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Ilr.79 Drittes Blatt

Dienstag, 6. April 1937

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Zeichnung mit dem Wandgemälde in Breisach, so ist der Stil bei dem letzteren unverkennbar tierber als bei der Zeichnung. Um dem Maler des Freskos gerecht zu werden, muß man sich an das drama­tisch geladene Höllenbild halten, das von einer ehernen Wucht ist und etwa in einer Gruppe, in der ein maskierter Teufel ein Mädchen mit feinen Krallen umfaßt, das Mädchen aber einen Blick von unendlicher Verzagtheit und Verzweiflung auf ihn wirft, eine Kraft der Darstellung zeigt, dir ihres­gleichen in der europäischen Spätgotik sucht. Man kann nicht annehmen, daß sich hier der klassisch edle Spätstil Schongauers direkt zeigt, sondern muß auf eine jüngere Kraft, einen Gehilfen Schongauers schließen. Der Einfluß des Meisters gelangt aber voll zum Ausdruck in der Handhabung der Schon- gauerschen Kompositionsweise; auch die Schrift­bänder haben ausgesprochen sein Gepräge. Ebenso finden sich in den Köpfen solche, die man im Ent­wurf auf ihn zurückführen könnte.

So gewährt dasJüngste Gericht" einen wert­vollen Einblick in den Schongauerschen Werkstatt­betrieb, den der Meister in allem leitete und be­stimmte, bei dem er aber in der Ausführung seiner Pläne am Ort auf fähige Gesellen angewiesen war. Er wollte in seinem gestochenen Werk ein Vorlage­werk für junge Künstler schaffen und damit Lehrer einer neuen Generation werden, und so hat sich in den unmittelbar unter des Meisters Anweisung ent­standenen Breisacher Fresken sein monumentales Vermächtnis erfüllt.

Zeitschriften.

Im April/Mai-Heft derDeutschen Zeit­schrift" (Verlag Georg D. W. Callwey, Mün­chen) befassen sich die Leitaufsätze mit zwei Per­sönlichkeiten, die Wendepunkte der abendländischen Geschichte bezeichnen: mit Mathis Gothart-Nithart (wie der wirkliche Name Matthias Grünewalds lautet) und Gregor dem Großen. I. G. Greiner würdigt Meister Mathis als die mächtigste und letzte Synthese des deutschen Mittelalters und als eine der größten des Abendlands überhaupt, als eine Figur von so riesenhaften Ausmaßen, daß sie wie kein deutscher Künstler sonst auf uns Nachgeborene noch mit beängstigender Unmittelbarkeit wirkt. Der Aufsatz von Johannes Spörl schildert den Ausgang der Antike, eine Lage, die mit der gegenwärtigen europäischen eine unheimliche Ähnlichkeit hat. Er weist überzeugend nach, daß in dieser schweren Krise die nüchtern-praktische und sittliche Haltung eines großen Mannes und nicht der Geist der Lite­raten und Humanisten Europa zum Heile wurde.

Martin Schongauers Vermächtnis.

DasJüngste Gericht" im Münster von Breisach.

Im Breisacher Münster waren seit langem Spu­ren von Wandmalerei zutage getreten, aber erst im Sommer 1931 setzte der Freiburger Professor I. Sauer die Freilegung der ganzen Westwand und der anschließenden Teile der Nord- und Süd­wand im westlichen Joch durch. Unter der vier­fachen Tüncheschicht kam eine Darstellung des Jüngsten Gerichts" in überlebensgroßen Figuren zutage, die vom Boden bis an die Gewölberippen reichte. Ein derartig großes Unterfangen, das in­nerhalb der fast nur der Tafelmalerei zugewandten spätgotischen Kunstübung eine Seltenheit ist, läßt auf einen Meister von eigener Entschlußkraft schlie­ßen, und Alois Elsen würdigt es in der bei F. Bruckmann in München erscheinenden Monatsschrift Pantheon" als ein monumentales Vermächtnis Martin Schongauers, wenn es auch nicht ein eigenhändiges Werk des Meisters ist.

Die Darstellung ist so angeordnet, daß gegen Sonnenuntergang die Gerichtsszene gezeigt ist, wäh­rend sich südlich der Aufzug der Seligen zur ewigen Glorie anschließt und an der Nordwand der Höl­lenpfuhl gemalt ist. Das westliche Joch des Brei­sacher Münsters war 1485 vollendet, so daß es in den folgenden Jahren ausgemalt werden konnte. In diese Zeit, in das Jahr 1488, fällt die Uebersied- Jling Martin Schongauers von Kolmar nach Brei­sach, wo er das Bürgerrecht erwarb. Den Grund, weshalb der weltberühmte Meister sich zwei Jahre vor seinem Tode nach Breisach zurückzog, weiß man nicht, aber es liegt nahe, ihn in dem Auftrag für das Münster zu suchen. Die Frage, ob es sich um ein eigenhändiges Werk Schongauers handelt oder ob es nur unter feiner Anleitung von Gesellenhand ausgeführt wurde, hängt aufs engste mit der Hand­habung des spätmittelalterlichen Werkstattbetriebes zusammen. Es steht außer Zweifel, daß Schongauer sich in seiner spätesten Zeit mit dem Gedanken an ein großesJüngstes Gericht" trug. Im Pariser Louvre wird eineSchongauer" signierte Feder­zeichnung aufbewahrt, die Christus auf dem Regen­bogen darstellt und sichtlich nach einem Hauptwerk Rogier van der Weydens, dem Flügelaltar mit dem Jüngsten Gericht" im Spital von Beaune, ange­fertigt ist. Es steht nichts im Wege, dieses durch Dürers Hand überlieferte Bildwerk Schongauers in dessen letzte Schaffenszeit zu verlegen, so reif und eindringlich ist es gehalten. Vergleicht man diese

goldene Wagen aber ist die Sonne, aus dem die Blumen und die Blüten fallen, die gaukelnden Schmetterlinge und die blitzenden Käfer, die Vogel­melodien und die zarten Düfte.

Wie schön ist es, jetzt die sonnenbeschienenen Alleen entlangzugehen, die noch keine Blätter haben, aber vielleicht schon morgen im neuen Grün schim­mern. Noch ist eine stille Verhaltenheit in der Luft, die Sonne erwärmt, aber erhitzt nicht, den Mantel auf dem Arm, den Hut in der Hand, die Geliebte an der Seite: ist das nicht ein Gang ins Glück, ins helle blaue Paradies, in den Zustand der Fröhlich­keit und der heiteren Laune.

lieb er all riecht es nach umgegrabener Erde. Es ist etwas Verlockendes in der Luft, eine unwider­stehliche Lebendigkeit und Helle. Ueberall blitzen die Fahrräder auf und gleiten klingelnd über die Land­straßen zu den Dorfmühlen, zu den lustigen Wirts­häusern, zu den sonnigen Rainen, die von Veilchen und Leberblumen einen bläulichen Schein bekommen haben.

Der Früh'ling ist die Jahreszeit der Entdeckungen. Aus der öden und gleichförmigen Winterlandschaft wird plötzlich eine Welt der neuen Dinge, der neuen Farben, der anderen Töne und Beschäftigungen.

Die Kinder kehren aus dieser neiiei; Landschaft mit Anemonensträußen heim, die sie im Moos der Hecken und auf den hellbegrünten Hügeln gefunden haben.

Die Vögel des Nordens und des Ostens kehren heim. Vogelwolke auf Dogelwolke streicht unterm Samtgewölk des Südhimmels herauf und verweht wie ein überirdisches Rauschen an das Meer, in die Steppen, an die Fjorde, in die Heiden, an die Dorfränder, in die Baumalleen und an die Fluß­ufer. Die Mutter an der samländischen Küste hebt mit beglücktem Gesicht ihr neugeborenes Kind in das blaue warme Licht des Frühlings, der den Storch aus den Urwäldern des afrikanischen Sudans wieder auf die schilfbedeckte Fischerkate gebracht hat.

Auf den Wegen, wo die Kastanienbäume die Glut der weißen Kerzen angesteckt haben, wandeln die Liebenden. Wenn das junge Mädchen aus der Dämmerung in das Haus am Flußrand geht, winkt es noch einmal zurück. Wer sie sehen konnte m diesem Augenblick, weiß wie das Gluck der Liebe und des Frühlings aussieht: klopfendes Herz, leuch­tendes Auge, feuchtglühender Mund, gerötete Wan­gen und verwirrtes Haar.

Beneidenswert, wer daran teil hat!

Es wird Frühling überall.

Von Anton Schnack.

Er hat sich leise herangetastet mit dem gluckern­den Schmelzwasser in der.Dachrinne und dem An­schwellen der Knospen in den Baumwipfeln. Er hat plötzlich eine schwere samtene Nacht gebracht, die warm ist und eine dumpfe Fruchtbarkeit auf die Erde senkt. Eine Nacht voll Gesicker, Tropfen, Geraun, Dehnen und Unruhe. Ich weiß, daß mein Herz an der Unruhe dieses Erwachens teil hat. Ich weiß auch, daß diese Unruhe das Herz des jungen Mädchens beseligt, das urtter der Tür des Nachbar­hauses steht und dem abendlichen Trommeln der Grasfrüsche zuhört, das aus tien Wiesentümpeln trommelt.

Dieser Nacht folgt der gewürzte kräuterstarke Morgen, wo im sonnigen Bauerngarten der Schaft des jungen Kirschbaumes sich mit einer weihen Blütenkette geschmückt hat. Mir ist, als müßte ich jede einzelne Blüte streicheln, so tief und seltsam ergreift mich die jähe uni) plötzliche Entfaltung. Am Abend war der Zweig noch von rotbraunen Knospenknöpfen besetzt, aber jetzt hat die Macht der Wärme die Hüllen gesprengt. Ich habe den Stamm mit Bast und Band selbst an den Pflock gebunden und für seinen schlanken Schaft gezittert, als die großen Winde sausten, die der Gnade und Stille des Frühlings vorausgingen. Ich habe umsonst ge­zittert: makellos weiß, schimmernde Porzellanhäute, in die der Goldrock der heransummenden Biene schlüpft, sitzen die Blüten am schmalen Zweig und lächeln sonnenhungrig und lichtbegierig.

Auf dem hellgrünen Hügel, wo die Schlüssel­blumen einen gelben Teppich ausgebreitet haben, steht das junge Mädchen mitten im Murmeln der Rinnsale und überhuscht vom schwachen Schatten dahinziehender Frühlingswolken. Das lächelnde frohe Gesicht spricht von holden Gedanken, die der Lenz im Herzen des Mädchens entfacht hat. Es werden Gedanken der Sehnsucht sein, Vorstellungen von der Liebe, innige Träumereien, unvorstellbare Wünsche, Liederfetzen, Verlangen, teilzuhaben am Blühen und Gedeihen ringsum.

Nun ist auch die Stunde für den Kinderreigen gekommen, der sich gemischt aus blauen, weißen und rosanen Kleidern unter dem blühenden Ma­gnolienbaum rundet und dreht. Wa^ werden die kleinen Stimmen singen? Die alte verschollene Groß­muttermelodie:Macht aus das Tor, es kommt ein goldner Wagen..." Das Tor sind die Herzen, der

Aus der Stadt Gießen.

Schuh unserer Pflanzenwelt.

Von Studienrat Ernst Holzel, Kreisbeaufiragtem für den Naturschutz.

Jetzt, wo überall das Blühen anhebt, ist daraus hinzuweisen, daß die Pflanzenwelt im vorigen Jahre unter den besonderen Schutz einerNatur­schutzoerordnung", eines Bestandteiles des Reichs­naturschutzgesetzes, gestellt worden ist. Mit diesem Hinweis sei die Bitte verknüpft, daß die Bestrebun­gen, dem deutschen Volke in allen seinen Schichten die Schönheit der heimatlichen Natur zu erhalten, vom Volke selbst jede Förderung erfahren mögen.

Das Reichsnaturschutzgesetz entspringt nicht dem besonderen Interesse einiger Naturwissenschaftler oder den Gefühlen besondererNaturschwärmer", sondern es ist geboren aus dem tiefen Verantwor­tungsbewußtsein der zuständigen Stellen der Reichs­regierung gegenüber den Schönheiten unserer deut­schen Heimatlandschaft und gegenüber den Millionen von deutschen Volksgenossen, die in ihr ihre Er­holung suchen und finden. Diese Heimatlandschaft ist in ihren großen, wie in unendlich vielen kleinen Zügen seit der Zeit der Industrialisierung Deutsch­lands gewaltigen Veränderungen unterworfen wor­den, die zum großen Teil zwar bedauerlich, aber unter höheren Gesichtspunkten betrachtet vielfach unvermeidlich waren. Daneben ist z. T. ohne irgend­welche zwingende Not oder sogar aus reiner per­sönlicher Gewinnsucht die Natur verunstaltet und vieler ihrer schönsten Erscheinungen beraubt worden. Hier heißt es eingreifen, ehe es zu spät ist.

So kommt es auch, daß sich die Gesetzgebung der Pflanzenwelt besonders angenommen hat, die gerade in ihren schönsten Erscheinungsformen aus verständlichen Gründen am meisten, ja so stark be­droht ist, daß einzelne Arten vor dem Aussterben stehen. Diese Pflanzenarten sind die in § 4 der Naturschutzverordnung aufgeführten. Sie dürfen we­der gepflückt, noch ausgestochen oder ihrer Samen beraubt werden. Für unser Gebiet sei dabei vor allem auf den Schutz der Türkenbundlilie, der Kna­benkräuter, des Akelei, der Küchenschelle, des Sei­delbastes und des Enzians hingewiesen.

Während diese Pflanzen also vollkommen Schutz genießen, sind die in § 5 ausgesührten Pflanzen teilweise geschützt, und zwar ist es verboten, ihre ausdauernden unterirdischen Teile zu beschä­digen, oder die Pflanzen guszugraben. In Frage kommen für unseren Kreis vor allem Maiglöckchen, Märzbecher und Himmelsschlüssel oder Schlüssel­blumen. Es darf danach derjenige, der Freude an einem Strauß dieser Blumen hat, sich diesen bre­chen, er macht sich aber strafbar, wenn er ganze Pflanzen aussticht, um etwa Anpflanzungsversuche in seinem Garten zu machen.

Alle übrigen Pflanzen mußten gegen d i e Naturfreunde" geschützt werden, die aus ihrem Pflücken und Sammeln geldlichen Gewinn zu ziehen wußten und gewohnt waren, die Natur ihrem Eigennutz dienstbar zu machen. Daher ist grundsätzlich jedes Sammeln von wildwachsenden Pflanzen, das dem Handel dient oder für gewerb­liche Zwecke berechnet ist, von einer besonderen Erlaubnis abhängig gemacht. Das bedeutet in der Praxis, daß jeder sich strafbar macht, der z. B. auf dem Wochenmarkt, in Wirtschaften oder an den Wohnungstüren, aber auch bei Wiederoerkäufern (Blumengeschäfte) Sträuße von Schlüsselblumen, Veilchen, Maiblumen, Maikraut usw. zum Kauf am bretet, ohne im Besitze einer Sammelerlaubnis zu sein. Auf diese Bestimmung sei ausdrücklich hin­gewiesen. Denn alle Aufsichtsorgane (Markt- und Gewerbepolizei, Forst- und Feldschutzpersonal usw.) sind angehalten worden, den unbefugten Handel als die größte Gefahrenquelle besonders zu über­wachen. Die Erlaubnis wird erteilt durch die Orts- polizeibehörde oder das zuständige Forftgmt, die vor Erteilung den Kreisbeauftragten hören müssen. Es ist bei dem Antrag genau anzugeben, was und wo gesammelt werden soll. Der Erlaubnisschein iimi IIMI W III --1-----

SA rüst zum Oankopser Ser Nation!

aber feine wird

treuer seinem

Wie

auch

Gefolgschaft dem Führer Adolf Hitler bei Aufbauwerk helfen.

im vorigen Jahre, so soll und wird es in diesem Jahre bei dem zweiten Dank-

ein Wettbewerb um die Spitzenleistung bei der Sammlung.

Aber auch die Volksgenossen in Stadt und Land waren sofort mit ganzem Herzen bei dieser Opser- spende. In den Einzeichnungslokalen, den Dienst­stellen der SA.-Stürme, fanden sich Männer und Frauen aus allen Volksschichten und Berufen, jung und alt ein, um ihre Spende darzubringen.

In dieser Gemeinschaft des Opferns offenbarte sich nicht nur der Wille, an einer guten und großen Sache mitzuarbeiten, sondern es bekundete sich darin auch die enge Verbundenheit der SA. mit allen Volksgenossen in Stadt und Land, die große Gemeinschaft aller deutschen Menschen, die in

Opfer der Nation wieder werden! Erneut wer- den alle deutschen Wanner und Frauen auch bei dieser Gelegenheit gerne ihr Dankopfer dem Führer zur Verfügung stellen. Die Einzeich­nungslisten für die Spenden liegen in allen Dienststellen der SA. vom 10. April bis 1. Wai einschließlich für jedermann offen. Plakate an den Dienststellen bzw. Sturmlokalen machen die Einzeichnungsstellen noch besonders kenntlich.

Der Stabschef hat seine SA.-Kameraden und alle Volksgenossen zu diesem gri^jen Gemeinschaftswerk erneut auf gerufen! Auch im Bereiche unserer ober­hessischen SA.-Brigade 147 wird dieser Ruf wieder ein starkes Echo in Gestalt von vielen Einzeichnun- gen finden!

muß stets mitgeführt und den Kontrollorganen auf Verlangen vorgezeigt werden. Eine größere Anzahl von Pflanzen darf allerdings überhaupt nicht zum Sammeln freigegeben werden.

Es wäre erfreulich, wenn die Einsicht aller Be­teiligten soweit ginge, daß es ohne Anwendung der Strafbestimmungen' gehen möchte, die vor allem bei Verstoßen aus gewerblichen Interessen beson­ders streng sind. In diesem Zusammenhänge sei besonders noch auf die Bestimmungen über Schmuck- reisig usw. hingewiesen, gegen die außerordentlich viel verstoßen wird. Es wird von dem einzelnen Volksgenossen nichts mehr verlangt als das, was überhaupt der Leitstern bei seinem ganzen Handeln sein sollte: seine persönlichen Interessen denen der Allgmeinheit unterzuordnen! Diese Allgemeinheit

Wiederum hat der Stabschef der SA. Viktor Lutze seine SA.-Kameraden und das ganze deut­sche Volk zu dem Dankopfer der Nation aufgerufen. Im vorigen Jahre wurde diese Spende zum ersten Male dem Führer als sichtbarer Aus­druck des Dankes des deutschen Volkes an ihn und an feine alten Kämpfer der SA. dargebracht. Nach dem Willen des Führers wurde die Spende ein­gesetzt für die Schaffung von Siedlungen, in denen verdiente alte Kämpfer der SA. und Kriegsopfer als Siedler schöne Wohnstätten finden. In mehre­ren Siedlungen hat die SA. vorbildliche Bauten und Einrichtungen aus den Mitteln jener ersten Dankopferspende begonnen.

Der erfolgreich betretene Weg foll mit aller Tatkraft weiter befolgt werden. Dazu foll das diesjährige Dankopfer der Nation wiederum die aufbauende finanzielle Kraft bieten. Der Führer hat das ihm von der SA. zu feinem Geburtstage dargebrachte Dankopfer der Nation für 1937 wieder angenommen, um damit zahl­reichen alten SA.Kämpfern und Kriegsopfern den weg zum Wirken auf eigenem Grund und Boden zu ebnen.

Im vorigen Jahre haben mit der oberhessischen SA. auch alle Volksgenossen in Stadt und Land gerne und freudig ihre Spende für dieses Dankopfer geleistet. Es ist noch in guter Erinnerung, daß damals der Ruf des Stabschefs bei allen Stürmen der SA.-Brigade 147 sofort den größten Sammel­eifer auslöste. Die Einzeichnungslisten wiesen schon innerhalb weniger Tage viele Zeichnungen auf. Zwischen vielen Stürmen entstand gewissermaßen

NSDStB. und der Studentenschaft begrüßt. Hier­auf wird der Gauleiter Reichsstatthalter Spren­ger eine Ansprache an die Versammelten richten, der zum Schluß eine Ansprache des Rektors folgt. Mit dem Fahnenausmarsch wird die Feier ge­schlossen.

Polizeistunde bleibt unverändert.

DNB. In einem an alle Polizeibehörden gerich­teten Erlaß wendet sich der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei gegen Bestrebungen, die auf eine Vorverlegung des Beginns der Polizei­stunde, namentlich auch in den Großstädten, hin­zielen. Alle diesbezüglichen Anregungen feien ab-- zulehnen. Die bestehende Regelung soll unverändert bleiben.

Keine Botengänge in polizeiuniform.

DNB. Mit allemNachdruck wendet sich der Reichs­führer SS. und Chef der deutschen Polizei erneut gegen die Gepflogenheit einzelner Polizeiverwal­tungen, Vollzugsbeamte der uniformierten Ord­nungspolizei zu Dienstoerrichtungen heranzuziehen, die nicht zu den Aufgaben des polizeilichen Exekutiv- dienstes gehören. Jede Beschäftigung der Polizei- vollzugsbeamten mit Botengängen, mit* Austragen von Briefen, Austragen und Einziehen van Listen, wie z. B. für die im Oktober jeden Jahres statt­findende Personenstandsaufnahme, . Viehzählungen usw., habe zu unterbleiben. Vollzugsbeamte der uniformierten Ordnungspolizei seien in Zukunft ausschließlich im Palizeivollzugsdienst zu verwenden.

Was jeder Wehrpflichtige wissen muß!

Jeder wehrpflichtige Deutsche muß unbedingt wissen, zu welchem Musterungsbezirk bzw. zu wel­chem Wehrmeldeamt sein Wohnsitz gehört. Diese Feststellung ist für alle Männer im Alter von 18 bis 45 Jahren wichtig, einerlei, ob der Betreffende bereits Soldat war (während des Krieges oder in der Nachkriegszeit), oder nicht. Wenig bekannt ist ebenfalls, daß bei einer Auslandreise der Wehr­pflichtige vom Wehrmeldeamt seines Bezirks eine

ist das deutsche Volk, das verlangt, daß ihm Heimatnatur in allen ihren Gliedern geschützt und erhalten bleibt.

Dornotizen.

Tageskalender für Dienstag.

Stadttheater: 20 bis 22.30 UhrDas Schloß im Wind". Gloria-Palast, Seltersweg:Menschen ohne Vaterland". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Die Stimme des Herzens".

Stadttheater Gießen.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die erste Wiederholung von Das Schloß im Wind", Schauspiel von H. Ä. We­ber, statt. Spielleitung: Der Intendant. Diese Vor­stellung findet als 26. Vorstellung der Dienstag- Mkete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr.

Don der Universität.

Am morgigen Mittwoch, 7. April, vormittags fin­det in der Neuen Aula der Semester-Eröffnungs­appell verbunden mit der Rektoratsübergabe unse­rer Ludwigsuniversität statt. Nach dem Fahnen­einmarsch und einem Vortrag des Collegium musi- cum wird der Gauleiter, Reichsstatthalter Spren­ger durch den Führer des Dozentenbundes und der Dozentenschaft, sowie durch den Führer des

Ausreisegenehmigung" anfordern muß, da die Polizei sonst keinen Reisepaß ausstellt. Außerdem muß in solchen Fällen dem Wehrmeldeamt stets einBe­fehlsübermittler", d. h. eine Zivilperson am gleichen Wohnsitz dem Wehrmeldeamt namhaft gemacht wer­den, die etwaige Zuschriften an den Auslandreisen­den weiterleitet.

Amt Feierabend.

Sondervorstellung der OperetteDet Opernba11." Am Samstag, 10. April, um 20 Uhr, bringen wir als Sondervorstellung im Gießener Stadttheater die Operette von Heuberger Der Opernball." Karten zum Preis von 80 Pf. und 1, Mark sind auf der Kreisdi^enststelle zu haben. Die Vorstellung am 12. April fällt aus.

Amt Reifen, Wandern und Urlaub.

Tagesomnibusfahrt zur Baumblüte an die Bergstraße. Am Sönntag, 11.April, führen wir eine Omnibusfahrt an die Bergstraße durch. In dieser Zeit steht die Bergstraße in voller Blüte. Die Fahrt geht von Gießen nach Frankfurt, Sprendlingen, Langen, Arheilgen, Darmstadt, Eber­stadt, Jugenheim, Zwingenberg, Auerbach, Bens­heim zurück nach Gießen. Abfahrt 7 Uhr am Haus der Deutschen Arbeitsfront. Der Fahrpreis beträgt 5,50 Mark. Anmeldungen nimmt die Kreisdienststelle entgegen.

AusstellungGebt mir vier Fahre Zeit" in Berlin vom 29. April bis 20. Juni 1937.

Zu dieser Ausstellung fährt der NSG.Kraft durch Freude" in Verbindung mit der Gaupropa­gandaleitung der NSDAP. Sonderzüge nach Ber­lin, und zwar:

1. Zug: KF 5105 vom 21. bis 24. Mai 1937

2. Zug: KF 5016 vom 11. bis 14. Juni 1937 Der Teilnehmerpreis beträgt einschließlich lieber» nachtung, Eintrittskarten zur Ausstellung und einer Gemeinschaftsveranstaltung 17,50 Mark. Anmeldun­gen nimmt die Kreisdienststelle entgegen.

Iünfjahresfeier der Attersvereiniguug 1882/1932.

Die Altersvereinigung 1882/1932 veranstaltete ant Samstagabend im Saale des Hotel Schütz aus An­laß ihres 5jährigen Bestehens und mit Rücksicht darauf, daß die Alterskameraden in diesem Jahre ihren 55. Geburtstag feiern, einen gutbesuchten Kameradschaftsabend. Der zweite Dorsitzentie der Vereinigung H. Kirchner betonte in seiner An­sprache, daß die Altersoereinigungen in besonderem Maße geeignet seien, ohne Ansehen des Berufs­standes echte Kameradschaft und damit auch wahre Volksgemeinschaft zu pflegen. Alterskamerad A. Dönges gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß in der Altersvereinigung 1882/1932 diese Eigen­schaften in weitgehendem Maße festzustellen feien. Alterskamerad P. Schäfer brachte in humoristi­scher Weise Begebenheiten innerhalb des Vereins­lebens zu Gehör. Den musikalischen Teil hatte dis Kapelle Einbrod übernommen. Walter Einbrod erfreute durch ein wirkungsvoll vorgetragenes Vio- linsolo, während Alterskamerad M. Büttner mit heiteren Schnurren aufwartete. Im übrigen trugen gemeinschaftliche Lieder, bei denen auch der leider zu früh verstorbene Freund der Altersoereinigungen L. Frech entsprechend geehrt wurde, wesentlich zur Verschönerung des Abends bei.

flhö/ Cin Anfänger! Das ist bestimmt das Urteil, wenn man statt sauber rasiert geschunden" zum Dii Einseifen die euzerithaltige Creme benutzen, lieber Freund!

Das macht Ihre Haut glatt und läßt die Klinge weich dahingleiten.