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„Ashigara" teilnahm. Der Kreuzer „Ashigara" lichtete am Montagnachmittag seine Anker, um in die ferne Heimat zurückzukehren. Tücher- und Hutschwenken der begeisterten Zuschauer begleiteten die Ausfahrt. Beim Verlassen des Kieler Hafens übermittelte Konteradmiral Kobayashi dem kommandierenden Admiral seinen Dank für die freundliche Aufnahme. In Wilhelmshaven legte der Stellvertreter des Führers am Denkmal der Gefallenen für die Skaaerrak-Schlacht auf dem Wilhelmshavener Ehrenfriedhof im Beisein der Reichsleiter Buch und Rosenberg einen Kranz nieder. Für die Kriegsmarine war der Chef der Rordseestation Admiral Schultze erschienen.
Chamberiams Kurs.
Die erste Erklärung des neuen Ministerpräsidenten.
London, 31. Mai. (DNB.) Nach der einstimmigen Wahl zum konservativen Parteiführer gab Neville Chamberlain seine erste öffentliche Erklärung als Ministerpräsident und Parteiführer ab. Er sagte zunächst, daß er trotz der Unterschiede im Temperament und im Auftreten beinahe dieselben politischen Ansichten wie sein Vorgänger Baldwin habe und denselben Richtlinien folgen werde. Wie Baldwin halte er es für außerordentlich wichtig, die Einigkeit der Konservativen Partei als dem mächtigsten politischen Instrument in England aufrechtzuerhalten. Ferner sei er ebenso wie sein Vorgänger überzeugt, daß es im Interesse des Landes sei, den nationalen Charakter der Koalitionsregierung weiter zu bewahren. Die nächsten beiden Jahre, so fuhr der Ministerpräsident fort, werden möglicherweise einen kritischen Abschnitt in der Geschichte Europas darstellen. Wenn England vollen Einfluß ausüben wolle, dann müsse England in der Lage sein, die öffentliche Meinung in England und im ganzen Imperium mobil zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, sei es am besten, die Regierungskoalition fortzusetzen. Die Regierung werde das Aufrüstungsproaramm vollenden. Dabei werde sie sich stets bemühen, die Ursachen, die die Rückkehr des Vertrauens in Europa verzögerten, zu beseitigen. Die Regierung werde die Entwicklung der Industrie und der Landwirtschaft fördern, und sie werde schließlich versuchen, den Lebensstandard des englischen Volkes zu heben.
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Um Kirche und Schule.
Der Kampf der Deutschen Volksgruppe in Polen.
Warschau, 29. Mai. (DNB.) Im polnischen Senat machte der deutsche Senator Wiesner auf die Lage des deutschen Schulwesens aufmerksam. Durch das Gesetz über die Umorganisation des Schulwesens in Polen gingen sämtliche staatlichen und privaten Lehrerbildungsan- flalten ein, sofern die Umwandlung der alten Anstalten in „pädagogische Lyzeen" nicht genehmigt werde. Durch dieses Gesetz werde auch das deutsche Lehrerseminar in Bielitz betroffen, das seit 70 Jahren besteht und stets seine Zöglinge im Sinne des Volkstums und im Sinne des Staates erzogen habe. Die deutsche Volksgruppe sei der Ueberzeugung, daß ohne eine wirklich deutsche Erziehung der Lehrer die deutsche Volksschule selb st in Gefahr gerate, denn mit dem deutschen Lehrer stehe und falle die deutsche Schule. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre glaube man in der deutschen Volksgruppe nicht, daß eine staatliche Anstalt die deutsche Erziehung gewährleisten könne. Die Verweigerung der Umstellung der alten deutschen Lehrerbildungsanstalt in ein privates „pädagogisches Lyzeum" mit deutscher Unterrichtssprache sei gleichbedeutend mit der Verweigerung deutscher Lehrer für die Erziehung deutscher Kinder in Polen. Die Entscheidung des Ministers bedeute auch eine schwere Schädigung der kulturellen Belange der deutschen Volksgruppe und den Todesstoß gegen das deutsche Schulwesen. Eine solche Entscheidung sei nicht dazu angetan, die Verständigung zwischen den beiden Völkern zu fördern.
In Baila-Bielitz fand eine Sitzung des „Rates der Deutschen" unter Vorsitz des Senators Haß- b a ch statt. Dabei wurde folgende Entschließung zur Lage innerhalb der evangelisch-augsbur- gischen Kirche Polens angenommen: „Der ,Rat der Deutschen' hat die Berichte über die bewußte Benachteiligung des deutschen evangelischen Kirchenvolkes bei der Bildung der Körperschaften der evangelisch-augsburgi- schen Kirche gehört. Für uns Deutsche ist Glaube und Volkstum unlösbar verbunden. Die Ratsmitglieder ohne Unterschied der Konfession erklären sich mit aller Scharfe gegen die Zurücksetzung unserer Volksgenossen im religiösen und kirchlichen Leben. Der ,Rat der Deutschen' in Polen betrachtet es als seine vordringlichste Aufgabe, die Einigung aller Deutschen in Polen zu betreiben. Die vom Muttervolke ausgehende Erneuerung des deutschen Volkes ist ein geistiger seelischer Vorgang, der jeden Deutschen, ganz gleich, welchem Staatsverband er angehört, elementar erfaßt. Das Bekenntnis zu dieser Weltanschauung bringt keinen polnischen Staatsbürger deutscher Nationalität in Widerspruch zu seinen staatsbürgerlichen Pflichten."
Gittlichkeitsprozetz gegen kacholifckeu Priester.
Berdunkelunqsversuche erzbischöflicher Behörde.
Köln, 31 Mai. (DNB.) Bor der V. Großen Strafkammer in Köln stand der 41jährige Pfarrrektor Ferdinand M ul ach aus Overath-Heiligenhaus wegen Vergehens und Verbrechens gegen die Paragraphen 174, 175 und 176 StGB Der Angeklagte war in französischer Kriegsgefangenschaft in den Kasematten eines Forts homosexuell mißbraucht worden Mulach kam als Kaplan 1933 nach Overath-Heiligenhaus. Sein erstes Opfer wurde em schulentlassener Junge, den Mulach in fernem Garten und in seiner Bibliothek beschäftigte, und der auch den Organistendienst versah. Diesen Zeugen hatte der Dezernent f ü r P e r s o n al fr a gen beim erzbischöflichen Generaloikanat m Köln Prälat Enqels, am Schluß der Vernehmung über die Verfehlungen Mulachs ermahnt: „Du sagst doch nichts, sonst kommst du noch selbst unter An- Haae". Die Familie des Zeugen verfiel der Mißachtung der von der geistlichen Seite beeinflußten Bevölkerung, das Geschäft seiner Schwester wurde v v v k ° t 11 e r t. Dabei tat sich der Rochus-Berem besonders hervor. Prälat Engels verweigerte
OieKrie-ensmission des Fremdenverkehrs
internationalenKongreßfürVerkehrspropaganda
StaatssekretärFunkauf einem
Berlin, 21. Mai. (DNB.) Der 11. Kongreß der Union Internationale des Organs Officiels de Pro- pagande Touristique, zu dem 18 Staaten Delegierte entsandt haben, wurde am Dienstagoormittag im Preußenhaus durch einen Festakt eröffnet, bei dem Staatssekretär Funk die Grüße der Reichsregierung überbrachte. Die Werbung für den Fremdenverkehr sei im nationalsozialistischen Deutschland eine staatspolitische Angelegenheit. Deutschland sei in den letzten Jahren ein bevorzugtes Reiseziel für die ganze Welt geworden. Unsere großen politischen und kulturellen Veranstaltungen, Kunst- wochen, Festspiele, Ausstellungen, sportliche Wettkämpfe und Kongresse würden vom Propagandaministerium selbst durchgeführt oder betreut. „Wir sind uns unserer Pflichten als Gastgeber durchaus bewußt und haben selbst das größte Interesse daran, daß der Ausländer, der das nationalsozialistische Deutschland besucht, von hier die besten Eindrücke mitnimmt und schöne, glückliche Tage in Deutschland verlebt, weil er auf diese Weise zu einem Propagandisten für das neue Deutschland wird, das die Aufklärung im Auslande ebenso nötig hat wie das tägliche Brot und sich tagtäglich gegen eine ganze Welt von Mißgunst und Verleumdungen verteidigen muß. Wenn die Organisationen des Fremdenverkehrs im Auslande den Reiseverkehr nach Deutschland fördern, so erkennen sie damit auch eine politische Aufgabe, nämlich der Wahrheit und damit der Verständigung und dem
Frieden der Völker zu dienen." Wenn in Deutsck)land die Parole ausgegeben wurde: „Deutsche, reist in Deutschland!" so heißt das, daß wir auch in diesem Falle aus der Not eine Tugend gemacht haben. Bei der augenblicklichen Devisen- und Rohstofflage Deutschlands können die 70 Millionen Deutschen nicht unbegrenzt ins Ausland reisen. Die an Volkszahl kleineren Nachbarländer können überdies nicht annähernd soviel Menschen nach Deutschland schicken, als Deutsche zu ihnen kommen. Hier muß noch eine zweckmäßige Form des Ausgleichs erfolgen, da Deutschland zur Zeit daraus angewiesen ist, einen Touristenüberschuß nach dem Auslande durch entsprechende Warenbezüge des Auslandes ausgleichen zu müssen. Die Sehnsucht nach der weiten Welt ist jedem Deutschen ins Herz geschrieben, auch für die politische Erziehung und Meinungsbildung ist eine Kenntnis des Auslandes von größter Wichtigkeit. Es wäre also geradezu töricht, zu sagen, daß Deutschland sich von der Welt abschließen wolle, mit der wir unsere Wirtschaftsgüter, aber auch unsere Kulturgüter austauschen möchten. Die Tore Deutschlands sind weit geöffnet, aber die Tore der Welt sind uns leider noch verschlossen. Wenn der Fremdenverkehr bahnbrechend wirkt, dann werden die im Fremdenverkehr beruflich tätigen Männer nicht nur Mittler der Freude, sondern auch Mittler des Friedens werden.
Regierungskrifis »'n Japan.
Warum Hayashi zurücktrat.- Stärkung derparteien, Unzufriedenheit der Armee
Tokio, 31. Mai. (DNB.) Ministerpräsident Hayashi ist zurückgetreten. Den unmittelbaren Astlaß bildete die zunehmende Kritik der Armee und das deutliche Abrücken des Präsidenten des Oberhauses, Prinz K o n o e, unmittelbar nach dem vereinten Angriff der Mehrheitsparteien auf Hayashi in einer öffentlichen Kundgebung in Tokio. Die tieferen Gründe des Rücktritts liegen in der Stärkung der Stellung der Mehrheitsparteien nach den Neuwahlen. Sie hatten es verstanden, sich zum Sprachrohr der Unzufriedenheit breiter Schichten der Bevölkerung wegen der zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu machen. Das Militär dagegen wandte sich von Hayashi ab, nachdem offenkundig wurde, daß seine unzureichenden Reformpläne weder wirtschaftliche Erleichterungen noch in- nerpolitische Beruhigung brachten. Außerdem bestand nicht mehr die Möglichkeit, den Reichstag erneut aufzulösen und den Einfluß der Parteien durch eine Wahlreform zu zerschlagen, nachdem sich die Berater um den Thron und Teile des Kabinetts gegen solche scharfe Maßnahmen ausgesprochen hatten. Die erhoffte Zusammenfassung der verschiedenen Rechtsgruppen zu einer neuen Regierungspartei mißlang, so daß Hayashi völlig allem stand und zum Rücktritt gezwungen war.
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Die nächsten innenpolitischen Entwicklungen werden in Europa mit äußerster Vorsicht beurteilt werden müssen. Zwar haben noch die Parteiapparate nach außen hin einen Erfolg errungen, aber ihre Position im Lande ist doch durch wichtige Umgruppierungen geschwächt. Von den Schöpfern der japanischen Verfassung war gehofft worden, daß die Parteien als alljapanische Einrichtungen helfen
würden, den bisherigen feudalen Sippenpartikula- rismus zu überwinden, ganz ähnlich wie Bismarck in dem Reichstag ursprünglich ein Gegengewicht gegen partikularistische Bestrebungen sah. Inzwischen fft die japanische Volkswirtschaft das Band geworden, das das vielgestaltete östliche Jnselreich zu einer politisch-wirtschaftlichen Einheit gemacht hat. Die Wirtschaft hat sich zunächst der Parteien bemächtigt, um unter dem Decknamen „politische Ideologie" ihre Geschäfte zu besorgen. Nicht „konservativ" und „liberal" waren die wirklichen unterscheidenden Merkmale: Es standen sich vielmehr gegenüber die Finanzinteressen der Mitsui- und Mitsubishi-Konzerne. Inzwischen ist auch in Japan die Verbindung zwischen Wirtschaft und Landesverteidigung zwangsläufig enger geworden. Was heute eigentlich zur Erörterung steht, ist die Verteilung des Einflusses. Wenn die Wirtschaft sich von den Parteien zurückzieht, sind die Parteien geliefert; gewinnt aus der anderen Seite die vom Heere ausgehende Volksbewegung, die sich in der „sozialen Massenpartei" bereits eine Form gegeben hat, noch größeren Einfluß als bei den letzten Wahlen, so droht den alten Parteiapparaten auch von dieser Seite her eine Gefahr. Die entscheidende Persönlichkeit Japans ist der Kaiser. Wesentlich ist, daß die japanische Verfassung ebenso wie die preußische Vorkriegsoer- sassung nur eine Verantwortung des Ministeriums gegenüber dem Herrscher, nicht aber dem Parlamente kennt. Wenn von 1918 bis 1930 „parlamentarisch" regiert wurde, so war das ein tatsächlicher Zustand ohne rechtliche Fundierung. Ebenso wichtig ist, daß das japanische Wahlrecht kein Teil der Verfassung ist, sondern mit einfacher Mehrheit abgeändert werden kann.
die Aussage mit der eigenartigen Behauptung, der jugendliche Zeuge habe ihn nicht als die in Frage kommende Behörde aufgesucht, sondern als „Seelsorger". An eine Beeinflussung des Zeugen habe er (Engels) nicht gedacht.
Der Bürgermeister von Overath schildert die allgemeine Entrüstung der Bevölkerung über die Treibereien gegen die Familie und Hauptzeugen, die nur als Einschüchterungsoersuche anzusehen seien. Der Staatsanwalt hob hervor, es fei wiederum klar zutage getreten, daß gewisse kirchliche Stellen das Bestreben gezeigt hätten, den S a ch - verhalt zu verdunkeln und die Täter der gerechten Strafe zu entziehen. Von welchem Geist gewisse Kreise besessen seien, gehe aus der ungeheuerlichen Tatsache hervor, daß an einer Fronleichnamsprozession in der Umgebung Kölns verurteilte und der Verurteilung harrende Alexianerbrüder ohne Widerspruch hätten t e i l n e h m e n können.
Der Angeklagte wurde zu 2% Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht habe, so führte der Vorsitzende in der Begründung aus, die Zubilligung mildernder Umstände versagen müssen, weil die Eigenschaft des Angeklagten als Priester erschwerend in Frage komme und ein Teil der lieber* griffe in der Kirche vor sich gegangen sei.
Internationale Bibelforscher als verkappte Gtaatsfeinde.
Berlin, 29. Mai. (DNB.) In einer Reihe von Strafverfahren hat sich das Berliner Sondergericht mit den staatsfeindlichen Umtrieben der Internationalen Bibelforscher-Vereinigung zu befassen. 42 ehemalige Mitglieder dieser seit dem 24. Juni 1933 verbotenen Organisation aus verschiedenen Berliner Stadtteilen wurden am Samstag zu Gefängnis von eineinhalb Jahren bis vier Monaten verurteilt. In der Urteilsbegründung betonte der Vorsitzende, daß die Angeklagten nicht etwa wegen ihrer religiösen Anschauungen bestraft wurden, sondern weil sie einer Organisation angehört haben, die den umstürzlerischen Plänen des Kommunismus nahe steht und ihre dunklen politischen Ziele hinter dem Deckmantel religiöser Betätigung zu tarnen sucht. Die Internationalen Bibelforscher lehnen die Volksgemeinschaft ab. Während sie zu ihrem persönlichen Schutz alle Machtmittel des Staates in Anspruch nehmen, suchen sie dessen Grundfeste zu unterhöhlen; sie verweigern den Wehrdienst, sie lehnen das Wahlrecht und d e n E i d a b , wie überhaupt jede staatliche Obrigkeit, sv daß die folgerichtige Durchführung ihrer Anschauungen zur Auflösung aller staatlichen Einrichtungen und zum völligen Anarchismus führen müßte. Die Strafe gegen diese Staatsfeinde muß, sv erklärte der Vorsitzende, fühlbar ausfallen, um zugleich auch gedankenlose Mitläufer zu warnen und von jeder weiteren Mitarbeit abzuschrecken.
Erhöhter Anleihebetrag voll gezeichnet.
Berlin, 31. Mai. (DNB.) Wie bereits bekanntgegeben wurde, hatte die am 13. Mai eröffnete Zeichnung auf die 4)4prozentigen auslösbaren Schatzanweisungen des Deutschen Reiches von 1937, zweite Folge, einen so guten Verlauf genommen, daß sich das Konsortium am 9. Zeichnungstage entschlossen hatte, den ursprünglich zur Zeichnung aufgelegten Betrag von 500 Millionen RM. zur Befriedigung der Nachfrage auf 7 0 0 Millionen R M. zu erhöhen. Nach dem am 29. d. M. erfolgten Schluß der Zeichnung hat sich ergeben, daß auch dieser erhöhte Betrag voll gezeichnet worden ist. Die gezeichneten Beträge können in voller Höhe zugeteilt werden.
Meine politische Rachrichten.
Der Führer und Reichskanzler hat befördert: zu Admiralen die Vizeadmirale Saalwächter, Inspekteur des Bildungswesens der Marine, und Carls, Flottenchef; zu Kapitänen zur See die Fregattenkapitäne Wever, Chef des Stabes der Inspektion des Bildungswesens der Marine, und K i e s e r i tz k y , Abteilungschef im Reichskriegsministerium.
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hat den Reichsärzteführer Hauptdienstleiter Dr. Gerhard Wagner zum ehrenamtlichen Richter im D b e r ft e n Ehren- und Disziplinarhof der DAF. ernannt.
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Die Königin der Niederlande hat den nach den Wahlen zurückgetretenen bisherigen Ministerpräsidenten Dr. C o l i j n mit der Neubildung der Regierung betraut.
Wie die „TASS" meldet, hat der stellvertretende Verteidigungskommissar und Leiter des politischen Erziehungsbüros der roten Armee, (Barman iE, Selbstmord begangen, da er fürchtete, als „Trotzki st" entlarvt zu werden. Garmanik, die rechte Hand Woroschilows war bis vor kurzer Zeit noch Mitglied des Zentralkomitees der kommunistischen Partei.
Oer Untersuchungsausschuß vernimmt die Verletzten des »Hindenburgs.
Nach Abschluß der Beweisaufnahme m Lakehursi vernahm der Untersuchungsausschuß die in den Neuyorker Krankenhäusern liegenden Verletzten. Nach Aussagen des Ersten Offiziers S a m m t, der sich in der Kontrvllgondel befand, wollte die Schiffsleitung zuerst Wasserballast ad- lassen, um die Gleichgewichtslage des „Hindenburg", dessen Vorderschiff sich aufgerichtet hatte, wiederherzustellen. Hierauf wurde jedoch verzichtet, weil es bei größerer Belastung schneller möglich war, den Boden zu erreichen. (Nach Ansicht Commander Rosendahls hat dieser geistesgegen
wärtige Entschluß viele Menschenleben gerettet.) Sammt lehnte die Theorie Dr. Eckeners, eine gebrochene Strebe könne die Gaszellen durchschlagen und das Unglück verursacht haben, ab, und erklärte, die Drähte hätten schon viel stärkere Spannungen als bei dieser Landung ausgehalten. Er bezweifelte ferner, daß die Ursache in entwichenen Wasserstoffgasen liege. Fünf Minuten vor dem Unglück sei zum letztenmal Gas abgelassen worden. Sammt lehnte schließlich noch die Blitztheorie ab, vermochte aber auch keine mutmaßlichen Gründe für die Katastrophe anzugeben. — Botschafter Dieckhoff besuchte in Neuyork sämtliche Verletzten.
Aus aller Welt.
Blutige Gtreitunruhen in Ehikogo.
Zu blutigen Straßenkämpfen kam es im Süden Chikagos vor dem Stahlwerk der Republic Steel Co., das trotz wiederholter Versuche der Lewis-Gewerkschaft, dort einen Streik anzuzetteln, den Betrieb nicht stillgelegt hatte. Die Gewerkschaft hatte etwa 1000 Streikende, darunter auch Frauen, so aufgehetzt, daß sie schließlich gegen das Stahlwerk marschierten, um es zu stürmen. Die Streikenden waren mit Eisenstangen, Stahlbolzen und anderen Werkzeugen bewaffnet worden. Am Haupteingang zum Werk stießen die Streikenden auf Polizei; diese warf zuerst Tränengasbomben, auf die aus der Menge mit Steinen und anderen Wurfgeschossen geantwortet wurde. Auch fielen aus den Reihen der Streikenden Schüsse. Jetzt griff die Polizei ihrerseits zur Schußwaffe. Die Menge wogte zurück, griff aber kurz darauf erneut an; bei den blutigen Auseinandersetzungen wurden mindestens drei Streikende getötet, 17 Polizisten verwundet und ungefähr 50 Streikende zum Teil schwer verletzt. Erst Polizeioerstärkungen konnten dem Handgemenge ein Ende machen.
Das Frühlingsfest der Rheln-Mainifchen Presse.
Das glänzend verlaufene große Frühlings- f e ft der Rhein-Mainischen Presse, gemeinsam veranstaltet von den Zeitungsverlegern und den Schriftleitern des Gaues, war in jeder Beziehung ein großer Erfolg. Das Wiesbadener Kurhaus war erlesen ausgestattet und die Säle in ein Blumenmeer verwandelt. So war man gerüstet, die ungezählten frohen Gäste zu empfangen, an der
Spitze den Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger, die Vertreter der Behörden, der Wehrmacht, viele prominente Ehrengäste, Künstler und Pressemänner. Es war ein beschwingter Abend mit reichen künstlerischen Genüssen. Viel bestaunt wurde die Tombola, deren Hauptgewinn ein Auto war; aber auch zahlreiche andere Gewinne der Tombola erregten Freude und Bewunderung. Als Festgabe erhielten die Teilnehmer einen geschmackvoll ausgestalteten Almanach. Viele belustigten sich an den Schießständen ober an den Sekt- und Likörständen und freuten sich des Lebens bis zum Sonntagmorgen.
laufe des italienischen Thronerben!
Die Taufe des italienischen Thronerben ist in der Schloßkapelle des Quirinais vollzogen worden. Bei der feierlichen Handlung waren das italienische Herrscherpaar, das Kronprinzenpaar, die Mitglieder des Hauses Savoyen, Vertreter des belgischen Königshauses und ausländische Fürstenhäuser, die Mitglieder der italienischen Regierung, das diplomatische Korps, darunter auch der deutsche Botschafter von Hassell, und zahlreiche Ehren- gäste zugegen. Die Paten des Täuflings, des Prinzen von Neapel, der die Namen Viktor (Emanuel erhält, waren der König und Kaiser, in Vertretung der Königinmutter von Belgien die Herzogin von Vendoce. Kinderchöre brachten die Anteilnahme des gesamten italienischen Volkes an diesem freudigen Ereignis seines Herrscherhauses zum Ausdruck. Am Abend fand im Quirinal ein großer Empfang statt, an dem über 3500 Gäste teil- nahmen.
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Der Führer und Reichskanzler hat Ihren Königlichen Hoheiten dem Kronprinzen und der Kronprinzessin von Italien zur Taufe des Thronfolgers drahtlich feine Glückwünsche übermittelt.
Major Seidemann
Sieger des Luftrennens London—Insel Man.
Sieger des LuftrennensLondon — Insel Man wurde der deutsche Flieger Major Seide- m a n n. Das Ergebnis konnte erst jetzt bekanntgegeben werden, da infolge des dichten Nebels, der die Insel Man einhüllte, zunächst nicht einwandfrei festgestellt werden konnte, wer das Ziel zuerst erreicht hatte. Der zweite und dritte Preis wurden unter die fünf übrigen Teilnehmer, die die Ziellinie überflogen hatten, verteilt.
Sechs deutsche Segelflieger überqueren die Alpen.
Der deutsche Mannschaftsführer Offel meldete dem Korpssührer des NSFK., Generalmajor Christiansen, daß am Sonntag den vom NSFK. über den Aeroklub von Deutschland zum Internationalen Segelfliegertreffen aus Anlaß der Jstis-Tagung in Salzburg gemeldeten Segelfliegern D i 11 m a r, Kar ch, Ruth ardt. Klein, Kraft und Fräulein Flugkapitän Reitsch die Alpenüberquerung Salzburg — Italien gelungen ist. Die Landungen erfolgten bei Pieve di Gabore, Farac, Alpago unb Usopo bei Ubine. Die birette Luftlinie Salzburg—Ubine beträgt ungefähr 200 Kilometer.
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Von den gestarteten Fliegern gelangte ber Aachener Stubent Felix Kraft auf bem Segelflugzeug „Rheinlanb" bis nach Ubine in ber oberitalienischen Tiefebene unb überquerte damit erstmalig bie Alpen oollftänbig. Ein bemerkenswerter Flug "gelang ferner bem Münchener Stubenten Lubivig K a r ch , ber mit seinem Begleiter Klein in bem'boppelsitzi- gen Segelflugzeug „Milan" bei Belluno an ber Pieve in ben Ausläufern ber Alpen lanbete. Bis Pieve bi Cabvre in ben Dftbolomiten gelangten bie kürzlich zum Flugkapitän ernannte Segelfliegerin Hanna Reitsch, ber Stubent Rutharbt aus Stuttgart unb Diplomingenieur Ziegler aus München. Die beutschen Segelflieger würben in Italien von Behörben und Bevölkerung aufs herzlichste ausgenommen.


