richier Dr Viktor M-rz. Zum Vertreter der Reichsregierung ist der Direktor des Kaiser-Wuhelm- Instituts in Berlin Professor Dr. Bruns bestellt worden.
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Der frühere chinesische Ministerpräsident Wang- tschingwei wurde mit der Würde eines Ehrendoktors der U n i v e r s i t ä t H e i d e l- b e r g ausgezeichnet. Der deutsche Botschafter Dr. Trautmann überreichte ihm das Diplom, wobei er darauf hinwies, daß diese Auszeichnung nicht nur dem in Deutschland hochgeachteten Politiker und Staatsmann gelte, sondern zugleich auch die Herzlichkeit der deutsch-chinesischen Freundschaft unterstreiche.
Emil Jannings, der seit einigen Tagen in R o m weilt, um die Szenen des neuen Films Vor Sonnenuntergang" vorzubereiten, die in stauen gedreht werden sollen, wurde von Mussolini empfangen. *
Nach einer Moskauer Meldung ist auch der G P U. - K o m m i s s a r Woronkin, der in dem berüchtigten Lubianka-Gefängms Dienst tut, verhaftet worden. Woronkin soll dem inzwischen Hingerichteten Pjatakow bei einem Fluchtversuch behilflich gewesen sem, der jedoch von einem Eingeweihten noch vor der Ausführung der GPU. bekanntgegeben worden sei.
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Wegen der infolge der Frankenabwertung ständig steigenden Getreidepreise in Syrien und im Libanon wurde auf einen Stadtrat von Damaskus, der gleichzeitig Getreidegroßhändler ist, ein Revolverattentat verübt, ohne ihn zu treffen. Hierauf entwickelte sich eine Straßenschlacht, die erst durch Polizei beendet werden konnte.
Kunst und Wissenschaft.
Japanisch-deutsche Zusammenarbeit im Film.
In Tokio fand die Uraufführung des ersten Films der japanisch-deutschen Zusammenarbeit statt. „Neue Erde", bei dem der deutsche Regisseur Fanck Regie führte. Unter den 1500 Gästen waren Mitglieder des Kaiserhauses, das gesamte Diplomatische Korps und Vertreter aus Kunst, Wissenschaft und Presse. Der Film ist das Ergebnis einjähriger Zusammenarbeit deutscher und japanischer Künstler. In Ansprachen wurde betont, daß dies der erste gelungene Versuch eines großen japanischen Kulturfilms sei, der dem Auslande wahrheitsgetreu japanische Sitten und Gebräuche vermitteln solle. Der Film schildert das Schicksal eines Japaners, der seine Heimat verläßt und nach achtjähriger Abwesenheit aus Europa nach Japan zurückkehrt und zu seiner Familie und den traditionsreichen Sitten und Gebräuchen zurückfindet. In wunderbaren Bildern sieht der Beschauer altes und neues Japan, reizvolle Landschaften und die uralte Tradition dieses großen Landes. Der Film wird dazu beitragen, viele nicht mehr zutreffende Ansichten über Japan zu ändern. — Der Beifall war Ausdruck für die Anerkennung der Leistung F a n ck s und feiner japanischen und deutschen Mitarbeiter. Die Uraufführung wurde auch zu einem großen Erfolg für die einzige deutsche Schauspielerin, Ruth Eweler, die als Europäerin in diesem rein japanischen Film eine sehr schwierige Aufgabe zu vollbringen hatte. Allgemein wird her- oorgehoben, mit wieviel Verständnis sie ihrer Aufgabe gerecht wurde. — Neben der japanischen Fassung des Films geht.eine deutsche und englische Version ins Ausland.
Der erste SA.-Künstler-Lehrgang.
Stabschef Lutze besichtigte den ersten S ch u - 'lungslehrgang für SA. - Künstler in Bad Berka. Der Leiter des Kursus, SA.-Standarten- führer Glöckner führte durch die Arbeitsgemein- Ichaften der Maler, Bildhauer und Architekten. 30 -SA.-Männer aus den verschiedenen Künstlerberufen rund aus allen Gauen des Reiches sind zusammen- .gerufen worden. Die Arbeiten haben bewiesen, daß iüer Zweck dieses Lehrganges, den Künstlern das seelische Werkzeug für weiteres Schaffen zu geben, »erreicht werden kann. Wie dem Stabschef von den einzelnen Teilnehmern versichert wurde, bietet die iwochenlange enge Kameradschaft und die damit ver- lbundenen gegenseitigen Austauschgelegenheiten un- Sieahnte Möglichkeiten, das nationalsozialistische Er- ebnis zu würdigen und richtig zu gestalten. Stabs- rhef Lutze betonte, daß es Aufgabe des SA.-Mcm- nes sei, sich um kulturelle und künstlerische Dinge ?zu kümmern. Wie die SA. in der Kampfzeit die sichtbare Trägerin des nationalsozialistischen Erlebnisses gewesen sei, so werde sie in Zukunft au ollen Lebensgebieten bleiben.
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Stiftung für städtische Arbeiter in Aschaffenburg.
Am 30. Januar vorigen Jahres konnte Biirger- imeister Dr. Fleischmann (Aschaffenburg) dem Oberbürgermeister und Kreisleiter Wohlgemuth «als Zeichen der Dankbarkeit für die von ihm in Stadt und Kreis geleistete nationalsozialistische Aufbauarbeit eine freiwillige Spende von etwa 600 Mark überreichen. Auch am diesjährigen Jahrestag Der Machtübernahme stellten die Gefolgschaftsmit- zglieder der Stadt dem Oberbürgermeister einen Beitrag von über 800 Mark zur Verfügung. Diese Spenden sollen nun als Grundstock für eine Stif- ßung zum Wohle städtischer Arbeiter und ihrer Familien dienen, denen bei Geburt eines Kindes ein Zuschuß gewährt werden soll.
Der älteste SA.-2Nann Deutschlands f.
In München verschied der älteste SA.-Mann Deutschlands, Ehrensturmführer Georg M ü n z e l, iim Alter von 9 4 Jahren. Münzet war bis vor ganz kurzer Zeit noch sehr rüstig. Er nahm auch □m letzten Reichsparteitag in Nürnberg teil, wohin er mit einem Flugzeug der Lufthansa befördert worden war. Führende Persönlichkeiten der Partei und des Staates hatten während der sechswöchigen Krankheit Münzels regen Anteil an seinem Befinden genommen.
Zwei hundertjährige.
Dieser Tage feierte die Witwe Stecker von der Gehleinsmühle bei Simmershofen (Unterfranken) ihren 10 0. Geburtstag. Obgleich ihr im 70. Lebensjahr ein Bein amputiert werden mußte, erfreut sie sich einer guten Gesundheit. — Die älteste Frau der Gemeinde Eisingen bei Würzburg ist Frau Anna Maria Scheder gewesen, die jetzt Z^Monate nach ihrem 100. Geburtstag gestorben ist.
3n Nassau werden Hausinschriften gesammelt.
Auf Anregung des Landeshauptmanns W. T r a u- p e l sollen die Städte und Dörfer Nassaus nach alten Hausinschriften durchforscht werden. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, ihre Häuser
Raststätte für die Reichsautobahn.
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An den Reichsautobahnen sollen auch Raststätten errichtet werden. Dieses Modellbild zeigt den Entwurf einer Raststätte von Professor March. Sie soll in der Nähe von Magdeburg entstehen und eine Gaststätte, Werkstätten, Garagen, Tankstelle und Uebernachtungs- räume enthalten. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Deutschlands Heilmittelversorgung.
Die wichtigste Aufgabe, die der Apotheker in Deutschland zu erfüllen hat, ist eine zuverlässige Arzneimittelversorgung der gesamten Bevölkerung. Dazu kommt in dieser Zeit der großen wirtschaftlichen Anspannung eine tätige Mitwirkung der gesamten Apothekerschaft bei der Er- orschung und Erarbeitung neuer Heilmittel zwecks Verwendung deutscher Rohstoffe im Rahmen des Vierjahresplanes. Der Beruf des Apothekers erfordert verantwortliche Berufsarbeit der Allgemeinheit gegenüber. Wenn der Apotheker auch allgemein gewerbliche Aufgaben durch den Verkauf von Drogen zu^erledigen hat, so liegt doch noch immer der Schwerpunkt seiner Arbeit auf dem Gebiete der Anfertigung von Arzeneien nach ärztlichen Rezepten. Eine gediegene wissen- chaftliche Ausbildung ist deshalb nach wie vor Voraussetzung für eine den öffentlichen Interessen dienende Tätigkeit in der allgemeinen Arzneimittelversorgung.
Die Tätigkeit des Apothekers ist seit der Loslösung von der eigentlichen ärztlichen Heilkunst stets durch besondere gesetzliche Vorschriften gesichert und geregelt worden. Die wirtschaftliche Sonderstellung des Apothekers, die K o n z e s s i o n i e r u n g erhält ihre Berechtigung durch die schwierige verantwortliche Berufsarbeit — wie z. B. den Umgang mit Giften — und durch die Verantwortlichkeit der Allgemeinheit gegenüber. In früheren Jahrhunderten haben die Apotheken ein Arzneimonopol besessen, das erst im 19. Jahrhundert, als verschiedene Apotheker, wie z. B. Schering, mit der indu- triellen Herstellung von Arzneimitteln begannen, durchbrochen worden ist. Damals wurden die harmlosen Drogen im Zeichen der Gewerbefreiheit zum Verkauf auch außerhalb von Apotheken freigegeben. Heute entscheidet in der Praxis meistens der Verwendungszweck, ob bestimmte Heilmittel nur in Apotheken oder auch in Drogerien abgegeben werden dürfen. Die Apotheken müssen aber heute aus wirtschaftlichen Gründen großen Wert darauf legen, daß nicht nur die sogenannten apothekenpflichtigen Artikel, sondern auch die frei verkäuflichen Waren in ihren Betrieben zum Verkauf gelungen. Der Anteil der Rezeptureinnahmen an den Gesamteinnahmen der Apotheken beträgt heute etwa 30 bis 35 v. H., woraus man errechnen kann, daß die wirtschaftliche Rentabilität im wesentlichen von dem Verkauf sonstiger Heilmittel und Drogen abhängig ist. Es ist selbstverständlich, daß im nationalsozialistischen Staat die Interessen von Apotheken, Drogerien und der pharmazeutischen Industrie, für die eine möglichst breite Absatzgrundlage vorhanden sein muß, nach wirtschaftlich gerechten Maßstäben gegeneinander abgewogen werden.
Die deutsche Apothekerschaft erstrebt heute eine Fortentwicklung der Arzneimittelgesetzgebung in der Richtung einer Wiederbelebung b e r ’n e = zeptur. Die teilweise Beseitigung der einschränkenden Bedingungen der früheren Notverordnungen, insbesondere die Herabsetzung der Rezeptgebühr aus 25 Pf., ist ein bedeutsamer Schritt auf diesem Wege. Infolgedessen hat sich auch der Umsatz der deutschen Apotheken in den letzten Jahren beträchtlich erhöht Im Jahre 1932 konnten für 280 Millionen Mark umgesetzt werden, 1933 für 350 Millionen Mark und 1935 schätzungsweise bereits für mehr als 400
Millionen Mark. Diese steigende Kurve darf keineswegs zu dem Trugschluß führen, daß der Gesundheitszustand des deutschen Volkes sich verschlechtert hat. Die Dinge liegen vielmehr so, daß durch die Ueberwindung der Arbeitslosigkeit auch die wirtschaftlich schwächeren Bevölkerungsschichten wieder in die Lage versetzt worden sind, auch bei leichteren Erkrankungen Heilmittel in Anspruch zu nehmen.
Die Ausbildung des deutschen Apothekers ist in den letzten Jahren neu geregelt worden und dauert heute im ganzen 6 Jahre. Nach dem Reifezeugnis ist eine zweijährige Lehrzeit in einer sogenannten Lehrapotheke durchzumachen. Dann kommt ein Vorexamen und ein Studium von 6 Semestern, das mit dem Staatsexamen abschließt. Nach einer weiteren praktischen Tätigkeit, die ein Jahr dauert und das sogenannte soziale Berufshalbjahr einschließt, ist die eigentliche Berufsausbildung beendet. Ein entscheidender Wert wird heute auf die berufliche Fortbildung des Apothekers gelegt. Diese geschieht durch die Veranstaltungen der Akademie für pharmazeutische Fortbildung. Durch die Akademie werden die Apotheker mit allen Neuerungen der pharmazeutischen Wissenschaft bekannt gemacht. Von den rund 7200 Apotheken, die wir heute in Deutschland haben, sind nur etwa 550 Lehrapotheken. An diese werden natürlich besondere Anforderungen gestellt; sie müssen über die erforderlichen Einrichtungen verfügen, und ihre Inhaber müssen neben anerkannten' Kenntnissen die Gewähr dafür bieten, daß auch die charakterliche Erziehung des Nachwuchses in jeder Hinsicht gepflegt wird. Die Anzahl der Lehrapotheken ändert sich alljährlich nach dem Bedürfnis. Die Bestimmung darüber, welche Apotheke Lehrlinge ausbilden darf, trifft der Reichsminister des Innern auf Vorschlag der Deutschen Apothekerschaft.
Während noch vor vier Jahren zirka 1500 Apotheker von den etwa 18 000, die es in Deutschland gibt, ohne Beschäftigung waren, sind heute alle wieder in ihrem Beruf tätig. Rund 50 v. H. aller deutschen Apotheker sind selbständig als Inhaber, Pächter oder Verwalter. Seit dem 1. Oktober 1936 sind die Apotheken, die bis dahin noch im Besitz von Juden waren, auf Grund des früher erlassenen Pachtgesetzes an arische Apotheker verpachtet worden. Heute gibt es etwa 1500 Pachtapotheke n, deren wirtschaftliche Grundlagen gesichert sind. Im ganzen ist durch das Pachtgesetz ein sehr bemerkenswerter wirtschaftlicher Fortschritt durch die Regelung von Pachtzins und Miete erzielt worden.
Auf ungefähr 8000 Deutsche kommt heute im ganzen Reichsgebiet etwa eine Apotheke. Dadurch ist eine geordnete Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Heilmitteln bei Wahrung der wirtschaftlichen Rentabilität der Apotheken gesichert. Die tätige Mitarbeit, die die deutschen Apotheker im Rahmen des Vierjahresplans leisten, beschränkt sich nicht auf die Forschungsarbeit an den Hochschulen, sondern erfaßt auch den in der Praxis stehenden Berufsangehörigen. Auf dem Gebiete von Deien und Fetten find bereits zahlreiche Versuche angestellt, wodurch es wohl sehr bald möglich sein wird, daß das Erdnuß- und Olivenöl durch heimische vollwertige Stoffe ersetzt werden kann.
Blutfaf in einer Belgrader Lehranstatt.
In der Mittelschule für Geometer in Belgrad ereignete sich ein aufregender Vorfall. Ein Schüler, der die Anstalt wegen seiner Studienmißerfolge verlassen sollte, stürzte sich in der vollbesetzten Klasse auf seinen Lehrer und brachte ihm mit einem Dolch mehrere lebensgefährliche Stichwunden bei. — In der elektrotechnischen Mittelschule ver- uchte ein Schüler aus dem gleichen Anlaß seinem Klassenlehrer Salzsäure ins Gesicht zu schütten. Der Anschlag mißlang. Der Semestererfolg an den Belgrader Mittelschulen ist in diesem Jahr besonders schlecht, so daß über 30 v. H. der Schuler die Schulen verlassen müssen.
Sechs Tale beim Zusammenstoß zweier französischer Marineflugzeuge.
Zwei Marineflugzeuge des französischen Flugzeugträgers „Bearn" stießen bei einem Nachtflug in Senegal zusammen. Die Besatzungen der beiden Flugzeuge, sechs Mann, kamen dabei ums Leben.
Wieviel essen die Berliner?
Es gibt etwa 3 Millionen landwirtschaftliche Betriebe in unserem 67-Millionen-Volk und 4 Millionen Berliner! Das bedeutet, daß jeder landwirtschaftliche Betrieb gewissermaßen allein schon für einen Berliner die Nahrung mitzuschaffen hat. Diese 4 Millionen Berliner verbrauchen jährlich eine ganz stattliche Menge von Nahrungsmitteln. Mit kleinen Größen darf man nicht erst rechnen. 525 Millionen Kilogramm Kartoffeln, 300 Millionen Kilogramm Fleisch, 154 Millionen Kilogramm Gemüse verzehren die Ber- linen jährlich allein zum Mittag- und Abendessen. 216 Millionen Brote, 50 Millionen Kilogramm Butter, 19 Millionen Kilogramm Käse müssen ebenfalls herbeigeschafft werden, nicht zu vergessen 349 Millionen Liter Milch und 800 Millionen Stück Eier. Auch andere Nahrungsmittel wie Zucker, Schmalz, Hülsenfrüchte, Obst usw. werden in Millionengrößen verbraucht. So groß sich diese Zahlen vielleicht anhören, auf den Kopf der Bevölkerung umgerechnet, ergeben sie nicht etwa, daß der Berliner übermäßig viel und gut ißt, der Bedarf so vieler Menschen summiert sich nur. Wenn Berlin in seinem großen Stadtbezirk auch noch etwas Landwirtschaft betreibt, einige Güter besitzt, mehr als 100 000 Berliner einen Kleingarten besitzen, ist die Reichshauptstadt natürlich doch in erster Linie auf d i e Zufuhr von außerhalb angewiesen. Berlin ist schließlich nicht nur der größte Verbraucher, sondern damit auch gleichzeitig der größte Abnehmer für die Erzeugnisse unserer Landwirtschaft.
Bei jeder Spende fönt die Glocke.
Auf dem Königsplatz in Leipzig wurde für das WHW. eine große Olympia-Glocke aufgestellt. Beim Einwurf jeder Spende schlägt die Glocke an und spricht durch ihren Mund den Dank der Volksgenossen aus. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Mit der lebhaften, vom Atlantik ausgehenden und über Nordeuropa hinwegführenden Wirbeltätigkeit setzt sich auch die Ueberflutung des europäischen Festlandes mit milder Meeresluft fort. Die einzelnen Störungsgebiete bringen dabei vornehmlich den nördlichen Teilen Deutschlands Regenfälle, während unser Gebiet leichte Unbeständigkeit, aber nicht durchweg unfreundliches Wetter zeigt. Die Gesamtlage erfährt vorerst wenig Aenderung.
auf derartige Inschriften und historisch^interessante Zeichen wie Wappen, Jahreszahlen, ntemmetzzel- chen, Hausmarken und -spräche zu untersuchen und die Funde zu melden. Der Verein für Naliauische Altertumskunde und Geschichte ist mit der Sammlung dieser Inschriften beauftrag! ropröen und wird das Ergebnis dieser ersten planmäßigen Bestandsaufnahme veröffentlichen. Später sollen auch die Inschriften an Kirchen, Kapellen, Bildstöcken usw. gesammelt werden.
Roch kein Abflauen der Grippe in England.
Die Grippeepidemie in England will noch immer nicht abflauen. In der letzten Woche hat die Grippe in den wichtigsten Städten des Landes 115 5 Todesopfer gegen 1137 in der vorhergehenden Woche gefordert.
Eisenbahnräuber Fritz Schüller hingerichtet.
In Breslau wurde Fritz Schüller hin gerichtet, der vom Sondergericht wegen Mordes und Verbrechen gegen § 1 des Gesetzes zur Gewährleistung des Rechtsfriedens zweimal z u m T o d e verurteilt worden ist. Schüller hat — abgesehen von zahlreichen schweren Diebstählen — 1932 in Löwen (Kreis Brieg) bei einem mit mehreren seiner Bruder verübten räuberischen Ueberfall auf eine Kolonialwarengroßhandlung den Kaufmann Adolf Ludwig ermordet und 1935 ebenfalls mit dreien seiner Brüder bei der Blockstelle Rothwasser m Schlesien einen Eilzug angehalten und unter Abgabe zahlreicher Schüsse auf die Bahnbeamten aus dem Postwagen des Zuges 51000 RM. geraubt — Die beteiligten Brüder Hermann und Willy Schüller find am 1. Juli 1936, als sie sich ihrer
polizeilichen Festnahme durch Abgabe scharfer Schüsse zu widersetzen suchten, im Feuerwechsel erscho s- s e n worden. Erich Schüller hat am 12. Dez. 1936 seinem Leben durch Selbstmord ein Ende gemacht.
Wieder ein Fall von Lynchjustiz in USA.
In Headland (Alabama) stürmten bewaffnete Bauern das Stadtgefängnis und bemächtigten sich eines 18jährigen Negers, der der Vergewaltigung eines weißen Mädchens beschuldigt wurde. Wenige Stunden später fanden Polizeibeamte die L e i ch e des Negers, von zahlreichen Schüssen durchlöchert, an einem Baum hängen.
Ein neuer Fall von Wenschenenlführung in Amerika.
Gegenwärtig beschäftigt die amerikanische Oeffent- lichkeit ein 'neuer Entführungsfall, der ebenso ruchlos wie die vorhergehenden durchgeführt worden ist. Das Opfer ist der 67jährige Kreisarzt Dr. David aus Willow Springs (Missouri), der nach Erhalt eines telephonischen Hilferufes einem unbekannten Mann gefolgt und seitdem verschwunden war. Zwei Tage später erhielt die Familte eine Forderung über 5000 Dollar Lösegeld. Verzweifelte Versuche, mit den Entführern in Verbindung zu treten, um das Geld zu zahlen, mißlangen. Jetzt verhaftete die Polizei den Entführer. Er geleitete sie zu einer einsamen Waldstelle, wo er die kugeldurchlöcherte Leiche des Arztes versteckt hatte. Die Polizei brachte den erst 20jährigen Mörder schnellstens in ein unbekanntes Gefängnis, um ihn vor der Lynchwut der sich zusammenrottenden Menge zu schützen.
Aussichten für Freitag: Vielfach dunstiges, sonst gelegentlich aufheiterndes und überwiegend bewölktes Wetter, strichweise auch Regen, bei südwestlichen Winden für die Jahreszeit mild.
Aussichten für Samstag: Bei Luftzufuhr aus Süd bis West ziemlich mild und zu leichten Regenfällen geneigt.
Lufttemperaturen am 3. Februar: mittags 7,9 Grad Celsius, abends 1,1 Grad; am 4. Februar: morgens 2,8 Grad. Maximum 8,1 Grad, Minimum heute nacht 0 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Februar: abends 0,1 Grad; am 4. Februar: morgens 0,1 Grad. — Sonnenscheindauer 2,3 Stunden.
Wintersport-Wetterbericht.
Schwarzwald. Feldberg: Heiter, 0 Grad, 80 cm Gesamtschneehöhe, Sportmöglichkeiten gut.
Alpen. Schneefernerhaus: Heiter, —4 Grad, 350 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski gut, Rodeln mäßig.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 36: 11 250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch» und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllusttierten 15 Pf. mehr. Emzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig,


