Donnerstag, H-Abrnar Mi
18 Z. Jahrgang
Auf Befehl Moskaus für die Aufrüstung Frankreichs V
III | I | ▼
Die Wehrpoliiik des französischen Kommunismus
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Die Wehrdebatte in der französischen Kammer
Hubertus.
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(Scherl-Bilderdienst-M.)
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einmal k" jeginnend:
Wagner, streße 41, dtersweg, 564Ö
Italien unv die Türkei.
Das Ergebnis der Mailänder Zusammenkunft.
Don Oberstleutnant a. O. Bleyhoeffer.
Der Bolschewismus bedroht in gleicher Weise wie Europa auch die ostasiatische Welt, namentlich China und Japan. Letzteres hat sich mit Deutschland zum gemeinsamen Kampf gegen diese Gefahr verbunden. China würde zweifellos diesem Bunde beitreten, wenn es nicht andere Differenzen von Japan trennten. Es ist vom Bolschewismus am weiften ge» fährdet, wegen feiner langen mit Rußland gemeinsamen Grenze und wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage seiner Bevölkerung, die für den bolschewistischen Bazillus einen guten Nährboden darstellt. Japan, das isoliert auf seinen Inseln liegt, auch von vornherein eine energische daher erfolgreiche Abwehrstellung gegen die Invasion einge» nommen hat, ist weniger gefährdet, zumal es sich in dem Staate Mandschukuo auf dem Festlande ein Desinfektionsgebiet gegen den Krankheitstra- ger geschaffen hat.
Nach Abschluß des deutsch-japanischen Abkommens ist Moskau von der Aeußeren Mongolei aus in Richtung auf die Innere Mongolei und die chinesische Nord-Westprovinzen Schensi-Schansi zur Offensive übergegangen und hat den in dieser Gegend sitzenden chinesischen Kommunisten den Befehl zum Angriff gegeben. Infolgedessen fühlt sich auch Japan in seinen bedeutenden Interessen in diesem Teile Chinas bedroht. Hier liegt daher der augenblickliche Wetter winkel in Ostasien, wo chinesische, japanische und sowjetrussische Interessen aufeinander stoßen.
Verkauf eststücke Saison an-
ohne Einmischung von internationalen Organen von der Art des Völkerbundes, ohne Bezugnahme auf nebelhafte Gedankengänge und äußere Garantien gelungen fei. In der Frage der M e e r e n g e n fei zwar keine Entscheidung getroffen worden, aber es habe ein von großem Verständnis getragener Gedankenaustausch stattgefunden. Die Mailänder Zusammenkunft sei kein Abschluß, sondern eine Wied eran- knüpfung , im Rahmen der italienischen Außenpolitik stelle sie doch einen moralischen und diplomatischen Erfolg dar. Auf dem internationalen Feld bedeute sie einen neuen Faktorder Sicherheit und der Stabilität, nichts anderes, aber dies fei schon viel.
[jd gegen die Regierung Blum, die durch den Pakt m: Moskau eine Unterstützung der Kommunisten ericlten hat, die aus politischen Gründen von einem Dl der Kammer und von der französischen Oef- fe:tlichkett geradezu als eine Gefahr betrachtet mb.
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wichtigen Frage der Regierung ihr Vertrauen ver- ( weigert.
Das „Echo d e P a r i s" betont, daß die Oppo- | fition der Rechtsgruppen sich gegen die Regie- , rung Blum gerichtet habe und nicht gegen d e n K r i e g s m i n i st e r. Die Landesverteidigung sei von der allgemeinen Politik und vor allem von der Finanzpolitik untrennbar. Die Regierung Blum aber könne niemals die für die Zukunft ihres Landes besorgten Franzosen beruhigen. Auch der „Ma- tin" und der „Figaro" ironisieren die Haltung der Kommunisten und nennen diese plötzlich an den Tag gelegte „Vaterlandsliebe" der Kommunisten einen „vorgetäuscbten Loyalismus". Denn kürzlich habe es noch bei ihnen geheißen: „Das wahre Vaterland eines Proleten ist in Sowjetrußland!"
ÄMalsozMten kehren derVoWrontdenMcken.
Paris, 4. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Volksfront scheint sich nicht mehr der ungetrübten Zuneigung all ihrer Anhänger zu erfreuen. Die Vorstände der Radikalsozialistischen Partei und der Radikalsozialistischen Jugend im Departement Allier (obere Loire), haben beschlossen, erst „an dem Tage wieder ihren Platz in der Volksfront einzunehmen, an dem die Sozialisten die republikanische Disziplin wieder achten". Die Radikalsozialisten von La Rochelle haben die Partei aufgefordert, eine klare Haltung gegenüber der Volksfrontbewegung einzunehmen. Die Parteileitung möge ebenfalls beschließen, ob die Verbindung mit einer Partei der äußersten Linken, die von Moskau abhänge, weiter aufrechterhalten werden soll. Die Radikalsozialisten von La Rochelle würden vorläufig vermeiden, durch Redner oder Abordnungen an Volksfront-Kundgebungen mitzuwirken, an denen sich Kommunisten beteiligen.
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als Deutschland vollständig entwaffnet war, bleibt nichts anderes als der Ausfluß eines tiefen Mißtrauens gegen Deutschland, das nach den wiederholten Erklärungen des Führers überhaupt keine Streitpunkte mit Frankreich hat. Die Wiederkehr des Militärbündnisses mit Moskau zeugt dieselben Wirkungen wie die des französischen Borkriegsbündnisses. rt-
pariser pressestimmen.
Paris, 3. Febr. (DNB.) Die Pariser Presse beschäftigt sich mit dem Abschluß der Wehraus- spräche in der Kammer. Die Blätter der Volksfront bezeichnen es als einen Erfolg der Regierung Blum, daß die Dertrauensentfchließung eine Mehrheit von 413 gegen 124 erbrachte, machen jedoch gleichzeitig ihrem Unmut über die nationale Opposition Luft, die der Regierung das Vertrauen versagt hat — wenngleich sie es an sich dem Kriegsminister Daladier eingeräumt haben würde. Die radikalsozialistische „Republique" stellt resigniert fest, daß ein solcher Tag, der für die Welt em Beweis eines einmütigen, starken und für den Fall der Not entschlossenen Frankreichs hätte bringen müssen, in der Kammer ein Bild der Uneinigkeit gezeigt habe.
Die Tatsache, daß die kommuni st ischenAb- geordneten im Hinblick auf den Pakt Paris— Moskau plötzlich vorbehaltlos für eine verstärkte Aufrüstung Frankreichs eingetreten sind, gibt der „Humanite" keine leichte Nuß zu knacken Das Blatt der Komintern, dessen anti-militaristische und unnationale Einstellung sprichwörtlich war, muß sich nun große Mühe geben, seinen Lesern den Stellungswechsel zu begründen. Dabei greift es hysterisch zu dem Kinderschreck der , Hitler-Gefahr". Die Kommunistische Partei Frankreichs habe die kollektive Sicherheit organisieren und gleichzeitig Frankreich eine starke Armee geben wollen, die Rechtsparteien jedoch hätten in dieser lebens-
»nschaft riebenen Wer* nsere Verlas; iblick in die Ä SStf ichterfelde
Wie ist es zu der Anhäufung von kommunistischen Kräften in dieser Gegend gekommen? In den Jahren 1930 und 1934 hatte T s ch i a n g k a i s ch e k die Kommunisten in Mittelchina geschlagen. In gewaltigem Zuge, „wie ihn die chinesische Geschichte noch nicht gesehen", zogen sie quer durch China nach der Provinz S e t s ch u a n und ein Teil weiter nach Westen, der andere nach Norden in die Provinzen K a n s u und S ch e n s i, und dieses sind die augenblicklichen Unruhestifter in Nordchina. Sie haben auch die Japaner auf den Plan gerufen durch die Parole: „Quer durch Schansi gegen die Japaner". Dieser Vorstoß mißlang: die Kommunisten mußten auch Schensi aufgeben und zogen sich in die westlich von dieser Provinz gelegene Gegend zurück, von wo aus sie, mit ihren Moskauer Gesinnungsgenossen in Tuchfühlung, der Zentralregierung das Leben schwer machen.
Ausgerechnet in diesem vom Kommunismus aufgewühlte Gebiet begab sich der chinesische Führer Tschiangkaischek, um in der Nähe von Tsianfu Schwefelbäder zu nehmen. Hier war sein „Freund" Tschanghsueliang Oberkommandierender der antikommunistischen Streitkräfte in Nord-Westchina. Er litt dauernd an Geldknappheit, was die ihm unterstellten Truppen zu spüren bekamen; sie wurden dadurch zusammen mit ihrem Kommandierenden besonders empfänglich für den aus Moskau heranrollenden Rubel und von dem Krankheitserreger infiziert. Dieser hatte Zeit, sich sestzusetzen und zu verbreiten, da die Zentralregierung mit ihrer ganzen Macht im Süden gegen das unbotmäßige Kanton beschäftigt war. Die wei- tere Geschichte der Gefangennahme Tschiangkai- scheks, feiner Befreiung und gemeinsamen Abreise mit seinem zurückgewonnenen „Freunde" ist bekannt. Die Lösung ist typisch chinesisch und kann nur von denen verstanden werden, die einen Einblick in chinesisches Fühlen und Denken gewonnen haben. Die zurückgebliebenen Unterführer und kommunistischen Truppen sind aber keineswegs mit dieser Lösung zufrieden und stehen nach wie vor mit Moskau in einer Front gegen die Nankingregierung: sie bilden eine nicht zu unterschätzende Gefahr, die nach der vollständigen Wiederherstellung des Marschalls beseitigt werden dürfte.
Japan steht, wie gesagt, seit langem in energi» scher, erfolgreicher Abwehrstellung gegen den Bolschewismus und versucht in neuerer Zeit auf dem Festlande offensiv gegen ihn vorzugehen. Die Regierung klärt mit allen Mitteln das Volk über den wahren Charakter der kommunistischen Bestrebungen auf und findet auch in den weitesten Kreisen Verständnis. Jnnerpolitische Reformen suchen etwaige bered)tigte Beschwerden einzelner Teile der Bevölkerung zu beseitigen. Die M i l i t ä r p a r t e i steht, wie aus den neuesten Nachrichten ersichtlich, als Gralshüter auf ihrem Posten gegen Uebergriffe der Parteien, im Kampfe gegen die Demokratie, der Vorstufe zum Bolschewismus, mit dessen Hilfe 1923 die erste kommunistische Partei in Japan gegründet wurde. 1924 folgte darauf das Gesetz gegen die Verbreiter „gefährlicher Gedanken". Studenten gründeten 1926 eine der 3. Internationale angeschlossene kommunistische Partei, die unter Führung Moskaus stand. 1928 folgte ein verschärftes Gesetz, das die Todesstrafe für Verbrechen einführte^ „die durch unterirdische Gesellschaften gegen den Staat : gerichtet sind". Massenverhaftungen folgten. Durch ‘ den nationalen Aufschwung der letzten Jahre wurde i den kommunistischen Tendenzen der Boden entzo- > gen. Es fanden Gründungen von nationalen Ar- ■ beiteroereinigungen statt, und es hat den Anschein, als ob der gesunde patriotische Sinn des Japaners ' gegen den kommunistischen Bazillus immunisiert i worden ist. In Japan gibt es keine offizielle kom- i muniftifdje Partei.
Beide Staaten, China und Japan, beide für i sich allein find gegen den Bolschewismus und be- ' kämpfen ihn, jeder für sich allein. Im Prinzip find ! sie also einig, uneinig sind sie sich in der Taktik, vb i jeder für sich allein, ober beide im Bunde den Kampf führen sollen. Japan ist für eine gemeinsame Bekämpfung in der Weise, daß es China, das nach
Gir Eric Phipps.
Die Versetzung des englischen Botschafters Sir Eric Phipps, von Berlin nach Paris, stellt den ersten Fall einer solchen Maßnahme in der Nachkriegszeit dar. Diese Versetzung kann außenpolitisch insofern von großem Nutzen werden, als
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Mailand, 3. Febr. (DNB.) lieber die Befpre- i chungen zwischen dem türkischen und dem italienischen Außenminister wurde eine Verlautbarung ausgegeben, in der es heißt:
Den Abmachungen von Montreux über das Meerengenproblem und den gegenseitigen Stellungen im östlichen Mittelmeer wurde besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Aus diesem freundschaftlichen Gedankenaustausch hat sich in klarer Weise ergeben, daß Italien und die Türkei durch keinerlei Fragen getrennt werden. Es wurde weiter der Wille und die Nützlichkeit festgestellt, für den Frieden und die Stabilität zusammenzuarbeiten. In diesem Sinne sind die beiden Außenminister übereingekommen, weiter in Verbindung zu bleiben, um die Ergebnisse des Gedankenaustausches praktisch wirksam zu gestalten.
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Die Turiner „Gazetta del Popolo" erklärt, Frankreich, England und Sowjetrußland hätten nichts unversucht gelassen, die kemalistische Türkei gegen Italien aufzuhetzen. Frankreich habe dabei ein französisch-sowjetrussisch-türkisches System im Auge gehabt, das den bolschewistischen Streitkräften einen Weg öffnen sollte, der sie im Kriegsfälle an den Rhein führt. England habe neben den Franzosen, Jugoslawen und Griechen auch die Türken und Sowjetrussen zur Belagerung Italiens im Mittelmeer einspannen wollen, während Sowjetrußland diese Gelegenheit habe wahrnehmen wollen, sich gleichzeitig d t e Meerengen zu erschließen und den Faschismus abzuwürgen, nicht ohne die geheime Hoffnung, die Türkei zu „fowjetisieren . Dies alles habe feinen Höhepunkt gefunden in den Mtt- telmeerverträgen non 1935. Aber Italien habe schließlich den Sieg davongetragen, und alle Verdächtigungen, die das türkische Mißtrauen gegen Italien erwecken sollten, seien zusammen^ebrochen. Die Türkei habe aus den verschiedensten Ereignisten erkannt, wo für sie die wahre Gefahr liege: im bolschewistischen Rußland. Deshalb nähere sich die Türkei heute wieder Italien.
Das Blatt nennt dann drei Punkte über die nunmehr eine Verständigung herbeigefuhrt werden müsse: 1. Freiheit und Sicherheit für alle, besonders im östlichen Mittelmeer; 2. italienische Anerkennung der Rechte auf den Meerengen, die der Türkei in Montreux zugestanden wurden, mit der einzigen und ausdrücklichen festgarantierten Bedingung, datz sie niemals in den Dienst des bolschewistischen Imperialismus gefüllt werden, und 3. das nicht mehr erträgliche Schicksal der Völker des Schwarzen leeres und des Kaukasus, , der Ukraine, der Krim, Georgiens und Aserbeidschans, die der moskowitische Bolschewismus im
Die Zusammenkunft von Mailand, so schreibt der Corriere della Sera", fei der klare Be- ! weis dafür, daß die Regierung von Ankara ihre - Vorurteile gegen Italien vollständig i fallen gelassen habe. Es gelte nun, die seit - 1928 verlorene Zeit wieder emzuholen. Cs, sei zu - begrüßen, daß die Lösung der Fragen des östlichen , Mittelmeeres in einer direkten Aussprache zu zweien
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/Üben Uli) i t mit einer Ueberraschung beschlossen worden. Die unbti Sb m m u n i ft e n stimmten auf Moskaus Befehl Freien dcy fr die Regierung Blum, insgesamt erhielt öädjft, leqj D im mit seiner Vorlage für die Landesverteidi- ’!er unb boti : ging 413 Stimmen der Kommunisten, Sozialdemo- o natürli(fM Enten und Radikalsozialisten gegen 124 Stimmen & Rechten bei nicht weniger als 65 Stimment- mmen hciungen. Man könnte ausrechnen, daß etwas über i unb 9V- 1 o. H. die Landesverteidigungsvorlage Blums ab-
Dlan läßt es auf der linken Seite nicht an Be- fdKÖrungen der Rechten fehlen, nachdem die soge- nc inte Volksfront die Verteidigung Frankreichs aL ihre vornehmste Aufgabe betrachte, von der Äueigung gegen Moskau und die französischen M»sköwiter abzulassen, um das Bild eines geeinigten Frankreich der Welt darbieten zu können. Man wirft der Rechten vor, die Partel- pcßtik über das Vaterland gestellt zu haben, aber ■ ms ist das Vaterland für die plötzlich so bewilli- giigsfreubigen Kommunisten? Thorez, der in seiner Xnart unqualifizierbare Bolschewistenhäuptling, ht darauf erwidert, das Vaterland des französisch n Proletariats fei d i e Sowjetunion, Krnkreich werde nach dem Willen der Kommuni- ftd zu einer Verfassung gelangen, die der der Twjetunion genau entspricht und das reiche Land zu einer Sektion der moskowitischen Internationale nrchen will. Das ist der Zweck, dafür nehmen die Sbnmuniften den Vorwurf auf sich, ihre vorgebliche Ki egsfeindschaft aufgegeben zu haben. Frankreich sol durch diese Abstimmung noch enger an die Politik Stalins geschmiedet werden.
3n französischen Rechtskreisen hat man sehr wohl er’nnnt, was die Linke und deren treibende Kraft, fcc französische Kommunismus, will. Als der rechts- fkeenbe Abgeordnete d e Ke r illy s peinliche Wahrheiten über die Tätigkeit des französischen Mtfahrtministers Pierre C o t für die Bolsche- Dilen Spaniens veröffentlicht und bekanntgab, daß j ic s neue ft e Kanonenflugzeug Frank- l icichs an Moskau geliefert worden fei, < Ian es zu Lärmszenen und zu einer lahmen Er- , Dilerung Pierre Cots, die einfach bewies, daß die : Sirmürfe de Kerillys zu Recht bestanden. Abge- ! feien von der Frage, wie sich diese Flugzeugliefe- 1 mgen an Spaniens Marxisten und Anarchisten nr: der Nichteinmischung vertragen, die S8üm bekanntlich angeregt hatte, ist doch die gefönte Tendenz der 19-Milliardenvorlage allein
g e n Deutschland gerichtet. Daladier, ter Kriegsminister, hat zwar Deutschland nicht er- wchnt, aber die Bereitstellung eines Spezialisten- kv'PS von 15 000 Mann, die Errichtung neuer Pmzerdivisionen und den Ausbau der Maginot- Inie durch eine zweite Befestigungsanlage sowie 6ii Verlängerung der Befestigungsanlagen im Sltrben bis Dünkirchen und im Süden bis Basel, ii< im Norden durch die Neutralitätserklärung Mgiens nötig wurden, hat doch nur den einen Zweck, gegen Deutschland alle Möglichkeiten der Sirteibigung und des eventuellen Angriffs zu er- Wpfen. Dabei wird Bezug genommen auf die -Kitsche Aufrüstung. Aber abgesehen davon, daß iii Franzosen die stärkste Militärmacht des alten hiopa wurden als Deutschland völlig wehrlos war, iit doch das Argument, das besonders von der französischen Generalität gegen Deutschland vorgelocht wurde, höchst einseitig und geschichtsfälschend.
i ’3n der „Revue des Deux Mondes" hat General iVeygand die These vertreten, Frankreich sei cb olut friedliebend. Aber Deutschland rüste auf iinD Frankreich müsse folgen. Er fragte: „Kündigt Hufe gewaltige Anstrengung den Krieg von sargen an? Niemand weiß es. Aber die un- zeioöhnliche militärische Stärke, zu der Deutschland -mir bemerkenswerten Opfern und höchster Tatkraft rgt ist, bedeutet, daß Deutschland entschlossen von dieser Stärke Gebrauch zu nach en (!). Es wird dies tun, um das Gewünschte ! m erobern, wenn es zur Verwirklichung seiner Dünsche nicht mehr genügt, die Stärke zu zeigen. Shr wird glauben, daß lediglich das Sicherheits- kb ürfnis einen Friedensstand von mehr als eine Mion Mann notwendig macht? Eine so starke 5ireitmad)t, die ständig von hochgespannten vater- ILdischen Gefühlen beseelt wird, bedeutet stets eine Sifahr."
Man könnte dem General Weygand die Frage M legen, ob nicht Frankreichs Millionenheer, l?iie Befestigungsanlagen, feine neuen Panzer- liiifionen nicht minder eine Gefahr bedeuten. & nn General Weygand für Frankreich in Anspruch nimmt, den Frieden zu wollen und Deutschland somatisch des Gegenteils bezichtigt, wahrend ^utschland sich doch nur innerhalb der hochgerüste- i=tn Staaten, zu denen vor allem Frankreich ge- fo-t, mit aller Kraft die notwendige Sicherheit nimmt, die unter demokratischen Phrasen der deut- Ih n Regierung vorenthalten worden war, dann II M die französische Kriegspsychose geradezu ein Hin- ,ietmis für den Weltfrieden schlechthin, und die stan- Üte Aufrüstung Frankreichs, die es schon betrieb,
sich um einen Mann handelt, der sowohl Aufblühen des neuen Deutschland, als auch die Richtlinien der deutschen Außenpolitik 3V2 Jahre lang aus nächster Nähe und in ständigem unmittelbarem Gedankenaustausch mit maßgeblichen deutschen Männern studiert hat. Sir Eric Phipps bringt also für den Pariser Posten so eingehende Kenntnisse des nationalsozialistischen Deutschland mit, wie sie vor ihm noch kein britischer Botschafter in Paris gehabt hat. Man darf hoffen, daß sich diese Tatsachen allen kommenden Verhandlungen zum Besten Europas auswirken werden. Sir Eric Phipps war vor seiner Berliner Tätigkeit seit 1928 Gesandter in Wien gewesen. Am 18. Oktober 1933 folgte er dann seinem Vorgänger Sir Horace Rumdöld auf dem Berliner Posten, auf dem er sich große Sympathien erworben hat.
Annahme von Anzeigen
für Die Mitlagsnummer
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lnxn» gechnt haben. Aber diese parlamentarischen Demon- uaiane^ nrifion richtete sich nicht gegen die Notwendigkeit Vr,.ni^ bei militärischen Aufrüstung an sich, sondern ledig- 9er oaf)inte\ - ■ ■ ~ v m-ei
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