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OasprogrammdesErntedanktageslSA?

Bückeberg, 1. Okt (DRB.1 Das Programm des diesjährigen Erntedonktages sieht folgende Ver­anstaltungen vor:

Samstag, 2. Oktober, 16 Uhr: Empfang der Abordnungen des Reichsnährstandes durch Reichsminister Dr Goebbels namens der Reichsregierung in der Mafchfee-Gaststätte Han­nover. Nachmittags treffen die ersten Sonder­züge aus allen Teilen des Reiches ein Die Teil- nehmer werden, soweit sie bis Sonntag früh vor 5 Uhr eintreffen, in Privat- und Massenguortieren untergebracht.

Sonntag, 3. Oktober: Ab 7 Uhr Abmarsch von den Quartieren zum Bückeberg. Von 9 bis 11 Uhr konzertieren sechs vereinigte Musikkorps der Wehrmacht. Abwechselnd wird ein Massen- chor von 15000 Sängern Chöre und Volks­lieder zu Gehör bringen. Um 10 Uhr marschieren 3000 Teilnehmer in bäuerlichen Trachten, 90 Abordnungen des Landjahrs und 60 Erntehelfer der Deutschen Studentenschaft längs des Mittelweges auf. Um 11 Uhr marschie- ren Fahnen und Feldzeichen der Bewe­gung zum Aufstellungsplatz auf der unteren Tri­büne. Dazu spielt der SA -Musikzug der 621.» Gruppe Niedersachsen den Marsch7 0 Millio- ne n ein Schlag" Die ausmarschierten Sän­ger singen diesen Marsch mit. Um 11.30 Uhr mar­schieren die Ehrenkompanien der Wehrmacht auf.

Gegen 12 Uhr frifff der Führer am Vückeberg ein. Eine Batterie feuert 21 Schuß Salut. Nachdem der Führer die Front der Ehrenkompanien der Wehr­macht und der Ehrenformationen der Gliederungen der Bewegung abgeschritten hat, begibt er sich auf dem Mittelweg zur oberen Tribüne Dort überreicht ihm eine Abordnung des Gaues Ost­preußen eine Erntekrone und dem Reichs- bouernführer einen Erntekranz. Beim Eintreffen des Führers auf der oberen Tribüne blasen Fan-

farenbläfer der Wehrmacht die Führer- Fanfare

Dann beginnt die große Schauübung der Wehrmacht, die gegen 13 Uhr beendet ist Der Führer begibt sich daraus wieder zur unteren Tri­büne, wo zuerst Reichsminister Dr Goebbels und dann Reichsbauernführer Darrs kurze An­sprachen halten

Um 13.45 Uhr spricht der Führer.

nach Beendigung der Rede Abschuß von F a l l - schirm-Fahnen- Bomben. Die Kundgebung ist beendet.

Von 16 Uhr veranstaltet die NSGKraft durch Freude" in Hameln, Tündern und Emmerthal D o l k s f e st e bis zur Abfahrt des letzten Sonder- zuges.

Am Abend des 3. Oktober werden die Ehren­abordnungen des Reichsnährstandes vom Führer in der Kaiserpfalz zu Goslar empfan­gen. Nach dem Empfang wird das Iägerbataillon Goslar den Jäger -Zapfen st reich spielen Danach werden von den Bergen rund um Goslar große Holzstöße abgebrannt.

70 Millionen - ein Schlag/'

Bückeberg, 1. Okt. (DNB) Neben den vielen bekannten Marschliedern der Bewegung wird in Zukunft der von Peter Kreuder komponierte Marsch7 0 Millionen ein Schla g"^ be­vorzugt bei feierlichen Anlässen, insbesondere beim Einmarsch der Fahnen, gespielt werden. So wird auch bei dem Einmarsch der Fahnen aus dem Bückeberg am kommenden Sonntag um 11 Uhr dieser zündende Marsch, der sich in allen Gauen unseres deutschen Vaterlandes wachsender Beliebt­heit erfreut, von dem Musikzug der SA.-Gruppe Niedersachsen mit Unterstützung von 15 000 Sängern zu Gehör gebracht werden

Die letzten Vorbereitungen aus dem Vückeberg.

Oie Generalprobe der Wehrmacht.

Bad Pyrmont, 1. Okt. (DNB.) Das große Geschehen der letzten Woche hat den Blick etwas abgelenkt von den Vorbereitungen zu dem Ernte­dankfest des deutschen Volkes, das Sonntag wieder auf dem Bückeberg im schönen Weserberg­land feierlich begangen wird Umfangreich sind die Vorbereitungen auf dem Festplatz selbst und in seiner weitesten Umgebung. Riesige Erntekränze, prächtiger Blumen- und Fahnenschmuck zieren be­reits Städte und Dörfer Große Zeltstädte sind am Fuße des Berges erstanden, um die Hun­derttausende aufzunehmen, die aus allen Gauen des Reiches hier zusammenströmen. 230 Sonder­züge sind angemeldet, darunter viele Urlau- verzüge, die die Volksgenossen zu einem mehr­tägigen Besuch ins Weserbergland bringen. Die ersten Sonderzüge sind bereits in Hameln und in Bad Pyrmont eingelaufen. Volkstums- und Trachtengruppen kommen in großer Zahl Die NS.-GememschaftKraft durch Freude" hat für die Volksfeste in Hameln zwei große Freilichtbühnen und zahlreiche Zeltstädte er­richtet. Zum ersten Male werden an dem Staats­akt Sänger aktiv teilnehmen Am Samstagnach­mittag findet auf dem Berg die große Generalprobe eines gewaltigen Sängerchores unter Leitung von Kapellmeister Stenzel vom Deutschlandsender statt. 1500 Politische Leiter sind aufgeboten, um die Son- derzuasteilnehmer auf kürzestem Wege in ihre Quartiere oder auf den Aufmarschplatz zu bringen

Freitag pilgerten schon viele Tausende zum Bücke- berg, um der Generalprobe der Wehr­macht beizuwohnen Infanterie Kavallerie, Ar­tillerie, Kraftradschützen, Panzerwagen, Panzer­abwehr, leichte und schwere Flakartillerie, Iagd- unb Sturzkampfstaffeln, insgesamt mehr als 10 000 Mann nhmen an dieser Schauübung teil. Bei prachtvollem sonnigen Herbstwetter wickelte sich der spannende Kampf um das von Pionieren erbauteBückedorf" unter lebhafter Teilnahme der Zuschauer ab. Nach Beendigung der Probe hielt die Organisationsleitung, die hier schon seit Wochen an der Arbeit ist. eine Schlußbesprechung ab, in der festgestellt werden konnte, daß alles getan ist, um den reibungslosen Ablauf der großen Kundgebung sicherzustellen, daß vor allem aber auch für die Heranbringung und Ver­pflegung sowie für den Abtransport der vielen hunderttaufend Volksgenossen in jeder Hinsicht Sorge getragen wird. Die Reichsbahn hat

außer den 1200 Eisenbahnern, die für die Beglei­tung der Sonderzüge erforderlich sind, noch 1300 Beamte auf den umliegenden Bahnhöfen eingesetzt. Die Reichspost hat ein großes Fernmeldenetz für die Organisationsleitung bereitgestellt, das den An- und Abmarsch der Hunderttausende regelt. Zahlreiche Lautsprecher sorgen dafür, daß jeder Festteilnehmer die Rede des Führers und des Reichsbauernführers hören wird, durch den Rund­funk wird jeder deutsche Volksgenosse die Feier­stunde miterleben An verschiedenen Stellen der Weser sind die Pioniere noch damit beschäftigt, eine Anzahl von Pontonbrücken über den Fluß zu legen, um den Wagen- und Fußgängerverkehr zu beschleunigen. Der Festplatz ist weiter umgestaltet worden, so daß der Ort jetzt in ganzer Neigung nach unten abfällt und dadurch jedem Teil­nehmer die Möglichkeit bietet, nicht nur die Hebungen der Wehrmacht genau zu verfolgen, son­dern auch den Führer deutlich zu sehen, wenn er den Weg durch die Bauern- und Landarbeiter­gruppen hindurch nehmen wird

Diplomaten als Ehrengäste ans dem Vöckebero.

Berlin, 1. Okt. (DNB.) Der Reichsminister für Dolksaufklärung und Propaganda hat auch in die­sem Jahre die fremden Missionschefs mit ihren Damen als seine Ehrengäste zur Teilnahme an der feierlichen Begehung des Erntedanktages au dem Bückeberg am 3. d. M. eingeladen Dieser Ein­ladung werden nachstehende Missionschefs Folge leisten: Die Botschafter der Türkei, von Ja­pan, Italien und Brasilien, die Gesandten von Griechenland, Finnland, Uruguay, des Irak, von Lettland, Jugoslawien, Ungarn, Belgien, Estland, Bolivien, der Niederlande, von Bulgarien und Guatemala; ferner die Geschäftsträger der Vereinigten Staaten, von Großbritannien, Polen. Südafrika. Columbien, Litauen, Dominika, Iran, Venezuela, der Schweiz, von Rumänien und Luxem­burg. Die Diplomaten verlassen Berlin in einem Sonderzug am Sonntagmorgen und kehren am gleichen Tage abends nach Berlin zurück Sie wer­den vom Ches des Protokolls Gesandten von Bülow-Schwante begleitet. Ferner nehmen Staatssekretär von Mackensen und Ministerial-

I rat Dr. Ott an der Fahrt teil.

Die Aeubtldmtg deutschen Vauerntums.

3300 neue Bauernhöfe, 10000 Landzulagen im Jahre 1936.

Berlin, 1. Okt. (DNB.) Die Neubildung deut­schen Bauerntums ist im Jahre 1936 durch E r - rlchtung von 3300 neuen Bauern­höfen mit 60 000 Hektar Gesamtfläche und dutch Abgabe von über 10 000 Landzulage n Mit einer Gesamtfläche von 22 000 Hektar weiter gefördert worden. Insgesamt wurden rund 82 000 Hektar zu Siedlungszwecken neu erworben oder bereitgestellt.

Diese Fläche ist um 15 000 Hektar größer als im Durchschnitt der Jahre 1919 bis 1932. Sie bleibt allerdings hinter dem Siedlungsergebnis der Jahre 1933, 1934 und 1935 zurück, ba im Jahre 1936 andere staatspolitische Ausgaben, hinter denen die Neubildung deutschen Bauerntums zuruckzu- treten hatte, vordringlicher durchgeführt wer­den mußten.

Der Grundsatz, jedem neuen Bauernhof durch ausreichende Flächenzuteilung eine gesicherte Wirtschaftsgrundlage zu geben, hat im Jahre 1936 zu einer weiteren V e r g r o ße rung der Neubauernhöfe geführt Im Ge- samtdurchfchnitt entfiel 1936 auf einen Neubauern­hof eine Fläche von 18,2 Hektar In den Jahren von 1919 bis 1932 war eine Neusiedlerstelle durch- schnittlich nur 10,5 Hektar groß Mit der Durch­setzung der neuen Richtlinien stieg öie Fläche eines Hofes auf durchschnittlich 12,3 Hektar im Jahre 1933, 15 Hektar im Jahre 1934 und 17.5 Hek­tar im Jahre 1935 1936 wurde demnach mit 18,2 Hektar Oer bisher höchste Gesamtdurchschniti erreicht

Auch bei der zur Vergrößerung und wirtschaft'

lichen Festigung bestehender landwirt­schaftlicher Kleinbetriebe durchgeführten Anliegersiedlung wurde die dem einzelnen Anlieger zugeteilte Fläche vergrößert. Im Reichs­durchschnitt war 1936 eine Landzulage 2 Hektar groß. Im Vorjahr entfielen auf eine Landzulage durchschnittlich 1,8 Hektar und im Durchschnitt der Jahre 1919 bis 1932 nur 1,5 Hektar. Die insge­samt in diesem Jahr an Landzulagen verteilte Fläche von 22 000 Hektar ist mehr als dop­pelt so groß wie die im Durchschnitt der Jahre 1919 -bis 1932 jährlich im Wege der Anliegersied­lung verteilten Flächen In dem genannten Zeit­raum wurden durchschnittlich in jedem Jahr nur 6900 Landzulagen mit durchschnittlich 2000 Hektar verteilt Der am 1. Januar 1937 für die Neubil­dung deutschen Bauerntums bei den Siedlungsge­sellschaften vorhandene Landvorrat belief sich auf 101 000 Hektar. ________________________________

Hauptjchriftleiter: Ur Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauvtschriftleiters: Ernst Blum- schein Verantwortlich für Politik und für die Bilder Dr Fr W Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigen­leiter: Hans Beck Verantwortlich für Öen Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel D A VIII. 37: 9090 Druck und Verlag Brühlfche Universitätsdruckere' R Lange K.-G.. sämtlich in Gießen Monatsbezugs, preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr mit der Illustrierten 15 Ps mehr Einzelverkaufs- vreie 10 P' und Samstags 15 Pf mit der Illustrierten 5 Pf mehr

Zur Zett ist Preisliste Nr. 3 vom 1 Juni 1935 gültig.

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