'r.M Drittes Blatt
(Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Donnerstag,
5. August 1957
Gießener Arbeitsdienst Hilst den dauern
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Aus der Stadt Gießen
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der mit wie wie um
SonnenbcanÖ oder gesunde Bräunung? vw
Schnell braun werden ohne Sonnenbrand - das ist die Kunst! Und doch ist es leicht, wenn Sie Nivea-Creme oder -öl benutzen! Nivea fördert die Bräunung, wehrt dem Sonnenbrand, macht „natürlich braun".
immer guter Dinge.
Nach täglich fünf Stunden Arbeitszeit schwingen sie sich wieder auf die Räder, fahren zurück in das Lager und nehmen dann am Nachmittag am Innendienst teil. Und der andere Morgen sieht sie wieder zu früher Stunde mit der Schaufel in der Hand nn Flutgraben, ober mit der Meßlatte
Omnibusfahrl am 15. August nach Attendorn.
Am Sonntag, 15. August, führen wir vorstehende Tagesfahrt durch. Der Omnibus bringt die Teilnehmer über Marburg—Biedenkopf—Kreuztal nach Attendorn. Hier haben die Teilnehmer Gelegenheit, die bekannte Tropfsteinhöhle zu besichtigen. Der Fahrpreis beträgt einschließlich Mittagessen in Atten-
Bilder seiner bedeutendsten Mitglieder beigegeben sind. Ministerpräsident Klagges macht Ausführungen über die Bernhard-Rust-Hochschule in Braunschweig, von der mehrere eindrucksvolle Aufnahmen gebracht werden. Unter dem Motto „Unbekanntes von einer bekannten Insel" sind originelle Aufnahmen von Helgoland zusammengestellt, denen sich ein lebendig gestalteter Bildbericht „Boot Ahoi" von der Reichs- Seesportschule der Marine-HI. anschließt.
— Aus der reichhaltigen Augustfolge von W e => stermanns Monatsheften verdient zunächst heroorgehoben zu werden die Würdigung des österreichischen Malers Herbert von Reyl-Hcmisch. Die beigegebenen farbigen Bilder lassen erkennen, daß hier eine starke Begabung von uns gegangen ist. Als ein Beitrag zur Kunst frühester Vergangenheit ist die Wiedergabe des berühmten „Goldschatzes von Pietroasa" anzusehen, der vor 100 Jahren durch einen Zufall gefunden wurde und dessen wechselvolle Geschichte Dr. Willy Krogmann erzählt. — Ein Beitrag von Dr. Hermann Dreyhaus erläutert an den Beispielen von Hamburg, Berlin und Wien geopolitische Zwangsläufigkeiten bei der Raumordnung in Stadt und Land. Fragen der Gegenwart werden berührt mit Beiträgen zum amerikanischen Philippinen-Problem von Dr. Johannes Stoye und zur Arbeit der rumänischen, wissenschaftlichen und sozialen Bewegung von Dr. G. A. Küppers (Sonnenberg). Die vielen farbigen Abbildungen vermitteln einen Eindruck von der rumänischen Buch-Illustration. Eine anschauliche Naturbetrachtung mit schönen Raupen- und Schmetterlingsbildern gibt der Aufsatz „Blumengäste und Blumenverwüster" von Prof. Dr. E. M. Hering. Der sommerliche Roman von Konrad Beste, Erzählungen, Betrachtungen und Bilder zu Kunst und Leben vervollständigen den reichen Inhalt dieses Heftes.
— Das neue Heft der „Siren e", der illustrierten Zeitschrift des Reichsluftschutzbundes, zeigt in einem großen Bildbericht interessante Flugzeuge der deutschen Luftwaffe und erzählt von der Art und den Aufgaben der einzelnen Flugzeuggattungen. Das Heft bringt außerdem Abbildungen von Amtsträgern des Reichsluftschutzbundes in einem Schwäl- mer Dorf, die alle ihre alten Volkstrachten tragen. Bildberichte erzählen vorn Gas- und Luftschutz in England und in Prag, von einem Flug über China, vorn Hochsommer in deutschen Landen. „Wir bauen einen Schutzraum" heißt diesmal die Fortsetzung der Artikelreihe „Unser Haus wird luftgeschlltzt".
Erkenntnis der Bedeutung dieser Arbeit der Arbeitsdienstmänner notwendig, zu wissen, daß eine große Fläche Landes, das an diesen Vorflutgraben angrenzt, völlig versauert ist. Zum größten Teil ist das Land als Wiese genutzt, da kaum etwas anderes darauf wachsen will. Und selbst das Gras, das von diesen Wiesen geerntet werden kann, will das Vieh nicht recht fressen, so daß es die Bauern verschiedentlich nur als Einstreu verwenden konnten. Die Ursache für diesen Uebelstand war darin zu sehen, daß ein Graben, der diese Fläche von vielen Hektar Größe durchzog, mit seiner Sohle nicht tief genug lag, so daß das Wasser nicht abfloß, die Drainagen, die zu diesem Graben führten, im nassen Erdreich versackten und be> weitem ihren Zweck nicht mehr erfüllten. So versauerte das Land immer mehr. Der bisherige Flutgraben wurde mehr und mehr zu einem kläglichen Rinnsal, dessen Ränder hohes Schilf säumte — charakteristisch für sumpfiges Land ...
Nun also ist der Arbeitsdienst dabei, grundlegend Wandel zu schaffen. Vielmehr: die Arbeit steht vor dem Abschluß! Der Flutgraben ist nahezu fertig. Kilometerweit, zum großen Teil schnurgerade, zieht sich der Graben durch die Landschaft. Durchschnittlich kommt seine Sohle bis zu 70 cm tiefer zu liegen, als die Sohle des Grabens, der bisher
selbst als Laie einen denkbar guten Eindruck gewinnen. Schnurgerade zieht sich der Graben durch die Wiese, tadellos sauber ist das Bachbett ausgearbeitet und zum Teil mit Holzstangen (insbesondere an den Stellen, an denen der Bach eine Kurve zeigt), im immer gleichen Winkel steigen die Ufer an. Es ist dem Graben anzusehen, daß er auch einer starken Beanspruchung gewachsen ist.
Die Bauern selbst, denen die Auswirkung des großen Arbeitsvorhabens zugute kommt, haben die Fortschritte mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und äußern oftmals ihre helle Freude über das sinnvolle Werl. Mit der bäuerlichen Bevölkerung verbindet die Arbeitsdienstmänner ein überaus herzliches Verhältnis. Kaum findet in Hattenrod, in Harbach, in Ettingshausen oder in Lindenstruth ein ländliches Fest statt, zu dem nicht die Arbeitsdienstkameraden eingeladen würden. Leider ist es ihnen infolge ihres Dienstes nicht immer möglich, dabei zu sein. Kürzlich ließ die Gemeinde Harbach d» jungen Kameraden einmal wissen, daß einige Fässer Bier bereitstünden — gerne wären die Arbeitsmänner dabei gewesen, aber der Dienst im Lager geht vor ...
Tag für Tag stehen die jungen Volksgenossen im Dienst an der Mutter Erde. Unbarmherzig brennt in diesen Tagen die Sonne hernieder. Weit und breit ist kein Baum und kein Strauch. Nur mit Stiefeln und der Arbeitshose bekleidet, stehen die Kameraden im Graben. Die Sonne hat sie alle tief- braun gbrannt. Trotz der harten Arbeit sind sie aber
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Gtrohwitwerzeit.
Offen gestanden: für einen Mann ist es zunächst ein Unglück, die Bürde des Strohwitwerdaseins für einige Zeit auf sich zu nehmen. Deine Frau will mit den Kleinen zu den Verwandten aufs Land. Ob du das Opfer bringen könntest, die paar Wochen allein zu bleiben? Du wirfst dich in die Brust: aber selbstverständlich, allemal, oder sollte man dich etwa für einen Rabenvater halten?
Nein, du bist kein Rabenvater, und deshalb winkst du frohbewegt mit dem Taschentuch, während der Zug langsam aus der Bahnhofshalle rollt. Der Anfang ist gemacht, dein Strohwitwertum hat begonnen, und beschwingten Schrittes gehst du vom Bahnsteig zum Wartesaal, um mit einem großen Hellen der Tatsache die erforderliche Ehre anzutun. Dabei wirst du zusehends munterer, die Lust zum Pläneschmieden kommt dich an: es ist doch eine prachtvolle Sache, so zu sitzen und Ueberlegungen anzustellen, ohne nach der Uhr schauen zu müssen. Ob man nicht gleich mal Freund Albert anrufen soll? Oder den Vetter Otto? Jedenfalls läßt sich für den Abend etwas unternehmen, denn der ist ein Narr, der die Feste nicht feiert, wie sie sollen.
Für die ersten Tage währt der Zustand der festlichen Freude. Es geht nichts über frohe Geselligkeit, und schließlich kann kein Mensch von dir verlangen, daß du abends in deiner Wohnung allein hocken bleibst, uni Trübsal zu blasen. Aber am Ende der ersten Woche erreicht dich ein mahnender Brief. Ob du auch genügend die Wohnung lüftest? Ob das Unkraut im Garten gejätet und im Wohnzimmer immer Staub gewischt wird? Nicht zu vergessen: Hänschen, der Kanarienvogel, braucht täglich frisches Wasser und Futter. Die Blumen auf der Fensterbank sind regelmäßig zu begießen, die Kakteen nur alle paar Tage, das fleißige Lieschen jedoch tagtäglich.
Erfreut bist du über diese Mahnungen nicht. Sie sind entschieden etwas unbequem. Aber sie lassen sich nicht so einfach beiseiteschieben, wie etwa das Bettenmachen oder das Geschirrabwaschen. Allerdings: Ganz so bequem, wie du es dir vorgestellt hast, ist es mit dem Strohwitwerdasein doch nicht.
werden will, oder ob es der Handarbeiter aus einem Jndustriewerk, der junge Handwerker ober kaufmännische Angestellte ist, jeher muß sich ber Schaufel auseinandersetzen, muß lernen, man den Spaten am besten in die Hand nimmt, man ihn führt. Rasch haben sie alle begriffen, ____ was es geht. In kurzer Zeit wurden sie an ihrer Baustelle zu vollwertigen Arbeitern, die den Hilfskräften, wie sie vielleicht der Bauunternehmer zur Verfügung hat, kaum nachstehen.
Das Erdreich wird also zunächst in Stufen aus- gehoben, und dann wird nach einem bestimmten Söinfel das vorgesehene Profil des Grabens her- gestellt. Immer wieder wird mit einem festen Winkel und der Wasserwaage nachgemessen, alle Unebenheiten werden beseitigt, so daß sich schließlich dem Auge saubere glatte Flächen barbieten, bie anschließend mit Rasenstücken befestigt werden..... .... v- „ ; - „£ x ,
Auf weite Strecken zeigt sich der neu geschaffene die eigene Arbeit kritisch überprüfend, die auch vor Graben in feiner endgültigen Form. Wer Gelegen- vielen anderen Augen einer Prüfung standhalten heit hat, die bisher geleistete Arbeit anzusehen, wird |muß und — standhalten kann.
Iu unseren Bildern:
Oben links: Arbeitsdienst bei der Meliv- rationsarbeit. Es wird genaue Arbeit geleistet. Noch Höhenfestpunkten wird die Tiefe der Sohle nachgemessen. Im Hintergrund das Dorf Hattenrod.
Oben rechts: Beim wohlverdienten Frühstück. Ausgehobene Rasenstücke bieten einen angenehmen Sitzplatz, lieber den Arbeitsmännern flattert ter Wimpel, ber jeben Morgen an bie Arbeitsstätte mitgenommen wird.
Neben st ehend: Bei ber Arbeit im Graben. Das Bild zeigt das endgültige Profil.
(Aufnahmen [3]: Neuner, Gießener Anzeiger.)
bestand und seinen Zweck io schlecht erfüllte Der Arbeitsdienst schafft dabei nach Plänen des Hessischen Kulturbauamtes Gießen, bie den Führern an die Hand gegeben sind, so daß sie durchaus selbständig arbeiten können
Nun wäre es ein Irrtum, zu glauben, daß es eine recht einfache Arbeit fei, einen solchen Flutgraben zu ziehen. Vielmehr ist erheblich mehr zu beachten, als der Laie vielleicht annehmen mag. Die Führer der Arbeitsdienstkameraden haben hier eine verantwortungsvolle Arbeit zu leisten, denn die aufgewandte Zeit und die Unkosten dürfen nicht vergeblich gewesen sein. Systematisch und in Stufen roiro das Erdreich abgehoben. In bestimmten und genau feftgelegten Abständen schaffen die Kameraden nebeneinander. Von jedem wird erwartet, daß er ein ganz bestimmtes Maß von Arbeit leistet. Da wird kein Unterschied gemacht. Jeder der jungen Kameraden, ob er nun Student an der Universität
mit weit ossengerissenen Augen auf den Baurn starren.
Arn Mittag kam er selbst und brachte mir Much und Eier. Die Knechte und Mädchen wären noch auf dem Felde, sagte er, um sich zu entschuldigen. Er war wie umgewandelt und lud mich schließlich ein, ihn doch mal abends gemütlich zu besuchen.
Am nächsten Morgen kam der Förster, grüßte über den Zaun, kam herein und blieb wie zufällig vor dem Baum stehen. „Saubere Arbeit!" sagte er. „Und in drei Minuten. Das können meine Waldarbeiter auch nicht besser." Wir plauschten noch eine Weile, und dann ging er hochbefriedigt, nachdem er mich zum Samstag in die „Sonne" eingeladen hatte. „Man muß sich doch ein bißchen kennen lernen, wenn man hier zusammen wohnen soll."
Natürlich war ich am Samstag in der „Sonne" und wir haben uns alle sehr cut kennengelernt. Der Schulze bestellte ein Hochzeitsgedicht für feine Tochter bei mir, das ich natürlich selbst aufsagen soll. Nachbar Fink bat mich, seinem Heini, der in der Schule nicht so recht voran will, doch mal gelegentlich auf die Finger zu gucken, und der Förster fand nach der sechsten Runde, daß „Federfuchser" ein sehr anständiger Beruf fei.
Und wenn ich am nächsten /Samstag erzählen werde, daß ich die Fichte in der Macht vorher schon zur Hälfte angefägt habe, werde ich bestimmt die Lacher auf meiner Seite haben
Und das ist das Beste, was einem unter Nachbarn geschehen kann.
Zeitschriften.
— Die „Jllustrirte Zeitung Leipzig" behandelt in ihrem Heft vom 5. August das neue Griechenland. In Bild und Wort wird gezeigt, was das griechische Volk seit der Umwälzung vom 4. August 1936 geschaffen und geleistet hat. Besonders hervorgehoben sind die Persönlichkeiten König Georgs II. und seines Ministerpräsidenten Metaxas, deren Wirken die Aufwärtsentwicklung des griechischen Staates in erster Linie zu danken ist. W. K. von Nohara zeigt uns an dem Beispiel des Bauernstandes, daß die Forderung „Schönheit der Arbeit" auch im japanischen Wirtschaftsleben zur Durchführung gelangt, lieber Bedeutung und Aufgabenbereich der Deutschen Akademie für Naturforschung in Halle unterrichtet ein anläßlich des 250. Jubiläums des Institutes veröffentlichter Artikel, dem die
Jeden Abend schmecken die Bratkartoffeln auch nicht gerade, und jeden Abend hat weder dein Freund Albert, noch dein Vetter Otto Zeit zum Ausgehen, was übrigens auch an Reiz einbüßt, wenn es häufiger geschieht.
Und siehe da: In der zweiten Woche sängst du an, die Tage zu zählen, die noch an der Rückkehr der Ausgeflogenen fehlen. Du findest den Zustand nicht mehr verlockend, wenn sich im Küchenschrank keine saubere Tasse mehr vorfindet und es überall egalweg nach angebrannter Milch riecht, von dem Kunterbunt im Schlafzimmer gar nicht zu reden. Weshalb du das Ende der hoffnungsvoll begonnenen Strohwitwerzeit mit einem Seufzer der Erleichterung hinnimmst und erst wieder ganz zufrieden bist, wenn der Betrieb deiner Häuslichkeit im altgewohnten Geleise verläuft. H. W. Sch.
Vornotizen.
Tageskalender für Donnerstag.
sagen: Verschwinde hier bloß wieder, mein „Sieber. Du verschandelst die ganze Gegend ... „Ja", sagte ich. „Post Erlege ich eine ganze Menge: ich lebe sozusagen von der Post." „Auch ein Leben", brummte Bauer Fink und ließ mich stehen. Dieses erste Zusammentreffen war nicht gerade sehr ermutigend. Auch der Förster, mein nächster Nachbar, hatte von mir gehört und sich, wie deutlich in seinen Augen stand, als er mich grüßte, schon ein ähnliches Urteil gebildet, wie Freund Fink Die Folge davon war, daß ich am Samstag in der „Sonne allein hinter meinem Bier sitzen mußte und ab und zu mit einem spöttischen Blick vom Tisch der Dorfhonoration bedacht wurde. Es war sehr ungemütlich, und ich verschwand bald, um Bauer Fink, dem Förster und ihren Freunden Gelegenheit zu geben, ihre Ansichten über den Schreiber und Federfuchser auszutauschen
Sonntag Nacht gab es einen heftigen 8ruh|ahrs- fturm, der auf meinem Grundstück eine stachlige Fichte lockerte. Sie lehnte sich gegen ihren Nachbarbaum. den sie wahrscheinlich, rmnn sie beim nächsten Sturm fiel, mitreißen würde. Der Baum mußte umgelegt werden. Als ich mir den Schaden besah, kam Bauer Fink mit Eggen auf feinen Weizen- schlag vor meinem Häuschen. Er erfaßte nut einem schnellen Blick die Situation. „Na, Herr Nachbar, der Baum muß weg. Lassen Sie sich mal em paar kräftige Männer kommen", sagte er und sonderte förmlich Schadenfreude ab. „Och, das mache ich morgen früh schon alleine" antwortete ich, so ge- B mk möglich. „5)ü!" fgte Sauerffmt und trieb feine Pferde an. Es lohnte sich ihm wahrscheinlich gar nicht über meine Anmaßung em Wort 3UMm Dienstag früh war ich fefjon früh auf d-n Beinen. Als ich meinen Nachbarn mit seinen Eggen auf das Feld einbiegen sah, kam uh mit Sage und Art aus dem Häuschen und machte mich gelaßen an die Arbeit. Bauer Fink sah, daß ..ch keine No iz von ihm nahm und schaute neugierig zu. Fröhlich vieisend zog ich die Säge durch 6en mächtigen Stamm Es dauerte nur ein paar Minuten, bann stund ich auf, schlug mit ein paar kra, Ligen Axt- hiPhen eine £erbe unb half mit einem eichten Tritt nach Rauschend und prasselnd legte sich die llebziaWge Fichte um. Als sei nichts Besonderes nahm ich mein Handwerkszeug und ver- nnh im fiaus Vom Fenster aus ah ich bann ' 'Len NachLn an Lein Zaum stehen und
Der neue Nachbar.
Don Walter Kasten.
Seit vierzehn lagen wohne ich in einem idylli- fdten Häuschen, das ich dem ehemaligen Sagbpach- ter abgemietet habe. Ich ^hl-mich fchon recht wohl, hier Das Rauschen bes Waldes, bie Yeiferen Schreie der Häher, der zisthende Warnungsrui der Eichhörnchen, der Lerchen,übet ist meinen Lyren vertraute Musik. Die bunte Schar ber Meisen uno
Ich N"ch cin<len,|ld Ä, u?S IÜ6> 6.» W.ilch ÄS» s'“ funben haben möchte.
Zuerst habe ich die
aber schließlich ist ^e letzte Hemmung^ mir das Heimischwerben zu v Sichtweite verwohne nämlich nicht allem hie . Minuten
streut, liegen einige Bauernhöfe £ peelen, zu enffert ein Dorf mit einigen hundert beeten, denen ich nun gehöre.
Es war nicht ganz hinweg, bis zu ben
trauifch, halb neugierigen Kl » nun leben
Menschen vorzudrmgen, mit denen bem
will. Unb bsi meinem nächsten Arbeit zu Bauer Fink hatte ich em schw f r. ging ich 3U leisten. Drei Tage nach meiner Ankunft ging ihm. Ob er mir Milch unb G«r «en fragte ich. „Ja", sagte er, "das im Jagdhaus Sie find doch wohl ber Neue, ■rfUCfJer?" Das wohnt, ber Schreiber, was, der Fede^ucy^ sollte ein Scherz stm, abe 3« Federfuchser" Verachtung zutage die er iur „Habe
hegte. ,,Jawohl" 'Suhrer fort rfne den
schon von Ihnen gehört , fuhr er ^^ren. „Der spöttisch überlegenen Ausdruck zu a Sonne" zu Briefträger sagte gestern abend m ver ^cke
mir: Na, Fink, Ihr seid I« letzt ne g ^iftfteüer da hinten. Jetzt habt Ihr sogar ™n Dörfer da. Der kriegt mehr Post, al me n^ b(.^e mld) zu ammen." Dann lachte als wollte er
•aus seinen hellen, kleinen Augen an,
Gloria-Palast, Seltersweg: „Unter Ausschluß bi Öffentlichkeit". — Deutsche Werkstoff-Ausstellung i Saale ber Liebigshöhe von 10 bis 20 Uhr.
An jedem Werktagmorgen schwingen sich in unserem Gießener Arbeitsdienstlager ,Lustus von Liebig" 45 Arbeitsmänner und 2 Führer auf ihre Fahrräder und machen sich auf den Weg zu ihrer Arbeitsstelle. Jeden Morgen fahren sie in ihrer fröhlichen und tatbereiten Gemeinschaft über Rödgen, Großen-Buseck unb Reiskirchen nach Hattenrob, stellen dort die Räder unter und begeben sich bann an ihre Arbeitsstelle, um sich mit ber Schaufel in der Hand an einem Werke zu betätigen, bas im letzten Sinne der Gemeinschaft unseres Volkes bient.
Seit April bes vorigen Jahres sind 45 Mann unseres Arbeitsdienstlagers mit einer großzügigen Meliorationsarbeit beschäftigt, die sich für die bäuerliche Bevölkerung der dortigen Landschaft insofern günstig auswirken wird, als ein verhältnismäßig großes Gebiet durch den Bau eines großen Vorflutgrabens entwässert werden und dadurch in seinem Werte gesteigert wird. Dieser Vorflutgraben, der gegenwärtig unter den Händen der Gießener Arbeitsdienstmänner entsteht, durchzieht eine flache Senke unweit von Hattenrod und bildet die Grenze zwischen den Gemarkungen von Hattenrod, Harbach, Ettingshausen, Lindenstruth und Saasen. Fünf Gemeinden also sind an diesem nutzbringenden Vorhaben interessiert.
Es ist zum besseren Verständnis und zur vollen


