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Sachgemäße Beratung im Möbelfachgeschäft.

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Vorbildliches Schaufenster eines Möbelfachgeschäfts. (Aufnahme: Weller.)

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ihrer Erzeugnisse mit Nachdruck unterstützt. Zweck und Materialgerechtigkeit der industriell erzeugten Gegenstände setzen sich mehr und mehr durch. Die Bedeutung des Wirtschaftszweiges der Möbelindustrie geht aus folgenden Ziffern hervor: In etwa 1000 Betrieben der Serienmöbelindustrie werden etwa 70 000 Gefolgschaftsmitglieder be­schäftigt. Der Gesamtumsatz für 1936 betrug 325 Millionen Reichsmark, wovon auf den Export etwa drei Millionen RM. entfallen. Die Zahl der Ge- samtvollarbeitstage im Jahre 1936 beläuft sich auf etwa 17,5 Millionen Der Gesamtentgelt stellt sich auf etwa 95 Millionen RM. für 1936. Daraus er­gibt sich, daß der deutschen Serienmöbelindustrie in Verbindung mit dem Möbelhandel die große Aufgabe zufällt, weiteste Kreise unseres deutschen Volkes mit guten Möbeln zu versorgen.

DieWerbeschau des Deutschen Möbels" wird aus dem Bestand der deutschen Möbelindustrie durch die von der Reichskammer der bildenden Künste begutachteten Anfertigungen einen Aus­schnitt aus der Leistungsfähigkeit der Möbelindu­strie geben.

mehr verlangen, als dies jetzt leider der Fall ist. Wie wir im ganzen zu einer deutschen Lebensform zurückgefunden haben, wollen wir auch in unseren Wohnunaen wieder den Mut zu einer einfachen, unserer Zeit gemäßen Wohngestaltung finden. Aus ganz Deutschland eine schöne Wohnung zu machen, indem er aus jeder Wohnung eine schöne Heimat macht, sieht der Möbeleinzelhandel als besondere Verpflichtung an.

Arteigene Wohnkultur.

Die Reichskammer der bildenden Künste stellt durch dieWerbeschau des deutschen Möbels" be­wußt die Forderung nach einer arteigenen deutschen Wohnkultur in den Vordergrund. Daß es im Verlauf der letzten Jahrzehnte, wie auf anderen kulturellen Gebieten, so auch hier zu einem Leistungsverfall kommen konnte, ist nicht zuletzt auf die Ausschaltung der künstlerisch gestaltenden Leistung zurückzuführen. Der Oeffentlichkeit wird es kaum bekannt sein, daß vor Herstellung eines Möbels oder einer Wohnungseinrichtung zunächst der Entwurf dafür geschaffen werden muß.^Es gibt in Deutschland einen zahlenmäßig großen Be­rufsstand der I n n e n r a u m g e st a l t e r, der diese kulturelle Leistung als seine berufliche Auf­gabe zu betreuen hat. In der Reichskammer der bildenden Künste sind die deutschen Jnnenraum- gestalter als selbstständige Fachgruppe neben denen der anderen bildenden Künstler zusammengeschlossen.

Durch die nach vorwiegend materiellen Gesichts­punkten geleitete Entwicklung der wohnkulturellen Bedarfsdeckung, insbesondere des wichtigen Teil­gebietes der Möbelaestaltuna und Her­stellung, ist der künstlerische Einfluß des Jnnen-

Stilemptindens ausüben und so die Wohnkultur zum Allgemeingut des Volkes machen.

Es ist zu hofsen, daß die Bemühungen der Fach­geschäfte des Möbeleinzelhandels, die während der Werbeschau von der Reichskammer der bildenden Künste geprüfte und ausdrücklich zugelassene Möbel zeigen, zu dem Erfolg führen, daß die Volksge-

standes kommen. Die an der Werbeschau beteilig­ten Möbelfachgeschäfte, die durch das von der Reichskammer der bildenden Künste verliehene Pla­kat gekennzeichnet sind, werden jedem Volks­genossen gerne die unverbindliche Besichtigung der Verkaufsräume gestatten.

Ein Spiegel deutschen Wohnens.

Der Möbeleinzelhandel

steht ganz im Dienst am Kunden.

In der Vergangenheit ist in der Heimkultur viel gesündigt worden. Was in der Nachkriegszeit an Unmöglichem dem deutschen Haus als Möbel an­gepriesen worden ist, hat vielen Ernstdenkenden Sorge gemacht, weil es das deutsche Heimkultur- empnnden völlig verdarb. Erfreulicherweise gehen die Bestrebungen zur Wiederherstellung einer guter deutschen Heimkultur von allen Gruppen im Möbel- aewerbe aus. Der Möbeleinzelhandel hat bereits vor langer Zeit einen Kulturausschuß gebildet, der mit rücksichtsloser Kritik die Mißstände auf dem Gebiet der Wohnkultur beseitigen soll. Die besondere Aufgabe des Kulturausschusses ist es, da­für zu sorgen, daß insbesondere den Ehestands- oarlehensempfängern die Möglichkeit zum Kauf wohlfeiler, dabei jedoch formschöner und qualitativ einwandfreier Möbel geboten wird. In diesem Sinne hat der Kulturausschuß des Möbel­einzelhandels tätigen Anteil an einem Wettbewerb der Reichskammer der bildenden Künste zur Er­langung von Entwürfen für gute Möbel genommen und die Anregung zu der Werbeschau des deutschen Möbels gegeben. Der Möbeleinzelhandel ist mit f a st 1000 Fachge­schäften an der Werbeschau des deutschen Möbels beteiligt und zeigt in 4 2 0 0 Schaufen st ern und Verkaufsräumen einen Spiegel deut­schen Wohnens. Mit den zur Werbeschau des deut­schen Möbels besonders hergerichteten Schaufenstern und als Berater des Möbeloerkäufers will er einen guten Einfluß auf die Bildung des Geschmacks und

raumgestalters mehr und mehr zurückgedrängt wor­den. Indem die Reichskammer der bildenden Künste durch die Werbeschau des deutschen Möbels nun­mehr die Achtung der kulturellen Verant­wortung allen daran Beteiligten auferlegt, wird die damit verbundene kulturelle Leistungs­steigerung sich wieder mehr und mehr der Mitarbeit der künstlerisch tätigen Jnnenraumge- stalter bedienen müssen. Diesem wird dadurch das ihm zustehende Arbeitsgebiet größtenteils erst wie­der erschlossen. Auch am Ursprung des deutschen Möbels steht der Künstier.

Die Möbelindustrie in der Volkswirtschaft.

Wege zu zeitgemäßem Wohnen.

Die Werbeschau des deutschen Möbels vom 2S. September bis zum 9. Oktober.

Möbelindustrie als Hauptversorger der deut­schen Volksgenossen mit Wohngerät hat die durch die Reichskammer der bildenden Künste ausgezeich­neten Wege zu einer kulturell besseren Gestaltung

Deutsch sein, heißt klar sein." Dieses Wort des Führers ist nicht zuletzt auf das deutsche Heim zu beziehen. Die Werbeschau des deutschen Möbels, die vom 2 5. September bis 9. Oktober im ganzen Reichsgebiet in zahlreichen Geschäften unter kultureller Führung der Reichskammer der bildenden Künste in Zusammenarbeit mit den Or­ganisationen des Möbeleinzelhandels, der Möbel­industrie, des Tischlerhandwerks, des Polstererhand­werks und dem Reichsheimstättenamt durchgeführt wird, soll dazu beitragen, diesen Grundsatz auch dem Möbelkäufer näherzubringen. In den an der Werbeschau des deutschen Möbels teilnahme­berechtigten Verkaufsstätten des Möbeleinzelhan­dels und des Tischler- bzw. Polstererhandwerks wer­den daher solche Möbel zu sehen sein, die einer Prüfung auch durch die Reichskammer der bildenden Künste standgehalten haben. Diese Werbeschau soll die Bedeutung des Möbels als Helfer zu häuslichem Behagen Herausstellen und zeigen, wie heute unter Vermeidung jener steifen,/ unwahren und teuren Vornehmheit", unter Vermeidung alles Unnötigen, eine Wohnuna auch mit sparsamen Mit­teln wohnlich, gut und zeitgemäß ein­gerichtet werden kann. Die Schau ist deshalb nicht nur für diejenigen Volksgenossen wichtig, die vor der Notwendigkeit einer Möbelanschaffung stehen, sondern wird auch bei allen denjenigen, die Freude an einer schönen Wohnuna haben, auf größtes Interesse stoßen. Ebenso dürfte die Möbel­schau all den vielen, die ihre Einrichtung auf zeit­gemäßes Wohnen umstellen möchten, außerordent­lich wertvolle Anregungen bieten. Die von den zugelassenen Teilnehmern des Möbeleinzelhandels und des Möbelhandwerks gezeigten Einrichtungen geben viele Anregungen für die Aus- und Umge­staltung auch älterer Haushaltungen. Oftmals ge­nügt ja eine Umstellung der Möbel, die Verwen­dung einer passenderen Dekoration, die Ergänzung der Wohnuna durch ein paar behagliche Klein­möbel, um ihr ein neues, schöneres Gesicht zu geben. Die Werbeschau des deutschen Möbels wendet sich aber auch an die Volksgenossen, welche erst in einigen Jahren zur Einrichtung eines eigenen Haus-

e, zeitgemäße Formen

Verarbeitung und Form

Die Schaufenster und die Verkaufsräume der beiden nachstehenden, in Gießen zur Werbeschau des deutschen Möbels zugelassenen

Möbelfachgeschäste zeigen einen Spiegel deutschen Wohnens

ERNST RAU

KARL HAHN

Brandplatz (früher Brück)

Löberstrafee 17

Ausstellungsraum; Brandplatz 1

Ausstellungsraum: Goethestra&e 6

Anruf: 2208

Anruf 3525

Um diese kulturellen Forderungen zu verwirklichen, hat die Reichskammer der bildenden Künste in Gemeinschaft mit den zuständigen Stellen und Organisationen die Durchführung der Werbeschau des deutschen Möbels ermöglicht. Diese Veranstaltung ist erstmalig; sie soll gut gestaltete, von der Reichskammer zur Werbeschau ausdrücklich zugelassene Möbel Herausstellen und sie verbreiten helfen.

Aus der BilderschriftDas gute Wohnmöbel", herausgegeben von der Reichskammer der bildenden Künste:

Die häusliche Umgebung ist nicht mehr nur eine Angelegenheit des persönlichen Geschmacks.Kultur im Heim" ist eine Forderung aus dem Grundzug unserer Zeit. Um dieser Forderung zu entsprechen, muß unser Hausrat zweckbestimmt, haltbar, ohne täuschenden Prunk und möglichst aus deutschem Holz, künstlerisch und mit Liebe geformt, gemütlich und erbfähig sein. Möbel sind keine Schaustücke, sondern Gebrauchsgegenstände fürs Leben........

Zur Wohnkultur gehört nicht so sehr viel Geld, als ein guter Geschmack und die Fähigkeit, Werte, Form und Farbe der Dinge aufeinander abzustimmen. Es ist falsch, Möbel nur nach dem Preis zu kaufen. Entscheidend soll sein die Qualität in

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