Einzelbild herunterladen

I) r

r

t t.

5

e n

)

!.

n

r. e 0

r ii n

lienhilfe nach der Kinderzahl vorschrei­ben und bei der Begrenzung der Familienhilfe für Kinder von kinderreichen Versicherten eine h ö he r e Altersgrenze als für Kinder anderer Ver­sicherter festleaen. Auch sollen die Krankenkassen bei kinderreichen Versicherten keine Beteiligung an den Wegegebühren für Aerzte usw. verlangen. End­lich soll bei den Zuschlägen zum Kranken- und Haus­geld die Kinderzahl berücksichtigt werden. Die Kran­kenkassen werden damit noch mehr fük die Durch­setzung der bevölkerungspolitischen Aufgaben und Ziele des nationalsozialistischen Staates eingesetzt. ExemplanscheSirasenfürpreiswucher

Eine Warnung des Reichskommissars.

Berlin. 2. März. (DRV.) Der R e i ch s k o m - mifsar für die Preisbildung teilt mit: Die Inhaber der Obsthandelsflrma Gebrüder Dralle in Drochtersen (Regierungsbezirk Stade), Bauer und Obsthändler Hermann Dralle und feine Söhne Adolf, Jonny und Robert Dralle, sind wegen Preiswuchers mit einer Geld- strafe von 3 5 0 0 0 0 Mark bestraft worden. Der Betrieb ist geschlossen worden. Es ist Sorge getragen, daß die noch vorhandenen Aepselvorräte

ordnungsmäßig verwertet werden. Die Gebrüder Dralle lieferten als Versandhändler Aepfel aus dem niederelbischen Obstanbaugebiet (Alte Lande) nach Berlin, Hamburg und Köln zum Preise von 52 Mark, ja sogar 57 Mark je Zentner, trotz Bekanntgabe an den Versandhandel, dah als Höchstabgabepreis nur ein Preis von 32 Mark zu- gelassen sei. Dabei pflegten die Dralles den Rech­nungsbetrag auf den zugelassenen Höchstabgabepreis auszustellen, die Rechnungen wurden also ge­fälscht. Bezeichnend für die Gesinnung dieser Volksschädlinge ist, dah ihre Gesamtspende für das Winterhilfswerk 1936/37 280 Mark betrug. Rach einer vorliegenden Sachspendenquittung sind von ihnen in Berlin zwei Pfund Aepfel ge­spendet worden. Die Bestrafung der Dralles möge allen denjenigen zur Warnung dienen, die noch heute glauben, sich durch Preiswucher auf Kosten ihrer Volksgenossen ungestraft bereichern zu können. Das Preiserhöhungsverbot vom 26. Rovember 1936 gilt uneingeschränkt und ist von jedem Volksgenossen zu beachten. Zuwider­handlungen werden, wie dieser Zoll zeigt, aufs schwer st e be st rast.

Das Ernährungshiisswerk im Gau Heffen-Aaffau.

Oer Gauleiter besichtigt die vorbildliche Schweinezucht in Darmstadt.

NSG. In Begleitung des stellvertretenden Gau­leiters, Staatsrat Reiner, des Landesbauern­führers Dr. Wagner und des Kreisleiters W a m b o l d t besichtigte Gauleiter Sprenger einen Abschnitt des Kampfes gegen den Verderb, die Verwertung der Küchenabfalle für Futter- zwecke einer Schweinezucht in Darmstadt. Deutlich wurde hier bewiesen, wie aus ehedem brachliegenden Werten ein wesentlicher Beitrag zur Erringung der deutschen Nahrungsfreiheit geleistet werden kann, wenn dieses Beispiel allgemein Schule macht. Gewiß stützte man sich in der Einrichtung bereits auf Erfahrungen, die in Notzeiten durch die Regieställe gesammelt wurden, aber dennoch ist die Grundlage der neuen Einrichtung wesentlich verschieden von jenen einstigen Behelfen. Freiwillig beteiligt sich heute die gesamte Bevölkerung an der Aktion. Kein Haus gab es, aus dem nicht beim rufenden Klang der Glocke des NSV.-Helfers Frauen und Mädchen bei den Lastwagen des Er­nährungshilfswerkes die gesammelten Abfälle ab­lieferten. In einer Sortierstelle konnte dann die

sachgemäße Trennung der Küchenabfälle besichtigt werden. Mit Gummihandschuhen bekleidet sortierten flinke Frauenhände den großen Anfall von Kar­toffelschalen, Knochen und Gemüseresten und mach­ten sie für die einzelnen Ställe lieferfertig. In Griesheim, Eberstadt, Arheilgen und auf dem Stadtgut Gehaborn sind die Schweinezucht- be triebe eingerichtet worden, hier wird das Futter gedämpft' und mit Kraftfutter gemischt. Ein guter Gesundheitszustand zeichnet allenthalben die Schweinebestände aus.

Darmstadt gilt als Beispiel für den Ausbau der Arbeit im gesamten Gau. Soweit möglich, wird die Bauernschaft an diesem Ernährungshilfswerk beteiligt sein. Mit der Haltung von Paten- s ch w e i n e n , für die die Großstädte das Futter liefern, wird sie ihren Beitrag für dieses Werk leisten. Natürlich hängt die Durchführung dieser letzten Maßnahmen von den Sonderverhältnissen ab, die in enger Fühlungnahme mit dem Reichs­nährstand behandelt werden.

Aus aller Welt.

' * «eue ^erierführer-D^e chen.

r- && X'fi,

Der Führer und Reichskanzler hat in Anerkennung der Bedeutung der Reit- und Fahrausbildung inner­halb des Nationalsozialistischen Reiter-Korps das Deutsche Reiterführer-Abzeichen" oben gestiftet. Gleichzeitig die untenstehende Plakette für Verdienste um die wehrhafte Er­tüchtigung der deutschen Reiterjugend. Die Entwürfe stammen von dem Berliner Maler und Graphiker Casberg. (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.)

Münchner Lenbach preis für Professor Conrad Hommel.

Der von der Stadt München gestiftete Lenbach- Preis wurde zum ersten Male verliehen, und zwar an den Präsidenten der Münchener Sezession, Professor Conrad Hammel. Der Künstler, der auch in Berlin tätig ist, hat sich als Maler unserer Staatsmänner einen besonderen Ruf erworben. Er hat u. a. Porträts geschaffen von Reichspräsident v. Hindenburg, Ministerpräsident General­oberst Göring, Reichsminister Dr Goebbels, Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht, General­feldmarschall v. Mackensen. Für die beiden letz­teren bekam er den Preis zugesprochen, und zwar unter Hunderten von Bewerbern, gelegentlich einer zu diesem Zwecke veranstalteten Ausstellung im Lenbach-haus in München.

Ehrenchormeister Professor wohlgemuth f.

Eine traurige Kunde für die gesamte deutsche Sängerwelt bedeutet die Nachricht vom Ableben des Ehrenchormeisters des Deutschen Sängerbundes Professor Gustav Wohlgemuth, dessen Name überall dort, wo das deutsche Lied erklingt, be­

kannt ist. In 45jähriger Tätigkeit hat der Heim­gegangene den Leipziger Männerchor zu einer Blüte gebracht, die ihm zahlreiche Ehren im Jn- und Auslande einbrachten. 1896 wurde er Bundes­musikdirektor des Leipziger Gausängerbundes, und von 1898 bis 1933 gab er sich in unermüdlicher Arbeit den Aufgaben des Deutschen Sängerbundes hin. Unter anderem hat der Verstorbene das Lieder­buch des Sängerbundes herausgegeben und war der erste Schriftleiter der heutigen deutschenSän- geibundeszeitung". Die musikalische Schöpferkraft Wohlgemuths äußerte sich in zahlreichen Dolks- liederbearbeitungen und eigenen Kompositionen, von denen das allenthalben gesungeneWie's daheim war" fast zum Volksliede geworden ist.

Rembrandt im hessischen Landesmuseum.

Für den Monat März, in dessen Ende das Oster­fest fällt, hat das hessische Landesmuseum als Kunstwerk des Monats eines seiner kostbarsten und schönsten Gemälde auserwählt: Rem­brandts WerkChristus am Marterpfahl" aus dem Jahre 1658, zu dem sich eine Studie aus dem Jahre 1646 im Wallraff-Richartz-Museum in Köln befindet. Es ist jenes Bild in der reifen Sprache des Meisters, auf dem sich der an sich grausame Vorgang in fast sttller Eindringlichkeit um drei Personen gruppiert: links ein Knecht, der den an Händen und Füßen gefesselten Christus über eine Winde am Strick in die höhe reißt, während rechts unten ein anderer Scherge die Fußfesseln am Bo­den schließt.

300 000 Mark Lotteriegewinn nach Hessen und Bayern gefallen.

In der heutigen Vovmittagsziehung der Preu­ßisch-Süddeutschen Klassenlotterie siel ein Gewinn von 300 000 Mark auf das Los Nr. 298 037 in beiden Abteilungen. Die erste Abteilung wird in Achteln in h e s s e n , die zweite ebenfalls in Achteln in Bayern gespielt.

Vier Tote

beim Brand in einer polnischen Pulverfabrik.

In der staatlichen Pulverfabrik in Pionki in der Nähe von Radom entstand durch die Entzündung von Puloervorräten bei der Sortierung ein Brand. Durch die Flammen wurden 23 Arbeiter verletzt. Vier Verletzte sind an den erlittenen Brandwunden gestorben.

Ungewöhnliche Kälte in Rordportugal.

Auf der Sierra da Estrella in Nordportugal wird starker Frost und heftiges Schneetreiben ge­meldet. In dem Gebirgsort Cever wurden aus einem eingeschneiten Gehöft drei T o t e geborgen, die bei der für Portugal außergewöhnlichen Kälte erfroren waren.

Durch Kohlenoxydgase im Schlafe getötet.

In Bentheim (Reg.-Bez. Osnabrück) ereignete sich ein schweres Unglück, dem zwei Personen zum Opfer fielen. Der Maschinist Rebber und der Kraftwagenführer Lammers hatten ihren Ar­beitskameraden Fischer von einer Hochzeitsfeier nach Hause gefahren. Nach ihrer Rückkehr stellten sie den Wagen in einen Schuppen und ließen den Mo­tor laufen. Beide setzten sich in den Wagen und schliefen ein. Durch die sich entwickelnden Kohlen­oxydgase wurden beide getötet. Als Frau Lam­mers am andern Morgen ihren Mann suchte, fand sie die beiden tot im Wagen auf.

Wiesbadens Mai-Wochen.

Aus den einstigen Mai-Festspielen sind nun Wiesbadens Mai-Wochen geworden. Den Auftakt bildet dasDeutsche M u s i k f e st" unter Lei­tung von Generalmusikdirektor Carl Schuricht am 23., 26. und 29. April. Der 24. April bringt die Einweihung der Brunnenkolonnade am Kur­haus und die Europa-Tanzmeisterschaft im Gesell­schaftstanz. Vom 2. bis 9. Mai bringt das Deutsche Theater in Wiesbaden Aufführun­gen von Werken von Pfitzner, Mozart, Verdi, Jo­hann Strauß, Wagner, Schiller und Ibsen. Sport­liche Veranstaltungen mit internationaler Beteili­gung sind das Tennisturnier Anfang Mai

Der Frühlingspunkt.

Oer Sternenhimmel im März.

Von Dr. Erwin Koffinna.

Arn 21. März um 1.35 Uhr überschreitet die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn den Himmels­äquator und tritt damit von der südlichen auf die nördliche halbkugel über. An diesem Tage haben alle Orte der Erde Tag- und Nachtgleiche. Am Nord­pol bleibt vom 21. März bis zum 23. September die Sonne dauernd über dem Horizont, am Südpol herrscht während dieser Zeit die winterliche Polar­nacht.

Seit alters her bezeichnet man den Punkt des Himmels, wo die Ekliptik, die Bahn der aufsteigen- den Sonne, den Aequator schneidet, als den Früh­lingspunkt. Im Altertum lag der Frühlingspunkt im Sternbild des Widders, weshalb man ihn auch heute noch den Widderpunkt nennt. Aber der Früh- lingspunkt liegt nicht fest: er wandert langsam auf der Ekliptik oder Tierkreisebene nach Westen, und zwar in 2150 Jahren um 30 Grad Der Früh­lingspunkt befindet sich daher gegenwärtig im Sternbild der Fische, das um rund 30 Grad west­lich vom Widder gelegen ist. Infolge der Bewegung des Frühlingspunktes stimmen die zwölf Zeichen des Tierkreises nicht mehr mit den gleichnamigen Tierkreis-Sternbildern überein, sondern jedes Zei­chen ist um ein Sternbild vorgerückt, so daß jetzt das Zeichen des Stieres im Sternbild Widder, das Zeichen des Widders im Sternbild der Fische liegt und so fort. Diese Erscheinung nennt man die Prä­zession der Nachtgleichen, die bereits von hi^parch um 150 v. Ehr. entdeckt wurde, als er seine Fix­sternbeobachtungen mit dem 150 Jahre älteren Fix­sternkatalog von Aristyll und Timocharis verglich.

Die Sonne steht also am 21. März im Frühlings­punkt und verhindert durch ihre Strahlenfülle die Beobachtung dieser Himmelsgegend, die man aber im Herbst leicht am Nachthimmel findet. Unser Ta­gesgestirn schraubt sich im März besonders rasch nach Norden hinaus, so daß seine Mittagshöhe um 11 Grad oder 21 Sonnendurchmesser zunimmt, wäh­rend die Tageslänge in Mitteldeutschland um reich­lich zwei Stunden wächst.

Auch am Fixsternhimmel macht sich das Nahen des Frühlings bemerkbar. Die prächtigen Winter­sternbilder Fuhrmann, Stier, Orion, Großer und Kleiner Hund können zwar gegen 21 Uhr noch gut beobachtet werden, sind aber bereits stark nach Westen gerückt. Den Südhimmel beherrscht als hellster Fixstern Sirius mit blauweiß funkelndem Licht. Nahe dem Zenit finden wir die Zwillings­sterne Kastor und Pollux. Kastor, von ähnlicher Farbe wie Sirius, bildet ein fünffaches System, das aus zwei sehr engen Doppelsternen und einem entfernten Begleiter besteht. Pollux dagegen ist ein gelber Riese vom achtfachen Sonnendurchmesser.

Am Osthimmel sind die Frühlingssternbilder Krebs, Großer Löwe, Jungfrau und Bootes herauf­gekommen. In den späten Abendstunden steht das schöne Bild des Löwen hoch im Süden. Bei einiger Phantasie ist es nicht schwer, aus der Anordnung der Sterne die Gestalt eines Löwen zu erkennen. Die Brust des Löwen wird durch Regulus bezeich­net, während Denebola Schwanz des Löwen be­deutet. Der Königsstern Regulus gehört zu den sehr heißen Heliumsternen. Die Temperatur seiner strahlenden Oberfläche wurde zu 13 400 Grad be­stimmt, im Vergleich zur Sonnentemperatur von 5900 Grad. Regulus ist 59 Lichtjahre oder 560 Bil­lionen Kilometer von uns entfernt und strahlt 84mal so hell wie unsere Sonne.

Zwischen Regulus und den Zwillingen befindet sich das unscheinbare Sternbild des Krebses mit dem schönen, mit freiem Auge sichtbaren Stern­haufen der Krippe. Ein gutes Fernglas läßt uns

in dem lockeren Sternhaufen etwa fünfzig Sterne erkennen. Sie besitzen eine parallele, gleichgerichtete Bewegung im Raume und sind rund 600 Lichtjahre entfernt. Der Sternhaufen hat einen Durchmesser von mehr als 10 Lichtjahren Alle im Feldglas er­kennbaren Sterne der Krippe sind bedeutend größere und hellere Sonnen als unsere Sonne.

Am Osthimmel funkelt der tief gelbe Arkturus, einer der hellsten Sterne des Himmels und Haupt­stern im Bootes, dem Bärenführer. Wir können ihn in der Verlängerung des Bogens der Schwanz­sterne des Großen Bären leicht finden. Um 22 Uhr ist auch das Sternbild der Jungfrau mit Spika ganz über dem Osthorizont erschienen. Tief im Süd­osten und Süden sehen wir Rabe, Becher und die langgewundene Sternreihe der Wasserschlange oder Hydra, deren Kops gegen Prokyon gerichtet ist. Zwischen Arkturus und Denebola erkennen wir das zierliche Sternbild haar der Berenike und links von Arktur den schönen Halbkreis der Nördlichen Krone mit Gemma als Hauptstern. Dicht am Nord­horizont flimmert die Wega.

Der Himmelswagen im Großen Bären steht jetzt rechts vom Polarstern, mit nach unten gerichteter Deichsel. Von seinen sieben Hellen Sternen besitzen fünf zusammen mit Sirius und Gemma eine pa­rallele und gleichgerichtete Bewegung im Raum. Benetnasch und Dubhe wandern dagegen in an­derer Richtung, so daß das Sternbild des Him­melswagens nach einigen Jahrtausenden sich merk­lich verändert haben wird. Die Deichsel des Kleinen Wagens, die im Polarstern endet, ist jetzt aufwärts gerichtet. Zwischen Großem und Kleinem Wagen sehen wir den Drachen als gewundene Sternreihe hindurchziehen.

Im Nordwesten sinken die Sternbilder Perseus, Kassiopeia und Andromeda immer tiefer, und auch die Helle Kapella, ein gelber Riesenstern im Fuhr­mann, ist vom Zenit merklich nach Westen gerückt, mehr noch der von den beiden Sternhaufen der hyaden und Plejaden begleitete rötliche Aldebaran im Stier. Der veränderliche Stern Algol im Per­seus hat günstig zu beobachtende Lichtminima am 2. März um 20 Uhr, am 22. um 21.30 Uhr und am 25. um 18.15 Uhr. Bekanntlich werden die AI- goloerfinsterungen durch einen nahezu dunklen Be­gleiter hervorgerufen, der den sehr Hellen Haupt­stern in 69 Stunden umkreist und beim Vorübef- gang zwei Drittel feiner Scheibe abblendet. Die Helligkeit Algols sinkt dann auf ein Drittel der normalen.

Von den Planeten sttahlt Venus in höchstem Glanze, etwa zwölfmal so hell wie Sirius, am süd­westlichen Himmel. Die Untergangszeit des Abend­sterns verfrüht sich im März um eine Stunde, so daß seine Sichtbarkeit Ende des Monats kaum noch drei Stunden beträgt. Am Abend des 15. März fin­den wir die schmale Mondsichel unmittelbar neben dem Hellen Abendstern, eine prächtige Konstellation. Mars ist in der zweiten Hälfte der Nacht am Ost­himmel zu sehen, wo er im Sternbild Skorpion dessen Hauptstern Antares an Helligkeit bereits übertrifft. Seine Entfernung nimmt im März von 158 Millionen auf 117 Millionen Kilometer ab, womit eine starke Helligkeitszunahme verbunden ist. Wer vor Sonnenaufgang zu feiner Arbeitsstätte geht, kann auch noch Jupiter am Morgenhimmel sehen, der reichlich zwei Stunden vor der Sonne aufgeht.

Die Lichtgestalten des Mondes fallen auf folgende Tage: letztes Viertel 5. März, Neumond 12. März, erstes Viertel 19. März, Vollmond 27. März.

und das Reitturnier vom 13. bis 17. Mai. Es sind 30 Jahre, daß das Kurhaus seiner Be­stimmung übergeben wurde. Die^ßs Ereignis feiert die Kurverwaltung am 11. Mai durch ein Fest­konzert. Die Kurhaus-Fest-Woche ab 18. Mai bringt ein Gastspiel der spanischen Tänzerin Manuela Del Rio, ein Sonderkonzert unter Mengel­be r g , einen Kurhaus-Festabend und einen Deutschen Kultur-Fe st abend. Die Kunst­sammlungen sind durch die AusstellungZeichen­kunst der deutschen Romantik", ab 9. Mai, beteiligt.

Fünf mutige Pimpfe

<v Ä>

W s V UM

In der Nähe von Berlin retteten diese fünf Pimpfe vom Fähnlein 18 (Neubabelsberg) ein junges Paar, das auf dem Eife eingebrochen und dem Ertrinken nahe war. Zur Belohnung erhielt jeder ein Bild des Führers mit Widmung. (Atlantic-M.)

Kleine politische Nachrichten.

Der Zentralrat der nationalen Regierung in Nanking hat den Rücktritt des Außenministers Tfchangtun, der Generalsekretär des Zentral­rates wird, angenommen. An seine Stelle tritt der

ehemalige chinesische Vertreter beim Haager Ge­richtshof Dr. Wangtschunghui.

*

Der Sprecher des Auswärtigen Amtes kündigte die Ernennung des bisherigen Botschafters in Pa­ris, Sato, zum japanischen Außenmini, st e r an. Sato, der 54 Jahre alt ist, war Gesandter in Warschau, Vertreter beim Völkerbund und auf der Flottenkonferenz in London, Botschafter in Brüssel und seit 1933 Botschafter in Paris.

*

Nach Abschluß des englisch-ägyptischen Vertrags traf der e r ft e ägyptische Botschafter in London, hasez Afifi Pascha, ein.

Die finnische Regierung hat anläßlich des Präsidentenwechsels ihr Rücktrittsgesuch eingereicht. Präsident Kallio nahm das Gesuch an. Es ist noch nicht bekannt, welche Persönlichkeit der Präsident mit der Neubildung der Regierung beauftragen wird.

Wetterbericht

des Relchswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Einem mächtigen Hochdruckgebiet über Nordost. und Osteuropa steht Wirbeltätigkeit im Westen und Süden gegenüber. Demgemäß hat sich über dem europäischen Festland eine Ostströmung entwickelt, die vom Osten her kalte Festlandsluft heranführt, der sich aber vom Südosten her mildere Luftmassen beimischen. Die Witterung bleibt daher leicht unbe- ständig und wird neben Aufheiterung zeitweilig auch Niederschlag bringen.

Aussichten für Donnerstag: Gelegent- lich aufheiternd, doch überwiegend bewölkt und zeit­weise auch Niederschläge (auch in den Niederungen teilweise Schnee), Temperaturen über 0 Grad, meist nördliche bis östliche Winde.

Aussichten für Freitag: Wieder häufiger aufheiternd, aber immer noch unbeständig, nächt- liche Fröste anziehend.

Lufttemperaturen am 2. März: mittags 5 Grad Celsius, abends1,7 Grad; am 3. März: morgens I1,5 Grad. Maximum 5,7 Grad, Minimum heute nacht3,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. März: abends 2,1 Grad; am 3. März: morgens 0,8 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 6,9 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11 250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllusttierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.