ar­beitsfront zielbewußt verfolgt wird. Es ist selbst­verständlich, daß diese SA.-Dankopfersiedlungen"alle jene Forderungen erfüllen, die man an ein sol­ches Hilfswerk stellen muß. Keine primitiven Holz­häuser werden geschaffen, sondern massive Einfami­lienhäuser, welche Raum genug für eine kinder­reiche Familie bieten und zu denen etwa 1000 qm Land gehören. Alles, was sonst solche Siedlerstellen, für den Anfang wenigstens, oft etwas kostspielig erscheinen läßt, wie Obstbäume, Beerensträucher, Gartengeräte, Kleintiere usw. wird dem Siedler kostenlos zur Verfügung gestellt. Nicht vergessen werden soll auch, daß die Anlage dieser Siedlun­gen nicht nach einem starren eintönig wirkenden Schema erfolgen wird, sondern daß Doppel-, Rechen- und Einzelhäuser der verschiedensten Typen in bun­ter Reihenfolge errichtet werden. Stets wird fest­gehalten an der Form der ? r u p p e n s i e d l u n - gen mit mindestens acht Häusern. Diese Siedlung

Paris siirbi und mit ihm Frankreich."

Verzweifeltes Echo auf die Auswirkungen der Vierzig-Gtunden-Woche.

Blauer Montag.

In Frankreichs sollen paradiesische Zustände aus­gebrochen sein. So wenigstens behaupten die libera­len und marxistischen Zeitungen des Auslandes. Monsieur Dupont, Inhaber eines bisher leidlich gutgehenden Gemüsegeschäftes in Paris, hat seine Sonntagsruhe nunmehr um einen Tag verlängert. Er ist am letzten Montag ein bißchen ins Bois ge­bummelt, hat die Düfte des Frühlings eingesogen und sich auf dem Rückweg ein wenig über die Fa­brikarbeiter lustig gemacht, die an diesem Tag nicht die Freiheit der Vierzig-Stunden-Woche genossen. Das reiche, behäbige, bequeme französische Volk nimmt die sogenannte Sozialreform einstweilen noch nicht so tragisch. Aber auch Monsieur Dupont konnte es nicht verhindern, daß sich seine Stirn während des Spazierganges in nachdenkliche Falten legte. Denn dieser blaue Montag war ja nicht frei­willig, wie es dem Individualismus des Fran­zosen entsprochen hätte, sondern er war sozusagen amtlich verordnet.

Monsieur Dupont bedachte auch, daß sein Unter­nehmen im letzten Jahr spürbare Einbußen erlitt und daß es wahrscheinlich unter der Neu­regelung der Arbeitszeit noch weiter zurück- gehen würde. Monsieur Dupont steht mit solchen Sorgen und Befürchtungen nicht allein. Auch der ranzösische Arbeiter, der Angestellte, die Hausfrau, jeder Gewerbetreibende alle können es sich an den fünf Fingern ausrechnen, daß ihnen die künst­liche Umsatzsteigerung infolge der Abwertung, die Erhöhung der Löhne bei gleichzeitiger Verkürzung der Arbeitszeit keinen Vorteil brachte. Im Gegenteil, die Preise für die Gegenstände des täg­lichen Lebens besonders für die Ernährung kletter­ten schneller empor als die Einnahmen. Außer­dem schmälerten die vielen Streiks den Verdienst in erheblichem Maße. Nun suchen die guten Bürger der Dritten Republik nach der geheimnisvollen Ur* ache dieser Erscheinung und finden sie nicht.

Die barbarischen Deutschen in ihren Urwäldern haben zwar, nach französischer Meinung, kein Ver- tändnis für so feine Kulturprobleme, aber vielleicht hört man drüben in diesem Falle doch unseren Rat­schlag, weil mir solche Dinge aus eigener E r - fahrung kennen. Auch im alten deutschen Par­teienstaat wurden einst solche Methoden angewandt, sie führten zum Ruin. Wenn wir heute diese Misere überwunden haben, so nur, weil wir die Wirtschaftsankurbelung nicht als ein Lohn- und Preisproblem, sondern als ein Erzeugungs­problem betrachteten. Was nützt einem alles Geld und Gold, wenn man dafür nicht mehr Wa­ren kaufen kann? Nur wer mehr produziert, also mehr arbeitet, hat auch mehr vom Leben. Diese selbstverständliche Wahrheit mißachtet zu ha­ben, ist das Grundübel der heutigen französischen Sozial- und Wirtschaftspolitik.

Dazu kommt ein anderes: der politische Druck, unter dem die Regierung Blum auf Ge­heiß der marxistisch-kommunistischen Gewerk- s ch a f t s f r o n t diese Neuerungen eingeführt hat. Es ist das alte, hundertmal beobachtete Spiel des Bolschewismus. Erst werden den Massen Ver­sprechungen gemacht, dann zwingt man die herr­schenden Gewalten des Bürgertums, diese Verspre­chungen einzulösen, bann, wenn das Experiment schief geht und das Wirtschaftsleben zugrunde ge­richtet ist, liefert man bas alte Regierungssystem der Wut der empörten Massen aus, um schließlich selber, als Retter in der Not, nach dem allgemeinen Zusammenbruch die Macht im Staate zu überneh­men. Welche Wirkungen ein solchesRezept der Revolution" auf ein Volk ausüben kann, lehrt der Blick auf Sowjetrußlanb. Dort gibt es keine Vierzig-Stunden-Woche, dort gibt es keine bürger­liche Freiheit, dort gibt es weder Wohlfahrt noch Gerechtigkeit. Wer nicht 12 bis 14 Stunden am Tage arbeitet, kommt in die Verbannung, wer zu kritisieren wagt, wird erschossen, wer auf bessere Bezahlung drängt, darf sich in den sibirischen Zwangsarbeitslagern aufs Jenseits üorbereiten. Dies ist die bolschewistische Praxis m

Rußland. Das andere ist die bolschewistische Theo­rie in Frankreich. Monsieur Dupont sollte dar­über etwas nachdenken. Ev.

St. Denis im Belagerungszustand"

Wie eine Bürgerversammlung geschützt werden mutz.

Paris, 8. April. (DNB. Funkspruch.)Der Pariser Vorort St. Denis in Belagerungs- z u st a n d" überschreibt derJour" eine Meldung, in der es u. a. heißt:Ein Tank vor dem Kom­missariat, mehr als 60 Abteilungen Mobil-Garde mit ihren Hauptleuten, dazu 300 Polizeibeamte, alles in allem über 8000 Mann (!) das war bas Aufgebot des Ordnungsdienstes, um eine Versammlung der Bürgerschaft von St. Denis zu schützen, in Der der Bürgermeister D o - r i o t seinen Wählern einen Rechenschaftsbericht

über seine Amtsführung gab, da vom Innenministe­rium eine Untersuchung der Amtsführung Doriots angesetzt ist. Nur 50 Meter von dem Stadttheater von St. Denis, in dem Doriot seine Wähler zu­sammengerufen hatte, wurde eine kommuni­stische Versammlung abgehalten; das war wohl der wahre Grund des mächtigen Polizei- und Truppenaufgebots.

Von den anwesenden Bürgern St. Denis' wurde einstimmig gegen die wiederholten Verbote von Ver­sammlungen in St. Denis Protest eingelegt, ferner gegen die Untersuchung der Amtsführung der Stadt­verwaltung von St. Denis protestiert; die Bürger von St. Denis verpflichteten sich, sich energisch gegen jede politische Zwangsmaß­nahme gegen ihren Bürgermeister Doriot zur Wehr zu setzen und ihre Stadtverwaltung mit ihren sozialen Werken und öffentlichen Freiheiten ener­gisch zu verteidigen.

Frankreich verarmt, weil es von keinem Kapital zehrt." Oie Botksfrontpolitik führt in die Inflation.

Paris, 7. April. (DNB.) Die Auswirkungen der Vierzig-Stunden-Woche werden von Tag zu Tag fühlbarer. Es wird darauf hingewiesen, daß es eine Fülle von Geschäften gemischter Branchen gebe, bei denen es unklar sei, an welchem Tage sie nun zu schließen hätten, so daß kein Käufer mehr wisse, wann er ein Geschäft geöffnet finde, und schließlich die Geschäfte sowohl an den Sa ms- tagen wie an den Montagen leer sein werden. Eine andere Folge sei, ganz abgesehen von dem weiter en SteigenderPreise und dem Absinken derKau'fkrast derArbeiter- schäft, für die ja die Lohnerhöhung kein Ausgleich für den Verlust des Verdienstes von acht Arbeits­stunden ist, die zu erwartende Zahl derGeschäfts - zufammenbrüche, da es einem großen Teil der Wirtschaft sehr schlecht gehe und insbesondere mit dem Zusammenbruch einer großen Zahl von mittel ständischen Geschäften gerechnet werden müsse.

DerFigaro" hat die Meinung interessierter Per­sönlichkeiten eingeholt. Ein Gastwirt erklärt: Alle Angestellten, die bei uns essen, sind am Montag ausgeblieben. Belastet durch eine Fülle von Abgaben, angewiesen auf eine Kundschaft, deren Mittel durch "bie Krise beschränkt sind, haben wir nicht zuviel Arbeitstage. Wie sollen wir durchkom- men, wenn man einen weiteren abschafft?" Ein an­derer Geschäftsmann sagte:Man verbietet unseren Angestellten am Montag zu arbeiten. Wir müssen also den Verkauf selbst vornehmen. Die Vierzig- Stunden-Woche qilt nicht für uns. Wie sollen wir aber auf unsere Kosten kommen und unser Personal und unsere Steuern bezahlen, wenn wir nur vierzig Stunden arbeiten wollten?" Das Ergebnis dieser Maßnahme wird sein, daß die kleinen Arbeitgeber gezwungen sein werden, ihre Ange­stellten zu entlassen. Unter dem Vorwand, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, wird der marxi­stische Gewerkschaftsverband die Arbeitslosigkeit in einem Maße vergrößert haben, wie er selbst nicht ahnte.

Die ZeitschriftLandide" stellt fest, daß Frankreich das Land des Faulenzer- (ums geworden fei, wo man auf der ganzen Linie von einer wahren Inflation spre­chen könne.Paris stirbt, und mit ihm Frank­reich", so schreibt das Blatt. Die Lhamps Ely- f&s find ab 23 Uhr verlassen, die Licht- spielhaufer zu drei Vierteln leer, 200 Nacht­taxen warten vergeblich auf Kunden, und auf den Seinebrücken drängen sich die Neu­gierigen und belustigen sich beim Spiel, wer

wohl den er st en Arbeiter auf dem Welt- ausstellungsgelande entdeckt. Die Rolläden der Geschäfte sind an zwei Tagen heruntergelassen. Das ist das Paris, das man als von Aus­ländern überfüllt und in fieberhafter Tätigkeit darstellt.

Wenn man die amtlichen Statistiken untersucht, so wird man feststellen, daß bas Leben nach und nach aus der Wirtschaft vers chwind et und Frankreich langsam verarmt, weil es von seinem eigenen Kapital zehrt. Die 11 nv satzsteuer, die das beste Barometer für die wirt­schaftliche Tätigkeit eines Landes barstellt, weist für den Monat Januar gegenüber dem Vorjahr einen Ueberschuß von 15 v. H. auf; da die Großhan­delspreise aber um 40 v. H. und die Einzel­handelspreise um 25 v. H. gestiegen sind, hätte die Umsatzsteuer damit Schritt halten müssen. Der Beweis ist also erbracht, daß e i n Rückgang zu verzeichnen ist. Für den Monat Februar steht die Umsatzsteuer außerdem um 52 Millionen Franks hinter dem Haushaltsvoranschlag zurück. Die Zolleinnahmen haben sich da­gegen erhöht, weil das Ausland nach und nach den Platz der krankenden französischen Industrie einnimmt. Da der Franzose nicht mehr arbeiten will, erobert das Ausland den französischen Markt, und da Frankreich als Gegenleistung nicht mehr viel anzubieten hat, bezahlt es mit seinen Goldreserven. Das Faulenzertum ist oberstes Gesetz geworden. Die Potez-Werke, die früher ein Bombenflugzeug in 15 000 Arbeitsstun­den fertigstellten, brauchen heute 40 000 Arbeits­stunden. Hispano Suiza hat vor der Volksfront­regierung monatlich 63 Motoren geliefert; im Sep­tember 1936 lieferte es nur noch 40, im Oktober 35, im November 2 und im Dezember keinen ein­zigen mehr.

2Han kann also von einer Verringerung der Erzeugung auf der ganzen Linie sprechen, weiter von einer enormen Steigerung der Erzeugungskosten, dem Zufammendruch des Außen­handels, dem Ruin der kleinen und mittleren Unternehmen, ferner von einer Erhöhung der Lebenshaltungskosten, einem Haushaltsunterschuh und einer allgemei­nen Unsicherheit, was man alles zusammen in das wortInflation" kleiden kann. Ein sinnverwandtes Wort von Inflation heiht aber Elen d".

soll nicht nur nach außen hin ein zusammenhängen­des Ganzes bilden, sondern auch die innere Ver­bundenheit der Bewohner im wahren Geist einer echten Gemeinschaft zum Ausdruck bringen.

In den kommenden Wochen wird jeder Deutsche Gelegenheit haben, seinen Dank an die Alten Kämpfer abzutragen, indem er sich mit einem Geld­betrag in eine der Listen einzeichnet, welche in allen Dienststellen der SA., in jedem Sturmlokal, aus= liegen werden. Jede Spende, auch wenn sie noch fo'gering ist, trägt mit dazu bei, eine neue Sied­lung aufbauen zu helfen, in der eine gesunde Fa­milie ihre Heimstätte erhält. Und jeber, der für diese SA.-Dankopfersiedlungen sein Scherflem gibt, kann das Bewußtsein haben, zu seinem Teil mit an dem allgemeinen Aufbauwerk und damit auch dem Führer geholfen zu haben.

Emil Kirdorf

Am 8. April wird Dr.-Jng. h. c. Emil Kir­dorf, der Nestor und eigentliche Schöpfer der deutschen Montanindustrie, 90 Jahre alt. Das ist wahrlich ein Anlaß, dieses einzigartigen Man­nes zu gedenken, dem schon im vorigen Jahre bei seinem 89. Geburtstag der Führer einen Besuch ab-

Siemens ein neues Großunternehmen: die Sie­mens - Rhein-»Elbe - Schuckert-Union. Erst im Jahre 1925, also schon in sehr hohem Alter, zog er sich aus sachlichen Gründen zurück und legte die Leitung des Kohlensyndikats nieder. Zwei Jahre später trat er der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei bei und bekannte sich öffentlich zu Idee und Werk Adolf Hitlers. Das Goldene Partei­abzeichen, das Kirdorf trägt, ist gleichsam ein Sym­bol seines Lebens, denn obwohl sein Streben im­mer auf friedliches Schaffen gerichtet war, scheute er doch den Kampf nicht, wenn es galt, der Lüge und dem Schlendrian entgegenzutreten. Sein Leben war ein schweres Ringen, nicht um äußere Aner­kennung und die Ziele des persönlichen Ehrgeizes, sondern um den Sieg der lauteren Gesinnung und der großen Idee. Niemals strebte Kirdorf nach äuß.ren Ehren und Würden, sondern fühlte sich stets nur seinem Werk verpflichtet, das zugleich ein Werk des deutschen Volkes war. So blicken auch heute noch seine ehemaligen Angestellten und Ar­beiter und alle, die in seinem Lebenskreis geatmet haben, zu ihm auf als dem Vorbild eines deutschen Wirtschaftsführers. Die Glückwünsche, die Emil stattete, um ihn persönlich zu beglückwünschen. Emil Kirdorf wurde 1847 in Mettmann als Sohn eines

Webereibesitzers geboren. Im elterlichen Geschäft lernte er die Kaufmannschaft und arbeitete sich dann langsam und zielbewußt aus den kleinsten Anfängen empor. Schon 1871 wurde er kaufmän­nischer Leiter eine Zeche bei Wattenscheid. 1892 übernahm er bereits den Posten eines Generaldirek­tors der neugegründeten Gelsenkirchener Bergwerks- 21(9., ein Jahr später trat er an die Spitze des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikats. Das Gel­senkirchener Werk entwickelte sich unter seiner Lei­tung zu einem der ersten deutschen Großunterneh­mungen dieser Art. Nach dem Kriege und dem Verlust der Anlagen in Lothringen und Luxem­burg schuf er gemeinsam mit Stinnes, Vogler und Kirdorf an feinem 90. Geburtstag entgegennehmen Fann, stammen aus dem Herzen und kommen aus der Gesamtheit der schaffenden Nation.

Oer Adlerschild des Reiches für (Geheimrat Kirdorf.

Berlin, 7. April. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat Geheimrat Kirdorf in Mülheim a. d. Ruhr, Träger des Goldenen Ehren­zeichens der NSDAP., zur Vollendung seines 90. Le- densjahres den Adlerschild des Deutschen