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Aus den Gießener Gen'chtssälen.

Meine Strafkammer Gießen.

Der A. St. aus Klein-Linden war durch Urteil des Amtsgerichts wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 50 Mark verurteilt worden. Seme Berufung wurde vor der Kleinen Strafkam­mer verhandelt. Der Anklage lag folgender Sachver­halt zugrunde: Der Angeklagte, der Verletzte und ein Dritter hatten in einer Gießener Wirtschaft Skat gespielt. Als man gegen Feieradend zur Abrech­nung fchritt, konnte der Angeklagte einen Gewinn von rund 3 Mark verzeichnen. Die anderen Gäste regten daraufhin an, daß der Gewinn gemeinschaft­lich vertrunken werden sollte. Dieses Ansinnen lehnte der Angeklagte ab. Der Angeklagte verließ dann für einen Augenblick das Lokal. Als er wieder hereinkam, beschuldigte er die anderen, sie hätten sein Bier ausgetrunken, obwohl er dies vor dem Austreten selbst besorgt hatte. Dabei titulierte er die Gäste alsLumpen" usw. und warf ihnen Un- kameradschaftlichteit vor. Als diese sich das ver­baten, versuchte er wieder einzurenken und erklärte sich nunmehr bereit, eineLage" zu geben. Die Gäste vernichteten aber auf dieseLage". Daraufhin bezahlte der Angeklagte seine Zeche und verließ das Lokal, um nach Hause zu gehen. Gleichzeitig mit ihm war der Verletzte hinausgegangen. Drau­ßen entspann sich -wischen beiden eine Auseinander­setzung, in deren Verlauf der Anaeklagte dem an­deren mit einem Messer einen Stlch in den linken Arm versetzte. Da kein Totzeuge vorhanden und die Darstellung der beiden Beteiligten sehr abweichend voneinander war, gestaltete sich die Beweisauf­nahme sehr schwierig und umfangreich. Der Ange­klagte stellte den Vorgang so dar, daß der Verletzte ihn überfallen habe. Um sich zu wehren, habe er

sein feststehendes Messer gezogen, in das der Ver­letzte hineingeschlagen habe. Der Angeklagte wurde jedoch, insbesondere durch die beeidigende Aussage des Verletzten, überführt. Das Gericht kam daher zur Verwerfung der Berufung.

Große Strafkammer Gießen.

Gestern wurde gegen den E. Sch. aus Heuchel­heim, jetzt wohnhaft in München, vor der Großen Strafkammer verhandelt. Der Angeklagte, der vom Erscheinen in der Hauptoerhandlung entbunden war, stand unter der Anklage des Betrugs. Er war in den Jahren 1932 und 1933 als Vertreter einer Hamburger Bausparkasse im hiesigen Bezirk tätig. Bei der Kundenwerbung versicherte er den Inter­essenten, daß die Darlehenssumme zu einem ganz bestimmten kurzfristigen Termin zur Auszahlung käme, obwohl iym genau bekannt war, daß die Auszahlungen im Wege der Auslosung zugeteilt wurden und die in Gießen neu eingetretenen Mit­glieder infolge ihrer kurzen Mitgliedschaft noch lange nicht an der Reihe waren. Hierdurch veran­laßte er eine Anzahl von Volksgenossen, der Bau­sparkasse beizutreten. Gleichzeitig nahm er auch die Prämien entgegen, obwohl er nicht inkassoberechtigt war. Die eingegangenen Gelder führte er auch größtenteils nicht an seine Auftraggeberin ab, son­dern gab auf eigne Faust Mitgliedern, mit denen er sich gut stand, Darlehen aus, um damit die Leistungsfähigkeit des Unternehmens darzutun. So schädigte er u. a. zwei Gießener Einwohner um 800 bzw. 600 Mark. In der umfangreichen Beweis­aufnahme wurde der Angeklagte, der schon ein­schlägig vorbestraft ist, einwandfrei überführt. Das Urteil lautete auf neun Monate Gefängnis.

Wirtschaft.

Mein-Mainische Börse.

Millagsbörse uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 4. Oft. Der Ordereingang erreichte nicht den erwarteten Umfang, so daß die Börse die neue Woche mit recht stillem Geschäft begann, zumal auch die Kulisse keine größere Un­ternehmungslust zeigte. Auch lagen größere Anre- jungen nicht vor.

Der Aktienmarkt hatte eine uneinheitliche Entwicklung, wobei aber die Veränderungen meist unter 1 v. H. blieben. Stark vernachlässigt lagen Montanwerte, von denen zunächst nur Hoesch mit 128 (128,65) zur Notiz kamen, auch die übrigen zu­nächst genannten Kurse lagen etwas niedriger, Klöckner waren etwa 2 v. H. schwächer. IG.-Far­ben konnten sich bei kleinen Käufen mit 165 voll behaupten, fest lagen Scheideanstalt mit 264 (262,50). Auch für Bauwerte erhielt sich Nachfrage, Holzmann 156,25 (155), Jul. Berger 151 (150). Äon Maschinenaktien gaben Demag auf 151,25 (152) nach, die übrigen lagen behauptet. Elektro- nftien zeigten Abweichungen von 0,25 bis 0,50 d. H. Don Einzelwerten blieben Hanfwerke Füssen jfeft mit 129 (128,40), Reichsbank bröckelten auf 205,50 (206) ab. Im Freiverkehr waren Spezial- werte weiter fest, besonders wieder Rastatter Wag­gon mit 60 bis 62,50 (58), ferner Ufa mit 74,75 (73,25), Wayß & Freytag mit 151 (149) und Schuh Berneis mit 77,50 (76,50).

Arn Rentenmarkt war das Geschäft bei nahezu unveränderten Kursen gering. Reichsbahn- DA. 127,90 (128), Kommunal-Umschuldung unver- Lindert 94,85, Reichsaltbesitz 128,75 (128,90). Am Pfandbriefmarkt zogen Liquidationspfandbriefe der «Gemeinschaftsgruppe bis 0,25 v. H. an, Nass. Landesbank gaben 0,25 v. H. nach auf 101,50. cZoldpfandbriefe bei kleiner Nachfrage unverändert.

Von Induftrie-Anle'chen notierten 6proz. IG.-Far­ben 132 (131,90), 5proz. Röchling 101,75 (101,40). Stadtanleihen lagen fest unverändert. Dekosama Altbesitz bröckelten auf 134,75 (135) ab.

Abendbörfe still t

Infolge des nur schwachen Auftragseinganges war das Geschäft auch an der Abendbörse begrenzt. Den meisten zur Notiz gekommenen Papieren lag kein nennenswerter Umsatz zugrunde, wobei die Kurse gegen den Mittagsschluß überwiegend noch leicht abbröckelten. Don Montanwerken ermäßigten sich Rheinstahl auf 153,50 (154,50), Mannesmann auf 123,50 (123,90) und Hoesch auf 127,50 (128), Otavi Mnen notierten nach Pause mit 32,30 (33). Don Maschinenwerten gingen Rheinstahl auf 152,25 (153,25) und Demag auf 150,50 (151,25), während Moenus mit 125 und MAN. mit 138,50 behauptet lagen. IG.-Färben konnten sich mit 164,75 behaup­ten, ebenso Scheideanstalt mit 264, Bemderg mit 148,50, Goldschmidt mit 145,50, Schuckert mit 170,50 und DDM. mit 173,75. Etwas ermäßigt waren von Elektropapieren AEG. mit 129,25 (129,75), Gessürel mit 153,50 (154), von sonstigen Werten bröckelten Holzmann auf 155,25 (155,75) und Deutsche Linoleum auf 165,50 (166) ab. Etwas fester lagen Adlerwerke Kleyer mit 116,50 (116). Großbankaktien hatten bei unveränderten Kursen weitere Nachfrage. Der Rentenmarkt lag ruhig und behauptet; Altbesitz 128,75, 4,5 proz. Krupp 99,13, 6proz. IG.-Farben 132, 4,5 proz. Frankfur­ter Hypotheken Gold R 810 99,75. Im Freiver­kehr Kommunal-Umschuldung um). 94,85.

$ranffurler Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 4. Oft. Infolge der Spät­kartoffelernte sind die Anlieferungen von Weizen und Roggen z. Zt. ruhig, doch kann der laufenden Nachfrage genügt werden. Der Mehlmarkt ist un­

verändert. Weizenmehl Type 1050 und gebietsweise auch Roggenmehl, namentlich norddeutscher Her­kunft, werden schleppend abgesetzt. Auf dem Futter­mittelmarkt finden lausend Versendungen aus der Oelkuchen- und der Maiszuteilung statt, Kartoffel- flocken und vollwertige Zuckerschnitzel werden dem­nächst erwartet.

Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 204, W 16 207, W19 211, W 20 213, Roggen R 12 189, R 15 192, R 18 196, R 19 198 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisaebiete. Futtergerste, Futterhafer. Weizenmehl Type 812 W 13 29,00, W 16 29,10, W 19 29,10, W 20 29,45, Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfutter­mehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W19 11,10, W20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50. Soyaschrot, Palmkuchen, Erdnußkuchen, Treber 14,00

Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel Heu, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßr 3,00 bis 3,30, gebündelt 2,70 bis 3,00.

Aranlfurter SchlachtviehmarN.

Frankfurt a. M., 5. Okt. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 707 Kälber, 212 Hämmel, 160 Schafe, 2586 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 35 bis 50, Schafe 25 bis 45, Schweine 51 bis 55 Mark. Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig.

Schweinemarkt in Alsfeld.

A Alsfeld, 4. Oktober. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 312 Ferkel aufgetrie­ben. Bei schleppendem Handel verblieben 130 Stück Ueberstand. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 12 bis 16 Mark, 8 bis 10 Wochen alte 16 bis 20 Mark, 10 bis 12 Wochen alte 20 bis 24 Mark pro Stück.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börje.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt oejchlostenen Dividende art Reichsbankdiskont 4 v H., Lombardzinsfuß 5 o H

Frankfurt a. M.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurS

Schlutzk. Abend- börse

Schluß fürs

Schlukk Mittag- bor>e

Schlub- fürs

Schluß'. Abend börse

Schluß- für«

Schluß!. Mittag, börse

Damm

2-10.

4-10-

2-10.

4-10

Daium

2.10.

4.10.

2-10.

4.10.

5% Deutsche RetchSanleihe v. 1927

4% Deutsche Reichsanl. von 1934 V/t% Deutsche Relchüschatzanwet- jungen von 1935 . ..........

*y«% Deutsche ReichSschahanwei- jungen von 1935, 11. Folge ...

4%% Deutsche Relchöichatzanwei- jungen von 1936, lll. Folge ..

5y2% Doung Anleihe von 1930 ..

4/;% Hessische BolkSstaat von 1929 4%% Deutsche ReichSpostschatz von

1934 1......................

4ys% Deutsche ReichSbahnschay von 1936 1..................

RetchSanlethe-Altbesitz..........

vberhesjen Provinz-Anleihe mit

AuSlos.-Rechten..............

<yt% Hess. Landerbk. Darmstadl

Goldpse. R. 12..............

b¥t% Hoss. Lande--Hyp.-Banl Liqu. Goldpse...............

V/t% Preust. Landeüpfdbr.-Anst

Goldpse. R. 19..............

4yz% Preutz. Gold-Komm. R. 20 4Vi% Darmstädter Komm.-Lan-

desbankR. 6................

Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe

AuSloj.-Rechte 1..............

<%% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15

V/t% Franks. Hyp. Gold-Komm.

Obl. 2 8..................

5yz% Franks. Hyp. Liquidation

Goldpse.....................

6%% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpse.....................

Steuergutscheln-BerrechnungSkurk

A.G. für Verkehrswesen .... 6ft Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Hamburg-Amerika Paket......o

Norddeutscher Lloyd..........O

Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7

Retchrbank................. 12

Berliner Handelsgesellschaft . 6%

Commerz- und Privat-Bant ... 6

Deutsche Diskonto............6

Dresdner Bank..............4

101,4 98,75

99,25

99

100,25

100,25

99,75

128,9

99,5

101,3

99,5

98,75

98,18

135

99,75

98,5

101,6

101,65

111,1

129

87,25

87,5

128

206

118,5

124,25

114

101,4

98,75

99,4

99

100,25

99,75

128,75

99,5

101,65

101,4 98,75

99,25

99 104,9

100,5

99,65

128,75

99,5

99,5

98,75

134,9 99,75

101,7

128,5

87,13

87,75 127,9

205,75

135 118,5 124,25

114

nmarf

101,5 98,75

99,4

99

104,9

100,5

99,65

128,9

99,5

Accumulatoren-Fabrik.......14

Aschaffenburg Zellstoff........6

Bemderg................. 0

Bekula.....................8

BuderuS Eisen....... 5

Cement Heidelberg...........7

Cement Karlstadt............6

Conti Gummi.............. 12

Daimler Motoren.......... 6%

Dessauer Gas ...............4

Deutsche Erdöl..............6

Deutsche Gold- und Silber .... 9

Deutsche Linoleum..........10

Elektrische Lieferungen........6

Elektrische Licht und Kraft.....7

I. G. Farbeu-Jndustrie.......7

Fellen & Guilleaume.........6

Gessürel.................... 7

Th. Goldschmidt.............6

Grihner Maschinen...........O

Harpener.................8'/,

Hoesch Eisen...............8%

145,5

150,13 167,75

126,5 170,25

191

143,25

152,5

262,5

165,5

132

157

164,9

135,5 155 147

52,5

177

128,65 155

138,5 119,75

133,5

127

95,5 124,25

154

154,5

230

155

131,5 150,13

165 171

217

119,25

59,9 118,75 156,25

33

223

148,5

168

126

170,25

189,9

142,5

152

264

165,5

132,25

154

164,75

135,5

153,5

145,5

52

177,5

127,5

155,25

138,5

120,4

132,5

127

95,5

123,5

154,5

154,5

230

153,5

131,75

150

170,5

215,75

118

59,65

156,5

32,3

222,5

146 149,75

168

126

190,25

143

123,25

152

165,25 132,75

157

165 135,65 154,75

146,5 52,25

177,5

128 155,75 167,75

13815 119,75

133,4 161,75 126,75

124 154,5

153

114 229,75

155,5 131,4

149,65

165 171,25

96

217

203 119,13 60,13 118,25 176,75

32,9

222,75 146,25

149,5 168,5

126

190

142 123,13 151,25

165,25 132,9 154,5

164,75 135,4 153,5 145,5

52,75

178 127,75 155,25 167,75

119,9

132 159,75

127

123,65 154,5

154

114 229,75

153,25

132 149,5 165,75 170,75

96,25 215,75

203 117,9

59,5

118 155,5

32,5

98,13

134,75

99,75

98,5

101,75

101,65

111,1

129

87

87,5

127,9

205,5

119

124,5

114

Vevift

98,75

135,25

99,75

101,7

111,25

128

46,5

86,4

87,75

128,13

204,75

135

119

124,5

114

Berlin

Ilse Bergbau................6

Ilse Genüsse................6

Kali Aschersleben ............ 4

Klvcknerwerke .............4%

Koküwerke und Chemische Fabrik 7

Lahmeyer .................. 6

Mainkraft................... 4

ManneSmann.............4*6

Mansselder Bergbau....... 7

Metallgelellschast.............6

Orenstein & Koppel.......... O

Rheinische Braunkohle.......12

Rheinische Elektro............6

Rheinstahlwerke..............6

Rhetnisch-Westsülische Elektro .. 6

Rütgerswerke ...............7

Salzdetfurth Kali......... 6

Schuckert & Co............... 7

Schultheis Patzenhofer........4

Siemens & Halske ...........9

Süddeutsche Zucker.......... 10

Bereinigte Stahlwerke......4'/,

Westdeutsche Kaufhof.........O

Westeregeln Alkali............4

Zellstoff Waldhos............6

Otavi Minen ...............0,6

Sranflurt a BL

2. Oktober

4. Oktober

2. Oktober

4.Oktober

Amtliche Nouerun

Gett | Br«-'

Vinurdn1 .Mfir

Kotierung Brie

Amtliche Rolieruna Geir | Bries

Amtliche Roiieiung Geir | Bue,

Buenos Aires.............

Brüssel...................

Rio de Janeiro............

Polen....................

Kopenhagen...............

Danzig.............. ...

London...................

HelsingforS................

Parts....................

Holland..................

Italien...................

0,745 41,97 0,154

47,00 55,10

47,00 12,34

5,46 8,172

137,69 13,09

0,749 42,05 0,156

47,10

55,22 47,10 12,37

5,47 8,188 137,97

13,11

0,747 41,94 0,154 47,00 55,08

47,00

12,335 5,46

8,202 137,66

13,09

0,751 42,02 0,156

47,10

55,20 47,10

12,365

5,47 8,218

137,94

13,11

Japan....................

Jugoslawien ..............

Oslo ...................

Wien.....................

Lissabon..................

Stockholm................

Schweiz..................

Spanten..................

Prag.....................

Budapest.................

Neuvork.................

0,719 5,694 62,03 48 95

11,205 63,63 57,21 16,98 8,706

2,491

0,721 5,706 62,15 49,05 1,225 63,75 57,33 17,02 8,724

2,495

0,718 5,694 62,00 48,95 11,20 63,60 57,19 16,98 8,706

2,491

0,720 5,706 62,12

49,05 11,22

63,72 57,31

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Am Montag, dem 25. Oktober 1937, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer 204, das durch rechtskräftigen Zuschlags- defchluß vom 11.5.1936 dem Jofef Haff in Frank­furt a. rn.. Auf der Platte 4, zugeschlagene, vorher auf den Namen Hans Hemftege in Gießen einge­tragene Grundstück versteigert.

Grundbuch für Gießen, Band 3, Blatt 149.

Flur I, Nr. 1291, hofrelte in der

Zozelsgasfe (Dammstrahe Nr. 29),

216 qm

Betrag der Schätzung .... 15 300, RM. Einheitswert (1.1. 35) 16 700, RM.

Wohnhaus, in dem eine Gastwirtschaft betrieben wurde. 64710

Gießen, den 6. September 1937.

Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle« Ortsgerichtsvorsteher.

Hier abfdjneiben!

Flöhe 187 Fortgesetzte Gütergemeinschaft

K, blutsaugende Insekten, ihre Larven in Dielen- ritzen, dieje müssen daher, sobald Flöhe bemerkt werden, gut ab- gedichtet und mit Petroleum be­strichen werden. Auch Seifen­wasser mit Lysolzusatz ist sehr ge­eignet. Die beste Bekämpfung des Flohs ist äußerste Sauberkeit in der Wohnung sowie von Mensch und Tier, denn auch Tierflöhe neben an Menschen. Betten. Mö­bel und Kleider täglich ausklop- fen. Durch Flohstiche können auch Krankheiten übertragen werden

ftfor, feiner Gazestoff oder Krepp, schwarzer Flor wird bei Trauer­kleidung verwendet.

Flöte, ziemlich leicht erlernba­res Holzblasinstrument mit Lö­chern oder Klappen. In neuerer Zeit ist die noch einfachere Block­flöte wieder in Aufnahme gekom­men.

Flüssiges Obst. Getränk aus un­vergorenem, daher alkoholfreiem Obstsaft, der entweder durch Chemikalien oder durch Steri­lisierung keimfrei gemacht ist. Ein sehr gesundes Getränk, in dem die meisten Bestandteile des frischen Obstes enthalten sind.

Flügel, Tafelklavier mit beson­ders schönem Klang, eignet sich aber, da es viel Platz bean­sprucht. nur für sehr geräumige Wohnungen.

Flunder, Scholle, die in der Ost­see gefangen wird und sehr zar­tes Fleisch hat Am besten schmek- ken die noch warmen, frisch ge­räucherten Flundern, die man in Ostseebädern erhält.

Flur, Gang, franz.: Korridor, die äußere Verbindung mit den einzelnen Zimmern der Woh­nung. Schlecht beleuchtete Flure können durch Einsetzen von Milchglasscheiben in Zimmer- türen heller gemacht werden. Den Flur soll man bell stretchen oder tapezieren lasten und nicht mit Möbeln vollstellen.

Flurgarderobe, Kleiderablage, soll nie vollbehängt sein, sondern nur für das Notwendigste benutzt werden. Die Kleiderablage hat zweckmäßig einen Spiegel mit guter Beleuchtung.

Fluß, weißer s. Ausfluß!

Forelle, lachsartiger, äußerst wohlschmeckender Fisch mit re­genbogenfarbenen Streifen wird gekocht (Forelle blau) geoacken, warm und kalt gegessen.

Forsythie, schöner Vorfrühlings, strauch: goldgelbe Blüte er# scheint vor dem Laub. Blühende Zweige dienen auch schon zur Winterzeit als Basenschmuck, wenn im Februar geschnittene Triebe in warmes Zimmer ge­bracht werden. Schmttzeit nicht im Winter, sondern erst nach der Blüte. Heranzucht durch Steckholz oder Absenker

Fortgesetzte Gütergemeinschaft. Haben Ehegatten in Güterge­meinschaft gelebt und stirbt der eine, dann wird die E. zwischen den überlebenden Ehegatten und den gemeinschaftlichen Abkömm­lingen (auch wenn sie schon voll­jährig und selbständig sind) fort­gesetzt. außer es ist die Fortset­zung durch Ehevertrag ausge- schlosten oder der überlebende

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