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Der Wettkampf ist die erste große weithin sicht­bare Gemeinschaftsarbeit zwischen Hitler-Jugend und Deutschem Reichsbund für Leibesübungen. Die einfach st en Grundlagen für Leicht­athletik in Lauf, Sprung und Wurf sind zu er­füllen, wobei jene Jugendlichen, die eine bestimmte Punktzahl (180) erreicht haben, besonders ausge­zeichnet werden und eine Siegernadel erhalten. Sie kämpfen aber nicht für sich, sondern für die Mann­schaft dadurch, daß die Leistungen innerhalb einer Mannschaft zu Mannschaftsleistungen zusammenge­faßt werden, die zur Ermittlung der besten Gefolg­schaft und Fähnleinmannschaft führen. Sie erhält eine Ehrenurkunde des Führers und Reichskanzlers.

Die Bedeutung des Reichssportwettkampfes der HI. liegt darin, daß sowohl eine Grundschulung aller Jugendlichen als auch eine Forderung der Be­gabten gewährleistet wird. Seinen tieferen Sinn er­hellt die Tatsache der zu Tage tretenden Leistungs­steigerung und die weiteren Wettkämpfen erfolgende Auslese der besten Einzelsieger und Mannschaften, die für die Weltgeltung des deutschen Sportes maß­gebend werden können. Es kämpfen auf den Bann- und Jungbannsportfesten die ermittelten Sieger­mannschaften der Gefolgschaften und Fähnlein um den ersten Platz innerhalb des Bannes und Jung­bannes. Die besten Mannschaften der Banne und Jungbanne ringen dann auf dem Gebietssportfest um die Teilnahmeberechtigung an den National­sozialistischen Kampfspielen' in Nürnberg, an denen sich in diesem Jahre die HI. zum ersten Male in große Maße beteiligt. Hier findet der Reichsent­scheid des Sportwettkampfes unter den 25 besten Gefolgschafts- und Fähnleinmannschaften statt. Die siegende Mannschaft wird vom Reichsjugendführer deut Führer vorgestellt.

Gruppen- und Dolksschießen des Schühenvereins Gießen.

Der Schützenoerein Gießen veranstaltet am kom­menden Sonntag auf seinen Ständen ein Gruppen- und Volksschießen, das die Schützen unserer engen

Heimat zahlreich vereinigen wird. Zu den Mann­schaftsschießen im Kleinkaliber- und Wehrmann­schießen sind viele Meldungen eingegangen. Nicht weniger als 40 Mannschaften werden zum Kampf um die Preise antreten. Für das Volksschießen sind über 30 Ehrenpreise vorhanden. In Verbindung mit dem Volks- und Gruppenschießen wird auch ein Städtewettkampf im Wehrmannschießen ausgetra- gen. Die Mannschaft, die unsere Stadt vertritt, setzt sich aus sechs Schützen des Schützenvereins und je zwei Schützen der Schützengesellschaft und des Post- Sportvereins zusammen. Der Städtewettkampf wird als ein Fernwettkampf bestritten, an dem sich viele deutsche Städte beteiligen. Für Zuschauer ist die Möglichkeit gegeben, die Kämpfe zu verfolgen.

Handball-Blitzturnier in Gießen.

Die Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes für Leibesübungen, Fachamt Handball, führt am kom­menden Sonntag auf dem Sportplatz der Univer­sität ein Handball-Blitz-Turnier durch. Dieses erste Turnier wird für die Ortsgruppe eine ständige Ein­richtung werden. Anschließend an das Gießener Hallen-Handball-Turnier wird jährlich das Fachamt Handball der Ortsgruppe Gießen mit einem Blitz- Turnier in Erscheinung treten. Teilnahmeberechtigt an diesen Turnieren sind nur die Vereine der Orts­gruppe; somit ist durch diese Veranstaltung für die Gießener Handballer in jedem Jahre eine Lei­stungsprüfung geschaffen. Gespielt wird in drei Gruppen. Der Sieger jeder Gruppe erhält einen schönen Wanderpreis.

Aufstiegspiele zur Bezirkskiaffe.

Niedergirmes Offenbach. Skeindorf Heuchelheim.

Bei dem Vorspiel in Offenbach mußten die Nie- dergirmeser eine knappe Niederlage einstecken. Dies­mal dürften die Offenbacher das Nachsehen haben.

Die Heuchelheimer fahren nach Steindorf und haben keine Aussichten, das Spiel für sich zu ent­scheiden.

Turn- und Sportgemeinde Rodheim o. d. Bieber.

Rodheim I Wommelshausen I 4:0.

Die Gäste aus dem Hinterland erwiesen sich als eine kampfkräftige Mannschaft, die den Einheimi­schen eine gleichwertige Partie lieferten. Trotz der drückenden Hitze begann das Spiel mit beidersei­tigen forschen Angriffen. Bei verteiltem Feldspiel konnte Rodheim kürz vor Halbzeit den Führungs­treffer erzielen. Die zweite Halbzeit begann viel­versprechend für die Gäste, denn sie konnten die Einheimischen zeitweise in die Verteidigung einschnü­ren. Jedoch war der Rodheimer Hüter allen Situa­tionen gewachsen. Allmählich zeigte es sich, daß die Gäste sich verausgabt hatten und Rodheim konnte noch drei Tore erzielen, während den Gästen selbst das verdiente Ehrentor versagt blieb.

Fünf Auto-Un on-LZagen beim Eifel-Bennen.

Wie Mercedes-Benz setzt auch die Auto-Union am 13. Juni fünf Rennwagen im Eifelrennen ein. Der Vorjahrssieger Bernd Rosemeyer, der Zweite des Avusrennens Ernst von D e l i u s , Rudolf Hasse, Luigi F a g i o l i und H. P. M ü l- l e r werden die Fahrzeuge steuern. Das ist mit einer Ausnahme das gleiche Aufgebot wie in Tripolis, nur daß für den in Südamerika weilenden Hans Stuck der deutsche Motorradmeister Müller startet, der dabei zum erstenmal im Rennwagen sitzt, nachdem er im vergangenen Jahre noch mit der Halbliter-Maschine der Auto-Union-DKW. in der Eifel Sieger geworden war.

Auch bei den Krafträdern ist Auto-Union-DKW. ausgezeichnet vertreten. In der 250er-Klasse er­scheinen Walfried Winkler und Petruschke zum Kampf, Mansfeld, Bodmer und Herz starten in der Halbliterklasse und bei den Seitenwagen sind Braun (600 Kubikzentimeter) und der Vorjahrssieger Kahr­

mann sowie Schumann in der großen Klasse ver« treten.

Kurze Sportnotizen.

Bei der Mannheimer Regatta am 12. und 13. Juni werden in 29 Rennen 127 Boote mit 525 Ruderern aus 44 Vereinen am Start erscheinen. Durch die Teilnahme der Schweizer Mannschaften Graßhoppers, FC. und Aoiron Romand Zürich und des EN. du Rhin Straßburg erhält die Regatta internationale Bedeutung.

Der Reichssportführer hat an Henner Henkel, den Tennissieger von Paris, ein Telegramm gerichtet und ihm Anerkennung und Gratulatton ausgesprochen.

Ungarische Handballer werden demnächst Deutschland bereisen. Zunächst macht sich der Lan­desmeister UTE. Budapest auf den Weg, um in Breslau und Görlitz am 26. und 27. Juni Freund­schaftsspiele auszutragen.

Zuchthaus undSicherungöverwahrung für einen rückfälligen Betrüger.

Lpd. F r a n k f u r t a. M., 3. Juni. Der 29jährige Gustav Dornberger hat schon häufig die Ge­richte beschäftigt. Zuletzt verbüßte er eine dreijäh­rige Freiheitsstrafe. Im Oktober kam er aus der Strafanstalt und mietete sich ein Zimmer. Als er die Miete zahlen sollte, tat er so, als habe er einen Zwanzigmarkschein und ließ sich von der Frau 11,30 Mark herausgeben. Er strich das Geld ein und behauptete, den Schein vergessen zu haben, er werde ihn holen. D. kam nicht wieder. Verschie­dene Leute betrog er um Geldbeträge, für die er ihnen Fahrräder oder Radioapparate besorgen wollte. Ferner verlegte er sich aus Fahrrad- d i e b st ä h l e. Wegen Rückfallbetrugs in elf und Rückfalldiebstahls in sieben Fällen wurde V. von der Großen Strafkammer zu fünf Jahren Zuchthaus, 110 Mark Geldstrafe, zehn Jahren Ehrverlust und Sicherungsverwahrung verurteilt.

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Ohrschwindel: Schwindelanfälle, die durch eine Erkrankung des inneren Ohres entstehen, in dem sich das Organ für Eleichgewichts- empfindung befindet.

Ohrwurm, braunes Insekt, das seinen Namen zu Unrecht trägt, denn es ist nicht seine Eigenart, in Ohren zu kriechen. Oljrwür- mer sind aber Schädlinge für Blüten, Früchte und Blumen­kohl. Man fängt sie, indem man feuchte Lappen auslegt, in denen sie sich sammeln.

Okarina, von ital. Eans, seines einem Eänserumpf ähnelndem Aussehens wegen so bezeichnetes Blasinstrument aus Ton, mit mehreren Löchern. Die Okarina ist ein leicht erlernbares Instru­ment.

Okkultismus, lat., Eeheimlehre, die meist unwissenschaftliche Be­schäftigung mit ungewiflen, viel­fach bestrittenen seelischen Vor­gängen.

Oktober hat seinen Namen der Achte" nach dem altrömischen Kalender, in dem er an achter Stelle stand. Der alte deutsche

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Heugras-Versteigerung.

Die für Donnerstag, den 3. Juni, angesetzte Heu- grasverfieigerung der fiskalischen Wiesen wurde nicht abgehalten und sindet am Samstag, dem 5. Juni, vormittags 9 Uhr, in der Wirtschaft des Georg Sommer 6. in Watzenborn statt. Es kommen zum Ausgebot das Heugras der Schäfer-, Unterwald- und Klosterwiese sowie 6 Lose des Grasgartengelän­des am Foriihaus Baumgarten.,Zur Versteigerung sind auch Pächter fiskalischer Wiesen zugelassen.

Gleichzeitig kommt noch Holz aus nicht einge­lösten Abfuhrscheinen zur Versteigerung.

Gießen, den 3. Juni 1937. 3871d

Forstamt Schiffenberg. Nicolaus.

Name ist Weinmonat oder Eilb- hart.

Okulieren, Veredlungsmethode, die besonders bei Rosen ange­wendet wird. In einen I-för­migen Rindenschnitt der Wild­pflanze wird das Edelauge, d. h. die Knospe mit einem Rinden­schild eingeschoben und mit feuch­tem Bastfaden luftdicht verbun­den. Im Mai-Juni aufs trei­bende und August-September aufs schlafende Auge ausführen. Okzident, lat., der Westen und auch das Abendland, d. h. Eu­ropa.

Olaf, männl. Vorname germ. Herkunft mit der Bedeutung Kind Gottes".

Oleander, Kübelpflanze, die nur im Sommer im Freien und dann in der Sonne stehen kann. 3m Winter hell und frostfrei stellen. O. wird aus Stecklingen heran- aezogen, die in Flaschen mit Was­ser gesteckt, sich bewurzeln. Zum Blühen braucht O. Licht, Wärme und Feuchtigkeit.

Oleum, lat., Bezeichnung für rau­chende Schwefelsäure.

Olga, weibl. Vorname, rusiische Form des germanischen Helga, die Hehre.

Oliven, grüne, bittere Früchte des Ölbaumes, die gewöhnlich in Salzwasier eingelegt, gehan­delt werden. Man verwendet sie nach Entfernung der Kerne zu pikanten Tunken und Vorspei­sen, aber auch zu Cocktails.

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