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Auftakt der AS.-Kampsspiele.
Der Moderne Fünfkamps begann.
Einer der schwierigsten aber auch schönsten sportlichen Wettbewerbe ist der Moderne Fünfkampf, der natürlich auch nicht im Programm der 1.916.» Kampfspiele in Nürnberg fehlen durfte. Bewußt ist die Reihenfolge der auch im olympischen Programm enthaltenen Einzelprüfungen so gelegt, daß sie als eine hervorragende wehrsportliche Kraftprobe zu betrachten ist.
Der Moderne Fünfkampf bei den NS.-Karnps- spielen in Nürnberg wurde am Montag mit dem 5-Kilometer-Geländeritt der Klasse A eingeleitet. Auf dem idealen Gelände des Truppenübungsplatzes Tennenloh unterzogen sich insgesamt 23 Teilnehmer der schwierigen Prüfung, aus der Oblt Cramer nach fehlerlosem Ritt in 8:58,2 Min. als bester Reiter hervorging. Nur sechs Bewerber kamen ohne Strafpunkte über den mit 18 Hindernissen versehenen Kurs.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
T 1900 — Lauterbach 1:1.
Ein mageres Ergebnis, das den Blauweißen gestern gegen Lauterbach gelang! Nach dem Spielverlauf konnte bet Halbzeit schon eine sichere Führung erzielt sein, wenn man ein klein wenig überlegter gehandelt hätte. Bei den eingestellten Jugendlichen machte sich starkes Lampenfieber bemerkbar, und so ging manche aussichtsreiche Sache daneben. Selbst Löbsack wurde mit in den Strudel dieser Unsicherheit getrieben. Ja, sogar die hinteren Reihen wurden angesteckt.
Die Gäste begannen gleich in scharfem Tempo. Den Anstoß der Blauweißen fingen sie ab und der gut angelegte Angriff konnte nur zur Ecke ab« gewehrt werden. Schnell wandte sich aber das Blatt, und nun waren es die Platzbesitzer, die das Geschehen diktierten. Bis in den Strafraum, dann allerdings war die Herrlichkeit zu Ende. Weihrauch, der verschiedene gute Gelegenheiten erhielt, getraute sich nicht recht zu schießen Lediglich mehrere Eckbälle waren die Ausbeute. So verging die Zeit, und noch war kein Erfolg gefallen. Bei einem rasanten Durchbruch von Löbsack bot der Lauterbacher Torwächter eine Glanzleistung, indem er den scharf geschossenen Batt glänzend abfing. Kurz vor der Pause sollte es scheinbar doch dazu kommen, denn als ein Verteidiger mit der Hand abwehrte und der Schiedsrichter Elfmeter entschied, erhoffte man, daß jetzt die passendste Gelegenheit für die Führung gekommen war. Löbsack meinte es aber zu genau, und so sprang der Ball vom Pfosten zurück.
Nach der Pause ging dann 1900 gleich in Führung. Einen Angriff von links leitete Cociok geschickt durch die gegnerische Verteidigung. Löbsack war zur Stelle, ließ den Ball noch drei bis vier Meter laufen, und dann sauste das Leder aus zwölf Meter Entfernung unhaltbar in die linke Ecke. Noch schneller hatten aber die Gäste ausgeglichen. Ein Mißverständnis in der Abwehr ließ den Ball nicht aus der Gefahrenzone kommen, und schon hatte der Mittelstürmer die Gelegenheit wahrgenommen. Derselbe Schachzug, der den Blauweißen die Führung eingebracht hatte, wiederholte sich in der 70. Minute. Wieder lief Löbsack frei mit dem Ball aufs Tor. Doch diesmal ging sein wuchtiger Schuß zum Entsetzen der Zuschauer hoch über die ,ßatte. Der Rest der Spielzeit verlief in ausgeglichenem Feldspiel. Chancen, die hüben und drüben ausgearbeitet wurden, wurden nicht verwertet.
Bei den Gästen war die Hintermannschaft der beste Teil. Der sehr korpulente Torwächter hatte bei verschiedenen Aktionen Glück In der Läuferreihe war der Mittelläufer die Hauptkrall, und im Sturm konnten die beiden Außen besonders gefallen. Bei 1900 machte sich das Fehlen von Sack. Bergmann, Pankok und Möller stark bemerkbar. In der Aufstellung Meißner: Zeiler, Lippert; Erhard, Jäger, Lehrmund; Schombert, Theiß, Löbsack, Kociok, Weihrauch kam die Mannschaft nicht an ihre seitherigen Leistungen heran Schiedsrichter war Marscheck (Wetzlar).
1900 II — Rodheim 3:2.
Der Reserve der Blauweißen ist die Revanche geglückt. Mit 3:2 ist sie jedoch knapp ausgefallen.
1900 1.3gb. — Krofdorf 3:3.
Einen Achtungserfolg errang die 1. Jugend der Blauweißen in Krofdorf.
„M.Teuionia^Wakenborn-Sieinberg
Spv. Bad Vilbel I. — Watzenborn-Steinberg I. 1:3 (0:1).
Die 1. Elf der Teutonen, die auf Lang und Haas verzichten mußte, trug em Gesellschaftsspiel in Bad Vilbel aus und konnte mit einem beachtlichen Resultat (3:1) nach Hause kommen. Die Mannschaft, die mit: Happel; Fett, Jung; W. Schmandt, H. Schmandt, E. Burger; Buß, Fischer, K. Haas, Häuser, Burk spielte, konnte bis zur Halbzeit mit 1:0 in Führung gehen und in der zweiten Halbzeit auf 3:0 erhöhen, denen von der Gegenseite nur ein Treffer entgegengesetzt werden konnte.
Die zweite Mannschaft trug gegen die 1. Mannschaft von Leihgestern ein Gesellschaftsrückspiel aus. Die Gäste spielten in der 1. Halbzeit nur mit zehn Mann. Hierdurch kam auch die Ueberlegenheit der Teutonen. Die Torchancen wurden allerdings nicht ausgenutzt. In der zweiten Halbzeit waren die Gäste Überlegen und konnten auch mit 2:0 in Führung gehen. Die Steinberger konnten bis zum Schluß auf 1:2 herankommen
Fußball im Turnverein Großen-Linden
Rieder-Weisel I — Grohen-Linden 1 3:5.
Die 1. Mannschaft trug in Nieder-Weise! ihr fälliges Rückspiel aus. Beide Mannschaften lieferten sich ein anständiges Spiel. Die Platzmannschaft, die mit vollem Eifer in den Kampf ging, mußte sich von dem technisch besseren Gegner am Schlüsse mit 5:3 geschlagen bekennen.
Die 1. Jugend weilte ebenfalls auswärts, und zwar zu ihrem ersten Verbandsfpiel in Ettingshausen. Durch ein Mißverständnis konnte sie nur mit 10 Mann antreten und vermochte aber trotzdem einen schönen 6:0-Sieg zu landen Die 2. Jugend spielte in Gießen gegen VfB-Reichsbahn 3. Jugend und konnte überraschend mit einem 3:1- Siege die ersten Punkte mit nach Hause bringen.
F.-Ep.-D. 1926 Steinbach.
Am Sonntag hatte die 1. Mannschaft des FSpV.. 1926 Steinbach die gleiche vom Sportverein Hungen zu Gast und konnte die Gäste mit einer 3:1- Niederlage nach Haus schicken. Nach dem Anstoß brachte Steinbachs Sturm die Gästehintermannschaft gleich in Bewegung. Schon nach 10 Minuten konnte Steinbach den 1. Treffer anbringen. Die Hungener spielten ziemlich hoch. Den Steinbachern war dies nicht sehr gelegen, denn sie spielten gegen die Sonne und dadurch kam es, daß sehr viele Bälle im Aus landeten. Steinbachs Druck hielt aber trotzdem an,
aber alle Angriffe scheiterten an der Verteidigung Mit 1:0 wurden die Seiten gewechselt. Steinbach konnte nach der Pause durch Elfmeter auf 2:0 erhöhen. Kurze Zeit später erzielte der Mittelstürmer das 3 Tor. Glaubte man nun, es würde sich am Ergebnis nichts mehr ändern, so sah man sich getäuscht, denn kurz vor Schluß konnte Hungen durch einen plötzlichen Vorstoß das Ehrentor erzielen.
Dor diesem Spiel erledigte Steinbachs Jugend das erste Pflichtspiel gegen Garbenteich und verlor mit 4:0 Toren Sieg und Punkte
Fußboll im Tv. Klein-Linden 1889.
Infolge anderweitiger Verpflichtungen konnte Lollars erste Mannschaft am Sonntag in Klein-Linden nicht antreten, so daß sich Klein-Linden mit Lollars zweiter Mannschaft zufriedengeben mußte. Lollar erzielte mehrere Ecken und konnte die Führung übernehmen. Der Angriff der Gäste ergab auch eine
Ecke, die zum Ausgleich führte. Kurze Zeit darauf erhöhte der Gastgeber durch einen Elfmeterball auf 2:1 und konnte bis zur Halbzeit noch auf 4:1 er- höhen. Nach der Pause hatten die Gäste nichts mehr vom Spiel. Als aber Klein-Linden das fünfte und sechste Tor erzielte, da rafften sich die Lollarer noch einmal auf und konnten es zu einem zweiten Tor bringen. Die Klein-Lindener konnten bis zum Ende noch vier Tore verbuchen, so daß das Spiel 10:2 für Klein-Linden stand.
Handball im Kreis Gießen.
To. Heuchelheim 3gb. — Alto Gießen 2. 3gb. 13:6.
Wenn auch die 2. Jugend des Männerturnvereins feine Lorbeeren ernten konnte, so ist das Ergebnis immerhin schon ein Erfolg für die neuzusammen- gestellte 2 Jugendmannschaft. Bei einigermaßen Training dürfte auch sie an die Leistungen ihr^r Vereinskameraden aus der 1. Jugend anknüpsen.
Oer erste
Kreis-Ehrenbrief des Reichsbundeö für Leibesübungen
Am vergangenen Sonntag wurde (wir berichteten bereits kurz darüber), dem Vereinsführer der Schützengesellschaft von 1926 Gießen, Eduard Gondner, durch den Reichsbund - Kreisführer, Dr. Schäfer, der erste Kreis - Ehrenbrief überreicht, der vom Reichsbund für Leibesübungen in unserem Kreis 8 verliehen wurde. Unser Bild zeigt den Kreis - Ehrenbrief, der in einer stattlichen Mappe untergebracht ist. Der Umschlag der Mappe zeigt ein Eichenblatt in Goldprägung, in das die Buchstaben DRL. eingefügt find.
(Ausnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)
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Harke . 186
Harke, ©artengerät in Form eines Rechens.
Harmonika, Musikinstrument, dessen Metallzungen durch einen Luftstrom in Schwingung versetzt werden Das Anblasen erfolgt bei der Mundharmonika durch den Atem bei der Ziehharmonika durch den Balg. Die Mundharmonika ist auch von Kindern leicht zu erlernen. Die Ziehharmonika verlangt eine gründliche Ausbildung. Bei der Wahl des Instrumentes achte man auf möglichst viele Bässe.
Harn, die bei Menschen und Säugetieren von den Nieren durch die Harnwege (Harnleiter, Harnblase) abgeionberte Flüssigkeit (bei Vögeln ist der Harn fest, da er bei diesen fast nur aus Harnsäure besteht). Enthält fast alle Zersetzungsprodukte der stickstoffhaltigen Nahrungsmittel, der Eiweißkörper, besonders den Harnstoff. Er ist bei Gesunden klar bernsteingelb, frisch gelassener Harn reagiert sauer, wird durch Bakteriengärung oes Harnstoffs zu kohlensaurem Ammoniak stechend riechend und alkalisch. Spez. Gewicht 1005 bis 1030, tägl. Menge 1000 bis 1500 ccm. Bei vielem Trinken mehr, nach vielem Schwitzen weniger. Bei Ammonialgeruch, ohne daß der Harn längere Zeit gestanden hat, bei Blut im Harn, erheblicher Abnahme oder Zunahme der Menge Arzt befragen. Gesteigerter Harndrang, wobei immer nur kleine Mengen entleert werden, Brennen beim Wasserlassen, ist ein Zeichen für Blasen-
Harngrieh
Zeitung
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katarrh, kommt aber auch bei Tripperinfektion vor, daher den Arzt fragen. Eiweiß und Zucker im Urin sind Zeichen einer Erkrankung der Niere und der Bauchspeicheldrüse (s. d.) und be» bedürfen unbedingt ärztlicher Behandlung.
Harnblase, das Sammelbecken des Harnes, ist ein muskulös- häutiger Sack, der im kleinen Becken hinter dem Schambogen liegt. Fassungsvermögen etwa 300 bis 400 ccm Kann der Sitz von Entzündungen sein. (Vgl. Blasenkatarrh).
Harnblasenstich Ablasien des Harns durch Einstich einer längeren Kanüle unmittelbar oberhalb des Schambogens, wird notwendig, wenn Katheterisie- ren mißlingt.
Harnflecke entfernt man aus Stoffen mit verdünntem Essig oder Zitronensaft und heißem Wasser.
Harngrieß (ebenso wie Harnsand). kleinere und kleinste unlösliche Harnbestandteile, so Harnsteine die bohnen- bis tau- öeneigroß sich im Nierenbecken und m der Harnblase bilden
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