Spielvereinigung 1900 (Sieben.
Sportfreunde Siegen 1900 3:2.
Mit diesem Resultat haben sich die Blauweißen achtbarer aus der Affäre gezogen, als man erwarten konnte. Die im Laufe der Woche aufgetretenen Schwierigkeiten in der Mannschaftsaufstellung konnten nicht ganz behoben werden, und so war es eine ziemlich zusammengewürfelte Elf, die die Reise ins Westfalenland antrat. Um so überraschter war man von den Leistungen.
Der Spielverlauf.
Die erste Hälfte war ziemlich belanglos, denn in diesem Abschnitt fielen keine Tore. Die glühende Hitze ließ es angebracht erscheinen, vorerst eine gemütliche Gangart einzuschalten. Es war daher vornehmlich ein Spiel fürs Auge, das sich hauptsächlich im Mittelfeld abspielte. Die ersten 15 Minuten gehörten überraschend den Blauweißen, Hiernach kamen die Platzbesitzer etwas mehr zu Wort, aber nicht in dem Maße, daß man von einer unbedingten Ueberlegenheit sprechen konnte. Allzu heikle Situationen wurden in dieser Zeit nicht herausgearbeitet. Als sich die Spieler bewußt wurden, daß auch Torerfolge zum Fußballspiel gehören, wurde das Spiel etwas lebhafter. Hier waren es wieder die Blauweißen, denen die meisten Vorteile gehörten, und als eine Flanke von Schellhaas zum Halbrechten kam, schien für die Blauweißen der erste Erfolg zu fallen. Zum Erstaunen der wenigen Mitreisenden jagte er jedoch den Ball aus fünf Meter freistehend über die Latte. Bei der dritten Ecke sah es abermals nach einem Erfolg der Blauweißen aus, als Pankok den Ball von Heuser weiterleitete. Hier stellte sich jedoch die Latte als letzter Retter ein.
Nach der Pause erreichte das Spiel voll und ganz seinen Höhepunkt. Tore fielen vorerst jedoch noch nicht, so daß man zu der Annahme kommen konnte, daß es auch im weiteren Verlauf nicht dazu käme. Kaum gedacht, da war es auch schon passiert. Der Linksaußen der Platzbesitzer setzte sich gegen Zeiler durch und brachte trotz größter Bedrängung seine Flanke noch zur Mitte, wo der hinspringende Mittelstürmer unter die Latte einschieben konnte. Dieser Erfolg munterte die Gastgeber mächtig auf. Jetzt waren sie es, die sich längere Zeit in der Hälfte der Spielvereinigung festsetzten. In der 70. Minute konnte der Mittelstürmer das Ergebnis auf 2:0 verbessern. Eine vorherige Abseitsreklamation beachtete der Schiedsrichter nicht, so daß die Siegener ziemlich leicht zu diesem Erfolg kamen. Im Gegenstoß gelang es den Blauweißen durch den Halblinken, der eine Flanke von Heuser nach Umspielen der Verteidigung verwandelte, auf 2:1 zu verkürzen. Dann war die Reihe wieder an den Gastgebern. Wieder war es eine Abseitsreklamation, die den Platzbesitzern den dritten Erfolg brachte. Rahn, der der Annahme war, der Schiedsrichter würde diese Entscheidung treffen, ließ den Ball
passieren. Um so überraschender war es, daß der Schiedsrichter diesen Erfolg wertete. Die Blau- weißen ließen sich dadurch jedoch nicht entmutigen und gingen nun restlos aus sich heraus. In der 80. Minute war es abermals der Halblinke, der auf 3:2 verkürzen konnte. Wenig später war es der Halbrechte, der die größte Chance vergab, den Ausgleich herzustellen. Genau wie in der ersten Hälfte stand er nur wenige Meter vor dem Torwächter. Diesmal ging sein Schuß nicht darüber, sondern ausgerechnet dem Tormann in die Hände. Die weiteren Anstrengungen brachten nichts Zählbares mehr ein, und als der Schlußpfiff ertönte, hatten die Blauweißen ein Spiel verloren, das sie auf Grund ihrer Leistungen und den herausgearbeiteten Chancen ebensogut hätten gewinnen können.
Kritik.
Die Plahbesitzer hatten eine ausgeglichene Elf zur Stelle. Aus der Hintermannschaft ragte der Mittelläufer etwas hervor. Die Verteidigung wußte sich manchmal durch hartes Spiel Respekt zu verschaffen. Im Sturm war der Rechtsaußen der überragende Mann. Bei den übrigen trat nur manchmal das Können richtig zutage. Die Leistung der Blauweißen war durchweg gut. Eine Einzelkritik erübrigt sich, da jeder sein Bestes gab. Lediglich der Hintermannschaft ist zu empfehlen, beim Reklamieren von Abseits den Gegner nicht aus den Augen zu lassen, damit nicht wieder Erfolge auf diese Art zustande kommen.
DfB.-Rei^sbahn Gießen.
VfB.-R. Liga — Bissenberg Liga 3:1 (1:0).
Trotz der drückenden Hitze sah man ein gutes Spiel, das von Anfang bis Ende spannend war. Bei DsB.-R. vermißte man Bach und Wilhelm, die durch Feuster und Sauer gut ersetzt wurden. Besonderes Lob verdient die Abwehr mit Krämer und Kramer, die den Gästesturm sicher abstoppte. Die Läuferreihe war eifrig und konnte gefallen. Im Sturm wurde wieder zu wenig geschossen, doch war kein Versager unter den Spielern.
Die Gäste, die ohne ihren Mittelläufer Bingel kamen, zeigten nicht sehr viel, sie verdarben sich die Sympathien der Zuschauer durch zu hartes Spielen. Die Mannschaft war wohl schnell und eifrig, Fönte aber mit ihrer hohen Spielweise nichts erreichen.
Dem Schiedsrichter Keller, Naunheim, stellten sich folgende Spieler: Bissenberg: Schönster; Anschütz, Bingel; Geier, Staadt, Keller; Klotz, Anschütz, Bingel, Daubach, Keller. VfB.-R.: Meißner; Krämer, Kramer; Sauer, Thron, Feuster; Berlebach, Radtke, Heß, Fehling, Szponik.
Bissenberg spielte mit der Sonne und schuf gefährliche Situation vor dem Tor der Grünweißen, die aber geklärt werden konnten. Die Grünweißen legten größten Eifer an den Tag und setzten sich
in der Hälfte des Gegners fest. Aber hier stand eine zahlreiche Verteidigung, die teils noch auf der Linie abwehren konnte. Die Gäste hatten bei einem Durchbruch beinahe Glück, aber Sauer rettete in höchster Not. Das Spiel wurde härter, Freistoß auf Freistoß ging auf das Gästetor, aber der Torwart war vorerst nicht zu schlagen. Sechs Ecken brachte die erste Halbzeit, aber Tore wollten keine fallen. Bissenberg verteidigte mit elf Mann. Schon glaubte man an eine torlose Halbzeit, als Heß eine Flanke kurz vor dem Wechsel zum Führungstreffer einköpfte.
Nach der Pause zunächst verteiltes Spiel, ein Spieler der Gäste, der den Schiedsrichter beleidigte, mußte vom Feld. Gerade in diesem Augenblick brachte ein Vorstoß der Gäste durch Schuß von Bingel den Ausgleich. Doch jetzt wurden die Grünweißen drückend überlegen, Szponik konnte den Führungstreffer schießen. Wiederum waren sechs Ecken die Ausbeute der Ueberlegenheit, doch erst in der Schlußminute konnte Berlebach mit einem scharfen Schuß zum 3:1 einsenden.
VfV.'R. II — Bissenberg II 5:1 (4:0).
In diesem Spiel konnte die Reserve einen verdienten Sieg erringen. In der ersten Hälfte fielen in gleichen Abständen vier Tore. Nach der Pause spielten die Grünweißen verhalten, Bissenberg konnte durch Elfmeter das Ehrentor erziel"n. Nachdem Mattern die Tordifferenz wieder hergestellt hatte, pfiff Schiri Best, Gießen, der seine Sache gut machte, das anständig durchgeführte Spiel ab.
Die Leichtathletik-Jugend des Sportkreises Gießen hatte sich am Sonntagvormittag zu den Kreiswettkämpfen (Kreismeisterschaften) auf dem Platz des VfB.-Reichsbahn eingefunden. Das ideale Sportwetter gab allen Teilnehmern Gelegenheit, ihr Können voll zu entfalten. Und es war erfreulich festzuftellen, wie ausgezeichnet dies die Jungens verstanden. In der Mehrzahl der Wettbewerbe wurden Leistungen erzielt, die ohne weiteres mit denjenigen der großstädtischen Leichtathletikzentren Schritt halten können. Da sind zunächst die 15,14 Meter im Kugelstoßen von Goß (1900) zu nennen, eine Weite, die bis jetzt von einem Jugendlichen im Gau Hessen noch nicht erzielt worden ist. Außerdem stachen in der A-Jugend hervor: Schleenbecker (Tvgg. Ruttershausen) mit 1,68 Meter im Hochsprung und Kley (DfB.-R.) mit 6,31 Meter im Weitsprung. Die 8-Juaend hatte ihren besten Mann in Semmer (VfB.-R.), der die 1500 Meter in 4:31 Min. bewältigte. Eine feine Zeit sind auch die 2:14,2 Min. über 800 Meter von Deibel (1900). In den Sprüngen der 6-Klasfe taten sich hervor Erich Rinn (Tv. Heuchelheim) und Schwarz (VfB.-R.). Als Mannschaftskämpfe kam in den beiden Klassen je eine 4X100-Meter-Staffel zum Austrag. Hier erzielte mit 47 Sek. die A-Jugend der Spielvereinigung 1900 eine Zeit, wie sie seit Jahren von einer Jugendstaffel im hiesigen Kreis nicht mehr gelaufen worden ist.
BfB.-R. Jugendabteilung.
VfB.-R. 1.3gb. erringt die Gruppenmeisterschaft. Grohen-Linden 2. 3gb. — VfB.-R. 3.3gd. 1:2 Die Spiele um die Gruppenmeisterschaft, die auf dem Sportplatz in Wieseck zum Austrag gelangten, konnte die erste Jugendmannschaft gewinnen und somit die Gruppenmeisterschaft erringen. Vier Gruppenmeister, Leihgestern, Krofdorf, Wieseck und VfB.-R. mußten gegeneinander spielen. Es wurden an alle Spieler hohe Anforderungen gestellt, denn jede Mannschaft hatte drei Spiele auszutragen.
Im ersten Spiel siegte VfB.-R. gegen Leihgestern, die technisch gute Spielweise und die Schnelligkeit der Grünweißen gaben den Ausschlag.
Wieseck schlug Krofdorf 2:0, dann mußte VfB.-R. gegen Krofdorf antreten. Dieses Spiel wurde mit 1:0 gewonnen, da die Jungens verhalten spielten, um ihre Kräfte für das Entscheidungsspiel gegen Wieseck, die gegen Leihgestern 4:0 gewannen, zu schonen.
Bei dem letzten Spiel ging es auf Biegen ober Brechen, denn nur ein Sieg konnte die Grsinweißen zum Ziele führen, da bei einem Unentschieden Wieseck durch besseres Torverhältnis die Meisterschaft gemacht hätte. Das Spiel war teilweise sehr hart, und es ist in erster Linie dem Torwart zu verdanken, daß Wieseck zu keinen Erfolgen kam. In der Schlußminute konnte W. Schlitz das Siegestor erzielen, und glückstrahlend verließ der neue Meister das Spielfeld.
200 Meter: 1. Kley, VfB.-R., 24,3 Sek.; 2. Adolph, 1900, 24,7 ©et.; 3. Schreier. Post-Spv., 25,7 Sek.
400 Meter: 1. Bender, 1900, 58,1 Sek.; 2. Hainer, Tv. Heuchelheim, 59 Sek.; 3. Enkirfch, VfB.-R., 65,6 Sek.
800 Meter: 1. Heller, VfB.-R., 2:15,3 Min.;
2. Röhm, 1900, 2:15,4 Min.; 3. Hahn, Tv. Heuchelheim, 2:22,4 Min.
1500.2)1 et er: 1. Walt. Rinn, To. Heuchelheim, 4:38 Min.; 2. Ruckelshaufen, 1900, 4:38,1 Min.; 3. Haas, Tv. Steinbach, 4:47,4 Min.
Hvchfprung: 1. Schleenbecker, Tv. Ruttershausen, 1,68 Meter; 2. E. Oehler, VfB.-R., 1,58 Meter; 3. Hinrichs, 1900, 1,51 Meter.
Weitsprung: 1. Kley, VfB.-R., 6,31 Meter; 2. Göbel, Mtv., 5,62 Meter; 3. Röhm, 1900, 5,59 Meter.
Dreisprung: 1. Schleenbecker, To. Ruttershausen, 11,62 Meter; 2. Göbel, Mtv., 11,53 Meter; 3. E. Oehler, DfB.-R., 11,19 Meter.
Kugel st oßen: 1. Goß, 1900, 15,14 Meter; 2. Schmidt, Mtv., 12,31 Meter; 3. Adolph, 1900, 11,87 Meter.
LeichtathIetik-ÄgeMäinpse des Spvrlkmses Gießen.
Spannende Kämpfe. - Nene Saujugendbestleistung im Kuge stoßen.
Die Ergebnisse:
A-3ugenb (3afjrgang 1919/20):
100 Meter: 1. Goß, 1900, 11,6 Sek.; 2. Kley, VfB.-R., 11,8 Sek.; 3. Göbel, Mtv., 12,2 Sek.
Markisenstoffe
Uni n.gestreift in verschiedenen Farben (imprägniert)
sowie Läuferstoffe in aparter Musterung für Gartenstühle
Fernspr. 3565 GIESSEN Bahnhofstr. 31 Das führende Spezialgeschäft
Teppiche, Gardinen, Bettwaren
3814 D
Geschäfts-Drucksachen
Briefumschläge
bei Brühl. Schulstraße 7 Geschäftskanen
Alles fürs Badl
Der moderne Badeanzug in seinen mannigfaltigen Variationen ist bei uns in ebenso großer Auswahl anzutreffen wie alles
das, was zur Badewäsche ge- hörtl Gute Qualitäten, niedrige
Preise ist unser Grundsatz.
3.95
5.90
Bade-Hose n nr gute Wollqualität,
Frottierhandtücher n nr solide Qualität......U.uü
Bade-Anzug moderne Form
Kinder-Badeanzüge in allen Größen vorrätig
Bade-Anzug
JUVENA.....
Bade-Mantel n nn mod. Ausmusterung O.uU
UR GIG
3828 A
Wir danken
der Einwohnerschaft
von Gi ßen für die anläßlich des 116 er- Treffens zur Verfügung gestellten Frei quartiere und Geldspenden.
Der DolerhrioOongsaDssM
Sänger
02770
Mittw,-ch, 2. Juni 1937, 14 Uhr, versteinere ich dahier, Neuenweg Nr.28 (Hof) bzw. an Ort u. Stelle, zwangsweise gegen Barzahlung:
Haus-, Laden- und Büromöbel, Schreibmaschin., Grammophone, Musikinstrumente und Klaviere, Registrierkassen, Kassenschränke, Radios, Schuhmacherart.,Masch. für Schuhmacher, Leder, Körbe, Kordel, Besen, Bürsten, Haus- haltsgegenstände usw.,fern.Füll- sederhalter, Fotoalben, Schreibtischgarnituren, 2 goldene Uhren, Müden, Stone verschiedener Art, Rinds- und Schweinedärme, Gewürze für Metzger. sssov
Aus freier Hand werden verkauft: Möbelftücke verfch. Art, mehrer. Ladeneinricht.,Büchergeftll.ufw.
BITTORF
Gerichtsvollzieher in Gießen Schillerstr. 5, Telefon 3660
aus neuer Ernte.
Gut, gesund und trocken kauft:
SemMM«uvgS'WvlM
Gießen, Telefon 2954 33130
JENA» GLAS
ordducteu. Powrie.
ntehttehlm. IliieklimTeueraufden^Udi H Topfu.Wesddr zugteidi.Keinedßppetie ■ MhoM)- dopptiterMtudi 6 tatet I &kh£ muhrak andere gute Itoudiadgeidurre. ■
J.B. Häuser ।
Gießen, a. Oswaldsgarten >
Fernruf Nr. 2145 - 2146
I Empfehlungen!
Ia. gelbfleifchige
Speise- to#ln
stets auf Lager, ö. Ireckler Steinstr. 73. Tel. 3581
Verschiedenes
Englischer Unterricht gesucht.
Schriftliche Ang. unter 02748 an den Gieß. Anz.
Handwerker mit eigenem Haus, Anfang 30, ev., wünscht mit ein. Mädel bis zu 28 Jahr. Brief-
Äßeim
Zuschr.m.Bildu. 02756 a.d.G.A.
Illlllllllllllllllllllllllllll (Ein Quell d. Freude für den Naturfreund
Eenen
eine Kreatur in Wasser. Busch und Halm Don Karl Otto Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Terwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensan. gab. u. ausführlichem Text (62 Seiten). Mit einem Geleitwort von Profess. Dr. Deegener, Un vcrsttat Berlin Dieses Werk bringt er- staunlich vielseitige und trefflich gelungene Einzelbilder und Bild» folgen aus dem reichen leben der zahllosen kleineren Lebewesen Aus der Freude am B<. obachten ist ein wertvolles naturgeschicht- iiches Urkundenbuch geworden, das hervor- ragend geeignet ist, die Liebe auch zum kleinsten Naturgesche- hen zu erwecken.
Gebunden RM. 4,80. Ditte verlangen Sie kostenlos unsere bebild. Werbeblätter! Das Buch ist durch lebe Buchhandlung zu beziehen!
HugoBermühler Verlag
Berlin. Lichterfelde
Uf CDRC DRUCKSACHEN WCltDC ßrühl, Gießen
Illlllllllllllllllllllllllllll
Das hat geholfen! a\'
JJuch Ihre hartn dck/gen sa
ommers prqgsen ।
und Houfunreiniqkeiten werden <■, durch Dr. Druck reyS
Drula Bleichwachs
rcst/os, beseitigt.
kür Mk.2.25, ober nur in Apotheken
Best.: Univ.-Apoth. z. gold. En.iel, Pelikan-Apotheke. icoeV
Druckschriften°°°°"
HMlUMmnnif In gebundenen Ausgaben klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet, sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr, Industrie und Gewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen Jede Lieferung schnell, gut und preiswert Brühl’sche Druckerei, Schulstr. 7, Ruf 2251
Gestoch scharfe Schrift, unver wüstliche Konstruktion, spielend leichter Anschlag, formschönes Aussehen — das ist die
Klein-Toroedo mit Segment umschaltung
Nur RM. 186 - Schon f 8 30mtl.
Niederhausen
Bahnhofstral3e49 (Hellen nnA
Stadttheater Gießen
Mittwoch, den 2. Juni 1937 20-22.30 Uhr
Einmalige Abschieds-Vorstellung für Heinrich Hub
Der Maur Kewvrch
Schwank von Schwartz und Lengbach
3825 D
Hier abschneiden!
..............I......
o
o
Päckchen 353
Kündigungsfrist vereinbart ist. Das gilt natürlich dann nicht, wenn sie — auch nur stillschweigend — dem Vertrag zugestimmt hatte. Das gleiche gilt, wenn der Vater kraft seines Nutznießungsrechtes, also nicht kraft seines Derwaltungsrechtes namens des Kindes, ein Grundstück seines minderjährigen Kindes verpachtet hat und die Nutznießung endigt. (Z. B. das Kind wird volljährig, die minderjährige Tochter heiratet mit Genehmigung des Vaters.) Ein Vormund braucht die Genehmigung des Vormundschaftsgerichts, wenn er für sein Mündel etwas pachten oder verpachten will und der Pachtver- ttag länger als ein Jahr nach Vollendung des 21. Lebensjahres des Mündels fortdauern oder (bei Vormundschaft über Volljährige) das Pachtverhältnis länger als vier Jahre dauern soll. Päckchen, s. Postpäckchen.
Packen der Koffer, siehe unter Koffer.
Packung — Einpackung des ganzen Körpers (ohne Kopf) oder Teilen des Körpers in ein in kaltes Wasser getauchtes und gut ausgewrungenes Laken, über das Wolldecken kommen (feuchte Ganz- oder Teilpackung). Im Ge- genfatz dazu gibt es noch trockene Packung nur mit einem gewärmten Laken oder mit Wolldecken. P. sind ein gutes Mittel bei Ent- zündungs- und Fieberzuständen. Es ist sorgfältig darauf zu achten, daß sich der Patient nicht erkaltet. Nach Abnahme der Pak- kung gut abfrottieren und warm halten. Ganzpackung etwa 1, bis
Palaver
2 Stunden liegen lassen. S. auch Umschlag.
Pädagogik, griech., Lehre von der Erziehung.
Paddelboot, schmales, leichtes Boot, in dem der Fahrer flach sitzt und die Fortbewegung mit einem Paddelruder bewirkt. Das Ruder hat an beiden Enden eine Ruderfläche, die abwechselnd eingetaucht wird. Jrn Gegensatz ßu anderen Ruderbooten bewegt sich das Paddelboot in der Blickrich- tung des Paddlers, fo daß er freien Blick auf fein Ziel hat. Zu den Paddelbooten gehören auch die Faltboote, die jeweils vor Beginn der Fahrt aus einem sparsamen Holzgerüst und einer Segeltuchhülle aufgebaut werden. Zu den schönsten Freuden des Paddlers gehören Wasserwanderungen flußabwärts.
Pailletten, franz., Bedeutung kurzes Stroh, entbehrliches Fremdwort für Flltter, kleine, runde Plättchen, die an Kleidern oder Maskenkleidern aufgenäht werden.
Paket, franz., Bedeutung Packen, verpackte Gegenstände. Von der Post werden Pakete bis zum Ge- wicht von 5 Kilogramm befördert. Bei der Aufgabe muß eine ausgefüllte Paketkarte mit vorgelegt werben. Der Preistarif ist nach der Entfernung gestaffelt. Palast, lat., Prachtgebäude, ur« sprünglich Gebäude auf dem pa- latinischen Hügel in Rom.
Palaver, langer Schwatz, ursprünglich die Beratung einer Negerversammlung.
Kohlen von Fischer
Gießen, Alicenstraße 42—44, Telefon 3172 und 3176


