Ur. 258 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesien) Donnerstag. 50. Oktober VHI
Schwester möchte ich werden!"
^Fortsetzung.
Der folgende Frontbericht schildert ein Erlebnis eines Regiments, das in Gießen beheimatet ist.
Die glühendheiße Sommerfonge Rußlands brennt unbarmherzig auf Mensch und Tier unserer mar* schierenden Artillerie-Abteilung herab. Müde, doch voll stolzer Si^gesfreude ziehen wir dahin, einge> hüllt von dichten, undurchdringlichen Staubwolken.
Noch gestern hatte die Abteilung, nur von schwa- chen Jn^anteriekräften unterstützet, einen bolschewisti* schen Durchbruchsversuch mit letzter Anstrengung vereitelt. Und jetzt geht es neuem Kampf entgegen.
Wir folgen dem geschlagenen und zurückweichen, den Feind auf dem Fuß. Nur dem Gegner keine Zeit lassen, sich festzusetzen. Am Wegrand qualmen noch zerschossene Kraftwagen der Sowjets. Da und dort steigen grelle Stichflammen in der Dunkelheit empor. In einem Dorf, das soeben erst von den Roten geräumt ist, brennt lichterloh ein Panzerwa. gen. Seine Munition fliegt laut prasselnd ausein* ander und vollendet das Dernichtungswerk unserer
Kämpfen, arbeiten, siegen!
Unter dieser Parole finden heute im Kreise W e t t e r a u folgende Versammlungen der NSDAP, statt:
Donnerstag, 30. Oktober, 20 Uhrr Annerod, Garbenteich, Ober-Bessingen, Rödgen, Ruppertsburg, Staufenberg, Trais-Horloff, Trais- Münzenberg.
Deutsche Volksgenossen und deutsche Frauen!
3n diesen Kundgebungen hört Ihr, was unsere Feinde mit dem deutschen Volke vorhaben, welches grauenvolle Schicksal uns und unseren Kindern zu- gedacht ist. Darum kommt alle und stärkt Eure Kräfte und den willen ,um Sieg, denn nur unser Sieg kann unsere Zukunst sein. Daher die Parole: Kämpfen — arbeiten — siegen!
Verdunkelungszeit
30. Oktober von 17.55 bis 8.12 Uhr.
Geschütze. Wie ein Mahnmal hebt sich die Feuer* säule vom Abendhimmel ab.
...da ...dal Halt! Weiter können wir mit unseren Geschützen nicht vor. Irgendwo scheint der verbissen kämpfende Rotarmist Fuß gefaßt zu haben. Sprenggranaten aus feindlichen Pak-Geschützen pfeifen durch die Dunkelheit und detonieren irgend- wo in der Nähe, ohste daß sich jemand sonderlich darum kümmert.
Aber jetzt heißt's aufgepoßt. Au spaßen ist mit diesem Gegner nicht. Lautlos und ohne Licht geht die Abteilung in Feuerstellung. Im Nu sind die Geschütze eingerichtet, die Munition ausgeladen. Alles ist feuerbereit. Jeder Nero angespannt. Werden die Sowjets während der Nacht angreifen?
Noch rührt sich nichts! Schnell sind die Wachen eingeteilt. Jederzeit einsatzbereit schlafen wir an unseren Geschützen. Spätestens beim Morgengrauen beginnt der Kampf von neuem.
Bei der Infanterie steigen fortwährend Leuchtkugeln in die Nacht. Rot, weiß, grün, violett; ein
Nun kann aber nicht jede Frau im höchsten Sinn des Wortes Mutter sein. Darum hat es eben immer Frauen gegeben, die ihre Liebe und den Drang zu höchster Pflichterfüllung über den Kreis der Fam'lie ausdehnten auf das ganze Volk, um als Schwester in einem erweiterten Sinne des Wortes dem leben* digen Leben zu dienen. „Neben der Aufgabe als Mutter hat die Frau keine schönere und weiblichere Betätigung als im Beruf der Schwester" hat Ober* befehlsleiter Hilgenfeldt einmal gesagt und damit zum Ausdruck gebracht, ro;e beglückend und befriedigend es für jedes deutsche Mädel ist, das blaue oder braune Ehrenkleid der nationalsozialistisch aus- gerichteten Schwester zu tragen.
Die Aufgaben der beiden Schwesternschaften in der NSV. — der NS.-Schwesternschaft und des Reichsbundes der Freien Schwestern und Pflegerinnen — sind mannigfacher Natur. Theoretisch läßt sich zwar eine Trennungslinie zwischen den „braunen" und den „blauen" Schwestern ziehen: die
gerade Bahn. Mit Karins Hilfe hatten sich die halb- entschwundenen Erinnerungen mit deutlichen Vorstellungen gefüllt, trennten sich wieder die unheimlichen Bilder, die bisher in einem wilden Durcheinander seine Nerven hochgepeitscht hatten.
Karin hatte-alles Geld auf den Tisch gelegt und sich dann nur ein paar Lire zurückbehalten, als sie die Scheine in der Brieftasche unterbrachte. Irgend- wie hätte sie die Sprache darauf bringen müssen, daß Bröger die Telegramme ausgeleqt hatte, und daß sie ihm die hundert Lire zurückgeben mußte.
Aber sie schwieg. Vielleicht fing Günther von selbst haoon an. Eine Sekunde lang war sie zögernd im Zweifel. Dann hatte sie das Gefühl, daß es zu spät war. Oder sie hätte sagen können, daß der Wirt Luccate ihr die Summe geliehen hätte. Wie lächerlich das alles war! Schließlich hatte sie es ja nur vergessen, daß sie Thomas das Geld noch nicht zurückgegeben hatte. Günther hätte doch nicht dos geringste bemerkt, wenn sie mit hundert Lire we- Niger gekommen wäre.
Um die etwas peinliche Situation zu überbrük- ken, begann sie von dem Besuch des italienischen Flughafenkommissars zu berichten, der sie einem Verhör unterworfen hatte. Sie hatte sogar den Text mitgebracht, der zuerst in Deutsch festgelegt und dann ins Italienische übersetzt worden war.
„Lies ihn mir doch einmal vor ... Aber ... sag mal, wer konnte denn so gut deutsch und italienisch?" begann Günther.
Herr Bontempelli! Es waren ja drei Herren. Aus Syrakus waren sie. Sehr freundlich und nett, zuvorkommend und interessiert!" antwortete sie mit einer leichten Nervosität. Ohne eine Pause entstehen zu lassen, begann sie vorzulesen.
Sehr ordentlich!" meinte Günther. Nur schade, daß die gebrochene Oelrohrleitung nicht mehr unter- sucht werden konnte. Und davon, daß er vor Mu- digkeit nicht mehr reagieren konnte, war mcht die Rede.
Karin Grunelius
Roman von Guiüo R. Brand
(Nachdruck verboten.) 7.
pieri bist... laß mich doch ausreden... ich verstehe auch nicht, daß es in Spaccoforno keine Möglichkeit geben sollte, unterzukomnzen. Ist übrigens der deutsche Maler noch da?"
Irgendwie schien durch diese Frage der Widerstand in ihr gebrochen zu sein. „Natürlich ist er noch da. Aber er interessiert mich nicht. Er malt irgendwo am Strand herum, während ich bei Luc- rate sitze und lese oder mich mit einem Plan beschäftige..."
„Mit einem Plan?" unterbrach sie Günther neugierig. „Um Gottes willen... woran denkst du denn?" Es klang keineswegs ängstlich. Es lag vielmehr ein wenig Spott darin. So, als sollte Karin nichts anderes tun, als wunschlos in den Tag hineinzuleben, bis sie zusammen nach Deutschland reisen konnten.
„Wie das gekommen ist, weiß ich nicht. Nur daß es mich so übermächtig, wie ein Sturm, überfallen hat, daß ich kein Auge mehr zumache. Ich will weg von hier! Nach Deutschland! In eine Stellung. Das ist doch olles tödlich langweilig hier. Du mußt doch wer weiß wie lange im Krankenhaus bleiben. Nichts kann ich dir helfen. Gar nichts. Aber unterdessen vergebt sinnlos die Zeit. Ich halte das nicht aus. In München oder Berlin ist vielleicht in einer chemischen Fabrik Platz für mich. Ich will mein Studium ausnützen..."
Dor Schreck über das erstaunte Gesicht Günthers konnte sie nach dieser ziemlich hastig und unsicher herausgebrachten Eröffnung kaum weitersprechen. Sie hatte es sich leichter vorgestellt, ihn davon zu überzeugen, daß es ein unerhörter und guter Entschluß von ihr wäre, sich irgendwie zu betätigen. Wenn sie aber jetzt Günther ansah, schien er voller Widerstand und Ablehnung zu sein. Ein abenteuer- licher Gedanke macht sie plötzlich mutig. Wenn er mich nicht nach Deutschland läßt... benn werde ich ohne seine Erlaubnis reisen... ich werde ganz einfach durchbrennen!
(Fortsetzung folgt.)
Achtung jedes kleinen Winkes ankommt.
F
Untere Artillerie zwang die Sowjets nieder
Ourchbruchsversuch des Feindes gescheitert.
kenpflege finden. In der Praxis läßt sich heute kaum noch diese Trennung aufrechterhalten, denn auch die NS.-Schwester ist in Krankenhäusern tätig, und ebenso wird die Reichsbundschwester in der Gemeindepflege eingesetzt. Es braucht dabei auch nur an die zahlreichen Säuglingsschwestern des Reichsbundes erinnert zu werden, die dgs lebenswichtige Gebiet der „vorbeugenden Familienhilfe" übernommen haben.
Schwesternarbeit im Großdeutschen Reich bedeutet Helferin, Ratgeberin, Trösterin zu sein, das bedeutet, Aufbauarbeit im Sinne des Führers zu leisten. Die reiche Fülle der zu lösenden Aufgaben bedarf aber des Einsatzes einer großen Anzahl von Kräften auf viele Jahre hinaus.
Einst war der Beruf der Schwester durch die Abwendung vom Leben, durch das „Mit leiden" gekennzeichnet. Heute werden kämpferische, aktive, mitten im Leben stehende Schwestern verlangt, denen alle Lebensalter und alle sozialen Schichten unseres Volkes anvertraut werden, denen sie Lebenshärte und Lebensbejahung vermitten sollen.
„Schwester möchte ich werden!" Dieser Wunsch möge daher in vielen jungen Herzen entbrennen, die heute vor der Berufswahl stehen, und dem Wunsch möae die Tat folgen, sich bei der NS.-Schwesternschaft oder beim Reichsbund der Freien Schweft"rn und Pflegerinnen zu melden. Dadurch erwirbt sich das deutsche Mädel den wertvollsten Titel, den sicy eine Frau neben dem der Mutter erringen kann.
Nähere Auskünfte über Ausbildung, Arbeitseinsatz, Besoldung und Altersversorgung in den beiden Schwesternschaften erteilt die NSV.-Ganamtsleitung, Darmstadt, Steubenplatz 17.
Ihre Stimme hatte ein wenig gezittert, als sie ihm die Begründung des Unfalls vorlas. Es war wortgetreu das Diktat Brögers. Sie legte den Bogen Papier auf den Tisch und ging unruhig ein paarmal auf und ab. Mehr als sonst spürte sie, daß Günther ohne das geringste Feingefühl ihr gegenüberstand. An ihrer Nervosität hätte er merken müssen, daß sie noch etwas Schweres auf dem Herzen hatte. Sie hatte sich einen großen Plan ausgedacht, den sie ihm unterbreiten wollte, aber mit keiner Frage kam er ihr entgegen. Immer wieder, wenn sie einen Anlauf nahm, stieß sie ins Leere.
Ein Buch, das sie von Thomas geliehen und Günther zum Lesen mitgebracht hatte, lag aufreizend, mit einem schreiend gelben Umschlag neben der Blumenvase.
„Ist es interessant?" fragte sie und drehte den Band auf die andere Seite.
„Ich denke, du hast es gelesen?" wunderte sieh Günther. „Du hast es mir doch selbst empfohlen?^
,Hch? Ach so! Das ist doch der lächerliche Roman von dem Mädchen Teresita, die verlogene Geschichte einer Eisenbahnbekanntschaft! Alles nur halb gelebt und das Erfundene noch schlecht!"
Günther schüttelte lachend den Kopf. „Warum ereiferst du dich eigentlich so? Schließlich könnte es doch Möglichkeiten des Lebens geben, die du nicht kennst... noch nicht. Ich finde es zum Beispiel gar nicht so schlecht, sondern möchte fast annehmett, daß dich etwas ganz anderes in Wut gebracht hat. Nein, das Wort ist zu hart... du bist einfach nervös, wie?" '
Erschrocken starrte ihn Karin an. Hatte sie sich so gehen lassen? „Entschuldige, Günther. Vielleicht bin ich tatsächlich durch all die Erlebnisse etwas mitgenommen. Sei mir nicht böse."
„Na, der Roman ist es ganz sicher nicht wert, daß wir uns darüber aufregen. Ich nehme an, es ist etwas anderes..." Er suchte offenbar einen Weg, um es ihr leicht zu machen. „Ich finde es ja auch immer nach nicht gut, daß du so allein in Sam-
schaurig schönes Feuerwerk. Hier und da bellt ein MG. kurze Feuerstöße gegen den Feind. Sonst ist Ruhe. -
Im Morgengrauen kommt Munition. Sofort sind wir auf den Beinen. Schnell ist die Munition an die Geschütze verteilt. Der letzte MuU-Wagen verläßt soeben die Feuerstellung
„Sperrfeuer!" Der Feind greift an. Wir stürzen an die Geschütze. Kaum ist das Kommando verklun. gen, als auch schon die ersten Granaten die Rohre verlassen. Jiefe stählernen Morgengrüße werden den Sowjets nicht behagen.
Der Tag fängt-gut an! Das Bellen der Geschütze hat ein Konzert aller Waffen wachgerufen. Wir müssen einen Feuerüberfall nach dem anderen schießen. Trotzdem! Der Feind weicht nicht. Immer und immer wieder greift er an. Mit aller Gewalt will er einen Durchbruch erzwingen.
Rrtsch — bum! ... Rrtsch — bum! Wir wissen Bescheid! Die Roten setzen sogar ihre Kanonenpanzer ein. Jetzt wird's gemütlich! —
Immer mehr dreht sich unser Feuer nach Westen und immer kürzer werden die Schußentfernungen. Plötzlich ist die Verbindung zur Infanterie abgeris. ' fern Der Feind hat sich dazwischen geschoben. Wir sind auf uns allein angewiesen. Der Angriff muß zum Stehen gebracht werden. Noch immer wird die Schußentfernung geringer. Wir müssen eine kleinere Ladung nehmen. Von der B-Stelle kommt ein letztes Sverrseuerkommando. Dann ist Schluß! Die Bolschewisten sind in unsere B-Stellen eingedrungen. Aber jetzt arbeiten wir Kanoniere. Weiter darf der Feind auf keinen Fall kommen. Granate auf (Granate verläßt die Rohre. Uns steht der Schweiß auf der Stirn. Doch es muß geschafft werden. Noch belfern die Geschütze. Ein wahrer Feuerhagel saust qe- gen den Feind. Nicht mehr lange, bann ist die Mu- nition verschossen.
Auf einem Haus, in der Nähe der Feuerstellung, ist eine behelfsmäßige B-Stelle eingerichtet. Unser Abwehrfever liegt ausgezeichnet. Da kommt niemand hindurch. Immer wieder versucht es der Geg.
$ Sarin wußte eigentlich selbst nicht, wie es ge- jfcrnen war, daß sie in diesen Tagen etwas vor Prther verheimlichte. Sie war in der kleinen Myselstube am Marktplatz gewesen und hatte die Äar Pfunde, die Günther zum Glück in feiner ■uwefte trug, gegen Lire eingetauscht und tarn M^estrahlend mit einem ganzen Haufen von Schei- BSn in das Krankenhaus. Vorher aber hatte sie sich W Riccione, dem einzigen Kaufhaus in Spacco- 6, ein graues Reisekostüm, einen Hut und eine tafche gekauft. Sie suchte sich noch Unterwäsche 'M) einen Pyjama aus und sand alles herrlich Mh. Die Verständigung war katastrophal, aber Mißlich brauchte sie ja nur mit dem Finger auf W- <5U deuten, was sie haben wollte. Als sie aus schmalen Kabinett hinaustrat, wurde sie mit k 'i überschwenglichen Beifall empfangen. Ein j nötiges Mädchen hielt ihr die unansehnliche jWl der Kombination hin, lachte unbändig und 4 chüttete sie mit einem singenden Wortschwall, üWdbem sie nicht das geringste verstand.
I kne andere Verkäuferin drehte sie vor dem £ hin und her, zupfte hier an einer Falte,
pH te dort an einer kleinen Rüsche, zog den Hut ein wenig schräger, so daß Karin sich nach imien Minuten wie eine bewunderte Diva vor- !ci
L”pie du das nur alles fertigbringft!" lobte Gün- JTf»e. „So allein und ohne Sprachken^itnisse. Das jl ^facf) fabelhaft." Es ging ihm schon bedeutend ^enn er aud) noch ruhig liegen mußte, Iff^rzten ihn die gebrochenen Rippen weniger, und der Stirn liefen die Gedanken wieder ihre
Ein Grofchcn kommt jum anderen! -
Man kann selbst beim Iähnepuhen sparen, do man eine so gute Zahnpasta wie die Nivea für 40 Pfg. I bie grobeTube bekommt A
^U,6U<h; 9"P.n
Aus der Stadt Gießen.
Alei-erpflege und Punktgewinn.
; Eine aus besonderem Anlaß vor kurzem gestellte Jir/jfrage über Kleiderp'lege hat ergeben, daß es stimmte Grundregeln gibt, die besonders wichtig ü-d und die von den meisten beachtet werden
Ijinen.
Die erste Bedingung aller Kleiderpsteae ist Aonung! Müssen wir z. B. unbedingt die Akten- nippe täglich unter den linken oder auch rechten Im klemmen? Sie hat meist einen sehr bequemen Jiff, und wenn wir sie daran halten, werden wir Üi hen folgenden Monaten ,feststellen, daß der Dntel kaum abgewetzt ist, weder unter dem Arm, uch an der Innenseite des Aermels.
Bedeutet es eine Mühe, für den Mantel oder die Acke beim Nachhausekommen einen Bügel zu neh- itii, anstatt sie achtlos mit halb umgeftülpten irmeln an einen Haken zu hängen?
Die oft ist der Ueberzieher feucht vom Regen; e ist wirklich nicht verwunderlich, daß er bald (Kilos weggehängt, unansehnlich und verknittert (tssieht. Nasse Ueberkleider und Hüte werden mit trem Tuch ober Lappen vorsichtig abgetrocknet, n )t gerieben.
I $s ist ratsam, beim Nachhausekommen mcht nur M- Jacke des Kostüms abzulegen, sondern auch den J6i(f. Er ist sonst schneller abgetragen als die Jacke, üfc Hause sollte man überhaupt ältere Sachen auf* lllEgcn. Wenn keine Zeit zum Umziehen bleibt, 'jfcrb man Arbeiten, vor allem in der Küche, mit I Lyiirze verrichten.
I Abgelegte Kleidungsstücke sollten niemals gleich ;t-jr den Schrank gehängt werden. Erst müssen sie F offenen Fenster oder auf dem Balkon aus* ;$ren, nachher werden sie durchgesehen, wenn not* ilÄxibig gebürstet und entflecht und dann erst weg- i Längt. ।
»«Zerknitterte Kleidungsstücke glätten > sich, wenn sie erst in feuchter Luft, am besten über Nacht IÄ offenen Fenster, aushängen läßt. Bügeln ist j'gr.n in den meisten Fällen unnötig. Zu häufiges . «igeln ist vor allem den Wollstoffen nicht zuträg- ij®. Auch Bügelfalten an Herrenhosen brauchen M»t so oft nachgeplättet zu werden, wenn die Hose :'jtnbs in den Spanner kommt und richtig ausge- tt'flt wird.
. Äichtig ist, daß auch bie Kinber frühzeitig zur Eonung und Pflege ihrer Kleibung angehalten Irden. Es versteht sich von selbst, baß ber Junge guten Schulanzug, bevor er zum Spiel ins Iförie geht, mit ältesten Kleidungsstücken vertauscht, 6t daß das Mädchen eine Schürze umbindet, wenn le ber Mutter beim Kochen ober Geschirrabtrock- he hilft.
•I '3enn man bebenft, baß noch immer jährlich Ücnilien’ im Werte von 50 Millionen RM. durch i&ittenfrafj und von über 100 Millionen RM. |6iri) unsachgemäße Wäschebehandlung vernichtet ipkden, so wird daraus klar, wie sehr es qus die
Für das Wirken und Schaffen einer Frau gibt es I ersteren sollen in erster Linie ihr Tätigkeitsfeld in m unserem deutschen Sprachgut keine schönere Be- der ©emeinbearbeit finben, währenb bie Reichszeichnung als bie beiben kleinen Worte: „Mutter" | bunbfchweftern in ber Hauptsache in Krankenhäu- unb „Schwester". Sie beibe umfassen jenen kost- fern unb Kliniken tätig sind unb daneben auch ihren baren Schatz mütterlicher unb schwesterlicher Liebe j Einsatz als freie Schwester in ber privaten Kran- unb Opferbereitschaft, ben icber von uns kennen ....... ~ ”
unt schätzen gelernt hat, ben unsere Dichter be- geistert besungen unb unsere Meister in ihren erhabensten Kunstwerken verewigt haben.
Neben ber Mutter, bie in selbstlosem Dienen unb entsagungsvollem Aufopfern sich in ihrer Familie immer roieber aus starkem Herzen heraus oer- schwenbet, steht bie Schwester, bie bie jüngeren Geschwister schützt unb behütet unb ihre täglichen kleinen Freuden unb Le ben bes Daseins teilt. Die Worte Mutter unb Schwester. — in ihrem tiefsten Wesen lebensverwanbt — umfassen all bie Sorgen unb Opfer, wie sie eben nur eine Frau zu schenken vermag unb in benen ebelstes.Frauentum enthalten ist.
b.
BrOhl.
Obungji "4hlun(
Gitieo ’diuhtr.i
, bem r brun gäbe 'Itteftr.-i berystr.- estalozch loten.
g.Belohn la.b.Put
mti- Dx Oslker 'Backpulver., 'ßaddn
Sin Spar-Jeig, derSreude machH
Jzartoffetteig für Jzleistgebäck; 3oog®d5«m4n wt« or. ml« .B-ukin-. 75 r 3^«.
3 Xropfen Dr. Detfer Barf-Stroma BlttmncnM. 1 Ctodfc 1 Eßlöffel wafler, 50 g Margarine ober Schweineschmalz 250 f gekochte Rarloffeln (oom Tage vorher).
Mehl unb .Barfln“ werben gemischt anb ans ein Barfbrtti (Tischplatte) gesiebt. Jo bie Mitte wirb eint Vertiefung dngebrflrft, Zucker, vack- Stroma. Dweisi unb ZBafler werben hineingegeben tmb mit einem Teil bes Mehl, jn einem Mrfen Brei Derart diel Darauf gibt man bie In Stücke geschnittene, kalte Margarine ober bas Schmalz und Me burchgepretzteu») Kartoffeln, bebeckt sie mit Mehl, drückt alles zu einem -laß zusammen und netto et et oon ber Mitte aus alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig. Sollte er kleben, gibt man noch etwas Mehl hinzu. •) Der Teig wirb glatter unb feiner, wenn man bie Kartoffeln zweimal durch ein Sieb streicht ober burchpreht. nwhwdrfex/ Die Rezepte für .Slpfel im Schlafrock*, .«artoffelhürnchen* unb..Apfeltaschen*. Me aus diesem Teig hergeslellt werden, finden Sie in meinem neuen Prospekt .Zeitgemühe Rezepte', ben Sie bei jhrem Kaufmann, ober wenn nicht vorrätig, auf Wunsch kostenlos oon mir erholten. Dr. August Oelfer, Blelefelb
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