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Hauptversammlung des Verkehrsvereins Lich
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nommcn siind. So soll die Bahnhofstraße, die auch von der Reichsbahnoerwaltung umgestaltet und verschönert wird, baldmöglichst eine Decke erhalten; im Hopfengarten, der von der Fürstlichen Verwaltung erworben wurde, besonders am Rondell und Wall sind unter Mitwirkung von Fachleuten gärtnerische Anlagen geplant, in denen auch dasNeeb- Denkmal aufgestellt werden wird; die Bürgersteige werden in den nächsten Jahren gründlich erneuert; die Wetter wird nach Abschluß der Verhandlungen mit der Fürstlichen Verwaltung entschlammt und entkrautet; im Waldschwimmbad werden ein neues Becken für Nichtschwimmer bzw. Anfangsschwimmer, ein neuer Sprungturm, 45 Einzelzellen für bzw. Auskleidung, sowie ein Erfrischungsraum gebaut; auch ein zweiter Wanderpreis für das jährlich zu feiernde Schwimmfest soll gestiftet werden. Die Gießener Straße wird voraussichtlich eine Fahrbahn von etwa neun Meter erhalten. Am Postamt soll eine von der Bezirkssparkasse in Aussicht gestellte aestiftete Uhr angebracht werden.
Stadtassistent Hamd gab aus den Verhandlungen des Landesfremdenverkehrsverbanües, die kürzlich in Nidda stattgefunden haben, die für Lich wichtigen Punkte bekannt, insbesondere, daß unsere Stadt als Erholungsort eingestuft worden ist.
Lehrer Schnier le zeigte mit Unterstützung von Lehrer Nickel sowohl im Schmalfilm als auch im stehenden Lichtbild eine große Anzahl von Blumen- und Pflanzenaufnahmen, sowie von Blumenschmuckwettbewerben in einigen oberhessischen Städtchen (Büdingen, Gedern u. a.). Ein solcher Blumenschmuckwettbewerb war in diesem Jahre auch hier wieder durchgeführt worden und hatte viele Preisträger gefunden. Die Preise, die in Blumenstöcken und sonstigen praktischen Gegenständen bestanden, kamen durch eine Verlosung zur Verteilung und erweckten bei allen große Freude.
Mit dem Sieg-Heil auf Führer und Vaterland wurde die Versammlung geschlossen.
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Ortsfrauenschaftsleiterin, Frau Küster, eröffnete den Abend, dann sprach Schwester Josephine Engler, die den Lehrgang durchführte, über das Ziel der Mütterschulung und verteilte die Bescheinigungen. Schwester Josephine hatte es gut verstanden, die Teilnehmerinnen zu fesseln, und alle schieden mit herzlichem Dank von ihr.
* Lumda, 2. Nov. In das Haus des hiesigen Gemeinderechners K a u s drang ein Dieb ein und hieß Kleidungsstücke, einen Geldbetrag von 200 Mark, einiges Kleingeld, Lebensmittel und Schuhe mitgehen. Die Gendarmerie hat die Ermittlungen ausgenommen. Es bsteht der Verdacht, daß ein Mann, der bisher in Lumda beschäftigt war, den Einbruch verübt hat. Sein Aufenthaltsort konnte allerdings noch nicht festgestellt werden.
—I-7 Lich, 2. Nov. Gestern übend sand bei Gastwirt August Hisgen die diesjährige Hauptversammlung des Verkehrsvereins Lich statt. Der verdienstvolle Vereinsführer, Lehrer Hilü, stellte den Abend unter das Wort des Führers „Mitarbeit am Fremdenverkehr ist Dienst am Vaterland". Noch einleitenden Bemerkungen über die allgemeine Steigerung des Fremdenverkehrs in Deutschland (über 200 0. H.) konnte er feststellen, daß auch in Lich der Fremdenverkehr eine immer größere Steigerung erfahre. So wiesen die Gasthauser unserer Stadt im Jahre 1900 eine Belegzisfer von 200 Fremden mit 200 Uebernachtungen auf, während allein im Jahre 1937 bis jetzt 1228 Fremde mit 2500 Uebernachtungen festgestellt wurden. Auch Ausländer aus Amerika, England, Holland und Oesterreich zählten zu diesen Gästen. Der Jahresbericht konnte ferner von einer Fülle von Arbeiten berichten, die zur Hebung des Fremdenverkehrs und zur Verschönerung des Stadtbildes durchgeführt wurden, oder in Aussicht genommen sind. So wurde ein neuer Prospekt unserer Stadt herausgegeben, der als Titelbild unser neues Waldschwimmbad zeigt. Zwei künstlerisch einwandfreie Wegweiser (Schnitzwerk) wurden gestiftet. Das Gefallenendenkmal erhielt neue Blumenkasten. Der Eckplatz an der Bahnhofstraße soll sobald als möglich eine schöne Gartenanlage erhalten. Es besteht Aussicht, daß das Museum im nächsten Jahre einen würdigen Raum für seine Sachen bekommt. 155 Mitglieder gehören dem Verein an. Im Vorstand traten durch Wegzug und Jn- ruhestandsvevsetzung verschiedene Veränderungen ein; so wurde Bürgermeister i. R. Walz Rechner, Lehrer Schnier le Schriftführer, die Reichsbahn ist durch Bahnhofsvorsteher Nothnagel und die DAF. durch Maschinist Trechsler im Vorstand vertreten.
Bürgermeister Geil, dem der Vereinsführer für die wertvolle Unterstützung seitens der Stadt dankte, berichtete über den Stand verschiedener Arbeiten, die für die nächste Zeit in Aussicht ge-
# Mainzlar, 1.Nov. Im Saale von Müller fand ein Schulungsabend der NSDAP, statt, _ der stark besucht war. Ortsaruppenleiter Pflüger gab eine Reihe von Anordnungen bekannt. Anschließend sprach Kreisamtsleiter Heß über das Thema „Volkstum und Raum". Der Redner erntete reichen Beifall. — Im Wäldchen am Hainbuch wurde unter Leitung von Förster B 0 n k e nach D ä ch s e n gegraben. Sechs Dächse wurden zur Strecke gebracht. Auch ein Fuchs wurde erlegt.
gfs. Burkhardsfelden, 2. Nov. Der Reichsmütterdienst im Deutschen F r a u e n w e r k beendete hier einen Lehrgang in Gesundheitsfürsorge und häuslicher Krankenpflege. Zu einer frohen Abschlußfeier kamen die 37 Teilnehmerinnen mit zahlreichen Gästen im Saal von Hinter zusammen. Die
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Zwangsvollstreckung.nicht verurteilt werden, wenn die Frau wegen Schulden verklagt ist, die sie nach der Eheschließung ohne die erforderliche Zustimmung des Mannes gemacht hat, oder die aus dem Vorbehaltsgut der Frau stammen ((. a. Vorbehaltsgut. eheliches Eüterrecht).
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Durchbruch der Zähne, auch Zahnen der Kinder genannt, geht häufig mit Störungen des Allgemeinbefindens einher. Soll in einer bestimmten Reihenfolge vor sich gehen. Vgl. Milchzähne. Durchfall (Diarrhöe), häufige Entleerung dünner, mehr oder weniger flüssiger Stühle, bedingt durch beschleunigte Peristaltik (Darmbewegung zur Austreibung der Kotmasien) infolge von Darmkrankheiten, bes. Darmkatarrh, nervösen und reflektorischen Einflüssen. Bei Mitbeteiligung des Magens Übelkeit und Erbrechen. Abführmittel einneh- men, kein Stopfmittel, Bettruhe warme Umschläge, ungezuckerier Tee, dann Reis- oder Haferschleim. Erst allmählicher Übergang zu leichter gemischter Kost. Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen)
noch längere Zeit meiden. Manchmal folgt auf den Durchfall Verstopfung. Behandlung am besten mit Einlauf. Infolge des großen Wasserverlustes bei Durchfällen Durstgefühl, Trockenheit im Munde. Da Durchfall ein Anfangssymptom schwerer Erkrankungen sein kann (Ruhr, Cholera, Typhus, auch Zuckerkrankheit und Basedow können mit chron. Durchfällen einhergehen), ist es zweckmäßig, in allen irgendwie unklaren Fällen den Arzt zu fragen. Durchfälle können auch bei nervösen Menschen die Folge von Aufregungen sein.
Durchlauferhitzer, Kohle-, Gas- oder elektrische Öfen, in deren Rohrschlangen sich Wasser beim Durchlaufen sehr schnell erhitzt. Die Anlage ersetzt eine Warmwasserversorgung.
Durchliegen, Decubitus, Druckbrand, Druckgeschwür, Wundliegen, das Wundliegen der Kranken bei mangelhafter Eewebs- ernährung, verursacht durch geistig oder örtlich bedingte Empfindungslosigkeit, Benetzen mit Harn, Aufliegen auf harter, nicht glatter Unterlage usw. Die Geschwüre entstehen an den Stellen, an welchen die geschwächten Kranken aufliegen. Peinlichste Pflege nötig. Betten aus Lujt- oder Wasserkissen, Faltenbildung im Bettlaken und in der Bettwäsche durch öfteres Elattstrei- chen verhindern. Sauberkeit. Die Behandlung mit Salben, Puder usw. überlasse man der ärztlichen Anordnung.
Aus der engeren Heimat.
Aus demHaushaltsplanderStadtLich.
Wie die Stadtverwaltung in Halts?i" bekanntgab, ist der
7 PzJyr das Rechnungsjahr haVift ß4nn°l9t ^gesetzt: im ordentlichen Haus- mJjJ11 Annahmen und Ausgaben auf je 403 698,25 -UcarE, nn außerordentlichen Haushalt in Einnah- men und Ausgaben auf je 99 067,42 Mark. Die ; r? t?6 r bie Gemeindesteuern wurden wie * festgesetzt: Grundsteuer von Gebäuden und 4l),8 Pf. für je 100 Mark Steuerwert, Grundsteuer von land- und forstwirtschaftlich oder Snrtnerisch genutzten Grundbesitz 60,8 Pf. für je 1. Mark Steuerwerk. Bei der Gewerbesteuer belauft sich der Hebesatz auf 319 Pf. für je 100 Mark Steuerwerk. Die Sondergebäudesteuer beträgt für le 1 Mark des staatlichen Sondergebäudesteuersolls von den Steuerwerken a) bis 7000 Mark 54 9 Nf b) über 7000 Mark 47,93 Pfennig. An Bürqersteuer werden 250 v. H. des Reichssatzes erhoben, die inzwischen durch Gemeinderatsbeschluß für das °(nhr 1938 auf 500 v. H. der Reichssätze erhöht werden mußten mit Rücksicht auf zu erwartende Mehrausgaben. Letztere sind nötig zur Bildung von Rück- lagen, neuen Aufgaben und zur Lastenverteiluna zwischen Land und Gemeinden. Die Filialstem»? wurde auf 382 v. H. der gemeindlichen Gewerbesteuer festgesetzt. Die Steuersätze fanden die Genehmigung des Kreisamts Gießen. 9
Unfälle auf dem Lande.
Ein Einwohner von G r ü n b e r g zog sich durch einen Sturz vom Rade einen Bruch der rechten Schulter zu. - Der 16jährige Schlosserlehrling Werner Rtehn in Lollar wurde durch den Schrotschuß eines unvorsichtigen Schützen erheblich verletzt. — Bei einem Fußballspiel in Butzbach wurde der 16 Jahre alte Reinhold G l a u m aus Großen-Linden durch einen Ellenbogenstoß ttt den Unterleib schwer verletzt. Der bedauernswerte junge Mann mußte sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Er liegt da auf operativem Wege die Milz entfernt werden mußte schwer darnieder. — Das 7jährige Söhnchen Heinz des Webers Stein von Ruppertenrod wurde von einem Auto angefahren und mußte mit einer schweren Kopfwunde in ärztliche Behandlung gebracht werden — Der Zgjährige Bauer Karl Konrad aus Bellersheim zog sich einen «ruch des rechten Oberarmes zu. Sämtliche Ver- unglückten wurden zur Behandlung in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht.
Landkreis Gießen.
00 Klein-Linden, 1. Nov. Hier sprach im Saale ^Zur deutschen Eiche" ^001^5^611611. walter C. L. Schmidt (Gießen) über die Orga
nisation der Deutschen Arbeitsfront und den Segen der DAF. für die Volksgemeinschaft, namentlich auf oem Gebiet der Volksgesundheit, der Berufser- Zlehung und der Betreuung der Volksgenossen.
8. L a n g - G ö n s , 1. Nov. Am vorigen Freitag Zeigte die G a u f i l m st e l l e in der Turnhalle den Mim „Der Kurier des Zaren". Die Vorführung sand bei der zahlreich erschienenen Zuschauerschaft lebhaften Beifall. — Am Sonntagnachmittag uurzte in unserem Dorf an einer Wegkreuzung, -urcf) die Glätte des Pflasters bedingt, ein Motorradfahrer. Er kam mit dem Schrecken davon, doch wurde die Maschine stark beschädigt. — Das gute Wetter der letzten Wochen hat viel dazu beigetragen, daß fast sämtliche Feldarbeiten erledigt wer- oeu konnten. Der Stand des Wintergetreides ist vorzüglich. Auf den Kleeäckern bringen die sich zahlreich vermehrenden Feldmäuse Schaden. Die Landwirte sind gezwungen, Giftweizen zu legen, um die schädlichen Nager zu vermindern. Gegen den Frostspanner wurden an sämtlichen Apfel- und Birnbäumen der Gemarkung Klebegürtel angebracht. — Der Obst- und Gartenbauver- e i n hat vor kurzem einen Süßmostapparak ange- Masst' der allen Einwohnern gegen eine geringe Gebühr zur Verfügung steht. Die Herstellung von Süßmost, auch in kleineren Mengen, gelingt vortrefflich.
-Steinbach, 2. Nov. Gestern wurden die alten Leute unserer Gemeinde, die über 65 Jahre alt sind, durch die Dorfschelle eingeladen, sich Zu einer Freifahrt auf der Reichsautobahn anzumelden. Die Firma Amstutz, Bad Homburg, die die Arbeiten beim Bau der Reichsautobahn »durch unsere Gemarkung vorgenommen hatte, lud dazu ein.
wg. Großen-Buseck, 1. Nov. Infolge der lebhaften Bautätigkeit in der Wilhelm- st r a ß e während der letzten Jahre sah sich die Gemeindeverwaltung genötigt, diese Straße um ein erhebliches Stück zu verlängern und auszubauen. Die Straße erhält gegenwärtig einen festen Fahrdamm und zwei Bürgersteige, nachdem vor einiger Zeit Kanalisation und Wasserleitung gelegt worden waren. — Bei der in den Hinteren Waldungen des Jagdpächters Rinn & Clo 0 s durchgeführten Treibjagd wurden 39 Hasen, 5 Füchse, 1 Fasan und 1 Schnepfe erlegt.
wg. Großen-Buseck, 2. Nov. Bei einem Gang durch unsere Gemarkung kann man sich davon überzeugen, daß für die Pflege der Obst- bäume wieder viel getan wird. Die Obstbäume werden gegenwärtig gesäubert und mit Leimringen versehen. Auch wird die Erde unter den Bäumen im Umkreis bis zu 2 Meter umgegraben und gedüngt. Die vorbildliche Baumpflege wird sich sicherlich bezahlt machen.
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