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igsi-Bahn von Jinhua bis Tschutschau ist damit Kweilin unt> Tschungking angeschnitten. Damit

- mansk ist.

Der erste Vorstoß, von der finnischen Grenze e'I durch die weglose Tundra, zeigte schon deutlich, daß

Welche Eigenart hat das Würzburger

Leitungswasser?

Würzburger Leitungswasser unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt von dem Leitungs­wasser anderer Städte.

Bekanntlich enthält jedes Wasser mehr oder weniger Kalk, den es im Erdboden ausgenom­men hat. Wasser mit hohem Kalkgehalt be­zeichnet man als hart, Wasser mit geringem Kalkgehalt als weich. Während nun die Durchschnittshärte des Wassers in Deutschland etwa 15 Grad beträgt, hat das Würzburger Wasser nicht weniger als 60 Grad Härte! Das Würzburger L^itungswasser enthält also be­sonders viel Kalk.

Je härter und kalkhaltiger das Wasser ist, um so schlechter schäumt Seife oder Waschpulver. So­bald das seifenhaltige Waschpulver mit hartem Wasser in Berührung kommt, bildet sich Kalk­seife, die nicht schäumt und auch nicht reinigt. Schon bei nur 15 Grad Härte gehen beim Wa­schen 240 Gramm Seife verloren. Der Kalk vernichtet also in dem besonders harten Würz­burger Wasser rund 1 Kilogramm Seife!

Beim Waschen in hartem Wasser würden in den deutschen Haushaltungen jährlich 100 Mil­lionen Kilogramm Seife verlorengehen! Heute, im Kriege, geht es aber darum, alles Volksgut und so auch Seife, vor Verlusten zu bewahren. Deshalb: Immer nur in weich gemachtem Wasser waschen! Hartes Wasser kann man durch Zugabe einiger Handvoll eines guten Enthärtungsmittels in kurzer Zeit regenweich machen. Dieses Weichmachen des Wassers hilft viele tausend Pakete Waschpulver sparen!

Städte mit besonders hartem Wasser sind außer Würzburg: Berndurg mit 43 Grad, Eis­

leben mit 42, Halle mit 30, Leipzig mit 30, Altenburg mit 29, Mühlhausen mit 28, Lud­wigshafen mit 25, Trier mit 25, Köln mit 22 Grad. In solchen Städten ist das Weich­machen des Wassers natürlich besonders wichtig.

Es kommt aber nicht nur auf die Seifen- bzw. Waschpulverersparnis allein an. Macht man das Wasser nicht weich, dann seht sich die Kalk­seise im Gewebe ab. Die Wäsche wird grau und unansehnlich und bekommt einen stumpfen Griff. Sie wird spröde und hart und geht viel schneller entzwei als Wäsche, die immer in weichem Wasser gewaschen wird.

Vergessen Sie deshalb nie, am Abend vor dem Waschtag einige Handvoll Vleichsoda, Soda oder eines anderen Enthärtungsmittels in dem mit Wasser gefüllten Waschkessel zu verrühren. Erst dadurch wird das Wasser richtig weich. Sie werden-sich freuen, wie gut am nächsten Morgen die Waschlauge schäumt und wieviel besser sie wäscht 1

»Iren die chinesischen Pläne von einer Wieder- e oberung Kantons zunichte gemacht. Das japanische luptquartier in Südchina kündigt an, daß japani-

Nachdem im vergangenen Jahre die Ski-Welt- niüsterschaften in Cortina durchgeführt wurden, fird für die Ski-Weltmeisterschaften 1942 die Tage atm 7. bis 15. Februar 1942 bestimmt worden. Die Dettkämpfe werden in Garmisch-Parten- k r ch e n durchgeführt.

DNB. ... (PK.) Die tapferen deutschen Jäger General Dietls, die in den Steilbergen o st - wärts Petsamos einen Gebirgskrieg führen, wie sie ^hn Norwegen in dieser Härte nicht erlebt hatten, sind weit vorgestoßen. Es wurde ein Um­fassungsangriff durchgeführt, der beispiellose Lei­stungen von allen beteiligten Waffengattungen ver­langte, dafür aber auch wichtige Schlüsselstellungen in den Besitz der Gebirgsjäger brachte. Die moderne Technik kann nicht helfen, wenn der Gegner sich an Steilhängen und auf gut geschützten Bergkuppen verborgen hält, 200 m über dem sumpfigen und dickichtbewachsenen Tal. Immer noch ist das B e r g- pferb der beste Mitkämpfer des Gebirgsjägers. Mensch und Tier sind einander verbunden wie in uralten Tagen, als das mittlere Europa noch aller­wegen Einsamkeit kannte, die das Merkmal der Tundragegenden zwischen Petsamo und Mur-

die Sowjets sich durchaus nicht freiwillig der Vor­teile zu begeben gedachten, die ihnen der natürliche Felsen- und Bergwall bot. Zu den vordersten Bun- kerstellungen in der mit wachsender Entfernung von der Küste etwas flacher werdenden Tundra, führten

wohl Karrenwege, jedoch hatten sie keine Verbin­dung mit Murmansk. Verpflegung und Nachschub­geräte brachten die Sowjets über See in eine der zahlreichen Meeresbuchten, von denen die Bun­kerwege ausgingen. Als es den Gebirgsjägern ge­lang, die Bunker im ersten Ansturm zu nehmen, war es den Sowjets zwar unmöglich, Waffen und Gerät über See in Sicherheit zu bringen, jedoch fanden sich die Gebirgsjäger dafür der Tatsache gegenüber, daß der kümmerliche Weg, dem sie stürmend folgten, plötzlich ganz unvermittelt endete. Ein Fluß wurde zwar erreicht, teilweise sogar über­schritten, aber es mußte zwangsläufig eine Marsch-

rer von T f ch a m m e r und Osten als Präsident der Deutsch-Italienischen Gesellschaft.

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Der japanische Außenminister T o y o d a und der Botschafter der Vereinigten Staaten in Tokio, Josef Clark Grew, hatten eine längere Besprechung.

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Das bolivianische Kabinett hat seinen Rücktritt erklärt. Der Präsident hat ihn angenommen und die Minister mit der Fortführung der Geschäfte betraut.

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Am Sonntagoormittag wurde die Lyoner Messe durch den Staatsches Marschall Pstain er­öffnet. Im Rahmen dieser Messe findet eine deutsche Ausstellung ftatt

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Der Chef der TN., ^-Gruppenführer und Gene­ralmajor d. P. W e i n r e i ch , hat anläßlich des 22. Jahrestages der Technischen Nothilfe am 30. Sep­tember einen Aufruf an die deutsche Nothelferschaft gerichtet.

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In Schanghai fand die Einweihung desDeut- sc: en Heimes" statt, das als erstes NSV.-Heim in -Tiüna feiner Beftimmung^übergeben wurde.

Aus Anlaß des ersten Jahrestages der Unter- pchnung des Dreimächtepaktes veranstalteten die Deutsch-Japanische Gesellschaft und

Deutsch-Italienische Gesellschaft in Berlin eine Kundgebung. Es wohnten ihr die diplo- mttschen Vertreter der dem Dreierpakt angehören­den Staaten bei. Es sprachen der Präsident der Rutsch-Japanischen Gesellschaft, Admiral F ö r st e r, der italienische Botschafter A l f i e r i, der japanische biischafter General O s h i m a und Reichssportfüh-

an, rn

e Einheiten, die längst des Westflusses operierten, re Operationen zum Abschluß gebracht haben und jizt auf neue Operationsbasen vordingen.

Kleine politische Nachrichten.

Im Abschnitt von S o l l u m verstärkten die Bri- ihre Spähtrupptätigkeit. Es gelang ihnen jedoch irrgenbs, bis zu den deutsch-italienischen Vorposten o rzudringen. An der Tobruk front herrschte Attilleriet'ätigkeit. Von der eingeschlossenen Be­izung vorgeschickte Spähtrupps wurden unter stiweren Verlusten für den Gegner zurückgewiesen.

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In der Nacht zum Montag griffen Kampfflug- zcuge Häfen an der britischen Ost- und Westküste iinb Flugplätze in Mittelengland mit Erfolg an.

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Das Kesseltreiben von pirjatin

Von Kriegsberichter EM. Arndt.

Gebirgsjäger stürmen an der Mrmansksront

Von Kriegsberichter Werner W. Gebert.

DNB. . . ., 29. Sept. (PK.)Es kocht im Kessel überall", sagte der Kommandierende General, als er von der Spitze des Panzerregiments zurückkehrte, das von Osten her gegen P i r j a t i n vorstieß, mitten hinein in den Feind, vorbei an Panzer­gräben und Bunkerstellungen, die von sowjetischen Bau-Bataillonen in aller Eile mit Front gegen Westen errichtet worden waren. Daß unsere Pan­zer in ihrem Rücken erscheinen würden noch wäh­rend sie die schwarzen Erdwälle aufwarfen, hatte den zur Zwangsarbeit gepreßten Ukrainern der flüchtende Marschall Budjenny nicht gesagt. Sie waren völlig überrascht und konnten unser Erscheinen einfach nicht begreifen. Dann warfen sie Schippen und Spaten weg. Andere trafen wir mit Waffen an. Man hatte in aller Eile Gewehre unter sie verteilt, um sie als bewaffnete Zivilisten der drohenden Deutschengefahr entgegenzuwerfen. Uniformen gab es keine mehr. Tausende ließen die Waffen fallen, während über ihre Köpfe hinweg Stuka-Formationen dröhnten.

Unsere Panzer-Division stieß aus dem Südosten vor, die motorisierte Infanterie kam aus dem Nor­den. Und als die Spitzen beider Formationen kämp­fend Pirjatin erreichten, hatten die Stukas bereits ganze Arbeit geleistet. Hunderte brennender Last­kraftwagen, vernichteter Panzer und Traktoren mo­dernster Bauart versperrten die Straßen. Der kalte Herbstwind blies Flammen und Rauch zum Him­mel, Feuersäulen gleich standen lodernde Maga­zine. Unter Stuka-Treffern stürzten Kasernen zu­sammen und begruben ungezählte Tote unter ihren Trümmern. Wild gewordene Pferde rasten zitternd mit ihren Gespannen umher. Flakgeschütze richteten vergebens ihre Rohre gegen die deutschen Maschi­nen. Unter dem Sausen und Krepieren der Bomben zerbrach jeder Wille zum Widerstand. Tausende Drängten fliehend aus der Stadt heraus, Tausende von Fahrzeugen suchten in wilder Flucht nach allen Seiten dem Geschoßhagel zu entgehen. Die morasti­gen Sümpfe südostwärts der Stadt wurden vielen zum Grabe.

Auf einer Fahrt durch Niedersachsen und West­falen besuchte der Stabschef der SA. verwundete SA.-Kameraden, um ihnen für ihren vorbildlichen Einsatz zu danken und ihnen baldige völlige Ge­nesung zu wünschen.

Die nationale Jugend Flanderns erneuerte in drei Kundgebungen zu Antwerpen, Kortrijk und Herenthals ihren Willen, an der Verwirklichung einer engen völkischen Gemeinschaft Flanderns zu arbeiten und das flämische Volk auf die große Auf­gabe vorzubereiten, dir es im neuen Europa zu erfüllen habe. Der Leiter der flämischen Jugend­bewegung, Dr. Lehembre, hielt eine Ansprache.

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Auf dem ersten Führerinnen-Treffen des BDM. in den Niederlanden und des holländischenNatio­nalen Jugend-Sturms" in Den Haag sprachen Reichsminister Seyß-Jnquart und die BDM.-Reichs- referentin Dr. Jutta Rüdiger.

Die Maschinengewehre unserer Schützen häm­merten vom Norden, die Kanonen unserer Panzer zerfetzten vom Süden her jeden Widerstand. Troß- soldaten Budjennys, die sich in Wodkakellern be­rauscht hatten, torkelten über verkohlte Leichen und krepierende Pferde uns entgegen. Durch die völlig verstopften Straßen mußten unsere Panzer hin­durchbrechen. Aus den Häusern, Gärten und Grä­ben kamen die Bolschewisten hervor, hoben die Hände, schlotternd vor Angst. Sie waren hin- und hergeworfen worden und überall auf deutschen Wi­derstand gestoßen. Die Bomben der Stukas und die Granaten der Panzer brachten den in und um Pir­jatin eingeschlossenen Budienny-Divisionen erst die Klarheit, daß das Ende da sei.

Zwischen den zuckenden Leibern krepierender Pferde, neben einem zertrümmerten Mammut­panzer und den brennenden Balken eines zusam­mengebrochenen Hauses lagen da die Instrumente einer Sowjet-Regimentskapelle, in der Herbstsonne blinkte das Metall kalt zwischen Schutt und Lei­chen, Notenblätter wirbelte der Wind auf. In einer dreitürmischen alten Kirche hatte ein motorisierter Werkstattzug sich eingerichtet. Am Sonntag werden die Bewohner der Stadt wieder zu Gott beten kön­nen, der ihnen in Jahrzehnten schrecklicher Bolsche- wistenherrschaft verboten war. Ueberall lagen Waf­fen umher, Maschinengewehre mit aufgesteckten Trommeln, geladene Geschütze, die nicht mehr zum Schuß kamen, auf dem Marktplatz stand eine mo­torisierte Fesselballon-Kolonne, die Seilrollen wie von Riesenhand zusammengedrückt, die Hüllen zer­fetzt.

Ungezählt sind die Gefangenen, die vorüberzogen. Hier wurden Divisionen vernichtet, sie wurden im vorbildlichen Zusammenwirken von deutschen Stu­kas, Panzern und Schützen zerschmettert. Unvor­stellbar ist das Chaos in dem gewaltigen Kessel, des- jen Auflösung mit dem Fall Kiews begann und an dessen Ende Zahlen von vernichteten Einheiten stehen, wie sie die Kriegsgeschichte bisher noch nicht kannte.

pause eintreten, bis eine gute, brauchbare N a ch - schubstraße von der finnischen Grenze bis an den Fluß gebaut war.

Die vergangenen Wochen sind in jeder Weise ge­nutzt worden. Das haben die Sowjets, die in ihren Bergnestern wohl zu überwintern gedachten, jetzt unsanft erfahren müssen. Der Angriff, der für die dunklen Nachtstunden der beiden letzten Tage an- aesetzt war die Mitternachtssonne ist seit Mitte August verschwunden, begann mit einem Feuer­überfall der schweren' und mittleren Geschützbatte­rien. Noch während dieser Vorbereitung setzten sich die Gebirgsjäger in Bewegung. Panzer stießen auf einem äußerst schwierigen Wea vor, trotz vielfacher Schäden an den Ketten, verursacht durch das Fels­geröll. Schon nach wenigen Stunden waren die nächstliegenden Feindstellungen in der Hand der Gebirgsjäger, die mit einem bewunderungswürdi- aen Schwung vorwärtsftürmten. Dann begann der Angriff auf die weiter entfernten Berghohen mit ihren beherrschenden Feindnestern.

Die Sowjejts zu überraschen gelang wohl deshalb so gut, weil der Angriff trotz Nebel und Regen durchgeführt wurde. Die Sowjets trauten den Gebirgsjägern, an deren Seite auch Männer der Waffen-^ kämpften, ein Vorgehen bei solchem Wetter anscheinend nickt zu. Um so größer mag ihr. Entsetzen gewesen fein, als die Artillerie noch vor der ersten Dämmerung schlagartig einsetzte. Der Ansturm der Gebirgsjäger trieb sie dann unauf­haltsam zurück. Berg auf Berg wurde genommen. Schon gegen Mittag des ersten Kampftages war offenbar, daß der kühne Angriffsplan gelingen mußte, obwohl die verabredungsgemäß hereitstehen- den Stukas wegen des schlechten Wetters erst am nächsten Tage eingesetzt werden konnten. Die Sow­jets wurden in einem Kessel mehr und mehr zu- fammengebrängt. Von ihrer 5)aft, noch auf einen der ostwärts führenden Wege zu gelangen, zeugten

zahlreich überstürzt zurückgelassene Waffen und Karrenfahrzeuge. Am Abend wanderten die Be­satzungen vieler Bergnester in die Gefangenschaft. Der Kampf geht weiter. Ein wichtiger Abschnitt in den Kämpfen an der Eismeerfront ist damit ein- geleitet. Unsere Gebirgsjäger drängen die Sowjets unaufhaltsam nach Osten, trotz Nebel und Regen, trotz knietiefen Schlammes auf den wenigen Kar­renwegen, trotz Sumpf und Dickicht in den Tälern, trotz der beispiellosen Anstrengungen, die jede Berghöhe von Mensch und Tier fordert. Der un­bändige Wille beseelt die Männer General Dietls, ihr Ziel zu streichen.

Aus aller Welt.

Line Ehrung für Professor Dr. L. krauch.

Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der I. G. Farbenindustrie, Professor Dr. C. Krauch, Gene­ralbevollmächtigten des Reichsmarschalls für Son­derfragen der chemischen Erzeugung und Leiter des Amtes für Wirtschaftsausbau, wurde von der Uni­versität Heidelberg die Würde eines Dr. rer. nat. ehrenhalber in Würdigung seiner wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiete der Chemie und seiner Verdienste auf dem Gebiet der chemischen Techno­logie, seiner Fürsorge für die deutsche Forschung verliehen. Er ist Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde der Universität Heidelberg.

Ehrung eines verdienstvollen Ingenieurs.

Reichsminister Dr. Todt überreichte das VDI.» Ehrenzeichen an Dr.-Jng. e. h. C. K o e 11 g e n, dem früheren Vorsitzenden des Vereins deutscher Ingenieure, ehemaligen Vorsitzer des Vorstandes der Siemens-Schuckertwerke, anläßlich seines 70. Ge­burtstages in Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen in der technisch-wissenschaftlichen Gemein­schaftsarbeit und für seine zielbewußte Leitung des Vereins Deutscher Ingenieure in den schweren Jah­ren wirtschaftlichen Niederganges von 1929 bis 1931. Dr. Koettgen hat 1920 die Arbeitsgemeinschaft deutscher Betriebsingenieure mitgegründet. Auch im wissenschaftlichen Beirat des VDI., im Vorstand des Deutschen Normenausschusses, bei der Durch­führung der Zweiten üßelttrafttonferenx in Berlin 1930 und als Vorsitzender des Reichskuratoriums für Wirtschaftlichkeit in den Jahren 1930 bis 1934 hat Dr. Koettgen einen beachtlichen Einfluß auf die technische Weiterentwicklung nehmen können. Kunstausstellung der deutschen Wehrmacht in Paris.

In der Pariser Gemäldegalerie istDie Kunst­ausstellung der deutschen Wehrmacht" eröffnet wor­den. Die Schau zeigt Werke, die kunstbeflifsene Sol­daten wahrend ihres Aufenthaltes in Frankreich geschaffen haben und ein eindrucksvolles Bild von der Art geben, wie diese Künstler in Uniform die französische Landschaft und das französische Leben in sich verarbeitet haben. Einen Ehrenplatz hat das Gemälde des Kommandanten von Groß-Paris, Ge­neralleutnant Schaumburg, inne.

Hohe Preise für moderne Gemälde.

Bei einer Versteigerung in Berlin kamen nach langer Zeit französische Impressionisten auf den Markt. Die Seltenheit des Materials trieb die Preise außerordentlich hoch: mit 60 000 und 45000 RM. wurden zwei Gemälde von Monet gekauft:Blühendes Mohnfeld" undBlick auf den Dogenpalast in Venedig". 38 000 RM. brachte ein Damenbildnis, in Pastell gemalt von Manet, 76OOO und 64000 RM. zwei Bilder von Tou­louse-LautrecDer erste Trikot" undJunge Mädchen". Am höchsten wurde ein Gemälde von Gustave C o u r b e t bezahlt; das in Frankfurt ge­malte Bild ,7Damen auf einer Terrasse" erreichte den außergewAmlichen Preis von 148 000 RM. Mit 52 000 RM. wurde einStilleben" desselben Meisters gekauft. Auch die Gemälde von Renoir erzielten hohe Preise. Am teuersten wurde eine Landschaft in der Gegend von Antibes mit 30 000 RM. bezahlt. Auch niederländische Maler des 17. Jahrhunderts erzielten 'hohe Preise. Am teuersten warDer Blick auf Delft" von v. G o y e n, das auf 38 000 RM. stieg. Unter d eutschen Bil­dern des 19. Jahrhunderts erreichten Menzels Rüstungsstudien" den höchsten Preis; sie brachten 35 000 RM.

Heidelberger Universikälsinstiluk für Fremdenverkehr.

An der Heidelberger Universität wurde das In­stitut für Betriebswirt schäft des Frem­denverkehrs eröffnet. Leiter des Jnstltuts ist Professor Dr. Thoms, Dekan der Staats- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Der Hotelbe- ttieb wird in dem Institut besonders behandelt werden. Vortragsreisen für Hotelbetriebsführer und Lehrer an Fachschulen werden eingerichtet werden.

Irene Lücken gestorben.

Irene Eucken, die Lebensgefährtin des Philo­sophen Rudolf Eucken ist im Alter von 79 Jahren in Jena gestorben. An der Lebensarbeit ihres Mannes hat Irene Eucken regen Anteil genommen. Nach feinem Tode im Jahre 1926 bat sie als treueste Sachwalterin feines geistigen Erbes im Sinne des Philosophen weitergewirkt.

3m Fluge vom Vlih getroffen.

Ein Verkehrsflugzeug, das von Camaguey nach Havanna (Kuba) unterwegs war, wurde im Fluge von einem Blitz getroffen und stürzte bren­nend ab. Aus den völlig verkohlten Trümmern wurden die Leichen von zehn Befatzungsmitgliedern und Fluggästen geborgen.

Hemptfchriftkeiter: Dr. Rdebrfd) Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik unv Bilder: Tr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Tr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft it. Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Beriagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: TbeodorKümmel Pl.Nr.6.

Zurckharbt. Denn er wies die Auslcmbsschweizer tarauf hin, daß jedes schweizerische Sprachgebiet unveräußerliche Werte großer Kufturen verwaltet mb daß darum ein enger schweizerischer Nationa- smus dem Sinn der Eidgenossenschaft zuwider- mfe. Das ist Sache der Schweizer selbst. Allge- icine Sympathie wird aber sicher der Satz fin- en:Unsere Aufgabe in der Welt können wir lcht mit Rechten und mit Raten erfüllen, sondern :ur mit Taten."

Erneute Ueberfliegung der Schweiz.

G e n f, 29. Sept. (Europapreß.) Das Ueberfliegen hweizerischen Gebietes durch britische Flugzeuge hat n der schweizerischen Bevölkerung h e f t i g ft e n t r ü ft u n g ausgelöst, zumal noch vor kurzer jeit die Schweiz in London gegen die Verletzung er Neutralität durch englische Flugzeuge Protest ngelegt hatte. Die Nacht zum Montag war d i e nruhigste Fliegeralarmnacht, die die Hestschweiz je erlebt hat. Ständig tasteten Schein­werfer den Luftraum ab, das Abwehrfeuer war so iarf, daß die Bevölkerung auch ohne Alarm Schutz g den Luftschutzkellern suchte. Auf der Strecke > e n f Lausanne hielten die Eisenbahnzüge uf den Stationen; die Reisenden wurden aufge­ordert, Schutzräume aufzusuchen.

Unter britischem Druck.

Adana, 30. September. (DNB.-Funkspruch.) ie iranischen Behörden haben den zur Begleitung ?5 vor den Briten geflüchteten irakischen NÜnister- räsidenten Raschid Ali Al Kailanis in Teheran rhörenden irakischen Generalstabsch-ef Amin Z a = i sowie mehrere an dem Befreiungsversuch beteb gt gewesene höhere Offiziere den Engländern us geliefert. Die irakischen Offiziere sollen in agdad vor das britische Militärgericht estellt wenden. Der Direktor des Hafens von asra, der Engländer Sir John Ward, ist durch ekret des englandhörigen irakischen Regenten zum s n e r a l ernannt worden. Ward war früher Ge- ;raldirektor der irakischen Eisenbahn, wo er vor lern die Einstellung von Juden in höhere Aemter :günftigte. Seine Ernennung zum General wird it seinenfrüheren Verdiensten für den irakischen taat" begründet.

Kein gemeinsames britisches- »wjetisches Kommando im Kaukasus.

Stockholm, 29. Sept. (Europapreß.) Ein ge­meinsames englisch-sowjetisches Kommando im Kau- jisus oder Iran soll nicht gebildet werden. General Vavell erklärte in Teheran, baß er bies nicht für nötig erachte. Es mürben jeboch Pläne ausgearbei- it für eine enge Zusammenarbeit zwischen den hüben Streitkräften. Er habe lange Besprechungen trit dem sowjetischen Befehlshaber in Iran gehabt, luf Grund seiner augenblicklichen Dispositionen sei t unwahrscheinlich, daß er die Sowjetunion be- slchen werde. Vor fünf Jahren sei er das letzte Mal h der UdSSR, gewesen, als er dort Manövern bei» gewohnt fjabe.

Vie Japaner im weiteren Vordringen.

Schanghai, 29. Sept. (DNB.) Japanische cuppen, die ostwärts Tschangscha weiter nach- m vorgingen, nahmen Tschutschau ein, einen Vichtigen Eisenbahnknotenpunkt an der Kanton hankau- und TschekiangKiangsi-Bahn. Der noch in knesischen Händen befindliche Teil der Tschekiang