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spruch schilderte die Leiterin der Schule, Frau Rek­torin Weitzel, in längerer Ausführung die Ent­wicklung der Mädchenberufsschule. Welche äußere und innere Schwierigkeiten zu überwinden waren, bis der Gedanke, die Mädchen nach achtjähriger Schulzeit noch in allgemeinen Kenntnissen und in fraulichen Fertigkeiten zu unterweisen, Verständnis fand, war interessant zu hören. Frau Weitzel schloß ihre Ausführungen mit einer ernsten Mah­nung an die Eltern und die Lehrherrn und Lehr­frauen, sich um die Fortschritte der Mädchen zu kümmern, nachzuprüfen, was sie lernen, ob sie mit Aufmerksamkeit dem Unterricht folgen und die Zeit nutzen, in der ihnen nicht nur wissenswerte All- gememkenntnisse geboten, sondern auch die frau­lichen Geschicklichkeiten gezeigt werden, die für je­des weibliche Wesen notwendig sind.

Nach lebhaftem Beifall begannen die Aufführun­gen, die ein jungerHerr" in Rokokokleidung m lustigen Versen ansagte. Sie zeigten in unterhalten­der Weise, was die Schule und ihre Schülerinnen leisten. Ein lustiges Schattenspiel mit Musikbeglei­tung stellte den Frühsport dar. Hübsche Volkstänze einer Anzahl Mädchen in selbstaefertigten Dirndl­kleidern boten ein buntes, abwechselungsreiches Bild jugendlicher Fröhlichkeit und klappten sehr gut bei ländlicher Musik. Es folgten dann Hebungen am Hochbarren, die beachtliches Können bewiesen; jede Leistung wurde durch dankbaren Beifall be­lohnt.

Nun begann die Modenschau. Einen wahren Jubel löste zuerst die Schau der Nachtgewänder aus. Im Schlafanzug, im weißen und farbigen Nachtkittel hüpfte und tanzte die Jugend über die Bühne und zeigte, was sie geschneidert und genäht hatte. Eine bunte Schau von Kleidern, Blusen und Röcken folgte, Kinderkleider und Schürzen, neues aus altem, das alles bewies die Schneiderkunst der Schülerinnen. Zwischendurch erfreute der gut ein­geübte Singkreis mit Liedern und machte auch den Schluß mit seinem AbschiedsliedGute Nacht". Rur ungern trennte man sich, und der lebhafte Bei­fall am Schluß zeigte allen Teilnehmerinnen, wie gut dieser Elternabend in aller Erinnerung bleiben wird. F. K.

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** Kameradschaft ehemaliger 390er Gießen und Umgebung. Man berichtet uns: Als Ausklang der Wiedersehensfeier des ehemali­gen Jnf.-Reg. 390 im vergangenen Jahre wurde die Kameradschaft Gießen und Umgebung gegrün­det. Jrn Jahre 1916 entstand das Regiment, zu dem die 9/Jnf.-Reg. 116 geschlossen abgegeben wurde. Es kämpfte zwei Jahre an der Westfront bis zu seiner Auflösung im August 1918. Kameradschafts­führer der hiesigen Kameradschaft wurde Studien­rat Schad, Gießen. '

ZumWochenendeimDienstedesWiniechllsswerks

NEKK., GA., GS. und Kinderreiche beim Sammelwerk.

Der vergangene Samstag und der gestrige Sonn­tag brachten wieder einmal eine Schlacht für das Winterhilfswerk. In den Nachmittagsstunden des Samstags machten sich viele Sammler von der Büchsenausgabestelle aus auf den Weg in die Stadt, und bald sah man sie in allen Straßen auftauchen und jedermann anhalten, der noch nicht das Opfer für das Winterhilfswerk gebracht hatte. Es dauerte nicht lange, da war jedermann mit der kleinen weißen Blume geschmückt, die es für diesen Sam­meltag gab. Das hübsche Abzeichen wurde gerne gekauft und das so lustig aufgemalte Maikäfer- chen viel bewundert. Den Sammlern am Samstag kam das günstige Wetter zustatten, denn viele Ein­wohner unserer Stadt waren unterwegs, und kaum jemand entzog sich dem kleinen Opfer, das von ihm erwartet wurde.

Es bedarf kaum der besonderen Betonung, daß die Sammler wieder mit allem Eifer der edlen Sache dienten und so zu ihrem Teil den Erfolg sicherten. Eine tatkräftige Unterstützung erfuhren die Sammler am Samstagnachmittag durch ein Platzkonzert des Musikzuges der SA.-Marine- Standarte 34, der an der Ecke Friedrichstraße und

Wetzlarer Weg mit ausgezeichneter Musik auf- wartete. Ein zweites Konzert fand am Sonntag- oormittag in der Bahnhofshalle statt. Dort spielte der MusikzuH der SA.-Standarte 116 beim Ein­laufen der Züge und machte dadurch die Reisenden auf die Sammelaktton aufmerksam. Das Konzert war des schlechten Wetters wegen in die Halle ver­legt worden. Der Sturm 1/M 147 stellte einen Laut­sprecherwagen in den Dienst der Sache und unterhielt über Schallplatten mit Musik.

War den Sammlern am Samstag das Wetter sehr günstig (viele Volksgenossen waren zu Einkäu­fen unterwegs), so hatten die Kameraden, die am Sonntagoormittag und am Nachmittag die Büchse in die Hand zu nehmen hatten, weniger Glück. Der anhaltende Schneefall am Vormittag und der Regen des Nachmittags hielt die meisten Volksgenossen im Haufe fest und die Sammler mußten sich entschlie­ßen, treppauf, treppab zu wandern, wenn sie nicht mit leeren Büchsen zurückkehren wollten. Aber keiner der Sammler ließ sich die Mühsal verdrießen und ihnen war es zu danken, daß der Sammlung doch ein erfreuliches Ergebnis befchieden war.

Alles für die Ideale des Drillen Reichs?

Mitgliederversammlung der DAF., Ortsgruppe Gießen-Süd.

In dem mit den Symbolen des Dritten Reiches und der DAF. geschmückten Saal des Katholischen Vereinshauses hielt die Ortsgruppenwaltung Gie- ßen-Süd der DAF. eine Mitgliederversammlung ab, in der nach dem Fahneneinmarsch Ortsgruppen; Walter Iost nach kurzer Begrüßung

Kreisobmann pg. Wagner

das Wort erteilte. In eingehenden Ausführungen sprach dieser über Ziel und Wege der durch 'die nationalsozialistischen Idee erstrebten Umformung des deutschen Volkes. Einleitend würdigte der Red­ner die Einheit von Führung und Volk und hob die ungeheuren Ausmaße der Kleinarbeit hervor, die unzählige Helfer selbstlos im Dienste dieser großen Idee verrichten. Die Idee wirkt bei dieser Arbeit wie ein Magnet, der die Besten anzieht, die innerlich spüren, daß sie wie in den Jahren des Kampfes, in der Schicksalsstunde des Volkes diesem zur Seite stehen wollen. Millionen empfinden, daß sie in diesem Kampfe des Lichtes mit dem Dunkeln auf der Seite des Guten stehen müssen. In aus­gezeichneten Darlegungen machte der Redner seinen aufmerksamen Zuhörern verständlich, wie früher jeder Mensch einen anderen Glauben und andere Interessen hatte und darüber das große Ziel ver­gaß: Deutschland, und wie jetzt alle die 100 Millio­nen Deutschen diesseits und jenseits der Grenzen von einer einzigen Bewegung erfaßt und von einer einzigen Idee beseelt sind.

Der Sinn unserer Revolution ist, das Volk auf ein besseres, schöneres Ideal auszurichten. All die Äußerlichkeiten, die Fahne, die Uniform, die Or- ganifattonen, sollen nichts anderem dienen, als der

inneren Umwandlung des Menschen. Die große Aufgabe besteht darum darin, die Revolutionierung unseres Innern durchzuführen, damit wir vor den Augen des Führers bestehen können. Die Bewe­gung will den ganzen Menschen erfassen, seine Seele erringen und ihm ein besseres und schöneres Ideal geben. Zu diesem Zwecke mußten alle Men­schen zu einer großen Gemeinschaft zusammenge­führt werden. Das ist die DAF., deren Name be­wußt gewählt wurde, weil sie alle Menschen, ganz gleich welche Arbeit sie tun, umfassen will. Men­schen, die bei der Arbeit, in den Betrieben und wo es auch sei, zufammenstehen, sind in der Front aller schaffenden Deutschen. Da es nach dem Aus­spruch des Führers nur Beauftragte der Arbeit gibt, sind in ihr Betriebsführer und Gefolgschaft in eine Linie gebracht, weil alle Arbeit dem Volke dient und nur das eine Ziel kennt: Deutschland! Arbeitgeber ist nur das Volk und der größte Auf- traggeber ist der Führer, der erst wieder die Mög­lichkeit zur Arbeit geschaffen hat. Deshalb kann und muß auch verlangt werden, daß die Arbeit nach den Grundsätzen des Nationalsozialismus ausgerich­tet wird. Der größte Teil der führenden Männer im Dritten Reich kommen aus dem Volke und auch jetzt wird den Besten die Möglichkeit geboten, Füh­rer des Volkes zu werden. Der Führer hat dem schaffenden Volke die soziale Ehre geschenkt und diese muß Gemeingut aller ehrlich strebenden Volks­genossen werden. Aus solcher Gemeinsamkeit wird dem Volke Kraft und Wille erwachsen, eine neue beseelte Kultur zu schaffen, die der Ausdruck des zukünftigen Deutschlands sein wird.

Wirtschaft.

Rhein-Mainische Börse.

Ruhig.

Frankfurt a. M., 6. März. Die amtliche Mitteilung über den Anleihestock hat auf die Börse stark ernüchternd gewirkt, zumal darin vor einer Hausse in den Stockwerten gewarnt wird. Die Aktienmärkte lagen daher überaus ruhig und die Kurse bröckelten anfangs überwiegend ab. Reichsbank-Anteile gingen bei lebhaften Umsätzen auf 201 (207) zurück und unterlagen später zwischen 200 und 202 starken Schwankungen. Später wurde die Haltung widerstandsfähiger, wobei der sehr gün­stige Abschluß der Verein. Stahlwerke und auch der lebhafte Fortgang der Zeichnungen auf die Reichsanleihe etwas anregten. Von Montanwerten verloren Verein. Stahl auf größere Glattstellungen 1 v. H. auf 121,50, Klöckner und Hoesch blieben voll behauptet. Am Chemiemarkt setzten JG.-Farben und Rütgerswerke je 0,75 v. H. niedriger ein. Von Elektroaktien kamen zunächst AEG. und Licht und Kraft unverändert, Siemens 0,50 v. H. höher zur Notiz. Etwas fester notierten Gement Heidelberg mit 161,75 (160,50), anderseits büßten AG. für Ver­kehr 1,50 v. H., BMW. und Zellstoff Waldhof je 0,50 und Deutscher Eisenhandel 0,75 v. H. ein.

Der Rentenmarkt lag weiter still. Etwas erholt waren Altbesitzanleihe mit 120,65 (120,45), Städte-Altbesitz blieben mit 122,50 bis 123 behaup­tet, ebenso Kommunal-Umschuldung mit 91,55 bis 91,60 und Reichsbahn-VA. mit 125.

Im weiteren Verlaufe blieb die Börse sehr still, es zeigte sich allgemein Zurückhaltung, da man die Einzelbestimmungen zum Anleihestockgesetz abwar­ten möchte. Die Kurse erfuhren am Aktien­markt gegen den Anfang so gut wie keine Ver­änderungen. Verhältnismäßig lebhaft Hieben

Reichsbank, die auf 202 anzogen nach 200. Von anderen Stockwerten kamen Rhein. Braunkohlen mit 230,25 (gestern abend 238, mittags 232), Akku­mulatoren mit 209,50 (210) zur Notiz. Im übrigen zeigten die später notierten Werte bei uneinheitlicher Entwicklung nur kleine Veränderungen. Je 1 v. H. verloren Zellstoff Aschaffenburg, Goldschmidt und Kali Aschersleben, weiter erhöht Moenus Maschinen mit 108 (107,50). Von Hypothekenbankaktien Frank­furter Hyp. 133,40 (115,25).

Der Rentenmarkt lag auch im Verlaufe sehr ruhig. Auch Pfandbriefe hatten bei unveränderten Kursen nur kleines Geschäft. Stadtanleihen blieben etwas gefragt und notierten teilweise noch etwas höher.

Im Freiverkehr Neue Wayß & Freytag weiter fest mit 146 bis 148 (145 bis 147), ferner Ufa Film erholt auf 75,50 (74,50), Adlerwerke Kleyer mit 108 bis 110 (109,50) nicht ganz be­hauptet. Tagesgeld ermäßigte sich auf 2,50 v. H. (nach 2,75 v. H.).

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 8. März. (Dovbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Es kosteten Ochsen 35 bis 45, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Fär­sen 35 bis 44, Kälber 45 bis 65, Lämmer und Hüm­mel 40 bis 48, Schafe 30 bis 40, Schweine 48,5 bis 52,5. Mark. Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt; Kälber ruhig, Hämmel und Schafe mittelmäßig.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach­mittag geschloffen. i

Wintersport noch immer aktuell.

Bald schon ist kalendermäßig wenigstens der Winter zu Ende, und noch immer zeigt der Skisport keine Anzeichen von Müdigkeit. So war auch das Programm des ersten Märzsonntags wie­der groß genug.

Das 10. Kandahar-Rennen.

Die Ueberraschung des 10-Kilometer-Rennens in Mürren war die Niederlage der beiden Weltmeister Emile A l l a i s (Frankreich) und Christi Cranz. Bei den Männern siegte der Österreicher Walch in 3:56,4 vor E. Allais (3:57,0), bei den Frauen war die Schweizerin Erna Steuri mit 3:05,8 um 8/io Sekunden schneller als Christi Cranz, die durch einen Sturz kostbare Zeit und einen Stock verlor. R. Wörndle und Hans Pfnür waren nicht am Start. Rudi Cranz kam nur auf den 8. Platz.

Skirennen auf dem Brocken.

Die 240 Teilnehmer bei dem Skirennen auf dem Brocken fanden ausgezeichnete Schneeverhält­nisse vor. Der 18-Kilometer-Lauf wurde eine Beute von Scherger (Bremen). Scherger siegte in 1:18:13,5 vor R. Kuert (Braunlage) 1:18:16) und Cramer jSS.j 1:20:17). Die Frauen bestritten einen 2,8 Kilometer langen Abfahrtslauf. Die Bestzeit erzielte U. Tebbe (Klaustal) in 7:48. Else Krieger (BraUn- lage) belegte mit 18 Sekunden Rückstand den zwei­ten Platz.

Kehraus auf der Olympiaschanze.

Der Skiklub Partenkirchen beschloß die Reihe feiner diesjährigen Großveranstaltungen mit einem Springen auf der großen Olympiaschanze. In der Doraufgegangenen Nacht war ein starker Frost eingetreten, der den Schnee recht hart und den Schanzentisch zimlich glatt machte, so daß es zahl­reiche Stürze gab, die jedoch glimpflich verliefen.

Sieger wurde diesmal Hans Marr (Wehrmacht, Reichenhall) vor dem Norweger Randmond Sören­sen. Bei den Jungmannen erzielte Toni Neu (Oberammergau) mit 68 Meter die größte Weite. In der Allgemeinen Klasse kam Marr im zweiten Durchgang an die 70-Meter-Marke.

Schwarzwald-Skimeisierschaften.

Die Schwarzwald-Skimeisterschaften auf dem Feldberg wurden am Sonntag mit der alpinen Kombination abgeschlossen. 130 Teilnehmer bewie­sen das große Interesse, das gerade dieser Kon­kurrenz entgegengebracht wurde. Erwartungsgemäß entpickelte sich die Kombination zu einem scharfen Kampf zwischen dem in Klasse I startenden Harro Cranz (SC. Freiburg) und dem in Klasse II laufenden Bruno Koch (Skizunft Feldberg). Dabei erwies sich Bruno Koch sowohl in der Abfahrt wie auch im Torlauf als der Bessere und belegte so­mit in der Gesamtwertung den ersten Platz. Auch bei den Frauen gab es hervorragende Lei­stungen. Besonders die Siegerin, H. Gärtner (SC. Freiburg) lief in der Abfahrt und im Tor­lauf sehr gute Zeiten heraus.

Klage gegen Braddock wegen Kontraktbruch.

James I. Braddock will unter allen Umständen versuchen, vor seinem Kampf gegen Max Schmeling mit dem Negerboxer Joe Louis zusammenzutreffen. Schmeling muß sein Recht nun auf Umwegen über die amerikanischen Gerichte suchen und wird dabei sowohl durch die Neuyorker Boxkommission als auch durch die Neuyorker Madison-Square-Garden- Gesellschaft unterstützt. Die Klage, die durch den Vor­sitzenden des Garden, Oberst Kilpattick, eingereicht wird, geht direkt an das Bundesgericht.

Ausscheidlliigskamps der Turner in Fulda.

Gau Hessen schickt zwei Turner nach Stuttgart.

Das Ausscheidungsturnen der Gaugruppe III (Gaue Hessen, Württemberg, Bayern und West­falen) zur Deutschen Geräte-Meisterschaft fand am Sonntag in Fulda statt. Es gab durchweg inter­essante und spannende Kämpfe' und die Spannung hielt bis zu den letzten Hebungen im Kürturnen an. Recht erfolgreich schnitten die bayerischen Tur­ner ab, obwohl sie auf ihre drei Olympiasieger Schwarzmann, Stangl und Volz verzich­ten mußten, die an der Teilnahme verhindert wa­ren. Sie stellten in Schmelcher (München), der schon nach derPflicht" in Führung gelegen hatte, den Sieger der Ausscheidungskämpfe und belegten außerdem noch den dritten, sechsten, siebten, zehnten und elften Platz. In den Pflichtübungen schaffte sich der Münchener Schmelcher nach der ersten Hebung vom siebten auf den vierten und im wei­teren Verlauf schließlich auf den ersten Platz vor. Hinter Schmelcher hatte der Westfale Stutte (Eichen) vor dem Münchener Kindermann und Westfalen Frisch (Stendenbach) den zweiten Platz in den Pflichtübungen belegt und an dieser Reihen­folge wurde auch in derKür" am Nachmittag nichts geändert.

Das Kürturnen war von 1000 Zuschauern be­sucht, die ganz überragende Leistungen zu sehen bekamen, als die 15 Besten aus den Pflichtübun­gen des Vormittags turnten. Bayer (Kassel) und Schmidt (Nürnberg), die als Vierzehnter und Fünf­zehnter des Pfiltchturnens am Nachmittag zum Kür­turnen antraten, konnten diesen Platz nicht behal­ten und mußten ihren Rang an Trostheim (Dort­

mund) und Wedekind (Kassel) abtreten, die ihre Kür schon am Vormittag geturnt und dabei eine Punktzahl erreicht hatten, die von Beyer und Schmidt am Nachmittag nicht übertroffen werden konnte. Pech hatte auch Hessens Gerätemeister Fink (Kassel), der, durch eine Krankheit behindert, mit vier Punkten Abstand hinter Wedekind nur den 16. Platz belegen konnte.

Der Endstand:

1. Schmelcher (München) 230,1 P.; 2. Stutte (Eichen) 225,6 P.; 3. Kindermann (München) 222,9 P.; 4. Frisch (Stendenbach) 219,9 P.; 5. Weischedel (Stuttgart) 218,4 P.; 6. Münder (Göggingen)

217,9 P.; 7. Geistbeck (München) 217,3 P.; 8. Gög- gel (Stuttgart) 217,2 P.; 9. Kammerhauer (Kuchen) 216,2 P.; Schmeißing (Kassel) 216,2 P.; 11. Cer- mer (München) 215,9 P.; 12. Rabenstein (Mün­chen) 210,6 P.; 13. Hollfelder (Dortmund) 209,8 P.; 14. Trostheim (Dortmund) 209,0 P.; 15. Wedekind (Kassel) 208,0 Punkte.

Am erfolgreichsten war also Bayern, das sechs Mann mit durchbrachte Westfalen stellt vier Teilnehmer für Stuttgart, der Gau Württem­berg konnte von seinen sieben Teilnehmern drei durchbringen und der Gau Hessen schickt mit Schmeißing und Wedekind zwei Turner nach Stuttgart.

Olympiasieger Frey siegt in Mainz.

In der Mainzer Stadthalle kamen am Sonntag die Ausscheidungskämpfe der Gaugruppe 4 (Gaue Südwest, Baden, Mittelrhein, Niederrhein) zur

Stearinöl

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Steinfußboden

Stearinöl. gelbbraunes öl, das sehr gut zum Putzen von Metal­len zu verwenden ist.

Stechpalme, s. Ilex.

Stechseide, Bezeichnung für ge­zwirnte Seide.

Steckbecken oder Unterschieber, Vettschüssel, ein flaches Gefäß, das unter das Gesäß bettlägeri­ger Kranker geschoben wird zur Aufnahme von Stuhl.

Steckdose. Die Steckdosen sind nach den neuesten Vorschriften in der Wand eingelassen, wie auch alle Leitungen unter Putz gelegt sind. Steckdosen bestehen in der Hauptsache aus Hartgummi. Den Stecker ziehe man nie an der Schnur heraus, weil sie sich sonst lockert und Wackelkontakte entste­hen, die zu Kurzschluß führen können. Wenn Strom zu mehre­ren Anschlüsien aus einer Steck­dose entnommen werden muß, verwende man einen Abzweigstek- ker. Schäden an Steckdose und Stecker behebe man nicht selbst, sondern lasse sie vom Fachmann reparieren.

Steckenbleiben eines Fremdkör­pers im Halse siehe Erstickung, Verschlucken.

Stecklinge sind abqelöste Pflan­zentriebe, die, in sandiges, torf­mullhaltiges Erdreich gesteckt, manchmal auch in Master gestellt, Wurzeln bilden. Viele Pflanzen werden so vermehrt. Geeignete Triebe werden unter einem Vlattknoten mit scharfem Mester abgetrennt, große Blätter gegen zu starke Verdunstung eingekürzt

Wärme und Feuchtigkeit sind not­wendig.

Stegreif, eigentliche Bedeutung Steigbügel beim Pferd. Aus dem Stegreif sprechen bedeutet unvor­bereitet sprechen.

Stehlen, siehe Diebstahl.

Steinbock, Ziegenart mit langem, starkem Gehörn, ferner Sternbild und Tierkreiszeichen.

Steinbrech (Saxifraga), Ge­wächs, das vor allem in der Nach­barschaft von Steinen gut wirkt. In Steingarten und hinter Weg- einfaffungen gern angepflanzt. Es gibt rofettenartige und moos­bildende St.-Arten, die alle durch Teilung und Saat weiterge­pflanzt werden. Viele gedeihen auch im Schatten und dienen als eine Art Rasenersatz dort, wo kein Gras wächst. Ein Rosetten- Steinbrech ist das hübsche Por­zellanblümchen.

Steinbutt, bis zwei Meter lan­ger, wohlschmeckender Schollen­fisch, der meist in Stücken ver­kauft wird.

Steindruck, Steinzeichnung so­wohl wie Lithographie.

Steinfrucht, Steinobst, bei dem der Kern wie bei Pflaumen, Kirschen usw. von einer fleischi­gen Frucht umschlossen ist.

Steinfußboden mit Platten, aus Naturstein, mit Ziegeln. Fliesen belegter oder mit' Ze­ment ausaegostener Fußboden, der sich leicht reinigen läßt, aber fußkalt ist. Steinfußböden finden sich daher meist nur in Kellern und Fluren, während auch Kü­chen und Badezimmer mit Lino­leum ausgelegt werden.

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