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starken Einfuhrüberschuß ausweist, man glaubt hier, daß die Tatsache der passiven Handelsbilanz mit diesen Staaten es den holländischen Unterhändlern sehr erleichtern wird, günstige Absatzmöglichkeiten für holländische Industrieerzeugnisse zu schaffen. Un­günstiger liegen die Dinge mit dem holländischen Handel im Fernen Osten, niederländische und niederländisch-indische Blätter klagen immer wieder, daß der Handel Hollands nach China und Japan in den letzten Jahren stark zurückgegangen sei.

Die Forderunq des Gudetendeutschtums.

Eine Unterredung mit Konrad Henlein.

Rom, 8. März. (DNB.) Konrad Henlein der Führer der Sudetendeutschen Partei erklärte dem Prager Vertreter derTribuna": In tschechi­schen Regierungskreisen werde immer wieder be­hauptet, daß der Pakt mit Sowjetruß­land keinerlei Einfluß auf die tschechoslowakische Innenpolitik habe. Aber weite Kreise der Bevöl­kerung seien auf Grund einer eingehenden Propa­ganda, sowjetfreundlich eingestellt. Andererseits gebe es auch eine stark antikommuni st ische Strömung. Die Sudetendeutschen haben ein tief­empfundenes Nationalgefühl und wünschen natio­nale Errungenschaften nicht durch Klassenkämpfe, sondern durch gemeinsame nationale Zu­sammenarbeit. Es wäre wichtig zu prüfen, ob die Achse RomBerlin für die Tschecho­slowakei nicht eine größere Sicherheits­garantie darstelle, als die problematische Freundschaft mit Sowjetrußland. Zuvor müsse allerdings das sudetendeutsche Problem g e l ö st werden, indem man den Sudetendeutschen die politischen und rechtlichen Garantien gebe, die ihnen eine sichere Zukunft gewährleisten. Rein ver­waltungsmäßige Maßnahmen könnten keineswegs genügen, um den Erwartungen der 3Vz Millionen Deutschen gerecht zu werden. Vielmehr müsse die Tschechoslowakei die Nationalrechte aner­kennen, umsomehr, als sie in einem Nationali­tätenstaat ein konstruktives Moment bildeten. Die Sudetendeutschen verlangten also Gesetze, mit denen nicht nur ihre Existenz garantiert wird, sondern auch eine Verpflichtung der derzeitigen Regierung und der gesamten Nation, in der dies bekräftigt wird. Es gehe nicht an, daß eine demokratische Re­gierung bei den Verhandlungen über ein derart be­deutsames Problem die Mehrheitübersieht, wie bisher.

Oie Entwicklung zum Doiksgruppenrecht.

Berlin, 3. März. (DNB.) Unter dem Vorsitz von Professor Dr. Emge, Berlin, fand in Dres­den eine Sitzung des Ausschusses für Ra­tio n a l i t ä t e n r e ch t der Akademie für Deutsches Recht statt. Dieser Ausschuß hat vor allem die Aufgabe, von der wissenschaftlichen Seite den Kampf der Deutschen Volksgruppen um ihr Lebensrecht zu unterstützen und damit eine Ent­wicklung zu fördern, die von dem individualistischen Genfer Minderheitenrecht zum Volksgruppenrecht führen wird. Die Arbeiten des Unterausschusses für terminologische Angelegenheiten ha­ben zu konkreten Vorschlägen für eine einheitliche Begriffsbildung und Gesetzessprache auf nationali- tetenrechtlichem Gebiete, ausgehend von den Grund­begriffen: Staat, Volk und Rasse, geführt. Es fand eine Aussprache statt über die Lage der Volksgrup­pen und über die Forderung, die diese für die Gestaltung eines zukünftigen Volksgruppenrechts eines europäischen Nationalitätenstatuts zu stellen haben.

Auch die pariser Rundfunkhörer gegen die LolkSsront.

Paris, 4. März. (DNB. Funkspruch.) Auch die Rundfunkhörerwahlen für die Verwaltungsräte der Pariser Sender zeigen, wie überall in Frank­reich, einen klaren Sieg der national-^ gesinnten Franzosen über die Marxisten. Die RechtssammellisteRadio Familie" er­reichte in Paris 286170 Stimmen gegenüber 250 176 Stimmen, die dieVolksfront"-ListeR a - d i o Freiheit" erzielte. Dabei waren über 51 000 Wahlzettel im Pariser Rundfuükbezirk für ungültig erklärt worden. DerMatin" bemerkt, es habe den Anschein als ob die Rundfunkhörer, nachdem sie acht Monate lang die halbe B o l s ch e - wisierung des französischen Rund­funkwesens erlebt hätten, nun keine Lu st mehr nach einer vollständigen Bolschewisierung hätten. In Paris, ebenso wie in Straßburg, in Rennes, in Lyon, Bordeaux und Lille hätten die Rundfunkhörer ihren Willen zum Ausdruck ge­bracht, daß man sie mit der Klassenpolitik und dem Parteienkampf in Ruhe lassen solle.

Oer Gauleiter weiht die neueGauschule.

NSG. Am Sonntag, 7. März, übergibt der Gau­leiter die neue Gauschule, die in schönere und grö­ßere Räume nach Kronberg verlegt wurde, ihrer Bestimmung. Mit der neuen Gauschulungs­burg, die hoch über Kronberg liegend, einen weiten Blick in die Mainebene freigibt und eine zweckent­sprechende Ausgestaltung aufweist, ist dem Gau eine vorbildliche Schulungsstätte ge­schaffen worden, die lebendiger Ausdruck der uner­müdlichen Arbeit der NSDAP, in Hessen-Nassau um die Vertiefung der nationalsozialistischen Welt­anschauung ist.

15 Lahre politischer Leiter.

NSG. Der Gausachbearbeiter der Al­ten Garde im Gau Hessen-Nassau, Parteigenosse Adalbert Gimbel, MdR., konnte in diesen Tagen auf eine 15jährige ununterbrochene Tätigkeit als Politischer Leiter zurückblicken. Parteigenosse G i m- b e l trat bereits 1922 in die Jugendvereinigung Treu deutsch" (Unterabteilung der SA. Frankfurt am Main) ein und wurde am 1. September 1923 Mitglied der NSDAP. Auch während der Verbots­zeit gehörte er derDeutschen Partei" an. Bei der Neugründung erhielt er die Mitgliedsnummer 5250. Parteigenosse Gimbel war von 1930 bis 1932 Kreis­leiter für die Kreise Wetzlar und Oberlahn. Er ist Inhaber des Reichsehrenzeichens und des Tradi­tionsabzeichens des Gaues Hessen-Nassau mit der Jahreszahl 1923. Seit der 9. Wahlperiode 1933 ist er Mitglied des Reichstages. Die Glückwünsche aller Partei- und Volksgenossen im Gau gelten diesem allezeit bewährten Kämpfer für die Partei.

Oie deutsch-spanische Ireundschast.

Botschafter Faupel überreicht in Salamanca sein Beglaubigungsschreiben.

Salamanca, 3. März. (DNB.) Im Rathause von Salamanca überreichte Botschafter Faupel dem spanischen Stabschef General Franco sein Beglaubigungsschreiben. Dabei führte Botschafter Faupel u. a. aus: Der Führer begleitet den von Ew. Exzellenz sicher und erfolgreich geleiteten Frei­heitskampf ständig mit der wärmsten Sympathie. Die gleichen Gefühle der Sympathie bringt ganz Deutschland dem spanischen Volke entgegen. Was die Vertreter des internationalen K o m m u n i s - m u s in den letzten Monaten auf spanischem Boden taten, sollte der ganzen Welt die Augen öffnen, daß der Kommunismus dort, wo er die Macht an sich reißt, Mord und Totschlag bedeutet, und Lügen, Fälschung, Brand, Zerstörung und Rückfall in ungezügelte Grausamkeiten läng st vergangener Zeiten bringt. Wir Deutschen ind der Ueberzeugung, daß die Volksoer- öhnung die beste Grundlage für eine Völkerversöhnung ist. Deutschland, dessen Führer und Reichskanzler durch zahlreiche weit- chauende soziale Maßnahmen den Klassenhaß in unserem Vaterlande ausschaltete, ist die sicherste Bürgschaft für den internationalen Frieden, da es in sich geeint und nicht mehr ein Spielball klassen­kämpferischer Parteien ist. Deutschland und Spa­nien sind viele Jahrhunderte lang durch freund- chaftliche Beziehungen aller Art miteinander ver­bunden. Diese Beziehungen besonders auf allen Gebieten der Kultur und Wirtschaft aufzubauen und enger zu gestalten, ist die. große Aufgabe, die mir gestellt ist Staatschef General Franco brachte seine und des spanischen Volkes tiefe Dankbarkeit dem deutschen Volke gegenüber zum Ausdruck, das von Anfang des Krieges an die Größe der spani­schen Bewegung begriffen habe. General Franco unterstrich, daß zwischen den beiden Nationen keinerlei Reibungsmöglichkeiten bestünden, die Wirt­schaftsinteressen beider Länder würden sich ergän­zen. Gestern habe Deutschland sich gegen den Geist des zerstörenden Marxismus wehren müssen, heute sei Spanien das ehrenvolle Schicksal zugefallen, der Wall zu sein, an dem die Angriffe des Kommunis­mus zerschellen. Spanien werde seine Mission er­füllen. Die Leitsätze des zukünftigen Spaniens feien: Klassenversöhnung im vaterländischen Sinne, Brü­

derlichkeit, Arbeit, Wohlergehen aller Spanier im Rahmen des hierarchischen und autoritären Staa­tes, der seine Interessen mit den Grundsätzen der Gerechtigkeit verbinden wolle.

Auf dem Rathausplatz hatte sich eine dichte Men­schenmenge eingefunden. Auch Vertreter aller natio­nalen militärischen und politischen Organisationen mit ihren Fahnen und Kapellen. Marokkanische Ka­vallerie in Gallauniform gestaltete das farbenpräch­tige Bild noch reizvoller. Als Botschafter Faupel in Begleitung des Chefs des Protokolls, eskortiert von einer Schwadron des marokkanischen Khali- fen, durch das Spalier der jubelnden Menschen­menge und der präsentierenden Ehrenkompanie fuhr, spielten die Militärkapellen die deutschen Na­tionalhymnen. Nach Beendigung des Aktes erschie­nen Staatschef General Franco und Botschafter Faupel mit dem weißbärtigen General Caba- n e l l a s auf dem Balkon. Sie begrüßten die be­geisterte Menge, während die Nationalhymnen bei­der Länder exklangen.

Oas Bergwerksgebiet Kataloniens in nationalem Besitz.

Salamanca, 4. März. (DNB. Funkspruch.) Nationale Sender teilen mit, daß die National­truppen am Mittwoch an der Teruel-Front bei Montalban die Ortschaft Utrillas erobert haben. Mit der Einnahme Utrillas ist das Minen- gebiet Kataloniens völlig in nationalspani­schen Besitz gelangt.

Oie Kontrollstationen

London, 4. März. (DNB. Funkspruch.) Im Rahmen des spanischen Kontrollplanes sind Kon­trollstationen vorgesehen, wo sich die internationalen Beobachter an Bord der nach Spanien fahren­den Handelsschiffe zu begeben haben. Ein Ausschuß des Nickteinmischungsausschusses legte die Stand­orte dieser Kontrollstationen wie folgt fest: 1. Auf der Höhe der Downs (Reede im Kanal von Do­ver); 2. Cherbourg, 3. Gibraltar, 4. Ca­gliari (Sardinen), 5. Oran (Algerien), 6. Mar­seille, 7. Madeira.

luden machen hie Außenpolitik her Sowjetunion

Oie personelle Besetzung des sowjetrussischen Außenkommiffariats.

Berlin, 26. Febr. (DNB.) DerNachrichten­dienst der Anti-Komintern" veröffentlicht eine Liste der jüdischen Beamten des sowjet­russischen Außenministeriums, die folgende Namen enthält:

Volkskommissar: Finkelstein-Litwinow; Generalsekretariat: Untergeneralsekretä­rin: Schmoich-Bronskaja; Protokoll: Stellver­tretender Leiter: Wolk, Sekretärin: Burstein; Ar­chiv: Morschtiner; Westabteilung: Berjo­sow, Lasar Emanuilowitsch, Jlinski, Jakow Sim- jonowitsch, Stern, Beschanow, G. Jakowlewitsch Lewin; Referentin für deutsche Angelegenheiten: Kanter; für großbritannische Angelegenheiten: Le- lans; für italienische Angelegenheiten: Kine, C. Jsakowna; Ostabteilung: Zuckermann; Re­ferent für türkische Angelegenheiten: Gurewitsch; Referenten für chinesische Angelegenheiten: Mar­morstein, Palei, Jakow.

Juristische Abteilung: Plotkin, M. Abramowitsch, Blumenfeld, Duwan, I. Sawatje- witsch; Wirtschaftsabteilung: Rosenblum, Morschtyn, Grinjow, M. Jljitsch; Konsular­abteilung: Serebrenni, Benjamin, Kriwitzkaja, Vera Jakowlewna, Sirel, Zodoke; Presse - und Informationsabteilung: Mironow, Ja- roschewski, M. Jefimowitsch, Tobinson, Trojanker, Grinstein, Zypkina; Verwaltungsabtei­

lung: Saslawski, Zilkin; Kaderabteilung: Direktor: Saslawski; Finanzabteilung: Di­rektor: Martinson, Jakow Martinowitsch.

Büros bei den Bundesrepubliken: in Leningrad: Weinstein; in Alma-Aata: Rose; in Bladowestschensk: Neumark, I. Moissewitsch. Bei der Transkaukasischen Sowjetrepublik: Stark, Leo- nid. Bei der Turkmenischen Sowjetrepublik: Bori- sow, Solomon, Schereschewski, I. Jsakowitsch. Bei der Usbekischen Sowjetrepublik und der Tadschiki­schen Sowjetrepublik: Einhorn, Jakow. Bei einer Reihe weiterer Beamter ist die jüdische Abstam­mung wahrscheinlich.

Das sowjetrussische Volkskommissariat für die Auswärtigen Angelegenheiten hat mithin wenigstens 47 jüdische Beamte an leitenden Stel- l e n. Der Volkskommissar selbst ist ein Jude, fein Stellvertreter Krestinski mit einer Jüdin verheiratet. Die acht wichtigsten Abteilungen werden von Ju­den geleitet. In den wenigen verbleibenden Abteilungen sind mindestens die stellvertretenden Leiter Juden. Der gesamte übrige Stab von Beam­ten und Angestellten ist durch und durch oer- j u d e t. Das bedeutet, daß die sowjetische Außen­politik von Juden gemacht wird und jüdischen Zwecken dient. Die tatsächliche Einheit von Bolschewismus und Judentum wird damit aufs klarste bewiesen.

OeuischeWerkstoffe auf derLeipzigerMesse

Von unserem Z.B.-Sonderberichierstaiter.

Wie sehr sich auf allen Gebieten der Technik ein Umbruch vollzieht, kommt auf der Leipziger Techni­schen Messe nachdrucksvoll zur Geltung. Die Umstel­lung in der Erzeugung und Verarbeitung neuer hei­mischer Werkstoffe, die möglichst gering devisen- belastet sind, macht sich trotz der Kürze der Zeit, die seit der Verkündung des Vierjahresplanes ver­strichen ist, nicht nur erst in Halbfabrikaten bemerk­bar, sondern ist auf vielen Gebieten der Fertigpro­duktion festzustellen.

Aus der Fülle von Beispielen, an denen die Brauchbarkeit der deutschen Werkstoffe bewiesen wird, können angesichts des gewaltigen Ausmaßes der Messe nur einige in den Vordergrund gerückt werden. Leichtmetalle sind ein wichtiger Aus­tauschstoff gegen Kupfer und Nickel. Legierungen verschiedener Art mit Aluminium und Magnesium sind heute beständig gegen Witterungseinflüsse oder chemische Einwirkungen. Blitzableiter werden nicht mehr nur aus Messing, sondern auch aus verzinktem Flußstahl oder aus Aluminium hergestellt. Die in Autos eingebauten Luftfilter enthalten anstelle von Kupferspänen Leichtmetallteile. Daß in den meisten Fällen die Zinnfolie (Stanniolpapier) bereits durch Aluminium verdrängt wurde, ist in Verbraucher­kreisen nicht genügend bekannt. Interessant sind auch die erfolgreichen Bemühungen, statt der galvanischen Ueberzüge aus Kupfer, Nickel oder Silber gespritzte Aluminium-Schutzschichten anzuwenden. Sogar an die Stelle des Goldes ist das devisensparende Palla­dium als Austauschstoff getreten.

Als Wunder der Chemie gilt nach wie vor die Gewinnung des künstlichen Kautschuks, dessen Ausgangsstoff das von der Fahrradlampe bekannte Acetylgas ist. Diese Bunaerzeugnisse sind bewußt mit besseren Eigenschaften als die Natur­produkte versehen, sie sind öl- und hitzebeständiger, zäher und langlebiger. Die Entwicklung geht stür­misch weiter, denn die Messe zeigt mit dem Gut­ta s i n einen neuen Werkstoff, der auf der gleichen Basis wie das Buna hergestellt wird und als Aus­tauschstoff für Guttapercha gilt. Daß bereits tech­nische Gummiwaren aus diesen Stoffen in mannig­faltiger Gestalt als Schläuche und Platten, als Klötze und Profilstücke handelsmäßig angeboten werden, beweist, daß es sich nicht mehr um Versuche handelt. Außerordentlich schnell sind auch die heimischen Kunstharze in die Praxis übergegangen. So haben bereits unter tatkräftiger Förderung der Reichsbahn die neuen, auf der Kunstharzbasis her- gestellten A n st r i ch m i 11 e l die Nitrolacke, die auch lange Zeit im Autobau vorherrschten, ver­drängt. Mit Kunstharzen getränkte Hölzer und Ge­

webe werden unter hohen Drucken zu Körpern ge­preßt, die in der Elektrotechnik und im Maschinen­bau wichtige Bauteile bilden. Eine nicht geringe Rolle spielen die aus festen Kunstharzen hergestellten Gegenstände wie Fernsprecher- oder Staubsauger- Gegenstände, Wasserleitungen, Bohrschlangen, Wandplatten und technische Bedarfsartikel. Wir be­sitzen heute Kunstharze und Preßstoffe in jeder Farbe, auch durchscheinend und glasklar, hart und phastisch. Ob man Aktentaschen oder Fußboden­beläge, Windschutzscheiben oder Türbeschläge fertigen will, immer steht der neue deutsche Werkstoff, dessen Grundstoffe Kohle, Holz, Kalk oder Harnstoff sind, zur Verfügung. Die Aenderung der Verarbeitung dieser Stoffe kommt in der Neugestaltung der Ar­beitsmaschinen, die zum Teil in Betrieb gezeigt wer­den, zum Ausdruck.

Erwähnt zu werden verdienen die Fortschritte in der Verwendung von Glaswolle als Iso­lierstoff (statt Kork), von Glas für den Bau von Leitungen für Nahrungsmittel oder chemische Flüssigkeiten (statt Kupfer, Zinn), oder von Por­zellan als Baustoff für Wasserreicher (statt Kup­fer). Jeder unbefangene Besucher der Messe wird auch den weiß oder farbig emaillierten Bügeleisen, die Messing, Nickel und Chrom ersparen, seine Zu­stimmung geben.

Auch die Fortschritte auf dem Gebiet der Z 6 l l - woll - und Kunstseidenherstellung sind beachtlich. Zellwollen eignen sich teilweise auch zur Verarbeitung in der Wollindustrie, andere für die Baumwollindustrie. Damenkleider, Anzugstoffe, Tischdecken, Gardinen, Kordeln werden aus mannig­fachen Mischungen von Textilien in prächtigen Far­ben gefertigt. Hier läßt die andersartige Farban­nahme der Zellwolle (gegenüber Wolle) phantasie- volle Muster entstehen. Die Kunstseide ist heute feiner als Naturseide herstellbar. Daher lassen sich kunstseidene Gewebe von bisher fast unbekannter Geschmeidigkeit ohne Verzicht auf Festigkeit fer­tigen. Hand in Hand mit den Bemühungen um die Verfeinerung dieser Textilien gehen die Be­strebungen um die Auffindung neuer Wasch- und Färbemittel, um den Bau von Tex­tilmaschinen, die Zellwolle und Kunstseide schnell und fein verarbeiten. Auch sind an die Stelle öl- und fetthaltiger Veredelungsmittel neuerdinas Stoffe getreten, die auf festen Kohlen­wasserstoffen aufgebaut sind. Die deutschen Werk­stoffe erbringen den Beweis, daß sie nicht nur Aus­tauschstoffe sind, sondern die Technik der Welt neuen Zielen entgegenführen.

Der Heeres - SaniMilispekteur.

Der Führer und Reichskanzler hat vor kurzem den Heeres-Sanitätsinspekteur, General­stabsarzt Prof. Dr. Waldmann, zum Gene» raloberstabsarzt befördert. Dieser Dienst­grad ist damit zum ersten Male der Spitze des Heeressanitätswesens zugesprochen worden. General- oberstabsarzt Waldmann steht an der Spitze des Sanitätsdienstes des Heeres; auf den alle drei Wehrmachtteile gleichermaßen betreffenden (gebie­ten des Sanitätswesens, wie Hygiene, Musterung, Versorgung und so weiter, ist er zugleich Berater des Reichskriegsministers und Oberbefehlshabers der Wehrmacht.

Geboren 1878 in Zweifel in Niederbayern, trat Waldmann nach Absolvierung seiner medizinischen Studien in München am 1. Oktober 1902 in das 2. kgl. bayr. Infanterie-Regiment ein, wo er nach Abschluß der Waffenausbildung als einjährig-frei- williger Arzt und Unterarzt Dienst leistete. Im Kriege nahm Dr. Waldmann als Korpshhgiemker des I. und III. bayr. Armeekorps an den Kämpfen im Westen und in Oberitalien teil und wurde An­fang 1918 als Referent zur Medizinalabteilung des bayerischen Kriegsministeriums versetzt. In An­erkennung seiner Verdienste auf dem Gebiete der Militärhygiene berief ihn Reichspräsident von Hindenburg 1928 als ordentliches Mitglied in den wissenschaftlichen Senat für das Heeressaniiäts- wesen, dessen Vorsitzender er heute ist. Am 31. Okto­ber 1932 wurde Generaloberstabsarzt Prof. Dr. Waldmann zum Heeres-Sanitätsinspek­teur im Reichskriegsministerium ernannt.

Werksehrendienst politischer Leiter.

LPD. Kassel, 3. März Der Gauleiter von Kurhessen, Staatsrat Weinrich, erließ zu Weih­nachten 1936 einen Aufruf an sämtliche haupt­amtlichen Politischen Leiter der Partei, sowie an die Führer und Führerinnen der Gliede­rungen und angeschlossenen Verbände, sich für acht Tage ehrenamtlich für die Arbeit an einem Werks­platz zur Verfügung zu stellen. Durch diese Maß­nahme soll den abzulösenden Arbeitskameraden e i n zusätzlicher bezahlter Urlaub ermöglicht werden, den er mit KdF. im Gau verbringen kann, lieber 1000 Männer und Frauen haben sich be­reits zu diesem Werksehrendienst gemeldet. Die Vor­arbeiten sind jetzt soweit abgeschlossen, daß am 8. März bereits 80 Arbeitskameraden durch Poli­tische Leiter für acht Tage abgelöst werden. So wer­den über 1200 Arbeitskameraden und Kamera­dinnen aus verschiedenen Betrieben des Gaues Kur- hefsen einen zusätzlichen bezahlten Urlaub erhalten.

Kleine politische Nachnchten

Im Rahmen der 7. Berliner Dichterwoche empfing Reichserziehungsminister R u ft die beteiligten Dichter des Auslandsdeutschtums, Bossi-Fredriqottt, Brehm, Hohlbaum, Rothacker, Waggerl, Vöittstock und Zillich, zu einem zwang­losen Beisammensein in den Räumen des Ministe­riums. Er verweilte mit ihnen einige Stunden in angeregter Unterhaltung über Fragen des gesamt­deutschen Schrifttums.

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Aufsehen erregt in Warschau die Schließung des Hauptorgans der sogenanntenVolksfront", der Dzpennik Popularn y". Das Blatt war von dem marxistischen ehemaligen Minister Barlicki ge­gründet worden, dessen Wahl zum Stadtpräsiden- ten von Lodz der Innenminister die Bestätigung versagt hat. Die nationalistische Presse hat oft dar­auf hingewiesen, daß das Blatt Gelder aus Mos­kau bezieht. Bei den Mitarbeitern, die auf viel­sagende Namen wie Nathanson, Muskateyblüt, Scheinewald usw. hören, wurde Beweismaterial für ihre revolutionäre Tätigkeit gefunden, ferner kom­munistische Bücher, sowie Aufrufe zur Unterstützung der Bolschewisten in Spanien.

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Das jungkommunistische Moskauer BlattKom- sornolskaja Prawda" meldet, daß in der Nähe von Krasnojarks einkommunistischer Pionier", das Mitglied eines Schülerverbandes, mit der Axt erschlagen worden. Im Verdacht des Mordes stehe der Erzieher des Knaben. Einflußreichen Pro­vinzbeamten würdentrotzkistische" Machenschaften vorgeworfen. Die Justizbehörden sollen mit dem Mörder in Verbindung gestanden haben.

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König Faruk von Aegypten ist m Beglei­tung der königlichen Familie auf dem englischen DampferVice Roy of Jndia" in Marseille eingetroffen. Nach der Begrüßung durch französische Behörden und einer Abordnung ägyptischer Stu­denten fetzte der König seine Reise über Lyon und Genf nach St. Moritz fort.

Aus aller Wett.

lieber eine halbe Million Besucher auf der Automobil-Ausstellung.

Die Besucherzahl der Internationalen Automobil- und Motorrad-Aus st el- l u n g in Berlin, die jetzt im Zeichen der billigen Volkstage steht, hat 5 5 5 0 0 0 erreicht und damit die halbe Million erheblich überschritten. Auch der Reichsminister des Auswärtigen, Freiherr von Neurath, besichtigte die Ausstellung. Aus Paris werden hundert französische Ingenieure erwartet, die mit Mitgliedern der automobiltechnischen Gesell­schaft die Ausstellung besuchen werden.

Das Auto in der Lahn.

Das Auto, das wie gemeldet zwischen Bad Ems und Dausenau in die Lahn fuhr, konnte noch nicht geborgen werden. Es ist inzwischen weiter ab­getrieben und sein Verbleib zur Zeit nicht feststell­bar. Es handelt sich um einen ganz neuen Adler­wagen, der erst 14 Tage im Verkehr stand. Der Fahrer war ein kriegsbeschädigter Reisender aus Oberursel bei Frankfurt.

Ohuehalt-Flug von Dessau nach Bathurst.

In Bathurst in Brittsch-Gambia (Westafrika) ist das Junkers-su-86-Flugzeug D-AXEQU mit der Besatzung Untucht, Achterberg, Jürgen- s e n eingetroffen. Das Flugzeug, das am Dienstag» vormittag in Dessau zu einem Langstreckenflug ge­startet war, hatte Mittwochmorgen in der Nähe von Dakar die westafrikanische Küste verlassen und be­fand sich bereits 600 Kilometer südwestlich über dem Atlantik auf dem Wege nach Südamerika, als das bis dahin vorzüglich verlaufene Unternehmen aus noch nicht bekannten Gründen abgebrochen werden mußte und die Ju 86 nach 26ftünbigem Flug zur Umkehr gezwungen wurde. Wenn auch das Flug­ziel diesmal leider nicht erreicht werden konnte, so bedeutet dieser Ohnehalt-Flug über rund 6500 Kilo­meter doch eine vortreffliche Leistung von Besatzung und Flugzeug, die sich den früheren Erfolgen dieses deutschen Flugzeugtyps würdig anreiht. Mit Ver- selben Ju 86 wurde im August vorigen Jahres schon