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Schwerer nächtlicher DerkehrSunfall.

In der Nacht zum Sonntag (gegen 2 Uhr) er­eignete sich an der Ecke Seltersweg-Goethestraße ein Verkehrsunfall, der für die Beteiligten schwere Fol- gen nach sich zog. Ein mit drei Personen besetztes Motorrad mit Beiwagen, das in der Richtung nach der Frankfurter Straße fuhr, stieß mit einem Auto, das aus der Löwengasse in die Goethestraße weiter- iahren wollte, heftig zusammen. Der Motorradfahrer und seine Begleiter erlitten Verletzungen. Der 38 Jahre alte Kraftfahrer August Römer von hier

(Aus der Bach 4) erlitt Schnittwunden, Prellungen und eine Verletzung am linken Arm. Der 22 Jahre alte Autoschlosser Karl Theiß (Neuenweg 31) zog sich eine schwere Kopfverletzung, eine Gehirnerschüt­terung sowie Schnittverletzungen im Gesicht zu, wäh­rend der dritte Verunglückte, der 36jährige Erwin Schneider (Marktplatz) eine schwere Kniever- letzung und Prellungen erlitt. Die Polizei nahm so­fort die Ermittlungen über die Schuldfrage auf. Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz brachte die Verunglückten in die Chirurgische Klinik.

Kreiswertungssingen in Großen-Buseck.

* Großen-Buseck, 7. Juni. Am gestrigen Sonntag fanden die Wertungssingen des Sänger- kreiss Gießen (Sängergau XIII) mit dem der Gruppe III ihren Abschluß. Es wurde in Großen- Buseck im Saale der GastwirtschaftGermania" ab­gehalten. Trotz der frühen Stunde waren die Häu­ser schon festlich geschmückt. Die Vorbereitungen hatte der MännergesangvereinHeiterkeit-Lieder­kranz" übernommen und in vorzüglicher Weise für Unterkunft und reibungslose Abwicklung der Ver­anstaltung gesorgt. Der Dereinsführer, Sanges­bruder Wagner, begrüßte in einer Ansprache die Gäste, den Wertungsrichter Prof. Dr. Temesvary (Gießen), sowie den Kreisführer des Sängerkreises Gießen, Müller (Gießen) und die übrigen Mit­glieder der Kreisführung. Seiner besonderen Freude gab er darüber Ausdruck, daß es gelungen fei, nach langen Jahren wieder einmal das Wer- tungsfingen nach Großen-Buseck zu verlegen.

Der Wettbewerb.

Sodann traten die 20 nachstehenden Männer­gesangvereine zum Wertungssingen an:Heiter- keit-Sängerkronz" (Konr. Nicolai), Großen-Buseck: >,Sängeroereinigung" (L. Schreiner), Alten-Buseck; Sängeroereinigung 1925" (Ph. Groß), Wieseck; Sängerlust" (E. Nicolai), Oppenrod;Polyhym- nia-Liederkranz" (H. Schomber), Beuern;Lie­derkranz" (K. Sommerlad), Climbach;Harmonie" (F. Curts), Rödgen; Gesangsabteilung desTurn­vereins" (H. Meyer), Wieseck;Heiterkeit" (Ph. Groß), Annerod;Germania" (R. Nicolai), Burk­hardsfelden;Arion" (K. Nicolai), Klein-Linden; Konkordia" (K. Nicolai), Rödgen;Eintracht" (Fr. Leib), Wieseck;Liederkranz" (K. Nicolai), Treis (Lumda);Sängeroereinigung" (Chr.- bus), Albach;Harmonie" (K. Nicolai), Reiskirchen; Eintracht" (Chr. Möbus), Hattenrod;Sänger­vereinigung" (K. Volk), Bersrod;Germania" (Chr. Möbus), Lindenstruth;Germania" (R. Ni­colai), Großen-Buseck.

Nach Beendigung des Singens gruppierten sich die teilnehmenden Vereine zu einem stattlichen Fest- zua, unter Vorantritt flotter Marschmusik. Auf dem Anger" fand eine große

Kundgebung

statt, die mit dem deutschen Sängergruß und zwei Massenchören unter,Stabführung des Chormeisters Konr. Nicolai, eingeleitet wurde. Sodann sprach Kreisführer Müller (Gießen) zur Sängerschaft und Bevölkerung und legte im großen Rahmen die

Ziele eines solchen Wertungssingens dar und be­tonte, daß es notwendig sei, daß sich die Sänger­schaft alljährlich dieser Kritik unterziehe, aur Rein­haltung des edlen Kulturgutes, des deutschen Lie­des. Schließlich aber auch, um unter Beweis zu stellen, was in einem Jahre geleistet worden ist.

Provinzführer Wendler (Bad-Nauheim) dankte dem MännergesangvereinHeiterkeit-Sängerkranz" Großen-Buseck und der Kreisführung für die Er­möglichung des heutigen Wertungsfingens. Daß im Sängerkreis Gießen, fo führte er weiter aus, der alte echte Sängergeist und die alte Treue zum deut­schen Liede herrsche, das haben die heutigen Lei­stungen bewiesen und forderte die Sänger auf, auch weiterhin in ihrer Arbeit um die Erhaltung und Verbreitung des Deutschen Liedes fortzufahren. Wiederum konnte der Provinzführer einen verdien­ten Sänger, Sangesbruder Wilh. Spengler (Arion" Klein-Linden), mit der Ehrennadel für 40jährige Sangestätigkeit auszeichnen und forderte die Sänger, besonders aber die Jugend auf, sich die­sen Veteranen des Liedes zum Vorbild zu nehmen.

Nach zwei weiteren Massenchören der 800 an­wesenden Sänger schloß die Kundgebung mit einem erneuten Treuegelöbnis für Führer und Vater­land.

Nach der eingelegten Mittagspause fand dann im Schulsaale die mündliche Kritik statt, bei der der Wertungsrichter, Professor Dr. Temesvary, in lo­benden Worten die Leistungen, die mitunter weit über dem Durchschnitt lagen, hervorhob, und wei­terhin bemerkte, daß sich das Vorhandensein ju­gendlicher Stimmen in etlichen Vereinen klanglich sehr gut auswirke.' Aus der sich anschließenden sachlichen Kritik nahmen Chorleiter und Dereinsführer wert­volle Anrgungen mit auf den Weg, die Anlaß ge­ben werden, die Leistungen der einzelnen Männer­aesangvereine im kommenden Arbeitsjahr noch zu steigern.

Mit dem gestrigen Tag hat der Sängerkreis Gie­ßen sein Wertungssingen für 1937 abgeschlossen, und die Vereine werden nunmehr nach den gegebenen Richtlinien an die Arbeit gehen, um beim Wer­tungssingen 1938 erneut unter Beweis zu stellen, welche Fortschritte sie gemacht haben.

Für den gemütlichen Teil des Festes hatte der festgebende Verein in bester Weise gesorgt und da­durch war es auch möglich, daß die Sänger noch recht frohe Stunden, begünstigt durch den herrlichen Sommertag, in Großen-Buseck verlebten.

Aus der engeren Heimat.

Tragischer Tod eines Kindes.

* Hainchen (Kreis Büdingen), 5. Juni. Auf dem Gehöft des hiesigen Landwirts Eller er­eignete sich heute vormittag ein tragischer U n - glück s fall, dem das zweieinhalb Jahre alte Söhnchen Ellers zum Opfer fiel. Der Großvater des Kindes wollte das mit Rollen auf einer Eisen schiene bewegliche Scheunentor öffnen. Dabei kam ein Torflügel unvermutet aus der Schienenführung heraus und fiel in den Hof­raum, wobei leider das zweieinhalb Jahre alte Söhnchen fo schwer getroffen wurde, daß es auf der Stelle tot war. Ein vier Jahre altes Kind kannte auf den erschreckten Warnruf des durch den Fall des Torflügels überraschten Großvaters noch schnell beiseite springen und kam dadurch mit dem Schrecken davon.

Landkreis Gießen.

Dau bringen, 6. Juni. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde u. a. beschlossen, daß der abgängige Bulle zum Schlackten verkauft und bei der nächsten Auktion Ersatz beschafft werden soll.

Preußen.

Oer Festabend des Gleibergvereins in Krofdorf-Gleiberg.

'<5 Krofdorf-Gleiberg, 6. Juni. Den zwei­ten Tag der Gleibergfeier aus Anlaß des lOOjähri- gen Bestehens des Gleibergvereins beging man am Samstag in Krofdorf-Gleiberg mit einem außergewöhnlichen Erfolg. Da zeigte sich sichtbar das gute Verhältnis engster Verbundenheit zwischen Bevölkerung, Burg und Gleibergverein. Schnell füllte sich am Abend die geräumige Turnhalle, bald waren alle Sitzplätze vergeben und viele Gäste muß­ten stehen. Lehrer Praß, der in wochenlanger Tätigkeit die Vorbereitungen des Abends betrieben hatte, entbot als Kreisringleiter im Landschaftsbund Volkstum und Heimat und Vorstandsmitglied des Gleibergvereins den Willkommengruß, in den er in besonderer Weise die erschienenen Ehrengäste einbezog: Regierungsassessor Müller-Wetzlar als Vertreter des in Urlaub weilenden Landrats G r i l l o, Oberstudiendirektor Philipps- Fried­berg, Pg. R ü f f e r t als Vertreter des Gauamtes Kraft durch Freude" und Pfarrer Steiner und Gattin.

Es fei eine besondere Eigenart heimischen Volks­lebens, so betonte Lehrer Praß, daß man hier zu Orts Sammerwerktags kaum feiern könne, beson­ders wenn in Haupterntezeiten, so lange das Tageslicht rufe, die Menschen werken und wirken, so daß die Tage lang und hart, die Stunden er­quickenden Schlafes aber zu zählen seien. Heute aber habe trotz des sommerlichen Heuwetters der Landwirt die Sense, den Rechen und der Handwer­ker und Arbeiter sein Werkzeug früher als sonst aus der Hand gelegt, um rechtzeitig zum Festabend des Gleibergvereins zu kommen. Wir wüßten hier, was wir unserer Heimat schuldig sind; der alters­graue Turm droben hämmert es uns immer wieder ein. Und sein Betreuer, der Gleibergverein, sei fest verankert im heimischen Leben. Er habe Großes für die Heimat geleistet und dürfe nun als ältester Verein feinen 100. Geburtstag begehen. Seine Volksverbundenheit gab auch den Hinweis auf die Art der 100-Jahr-Feiergestaltung, indem aus der Fülle unserer großen Dorfgeschichte das

Gleibergspiel entstand, das erfüllt sei mit Ge­stalten, Leben und Reden aus ehemaliger Tatsäch­lichkeit. Mit dem herzlichen Dank an Oberstudien­direktor Philipps, sowie an die Spielschar und einem Hinweis auf die Bedeutung der Burg einst und heute schloß der Redner.

Das Programm wickelte sich dann in ähnlicher Reihenfolge ab wie tags zuvor in Gießen. Reg.- Affeffor Müller-Wetzlar überbrachte die Grüße der Kreisleitung und verband damit unter Würdi­gung der Leistungen des Gleibergvereins die Glück­wünsche. Oberstudiendirektor Philipps sprach als Beauftragter vom Leiter des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat Ministerialrat Rings- hausen, und kennzeichnete in trefflicher Weise Sinn und Zweck der Dolkstumsarbeit. Der Abend nahm einen ausgezeichneten Verlauf.

Das Volksfest auf dem Gleiberg.

Den Höhepunkt der festlichen Veranstaltungen aus Anlaß des 100jährigen Bestehens des Gleiberg- Vereins bildete das große Volksfest, das am gestrigen Sonntag auf dem Gleiberg stattfand und von vielen Hunderten von Volksgenossen besucht war. Auch die Marine-Abordnung der Schiffs-Stammabteilung der Nordsee fand sich auf dem Gleiberg ein, um auf diese Weise auch einmal einem ländlichen Feste bei­wohnen zu können. Auch Oberbürgermeister Ritter ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein. Die Ver­anstaltung nahm einen sehr harmonischen Verlauf; unter den schattigen Bäumen im Burghof saß es sich gut. Den ganzen Hof füllte ein reges Leben und Treiben, das sich um so freundlicher ausnahm, als jedermann in bunter sommerlicher Kleidung erschien. Für die Kinder gab es allerlei Kurzweil. Ein Kasperltheater erfreute sich starken Zuspruchs, an einem Klettermast waren schöne Geschenke zu er­ringen, die reifere Jugend konnte sich an Schien­st änd en und einer Wurfbude ihre Geschicklichkeit beweisen. Inmitten des Platzes war ein Tanzboden aufgeschlagen und die Kapelle spielte fleißig zum Tanze auf. Eine besondere Bereicherung erfuhr die Unterhaltung durch die Reigendarbietungen der Krofdorfer Turnerinnen, die sich in ihren weißen Kleidern unter dem schönen Bänderkranz prächtig ausnahmen. Die GesangvereineGermania" Krof­dorf undHermanus" Gleiberg fangen einige schöne Volkslieder und auch jene Lieder, in denen der Glei­berg seine Verherrlichung findet. In allgemeiner an­geregter Laune vergingen die Stunden allzurafch.

Rundiunkprogramm.

Dienstag, 8. Juni.

6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 10.30: Hausfrau, hör zu! 11: Nachrichten. 11.30: Sportfunk für die Jugend. Bei den Schülern der Mittelstufe. 11.45: Deutsche Scholle. 12: Mittags­konzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Offene Stellen. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nach­richten. 14.10: Musikalische Blumengrüße. 15: Für die Frau. Wenn unsere Kinder Ferien haben! 15.30: Volk und Wirtschaft. 16: Unterhaltungskonzert. 18: Sozialdienst. 18.30: Seeklar Anker auf! 19: Mundartkundfahrt. Eine Hörfolge um alte deutsche Bräuche, Mundarten und Volkslieder. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Unterhaltungskonzert. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Grenzecho. 22.30: Unterhal­tung und Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert.

Oavispolalkampf Deutschland-Italien

Deutschland fuhrt 2:1.

Einen sensationellen Beginn nahm das Davis­pokalspiel zwischen Deutschland und Italien in Mailand. Während Gottfried von Gramm schon vier Sätze benötigte, um den Nachwuchsspieler Ca- nepele 6:1, 4:6, 6:1, 6:4 zu schlagen, unterlag Hen­ner Henkel gar gegen de Stefani 3:6, 3:6, 7:5, 2:6. Der Kampf stand so nach dem ersten Tage 1:1.

Nach dem zweiten Tage gestaltete sich b-er Davis­pokalkampf DeutschlandItalien in Mailand 2:1 zu unseren Gunsten. Gottfried von Cramm/Henner Henkel schlugen im Doppel die Italiener Quinta» valle/Taroni in knapp einer Stunde überlegen mit 6:3, 6:1, 6:1. Henner Henkel war ersichtlich be­strebt, seinen schlechten Eindruck vom Vortag zu verwischen und leistete unserem Meister wieder die gewohnt hervorragende Unterstützung.

3000 Km-Deutschland-Nundfahrt gestartet.

Weckerling Sieger der ersten Etappe.

Mit der 328,5 Kilometer langen Etappe Berlin Breslau nahm am Sonntag die dritte Deutschland- Rundfahrt mit starker ausländischer Beteiligung ihren Anfang. Die Deutschen hielten sich ganz aus­gezeichnet, während die Ausländer etwas enttäusch­ten. Nach 250 Kilometer lösten sich der Magdebur­ger Weckerlina und Kutschbach (Berlin) vom Felde und trafen schließlich allein mit 11 Minuten Vor­sprung am Ziel in Breslau ein. Mehr als 200 000 Menschen waren in den Straßen Breslaus zur Stelle, um den Endkampf mitzuerleben. Weckerling schlug Kutschbach im Spurt nach einer Fahrzeit von 10:26:30 mit einer Länge. Weitere Placierung: 3. Reinhold Wendel (Schweinfurt) 20:37:32; 4. Bruno Roth (Frankfurt a. M.) dicht auf; 5. Fritz Diede- richs (Dortmund) 10:38:00; 6. Bizzi (Italien) 10:38:40; 7. Bautz (Dortmund); 8. Kisewski (Dort­mund); 9. Stöpel (Berlin); 10. van Herzele (Bel­gien) dichtauf.

Ergebnisse der Handball-Vorschlußrunde.

Iura Barmen und Leipzig vorfpielfieger.

Im Lager der Handballer trafen sich am Sonn­tag die Sieger der vier Gaugruppen zu den Vor­spielen der Vorschlußrunde, die erstmals in Vor- und Rückspiel ausgetragen wird. In Wuppertal siegte Tura Barmen über den durch das Fehlen seines Torhüters Weigold sehr geschwächten Baden- meister SV. Waldhof mit 8:4 (3:3) und in Leipzig

gewann die einheimische MTSA. mit 11:6 (5:4) über Oberalster Hamburg.

Am 13. Juni finden in Mannheim und Ober­alster die Rückspiele statt, in denen den Siegern des Sonntags ein Unentschieden zum Eintritt ins Endspiel genügt.

6:3(2:2)=©icg unserer Handballer.

Dänemarks dritte Niederlage in Kopenhagen.

Der dritte Handball-Länderkampf Deutschland gegen Dänemark endete am Freitag im Kopen­hagener Frederiksberg-Stadion mit hem erwarteten deutschen Siege, der jedoch mit 6:3 (2:2) nicht ganz so überlegen ausfiel, wie man erwartet hatte. Aller- tnngs muß man dabei berücksichtigen, daß sich Deutschland diesmal auf eine ausschließlich nord­deutsche Vertretung stützte. Die beiden voraufgegan­genen Begegnungen hatten jeweils den Deutschen mit 16:5 und 11:1 klare Siege gebracht.

Die deutsche Handballelf hat damit ihren 27. Län­derkampf bestritten. Die Bilanz weist nach dem neuesten Stand 25 Siege und zwei Niederlagen beide durch Oesterreich auf.

Sport Kassel in der Gauliga.

Hessen-Aufsliegspiele beendet.

Im Gau Hessen ist jetzt auch in der Gruppe Nord die Entscheidung im Aufstiegskampf gefallen. Kas­sel siegte über den FV. Breidenbach 9:1 (4:1) und belegte damit vor den Lahnstädtern den ersten Platz mit einem Punkt Vorsprung. Bedra und Lauter­bach trennten sich mit einem Unentschieden von 2:2.

Die Entscheidungen im Aufstiegskampf sind damit gefallen und Sport Kassel wird zusammen mit dem VfB. Groß-Auheim in der neuen Spielzeit die Plätze von Kurhessen Marburg und Spvgg. Nie­derzwehren einnehmen.

Fußball der Gießener Mannschaften.

Die 1. Els der Spielvereinigung 1900 trat zum letzten Verbandsspiel in Wetzlar der 1. Elf des dor­tigen Sportvereins gegenüber. In einem hochwer­tigen, sehr ritterlich durchgeführten Kampf siegte die Mannschaft des Platzbesitzers mit 2:0 Toren.

Die 1. Elf des VfB.-Reichsbahn gab in Butzdach zu einem Freundschaftsspiel ein Gastspiel, das die Gießener, trotz der Einstellung von Ersatzleuten, mit 2:4 Toren gewinnen konnten.

lieber den Verlauf der Spiele berichten wir noch.

Äub" und Schalke im Endspiel.

Hm die Deutsche Fußball-Meisterschaft.

Der gestrige Sonntag brachte der großen deut­schen Fußballgemeinde zwei Treffen, und zwar die Vorschlußrundenkämpfe zwischen Schalke 04 und VfB. Stuttgart, und zwischen dem Altmeister 1. FCN. und dem HSV. Aus diesen beiden Begeg­nungen qualifizierten sich die Nürnberger und die Mannschaft von Schalke 04 für das Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft. Die Ergebnisse der beiden Spiele kommen nicht unerwartet.

Club"HSB. 3:2.

DerClub" traf vor 60 000 Zuschauern im Ber­liner Olympia-Stadion auf den HSV., der den Nürnbergern stärksten Widerstand entgegensetzte, eine 2:0-Führung ausholte und erst fünf Minuten

vor Schluß 3:2 geschlagen wurde. Gußner (2) und Eiberg waren für Nürnberg, Höffmann und Car­stens für Hamburg erfolgreich.

Schalke 04BfB. Stuttgart 4:2.

Der FC. Schalke 04 traf im Kölner Stadion vor 60 000 Zuschauern auf den VfB. Stuttgart. Die Knappen" kamen ohne Kuzorra, die Schwaben ohne Rutz. Schalke gewann mit 4:2 (1:1). Pörtgen (Elfmeter), Szepan (2) und Gellesch waren für Schalke erfolgreich, während die beiden Tore für Schwaben durch Schäfer und Koch (Elfmeter) fielen und die bis dahin bestehende Führung derKnap­pen" ausglichen.

Hier abschneiden!

Obstflecke_________________________343_________________________Obstsalat

für, etwa mit Weintrauben, soll! man jedoch nur nach Vorschriften des Arztes vornehmen.

Stiel leicht vom Baum lösen läßt, 2. die Eenußreife, die erst später durch Lagerung eintritt. Früh­obst kann schon einige Tage vor der Baumreife gepflückt werden, die Lagerreife macht das Obst saftiger. Spatobst soll nicht vor der Baumreife gepflückt werden, da sich sonst bei der Aufbewah­rung Schäden einstellen. Ernte muß unter Schonung des Bau­mes geschehen (nicht schlagen, nicht mit Nagelschuhen die Bäu­me besteigen! Obstpflücker ver­wenden!). Die Früchte sind vor verletzendem Druck zu schützen (ausgepolsterte Pflückkörbe be­nutzen), Fallobst vom Pflückobst trennen, Fruchte nach Güte sor­tieren. Nicht bei Regenwetter ernten, da sonst leicht Fäulnis eintritt.

Obstflecke entfernt man durch Be­träufeln mit Zitronensaft und Auswaschen mit warryem Wasser oder durch doppeltkohlensaures Natron mit warmem Wasser.

Obsthorde, Lattengestell im trok- kenen, frostfreien Keller zum Lagern des Obstes. Besteht aus mehreren Kästen, die zur besse­ren Raumgewinnung übereinan­der stehen sollen. Siehe auch Obst­ernte.

Obstkuren, bei denen man zum Frühstück nur Obst ißt, sind eben­so ungefährlich wie ein von Zeit zu Zeit eingeschalteter Obsttag, an dem man sich nur von Obst ernährt. Es genügt aber zur He­bung des Stoffwechsels, wenn man zu den Mahlzeiten reichlich Obst verzehrt. Eine richtige Obft-

Obstmade (Wickler), kleine Schmetterlinge, bei Kirschen eine bestimmte Fliege, legen ihre Eier an Blüten und jungen Früchten ab. Die daraus entstehenden Larven bohren sich in den Frucht­knoten ein und fressen den Sa­men der Frucht aus. Bei Kern­obst kriechen die Maden nach dem Abfall der Früchte wieder her­aus und verpuppen sich dann un­ter der Baumrinde. Bekämpfung geschieht durch Spritzen mit arsenhaltigen Mitteln nach der Blüte, später durch Sammeln von wurmstichigem Obst und durch Anlegen von Fangqürteln um den Baumstamm im Juni.

Obstmesser dürfen nicht aus Stahl sein, da das Obst den Ge­schmack annimmt, außerdem müs­sen sie säurefest sein, damit sie nicht anlaufen oder rosten.

Obstsaft, der durch Auspressen rohen oder gekochten Obstes ge­wonnene Saft. Er dient zur Herstellung von Gelee, Most oder Obstwein. S. Fruchtsaft.

Obstsalat, Gemisch von kleinge­schnittenen Äpfeln, Apfelsinen, Birnen, Bananen und Nüssen. Man kann Obstsalat aus allem Obst herstellen, so auch aus Erd­beeren, Johannisbeeren, Kir­schen, Himbeeren usw. Die Früchte werden in eine Elasschale getan, gut mit Zucker bestreut und mit Maraschino, je nach Geschmack begossen, dann eine Weile stehen gelassen und gut. gekühlt gereicht.

Wie werden Aepfel gelagert?

Am besten fo, daß frische Luft heran kann. Also nicht mehrere Schichten übereinander legen. Praktisch sind die billigen Obsthorden, die sich aufeinanderstellen lassen. Bei Häuser gibt es solche Obsthorden sehr billig.

J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146.