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Nr.178 Erstes vlatt

Dienstag, Z. August 1957

187. Jahrgang

wie!

ienen sich das gesamte deutsche Volk durch

Die Rede des Führers auf dem Sängerbundes­fest in Breslau wird von den führenden engli­schen Blättern auszugsweise wiedergegeben. Der Daily Telegraph" bringt die UeberschriftDeutsch­lands Nationalhymnen ein Band der Einheit". DieTimes" leitet ihre Meldung mit den Worten ein, daß der Führer in Breslau einen gewaltigen Appell an die Deutschen in der ganzen Welt ge­richtet habe. DieMorning Post" spricht von dem gigantischen deutschen Sängerfest und hebt hervor, daß der Führer die Nationalhymnen als ein Band bezeichnet habe, durch das alle Deutschen zusammengeschweiht werden.

ten, mit vt... .

die Sprache und das Lied verbunden weiß.

Die glanzvolle Eröffnung des Breslauer Sänger- bundesfeftes wurde in technisch vollkommener Kurz­wellenübertragung von vielen Rundfunthörern Nordamerikas miterlebt. Unter auszugsweiser Wiedergabe der Reden des Führers und des Reichs­ministers Dr. Goebbels unterstreicht die Neuyorker Presse besonders die an das Auslandsdeutschtum gerichteten Stellen. DieNew York Times" spricht von einer begeisterten Kundgebung und schreibt, ein beispielloser Jubel habe unter den anwesenden Reichsdeutschen sowie den zahlreichen Deutschen aus Polen, der Tschechoslowakei, Oesterreich, Rumänien und anderen Ländern geherrscht.

Eine Oeutschlandreise

des Wiener MännergesongvereinS.

Schneidemühl, 2. Aug. (DNB.) Die Pro- vinzialhauptstadt der Grenzmark Posen-Westpreu- hen, Schneidemühl, stand im Zeichen des Be­suches des Wiener Männergesangoereins, der nach dem großen Erlebnis der Breslauer Tage Schneide­mühl als Ausgangspunkt einer Reise gewählt hat, die ihn während 14 Tagen in alle deutschen Gaue führt. Die Deutschen aus Oesterreich bescher­ten den Arbeitskameraden aus 30 Schneidemühler Betrieben eine erhebende Feierstunde. Der 1. Vor­sitzende des Vereins, Hofrat Universitätsprofessor Dr. Sperl sprach begeistert von dem Erlebnis der Breslauer Tage, die so recht die wiedergewonnene deutsche Größe offenbart hätten. Dann brachten die Wiener Sänger unter der Leitung ihres Chormei­sters, Prof. Ferd. Großmann, eine Reihe deut­scher Lieder zu Gehör. Die Hörer dankten mit herz­lichem Beifall. Die Wiener Sänger reiften weiter nach Königsberg.

Mussolini antwortet Chamberlain.

Oie Bemühungen um eine britisch-italienische Verständigung werden fortgesetzt.

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Außenminister Eden bleiben. Inzwischen müßten die englisch-italienischen Mißverständnisse beseitigt und etwaige Konfliktsursachen beigelegt werden. Die Anerkennung der italienischen Oberhoheit in Aethiopien würde ohne Zweifel diese Aufgabe er­leichtern, und die britische Botschaft in Rom habe diesen Schritt ihrer Regierung in London empfohlen.

In derTime s" wird betont, daß die Ant­wort Mussolinis freundlicher Natur sei und die in dem Schreiben Chamberlains ausgedrückten Gefühle erwidere: das Bedauern, daß die englisch­italienischen Beziehungen durch Mißverständnisse getrübt seien, und die Hoffnung, daß eine baldige Besserung dieser Beziehungen Zustandekommen werde.M orning P o st" meint, der Brief­wechsel habe nichts mit den Diermächte-Verhand- lungen zu tun, eine Konferenz in London im Herbst würde nicht in Frage kommen, wenn nicht eine radikale Aenderung der Lage in Spanien eintreten würde. Auch über eine Zusammenkunft zwischen englischen und italienischen Ministern sei gegen- wärtig noch nichts entschieden: ein Zusammentreffen zwischen Eden und Graf Ciano sei jedoch auf der Völkerbundsversammlung im September möglich, falls Italien an dieser teilnehmen sollte.

Daily Mail" weih zu melden, daß Chamber­lain dem italienischen Botschafter mitgeteilt habe, dah er auch wahrend feines Urlaubs in Schottland jederzeit bereit wäre, weitere Plane für die Besserung der eng­lisch-italienischen Beziehungen zu besprechen. Chamberlain habe ferner vorgeschlagen, dah Eden zu einer Unterredung mit Mussolini und Graf Ciano nach Rom eingeladen werden solle. Der Zweck eines solchen Besuches sei, den Auftakt zu einem neuen Westpakt zu schaffen. Die Voraussetzung wäre die Aner­kennung des italienischen Kaiserreiches.Daily Expreh" rechnet damit, dah der Besuch Edens in Rom im Oktober stattfinden werde.

Die Meldung, daß Chamberlain in seinem Schrei­ben den Duce versichert habe, daß England die ita­lienische Oberhoheit in Abessinien anerkennen werde, sei falsch: es wäre aber wünschenswert, wenn die englische Regierung diese Anerkennung aus­sprechen würde. Der liberalen und marxistischen Presse sind die Bemühungen um eine englisch- italienische Annäherung höchst unerwünscht, sie be­müht sich daher, die Aussichten hierfür als sehr gering hinzustellen.

London, 3. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Duce hat auf die handschriftliche Botschaft von Chamberlain mit einem eigenhändigen Schreiben an den englischen Premierminister geantwortet, das der italienische Botschafter Graf Grand i Montag 15 Uhr in Downing-Street überreicht hat. Chamberlain hat sein Wochenende in Chequers verbracht und kehrte am Montagnach­mittag auf mehrere Stunden in die Downing-Street zurück, um bei dieser Gelegenheit den italienischen Botschafter zu empfangen. Montagabend trat der Ministerpräsident eine läng er e Urlaubsreise nach Schottland an.

Daily Telegraph" will erfahren, daß Ton und Inhalt des Schreibens Mussolinis keinen Zweifel an dem ehrlichen Wunsch der italienischen Regie­rung erlaube, die praktische Zusammen­arbeit mit London, die während der Dauer des Locarno-Vertrages geherrscht habe, wieder herzu stell en. Im gegenwärtigen Stadium der Beziehungen zwischen den Regierungschefs Eng­lands und Italiens wären noch keine Einzelheiten besprochen worden Die britischen Minister würden die Gelegenheit unmittelbarer Besprechungen be­grüßen. Da das gegenwärtig aber nicht möglich sei, habe Chamberlain das Verfahren per­sönlicher Briefe, das durch den Botschafter und den Außenminister besprochen worden sei, ein­geschlagen. Die direkten Besprechungen zwischeif den englischen und italienischen Außenmi­nistern würden wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen

Chamberlain hätte auf diese Weise den Bo- den zu einer neuenBerbinbung zwischen den Locarno-Mächten vorbereitet. Er habe es klargemacht, dah sich feine Auffassung von einer solchen Vereinbarung auf zwei Hauptziele stütze. Erstens auf die Wieder- herstellung des Vertrauens, allen Staaten ein erhöhtes Sicherheitsge- fühlzu geben und zweitens Befriedigung für die berechtigten Bestrebungen der Staaten zu schaffen, die gegenwärtig unter einem Gefühl der Ungerech­tigkeit litten.

Die Erreichung dieser Ziele scheine parallele Be­sprechungen über politische und wirtschaftliche Pro­bleme vorauszusetzen. Chamberlain könne einen viel größeren Anteil an der Führung der Außen­politik haben als sein Vorgänger Baldwin, er werde jedoch in enger Fühlungnahme mit dem

Sängerbundesfest. Zu den Reden des Führers und des Reichsministers Dr. Goebbels hätten sich rund eine halbe Million Menschen versammelt. Aus der Rode des Führers werden vor allem die Sätze ;eben, die den Deutschen im Auslande gal-

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3m Mang -es Liedes.

Nun sind die reichsdeutschen Teilnehmer an dem 12. Sängerbundesfest in Breslau wieder hrimge- kehrt in ihre Gaue, Städte und Dörfer, nun be­finden sich auch die auslandsdeutschen Sängergrup­pen zum großen Teil schon wieder auf der Rück­fahrt nach Oesterreich, Ungarn, nach der Tschechoslo­wakei und nach all den anderen Staaten in Europa und Uebersee, wo heute das deutsche Lied erklingt. Die Herzen der Heimkehrer mögen noch übervoll sein von dem überwältigenden Erlebnis dieser Tage und Stunden, in denen sie dem Führer des Reiches Auge in Auge geyenüberstanden, ihre Gefühle und Empfindungen mögen in den gewohnten Zustand der Alltagsruhe noch nicht zurückgefunden haben, aber der gewonnene zeitliche Abstand läßt im Rück­blick aus allen Einzelheiten und der verwirrenden Fülle der Ereignisse doch schon die geschichtliche Be­deutung dieses Festes erkennen und sie gibt einer großen geistigen Erkenntnis Raum: die deutsche Sehnsucht, die viele Jahrhunderte hindurch nur in Liedern und Sprüchen, in Träumen und Gedanken gelebt hat, sie wurde hier als frohe Wirklichkeit besungen und gefeiert.D e u t s ch l a n d , D e u t s ch- land über alles" dieser heilige Hymnus, der in einer Notzeit unseres Volkes entstanden ist, er­tönt hier als das Bekenntnislied eines befreiten und geeinten Weltoolkes, als freudige Botschaft an alle jene Angehörigen unseres Volkstums, die jenseits der Reichsgrenzen eine neue Heimat gefunden ha- den. Und so ehrlich, so begeistert und aufrichtig fangen die Hunderttausende dieses Lied, das selbst die ausländischen Berichterstatter und Zeitungs­schreiber es zugeben müssen: Die Stimmen dieses urgewaltigen Chores, der da in Schlesiens alter Hauptstadt versammelt war, fangen keine imperia­listischen Kampflieder, sondern kündeten nur von dem gemeinsamen Schicksal und Glauben, der alle Menschen deutschen Blutes untrennbar miteinander verbindet. Diese Stimmen tönten nicht Haß, son­dern Liebe. Deshalb hatte dieses Sängerbundesfest, das ein Höhepunkt des kulturellen und völkischen Gemeinschaftslebens aller Deutschen war, auch nichts mit den Fragen der Staatszugehörigkeit sei­ner Teilnehmer, nichts mit der internationalen Po­litik zu tun, die eine Aufgabe der dazu berufenen Staatsmänner und Diplomaten ist.

Deutsches Volkstum aber lebt nach dem Willen des Schicksals nicht nur in den Grenzen des Reiches: nicht allein die 68 Millionen im heutigen Deutsch­land gehören zum deutschen Volkstum, sondern auch fast 30 Millionen, die in anderen Ländern wohnen, nicht nur in Mitteleuropa, sondern auch in Nord- und Südamerika, in Südaftika und Australien, in den ehemals deutscken Kolonien, überall dort, wo fleißige Arbeit tatkräftige Hände gefordert hat. Für alle diese Deutschen sind viel­leicht die Sänger- und die Turnfeste die einzigen großen Kundgebungen, bei denen sich die Möglich­keit gibt, mit den Brüdern aus der alten Heimat fröhlich zusammenzukommen. Jahrelang werden die Gelder gesperrt und gesammelt, die es den Vereinen möglich machen, über weite Entfernungen 'yre A^ ordnungen und ihre Fahnen ins Deutsche Reich zu senden, damit sie sich dort Kraft holen für die Treue zum alten Volkstum, für die Tagesarbeit in der neuen Heimat. Diese deutschen Volksgruppen in aller Welt haben es niemals leicht gehabt, und sie haben seelisch, oft auch wirtschaftlich schwer ge­litten unter der Agitation gegen das nationalsozia­listische Deutschland. Nun waren die Vertreter die­ser Deutschen im Auslande zu Gast in der alten Heimat und hier im liederfrohen Schlesien hart an der Ostgrenze des Reiches, schlug ihnen das deut­sche Herz mit einer Innigkeit entgegen, als ob alle die ungezählten Gäste alte Freunde des Ostlandes

Der Schirmherr des Sängerbundesfestes, Reichs­minister Dr. Goebbels, hat bei der Entgegen­nahme des Breslauer Ehrenbürgerbriefes m feinen Worten den Ton angeschlagen, der die Derbun- ; b e n f) e it des deutschen Ostens mit der ganzen Nation herstellt. Er hat davon ge­sprochen, daß hier das Land der Soldaten sei, das Reservoir der Talente. Er hat daran erinnert, öatz im Jahre 1813 von Königsberg und von Breslau aus der Ruf zum Freiheitskampf erklungen ist. Die Ostprovinzen sind stolz auf die Anerkennung, die ihnen in diesen ehrenvollen Worten zuteil ge­worden ist. Sie haben oft den Eindruck gehabt- fn:. wären sie dazu bestimmt, im industriellen Deutsch­land eine zweite Rolle zu spielen, weil ihre B ' '

fcrung die Verpflichtung hat, auf °fayal5 karge Boden den Landbau zu betreiben, wahrend andere Landesteile in glänzender wirtschaftlicher und ch- uischer Entwicklung vorwärts.schreiten. Der Os weiß aber auch, was die Regierung Adolf H ers ' für das Bauerntum geleistet hat. Die Bedeutung : der landwirtschaftlichen Erzeugung ist nahonai- wirtschastlich gestiegen und der deutsche Dauer ist sich der Pflichten bewußt, die ihm daraus gewor- I Daß"d°r deutsche Mensch im Osten trotz der chörte seines Daseins den frohen Sinn für das Schon- ' im Leben und für das Edie der «uns behallen hat. das haben die Breslauer Tage deutlich bewie-m Der Osten ist deutsch durch seine Kultur und durch den Fleiß seiner Menschen D,e 8,^-- des Volkes Md die stolzen Bauten seiner Städte und Dörfer , bekunden es. Der Spaten des Arbettsd enfteei der im Breslauer Festzug tn langen W " war das Symbol der Lebe zur Scholle und der Treue zur Arbeit an ihr. Der Aufmarsch unserer Wehrmacht im Festzuge war das 3^», ba6 b« f,s Land und feine Menschen zu allen 3-ten mit ' dem Reiche verbunden sind undi vom R-uh g schützt werden. Zur gl-uh-" Stunde> faftbabenm fHerfin hi? Männer, die vor 23 Jahren an i grenzen eilten, um die Heimat zu schirmen, in

Frankreich unb die Schweiz.

Don unserem Or. G.-Äerichterstatier.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)

Zürich, August 1937.

Geradezu auffallend ist das seit geraumer Zeit andauernde Interesse Frankreichs an der Eidge­nossenschaft. Der Pariser Korrespondent eine Schwei­zer Zeitung stellte schon vor einigen Monaten fest, daß sich Frankreich noch niemals so stark mit der Schweiz beschäftigt habe wie in dieser Zeit.Frei­lich gilt dieses Interesse nicht so sehr den Proble­men, die in der Schweiz als wichtig empfunden werden; es entspringt vorwiegend dem eigenen ranzösischen Interesse. Aus diesem Grund befaßt man sich in erster Linie mit Fragen der schweizerischen Landesverteidigun g." Es erübrigt sich, an dieser Stelle auf die französischen Tendenzmeldungen näher einzugehen, die dem Aus­bau der eidgenössischen Wehrmacht eine sachlich völlig abwegige Auslegung gaben. Die klaren und unmißverständlichen Erklärungen des Führers in seiner bekannten Unterredung mit Alt-Bundes­rat Schu11heß über die von Deutschland respek­tierte Unverletzlichkeit und Neutralität der Schweiz widerlegen alle Mißdeutungen und Verdächtigun­gen, die von Zeit zu Zeit in der französischen Presse zu finden sind. Dagegen beanspruchen gewisse Be­strebungen erhöhte Aufmerksamkeit, den französi. schen Einfluß in der Schweiz auf politischem, kul­turellem und wirtschaftlichem Gebiete zu erweitern.

Seit 1848 ist d e r B u n d für die gesamte Außen­politik zuständig, deshalb sind auch die diplomati- schen Vertreter des Auslandes nur beim Bun­de s r a t, und nicht bei Kantonsregierungen, ak­kreditiert. Lediglich der päpstliche Nuntius und der Botschafter der Volksftontregierung in Paris, Herr Alphand, der Ende vergangenen Jahres von Moskau nach Bern versetzt wurde, erheben auf eine Sonderstellung insoweit Anspruch, als sie a u ch d e n Kantonsregierungen offizielle Besuche ab- statten. Der päpstliche Nuntius kann sich dabei auf die Tatsache stützen, daß er nicht nur diplomatischer Vertreter des Vatikans beim Bundesrat ist, sondern auch unmittelbar Beziehungen zu den schweizeri­schen Bischöfen unterhält und kirchliche Fragen m den Zuständigkeitsbereich der Kantone gehören. Da­gegen übt der französische Botschafter lediglich diplomatische Funktionen aus, wobei Rangunter­schiede ein Vorrecht gegenüber den andern Diplo­maten nicht begründen.

Herr Alphand hat dessen ungeachtet die alte Ueberlieferung der französischen Könige vor 1789 wieder ausgenommen und besuchte bereits in offi­ziellenAntrittsvisiten" einzelne Kantonsregierun- gen (so in Freiburg, Genf und Basel). Da die Kan­tone auf dem Gebiete der Außenpolitik verfassungs­rechtlich ausgeschaltet sind, handelt es sich hier of­fensichtlich um einen Verstoß d e r franz ö- fischen Propaganda in der Schweiz. Die mit den Besuchen verbundenen Empfänge und Kul­turveranstaltungen ließen die Absichten unschwer erkennen. Marxistische und linksbürgerliche Zeitun­gen finden an den Reisen Alphands durchaus nichts Außergewöhnliches, was wiederum gewisse Rück­schlüsse erlaubt.

Die Tatsache, daß die deutschsprachige Schweiz einem andern Kulturkreis angehört, bildet für die Propaganda Frankreichs keinen Hinderungsgrund. Die französischen Vortragsgesellschaften Sequana" undLes amis de la culture francaise sind sehr rührig, immer wieder finden an Bühnen der deutschen Schweiz Aufführungen von Werken französischer Autoren statt. Die Vereinigung France-Suisse" fördert den Studentenaus­tausch zwischen Frankreich und der Schweiz. Der Pariser Korrespondent einer Züricher Zeitung be­richtet vor langer Zeit:Neben Paris zeigen auch die französischen Provinz-Universitäten lebhaftes Interesse für den geistigen Kontakt mit der Schweiz. Die Bereitwilligkeit französischer Gelehrter und Kulturträger zu Vorträgen in den schweizerischen Städten wird infolge ungenügender Kenntnis der Organisattonsgruppen Und Vereine in der Schweiz nicht aenügenb benützt. Man möchte überall eine so gastliche Atmosphäre wünschen, wie sie die von Professor Chr. Giere in Zürich präsidierten Freunde französischer Kultur" geschaffen haben.

Bemerkenswert ist ferner, daß die französische Propaganda sie nimmt Mit Vorliebe die Pariser Mitarbeiter der Schweizer Zeitungen in Anspruch der Eidgenossenschaft klarzumachen sucht, welche Bedeutung Frankreichs Kolonien für sie habe. : Im Jahre 1936 hat die Schweiz Rohstoffe im Werte von 14,5 Millionen Schweizer Franken aus den französischen Kolonien bezogen, während die Aus­fuhr wertmäßig den Betrag von 10,4 Millionen erreichte. Es werden alle wichtigen Rohstoffe auf» gezählt: 65 v. H. der zur Herstellung von Schweizer- . schokolade benötigten Kakaobohnen kommen aus - Französisch-Westafrika. Speise- und Maschinenöl - werden von den französischen Kolonien in Nord- I und Westafrika geliefert. Neu-Kaledonien liefert . Chrom, Jndochina Nickel und Tungstein, Marokko , Kobalt, Eisenerz kommt aus marokkanischen und i algerischen Gruben, eiti Teil der Schweizer Zeitun- - gen wird auf Pavier gedruckt, das aus dem Stoffe der algerischen Alfapflanze gewonnen wird. In : reichem Maße stellen die französischen Kolonien auch : das Holz zur Verfügung, das von der eidgenössi« : schen Möbelindustrie verarbeitet wird. Bereits ist es : der französischen Wirtschaftspropaganda gelungen, ; den Absatz französischer Waren in der Eidgenossen- schäft derart zu steigern, daß sie von der vierten - auf die dritte Stelle unter den Abnehmern Frank- > reichs vorgerückt ist.

: Diese Wirtschaftspropaganda hat sich zu einem neuen Vorstoß entschlossen, der besondere Beachtung

genmart des Reichskriegsministers das Be­kenntnis zum Friedenswillen abgelegt. Sie haben die Organisationen der Frontkämpfer anderer Länder zu dieser Kundgebung geladen und diesen Gästen damit gezeigt, daß es dem deutschen Volke ernst und heilig ist mit feinem Willen zum Frieden, der aber ein Frieden in Ehren bleiben muß.

Wo das deutsche Volkstum wurzelt, da ist auch die deutsche Kultur zuhause. Die großen Strome der deutschen Auswanderung nach dem Osten unö Südosten sind verebbt, die staatlichen ©rennen l)a= ben sich geändert. Immer aber wird das Deutsche Reich für alle die vielen Millionen deutscher Men­schen im Auslande der Mittelpunkt kul­turellen Lebens sein. Das 12. Sängerbundes­fest hat in erhebender Weise gezeigt, daß jene deut- chen Dolksbrüder stolz sind auf das neue Deutsch­land und seinen kraftvollen Aufstieg. Aus ihren Reihen ist kein Wort der Feindschaft gegen andere Nationen laut geworden, obwohl es kein Geheim­nis ist, daß es vielen Deutschen, die m fremden Staaten loyale Bürger wurden, schwer^ma^t wird, ihre kulturellen Rechte zu wahren. Die .»re- lauer Tage waren Kundgebungen des tfrieoens und der Treue zum Volkstum im Klange des deutschen Liedes.

Das Auslandsecho der Breslauer Festtage.

Die Wiener Presse bringt Sonderberichte zum Sangerbundess-st m Breslau wobei besonders betont w.rd, mit mettyr»arme die österreichischen Teilnehmer schor » Fahrt nach Breslau empfangen worben fmb. scheine, so schreibt u.a. d.°Re.chsp°ft . glücklich 2°'ch°n gu^t-n ,f ^B

man die brutsche gtafif,or, in feierlicher des jungen CEröeiwo n, * etwas von der

Herzlichkeit efmp^"9hiftori|cf)en Verbundenheit mit« ia^UnbHPn Qa?5 bie Wiener vom Bahnhofsplatz geschwungen, als b ^v wurden, wo bann

tum Elchenborff-Denkmal geieii

so manches Lieb ' V Beifall bebanft. Nicht Bevölkerung mit f urnul^em» ^fischen

anbers sei es Ausführlich wirb bann auch bie Äfmn im Äm geschildert mit Deutsche Weche, unb Reichskanzlers an bie der Rebe des Y Rebe bes Führers

wurden Sonntag nachmittag über den ofterreichi- schen Runbfunk gesendet.

«fniirhP Presse Veröffentlicht eben- falls" ausführlich^ Berichte über das Breslauer

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Druck und Verlag: vrühlsche UniverfitStrdruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Scschäftrftelle: Schulftrah« T