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und sie wird keine treueren Trager finden als es die deutsche Jugend ist. Morgen werdet Ihr an un­serem Führer vorbeimarschieren, und er wird nach Euch und Euerer Haltung die deutsche Jugend be­urteilen. Ihr werdet in dem Augenblick, wenn Ihr ihm in die Augen seht, die ganze Leidenschaft, die Krass und Entschlossenheit und die Treue der Ju­gend in Euerem Blick offenbaren In diesem Augen­blick soll ihm die Gewißheit werden daß sein Ein­satz, sein Opfer nicht umsonst waren. Ihr tragt den

Namen des Führers, und das ist das deutsche Programm der n a t i o n a l s o z l a l, st i sch en Jugenderziehung." Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und dem Fahnenlied fand der Schlußappell seinen Ausklang Unser Bild zeigt den Reichsjugendführer im Sammellager der HI. in Fürth, wo er die Front der die ;m Viereck angetretenen Nürnberg-Marschierer abschreitet (Aufnahme: Scherl-Bilderdienst-M.)

Die Divlomaien begaben sich nach Mrnberg.

Am Montagvormittag fuhren zwei Sonderzüge von Berlin aus mit den in der Reichs­hauptstadt beglaubigten Diplomaten nach Nürnberg. Hier sieht man einige der abreisenden Missionschefs. Bon links nach rechts: der österreichische Gesandte Stephan Tausch itz, der rumänische Gesandte N. P. Comnen, der finnische Gesandte Aarne Wuorimaa, der türkische Botschafter Hamdi A r p a g und der Gesandte von Bülow-Schwante. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Italienische Gäste in Nürnberg.

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Am Montagnachmittag trafen die italieni­schen Gäste zum Besuch des Reichsparteitages in Nürnberg ein. Der italienischen Abordnung ge­hören als Vertreter der faschistischen Partei der Vizesekretär der Partei, G a r d i n i, mit vier Gau­leitern, als Vertreter der Regierung der Staats­sekretär im auswärtigen Amt, Minister B a sti­ll n i n i, als Vertreter des Senates die Senatoren G u g l i e l m i und Puricello als Vertreter der Kammer der Abgeordnete Borghese, als Vertreter der faschistischen Auslandsorganisation Graf Thaon di Reval, als Vertreter der

Miliz der Generalkonsul Gauttieri und der Präsident der faschistischen Jndustriearbeiterkonfö- deration Abgeordneter Gianetti an. In der Be­gleitung der Abordnung befand sich auch der italie­nische Botschafter in Berlin. A t t o l i c o. Auf dem Nürnberger Bahnhof hießen namens der national­sozialistischen Bewegung Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und namens des Amtes für Ehrengäste der Leiter dieser Abteilung Reichshauptamtsleiter ©erlaub die italienischen Gäste aufs herzlichste in Nürnberg willkommen.

Der Führer bei derMistersinger"-Aussiihrung

Festlicher Ausklang des ersten Tages.

Eine festliche Aufführung von Richard Wagners OperDie Meistersinger von Nürnberg" gab auch in diesem Jahr dem ersten Tag des Reichspartei­tages einen erhebenden Ausklang. Lange vor Be­ginn der Aufführung sah man das nationalsozia­listische Führerkorps vollzählig versammelt, in den ersten Reihen des Parketts mit dem Stellvertreter des Führers, die Reichsleiter und Gauleiter, Ver­treter des Staates, die Reichsminister und die Mi­nisterpräsidenten der Länder, Offiziere, Männer der Kunst, der Wissenschaft und der Wirtschaft. Im ersten Rang, zur Rechten der Führerloge, nahmen die Vertreter des Diplomatischen Korps ihre Plätze ein, zur Linken die Führer der f a schi- stischeii Partei, neben ihnen Reichsleiter Dr. Goebbels. Den Führer, der um 19.30 Uhr die Führerloge betrat, begrüßte das Haus mit dem deutschen Gruß. Als der Führer zwischen dem Gau­leiter Julius Streicher und dem Oberbürger­meister Liebel Platz genommen hatte, verdunkelte sich der Raum. ..

Die wundervoll geschlossene Aufführung, die in der Inszenierung von Rudolf Hartmann unter der meisterlichen musikalischen Leitung von Carl Böhm stand, riß das ganze Haus zu dankbaren, sich immer erneuernden Beifallskundgebungen hin. Die künstlerischen Gestalter Carl Böhm, Rudolf Hartmann und der Bühnenbildner von Aren t, die Künstler Rudolf Bockelmann (Hans Sachs), Joseph von Manowarda (Pogner), Eugen Fuchs (Beckmesser), Georg Hann (Kothner), Laholm (Stolzing) und Erich Zimmermann (David), konnten für ihre hervorragenden gesang­lichen und darstellerischen Leistungen den verdien­ten Lorbeer, die Damen Maria Müller (Eva) und Berglund (Magdalena) prächtige Blumen­

gebinde in Empfang nehmen. Als der Führer mit seiner Begleitung das festliche Haus verlassen hatte und in der ersten Morgenstunde des Diens­tag zumDeutschen Hof" zurückging, bereiteten ihm die schon viele Stunden wartenden Volksgenossen herzliche Ovationen, die erst ihr Ende finden konn­ten, als sich der Führer auch vom Balkon des Deut­schen Hofes immer wieder der ihm stürmisch zu­jubelnden Menge zeigte.

Der Eindruck im Ausland.

Die Pariser Morgenblätter schildern ausführ­lich das Eintreffen des Führers. Der Sonderbericht­erstatter desJournal" spricht von einem geradezu triumphalen Empfang des Führers. Er habe ihn dreimal vorbeifahren sehen, jedesmal sei die Begeisterung noch größer, die Freude noch war­mer und herzlicher vielleicht sogar familiärer ge­worden.Ein Volk, ein Führer", das habe man gestern erneut feststellen können. Es gebe be­stimmt mit Ausnahme des Duce, auf der ganzen Welt keinen Staatschef, der sich rühmen könnte, in (einem Lande auch nur annähernd so volkstümlich zu sein wie Adolf Hitler in Deutschland. Diese Volkstümlichkeit setze sich zusammen aus Liebe, Stolz und Dankbarkeit. Sie kenne keine Grenzen und dehne sich auf alle Schichten des deutschen Volkes aus. *

Die Londoner Morgenblätter veröffentlichen lange Berichte über die Eröffnung des Reichspartei- taqes und die Ankunft des Führers in Nürnberg. DieTimes" hebt hervor, daß die gewaltige Men­schenmenge, die den Führer erwartete, ihn mit Stürmen der Begeisterung begrüßt

Deutschland zur Mttelmeettonserenz eingeladen

Berlin, 6. Sept. (DRB.) Bon der französi­schen und der englischen Botschaft ist am Montag der Reichsregierung die Einladung zu der am 10 September an einem noch zu bestimmenden Ort der Schweiz abzuhaltenden Mittelmeerkon­ferenz übermittelt worden

Die britische Regierung mißt, wie Reuter erfährt, der Zwölfmächtekonfecenz über das Mittelmeer am nächsten Freitag große Bedeutung bei Der Ta­gungsort werde Nyon in nächster Nähe von Genf sein. Außenminister Eden werde an der Konfe­renz teilnehmen Die Ziele der Konferenz seien zweifacher Natur- 1 Erwägung von Mitteln und Wegen zur Beendigung des gegenwärtigen un­sicheren Zustandes im Mittelmeer-, 2 dafür zu sor­gen. daß den Regeln des internationalen Gesetzes hinsichtlich der Schiffahrt auf See genaue Beachtung verschafft wird Griechenland und Rumä­nien haben die Einladung zur Mittelmeer-Konfe­renz angenommen

Dreiste Unterstellungen Moskaus

Italien weift fowjetrussifche Note scharf zurück

Rom, 6. Sept. (DNB.) Nach einer amtlichen italienischen Mitteilung hat der sowjetrus­sische Geschäftsträger in Rom an den italienischen Außenminister eine Note gerichtet, in der Italien für die Torpedierung von zwei sowjetrussischen Schissen im östlichen Mittelmeer verantwortlich gemacht sowie Schaden­ersatz und Bestrafung der Schuldigen verlangt wirb. Der italienische Außenminister hat auf bie sowjetrufsische Note geantwortet, daß Italien eine solche Beschuldigung wie auch die Forderungen Sowjetruhlands en bloc z u r ü ck w e i st. In ita­lienischen Kreisen wird erklärt, daß dieser Schritt Sowjetrußlands in einem Augenblick, in dem Ita­lien sich anschickt, der angekündigten Einladung zu einer Mittelmeerkonserenz die beste Aufnahme zu bereiten, nur als ein Versuch be­trachtet werden könne bie geplante Konferenz zu torpebieren.

peinlicher Eindruck in London.

ßonbon, 7. Sept. (DNB. Funkspruch.)News Ehronicle" melbet, baß bie sowjetrussische Note an Rom in ßonbon als bebauerlich betrachtet werbe, ba sie bie Konferenz-Aussichten beeinträchtige. In London sei man der An­sicht, daß es nicht darum gehe, die vergangenen Zwischenfälle im Mittelmeer zu behandeln, sondern ihre Wiederholung in der Zukunft zu verhindern. DieDaily Mail^ schreibt, daß die britische Regie­rung möglicherweise einen Aufsckub der Konfe­renz vorschlagen werde. Man sei der Ansicht, daß

die Frage der Sicherheit der Schiffahrt im Mittel­meer durch den Nichteinmlschungsaus- s ch u ß behandelt werden sollte.

Entrüstung auch in Paris.

Moskau torpediert die Mittelmcerkonferenz

Paris, 7. Sept (DNB Funkspruch.) Die un­verschämte Note der Sowjetregierung an Italien bezeichnet man in Paris als einen schweren diplo­matischen Zwischenfall und beschuldigt Moskau offen, die Mittelmeer-Konferenz schon vor Beginn torpedieren zu wollen. Die energische und schnelle Antwort der italienischen Regierung nennt man bie einzig richtige Entgegnung auf biefe neue bolschewistische Herausforberung. Man fragt sich, ob bie Mittelmeer-Konferenz unter biefen Umftänben überhaupt st a 11 f i n b e n werde. Auf alle Fälle hält man es nicht für aus­geschlossen, daß Italien und auch Deutsch­land und wahrscheinlich auch Bulgarien und Albanien angesichts der Moskauer Herausfor­

derung bie Einlabung a b l e h n e n werben. Einige Blätter halten es für möglich, daß die englische Re­gierung entweder eine Vertagung Vorschlägen oder aber bie Konferenz auf bie Mittelmeer­mächte beschränken werbe, um einen noch heftigeren Zusammenstoß zwischen Italien und Sowjetrußland zu vermeiden.

Journal" schreibt, Sowjetrußland habe keine Zeit verloren, um seine Verärgerung zu zeigen, daß seine Manöver, bie englisch-italienische Annäherung zu verhindern, gescheitert seien. Eine andere Er­klärung gebe es für diesen kaum verständlichen Schritt Moskaus nicht. Man müsse aber feststellen, daß bie Moskauer Regierung mit biefer Heraus­forberung nicht Italien allein treffe. England und Frankreich hätten die Initiative zu einer internationalen Aussprache ergriffen, um eine äußerst ernste Lage zu bereinigen, und es fei aus­drücklich beschlossen worden, diese Aussprache nicht auf die Vergangenheit auszudehnen, sondern sie darauf zu beschranken, Besserungsmöglichkeiten für die Zukunft zu suchen. Die sowjetrussische Absicht, Schaden anzurichten, liege so klar auf der Hand, daß man mit Recht hoffen dürfe, daß die Auf­wiegler diesmal die Kosten ihrer schlechten Absicht zu tragen bekämen.

habe, als er vorbeifuhr. Auch die übrigen Blätter heben die Begeisterung hervor, bie ben Führer in Nürnberg empfangen habe.

Die Meldung ber polnischen Telegraphen- Agentur weist barauf hin, baß bie Stabt Nürnberg in biejem Jahre besonbers prächtig ge­schmückt unb baß bie Eröffnung bes Parteitages noch feierlicher als bisher gewesen sei. Die Zahl ber Teilnehmer unb Gäste überschreite bie aller früheren Parteitage bei weitem.

Oie Antikomintern - Ausstellung in Mrnberg.

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Am Eingang zur Ausstellung eine symbolische Dar­stellung bes über bie Wett schreitenden Vernichters Bolschewismus. (Scherl-Bilderdienst-M.)

AuSgkstaliung der Zeppelintribüne.

Noch rechtzeitig zum Beginn des Reichspartei- tages wurde die 370 Meter lange und 28 Meter breite Terrasse der Zeppelintribüne vollendet. Diese mächtige Terrasse bildet den rückseitigen Abschluß der Zeppelintribüne. In Gegenwart von Ober­bürgermeister Liebel und sämtlicher Arbeitskame- raben konnte bie letzte mit einem Richtbäumchen geschmückte Steinplatte ber Fassabe geleat werben. Oberbürgermeister Liebel sprach allen Beteiligten am Bau, namentlich Stabtrat Professor Brug­mann unb Oberbaurat Wallrafs sowie ben Arbeitskameraben ben Dank bes Zweckverbanbes Reichsparteitag unb der Stadt Nürnberg aus. Der Oberbürgermeister sprach von dem Stolz, der bie Arbeiter an biefem Bau erfüllen muß, beren Werk noch in Jahrhunberten stehen wirbWir in Nürn­berg", so sagte er,sind auch ftoh daraus, daß mir alle die Erwartungen, die der Führer in uns gesetzt hat, wiederum voll erfüllt haben. Ohne den tat­kräftigen Einsatz der Arbeiter wäre bie Vollendung her Terrasse, die ihresgleichen in Deutschland und in der Welt sucht, nicht möglich gewesen." Als äußeres Zeichen der Anerkennung wurden 200 Ein­trittskarten für die verschiedensten Veranstaltungen

sowie eine finanzielle Sonderspende an bie Ar­beiterschaft bieses Teilstückes ber Zeppelinwiese ver­teilt.

Beförderungen und Ernennungen im NGKK.

Berlin 6. Sept. (DNB) Der Führer hat zum 6. September folgenbe Ernennungen unb Beför­derungen im NSKK. ausgesprochen: Zum Inspek­teur der Motorsportschulen Gruppenführer Herbert Schnüll; zum Inspekteur für Ausbildung Bri­gadeführer Hermann H ö f l e unter gleichzeitiger Beförderung zum Gruppenführer. Befördert wur­den zu Gruppenführern die Brigadeführer Adolf Jäger, Chefadjutant; Otto Schade, Führer der Motorbrigade Leipzig, Günther Pröhl, Führer der Motorbrigabe Nordmark, Heinrich Sauer, Führer ber Motorbrigade Pommern; Erich Scheib- ner, Führer ber Motorbrigabe Thüringen. Zum Brigabeführer Hans Klug, Chef bes Personal­amtes ber Korpsführung. Zum Oberführer Huber­tus v. A u l o ck , Führer ber Motorbrigabe Berlin. Verliehen würbe ber Dienstgrab eines Standarten­führers dem Parteigenossen Andreas Braß, Be­auftragter für die Versicherungsgesellschaften der Deutschen Arbeitsfront

Meine politische Nachrichten.

Der Führer unb Reichskanzler hat Sr. Kgl.Hoheit bem Prinzregenten von Jugo- s l a w i e n zum jugoslawischen Nationalfeiertag, bem Geburtstag bes Königs, herzliche Glückwünsche tele­graphisch übermittelt unb zugleich seine besten Wünsche füi bas Wohlergehen S. M. bes Königs zum Ausbruck gebracht.

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Oberbürgermeister Dr. Strölin überreichte als Präsibent bes Deutschen Auslanbsinstituts Reichs­minister Dr. Goebbels als äußeres Zeichen des Dankes für feine großen Verbienste um bas Aus- lanbsbeutschtum bie golbene Ehrenplakette bes Deutschen Auslanbsinstitutes.

Der Wiener Ministerrat genehmigte bie Grunb- linien eines Kulturabkommens zwischen Oesterreich unb Polen. Staatssekretär Dr. S ch m i b t würbe zum Abschluß bes Abkommens er­mächtigt.

Wetterbericht

des Reichsivelterbiensies. 2lusqnbeort Frankfurt

Die über Norbeuropa hinwegführende außer­ordentlich lebhafte Wirdeltätigkeit setzt sich fort und bedingt auch für die Nord- und Ostsee zeitweise stürmisch auffrischende, westliche Winde und Be­wölkungszunahme. Nach Süden hin verliert sich jedoch der Einfluß, sodaß unser Wetter im wesent­lichen freundlichen Charakter behält. Zunächst er­fährt bas Hochbruckgebiet burch bie Zufuhr kälterer Luftmassen von bem Rücken eines Sturmwirbels eine Verstärkung unb Erweiterung.

Aussichten für Mittwoch: Morgens viel­fach bunstig, ober neblig, sonst meist heiter unb trocken, tagsüber ziemlich warm. Nachts recht frisch, üorroiegenb südliche unb westliche Winbe.

Aussichten für Donnerstag: Im we­sentlichen sreunbliches Wetter.

Lufttemperaturen am 6. September: mittags 26,8 Grad Celsius, abenbs 15 Grab; am 7. September: morgens 8,9 Grab Maximum 26,8 Grab, Minimum heute nacht 7,3 Grad. Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. September: abenbs 20,4 Grab; am 7 September: morgens 15,8 Grad. Sonnenschein­bauer 10,7 Stunden.