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g des deutschen Rechtsanspruches auf K o - lbesitz hätten die beiden Mächte keine bru-

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Lir nationalspanische Heeresbericht Dotir Donnerstag lautet: Im Abschnitt Jraza an der aiütGl'>c)6ayara-Front vereitelten unsere Truppen einen feichlitzen Angriffsoersuch und fügten dem Gegner zalhleche Verluste zu. Es wurden 22 Gefangene ' ,geWit, sowie 46 Gewehre und» anderes Kriegs- -* 1ncttfr'nl erbeutet.

D!orchau darauf Hinweisen, daß es durchaus nicht bcrmtigt sei, ryenn Polen mit einer Bevölkerung vlM und 33 Millionen Menschen keine Kolonien höche während kleinere Länder, wie Holland und Belgien, größere Kolonialgebiete bcisöß n. Polen werde eine Zulassung zu jeder irii ter nationalen Kolonial konferenz gen, die in Zukunft einberufen werden könnte.

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a« leit Weigerung entgegensetzen wollen, aber sie hät- ' ien irklärt, dieses Problemnicht a l s einzel-

wMthten aber eine möglichst baldige Verständigung pleribie Begrenzung der Ausgaben für Rüstungs- ZlS c-.

Solnische Kolonialforderunqen?

H ris, 3. Dez. (DNB. Funkspruch.)News Ebrtiide" vermutet, daß dem französischen Außen- irinrer Delbos in Warschau bereits ins einzelne

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E n ie5 ins Auge fassen zu können. Frankreich und Ekü^lmd setzten im übrigen ihre Aufrüstung fort,

». f intiabe gegen die Ingenieure der Maginot-Linie. ' 5)iechervorragendsten Generale und Staatsmänner kreichs haben anerkannt, daß diese Befestigun- V gn die wohl gemerkt! zur Zeit der , t!le li f cf) e n Abrüstung begonnen und aus- 0 flpiut wurden, Frankreich das höch ste Maß a tio i Sicherheit gewähren. Sowjetoffiziere, . Munter erst vor IV2 Jahren der inzwischen er« . s tzv'ene Tuchatschewski, wurden in ihre Geheim- 1 riisse eingeweiht. Tatsächlich ist die Maginot-Linie em Aussall- und Deckungslinie für eine offen«

t lHeine politische Nachrichten, mit

an Jk Führer hat an Gauleiter Weinrich -agstt (Kirsis e l) zu seinem 5 0. Geburtstag folgen« ber ! de!s Vlückwunschtelegramm gerichtet:Zu Ihrem

! beAicaen 50. Geburtstage nehmen Sie auch meine belcl yeKMsten Grüße entgegen. Ich verbinde sie mit iiibeöj Wunsche, daß es Ihnen noch viele Jahre Der« W'.gäM sein möge, in voller Gesundheit ihre Kraft deins iXUtschen Volke, der Bewegung und somit auch Verfügung zu stellen." Außerdem über« der Führer Gauleiter Weinrich sein Bild ° y- inr S lberrahmen mit einer persönlich gehaltenen

| | 5?r französische Kriegsminister Daladier lad seiner Rückkehr von einer Besuchsreise ^izösischen Ostbefestigungen erklärt, daß i|ql- inot-Linie 19 38 doppelt s 0 ft art '9iii)e, wie 1936. Die Maginot-Linie zieht sich zi- französisch-schweizerischen Grenze bis zur fran«

Ssich-belgischen Grenze; sie findet im Norden eine ; op;elte Fortsetzung, einmal durch die unmittelbar ' ng schlossene belgische Festungslinie, dann neuer- durch die Befestigungen, die an der ftanzö- - ichbelgischen Grenze erstellt werden; im Süden, Iso in der Schweiz, ist solange auf den Bundesrat xduckt worden, bis er sich zur Anlage von Sper- iin und Aufstellung entsprechender Wehrformatio-

s v französische Stoßarmee, deren furchtbare Ge- f chr erst durch die deutsche Wiederbesetzung des Heilandes 1936 gebannt wurde. B. R.

Der französische Außenminister nach Warschau avqereist.

^nris, 2. Dez. (DNB.) Außenminister Del­lo ist am Donnerstagabend mit dem Nordexpreß i en Warschau abgereift. Der polnische ÄDtchafter in Paris begleitet den Minister. In Pars, betont man, baj^ Frankreich wie England in iliret Wunsche nach einer allgemeinen Entspannung Süll jeher Aussprache mit Deutschland u.n! Italien bereit seien. Sie beabsichtigten QLch nicht, von Deutschland und Italien den Ver- z tijtiauf die Grundsätze ihrer Politik zu verlangen. k; ei nicht unmöglich, zwischen den gegensätzlichen 2Z!uFassungen Brücken z u schlagen, um in rlohniitischen Geiste zu der in Europa einmütig er» nLinchten Entspannung zu gelangen." Der De­

en entschlossen hat.

Nagin 0 t, nach dem diese Befestigung der jimzösischen Ostgrenze genannt ist, wirkte schon -M! bei der Ruhrbesetzung mit und war der Vor« i iTT'jfer für den Ausbau der schon vor dem Kriege 1 rf gegliederten französischen Festungen an der Oft« I reige. Diese Festungen wie Belfort, Epinal, Tonl i.nl Verdun bestehen auch heute noch in teilweise ceirberter Form fort. Sie werden sogar durch Ein- - üss uppen der Maginot-Linie (und zwar in ihrem Z.rifcsn Abschnitt) miteinander verbunden; im vor« jtlöjerten zweiten Abschnitt begleiten die Anlagen L>er Maginot-Linie den Ostabhang der Vogesen und it l=r ersten Linie decken sie den Rhein und dann ite Landgrenze. Die Anlagen sind untereinander i k i^rünben, mit allen Schikanen getarnt, mit Tank- ch- «Mn versehen und so eingerichtet, daß die einzel­ne, 1 ien Gruppen sich auch dann noch weiter selbst ver« irlnt 1-idizen können, wenn dem angenommenen Feinde e.. «ui iiner Stelle der Durchbruch gelungen ist.

Ds Friedensbesatzung besteht aus min« ükftns 160 000 Mann, die durch Einberufung der figr:anntenfrontaliers, der in diesem tiefen tabschnitt wohnhaften Reservisten, mindestens rniuppelt werden können. Der große Festungsbau- rierier Ludwigs XIV., Vauban, war ein Wai-

»NZ Chichibu von Japan empfing den nach Qeil!;3amir entsandten Gebietsführer Schulze.. Der -si 0 Püü; begrüßte den Plan eines Jugendaustausches, $ ^wlüvis Gebietsführer Schulze versicherte, daß er fidrnit allen Kräften der Förderung der Beziehun- ge?i fischen der Jugend Deutschlands und Jcipans ^Qav. rotobn.-n werde.

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Vunie Well schwarz aus weiß

Gternströme

wiederum nur die Lichtriesen dieses Sternstroms, von denen Alkyone die Sonne 600mal an Leucht­kraft übertrifft. Die Plejaden sind viermal so weit entfernt wie die Hyaden und daher scheinbar auf eine engere Himmelsfläche zusammengedrängt.

Auch im Sternbild des Perseus bilden zahl­reiche Sterne in der Umgebung von Algenib einen Sternstrom, dem ferner noch mehrere hellere Sterne der Kassiopeia und einer im Fuhrmann angehören. Bemerkenswert ist, daß die Sternströme vorwie­gend in oder nahe der Milchstraße liegen und auch ihre Bewegungen sich meist in der Ebene der Milch­straße vollziehen.

Wir sehen an einem klaren, mondlosen Dezember­abend die Milch straße als ein zartes Lichtband steil im Südoften zwischen Prokyon und Orion auf­steigen und durch die Sternbilder Zwillinge, Stier, Fuhrmann, Perseus, Kassiopeia und Kepheus zum Schwan im Nordwesten ziehen. An ihrem nördlichen Rande strahlt die Wega in der Leier, die sich be­reits dem nordwestlichen Horizont nähert, wenn auf der entgegengesetzten Seite Sirius, der funkelnde Hundsstern, erscheint. Beide Sterne haben die gleiche bläulich-weiße Farbe und gehören demselben Spek­traltyp an. Aber während Sirius nur neun Licht­jahre entfernt ist, trennen uns von der Wega 27 Lichtjahre. Der scheinbar hellere Sirius besitzt daher in Wirklichkeit nur die halbe Leuchtkraft der Wega. Die Strahlungstemperatur der Oberfläche beider Sterne beträgt rund 11000 Grad.

Südlich der Milchstraße schließen sich an den Perseus die vier hellen Sterne der Andromeda und die große, aus einem Quadrat und einem Sechseck bestehende Pegasusfigur an. Den Südhimmel rechts vom Orion erfüllen die Sternbilder Eridanus, Wal­fisch, Widder, Fische und Wassermann. Bis 18 Uhr ist dicht über dem Südhorizont auch noch der helle Fixstern Fomalhaut zu sehen. Der optisch veränder­liche Stern Algol im Perseus, dessen Licht in regelmäßigen Abständen von knapp 69 Stunden durch den umlaufenden Begleiter verdunkelt wird, hat günstig zu beobachtende Lichtminima am 5. De­zember um 23 Uhr, am 8. um 20 Uhr, am 25.Z26. eine halbe Stunde nach Mitternacht, am 28. um 21 Uhr, am 31. um 18 Uhr.

Am Nordhimmel ist der Große Bär gegen 22 Uhr aus der tiefen Lage, die er im Oktober und November einnahm, nach rechts emporgewandert. Die Deichsel des Himmelswagens zeigt jetzt nach unten, während der Kleine Bär gleichsam vom Po-

tragisch zerklüfteten,von dem Lastträgeroolk der Indios" bewohnten Mexiko. Er erspäht tief ver­lagerte Zusammenhänge und schärst den Blick für die Problemstellung der mannigfachen kreuz und quer laufenden politischen Hochspannungen der lateinamerikanischen Welt. Kaum haben wir Zeit gehabt, die Ueberfülle der Gesichte zu verarbeiten, da geht es schon weiter gen Süden, durch die Wun­der stiller Urwälder, in denen dienamenlose" Stadt mit ihren versunkenen Tempeln und Pa­lästen träumt, in das Innere Mittelamerikas, von dessen kulturellem Gefüge auch heute noch manche verschwommene Vorstellung herrscht. Wir beschlie­ßen die atemberaubende Fahrt am Panamakanal, der militärischen Schlüsselstellung der Vereinigten Staaten im Pazifik, deren ehernes Antlitz als hoch­politisches Fragezeichen in kommende Entwick­lungsmöglichkeiten hineinragt.

Wie eine Chronik, aber auch wie eine Folge dra­matischer Szenen lieft sich Albrecht Jans­sens hübsch bebildertes WerkTausendJahre deutscher Walfan g." (Mit 54 Abbildungen. Preis geb. 5 Mk.) Es erzählt von sturm« und meerumbrausten Jagden in den Walgründen der Eismeere. Erschütternd sind die Leiden der Wal­fangpioniere bei Schiffsuntergängen, im Kampf mit Der" erbarmungslosen Natur und dem gefährlichen Fangobjekt. Aber glücklicherweise fehlen auch die Lichter erheiternder Zwischenfälle nicht. Mit Ge­nugtuung vernehmen wir sodann, wie im neuen Deutschland der Walfang unter Leitung des be­währten Kapitäns Karl Kircheiß neu begründet routbe, daß Berufenen ein ergiebiges Arbeitsfeld und der heimischen Fettversorgung wertvolle Be­reicherung winken nicht zuletzt auch, daß mit der baldigen Einführung schmerzloser elektrischer Tötung der Riesentiere gerechnet werden darf.

Noch einReisebuch" möchten wir nennen. Seine Fahrt" lotet hinab in die Tiefe der Jahrhunderte. W underliche Schiffe" find die Gefährte. Wir verdanken ihre Bekanntschaft dem Engländer Stanley Rogers und seinem ebenso liebevollen wie meisterlichen Uebersetzer Dr. Max Müller- Iserlohn. (Mit 140 Abbildungen. Preis geb. 4 Mk.) Das ergötzlich bebilderte Buch ist eine kuriose Sammlung von Witzen der Schiffbaugeschichte. Zün­dend plaudert es von technischen Trugschlüssen und den daraus entstehenden peinlich überraschenden Folgen. Der Leser lacht Tränen, etwa über das flunderförmige PanzerschiffPopov" oder den da­nebengelungenenschlingersicheren Salon" oder die Kleopatra", deren um einen Obelisken herumge­bautes Spantengefüge mit Not und Mühe durch das Mittelmeer hinauf nach London gelotst wurde. Aber hinter diesen wunderlichen Schiffen utid ihrer von manchem Unglück gezeichneten Geschichte steht der wagende, opferwillige und rührende Idealismus der Erfinder und die Gefolgschaftstreue aller, die an feine Erstnderträume geglaubt haben. Die Einzigartigkeit dieses Buches liegt in der Tatsache, daß hier ein Handbuch geschaffen wurde, von dem es schwer zu entscheiden ist, ob sein fachlicher oder kulturgeschichtlicher Reiz der größere ist. Es veran­schaulicht darüber hinaus beispielhaft die demReise­buch" innewohnende Kraft, das Weltgebäude des Lesers um einen neuartigen Ausguck beglückend zu vermehren. L. Zielesch.

Der letzte Monat des Jahres läßt am abendlichen Fixsternhimmel die glanzvollen Wintersternbilder voll zur Geltung kommen. Zu Beginn des Monats sehen wir gegen 22 Uhr im Südosten den Orion, das schönste aller Sternbilder, in welchem links oben die rötliche Beteigeuze, rechts unten der weiße Ri­gel als hellste Sterne strahlen. Drei in einer schrä­gen Linie stehende Sterne zweiter Gröhe bilden den Gürtel des Orion, und, unter dem mittleren der Gürtelsterne bemerken wir noch mehrere kleinere Lichtpunkte, das Schwertgehänge, in dem als heller Lichtfleck der Orionnebel mit bloßem Auge zu sehen ist. Nehmen wir ein Fernglas, so erscheinen zwischen den hellen Sternen des Orion zahllose kleine und kleinste Lichtpünktchen, die gemäß ihrer Eigenbewegung optisch und physisch zum Orion ge­hören. Es handelt sich um einen zerstreuten oder offenen Sternhaufen, dessen Mitglieder eine gemein­same gleichgerichtete Bewegung im Raum besitzen und daher einen Stern st rom bilden. Die sieben hellen Sterne des Orion sind die Lichtriesen in die­sem Sternstrom, Der von der Erde 300 bis 500 Lichtjahre entfernt ist und sich mit einer Geschwin­digkeit von 21 Kilometer in der Sekunde von uns fortbewegt. Die drei Gürtelsterne im Abstand von rund 400 Lichtjahren besitzen bei einer Oberflächen­temperatur von 22 000 Grad die 2000fache Hellig­keit unserer Sonne; sie sind die Sonnen auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung.

lieber Dem Orion bemerken wir Den Stier mit dem rötlichen Riesenstern Aldebaran, Der von Den weißglitzemDen HyaDen umgeben ist. Im Fern­glase fallen befonDers Die beiDen Doppelfteme Theta und Sigma auf. Die HyaDen bilDen ebenfalls einen Sternstrom, eine Gruppe von Sternen mit gemein­samer Bewegung im Raum, Deren AbstanD von Der ErDe 110 bis 160 Lichtjahre, im Mittel 130 Licht­jahre beträgt. Aldebaran gehört nicht zum Schwarm der Hyaden; er ist nur 57 Lichtjahre entfernt.

Ein besonders dankbares Objekt für die Betrach­tung mit Dem Fernglas finD Die PlejaDen, vom VolksmunD Siebengestirn ober Henne mit Küchlein genannt, weil sich um Den Hauptstern Alkyone fünf etwas schwächere Sterne scharen. Mit freiem Auge sieht man nämlich gewöhnlich nur sechs Sterne; ein besonDers scharfes Auge erkennt vielleicht sieben bis zehn. Das Fernglas zeigt uns 30 bis 40. In Wirklichkeit aber finD in Den PlejaDen über 200 Sonnen zu gemeinsamer Fahrt Durch Das Weltall vereinigt. Was wir mit bloßem Auge sehen, finD

©er Sternenhimmel im ©ezember

Von ©r Erwin Kossmna.

Das Reisebuch.

Millionen Menschen leben auf Diesem ErDball, Denen ihr gegenseitiges Vorhandensein nicht viel mehr bedeutet als eine völkerkunDliche Tatsache. Was sie trennt, sind Abgründe des Raumes, Der Sprache und Kultur. Millionen gleichzeitig Leben­der wissen so wenig voneinander, als bewohnten sie verschiedene Sterne. Und niemals, so scheint es, kön­nen sie in irgendeine engere Beziehung zueinander treten, es geschähe Denn ein WunDer. Aber Dieses Wunder geschieht. Ja, es gebiert sich ständig neu und heißt das R e i s'e b u ch. Sichtbare und unsichtbare Wände nieberlegenb, Länder und Meere überbrückend, führt es mitten hinein in die Jagd­gründe des wissenschaftlichen Abenteuers. Schauen wir uns einmal daraufhin die Neuerscheinungen des Verlages F. A. Brockhaus in Leipzig an.

Wie ein Leuchtfeuer lockt der Name Sven H e - D i n (D er wandernde S e e"). Während eines Menschenlebens hat der Forscher den Lop-nor, feinen" See, beobachtet, wie der Arzt die Herz­tätigkeit eines Kranken. Heute sieht ber Siebzig­jährige tief bewegt feine vor vierzig Jahren gestellte Diagnose Wahrheit geworben. Der Lop-nor hat seinen Stanbort oeränbert, ist in sein altes Bett zurückgekehrt. Unb schon überfällt ben ewig Jungen bie strahlenbe Vision einer umwälzenben Szenen- oeränberung. Durch bas Tobesschweigen ber gestor­benen Lanbschaft, vorbei an ber geheimnisvollen Ruinenstabt Lou-lan, hört er den Erobererschritt ber Technik dröhnen. Eisenbahnen rollen, Autos knat­tern. Der älteste Karawanenweg ber Menschheit, bie berühmte chinesische Seibenstraße, erhält als Binbe- glieb zwischen Pazifik unb Atlantik neue Welt­geltung. Das Buch klingt aus in ber männlich eblen Freude am Siege ber Jbee, einer Freude, in bie ringsum bie vom Tobe auferstehenbe Natur mit frühlingshaftem Jubel einstimmt. In ben gleichen Erlebniszonen bewegt sich ber unter bem Buchtitel Karawanen" erschienene (von Gerharb Wil­pert übersetzte) Tatsachenbericht von Nils A m - b 0 11, bem astronomischen unb geobätischen Mit­arbeiter Sven 5) e b i n s. (Mit 101 Abbilbungen. Preis geb. 8, Mk.) Dieser Niederschlag erhabener und schauriger Eindrücke, gefahrvoller Begebnisse, verbissenen Herumbalgens mit Widerständen eines vierjährigen Zeitlebens in der asiatischen Wüste hat alle Spannungsreize eines Romans, den das Leben selber schrieb. Es zeigt den sympathischen Verfasser als besessenen Wissenschaftler, guten Kameraden von Mensch und Tier, aber auch als verwegenen Draufgänger, den selbst bei unversehener Berührung mit dem kalten Kitzel der Todesgefahr das Mund­winkelzucken des Humoristen nicht verläßt. Viele seltenen Aufnahmen beleben die Schilderung.

Colin Roß ist Dem Liebhaber von Reisebückern zum wohlvertrauten Begriff geworben, lieber seine Erkunbungsfahrt, biemit Kinb unb Kegel burch Mexiko zum Panamakanal" geht, berichtetD e r Balkan Amerika s". (Mit 82 Abbilbungen. Preis geb. 6 Mk.) Hier zieht ein geborener Feuille­tonist Die Schriftzüge Der Kulturgeschichte mit Bunt­stift nach. Auch Roß ist ein Unersättlicher an Reise­lust unD Aufnahmebereitschaft. Im Fluge erhascht sein geschulter Blick bas Wesentliche brennenber Re- ligions«, Wirtschafts-, Völker- unb Rassefragen im

larftern herabhängt. Zwischen beiden Sternbilbern roinbet sich ber Drache hinburch.

Von ben Planeten find Jupiter unb M a r s nach Eintritt ber Dunkelheit tief am Sübwesthim- mel sichtbar; Jupiter jeboch nur noch kurze Zeit, Mars bis 21 Uhr. An ben Abenben bes 6. bis 8. Dezember bilden beibe Planeten mit Der zuneh- menDen MonDsichel eine reizvolle Konstellation. Saturn in Den Fischen bleibt bis Mitternacht über Dem Horizont. Venus ist Morgenstern, nähert sich jeboch immer mehr ber Sonne, so Daß sie nur noch in Der ersten Dezemberhälfte kurz vor Sonnenaufgang sichtbar wirD.

Die Sonne erreicht am 22. Dezember, Dem kür­zesten Tag Des Jahres, um 7 Uhr Den süDlichsten Punkt ihrer scheinbaren Bahn, womit astronomisch ber Winter beginnt. Die Lichtgestalten bes Mon- Des finb an foigenben Tagen: Neumonb 4., erstes Viertel 11., Vollmonb 17., letztes Viertel 24. De­zember.

Aus aller Wett.

Wettere Große Preise für Deutschland auf der Weltausstellung.

Das Preisgericht Der Pariser Weltausstellung hat bekanntlich 15mal Den GranD Prix für Deutsche Kun st werke verliehen. Außer den bereits bekannten Trägern Der Großen Preise seien nun weitere genannt: Prof. Brinkmann (Bre­men), Innenarchitekt Des Deutschen Hauses, die Ar­chitekten Otto Renner und Peter Pixis, In­nenarchitekt ber Deutschen Abteilung bes Internatio­nalen Pavillons, Otto Schönleber (München), Graphiker, Generalinspektor Dr. Tobt (München), im Deutschen Haus unb im Pavillon du tourisme werben Mobelle unb Bilder der Reichsautobahn ge­zeigt, Frau Professor Tr 0 0 st für bas Haus der Deutschen Kunst in München, dessen Modell im Deutschen Haus der Ausstellung ausgestellt war.

Die 24. Partie im Schachwettmeisterschaftskampf.

Die 24. Partie im Schachweltmeisterschaftskampf zwischen Euwe und Aljechin wurde nach vier­zig Zügen abgebrochen. Es handelt sich um ein Turmendspiel, in Dem Aljechin wesentlich stärker ist.

Die 5. Reichs-Kleintierschau abgesagt.

Da Die 5. Reichs-Kleintierschau, bie für Den 14. bis 16. Januar in Leipzig geplant mar, aus Den mit Maul- und Klauenseuche befallenen Gebieten nicht beschickt werden kann, und Da es sich bei Diesen Gebieten geraDe um Die bebeutenDsten Zuchtgegenben handelt, ist der züchterische Wert ber Ausstellung Durch Den Beschickungsausfall so stark beeinträchtigt, Daß Der ReichsnährstanD sich gezwun­gen gesehen hat, bie 5. Reichs-Kleintierschau a b 3 u \ a g e n.

Hinrichtung eines Mörders und Brandstifters.

Am 2. Dezember ist Der 1891 geborene Emil Suhrbeer aus Güstrow hingerichtet wor- Den, Der vom Schwurgericht in Schwerin wegen Mordes in Tateinheit mit schwerer Brand- ft i f t u n g zum Tode und wegen versuchter Not­zucht zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt worben war. Suhrbeer hat im Februar 1937 eine 62jährige schwachsinnige Frau burch Anlegung eines Brandes getötet, um bie Entbeckung eines an ihr versuchten Sitlichkeitsverbrechens zu verhinbem.

Internationales Tanzturnier in Hannover.

In Hannover würbe das Internationale Tanzturnier um den Großen Preis von Deutschland durchgesührt. Die Veranstaltung stand unter der Leitung bes Präsidenten des Reichsver­bandes zur Pflege des Gesellschaftstanzes Dipl.-Jng. Büchler. Die Konkurrenzen zeigten hervorragende Leistunaen. In der Sonderklasse siegte diesmal das Paar Lottersberger-Boehm-Bößl (vom Deutschen Casino in München) vor dem Paar Teypel und Frau (Braun-Orangeclub, Wies­baden) und Saure-Rauchholz (vom Rotweiß- club Berlin). In Der Konkurrenz ber internationalen Klasse, an ber sich auch bie Sieger ber Sonder­klassen beteiligten, belegte wiederum das englische Weltmeisterpaar Wells-Sissons den ersten Platz, dem bamit auch der Große Preis von Deutschland zu fiel; zweite wurden Das Paar L 01- tersberger-Boehm-Bößl und Dritte Herr unD Frau Teypel.

Weiterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Unsere Witterung bleibt unter bem Einfluß Des über Frankreich gelegenen unD unter Abschwächung nach SüDen ziehenDen Wirbels zunächst noch unbe- ftänDig unb verhältnismäßig mtlb. Der Vorstoß kon­tinentaler Kaltluftmassen aus Osten, Der über NorD- europa bereits im Gange ist, roirD zu Beginn Der nächsten Woche voraussichtlich auch bei uns einen Witterungsumschwung bringen.

Aussichten für Samstag: WechselnD be­wölkt, einzelne Schauer, Temperaturen um 5 Grab, Winbe aus Süb bis Sübost.

Aussichten für Sonntag: Im einzelnen aufheiternb, aber noch nicht ganz beftänbig, etwas kühler.

Lufttemperaturen am 2. Dezember: mittags 7,6 Grab Celsius, abenbs 7,1 Grab; am 3. Dezember: morgens 5,1 Grab. Maximum 7,8 Grab, Minimum heute nacht 4,8 Grab. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. Dezember: abenbs 5 Grab: am 3. De­zember: morgens 4,6 Grab. Nieberfchläge 0,3 mm.

nauprjdjriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Bl um­schein Verantwortlich für Politik und für Die BilDer: Dr Fr W Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für Den übrigen Teil: Ernst Blumschem Anzeigen« leiter Hans Beck Verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel D A X 37: 10 031. Druck und Verlag: Brühlsche UniDerfitätsbrurferei R Lange K -G sämtlich in Gießen Monatsbezugs­preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf mehr Einzelverkaufs- preis 10 Pf unb Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf mehr

"Rur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1 September 1937 gültig

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