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lieber 900 Kilometer hat der Bus in 14 Stunden überwunden, das Sandmeer liegt hinter uns, mir sind im ehemalsgelobten Land", das zwischen Euphrat und Tigris liegt, angelangt. Die Luft beginnt nach Oel und Teer zu riechen, Autos begegnen uns in größerer Zahl, und dann wieder ein Stück weiter blinkt in der Morgensonne der Euphrat, an dessen Ufern herrliche Palmenhaine und hohes Grün wachsen. Arbeitsame Siedler be­stellen die Felder, Kamele stillen ihren Durst in den Wasserzügen hier ist wieder Leben. Langsam nähern wir uns dem Ziel, die goldenen Kuppeln und Minaretts der Kasimehn-Mofchee blinken in der Morgensonne. Die Bagdad-Bahn kreuzt unseren Weg, wir sehen die Ufer des Tigris, ein großes Häusermeer: Iraks Hauptstadt Bagdad.

Wohin mit den alten Spielsachen?

NSG. Vom 4. bis 11. Dezember wird im Gau Hessen-Nassau eine Spielzeugsammlung durchgeführt. Jungmädel des BDM. gehen von Tür zu Tür, um überall nachzufragen, ob Spielsachen vorhanden sind, die noch anderen Kindern Freude bereiten können. In vielen Familien wird es so fein, daß die Heran­wachsenden Kinder ihre Spielsachen nicht mehr mögen oder sie einen Teil nicht mehr benutzen, weil sie mit ganzer Liebe an neuen Geschenken hängen. Alle Hausfrauen werden deshalb gebeten, alsbald das Spielzeug ihrer Kinder nachzusehen und in den Kammern zu kramen, wo ein großer Teil unbenutz­ter Spielsachen in vergessenen Ecken herumsteht. Man muß sich auch einmal von alten Sachen trennen können, wenn man damit anderen Kindern Freude machen kann, deren Eltern nicht in der Lage sind, für das Weihnachtsfest Spielsachen zu kaufen.

den Weideplätzen das einzige, was sie suchen. Aber auch einmal im Jahr kommt für die Beduinen Oie gute Zeit, das ist der Winter, wenn der Himmel seine Schleusen öffnet und rauschende Wasser, die vom Sturmwind getrieben werden auf dse ausgetrocknete Lehmwüste fallen. Dann wird die Wüste, die im Gegensatz zur nordafrikanischen aus Lehm besteht, fast grün, und dann beginnt die gesegnete Zeit für die Beduinen.

Kleine Steinhaufen sind die einzige Markie­rung des Weges, der feit Jahrhunderten die kür­zeste Verbindung zwischen dem Mittelmeer und Mesopotamien, dem heutigen Irak, ist. Die Beduinen wandern nach dem Stand der Sonne, die modernen Chauffeure fahren nach dem Kompaß. Ein wunder­barer Sonnenuntergang verwandelt die von der Hitze flimmernde Wüste wie in ein Meer von Blut. Dann ist es ganz plötzlich Nacht. Die Temperaturen sinken schnell, vom Sonnenuntergang bis Mitter­nacht sinkt das Thermometer um 28 Grad. Und um diese Zeit langen wir bei dem ersten irakischen Grenzposten in Rutba an. Auch Rutba ist eine kleine Festung, die Grenzmarkierung besteht hier überraschenderweise aus schweren Drahtverhauen, wie wir sie vom Krieg her noch kennen. Der Durch­gang, den die Wagen passieren müssen, wird durch spanische Reiter gedeckt. Der Grenzposten ist stark ausgebaut, auch hier starren Schießscharten nach allen Himmelsrichtungen. Der einzige Eingang, der in einen geräumigen, großen Jnnenhof führt, in dem verschiedene Automobile parken, wird durch ein eisernes Tor gesichert. Ein Unterkunftshaus mit Wasch- und Baderäumen, Speise- und Schlafzim­mern und so etwas ähnliches wie eine Bar ist auch vorhanden.

Doch welche Preise! Ein Glas Bier 1 Mark

Zitronenlimonade das gleiche, 1 Glas Wasser 50 Pfennig. In ähnlicher Weise bewegen sich auch die Preise für etwas Eßbares. Ueberrafchend teuer, aber erklärlich, wenn man bedenkt, unter wieviel Mühen dieser Schutz- und Halteplatz in der Wüste uufgebaut wurde. Jedes Stück Holz und jeder Zie­gelstein, alles mußte hunderte Kilometer weit her­angeschleppt werden, um diese künstliche Oase zu schaffen, die nicht nur für zivile, sondern vor allen Dingen auch für militärische Zwecke errichtet wurde. Sie besitzt eine Funkstation, Tankstelle, einen Not­landeplatz für Flugzeuge, und eine direkte Tele- vhonverbindung mit Bagdad. Rutba ist gleichzeitig die Ueberwachungsstelle für einzelne Wüstendurch­querer. In einem Schuppen stehen, unsichtbar für neugierige Beobachter, einige schnelle, mit MG.s be­waffnete Panzerwagen der Wüstenpolizei zum Schutz für die Reisenden und zu Hilfeleistungen für in Not Geratene, und vor allen Dingen zur Be­kämpfung des Schmuggels.

Eine Stunde dauert hier der Aufenthalt, die Chauffeure werden gewechselt, frisches Wasser wird getankt, die Reifen geprüft, und dann sucht jeder wieder seinen Platz auf und versucht so gut zu schlafen, wie er kann. Die 20 Grad im Wagen- innern werden empfindlichkühl". Man hüllt sich in Wolldecken und läßt sich die Temperatur ein bißchen hoher schrauben, ein Druck auf einen Knopf genügt, und schon ist angenehmere Wärme hervorgezaubert. Am nächsten Morgen zeigt die Wüste ein anderes Gesicht, man sieht schon ein paar Palmen und Sträucher, Wasserkanäle durch­ziehen schachbrettartig den Wüstenboden, und Rauch­säulen aus einzelnen Lehmdörfern steigen gen Him­mel. Und plötzlich rollt der Wagen stoßfrei auf einer asphaltierten Straße.

sitzungen eingesetzt zu werden. Der Dienst ist sehr hart. Wochenlang müssen sie Tag und Nacht auf dem Posten fein in der unmenschlichen Hitze. Und wenn sie mal Urlaub haben, dann gehen sie bis nach Damaskus, in irgendeiner Tanzbar, die mit euro­päischen Mädchen bevölkert ist, findet man sie dann wieder. Die Paßkontrolle ist nach kurzer Zeit er­ledigt, die Fußsohlen fangen auf dem glühend heißen Sand an zu brennen. Da ist man wirklich froh, daß man nicht auf dem Rücken eines Kamels Die weite Reise hat antreten müssen.

Stunden und Stunden, ohne den geringsten Auf­enthalt, saust der Wüsten-Bus mit 70 Kilometer Stun­dengeschwindigkeit dahin. Immer nur wieder Sand, Sand und Staub. Ab und zu begegnen wir einer Kamelkarawane oder einem einzelnen Reiter, und dann fragt man sich immer nur wieder: wo kommt er her, wo will er hin in dieser unendlichen Ein­samkeit. In der Ferne, unweit der Karawanen­straße, schimmern schwarze Zelt, das sind die typi­schen Lager der Beduinen, die mit Vieh und Frauen und Kindern ihr Lebenlang auf Wander­schaft sind, immer auf der Suche nach Weideplätzen und nach Wasser. Tausende Beduinen bevölkern diese unendliche Wüste, sie haben keinen festen Wohnsitz und kein Stückchen Erde, das sie ihr Eigen nennen. Nach ihrer Meinung gehört ihnen das ganze Land. Sie kennen keine politischen Grenzen und kein ge­schriebenes Gesetz, sie kennen nur die Gesetze ihres eigenen schweremLebens. Kämpfe werden manchmal unter den nomadisierenden Stämmen um Wasser­löcher oder Weideplätze ausgetragen. Aber all diese Kämpfe haben nichts mit Politik oder staatlichen Gegensätzen zu tun, davon wissen die Beduinen nichts. Sie sind Beduinen, ihnen gehört die Wüste, und das notwendige Wasser zum Leben ist neben

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Lang-Göns, Gummersbach, Köln, Kirch-Göns, Hausenbühl, den 3. Dez. 1937

Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. Dezember, nachmittags 1.30 Uhr statt

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Kinzenbach, den 2 Dezember 1937.

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Heuchelheim, Gießen, Vetzberg, 3. Dezember 1937.

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Heute nacht entschlief sanft nach kurzem Kranken­lager unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Groß­mutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Die Trauerfeier findet am Montag, dem 6. Dezember, nachmittags 1.30 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofs in Gießen statt

Heute entschlief in dem Herrn nach kurzer Krankheit unser lieber Vater, Großvater, Urgroßvater und Onkel

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In tiefer Trauer: Familie Heinrich Kiefer Familie Karl Kiefer Familie Konrad Müller Familie Karl Wieland Familie Paul Spies

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren innigsten Dank.

Im Namen der Hinterbliebenen:

Frau E. Währum,

Gießen, den 4. Dezember 1937.

Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 5.Dezember, nachm. 2X[% Uhr vom Trauerhause, Gießener Str. 1, aus statt.

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Frau Elisabethe Schmidt geb. Kröck im 74. Lebensjahre.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Familie Wilhelm Schmidt Familie Karl Mühlig Wwe.

Familie Heinrich Weber V. Familie Theodor Römer.

Bekanntmachung.

Das Städtische Wohlfahrtsamt ist vom 6. Dezember 1937 bis auf weiteres Dienstag und Donnerstag für den Verkehr mit dem Publikum geschlossen. Für dringende Fälle steht die Auskunftsstelle im Stadt­haus, Lonystraße 2, zur Verfügung. 7959C

Gießen, den 30. November 1937.

__Der Oberbürgermeister: RiHer.

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Montag, den 6. Dezember 1937, verkaufe ich im Neuenweg Nr. 28, Eingang durch den Hof: 60i4d

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Todesanzeige.

Heute morgen entschlief unser lieber Bruder, Schwager und Onkel

August Müller

im 81. Lebensjahre.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Paul Müller Hugo Müller Lina Niebling, geb. Müller

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Morgen Sonntag zeige ich in meinen Schaufenstern efljtc OrienhCeppi dbc und delle deutsche martavCeppidtje

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