Nr. 204 Zweites Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesien) Donnerstags. September l0Z7
Ein modernes Großstadt-Postamt.
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In einem Berliner Postamt am Anhalter Bahnhof bot eine Pressebesichtigung der neuen Großbriefabfertigung Einblick in den Betrieb eines modernen Postamtes. Täglich müssen hier 2 900 000 Sendungen erledigt werden. Das Bild rechts zeigt einen Teil des Langbriefverteilwerkes. Die Beamten verteilen die Briefe, und Transportbänder befördern sie auf schnellstem Wege zur „P o st v e r s a ck st e l l e", die man links sieht. Die fertig gebündelten Briefe werden in die Transportsäcke sortiert, um den einzelnen Bahnhöfen zugestellt zu werden. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Winter am Pazifik.
gültig, ob man trotz der Unbilden des Wetters hinaufkommt oder nicht. Aber wie hier mit dem Regen gekämpft wird, so gilt der Einsatz weiter oben dem Schnee. Die große südamerikanische Querverbindung von Buenos Aires nach Santiago muß über die Hochkordillere. Die Bahnlinie steigt auf über 3000 Meter an. Wenn sie jetzt im Winter auch nur einmal in der Woche verkehrt, so reicht diese Woche doch immer nicht, die Strecke freizuhalten. Meterhohe Schneebarrikaden verlegen den Schienenweg, legen die Verbindung still und somit den Anschluß von diesem letzten Winkel der Erde an die übrige Welt. Jetzt ist es unbestimmt geworden, wann der Transandino, der Zug aus Buenos Aires, mit der Post aus Europa eintrifft. Die Verspätung wird nicht mehr in Stunden oder Tagen ausgedrückt. Es können Wochen vergehen, bis die Schneepflüge einmal erfolgreich gegen die Schneebarrikaden angekämpft haben, bis endlich einmal der Transandino wieder in Santiago eintriff mit vielen hundert Säcken Post, die seit Wochen, vielleicht seit Monaten dringlich erwartet werden.
Die Schwierigkeiten, die hier dem normalen Verkehrsleben durch die Natur entgeaenaestellt werden, durch den Winter in der bis auf 7000 Meter ansteigenden Kordillere, sind mit europäischen Maßstäben nicht mehr zu messen. Sie werden nun schon seit Jahren gemeistert durch deutsche, amerikanische und französische Verkehrsflieger, die regelmäßig, von Buenos Aires kommend, den Flugweg über dieses Hochrnassiv nehmen müssen, oft auf 5000 Meter ansteigend, mit einem Dutzend Passagieren und vielen tausend und aber tausend Briefsendungen an Bord. Wenn sich irgendwo in der Welt das Flugwesen durchgesetzt hat, wenn d i e Unersetzbarkeit des Flugzeuges irgendwo erwiesen wurde und wenn das Flugzeug je Triumphe über die Natur errungen hat, dann hier, dann im Hochrnassiv der Kordillere, in den eisigen Schneestürmen des chilenischen Winters. Dieser unvergleichliche Erfolg ist auch ein Beispiel deutscher Leistung im Ausland. Denn die deutschen Maschinen, von deutschen Piloten gesteuert, landen mit einer Regelmäßigkeit in Santiago im Anschluß an den deutschen Flugdienst nach Südamerika, daß man immer nur voller Bewunderung sein kann. Was diese Leistung bedeutet, kann nur der ermessen,, der
Der deutsche Afrikaflieger Karl Schwabe stürzte während einer Uebung als Offizier des Beurlaubtenstandes mit seiner Maschine über der Ostsee ab und kam ums Leben. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
im Schnee der Kordillere trotz modernster Schneepflüge auf den Schienen liegen blieb, der sich mit seinem Wagen auf grundloser Straße festfuhr, das kann nur der ermessen, der Monate hindurch auf die Europa-Post warten muß, die über die Kordillere kommt und der nun die Gewißheit hat: am Montag trifft wie seit Jahr und Tag die „Ju 52" ein. Sie bringt die letzte Post, die neuesten Zeitungen aus der Heimat. In gut vier Tagen bewältigt der deutsche Flugverkehr von Frankfurt bis Santiago de Chile eine Strecke, überwindet er gerade im letzten Abschnitt eine Schwierigkeit, vollbringt er, insgesamt gesehen, eine Leistung, die heute zu den Alltäglichkeiten gehört. Und doch will sie unglaublich erscheinen angesichts der Schwierigkeiten, die allein hier die Natur errichtet hat.
Oer Eispanzer der Kordillere. - Deutscher Flugdienst besiegt den Wmter.
Von unterem W. Sz.-Berichierstaiter.
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Santiago de Chile, 23. Juli.
Treffpunkt war die „Fuente Alemana", das Denkmal, das in Chiles Hauptstadt den Deutschen und der deutsch-chilenischen Freundschaft gewidmet ist. In der Hochkordillere waren internationale Skimei st er schäften angesetzt. In gemeinsamer Autokarawane wollten die Wintersportbegeisterten von hier aus aus dem Regen in den Schnee fahren, die Amerikaner und die Argentinier, die für diesen Wettbewerb nach Santiago gekommen waren, die Deutschen, Schweizer und Oesterreicher, die hier leben und dem Wintersport in Südamerika so große Förderer geworden sind, die Chilenen schließlich, die sich immer verstärkter zu begeisterten Wintersportlern entwickeln. Es blieb bei der Absicht. Der Winter am Pazifik hatte einen Strich durch die Rechnung gemacht. Regen, Regen und nochmals Regen hatte es in den letzten Tagen gegeben. Regen, Regen und nochmals Regen wird es auch den ganzen Juli und August, oft auch noch den September hindurch geben. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, in der grauen Welt dieses Regens zu leben und täglich beim Blick über die Dächer der Häuser hinweg die Schneegrenze tiefer fallen zu sehen Der Regen ist Wirklichkeit Doch der Schnee bleibt für Santiago die Illusion Chiles Hauptstadt liegt mehr als 600 Meter hoch und ist jetzt im Winter von dem Eispanzer der Kordillere umgeben. Die Schneegrenze mag im tiefen Winter einige hundert, vielleicht auch nur hundert Meter höher beginnen als diese Stadt. Man sieht den
Schnee nun alltäglich greifbar nahe vor den Augen. Doch er erreicht nie Santiago.
Wir wollten, wie gesagt, vom Regen in den Schnee fahren. Die Verwirklichung dieser Absicht scheiterte am Wetter wie so viele Pläne jetzt im Winter. Die Fahrt in den chilenischen Wintersport kann unter solchen Umständen oft einer kleinen Expedition gleichen.
Obgleich der Regen dieser Monate ein anerkannter Entschuldigungsgrund ist, eine Verabredung nicht einzuhalten, war ein Dutzend Wagen an diesem Tag pünktlich trotz strömenden Regens zur Stelle. Auf spritzendem Asphalt ging es zunächst aus der Hauptstadt heraus. Nach einer halben Autostunde gebot die Grundlosigkeit der Straße den ersten Halt. Man kann sich von dieser Grundlosigkeit chilenischer Bergstra- ß e n im Winter keinen Begriff machen, bevor man sie befahren hat, und auch nicht davon, warum man sie eigentlich überhaupt noch befährt. Jeder Augenblick kann einen neuen Bergrutsch bringen, in jedem Moment kann der Regen den Bergpfad buchstäblich hinwegspülen. Die Straße, die von hier zu den Schutzhütten nach oben führt, ist dann auch plötzlich gesperrt: die Steilwand rechts ist abgesackt und folgt dem tiefen Abgrund nach links. In acht Tagen werden Arbeiterkolonnen die Straße wiederhergestellt haben. Es ist dann jedoch nur noch eine Frage der Zeit, wann der wieder einsetzende Regen die Straße von neuem weggespült bat.
Hier handelt es sich ja nur um den Wintersport, und es ist für das Leben in der Stadt sicher gleich-
Die ersten Volksaasniaskeil werden ausgegebrn.
In mehreren Bezirken Berlins begann die Ausgabe der Volksgasmaske durch die NSV. Amtsträger des Reichsluftschutzbundes und Laienhelferinnen verpaßten die Gasmasken, damit auch jeder die richtige Maske erhält. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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Starker Erfolg deutscher Filme aus derZnIernationaleu Fllmschau
Venedig, 1. Sept. (DNB.) Auf der Internationalen Filmkunst schau kam der deutsche Ufafilm „Zu n e u e n U fe r n" mit starkem Erfolg zur Uraufführung. Die Filmhandlung, die in die erste Hälfte des 19 Jahrhunderts zurückführt, als England sein Weltreich bis in die fernsten Erdteile ausdehnte, enthält manche spannenden Momente und interessante Szenen. Einzigartig ist das Milieu des Frauengefängnisses von Paramatta in Australien wo sich die Handlung hauptsächlich abspielt Zarah Leander spielt ihre Rolle als verbannte Frau mit großem Einfühlungsvermögen und hat sehr starke, mitreißende Augenblicke. Die Darstellung ihres Gegenspielers Will« Birgel leidet etwas unter der charakterlich wenig sympathisch gezeichneten Rolle. Für die geschickt geführte Regie zeichnete Detlef S i e r ck.
Mit äußerst lebhaftem Beifall wurde der Usa- kulturfilm .,M y st e r i u m des Lebens" belohnt, der mit großer Klarheit und Anschaulichkeit die Entwicklung des tierischen Wesens von der Keimzelle an auf der Leinwand lebendig darstellt. Mit diesem Film wurde ein Meisterwerk geschaffen, dessen hoher wissenschaftlicher und volksbildender Wert voll anerkannt wurde, wie auch der bei offener Szene ausbrechende Beifall der Zuschauer bewies. Das deutsche Kulturfilmschaffen hat damit die Reihe der Erfolge auf der Venediger Filmkunst- schau durch einen weiteren Triumph bereichert.
Eine Schauergeschichte Übelster Art, die nur einer scharf zu verurteilenden Spekulation auf die Sen- sationslüsternheit des amerikanischen Publikums ihre Entstehung v^rDanken kann, wurde mit dem Warner-Brothers - Film „Marked Bornen" („Gezeichnete Frauen") vorgeführt. Brutalität ist das Hauptmotiv dieses Filmes, in dem Mord und Totschlag, Mißhandlungen und andere Verbrechen den weiten Rahmen für eine höchst zweifelhafte Handlung abgeben. Es ist außerordentlich bedauerlich, daß die amerikanische Filmproduktion in diesem Jahre fast ausschließlich Filme nach Venedig gesandt hat, in denen das Verbrechertum in allen seinen Spielarten tonangebend ist Man muß sich fragen, was derartige Machwerke mit so übler Tendenz auf einer internationalen Filmkunstschau zu suchen haben.
über den Ruinen") auf der Internationalen Filmkunstschau erschienen. Das Werk läßt mit aller Deutlichkeit die Wesensoerschiedenheit zwischen der abendländischen und der fernöstlichen Welt erkennen; es erscheint nicht nur als ein sehr eigenartiger, ansprechender Spielfilm, sondern ist gleichzeitig als ein äußerst interessantes Kulturdokument zu werten. Was den Film in hervorragender Weise auszeichnet, ist die wunderbare Ausgeglichenheit, eine Welt der zartesten Feinfühligkeit, die dem Westen gänzlich unbekannt ist. Neben den Darstellern, Die mit ihrer ruhigen Art menschlich ergreifen, fällt der Natur des romantischen Nippon eine tragende Rolle zu. Feinfühligkeit läßt sich auch im Blick des Photographen erkennen Eine dem abendländischen Geschmack entgegenkommende Musik begleitet den Film
Die tschechoslowakische Filmproduktion „bestätigte mit dem Metropolitan-Film „B a t a l i o n", daß sie auf dem mit Erfolg beschrittenen Wege weitere gute Arbeit geleistet hat. Das Werk enthält eine Reihe interessanter Einzelheiten und packender Situationen und wirkt vor allem durch das Spiel des Hauptdarstellers S m o l i k. Einige Szenen sind von starker Eindringlichkeit und dramatischer Schlagkraft
Australien war mit dem 5hm „T he flying Doctor“ („Der fliegende Arzt") vertreten, der nach einigen Ansätzen zu lebendiger Entfaltung rischen Abenteurergeistes im Verlause der Handlung enttäuschend nachlatzt, so daß im Ganzen nur ein ziemlich belangloses Durchlchmttswerk übrig- bleibt Die Darstellung geht nicht über die Mittel-
rnäßigkeit hinaus.
Mit dem Astra-Film „II Signor M a x“ (djuf auch Italien ein Werk aus der Gattung des heiteren Films, das sich durch flotte Handlung und witzige Einfälle auszeichnet Der Film der gewisse Anleihen beim amerikanischen Geschmack macht, ist szenisch recht gut durchgearbeitet.
Im Kullursilmschafsen der Nationen fiel Deutschland mit „Klar Schiff 3 um Gefecht und Landschaft und Leben" auf; die ftanzo- äfche Atlantic-Filrn brachte einen sehr interessanten Bildbericht über die erste Ueberguerung des Atlan- tifdien Ozeans durch einen einzelnen Monn im Motorboot, Sübafrita schilderte einen Flug über Klüfte und Städte und Großbritannien zeigte einen photographisch sehr gut gelungenen Film über eine Fahrt von London zum Meere.
Zum erstenmal ist in diesem Jahre Japan mit einem Spielfilm „S ö j ö n o Tsuki" („Mond
Zweifelhafte Gemälde in der Haarlemer Krans-Hals-Ausstellung.
An Der Echtheit zahlreicher Gemälde der Frans- Hals-Ausstellung m Haarlem — über die vor einiger Zeit im Feuilleton berichtet wurde — sind neuerdings Zweifel aufgetaucht. In einem Bericht der Kölnischen Zeitung aus dem Haag heißt es u. a.: „Die holländische Oestentlichkeit ist dadurch aufgeschreckt worden, daß an der Zusammenstellung der jetzt in Haarlem veranstalteten Frans-Hals- Jubiläumsausstellung aus Fachkreisen eine scharfe Kritik geübt wird. Nach dieser Kritik sollen die zur Ausstellung gebrachten Bilder nicht vorsichtig genug gesiebt sein, so daß sich eine Menge unechte Werke in die Gemäldeschau eingeschlichen haben. Dr. van Gelder, ein junger Kunsthistoriker, der in der Monatsschrift „Elzevier" die Ausstellung der Kritik unterwarf, schätzt die Zahl der zweifelhaften Gemälde, die auf der Ausstellung anwesend find, auf über 30, was nahezu ein Drittel der 115 Katalognummern ausmachen würde." Ein Gutachten von Dr. B r e d i u s bezeichnet die zweifelhaften Stücke nicht einfach als Fälschungen sondern nimmt an, daß man sich in der Zuschreibung geirrt hat, oder daß einer der Söhne von Frans Hals als Urheber in Betracht kommt Der Leiter der Ausstellung, G. D. G a t a m a , hält an der Echtheit der Bilder fest und beruft sich dabei auf das früher eingebolte Urteil dreier Autoritäten: Hofstede de Groot, Bode und Valentiner.
Känguruh aus Bäumen'
Ja, so etwas gibt es in Wirklichkeit; die Familie der Känguruhs ist recht vielgestaltig: neben übermannshohen Riesen kommen Zwerge von Kaninchenkleinheit vor; Känguruhs leben nicht nur in der Grassteppe, sondern auch auf Felsen und schließlich oben in den Baumkronen.
Allerdings sind die Baumkänguruhs keine Meister des Kletterns; ihre Fortbewegung geht langsam und — für unsere menschliche Beurteilung wenigstens — recht unbeholfen vor sich. Aber sie haben 3tüei Körpermerkmale, die sie von allen andern Känguruhs unterscheiden, und die sicher mit ihrem Baumleben Zusammenhängen: die vorderen Gliedmaßen sind nicht mehr nur kurze Eßhändchen, sondern starke Arme mit Sichelklauen, wogegen der muskulöse Stütz- und Sitzschwanz der Erdkänguruhs eine schlaffe und behaarte Balancierstange geworden ist.
Die mitunter geradezu bunt gefärbten Baum- Känguruhs nähren sich von Laub, Knospen und saftigen Zweigen, vielleicht auch von Wildobst; sie sollen tagsüber meist unbewegt in den Baumkronen sitzen und erst bei Eintritt der Dunkelheit langsam „auf die Weide" gehen, d. h. den einen Stamm herunterklettern, um irgendwo anders geruhsam wieder hochzulleigen.
Die Baumkänguruhs haben sich offenbar nur unvollkommen jenem „Höhenleben" angepaßt, zu dem sie die großen Wälder ihrer Heimat zwangen. Es liegt ja auch — wie Alfred Brehm richtig bemerkt — keine Veranlassung vor, daß diese Tiere besonders Meister im Klettern und Springen wurden, denn in ihrer Welt gibt es für sie kaum einen Feind, sie können also ohne Not bequem und langsam sein.
Aber welch ein Temperamentsunterschied zwischen ihnen und den Felsenkänguruhs, die sich immerzu vergnügt tummeln! Noch größer ist der Kontrast, denkt man an das rote Riesenkänguruh der Steppen, das Weitsprünge bis zu zehn Meter machen kann, Sprünge, die zugleich zwei ober, gar drei Meter hoch sind. Paul E i p p e r.
Das Kartoffelfest.
Durch ein Fest eigener Art feierte in diesen Tagen Paris den 200jährigen Geburtstag von Antoine Augustin Parmentier, der die Kartoffel in Frankreich einführte. 10 000 Tonnen Kartoffeln wurden zu feinen Ehren an die Armen verteilt, und unter dem Vorsitz des Bürgermeisters von Ncuilly hielten die Bürgermeister und anderen Würdenträger der Städte rings um Paris ein Festessen ab, bei dem sie beträchtliche Mengen von Kartoffelsuppe ä la Parmentier, von Pommes frites und anderen Kartoffelspeisen verzehrten. Parmentier, der sich als Pariser Apotheker bereits große Verdienste um die Lebensmittelchemie erworben hatte, erhielt 1769 den Befehl, ein neues nahrhaftes Lebensrnittel für das Volk zu „erfinden". Darauf baute er in dem sandigen Boden von Neuilly die ersten Kartoffeln an, mit denen in den meisten europäischen Ländern bereits die besten Erfahrungen gemacht worden waren.
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Dem ao. Professor Dr. med. vet. Paul Cohr » in Leipzig ist unter Ernennung zum Ordinarius der Lehrstuhl für pathologische Anatomie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover übertragen worden.


