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den Feldbetten gewiesen. Auf der Erde liegen noch unsere Geräte und Ausrüstungsstücke aufgehäuft.
Ich glaube, daß ich jetzt nur noch allein wach bin, der Maler hat sich auch hingelegt. Ich wußte nicht einmal,, daß er mit in unseren Saal gekommen war. Das Lazarett war nach hinten verlegt, in großen Lastwagen und Krankenwagen hatte man uns, die Aerzte, das Personal und die Pfleger, die Betten und alles abtransportiert. Wir tasteten uns im (Schein der Taschenlampen und' Streichhölzer zu unseren Betten und sanken müde, da die durch das Krankenlager ungewohnte Arbeit uns angestrengt hatte, auf die Strohsäcke. Von der Straße her kam der nie verstummende Lärm der Lastzüge, im Saal erloschen langsam die Lichtpünktchen der Zigaretten.
Dann muß ich wohl selber eingeschlafen sein. Der Morgen sah schon leicht zum Fenster herein, als ich jäh erwachte. Ich lag in einem oberen Bett, das Gesicht dem Saale zugekehrt. Ich erschrak, als mir ein knatterndes Geräusch bewußt wurde, im ersten Augenblick dachte ich an ein Maschinengewehr. Man sollte darüber nicht lächeln, es war nichts anderes als die stete Bereitschaft, selbst im Unterbewußtsein, da sah ich den Maler an einem langen Tisch stehen und behutsam mit unglaublich glücklichen^ Gesicht eine Elektrisiermaschine drehen.
Die tellergroße stanniolbeklebte Scheibe rotierte zwischen den dünnen Bürsten, aus den Kugelknöpfen, die dicht beisammenstanden, sprangen knatternde Funken. Der Maler drehte immer weiter.
. Ich lag ganz still. An den Wänden des Saales erkannte ich hohe, mit großen Glastüren versehene Schränke, die voll physikalischer Geräte standen. Ich erkannte Leydener Flaschen, Voltameter, Spulen, andere Elektrisiermaschinen, Hunderte der wundervollsten Apparate und Teile.
Ach, klopfe nur, Herz! Da fangen die Hände an zu zucken, da ist aller harte Kriegslärm verstummt vor den Gesetzen der Galoani und Kirchhoff und Braun, da schwingen wieder die Pendel, angestoßen von den verwitterten, behaarten Händen des Lehrers, da springt der Funke vom Taster zur Klingel, aus Kohle und unscheinbaren anderen Dingen entsteht das wundersame Etwas und Nichts der Elektrizität, ein Froschschenkel zuckt, ein Flaschenzug arbeitet, und über dem Zwicker funkeln die Augen unter buschigen Brauen, ein wenig spöttisch und
ganifierte Meinungsmache terrorisiert er die Gehirne und erlaubt ihnen nur noch d a s zu denken, was er und feine jüdischen Drahtzieher ihney durch ihre Organisation zu detlken oorschreiben. Unsere na» lionale Disziplin nennt er geistige Unduldsamkeit, er selbst aber ülst durch ein organisiertes Boykott- unb Denunzierungswesen einen geistigen Terror aus, der seinesgleichen in der Welt nicht hat.
Diesem demagogischen Anschlag auf die Grundlagen des menschlichen Denkens, diesem gefährlichen Versuch, auf dem Gebiet des internationalen geistigen und politischen Verkehrs falsche Münzen in Umlauf zu bringen, muß man mit der Entschiedenheit entgegentreten, die solche Gangstermethoden verdienen.
$>aui)ti(f)dfUefter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter btf Hailptichriftleit-Ls: Ernst Ölumfrfipfn. verantwortlich für Politik iml Bilder: Dr. Fr. W. Lange (ertranlt), i. V. Ernst Blumscheln: liu öa« Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: iür Stadt Gienen. Provin;, Win- chaft n. Sport: Ernst Blumschcin.
Druck und Verlag: Brühlsche UntversitätLdruckerei R. Lange ft.flH. Berlagületter: Dr.-Ing. Erich Hamann- Llineiqenl eiter: Hans BeL verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen • Theodor Kümmel Pl.Nr.K.
Das Iugendland.
Von Ernst Heyda.
Diese Geschichte ist an sich keine rechte Geschichte, eher ein winziges Erlebnis, das dennoch nieder- geschrieben und recht verstanden sein will, weil es ein Bild oon* einer nie zu vergessenden und unlöslichen Liebe zu den Dingen der Fugend gibt, die immer in uns Männer leben wird, wenn auch die härtere Umwelt diese Bilder oft scheinbar ein wenig verblassen läßt.
Ich schreibe das Erlebnis nieder, während ich todmüde auf dem Strohsack liege, angekleidet, wie ich vor ein paar Stunden gekommen bin, in einem dunklen Lazarettsaal, denn die Lichtleitung ist zerschossen, und nur ein Streichholz hat den Weg zu
Zeitschriften.
— Die Monatsschrift „Kunst am Volk" (Verlag Heinrich Hoffmann, Wien) hat der Großem Deutschen Kunstausstellung in München ein zweites Sonderheft gewidmet. Es wird dem, der sich nichK durch eigenen Augenschein einen Ueberblick zu verschaffen vermochte, immerhin interessante Andeutungen und gewisse Aufschlüsse vermitteln. Man finbefi hier, neben verhältnismäßig häufig reprobuziertem Werken wie ben monumentalen Plastiken Breekers und Thoraks oder den „10. Mai 1940" von Pauk Mathias Padua, in sehr sorgfältiger, farbiger Wiedergabe u. a. die neuen Bilder von Sepp Hilz und Oskar Martin-Amorbach, ferner den in altmeisterlichen Tönen gemalten, stillen „Sommerabend" vom Eisenmenger, sehr gute Landschaften von Mulley» und Kempf-Hartenkampf und die an Ehmig erin- nernte „Ernterast" von Johannes Beutner.
— Die neue „M o d e n w e l t" (Deutscher Berlage Berlin SW 68) erschien als Herbstmodenheft. Qfa zeigt die Farben der Wintermode, bringt Modelle- von Mänteln und Jacken mit und ohne Pelz, schlichte, warme Kleider, Elegantes für Nachmittag; und Abend, allerlei für junge Mütter und Voll« schlanke, neue Blusen, neue Hute u. a. m. Im Hand- arbeitsteit gibt es Blusen und Wüsche, Kissen und Wagengarnituren. Der praktische kleine Kursus fürs Schneidern wird fortgesetzt. Kindermodelle ful Sport, Schule und Haus beschließen das reichhaltige Heft.
weit entfernt.
„Vertrauliche Dokumente für jeden Geschmack "
R i o de Janeiro, 29. Oktober. (DND.)
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Roosevelt kneift vor der Beweisführung
Von unserer Berliner Schriftleitung.
zurückzustoßen, aus dem sie sich zu erheben an- schicken.
Mit diesem Mittel geistiger Falschmünzerei, mit dem Versuch politischer Hypnose und moralischer Suggestion bemüht sich heute Roosevelt in immer steigendem Maße, den gesunden Sinn des amerikanischen Volkes zu narkotisieren. Mit ihm hat er die öffentliche Meinung in den USA. fast bis zur Hysterie emporgepeitscht, politische Unwissenheit und Wahnvorstellungen erzeugt und die Vernunft in einem Meer von Phrasen ertränkt.
Er hat — wie man weiß — in den USA. einen sogenannten ,,Gehirntrust" geschaffen. In der Tat hat er dort die Gehirne vertrustet, aber nur um die Freiheit des Denkens zu beseitigen! Durch eine or-
Angelika.
Zum 200. Geburtstage von Angelika Kaufsmann am 30. Oktober.
Goethes römischer Freundeskreis wäre ohne Angelika Kauffmann, die er in seinen Briefen aus Italien gern nur mit ihrem so liebenswürdigen Vornamen nennt, unvollständig. Sagen wir es offen: daß sie zu den Auserwählten unseres größten Dichters gehört hat, daß er sie als einen „Engel von Verstand und Konduite" geschätzt und gerühmt hat, ist ihrem Nachruhm mehr zustatten gekommen als ihre Bilder, die in allen großen Museen, beson- ders denen in Wien, Dresden und Berlin, von einer geschmacklicheren Hand zeugen, von einer ausgezeichneten Schule und einnehmender Gefälligkeit, über ein gutes Durchschnittsmaß aber nur selten hinausgehen. Sie hat viel gemalt und in den gebildeten Ständen jene Bewunderung gefunden, auf die ein so gefälliges uns kultiviertes Talent Anspruch erheben darf. Von ihren mythologischen Bildern spricht man heute kaum mehr, aber ihre Por- träte schöner Frauen, unter denen das eigene nicht zu kurz kommt, üben noch heute einen unverminderten Zauber aus, auch wenn man sich vor ihnen eingestehen muh, wie leicht es doch zuweilen ist, populär zu werden. Sie besaß als Malerin die nicht zu unterschätzende Gabe, es jedem recht zu machen, Vorzüge gebührend ans Licht zu stellen, über Mängel hö'-'ich hinwegzusehen, kurz: auf eine unschuldige Weise zu schmeicheln. Wie im Leben war sie auch in der Kunst immer Weib, und da wohlerzo- gene Männer galant genug sind, darin eine Tugend zu sehen, hat ihre in gewissem Sinne immer zeitgemäße Kunst nie Widerspruch, also Zustimmung gefunden. Von den Engländern der ersten Jahrhunderthälfte ausgehend, — sie hat lange in London gelebt — dem antikischen Geschmack der W'.nk- kelmannzeit geschickt sich anschmiegend, ist sie als eine Art deutscher Digöe-Lebrun zu betrachten, die zu erreichen ihr freilich nicht vergönnt war.
Angelika Kauffmann, wie sie mit ihrem Mädchennamen hieß, ist am 30. Oktober 1741 in Ehur in Graubünden als Tochter eines vielbeschäftigten Dekorationsmalers, der ihr eigentlicher wirklicher Lehrer war, geboren worden, hat aber auf Reifen und
Oer italienische Bericht.
Rom, 29. Okt. (DNB.) Der italienische Wehr« machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut:
An der Front vor Tobruk wiesen unsere Abteilungen Angriffsversuche feindlicher-Einheiten auf unsere Stellungen zurück. Die Artillerie beschoß die Verteidigungsabwehr von Tobruk.
Ein englisches Flugzeug wurde bei einem Einflug, der ohne Folgen blieb, von der Abwehr von Bengasi abgeschossen.
Feindliche Kraftfahrzeuge wurden von unserer Luftwaffe im Gebiet von Giarabub wirksam mit Maschinengewehrfeuer belegt.
An den Fronten des Kampfabschnittes von Gon- dar erlitt der Feind in mehreren Zusammentreffen mit unseren vorgeschobenen Abteilungen beträchtliche Verluste an Toten und Verletzten.
In der vergangenen Nacht warfen brittfche Flugzeuge Bomben auf C o m i s o in Sizilien. Keine Opfer und nur unbedeutender Schaden. Einheiten unserer Luftwaffe griffen in der vergangenen Nacht wichtige Ziele des Stützpunktes La Valetta auf Malta mit Bomben schweren Kalibers an.
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weise der Mund, ein mahnendes: „Ja, Düble, das san Wunder, große Wunder ...!"
^ktzt hat der Maler eine Geißlersche Röhre zwischen die Pole gesetzt und schaut entzückt in dis farbigen Lichtströme. Eine Weile dreht er noch, bann öffnet er einen Schrank, stellt alles wieder forgfani an Ort und Stelle. Er geht langsam von Schranll zu Schrank und streichelt gleichsam alles mit feinem doch so müden Augen.
„Na ja", sagt er endlich halblaut und legt sich angekleidet wie wir alle auf seinen Strohsack. Die Binde um seinen Kops leuchtet, seine Schmerzen, hat er sicherlich vergessen.
Jetzt habe ich dies alles geschrieben und will auch noch eine Weile schlafen.
Roosevelt hatte behauptet, Dokumente darüber zu besitzen, daß die Deutschen alle Religionen des ganzen Erdballes ausrotten wollten, und er hatte ferner gesagt, er besäße eine Karte, aus der hervorgehe, daß Süd- und Mittelamerika nach einem, deutschen Siege in fünf Staaten aufgeteilt würden, und da die Republik Panama zu einem dieser fünf Staaten geschlagen werden solle, sei das eine ungeheuerliche Bedrohung der Lebensinteressen der USA. Wir haben sofort die Forderung erhoben, daß Roosevelt die angeblichen Dokumente und die angebliche Karte veröffentlichen solle, und in der Pressekonferenz, die Roosevelt abzuhalten pflegt, wurde die gleiche Forderung erhoben. Wenn einer solche schweren Borwürfe erhebt, muß er denBeweis antreten. Wenn der Präsident der USA. Deutschland geradezu irrsinniger Pläne bezichtigt, muß er mit Beweisen dafür einstehen, sonst ist er ein Lump.
Wir wollen dem Kneifer Roosevelt etwas auf die Sprünge helfen. Seine Behauptung, der Nationalsozialismus wolle alle Religionen der ganzen Welt ausrvtten, wird sogar von einem Neuyorker Blatt der extremsten Deutschfeindlichkeit, dem „Christians Science Monitor" nicht ernst genommen, denn das Blatt pflegt zwar in politischer Gesundbeterei zu machen, aber trotzdem ist es nicht ganz so irrsinnig wie Roosevelt, und es leugnet geradezu solche deutschen Religionsverbesserungspläne. In bezug auf Südamerika aber kommt Roosevelt reichlich spät. Die jüdischen Fälscher waren ihm oorausgegangen; bereits am 17. Juni 1941 veröffentlichte einer dieser Hetzjouralisten namens (Salanber in Buenos Aires eine Karte, die mit den Angaben Roosevelts genau übereinftimmt und deren Stupidität so hervorragend war, daß nicht nur wir darüber lachten. Um das Malheur für Roosevelt voll zu machen, ver. öffentlicht jetzt eine Zeitung in Buenos Aires, die von englisch-amerikanischem Gelde gespeist wird, die „C r i t i c a" , eine solche Fälschung, die Roosevelts These unterstützen soll. Es handelt sich also hier um zahllose Produkte einer silbischen Fälscherbande, die sicherlich früher in Europa falsche „Flebben", falsche Pässe usw. fabrizierte, um ihren Rassegenossen die Einreise in das neue gelobte Land der Juden, in die USA., zu ermöglichen, und die jetzt sich auf die Fälschung von Karten geworfen hat. Wenn Roose, oelt angibt, er könne die Dokumente nicht zeigen, er könne unmöglich seine angebliche Karte in der Presse reproduzieren lassen, dann spricht diese Haltung durchaus für den absolut minderwertigen Cha» rafter des Judenstämmlings Roosevelt. Aber es ist die Art der Gangster, die irrsinnigsten Behauptungen .zu lancieren, um dann zu sagen, sie könnten nicht ihre Gewährsmänner bloßstellen. Roosevelt, zur Rede gestellt, kneift feige wie ein Coyote, wie man jenseits des Großen Teiches sagt, also feige wie ein Präriebund.
Mit welchen Auffassungen von Moral man im Rooseveltkreise hausieren geht, dafür gibt fein Intimus, der Marineminister Knox, ein Beispiel, das sowohl für seine unglaubliche Dummheit, als auch für seine Abgebrühtheit zeugt. Knox sagte wörtlich: „Wir sind vollkommen unneutral gewesen, wir haben tatkräftig und aktiv eine Seite unterstützt. Im gegenwärtigen Krieg denken wir nicht neutral und wir handeln nicht neutral. Im Interesse eines geraden Denkens und eines geraden Handelns sollten mir diese nationale Heuchelei beseitigen." Wer hat bis jetzt geheuchelt? Gerade Roosevelt und die Seinen. Wer hat gefälscht, gelogen, Steuerungen, die nur aus einem Irrenhaus stammen können, gemacht? Roosevelt und die Seinen! Niemals in der Weltgeschichte ist schamloser gelogep worden, um ein
Die „Times" schreibt u. a.: „Niemand hat energt. scher und zäher als Roosevelt versucht, sein Volk zur vollen Einsicht über die ihm drohenden @e< fahren zu bringen. Es ist keine leichte Ausgabe ge. wesen." Die Lage der Dereinteten Staaten sei, fV fährt das Blatt fort, von dem Präsidenten voll klar< gelegt worden. Das nordamerikanische Volk uni der Kongreß hätten jetzt zu entscheiden.
Der „'M a n ch e st e r Guardian" erklärt, bas nordamerikanische Volk sei jetzt reif genug, um die Rede des Präsidenten entgegen, zunehmen. Die Entwicklung in den Vereinigten Staaten habe setzt einen höheren Punkt erreicht als in dem Augenblick, in dem Präsident Wilsonsich im Weltkriege an den Kongreß gewandt habe, um eine Entscheidung über die Kriegserklärungsfra^e herbei, zuführen. Der Augenblick für einen ähnlichen Be> schluß, so fährt das-Blatt fort, sei vielleicht nicht
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lange dauernden Ausländsaufenthalten viel Welt in sich ausgenommen. Nach einer ersten mißglückten Ehe in London wurde sie die Frau des Malers Antonio Zucchi in Rom, wo sie in der Dia Sistina unweit von irinita bei Monti ein offenes Haus hielt, dessen Seele sie war und das in Künstlerkreisen den Rus edler Geselligkeit genoß. Alles, was einen Namen hatte, fay'd sich bei Zucchis zusammen. Hier hat auch Goethe sie tennengelernt und seitdem der weltklugen, hochgebildeten und trotz ihrer fünfundvierzig Jahre noch immer schönen Frau, die er als Künstlerin vielleicht, in ihren menschlichen Eigenschaften gewiß nicht überschätzte, eine stets gleich- bleibende Achtung und Verehrung entgegengebracht. In ihren gastfreien Räumen las er den römischen Freunden zum ersten Male die „Iphigenie" vor, und Angelika war es, die für die später bei Göschen erschienene Buchausgabe des Schauspiels die „gemütlichen", danach von Lips in Kupfer gestochenen Zeichnungen lieferte,. Wenn Goethe von Rom aus dem Herzog Karl August schreibt, die Hauptabsicht seiner Reise sei gewesen, ihn „von den physifch- moralischen liebeln zu heilen, die ihn in Deutsch- land quälten und ihn zuletzt unbrauchbar machten", so werden wir kaum fehlgehen in der Vermutung, daß auch Angelika Kauffmann zu den guten und wohltätigen Geistern gehörte, die ihn mit freundlich helfender und heilender Hand von dieser Last befreit haben. Ernst von Niebelschütz.
Volk im Interesse des Weltjudenhums auf die Schlachtbank zu bringen, als von den Puppen in Washington, von Roosevelt und feinem jüdischen Anhang.
Hutt will nichts damit zu tun haben
Berlin, 30. Okt. (DNB. Funkspruch.) Auch die weiteren Bemühungen von USA.-Reportern, die mysteriöse Landkar'te Roosevelts zu Gesicht zu bekommen, sind vergeblich geblieben. Hüll antwortete auf die Frage, ob er die Landkarte den Vertretern der iberoamerikanischen Republiken gezeigt habe, mit einem schroffen „Nein", und erklärte auf weitere Fragen, er habe mit dieser Landkarten-Angelegenheit nichts zu tun gehabt. Die Reporter müßten sich daher schon an direkte Stellen wenden." (!)
Es spricht wirklich Bände, daß sogar der stets gefügige Handlanger Roosevelts, Staatssekretär Hüll, mit den jüdischen Gaunertricks des Kckegs- hetzer-Prasibenten. nichts zu schaffen Haden will.
Argentinien durchschaut Roosevelts Betrugemanöver.
Buenos Aires, 30. Okt. (DNB.) Die Roofe- velt-Rede hat Argentinien nicht beeindruckt, trotz der Enthüllungen über angeblich phantastische Pläne Deutschlands zur Eroberung Amerikas und der Abschaffung der Religionen. Man betrachtet den neuen Agitationsfeldzug als B e - trugsmanöver zu dem Zweck, die Gemüter aufzupeitschen und die USA.-Bürger in ständiger Spannung zu halten, um die blinde Annahme aller Rooseveltfchen Pläne zu erreichen. Außerdem solle der gesamte amerikanische Kontinent in stündiger Unruhe im Hinblick auf die „Weltherrschaftsbestrebungen Deutschlands" gehalten werden,' um damit die Aggressionsabsichten der USA. in Mittel- und Südamerika zu verschleiern.
Tast klagt Roosevelt der.Doppelzüngigkeit an.
Washington, 29. Oktober. (Europapreß.) Im Nachklang zur Roosevelt-Rede gab, es im Senat einen dramatischen Redekampf zwischen dem der Mehrheitspartei angehörenden Senator Pepper und dem Isolationisten Taft (Ohio). Pepper erklärte, Hitler wolle altes ober gar nichts, entweder untergehen oder die Weltherrschaft. Für die USA. gebe es nur einen Weg: entschlossenen Widerstand und wenn dies Krieg bedeuten sollte. Taft hingegen klagte Roosevelt der Doppelzüngigkeit an; er habe das USA.-Volk durch Pricks in den Krieg gebracht. Während die Regierungsgruppe von der Aenderung des Neutralitätsgesetzes als einer Verteidigungsmaßnahme spreche, kündige Roosevelt an, er habe schon alles getan, um das USA.-Volk in den Schießkrieg zu führen. Die Bewaffnung der Handelsschiffe, welche 200 von insgesamt 1200 USA.» Schiffen umfassen würde, stürze die Nation in den Seekrieg. Der Krieg zu Lande könne nicht ausbleiben, wofür — falls eine Niederlage Hitlers wirklich beabsichtigt sei — mindestens drei Millionen Soldaten notwendig seien.
„Das !lSA.-Aolk ist seht reif genug/"
Stockholm, 29. Okt. (Europapreß.) Die englischen Zeitungen unterstreichen in ihren-Kommentaren zur Roosevelt-Rede besonders die Mitteilung des USA.-Präsidenten über angeblich in seinem Besitz befindliche deutsche Pläne gegen Jberöamerika.
Roosevelt Gott anruft, bann verwechselt er ihn mit Mammon. Und wer den Götzen Mammon entthronen will, den beschimpft er als gottlos. Roosevelt nennt Moral, was jeder anständige Mensch als Heuchelei bezeichnet. Und er nennt Freiheit, was man sonst im Leben als Befreiung von moralischen Skrupeln zu bezeichnen pflegt. Wenn er beispielsweise die Freiheit der öffentlichen Meinung rühmt, dann liebt er in Wirklichkeit die anonymen Meinungsfabrikanten, die als Drahtzieher hinter den Kulissen ihrer „Publicity" stehen. Was er Freiheit der Erde nennt, ist organisierte Unduldsamkeit gegen jede wirkliche freie Meinungsäußerung, die man als verruchtes Werk der Fünften Kolonne" denunzierte. Monroe-Doktrin heißt bei ihm die Einmischung in alle Welt. Das Selbstbestimmungsrecht Eurovas nennt er eine Bedrohung Amerikas. Was „Bedrohung" ist, bestimmt' für ihn nicht die Wirklichkeit, sondern er, der Hetzer, der diese „Bedrohung" braucht, bestimmt sie. Wenn er von Verteidigung redet, versteckt er sie hinter seine eigene Aggression. Und was er Begriff nennt, ist in Wahrheit Verteidigung.
Wenn Roosevelt beispielsweise das dänische Grönland „unter seine Obhut" nimmt, so ist das in seiner Sprache selbstverständlich keine Aggression, • sondern nur „Verteidigung". Wenn er Island vergewaltigt oder die gewaltsame Besetzung von Stützpunkten in allen möglichen Ländern und auf allen möglichen Inseln fordert, so ist das im Wortschatz seiner Fälscherwerkstatt selbstverständlich keine Aggression, sondern nur „berechtigte Verteidigung".
Wenn aber Frankreich sich gegen einen infamen und räuberischen Ueberfall der Engländer in Syrien verteidigt oder der Irak um seine Existenz kämpft, , dann ist dies in seinen Augen ein Verbrechen und eine unentschuldbare Aggression gegen die heiligsten Rechte amerikanischer Menschlichkeit.
Wenn über Deutschland von denen, die i h m d e n Krieg erklärten, eine Hungerblockade verhängt wird, so ist das für den Begriftssälscher Roosevelt selbstverständlich nicht im geringsten eine Aggression. Wenn aber Deutschland diese Blockade zerbricht, um die Ernährung Europas zu sichern, bann ist dieses Vorgehen für Roosevelt natürlich ein auf das tiefste zu verabscheuender Angriff. Wann ist bei Roosevelt eigentlich eine Aggression und wann ist sie kein Angriff?
Wenn er angreift, dann ist fein Angriff „Verteidigung", wenn aber Deutschland angegriffen wird und sich zur Wehr setzt, dann ist Verteidigung in den Augen dieses Heuchlers eine gemeine Aggression!
Wenn dieser Kriegshetzer und Falschmünzer er- klärt, er handele „aus einem tiefen Gefühl der Menschenliebe heraus", so meint er damit nur seinen abgrundtiefen Haß gegen jede soziale Gemeinschaft.
Er dichtet dem Führer Weltherrschaftspläne an, die er in Wirklichkeit selber hegt. Er sagt, „wir werden keine von Hitler beherrschte Welt akzeptieren." Aber er hält es dabei für selbstverständlich, daß die Welt seine Herrschaft akzeptiert.
Wenn Roosevelt von Freiheit der Meere spricht, dann meint er damit ausschließlich Ssetz e r r s ch a f t der Angelsachsen. Und wenn er die Freiheit des Handels proklamiert, dann meint er damit die Freiheit des Waffenhandels gegen Deutschland. Wenn er aller Welt Mordwerkzeuge gegen Deutschland liefert, dann fordert er die „Respektierung dieses Willens" durch den, der ermordet werden soll! Wenn der Angegriffene sich aber feiner Haut erwehrt und die Mordwaffen auf britischen Schiffen auf ben Grund des Meeres schickt, dann bezeichnet dieser Apostel der Heuchelei das als Pi- ratentum!
Heute betet er den Bolschewismus an, den er gestern noch verdammte! Was er gestern noch als Ausgeburt des Satans bezeichnete, ist ihm heute im Kampf gegen das verhaßte Deutschland ein Sendbote des Himmels.
Man konnte ihm dieses Spiegelbild seiner Heuchelei, seiner Fälschung der Begriffe und seiner Anarchie der Worte beliebig verlängern. Mit solchen Mitteln versucht er die' Gehirne der Menschen zu vernebeln, um ihre Vernunft lahmzulegen und die Völker blind zu machen gegenüber dem Verderben, in bas sie überführt werden sollen.
Wie einst der Judengott beim Turmbau zu Babel als sicherstes Mittel, um den Aufstieg der Menschheit zu verhindern, ihre Sprache verwirrte, so versuchte sich heute em Sprößling seines Geistes mit denselben Mitteln. Auch er will die Sprache der Menschen verwirren, um den Bau einer neuen Ordnung zum Einsturz zu bringen und die Völker in das Chaos
Aeta de Noticias" schreibt, die englisch-norbameri« kanisch-bolschewistische Agitation sei jetzt am Höhe, punkt ihrer Ue-bertreibungen angelangt. Vertrau.
11 cf) e Dokumente würden schon nach Maß und, für jeden Geschmack angefertigt, Doku, mente, die nie jemand gesehen habe, wie irrt Fall Belmonte, die aber Enthüllungen brächten, um einem Henker das Haarsträuben beizübringen. Da; Blatt meint, man brauche sich kaum mit „vertrau,, l eben Landkarten" schrecken zu lassen, da die Landkarte des neuen Europa den Führer 'sicher vielmehr i n t e r e \ f i e re als der gesamte Rch des Erdballes.
Roosivett verhaftet Bürgermeister von Panama.
Neuyork7 29. Oft (DNB.) Der Bürger« meister von Panama-Stadt unter der Re- gierung Arias, Barletta, wurde bei seiner Ankunft in Miami am Dienstagabend von den USA.- Einwanderungsbehörden verhaftet.
Japans Haltung basiert auf dem Oreimächtepalt.
Tokio, 30. Okt. (Europapreß.) „Die japanische Haltuna im Falte einer Kriegserklärung der USA. ist durch ben Dreimächtepaki feftgelegt. Für Japan gibt es keinen anderen Weg, als in Uebereinstimmung mit dem Vertrag zu handeln." Mit diesen Worten nimmt „Miyoko Shimbun" zu den durch die Roosevelt-Rede ernem akut gewordenen Problemen zwischen Japan uni den USA. Stellung. Die Zeitung erklärt weiter: „Japan ist auf alle Aenderungen in der Weltlage vorbereitet. Die ganze Nation wartet auf die Entscheidung ihrer Regierung. Für uns ist die Lage klar, ganz gleichgültig, ob die USA. einen Streit vom Zaune brechen oder nicht."
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