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Mästung es erlauben, Den Erfolg höherer Fleisch­erzeugung unter vollster Ausnutzung der günstigen Hackfrucht-Futterernte rascher zu erzielen, als es eine Bestandsoermehrung ermöglicht. Es ist sogar zu erwarten, daß durch die Prämie für Mastschweine zwischen dem an sich erwarteten höheren Angebot der ersten Monate des Jahres 1938 und dem be­fürchteten geringeren Angebot der späteren Monate ein Ausgleich erfolgt, in dem manches Schwein nunmehr noch zwei bis drei Monate bis zur Voll- ausmästungxim Stall bleiben wird.

Das Industrial Conference Board in Washington bat die Gesamtzahl der Arbeitslosen in Amerika für Ende Oktober mit 6 355 000 an­gegeben und eine Zunahme gegenüber September von fast 300 000 verzeichnet. Die Wirtschaftsdepres­sion in den USA. wirkt sich also auf dem Arbeits­markt sehr ungünstig aus, aber dabei dar'., nicht vergessen werden, daß nur ein Teil der Arbeits­losen drüben statistisch erfaßt wird, die Gesamtzahl der Arbeitslosen dürfte sich auf mindestens 10 Mil­lionen belaufen. Das ist ein Fehlschlag aller Pro­jekte, die aus dem Roosevelt-Kreis für die Hebung der Produktion gemacht worden sind. Inzwischen ist die Konjunktur noch weiter abgeschwächt. Ueber- all wird über Betriebsverteuerung und Lohner­höhungen geklagt, bei sinkenden Produktionsziffern. ,Zron Age" gibt für die laufende Woche den Be­schäftigungsgrad der amerikanischen Eisen- und Stahlindustrie auf 30 v. H. ihrer Kapazität an, während diese Industrie noch im Frühjahr und Sommer über große Aufträge verfügte und im Herbst vorigen Jahres einen Beschäftigungsindex von 74,1 o. H. aufwies. Dieser Rückgang um mehr als die Hälfte wird aber auch aus anderen Er­werbszweigen gemeldet. Präsident Roosevelt hat sich nun, um die Wirtschaft wiederanzukurbeln", mit dem B a u m a r k t beschäftigt und gefordert, daß mehr als bisher das Kapital sich dem Bau von Wohnungen zuwende und die hohen Zinssätze, die durchweg 8 v. H. betragen und zu einer Verteue­rung der Mieten beitragen, senke. Ferner will Roosevelt sich mit den Führern der Gas- und Elek­trizitätskonzerne in Verbindung setzen, um die De­pression zu überwinden helfen.

In wenigen Strichen läßt sich die Lage auf den Rohstoffmärkten etwa mit folgenden Wor­ten charakterisieren: Auf dem Baumwoll­markt sind die Preise ein reichliches Drittel niedi riger als im Vorjahr, jedoch sind die kräftigen Preisabschläge zum Stillstand gekommen. Die Baumwollernte dieses Jahres war überall gut bis sehr gut und hat die reichlichen Borräte noch we­sentlich erhöht. Der augenblickliche Stillstand im Preisrückgang ist auf staatliche Eingriffe vor allem in den Vereinigten Staaten zurückzuführen wie Beleihung der Baumwollvorräte und Verringerung der Ernteflächen Maßnahmen, die allerdings noch nicht gesetzlich beschlossen sind. Dagegen haben sich die Preisrückgänge auf dem (Betreibe* und Metallmarkt weiterhin kräftig fortge­setzt. Vor allem Weizen liegt nach wie vor schwach. Die argentinische Ernte dürste besser wer­den als erwartet, die australische Ernte wird viel­fach als sehr, gut angesprochen. (Auf der südlichen Halbinsel ist der dortige Sommer unser Winter.) Verhältnismäßig beständig sind die M a i s p r e i se, aber ebenfalls nur durch staatliche Einwirkungen, da die Vorräte groß sind. Die Südafrikanische Union hat wegen schlechter Ernte ein Mais-Aus­fuhrverbot erlassen, das aber gegenüber den Haupt­erzeugungsländern nicht allzu schwer ins Gewicht fällt. Trotz der Beanspruchungen der internationa­len Aufrüstung haben sich die Lagerhaltungen an Metallen weiterhin vergrößert. Vielfach sind Er­zeugungseinschränkungen durchgeführt ober werden beraten. Gegenüber dem Vorjahr ist der Preis von Weizen in Chikago um 23,5, von Mais um 48,2, von Baumwolle in Neuyork um 33,8, von Kupfer in London um 22,6, von Zinn um etwa ebensoviel, von Zink um 9,7 und von Blei um 33,2 v. H. ge­sunken. Dabei muß scharf im Auge behalten wer­den, daß die Novemberpreise 1936 noch keinen Höhe­punkt darstellten, sondern daß die eigentlichen Haussepreise im März 1937 erzielt wurden: gegen­über diesen Haussepreisen sind die Abschläge in den letzten sieben Monaten noch erheblicher.

Mmflemäsideni Göring übernahm dasReichswirWaslsmiMerium

Berlin, 2. Dez. (DNB.) Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Generaloberst Göring, übernahm in diesen Tagen die Leitung des Wirtschaftsmini st eriums. Staats­sekretär Posse begrüßte den Ministerpräsidenten namens aller Mitarbeiter des Ministeriums. Der Ministerpräsident anwortete, der Führer habe ihn beauftragt, jene organisatorische und personelle Vereinheitlichung herbeizuführen und die Maßnahmen zu treffen, die für eine sachgemäße Erledigung der dem Beauftragten für den Vier­jahresplan und dem Wirtschaftsminister obliegenden Aufgaben Gewähr leisten. Mit herzlichen und an­erkennenden Worten gedachte der Ministerpräsident der aufopfernden Arbeit des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht im Wirtschastsministerium und be­tonte, daß kein Kurswechsel vorgenommen worden sei, sondern vielmehr die Verstärkung der Kraftanspannung durch einheitliche Zu­sammenlegung. Der Arbeitseinsatz des bisherigen Leiters des Wirtschaftsministeriums sei unerhört ge­wesen; Reichsbankpräsident Dr. Schacht, der ihm weiter als Freund und Berater zur Seite stehe, werde auch in Zukunft mit großem persönlichem Einsatz kämpfen, das der Wirtschaft vom Führer ge­stellte Ziel zu erreichen.

Der neue Reichswirtschaftsminister Funk werde nach dem 15. Januar 1938 alles tun, um für die Dauer die beste Zusammenarbeit zu gewährleisten. Dieses Ministerium ist dafür verantwortlich, daß die Wirtschaft mit stärksten Kraft strömen d u r ch p u l st wird. Das Wirtschaftsministerium ist nun das Exekutivorgan für die Durch* sührung des Vier fahr es plan es und er* halt damit feine bisher größte und schönste Auf* gäbe. Es muß die Sorgen der Wirtschaft kennen und ihr helfen. Die deutsche Wirtschaft wiederum muß diesem Ministerium absolutes Vertrauen ent­gegenbringen und den notwendigen Respekt vor dem Führungswillen zeigen."

Nachwort des Reichsjägermeisters zur Internationalen Zaqdausstellung.

Der große Erfolg der Internationalen Jagdaus­stellung wird durch ein Nachwort des Reichsjäger­meisters, Ministerpräsidenten Göring, bestätigt: Die Internationale Jagbausstellung ist für alle

Jäger des In- und Auslandes ein einzigartiges, nicht zu überbietendes Erlebnis gewesen. Der un­gewöhnlich starke Besuch hat beroiefen, welches Interesse aus allen Kreisen der Bevölkerung die­ser internationalen Veranstaltung entgegengebracht wurde. Die vielen ausländischen Gäste haben die beispiellose Leistung der Ausstellung bewundert und haben dabei Gelegenheit gehabt, die Leistungen und Bestrebungen des nationalsozialistischen Deutsch­land kennenzulernen. In monatelanger mühevollster Arbeit ist diese Ausstellung aufgebaut worden. Ihr Gelingen war nur möglich durch die straffe Orga­nisation und Einsatzbereitschaft aller; der unge-

Lonbon, 2. Dez., (DNB.) Das englische Knegs- ministerium gab bekannt, daß von den vier mili­tärischen Mitgliedern des A r m e e r a t e s drei zu­rücktreten und jüngeren Offizieren Platz machen. Zurücktreten werden Feldmarschall Str Cyrill I. 2 euer eil-, der durch seine Teilnahme an den diesjährigen deutschen Wehrmachtsmanövern auch in Deutschland bekannt geworden ist, Chef des Reichsgeneralstabes, Sir H. H S. K n o x , General­adjutant der Streitkräfte, sowie Generalleutnant Sir Hugh Elles, Generalfeldzeugmeister. Ihre Nach­folger sind Generalmajor Viscount Gort, Gene­ralmajor C. G. Liddell und Vizeadmiral Sir Marold A. Brown, der Generaldirektor für das Munitionswesen. Die Entscheidung des Kriegsrnini- teriums fetzt das Durchschnittsalter der militärischen Mitglieder des Armeerates von 63 auf 52 Jahre herab. Damit wird in diesem Gremium der Kern­gedanke des Planes des 43jährigen Kriegsministers Hore-Belisha zur Verjüngung des höheren Offizierskorps verwirklicht

DieTimes" schreibt, daß die Armee unter der Auswirkung einer z u langsamen Beförderung gelitten habe, und daß die weit-

Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, der in Frankreich anläßlich eines privaten Besuches eine sehr herzliche > Aufnahme and, fetzt in feiner ZeitschriftWille und Macht" die von Camille Chautemps begonnene d e ut sch- ranzösische Zwiesprache fort. In seinen Ausführungen heißt es u. a.: Die Annäheruna un* erer beiden Völker ist eine europäische A u f- jabe von so zwingender Notwendigkeit, daß die Jugend keine Zeit zu verlieren hat, um an ihrer Lösung zu arbeiten. Die Worte des Füh­rer« und jener eindrucksvolle Aufruf, den der fran­zösische Ministerpräsident Camille Chautemps an unsere Jugend richtete, ermuntern uns junge Deut­sche, diese Erkenntnis zu verwirklichen. Wenn ich schon vor meiner Reise nach Frankreich bereit und entschlossen war, alles zu tun, um die junge Gene­ration Deutschlands mit der französischen Jugend in Kontakt zu bringen und für diesen Entschluß in meinem Vaterland die herzliche Zustimmung aller Beoölkerungskreise, vor allem aber die meiner Kampfgefährten in der Führung der NSDAP, ge­funden habe, fo bin ich glücklich, in Paris nicht nur nicht enttäuscht, sondern im Gegenteil leb­haft ermutigt worden zu sein. Ich habe unter den Franzosen, mit denen ich gesprochen habe, so viel Aufgeschlossenheit für den Gedanken einer An­näherung der Jugend gefunden, wie ich sie, offen getagt, kaum vermutete.

Die Jugend hat das Recht, vielleicht sogar die Pflicht, gleichsam außerhalb der großen Politik, sich mit ihresgleichen über geographische Grenzen und politische Schranken hinweg zu unterhalten. Sie hat nach einem Wort Adolf Hitlers ihre eigene Solidarität. Die deutsche Jugend hat sich je­nem Bildungsideal verschrieben, das in Goethe seine ewige und für die ganze Kulturwelt gültige Verkörperung gefunden hat. Nichts entspricht so sehr diesem erzieherischen Ideal als die ständige Be­mühung, das Blickfeld des einzelnen zu weiten und ihn in eine harmonische Beziehung z u seiner Umwelt treten zu lassen. Der Besuch fremder Länder ist nach Erlangung der Kennt­nis des eigenen Landes das wertvollste erzieherische Element

Die Jugend ist der beste Botschafter der Welt, sie ist unbefangen, freimütig und ohne den ewigen Argwohn, von dem die Diplomaten oft nicht zu heilen find, weil er gewissermaßen ihre Berufskrankheit ist. Allerdings darf hinter dem Austausch der Jugend keine propagandi-

ahnte Erfolg ist der höchste Lohn für alle Mitar­beiter. Ich danke allen meinen Jägermeistern, den Forstbeamten. den Angehörigen der Deutschen- gerschaft und den Mitarbeitern der Ausstellungs­leitung für die geleistete Arbeit. Mein Dank und meine" Anerkennung spreche ich insbesondere dem Oberstjägermeister S ch e r p i n g aus, der sich in hervorragender Weise von den ersten Vorbereitun­gen an mit seiner ganzen Person in nie ermüden­der Tatkraft für die Ausstellung und ihr Gelin­gen eingesetzt hat. Die gleiche Anerkennung gilt dem Aufbauleiter, Jägermeister L ö b e n b e r g."

reichenden Maßnahmen des Kriegsministers neue Hoffnungen bringen könnten, die Öffentlichkeit er­halte dadurch auch die Hoffnung, daß den neuen Derteidigungsproblemen nicht nur mit neuen Maßnahmen gegenüber getreten werde, sondern auch mit neuen physischen und geifügen Kräften, die notwendig seien, um mit der Wiederaufrüstung fertig zu werden. Der Daily Telegraph" hebt hervor, daß ein derartiger Wechsel im Armeerat seit seinem Bestehen über­haupt beispiellos sei. Das deute natürlich darauf hin, daß der Kriegsminister und viele feiner militärischen Berater ernste Meinungsver­schiedenheiten über die Organisation des Ar­meerates gehabt hätten. Es würde aber ein schlech­ter Dienst an der Armee sein, wollte man diesen Wechsel im Kriegsministerium als Zeichen einer Krisis in der britischen Armee hinstellen. Tatsächlich handele es sich um die unvermeidliche Folge der Politik, jüngere Offiziere auf höhere Po st en zu bringen, was wiederum durch diewachsenden Besorgnisse" der Gegenwart feine Berechtigung finde.

stische Absicht stehen. Dies würde von vorn­herein alles verderben. Der einzige Programm­punkt eines von den Nationen organisierten Ver­kehrs ihrer Jugend untereinander lautet: Gegen­seitiges Sichkennenlernen. Das genügt. Die Mißverständnisse zwischen den Völkern be­ruhen in den meisten Fällen darauf, daß sie sich nie kennengelernt haben.

Ich sehe es nun als meine Aufgabe an, zwischen der deutschen und der französischen Jugend e i n Gespräch zustande zu bringen, das von deut­scher Seite nicht in schönen Aeußerungen von mir bestehen soll, sondern in stielen persönlichen Unterhaltungen tausender junger Deutscher mit ebenfooielen Franzo - s e n. Wir werden die ersten Tausend dieser fran­zösischen Jugend mit der größten Herzlichkeit im Jahre 1938 auf deutschem Boden willkommen hei­ßen. Sie sollen die Schönheit unserer Landschaft und unserer Städte in sich aufnehmen und mit dem deutschen Volk Fühlung gewinnen. Wenn dann deutsche Jugend nach Frankreich fährt, werden viele Bekanntschaften und Freundschaften erneuert wer­den, die auf der ersten Reise mit jener Unbe­schwertheit und seelischen Bereitschaft geknüpft wur­den, die der jugendliche Mensch als eine der schön­sten Gaben der Natur in sich trägt.

Die Toten des großen Krieges starben in der Erfüllung ihrer patriotischen Pflicht und in edler Hingabe an die Idee der Freiheit. Aber Deutsche wie Franzosen waren immer von der Achtung vor dem tapferen Gegner er­füllt. Wenn sich die Toten achteten, sollten die Le­benden versuchen, sich die Hand zu rei­chen. Wenn die aus dem Kriege heimgekehrten Frontkämpfer der beiden Nationen sogar Kameraden werden formten, warum sollten nicht die Söhne und Enkel Freunde wer­den? Warum nicht? Jugend von Frankreich: W a - rum nicht?

©er Beichsjugendführer im Irak.

Bagdad, 3. Dez. (DNB.) König G h a z i vom Irak gab einen Empfang für Reichsjugendführer Baldur von Schirach, an dem auch Außen­minister Tewfik Suweide sowie der deutsche Gesandte Dr. Grobba teilnahmen. Anschließend machte der Reichsjugendführer einen Besuch beim Ministerpräsidenten M a t f a i. Abends war er Gast der deutschen Gesandtschaft. Bei einem Empfang der Deutschen Kolonie hielten Gesandter Dr. Grobba

Verjüngung im britischen Armeerat.

Zeldmarschall ©everell tritt zurück.

Der Mchsjugendsiihrer bei der KZ. in Athen.

Anläßlich seines Aufenthaltes in der griechischen Hauptstadt stattete der Jugendführer des Deut chen Reiches auch dem Heim der dortigen HI. in Skaramanga einen Besuch ab. (Presse-Bild-Zentrale-M.)

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Baldur von Schwach an die französische Jugend.

WarumsollendieSöhnederFrontkämpferbeiderNationennichtFreunde werden?

und der Ortsgruppenleiter von Bagdad, Jordan, Begrüßungsansprachen, die vom Reichsjugendführer herzlich erwidert wurden. Am Freitag wird Bal* dur von Schirach nach Teheran weiterfliegen.

Der Juaendführer des Deutschen Reiches hat die Obergauführerin Jutta Rüdiger zur Reichs- referentin für den BDM. ernannt, nachdem die bisherige Reichsreferentin Frau Trude Bürkner um Entlassung von ihrem Amt ersucht hatte. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Ludendorffs Befinden unverändert.

München, 2. Dez. (DNB.) lieber das B e« finden General Ludendorffs ist am Donnerstag um 19.30 Uhr folgender Krankheits* bericht ausgegeben worden:Keine Aende* rung des Befindens, weder nach der guten noch nach der schlechten Seite".

Prof. Kielleuthner, der General Ludendorff in einem Münchener Krankenhaus behandelt, er­klärte, er gebe die Hoffnung noch nicht auf. In der Tat erscheint der bisherige Verlauf der Erkrankung insofern ermutigend zu sein, als die sehr gesunde und erstaunlich rüstige Verfassung des immerhin 72jährigen der sehr plötzlich aufgetretenen Erkran­kung energisch Widerstand leistete und auch die Operation recht gut überstand. Der Genera! hatte noch in diesem Sommer, wie gewohnt, mehrere Wochen auf seinem Besitztum in Klays bei Mittenwald zugebracht und hatte sich durch tägige vielstündige Wanderungen wieder sehr erfrischt. Am 4. November mußte er sich dann infolge einer schweren Blasenerkrankung operieren lassen. Es war ihm jedoch erfteulicherweise sehr bald möglich, das Bett wieder zu verlassen und im großen ganzen seiner täglichen Beschäftigung nachzugehen. Erst am 27. November verschlechterte sich sein Befinden, es kam zu störenden Blutungen und am 29. November mußte bann eine Bluttransfusion vorgenommen werden. Der General zeigt sich auf feinem Kranken­lager von einer bewundernswerten Geüffenh''t; auch der behandelnde Arzt betont, daß man nie ein Wort der Klage von dem Kranken hört.

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wettkampfan den Hoch-und Fachschulen.

Berlin, 2. Dez. (DNB.) Reichserziehungsmini* ster Rust hat zum bevorstehenden R e i ch s b e * rufswettkampf der Studierenden er­klärt: Die ParoleWissenschaft" soll für jeden Studenten Ansporn zu höchsten Leistun- gen sein. Ich erwarte daher von jedem Studenten, daß er durch rege und freudige Teilnahme am Reichsberufswettkampf unter Beweis stellt, daß er bereit ist, Aufbauarbeit zum Wohle her Gemeinschaft zu leisten. Dann wird auch dieser Reichsberufswettkampf, in dem praktische Gin- satzfähigkeit, weltanschauliche Klar­heit und wissenschaftliche Leistung zu­gleich erfaßt werden, eindeutig Zeugnis darüber ab­legen, daß die politische und wissenschaftliche Aus­gabe des deutschen Studenten eine unzertrenn­liche Einheit bilden."

©reyfuh - der ewige Jude."

München, 2. Dez. (DNB.) Im Rahmen der vom Reichsinstitut für Geschichte des neuen Deutschlands in Verbindung mit her AusstellungDer ewige Jude" an del Universität München veranstalteten Vortragsreihe sprach Professor Dr. Walter Frank über das ThemaAlfred Dreyfuß der ewige Jude". An Hand zahlreicher zeitgenössischer Dokumente beleuch­tete Dr. Frank die Atmosphäre des Panamaskandals und die Rolle des jüdischen Hauptmanns Dreyfuß im französischen Generalstab. Er stellte den Konflikt zwischen soldatischer Ehrauffassung und jüdischem Händlergeist heraus und bezeichnete Dreyfuß als ein Symbol für bie ewige Fremdheit des Juden unter den Völkern und feinen Freispruch als einen Sieg des internationalen jüdischen Kapitals über das französische Soldatentum. Das alte Deutschland sei unterlegen, weil seinem unpolitischen Soldatentum die politische Führung und Idee fehlte. Erst durch das Zusammentreffen soldatischen Instinkts und schöpferischer politischer Intelligenz und die Gestal­tung der Idee von Rasse, Volk und Staat im Deutschland Adolf Hitlers fei das Judentum über­wunden worden.

Gistmordversuch an Marschall Blücher im T-anssibirienExpreß.

Warschau, 2. Dez. (DNB.) Nach einer Mel­dung desExpreß Poranny" aus Moskau wurden unlängst sieben Angestellte der Trans­sibirischen Eisenbahn Mo stau ©la/ diwostok erschossen, und zwar zwei Schaff­ner, der Koch unb sein Gehilfe sowie drei Kellner des Speisewagens. Die Erschossenen sollen einen Giftmordanschlag auf ben Chef der Roten Armee im Fernen Osten, Marschall Blücher und seine Umgebung versucht haben. Nach der Einnahme des Mittagessens im Speisewagen seien plötzlich meh rere Personen erkrankt Vier höhere Offiziere feien gestorben. Marschall Blücher selbst habe an dem Mittagessen zufällig nicht teilgenommen. Man habe sofort eine Untersuchung vorgenommen, konnte aber nichts finden, worauf die Vergiftung zurückzuführen sei Jedenfalls habe man das ge; famte Personal des Wagens zum Tode verurteilt und auch erschossen.

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