NGV. und WHW. erziehen zur Volksgemeinschaft.
Ein eindrucksvoller Leisiungsbericht für den Gau Heffen-Naffau.
Auf einer Pressekonferenz im „Haus des Amtes für Volkswohlfahrt" in Darmstadt gab Gauamtsleiter Haug in eindrucksvollen Darlegungen einen Ueberblick über die von der NSV. und dem WHW. im Gau Hessen-Nassau bisher geleistete Arbeit. Die Arbeit der NS.-Volkswohlfahrt und des Winterhilfswerkes stelle die Volksgemeinschaft in den Mittelpunkt unseres Handelns. Die Nation als unser Auftraggeber kenne keine Fürsorge der Klassen und keine der Konfessionen, sondern nur die Fürsorgearbeit am ganzen Volke selbst. Die Familie als die kleinste Gemeinschaft der Nation stehe im Vordergrund unserer Fürsorge. Während die öffentliche Fürsorge eine an Gesetze und Verordnungen gebundene Pflichtaufgabe mit aus dem Steueraufkommen erzielten Leistungen des Staates und der Gemeinde sei, arbeite die freie nationalsozialistische Wohlfahrtspflege allein nach den durch unsere Weltanschauung geschaffenen Richtlinien. Sie werde daher auch im wesentlichen getragen von freiwilligen, ehrenamtlichen Kräften. Ihre Leistungen seien z u s ä tz - l i ch und würden aufgebracht aus den freiwilligen Opfern des ganzen Volkes. Träger der NS.-Volks- wohlfahrt sei ü a s Volk s e l b st, das durch mehr als 7 Millionen Mitglieder der NSV. und VA Millionen freiwilliger Helfer und Helferinnen ihre sozialistische Erfüllung garantiere. Das Winter- h i l f s w e r k wäre nie möglich gewesen durch Verordnungen und Steuern. Nur der Einsatz der Volksgemeinschaft habe den Erfolg des WHW. gebracht. Wenn es zu Anfang galt, Hunger und Kälte zu bannen, so weite sich heute das Winterhilfswerk immer mehr aus zur planmäßigen nationalsozialistischen Vorsorge am Volke selbst.
„Wir geben unsere Hilfe", so erklärte der Gau- amtsleiter Haug weiter, „an den Hilfsbedürftigen nicht als Almosen. Wir wissen auch, daß das Recht an die Volksgemeinschaft nicht größer fein kann, als d i e Pflicht dieser gegenüber. Aus diesen Grundsätzen heraus betreiben wir die Arbeit der NSV. und des WHW. auch als E r z i e h u n g s- mittelzurVolksgemeinschaft. In tagtäglicher Erziehung zum Opfer, in dieser freudigen Bereitschaft für das große Ganze, nicht nur in den Ziffern der Leistungen, liegt die ausschlaggebende Bedeutung des Winterhilfswerks.
lieber die wirtschaftliche Bedeutung des Winterhilfswerkes machte Gauamtsleiter Haug folgende Angaben: Die Ausgabe der Kohlenmengen im Gau Hessen-Nassau im Rahmen des WHW. beträgt durchschnittlich 1850 000 Zentner; das sind 943 Cisenbahnwaggons, welche 200 Güterzügen mit je 50 Waggons entsprechen. Die ausgegebenen Kartoffelmengen belaufen sich auf 85187 Doppelzentner; dies entspricht ungefähr 12 Güterzügen mit je 50 Waggons. Für Lebensmittel und Nahrungsmittel werden im WHW. durchschnittlich im Gau Hessen-Nassau 3 Millionen Reichsmark ausgegeben. Für Bekleidungsstücke gibt der Gau Hessen-Nassau durchschnittlich 2,5 Millionen Reichsmark aus.
Durch die Einkäufe des WHW. und der NSV. bei den See-Fischereien konnte eine wesentliche Hebung des Fischereigewerbes durchgeführt werden. — Dem Handwerk der Elfenbein-Schnitzerei im Kreis Erbach wurde in jedem Jahre durch Herstellung eines WHW.-Abzeichens wesentlich geholfen. Im vergangenen Jahre konnte der Offenbacher Lederindustrie die Herstellung eines Abzeichens übertragen werden. Der Spielwarenindustrie sind wieder Aufträge in Höhe von 40 Millionen Mark zu-> gewiesen worden. Dem Handwerk wurde die Herstellung von Betten, Babykörben, Matratzen übertragen.
Die Arbeit der NSV. werde ständig von der Massenbetreuung entfernt und zur intensiven F ü r- sorgedes Einzelfalles umgestellt. Im Reich feien 424 000 Hilfsstellen Mutter und Kind eingerichtet, der Gau Hessen-Nassau habe 1088. In der Müttererholungsfürsorge sei unser Gau vorbildlich. Auch 300 Kindergärten seien geschaffen worden und eine Anzahl Kindererholungsheime. Die Jugenderholungspflege, die Kinderlandverschickung, die Zeltlageraktion der HI. sowie die BDM.-Som- merlager, die Durchführung der Hitler-Freiplatz- spende, die Amtswaltererholung der NSV.-Helfer, die allgemeine Heilverschickung, das Tuberkulose- Hilfswerk der NSV. und die NSV.-Küchen in Mainz, Offenbach, Frankfurt und Darmstadt seien weitere Aufgabengebiete der NSV.-Volkswohlfahrt. Dem Aufbau der NS.-Schwesternschaft werde alle Beachtung zugewandt. Im R h ö n - Notstandsgebiet des Kreises Schlüchtern werden durch die NSV. fünf Gemeinschaftshäuser erbaut, in denen Schwesternstationen und Kindergärten als Dauereinrichtungen erstellt werden. Zum Schluß kam Gauamtsleiter Haug noch auf die NSV.-Jugendhilfe und die Arbeit der NSV. in der Gerichtshilfe, Gefangenen- und Entlaffenenfürsorge, sowie das Ernährungshilfswerk zu sprechen. Der Gauleiter lasse der NSV. jedmögliche Förderung angedeihen. Zahlreiche Einrichtungen und Maßnahmen verdankten nur seiner Initiative ihr Dasein.
Das Kinderheim Rimdidim.
Eine vorbildliche Stätte zur Wiederher stelluug körperbehinderter Knaben.
Im Anschluß an die Pressekonferenz fuhren die Pressevertreter in Autobussen durch den vorderen Odenwald zum Rimdidim. Zu Fuß ging es von Meßbach aus durch den Wald hinauf zu dem in etwa 500 Meter Höhe burgartig angelegten Knabenübungslager, von wo man einen schönen Fernblick genießt. In dem Heim, das 60 Knaben aufnehmen kann, werden insbesondere.körperlich behinderte und krankheitsansä l l i ge Knaben zur vollen Wiederherstellung ihrer Lei
stungsfähigkeit durchgebildet, wozu in der sechswöchigen Kur eine lebhafte körperliche Betätigung unter Leitung zweier Sportlehrer dient. Ein Blick in den Turnsaal zeigte, mit welcher Begeisterung und Kameradschaft die Jungen dort oben beisammen sind, und welche Freude ihnen gerade die körperliche Bewegung in frischer Luft macht. Die praktische und saubere Einrichtung des Hauses fand besondere Anerkennung. Im Speisesaal, wo auf den weißgedeckten Tischen die Adventskerzen brannten, dankte Gaupresseamtsleiter Uckermann dem Ireisleiter der NSV. Hanse für die Eindrücke bei der Besichtigung. In Zukunft würden öfter derartige Besichtigungen von Parteieinrichtungen im Gau stattfinden, da ja der unmittelbare Eindruck mehr überzeuge als alle Worte. Man dürfe aber bei den Besichtigungen die Unmenge der Kleinarbeit nicht vergessen, die unsichtbar hinter jedem dieser Werke stehe.
Neue Offensive
des Reichsnährstandes.
Der Reichsbauernführer
spricht zum Landvolk am 12. Dezember.
Berlin, 1. Dez. (DNB.) Im Hinblick auf die Maul- und Klauenseuche hat der Reichsbauernfüh- rer angeordnet, daß der Reichsbauerntag in diesem Jahr nicht stattfindet. Er wird daher am Sonntag, 12. Dezember, von 11.30 Uhr bis 12 Uhr über alle deutschen Sender aus der Reichsbauernstadt Goslar eine Rede an das deutsche Landvolk halten, in der er die Parolen für den kommenden Abschnitt der Erzeugungsschlacht und die Aufgaben der Ernährungswirtschaft im Jahre 1938 bekanntgeben wird. Dabei wird Reichsbauernfiihrer Darre alle grund
sätzlichen aktuellen Probleme der Agrarpolitik und Ernährungswirtschaft behandeln, die heute das Landvolk bei der Durchführung der Erzeugungsschlacht in der Praxis bewegen. Der Reichsbauernführer wird sich an alle Bauern, Landwirte, Landfrauen, Landarbeiter und die im Rahmen der Ernährungswirtschaft tätigen Deutschen wenden. Der Zeitpunkt der Reichssendung ist so gewählt, daß jeder die Ansprache hören kann. Es ist Ehrenpflicht des ganzen deutschen Landvolkes, sich zu der festgelegten Zeit vor den Lautsprechern zusammenzufinden.
Der Aufbau des weiblichen Arbeitsdienstes
Berlin, 1. Dez. (DNB.) Auf einer Arbeitstagung der Bezirksführerinnen und Gruppenführerinnen des Arbeitsdienstes der weiblichen Jugend in der Reichsschule am Ueberfee über die Verstärkung des weiblichen Arbeitsdienstes erklärte Reichsarbeitsführer Hier!, der Einsatz neuer Lager solle entweder eine politische Begründung haben in Gegenden, in denen es auf die Stützung des Volkstums oder auf die weltanschauliche Erziehung besonders ankomme, oder die wirtschaftliche Lage des betreffenden Gebietes müsse die Mithilfe der Arbeitsmaiden besonders wünschenswert erscheinen lassen. Dabei betonte der Reichsarbeitsführer noch einmal den ausschließlichen Einsatz auf dem Lande. Beim Führerin- nennachwuchs dürsten die Anforderungen auch in der Aufbauzeit niemals zurückgeschraubt werden. Das Vorhandensein einer genügend großen Anzahl guter Führerinnen sei die Grundvoraussetzung für den Ausbau. Diese Frage müsse Sache aller Frauen werben.
Landdienst ist Ehrendienst am Volke.
Was müssen Jugend und Ettern vom Landdienst der HZ. wissen?
In diesen Tagen wendet sich der Land- di en st der Hitler-Jugend wieder an die deutsche Jugend mit dem Aufruf zum Eintritt in diesen Dienst am deutschen Boden. Was Jugend und Elternschaft über die Einstellung in den Landdienst und dessen Einrichtung wissen müssen, soll im folgenden gesagt werden.
Wer kann sich melden? Jeder junge Deutsche im Alter von 14 bis 25 Jahren, ganz gleich, ob er Mitglied irgendeiner Gliederung der nationalsozialistischen Bewegung ist ober sticht, finbet Aufnahme im Landdienst. Die Voraussetzungen dazu sind natürlich Gesundheit an Körper und Geist, ein guter Wille und Gemeinschaftssinn. Bei Einstellung wird daher ein ärztliches Gutachten und ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt.
Wie erfolgt die Anmeldung? Der Bewerber wendet sich am besten mittels einer Postkarte an die Sozialabteilung des zuständigen Gebietes der Hitler-Jugend; es nehmen jedoch sämtliche unteren Dienststellen der HI. und BDM.-Ein- heiten die Anmeldungen entgegen. Der Bewerber bekommt hierauf den eigentlichen Anmelde- und Verpflichtungsschein mit den Vordrucken für die polizeilichen, ärztlichen und arbeitsamtlichen Eintragungen zugestellt. Dieser Schein muß, nachdem er restlos ausgefüllt wurde, an die zuständige Gebietsführung der HI. eingesandt werden.
Wie erfolgt d i e (Einberufung und bie Abreise? Die (Einberufung des Anaemel- deten erfolgt durch das zuständige Gebiet hauptsächlich in den Monaten Januar bis April. Der Einberufungsschein berechtigt zu 50prozentiger Fahrpreisermäßigung. Hat der (Einberufene noch kein halbes Jahr in der Landwirtschaft verbracht ober sinb bie Eltern ober deren gesetzlicher Vertreter wegen ihrer schlechten sozialen Lage vom zuständii- gen Arbeitsamt als unterstützungswürbig festgestellt, so werben die Anreisekosten zur Landdienstgruppe vom Arbeitsamt bezahlt. Sind beide Fälle nicht gegeben und können die Eltern trotzdem das Fahrgeld nicht aufbringen, so wird es in Ausnahmefällen vom zuständigen Gebiet der HI. ausgelegt und muß von dem Betreffenden während feiner Arbeitszeit in kleinen Beträgen rückerstattet werden. Die arbeitsrechtliche Vermittlung muß aber in jedem Fall durch das Arbeitsamt erfolgen.
W o wird der Landdienstler eingesetzt? Die Haupteinsatzgebiete des Landdienstes befinden sich in folgenden Landesbauernschaften: Ostpreußen, Pommern, Mecklenburg, Kurmark, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen. Auch in sämtlichen anderen Gauen des Reiches find Landdienstgruppen eingesetzt.
Als Betriebsgruppe gilt eine Landdiensteinheit von 5 bis 50 Arbeitskräften in einem einzigen Betrieb. Die Gruppe bildet innerhalb eines Betriebes eine eigene Gemeinschaft, ist in einem eigenen Heim untergebracht und verpflegt sich selbständig. Die Führung der Gruppe hat ein fachlich und charakterlich zuverlässiger HI.-Führer; er trägt die volle Verantwortung für Ordnung, Haltung und Arbeitsleistung seiner Gruppe. Dies einerseits dem Betriebsführer, andererseits der Hitler-Jugend gegenüber. Ihm steht in Gruppen von über zehn Mann, für jede weiteren zehn Mann je ein Unterführer zur Seite. Die Küche besorgt eine Wirt- schaftsleiterin, der ab 15 Mann eine Helferin bei« gegeben ist.
Als Dorfgruppe gilt eine Landdiensteinheit, die geschlossen in einem Bauerndorf eingesetzt wird. Die Gruppenangehörigen arbeiten bei den einzelnen Bauern. Die Unterkunft erfolgt nur in einem Ge-
I meinschaftsheim. Die Verpflegung übernimmt in jedem Fall der Bauer für seine Arbeitskraft selbst.
Wie ist die Arbeitund das Leben aus dem Lande? Der Landdienstgruppenführer teilt die Arbeit ein nach Können und körperlicher Leistungsfähigkeit des einzelnen. Durch den Gemeinschaftsgeist in der Gruppe ist es möglich, die arbeitsschwächeren Kameraden durch die der stärkeren auszugleichen; vom Betriebs führ er wird die Leistung der ganzen Gruppe bewertet. Die Einrichtung eines allgemeinen Sparsystems erzieht die Landdienstler zur Achtung vor dem durch die Arbeit verdienten Geldwert und führt zu einer gesunden, sozialen Verwendung desselben.
Die Landarbeit ist entgegen allen Vorstellungen der Städter im allgemeinen nicht viel anstrengender als die Arbeit in der Stadt. Die der Natur angeglichene Arbeitseinteilung und das mit ihr verbundene Leben gibt jedem einzelnen ein gesundes und geordnetes Dasein, das in mancher Hinsicht vielseitiger und abwechslungsreicher ist als in vielen städtischen Berufen. Das Dorfleben ist durchaus nicht langweilig und eintönig. Die Technik ist schon so weit, daß wir alle errungenen Kulturgüter, wie Film und Rundfunk, genau so auf dem Lande genießen können wie in der Stadt. Außerdem wird die Dorfgemeinschaft lebendiger gestaltet durch die Arbeit der Bewegung und besonders der Hitler-Jugend.
Was ist das Ergebnis? Im Landdienst wächst eine Jugend heran, die gesund ist an Leib und Seele. Der Gruppeneinsatz des Landdienstes ist daher eine der beften Arbeits - und (Er« ziehungsgemeinschaften verdeutschen Jugend geworden. Er ist darüber hinaus die einzige und geeignetste Form der Rückkehr stäbti- scher Jugend auf das Land. In der Landdienstgruppe wird dem Jugendlichen der Rückhalt gegeben, der notwendig ist, damit er sich unter Leitung eines erfahrenen Führers allmählich und vollkommen an das neue Leben und die andersartige Arbeit gewöhnen kann. Dem auf dem Lande verbleibenden Landdienstler stehen viele Berufsmöglichkeiten offen, die ihm eine gut soziale Existenz sichern. Und für diejenigen Landdienstler, die wieder zurückkehren in die Stadt, ist die Zeit, die sie im Bauernhof verbracht haben, für ihre persönliche Entwicklung in körperlicher und charakterlicher Beziehung von großem Wert; die Jugend erweist sich damit selbst und der Gemeinschaft einen großen Dienst.
Der Soldatische Vortraosdienff.
Erste Veranstaltung in Berlin.
Berlin, 1. Dez. (DNB.) Mit einer Kundgebung „Soldat und Dichter" trat der neu- geschaffene Soldatische Vortragsdienst in der Krolloper vor die Öffentlichkeit. Der stellvertretende Leiter der Schrifttumsabteilung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, Regierungsrat Schlecht, betonte, daß. der Soldat öes’ Dritten Reiches nicht nur wissen müsse, wofür er die Waffen führen lerne, sondern daß er auch bis ins Letzte durchdrungen sein müsse von dem Glauben an die deutsche Aufgabe unserer Zeit. Erst die Einheit der Waffenträger und der geistigen Kämpfer stelle die Unzerstörbarkeit, der soldatischen Kraft und des soldatischen Willens unserer Nation sicher. Die Tätigkeit des Soldatischen Vortragsdienstes sei dieser Aufgabe gewidmet. Es komme darauf an, Dichterlesungen und Vorträge aus der soldatischen Dichtung, aber auch aus schrift
stellerischen Arbeitsgebieten, die für die Wehrverbände von besonderer Bedeutung seien, zu bringen. Im Vordergrund der Programmgestaltung stünden Dichtungen und Tatsachenberichte über das Erlebnis des Weltkrieges, aber auch Zeugnisse der unversiegbaren Kraft unserer Nation, bie zum neuen Ausbruch geführt haben.
Dann schilberte ber Bundesführer des Soldatenbundes, General der Infanterie a. D. Freiherr ©eutter von Lotzen, wie es zu allen Zeiten und in allen Völkern Dichter gab, die den Krieg besungen hätten. Der Soldatische Vortragsdienst habe die schöne Aufgabe, diese Werke in den Reihen der alten und jungen Soldaten durchzusetzen. Unter dem Beifall des bis auf den letzten Platz gefüllten Hauses lasen dann die Dichter Heinrich E ck m a n n, Richard E u r i n g e r und Otto Pau st.
Entlastung der HZ.
vom nicht-planmäßigen Dienst.
Berlin, 1. Dez. Der Reichsjugendführer hat u. a. folgendes verfügt: „Der Winter- b i e n ft p I a n sieht für bie HI. einen derartigen Diensteinsatz vor, baß bie Beteiligung an a n - b e r e n Veranstaltungen (Spalierbildung bei (Empfängen, Beteiligung an Kunbgedungen ber Partei unb bes Staates usw.) unter Berücksichtigung unseres reichhaltigen Winterbienstplanes und der notwendigen Forderungen der Gesundheitsführung der deutschen Jugend auf ein Min - destrnaß beschränkt werden muß. Die HI. beteiligt sich daher mit ihren Untergliederungen (HI.,
Sozialismus, das kann nichts anderes sein als eine Verpflichtung, nicht nur an das eigene Zch zu denken, sondern vor sich die großen Aufgaben der Gemeinschaft zu sehen und ihnen gemäß zu handeln. (Aus t>er Rede des Führers
zur Eröffnung des WHW. 1937/38)
DI., BDM. und IM.) außerhalb des planmäßigen HJ.-Dienstes nur an der Sammlung für das WHW. (17. bis 19. Dezember 1937) und an der Volksweihnacht. Bei Veranstaltungen der Partei und des Staates, an denen die Teilnahme von HJ.-Einheiten erwünscht ist, wird im Bereich der Ortsgruppen auf Anforderung des Ortsgruppenleiters die Genehmigung durch den Bannführer im Einvernehmen mit dem Kreisleiter, im Bereich der Kreise auf Anforderung des Kreisleiters die Genehmigung durch den Gebietsführer im Einvernehmen mit dem Gauleiter erteilt. Diese Verfügung tritt sofort in Kraft. Ich mache die gesamte Führerschaft der Hitler-Jugend für die Einhaltung dieses Befehls besonders verantwortlich und betone nochmals, daß nur in den aHernot« wendigsten Ausnahmefällen Genehmigungsanträge an die vorgesetzten Dienststellen zu richten sind.
Wechsel der Gaustudentenführung.
NSG. Am Freitag wird im Rahmen einer Kund- gebung des Gauverbandes Hessen-Nassau der N S.- Studencenkampfhilfe der bisherige (Bau« studentenführer Conrad, der vom Gauleiter zum Gaukulturwart der NSDAP, berufen wurde, verabschiedet und der neue Gaustudentenführer Karlheinz Kugelmann vom Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger in sein Amt einge- führt. Kugelmann besuchte das Realgymnasium in Wiesbaden und studierte an der Universität Frankfurt. Im Februar 1937 bestand er das Referendar- examen. In der NSDAP., der SA. und dem NSDStB. ist er seit Sommer 1930 tätig. Anfang 1937 wurde er von Gaustudentenführer Conrad als Leiter des Amtes NS.-Studentenkampfhilfe in der Gaustudentenführung Hessen-Nassau berufen.
Schwarzsenden und Schwarzhören.
Das neue Reichsgesetz gegen die Errichtung von Schwarzsendern sieht Zuchthausstrafen wegen unerlaubten Besitzes und unerlaubter Benutzung von Funksendern vor. Der Sinn dieser Strafverschärfung ist klar: „Schwarzsender" können zu einer 'Gefahr für Volk unb Staat werben, wenn sie z. B. zur Verbreitung staatsgefähr- benber Nachrichten benutzt werben. So hat bei ben letzten Massenhaussuchungen in Frankreich bie Er- funbung bes Standortes zahlreicher unbekannter Sender eine Rolle gespielt. Auch bie kommunistische Wühlarbeit' sucht sich mit Vorliebe berartiger Mittel zu bebienen. In Deutschland wird dagegen mit aller Schärfe vorgegangen, wie das neue Gesetz beweist. Etwas anderes ist natürlich die Benutzung von nicht angemeldetem Empfangsgerät, das sog. Schwarzhören. Es ift selbstverständlich auch strafbar und wird mit Geldstrafe, in Wiederholungsfällen auch mit Gefängnis bestraft; mit dem Betrieb von Schwarzsendern hat es aber nichts zu tun.
Erweiterung der Zeüstoffbasis.
Berlin, 1. Dez. (DNB.) Oberregierungsrat Dr. Kienitz vom Holzforschungsinstitut in Eberswalde sprach vor Vertretern bes Rohstoffamts, der Forstbehörden, der Zellstoffwissenschaft und -indu- ftrie in einem Vortrag über seine Forschungen auf dem Gebiete des Aufschlusses geringwertiger Buchenholzsorten, die bisher entweder ins Brennholz gewandert find ober nur für Zwecke geringster Ansprüche verwenbet werben konnten. Dr. Kienitz hat ben alkalischen Ausschluß für Buchenholz berart entwickelt, baß nun mit dem Bau einer Versuchsanlage begonnen werben kann. Im alkalischen Verfahren erhält man in einem
Für alle Temperaturen des Winterhalbjahrs (von +15° bis —
| Das berühmte 1 Winter-Oel!


