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Donnerstag, 4. Marz 1957
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Nr.55 Drittes Blatt
(Nachdruck verboten.)
19. Fortsetzung.
unverständlich?
Er grübelte und grübelte, versuchte den Ursachen nachzuspüren, durch die das Diadem in die kleine deutsche Stadt gekommen, aber er lief in die Irre,
umschmeichelten ihn die zarten Rauch- und die Wölkchen nahmen allerlei For- zerteilten sich, fanden sich wieder zu- Bildete sich nicht ein schmales feines
früh. Ich war damals erst ein paar Jahre verheiratet."
Günther Grevenstein nickte: „Wirklich, deine Eltern müssen interessante Menschen gewesen sein." Er schob eine kleine Pause ein. „Und welch kostbaren Schmuck deine Mutter trägt!"
Der Graf erwiderte nach einem kleinen Seufzer: „Das Halsband verkaufte ich nach dem Tode meiner Eltern, aber das Diadem hatte meine Mutter schon meinem Sohn vermacht, als er noch in der Wiege lag. Ich weiß nicht, was daraus geworden ist. Ich gab es ihm, nachdem er mündig geworden. Es fand sich nicht unter seinem Nachlaß."
Er brach kurz ab, wie er das Thema von seinem Sohn stets kurz abzubrechen pflegte.
Günther Grenvenstein starrte wie hypnotisiert auf das Diadem und suchte krampfhaft nach Erklärungen, wie das Schmuckstück nach Deutschland gekommen sein konnte, wo es ein abenteuerlustiges Komteßchen verlor, als es sich von ihm küssen ließ.
„Komm mit in mein Arbeitszimmer, Francois. Dort zeige ich dir die Bilder der Großeltern." Günther Grevenstein folgte wohl, aber er sah von den Bildern weiter nichts, als daß auch die Großmutter das Halsband aus Brillanten und Saphiren trug, ebenso das Diadem.
Er wollte sich einreden, eine große Aehnlichkeit täusche ihn, denn es war doch möglich, daß es ähnliche Schmucksachen gab, aber er wußte mit Bestimmtheit, das Diadems das er sorgfältig in einem Geheimfach eines Köfferchens barg, war dasselbe, das die Maler auf den Bildern festgehalten. Er betrachtete schließlich noch das Bild der schönen Urgroßmutter und fand auch auf ihrem braunlockigen, etwas kapriziösen Köpfchen das ihm so bekannte Diadem.
Er war schon ganz wirr von den vielen Gedanken, die auf ihn zuflatterten wie Vogelschwärme, bewahrte aber äußerlich Ruhe. Er bewunderte das Gemälde laut und lebhaft und war auch später sehr beredt, doch atmete er auf, als er sich nach dem Abendessen endlich zurückziehen konnte. Er hatte behauptet, sehr müde von der Reise zu sein.
In seinem Schlafzimmer riegelte er sich ein, verstopfte die Schüssellöcher und entnahm dem Handkoffer mit dem Geheimfach das Diadem, das wohl inzwischen den dritten Teil seiner Juwelen und einige Perlen hatte hergeben müssen.
Er hatte sich charakteristische Einzelheiten des gemalten Diadems gemerkt, ein paar sternförmige Ziselierungen auf dem Goldreif, und er fand sie auf seinem Diadem ebenfalls. Es blieb ihm kein Zweifel mehr, er besaß das Diqdem, das früher den Gräfinnen Rethel gehört, und er kaufte sich damit deren Namen. War das nicht verrückt und
Wohlig Wölkchen, men an, sammen. Köpfchen,
Er legte das Schmuckstück wieder sorgfältig an seinen Platz zurück und begann von neuem an dem Rätsel herumzuraten. Sonderbar war alles und sehr schleierhaft. Die blonde Komtesse schien gar keinen Wert auf das Diadem zu legen, sie hatte getan, als wäre es ein unbedeutendes falsches Stück, und der Graf erklärte nur kurz, das Diadem, das die Gräfinnen Rethel getragen, hätte seinem Sohne gehört, und er wüßte nicht, was daraus geworden.
Immer von neuem schlug er sich mit den Gedanken herum, kombinierte und verwarf wieder, wurde schließlich mißmutig, fragte sich ärgerlich, was ihn das alles eigentlich anginge. Er befaß das Diadem, und für ihn hatte sich ja nichts geändert. Er konnte dem Grafen doch sowieso nicht das schon teilweise geplünderte Schmuckstück bringen und dazu sagen: Sieh nur, das habe ich als Bund unterschlagen und von den Steinen hier die ganze Herrlichkeit bezahlt. Er verzog spöttisch den Mund. Er benahm sich geradezu lächerlich, denn jedes Nachdenken über diese Sache war höchst überflüssig. Er sollte zufrieden sein, daß ihm die schönen Steine, die Perlen gehörten und sich seines Schicksals freuen, das es so gut mit ihm meinte.
Er lag auf der Chaiselongue, rauchte eine englische Zigarette und malte sich aus, daß er, sobald er den Grafentitel besäße, auf die Brautschau gehen würde. Eine reiche, sehr reiche Frau würde er sich aussuchen, seine Zukunft völlig sichern. Die drei steifen Finger an seiner Linken konnten ihm die neue Karriere, die er machen wollte, bestimmt nicht verderben.
schmalen, geraden Stirn?
Er atmete tief, dachte an Küsse auf einen weichen jungen Mund und verspürte brennende Sehnsucht danach.
„Dich hätte ich liebgehabt wie keine im Leben!" sagte er leise und lauschte dem Klang der Worte nach.
14.
Am nächsten Tag betrachtete Grevenstein die Bilder, die ihn gestern so erschreckt, mit der größten Ruhe; er holte mittags den Grafen ab in seinem eleganten Auto. Abends waren beide bei dem Anwalt Dinet eingeladen, und der versicherte: „Mitte Oktober ist der ganze Formelkram der Adoption endlich erledigt, dann ist alles in schönster Ordnung."
Man stieß darauf an, und der Anwalt nannte Günther Grevenstein schon „Herr Graf". Lächelte: „Damit ich mich später nicht verspreche, will ich beizeiten anfangen zu üben."
Günther Grevenstein trank ihm zu.
Am folgenden Abend war man beim Grafen
Das Mädchen mit dem Silberhaar Roman von Anny von panhuys.
Ciboure, dem alten Freunde des Grafen Rethel, eisigeladen. Es waren zehn Gäste dort, auch eine junge Amerikanerin war dabei. Sehr hübsch, sehr selbstbewußt, sehr reich und verwandtenlos. Graf Ciboure nahm seinen alten Freund beiseite.
„Da sollte sich dein, na, sagen wir schon jetzt .Adoptivsohn^ heranmachen, das wäre eine Partie für ihn. Mabel Jonson sucht einen Mann wie ihn, erzählte sie uns ganz ungeniert, und sie ist jetzt in Europa auf der Suche danach. Meine Frau hat sie zufällig im Louvre kennengelernt und fand sie sehr drollig, freundete sich raschestens mit ihr an."
Miß Jonson schien an Günther Grevenstein besonderen Gefallen zu finden. Sie sagte zu ihm in ihrem schnellen, aber sehr willkürlichen Französisch: „Sie sind der Sohn von der alte weißhaarige Graf, nicht wahr? Natürlich, Sie haben dieselbe Gesicht und Augen."
Er lächelte: „Graf Rethel ist nicht mein Vater, aber er wird in einigen Wochen mein Adoptivvater sein, dann erhalte ich seinen Namen."
Sie nickte. „Sehr gute Idee bei solche Aehnlichkeit." Es schien ihr ausnehmend zu gefallen.
Sie meinte: „Ich bin gekommen nach Europa, um meinen zukünftigen Gatten kennenzulernen. Ich sein in Deutschland und in England gewesen, jetzt will ich hier eine Weilchen leben." Sie blickte ihn abschätzend an, sprach dann weiter: „Groß muß er sein und dunkel, und einen Bart wie Sie sollen er auch haben."
Er lächelte heimlich. Diese Miß Jonson war wirklich herzerquickend deutlich. Viel deutlicher konnte sie kaum noch werden. Aber sie war zugleich amüsant und vor allem sehr apart. Sie hatte ein kleines Gesicht mit pikanten Zügen und blauen schmalen Augen wie kalte Steine. Ihr hellbraunes Haar hatte, von leichter Hennabehandlung, einen rötlichen Schimmer und war sehr kleidsam geschnitten und gewellt. Ein bißchen gepudert und zurechtgemacht war sie auch, aber zugleich sehr raffiniert.
Ihr Abendkleid war aus hautfarbener matter Seide. Perlen hingen um ihren Hals, pendelten träumerisch in ihren Ohren. Mabel Jonson gefiel ihm immer besser, und er dachte, vielleicht war sie die Frau, die er brauchte, die Frau mit den großen Reichtümern. «MßWI
Sie schwatzte wie ein Wasserfall. „Pa hat in Chikago sein Geld gemacht. Mit Corned beef en gros. Es war nicht eine amüsante saubere Arbeit, glauben Sie mir. Er hat schrecklich fleißig sein müssen, und als er die Millionen hatte und ausruhen wollte, ist er umgefallen und war tot." Sie zuckte die Achseln. „Arme, arme Pa, er hatte keine Freude mehr von seine viele Geld! Ich habe zwei Jahre gewartet und bin dann nach Europa, wo es mir gefällt, besser als drüben." Sie blitzte ihn mit ihren kühlen Augen an.
„Wollen Sie morgen mit mir nach Versailles fahren?" (Fortsetzung folgt.)
, , z . glänzten nicht große graue Augen auf, schimmerte nicht seltenes blondes Haar über einer
Der Graf betrachtete ihn etwas nachdenklich, meinte zufrieden: „Der Spitzbart steht dir famos, ganz anders als vorher siehst du aus! Es fällt mir jetzt erst so recht auf."
Sie tranken Tee, den der Diener gebracht. Gunther Grevenstein erzählte von seiner Reise, und schließlich sagte der Graf: „Nun mußt du dir aber gleich die Familienbilder ansehen, die ich beim Grafen Ciboure einstweilen untergebracht hatte. Mußt dir vor allem meinen Vater und meine Mutter ansehen. Große Porträts sind's, lieber Junge."
Günther ließ sich in das Wohnzimmer führen. Ein saalartiger Raum war es mit alten Schränken und Truhen. Da hingen an der einen Längsseite zwei mächtige, sehr dekorativ wirkende Gemälde in pompösen Altgoldrahmen und beherrschten mit lebensgroß gemalten Personen ihre ganze Umgebung.
Interessiert trat Günther Grevenstein näher, das volle Licht des Kronleuchters, den der Graf angedreht, tauchte alles in blendende Helle. Der Vater des Grafen sah diesem sehr ähnlich, nur trug er einen langen Schnurrbart. Er war in Uniform gemalt mit vielen Orden. Grevensteins Blick glitt nach kurzer Bettachtung zu dem anderen Bild hinüber — zu der Frau.
Dunkelhaarig und dunkeläugig war sie. Hochmut lag um den etwas kleinen Mund. Sie hatte ein Kleid von gelber Seide an, reich mit Perlen geschmückt, und um den Hals funkelten Saphire und Brillanten. Auf dem leicht gelockten Haar aber lag ein Diadem, das ebenfalls aus Saphiren und Brillanten gebildet war, und dem schimmernde Perlen als Randabschluß dienten.
Wie ein Ruck ging es durch Grevensteins Körper Er begriff nichts, gar nichts von dem Befremdenden, was er sah, aber er war seiner Sache vollkommen sicher. Das Diadem, das die Mutter des Grafen auf dem Bilde trug, war dasselbe, das er sich auf dem Maskenball in der kleinen deutschen Stadt angeeignet, war dasselbe, dem er sein jetziges gutes Leben verdankte.
Er empfand ungeheure Bestürzung, fühlte, wie ihm das Blut in das Gesicht schoß und seine Fuße sich, wie gelähmt, nicht von der Stelle zu bewegen vermochten.
Der Graf faßte das Schweigen des Jüngeren
Nicht^wahr, meine Eltern wirken? Zwei inter- utuqu^ ui essante Menschen waren es, aber sie starben zu «er fand sich nicht zurecht.
Aus der Provinzialhauptstadt.
Die Zeichnung beginnt.
Am heutigen 4. März beginnt die öffentliche Zeichnung der neuen 4V2 prozentigenReichs- anleihe von 500 Millionen Mark. Die Frist läuft am 1 4. M ä r z ab. Die Schalterbeamten der Reichsbank und ihrer Nebenstellen, der Großbanken und ihrer Filialen, der Privatbankinstitute, der Spar- und Darlehenskassen werden bereitstehen, um die Zeichnungsanträge entgegenzunehmen. Und wieder werden, wie bei den früheren Anleihen, die Männer und Frauen aus allen Kreisen des Volkes an die Schalter treten und ihre Scheine ausfüllen, gleich, ob es sich dabei um einen Betrag von 100 oder von 10 000 Mark handelt.
Ein Betrag von 100 Millionen Mark war bereits bei Auflegen der Anleihe von einem Konsortium fest übernommen worden, so daß also zur öffentlichen Zeichnung nur noch ein Betrag von 400 Millionen Mark verbleibt. Stellt dieser Betrag auch eine erhebliche Summe dar, so ist er im Vergleich zur augenblicklichen Kapitalbildung in Deutschland keineswegs zu groß. Mit einem glatten Absatz ist zu rechnen, obgleich der letzte Einzahlungstermin für die vorangegangene 600-Millionen-Mark-Anleihe oes Reiches erst am 20. Februar war. Besser als alle Statistiken beweist der glatte Absatz dieser Reichsanleihen den Erfolg eines vierjährigen Wirtschaftsaufbaues. Während öprozentige fest verzinsliche Werte Anfang 1932 noch einen durchschnittlichen Kurs von 62,7 v. H. hatten, notieren die 4V2prozentigen Reichsanleihen heute rund 100 v. H. Die Spareinlagen allein bei den Sparkassen stiegen von 1932 bis 1936 von 11,4 auf 14,6 Milliarden Mark, die Einnahmen des Reiches aus Steuern, Zöllen und anderen Abgaben in der gleichen Zeit von 6,65 auf 11,5 Milliarden Mark.
Die natürliche Grundlage für die Finanzierung langfristiger Investitionen durch den Staat besteht in Steuereinnahmen und in Kapital, das dem Reich langfristig zur Verfügung gestellt wird. Beide Finanzierungsquellen fließen gegenwärtig in ausreichendem Maße; anders als bis 1933. Bei der Machtübernahme war der Kapitalmarkt völlig verödet und die Steuereinnahmen reichten nicht einmal aus, um die notwendigsten Staatsaufgaben zu finanzieren, geschweige denn, um der Wirtschaft den in der Depression erforderlichen Auftrieb zu geben. Die Reichsregierung stellte sich damals auf den Standpunkt, daß die Kapitalbildunq dadurch nicht zu fördern sei, daß man dem wirtschaftlichen Depressionsprozeß tatenlos zuschaut, sondern allein dadurch, daß man vorübergehend den Staatskredit durch Aufnahme kurzfristiger Kredite zur großzügigen Wirtschaftsbelebung einsetzt in der Erwartung, daß die der Wirtschaftsbelebung nachfolgende Kapitalbildung eine langfristige Umwandlung der Kurzkredite 'möglich machen werde. Die Entwicklung unserer Wirtschaft in den letzten vier Jahren hat die Wirtschaftspolitik der Reichsregierung in vollstem Umfange gerechtfertigt. Die Arbeitslosigkeit sank von über 7 Millionen auf rund 1 Million. Der Wert der industriellen Produktion stteg von 34,8 auf 65,1 Milliarden Mark, der Wert der landwirtschaftlichen Produktion von 8,7 auf 12 Milliarden Mark, das Volkseinkommen von 45,2 auf 62 Milliarden Mark. Eine äußerst schonende Behandlung des Kapitalmarktes, die jede Störung feiner Gesundung peinlich vermied, führte dazu, daß, beginnend mit dem Jahre 1935, die Konsolidierung der kurzfristigen Reichsverschuldung in Angriff genommen werden konnte. Und zwar war der Kapitalmarkt bis dahin bereits soweit gesundet, daß innerhalb von ungefähr zwei Jahren ungefähr 5 Milliarden Mark reibungslos untergebracht werden konnten.
Der Zinssatz auch der neuen Anleihe beträgt
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es das nicht im wörtlichen Sinne — aber cremen Sie Ihr Gesicht bei Regenwetter mit Nivea ein. Wie durch einen Regenmantel wird vor Nässe und Kälte geschützt Nivea-Creme wirkt durch Euzerit!
Neben der praktischen Arbeit in der Aliceschule wird der theoretischen Ausbildung viel Aufmerksamkeit zugewandt. Die Mädchen verschaffen sich für ihre spätere Lehrtätigkeit manches wertvolle Unterrichtsmaterial. Hier sieht man ein von einer der Schülerinnen selbst gefertigtes Modell einer Kojenküche, das sehr sorgfältig hergestellt worden war.
Sehr unterhaltend und lehrreich war die Schau im Ausstellungsraum, durch die Fräulein Bechtolsheim er, die Leiterin des Seminars, führte. Hier war gezeigt, was die Schülerinnen in praktischer Handarbeit, Werk- und Bastelarbeit leisten. Geschmackvolle Ledersachen, geflochtene Bastgegenstände, fein gearbeitete Holzschalcn standen neben kunstvollen Nadelhandarbeiten. Unter dem
In dieser Woche fanden die Prüfungen in der Aliceschule statt. Dieses Jahr mußten die Schülerinnen ihr Können in der Hauswirtschaft unter Beweis stellen.
Die Ausbildung der Seminaristin- n e n ist eine außerordentlich vielseitige. Dadurch wird der Unterricht für beide Teile, Lehrende und Lernende, zu einer schwierigen, aber auch reizvollen Aufgabe. Die Schülerinnen sollen nicht nur ihr eignes Wissen und Können bereichern, es wird auch von ihnen verlangt, daß sie das Erlernte weitergeben und der Jugend übermitteln lernen. Es gilt dafür nicht nur Wissen in nüchterner Art den Lernenden beizubringen, sondern es bedarf dazu eines lebendigen, frischen Mitgehens, einer lebhaften, fröhlichen Art, die den Schülerinnen Anregung gibt und sie für allen Wissensstoff aufnahmefähig erhält. Daneben geht die Erziehung zum nationalsozialistischen Denken, denn die Weltanschauung der Bewegung verlangt den ganzen Menschen, ein Miterleben und ein bewußtes Eintreten in den Geist der Volksverbundenheit.
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Verlust zu verkaufen sind, können auch Mittel zur Zeichnung verwandt werden, die nur vorübergehend für den Betrieb nicht benötigt werden. Bisher hat es sich sogar gezeigt, daß die Anleihe zu einem höheren als dem Ausgabekurs nachher zu verwerten war, da ihre Sicherheit und Verzinsung sie heute zu dem beliebtesten Anlagewert gemacht hat.
Dornoiizen.
Tageskalender für Donnerstag.
NSLB., Fachschaft „Höhere Schule": 18 Uhr Vortrag von Professor Dr. Götze im Singsaal des Realgymnasiums über „Familiennamen der Heimat". —
lauf. Als Vertreter der Regierung waren Schulrat
____________v__________ Nebeling und Oberstudiendirektor Schel- Wort: ',Altes erhalten. Neues gestalten", sah man > horanwesend. F. K.
Mädchen in ernster Berufserziehung
Go bildet die Aliceschule Haushattlehrerinnen aus.
Stadttheater: 20 Uhr „Carmen" (NSG. „Kraft durch Freude"). — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der kleinste Rebell". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Premiere". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung „Forscher als Künstler". — Volksmissionswoche: 20 Uhr Vortrag von Pfarrer Heinemann in der Johanneskirche. — Cafe Amend: Frühjahrs-Modeschau nachmittags und abends. — Biologische Kochvorträge: 16 und 20 Uhr im Gasthaus „Zum Schipkapaß", Bahnhofstraße 7.
(Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)
die praktischen (stopf- und Flickarbeiten an Wäsche ■ und gebrauchten Kleidungsstücken, daneben zeigten neue Blusen und Kleider die Geschicklichkeit im Schneidern.
Die praktischen Lehrmittelaufgaben überrafchten durch ihre saubere und vielfeitige Ausführung. Hier stand eine vollständige, übersichtlich geordnete Sammlung von Altmaterial, dort wurde eine Zusammenstellung der verschiedensten Polsterfüllungen für Möbel, Kissen und Matratzen gezeigt. Den Waschvorgang mit allen Arten von Waschmitteln sah man anschaulich dargestellt, während eine andere Schülerin den Gebrauch verschiedenster elektrischer Apparate für Küche und Haus beschrieben und gezeichnet hatte. Eine Schau von außerordentlicher Reichhaltigkeit.
Eine Ausstellung für sich waren dann die zierlich und verlockend angerichteten Speisen und Gerichte. Auch hier war der Zeit Rechnung getragen, und die Aufgaben waren dem Leben angepaßt. Da gab es Aufgaben, wie die Bewältigung einer Wäsche und die Herstellung eines Eintopfessens. Zeitgemäße Gerichte von Fisch, einheimischen Getreidearten und Quark wechselten ab mit Rohkost und Abendbrotbereitung mit abwechselungsreich belegten Broten. Aber auch das Backen und Herstellen guter Süßspeisen kam nicht zu kurz.
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Die Prüfungen nahmen einen befriedigenden Ver-
4V2 v. H. Unter Berücksichtigung des Zeichnungskurses von 983/4 v. H. und einer Laufzeit von 7 bis 12 Jahren — in den Jahren 1944 bis 1949 wird die Anleihe ausgelost — beträgt die tatsächliche Verzinsung sogar 4,67 v. H. Damit übertrifft sie in ihrer Effektivverzinsung die Pfandbriefe und in erheblichem Umfange die Einkünfte aus Aktienbesitz. Neben den Vorteilen, die die Anleihe dem Zeichner bietet, sollte das Bewußtsein Anreiz zur Zeichnung sein, daß dem Reich hierdurch die finanzielle Grundlage gegeben wird, um auch die sich aus dem Vierjayresplan ergebenden Aufgaben durchzuführen. Da die Anleihestücke jederzeit ohne
Winterhilfswerk 1936/37 Ortsgruppe Gießen-Süd.
Kohlenabrechnung.
Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine der Serie E und S am Freitag, 5. März, von 19.30 bis 20.30 Uhr auf unserer Geschäftsstelle, Crednerstraße 24, einzureichen. Später eingereichte Gutscheine werden nicht mehr angenommen.
NSÄ., Ortsgruppe Mitte.
Bett.: Kohlenabrechnung am 5. IMrz.
Die Kohlenhändler werden ersucht, die Kohlenscheine der Serien E und S am Freitag, 5. März, um 20.30 Uhr, auf unserer Geschäftsstelle (Zigarrenhaus Moeser), Eingang Löwengasse, einzureichen. Es wird hiermit darauf hingewiesen, daß die Rückseite der Kohlenscheine außer der Unterschrift des Händlers auch die Unterschrift des Empfängers, dessen Wohnung, Straße und Hausnummer und die genaue Bezeichnung der Kohlensorte tragen muß. Nach dem 5. März eingereichte Scheine sind wertlos.
Hitler-Jugend Bann 116 Gießen.
Großes kullurpolilisches Arbeitslager des Gebietes Hessen-Nassau der Hitler-Jugend. Vom 6. bis 14. März findet in Frankfurt oder Wiesbaden das erste kulturpolitische Arbeitslager des Gebietes Hessen-Nassau statt. Dieses Lager will alle die Kameraden in eine ernste Arbeitsgemeinschaft stellen, die irgendwo in der Kulturarbeit der HI. tätig sind. In diesen acht Tagen soll ihnen das nötige Rüstzeug für die kommende Arbeit gegeben werden. Eine große Zahl hervorragender Persönlichkeiten wird zu der Gemeinschaft der Hitler-Jugend sprechen. Welche Bedeutung man diesem Lager beimessen muß, beweist schon die Teilnahme der folgenden Mitarbeiter: Dr. Richard Ganzer, Hans Hagemayer, Leiter der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums; Prof. H. Schrade, Heidelberg; Dr. Zilian vom Wehrpsychologischen Institut des Reichskriegsministeriums; Dr. Dietrichs, Braunschweig. Außerdem der Dichter Menzel und der Rumänien-Deutsche Arnold Roth. Obergebietsführer Cerff und Bannführer Stumme. An diesem Lager werden die Kulturstellenleiter und die Stellenleiter für weltanschauliche Schulung der Banne und Jungbanne teilnehmen, außerdem Hitler- Jungen, die auf kulturellem Gebiet etwas leisten. Auch bewährte aktive Führer sollen teilnehmen.
BOM- und LM.-tlniergau 116.
Bett. Dichterabend Josefa Berens-Tolenohl.
Am Sonntag, 7. März, um 20 Uhr, liest in der Aula der Universität die Dichterin Josefa B e - rens-Totenohl aus ihren Werken. Die Spielschar des Untergaus umrahmt den Abend mit der
Einen Regenmantel für's Befiehl? zwar gibt


