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m. 20b Zweites Blatt

5O./5i. August 194X

Gtetzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gverheffen)

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tenbcn Machtanstieg zur Folge hatte. Die im we- senflichen siegreiche Durchfechtung des Konfliktes mit England über die Beteiligung des iranischen Staats am Ertrag der Oelgebiete im Südwesten Irans war ein Symptom dafür. Die iranischen Erdöl- <.ager sink» bedeutend und seit langem Konzessions­gebiet für ein englisches Unternehmen, dessen An­teile sich sämtlich im Besitz der Londoner Regie­rung befinden. Eine Oelleitung von etwa 200 Kilo­meter Länge führt vom Zentrum der Gewinnung, Maidan i Naftun, nach dem Hafen Bender Schah­pur unweit Basra.

Iran war bis vor kurzem ein Land fast ohne Eisenbahnen und brauchbare Straßen. Das hat sich jetzt geändert. Die iranische Regierung hat eine Bahnlinie von Teheran über Hamadan, das alte Egbatana, nach Bender Schahpur in der Nähe von Basra bauen lassen, über eine Strecke von etwa 1000 Kilometer. Eine Verlängerung führt von Teheran gegen Osten bis an die Küste des Kaspischen Meeres. Sie umgeht das unpassierbare Elburs-Gebirge. Die Russen haben seinerzeit eine Verlängerung ihrer Transkaukasischen Bahn bis nach Täbris, der wichtigsten Stadt im Nordwesten Irans, gebaut; die Fortsetzung in der Richtung auf Teheran wurde begonnen, ist aber noch nicht

Vor Eröffnung der 9. Film-Biennale.

Die Vertreter der bedeutendsten Teilnehmerstaaten an der 9. Film-Biennale, die am Samstag eröffnet werden wird, sind bereits in Venedig einge­troffen, u. a. der Generalsekretär und stellvertre­tende- Vorsitzende der Internationalen Filmkammer, Dr. Meltzer aus Berlin. Am Eröffnungstage wird ein italienischer Kurzfilm zur Aufführung gelangen, ferner ein deutscher Farbenkurzfilm. Der Minister für Volksbildung, Pavolini, wird ebenfalls in Ve­nedig fein.

steht noch lange so und schaut gegen Abend. Bleibt, bis alles Licht erlischt, bis auch ihn die Schatten übereilen. Dann wendet er sich ab und verschwindet im Wald...

Hochschule und Volksbil-ungssiätte.

Eine Gemeinschaft geistiger Arbeit. Oie erste Winterarbeit im Zeichen des Paracelsus.

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Zum Begriff derSchule" gehört es, daß von ihr junge Menschen für das Leben, für ihren Be­ruf, für die Mitarbeit in der Volksgemeinschaft ausgebildet werden. Das gilt im vollen Umfang auch für die Hochschulen! Die Hochschüler müssen freilich stets schon eineabgeschlossene Schulbil­dung" hinter sich haben. Sie stehen meist in einem Alter, in dem andere Menschen bereits ihren Le­bensunterhalt erwerben und eine Familie gründen können. Sie übernehmen ferner nicht nur fertiges Wissen aus den Vorträgen ihrer Lehrer, sondern erarbeiten sich, wenigstens an den deutschen Hoch­schulen, selbst Wissen und Können durch eigenes Forschen. Dennoch stehen auch sie erst in der Aus­bildung.

Der Erwachsene, der längst im landläufigen Sinnausgelernt" hat, trügt aber, gerade auch wieder bei uns in Deutschland, den starken Wunsch in sich, mehr zu lernen, sein Wissen zu vervoll­kommnen, seinen Gesichtskreis zu erweitern. Diese Weiterbildung kann in einem gewissen Zusammen­hang mit der Berufsarbeit stehen: Ein Autoschlosser etwa lernt italienisch, um sich mit einem Gast seines Volkes, der einen Kraftwagen repariert haben möchte, leichter und besser verständigen zu können. Die Weiterbildung kann Problemgebiete und Entdeckungen betreffen, die zur Zeit allge­meines Interesse finden, oder die für die eigene Lebensführung in der Familie wichtig sind: Man lernt eine Errungenschaft der Physik kennen, wie das Elektronenmikroskop, oder läßt sich über Fra­gen der Volksgesundheit und der Abwehr be­stimmter Krankheiten unterrichten. Die Weiter­bildung kann aber auch in scheinbar ganz abseitige Wissensgebiete führen, wenn z. B. eine Näherin sich nicht nur an der Schönheit alter Gemälde im Museum erfreuen, sondern recht genaue Kenntnisse der Kunstgeschichte erwerben will. Aufgeschlossen­heit, Freude an geistiger Arbeit und der Wunsch, die Stunden- der Erholung so zu verleben, daß man innerlich bereichert wird, das sind die Beweg­gründe, die hinter unserer Erwachsenenbildung stehen und die schaffenden deutschen Menschen stän­dig in so großer Zahl in die Kurse und Vorträge' des Deutschen Volksbildungswerkes führen. Nur

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Lob der Musik.

Von Joseph Magnus Wehner.

Inniger als in den anderen Künsten murmelt dem Deutschen in der Musik der Born der Schöpfung, und gern leiht er sein Ohr, der Vielfalt müde, den lichten Tönen, die aus der Einheit träufeln in dis Muschel der Welt.

Der Musik hinaegeben hört er das Urwort des Lebens. Mochten die Uralten glauben, die Erde sei aus dem Feuer geboren oder aus dem Wasser ge­stiegen: der Deutsche weiß, sie kam aus der gött­lichen Wolke der Musik, der auch das Wasser ent­strömt und das Feuer.

Wenn Beethovens Lied ertönt, geht der summende Gott zwischen Licht und Finsternis über die öde Weltflur; Wasser stürzen von den Felsen, es ebnet und talt, Flächen bewegen sich farbig, glänzende Osterkugeln steigen aus dem Munde des Gottes wie Noten und entfalten sich, Schmetterlinge, Frühlinge: und plötzlich blüht und glüht und summt der Sommer des Alls.

Alles ist erfüllt von Musik, in jedem Ding schlaft ein Lied, weil jedes Ding teil hat an der Liebe des Anfangs und nur eine Zeitlang forttrauert in feiner Form gleich der Seele in der Kapsel des Leibes, bis sie angerufen wird vom Du der Liebe in lichter Musik. ,

Musik verwandelt wie die Liebe. Tritt auer der Geist in ihr feuriges Weben, der Bildner von urher, dann tönt nicht nur die Welt um ihn, und die Körper des Alls steigen an das ewige Ufer der Erschaffenheit, nein, dann enthüllen sich auch die unsterblichen Ordnungen der Welt bis an den letzten kreisenden Stern. Aus den Gespinsten des feineren und dunkleren Lichtes, das ja selber wieder Musik ist löst sich der Reigen der Dinge in Satz und Gegensatz, das Gefüge der Welt wird sichtbar und alle Trauer erlischt im Wesen.

Darum ist die Musik die deutscheste Kunst, weil sie nicht nur den Rausch bringt, sondern auch die Klar­heit, nicht nur die Zeugung, sondern auch die Ord­nung, nicht nur den Schlaf, sondern auch den Traum, nicht nur die Notwendigkeit, sondern auch den Sinn.

Angerührt vom Leben ertönt die Seele der Un­schuld; angerührt vom Sinn singt der Geist über den Wassern und stellt die Säulen des Tempels mitten in die Unendlichkeit, ein Bild himmlischer Ordnung gleich der Fuge Bachs.

Ueberall wogt Musik. Wogenrosse springen aus dämonischer Tiefe gegen den Himmel, der Silber- fliigel des Geistes streift den Rausch der Wasser, und weiße Menschensegel ziehen auf ihrer Flut dem Unendlichen entgegen.

Dichtung ist die Sprache der Götter, Musik der Atem der Gottheit.

Schließe dein Auge und lausche: Seele ertönt in Musik.

Blauer Heinrich.

Von Albert Mähl.

Drei Kochgeschirre mitblauem Heinrich" in der rechten, drei in der linken Hand, stehe ich in finsterer Mitternacht unten im Hohlweg vor unserer Stellung an der Aisne-Front und überlege: die Strecke von hier bis zum Grabeneingang und von dort bis zur Gruppe bildet ein stumpfwinkliges Dreieck mit dem cröfeten Winkel oben beim Graben. Wenn du also auf aut Glück querfeldein die Hypothenuse unter ine Beine nimmst, kommst du früher an. Allerdings, Hypothenuse, bedenke, daß du in Geometrie immer eine Vier gehabt hast. Immerhin damit schwenke ich auch schon halblinks ins Gelände.

Ich merke gleich, hier kann man schwerlich fest auftreten. Der regenweiche Lehm backt nur so, die nassen Rübenblätter klatschen an meine Stiefel.

Schwarz ist die Nacht, von der Hypothenuse nichts zu entdecken. Schwarz ist die Nacht, »all Ruben und ahne Sterne. Ich gehe und gehe, der -blaue Hem- rieh" dampft, und ich dampfe auch. Der Gkaben kommt nicht in Sicht; ich sollte umkehren aber wo­hin? Mir ist nun ganz gleich, wohin ich gerate, nur heraus aus dem Klutenpedden, auf die Hypothenuse ist entschieden kein Verlaß.

Endlich bemerke ich eine krumme ttesschwarze Linie unter mir wahrhaftig der Graben! Ich atme auf lobe mir doch meinen Einfall, stehe lang und hoch oben am Grabenrand und überlege wie ich nun mit demblauen Heinrich am besten sanft hinuntersteige.

Nicht/ruhrNich" Ist denn kein Posten da? , Möglich bluckt hell und grell ein Scheinwerfer auf Ein milchig leuchtender Strahl streicht weit von '^inw^fenl fährt' e7°/i/durch den Kops, hinein in den Graben! Ich ziehe die Beine an, hupfe w,e ein Heines Mädchen unterm Springtau und lalle denblauen Heinrich" fest umklammernd mein ganzes Gestell °vn Mensch m die Tiefe PlM|e@run6 kam ich schon, °be.r fast mit dem Koos zuerst Mein Schädel brummt m ganzer Lan^e r ' «Ahrt und auch derblaue Heinrich hat sich !°ng gemacht.

kriechtda'nun brkit und hohnvoll dampfend auf dem Ä chm 'Ä,Cf« den Eingang zum

vollendet. Außerdem besteht jetzt eine für Auto­mobile fahrbare Straße von Buschir nach Teheran, ein bedeutendes Werk, dem im unwegsamen süd­iranischen Randgebirge große Schwierigkeiten ent­gegenstanden. Mir sind die Mühen, die ich auf meinem Maultier mit der Ueberkletterung der auf­einander folgenden Kotaks, von Steinblöcken über­säte Pässe, hatte, noch in lebhafter Erinnerung.

Die Engländer hatten nach Unterdrückung^ des Freiheitskampfes im Irak zu Beginn dieses Som­mers allmählich fünf Divisionen bei Ehani - (in, an der Grenze zwischen Iran und dem Irak, versammelt. Ehanikin ist durch eine Zweiglinie der Bagdadbahn mit Bagdad verbunden. Es liegt am Eingang der Zagros-Pässe, der Medischen Tore des Altertums, durch die Alexander der Große nach der Eroberung Babylons mar­schierte, um auf das iranische Hochland zu gelan­gen. Die früher schwierige Paßstraße ist jetzt für Automobile fahrbar und hat eine bequeme Fort­setzung nach dem etwa 300 Kilometer entfernten Hamadan. Dort trifft sie auf die iranische Magi­strale von Teheran zum Persischen Golf. Hier und um Täbris wird man den nächsten Fortgang des englisch-sowjetischen Gewaltstreichs zu erwarten haben.

Oie Sonne sinkt.

Von Karl Heinrich Waggerl.

Es ist ein ganz prächtiger Platz. Birken wachsen ^en den alten Stöcken, rundherum steht der

. dunkel und ernst. Langsam sinkt die Sonne, tollt den Himmel herab und verblutet im strömenden cidjt Mücken schwärmen in der ruhigen Luft, wie >Itfam ist so ein Wölkchen aus taufend schwirrenden klügeln! Da ist kein Sinn und keine Ordnung em- jusehen, und dennoch, plötzlich rückt der ganze Schwarm einen Schritt zur Seite, und nichts verliert i'd) dabei, keine einzige bleibt zurück von den tiufenb närrischen Mücken!

Ist es nicht wunderbar, hier zu kauern und Gott- rcter in eine große Welt von kleinen Dingen zu Hauen? Wieviel Leben ist da verborgen, wie viele winzige Käserchen und Fliegen, die dennoch alle ipre zwei oder drei Paare Beine haben, Flügel für iie Hochzeit und ein Herz für den Tod. Ach, so em leschwingtes Staubkorn! Zweimal in seinem Leben f>eht es vielleicht die Sonne. Einmal in der Jugend, h dieser Zeit macht es sich auf und fliegt über die ivnze Wiese hin, und wenn es drüben ankommt, ii, bann hat es unendlich lange gelebt und alles Hinter sich gebracht, dann ist es schon alt und weise geworden, das Käferchen.

Ein anderes rennt und läuft halmauf und °ab, G will gewiß nur eine Handbreit vorwärts kommen, r6er dazu muß es tausend Wege laufen, kreuz und wer durch fein mühseliges Dasein. Der Wanderer tinnte das alles mit einem Tritt vergehen lassen, i Ein anderes Mal bedachte er es wohl auch nicht Wb stiege achtlos mitten hinein.

Allein jetzt ist er wie Gottvater und lächelt über '-inet Welt, läßt alles gedeihen und grtt sein. ^Kel- l'ücht ist der Wanderer selbst nur ein Käfer. Plagt ch zwischen Gräsern und Halmen, meint, er hlüge sich durch Wüsten und Dickichte und ist mit Wer Kraft unterwegs zwischen einem und dem oberen Atemzug Gottes. Wenn von feinem Wege tuf ber Erde eine Spur zurückgeblieben wäre, was pr eine krause ßinie müßte das sein, was für em lUfame Schrift! Wer kann sie lesen, wessen (9rmei H er? Nun kommt jedenfalls auch er auf per 'itberen Seite an, ist alt und weise geworden, uno tas alles ist zuletzt nicht so wichtig, nein, gar licht.

, Der Wanderer hat freilich recht wenig für seine 1 nsterblichkeit getan, nie etwas Nennenswertes - I birtt in feinem Leden. Andere bringen es Dann l-wiß viel weiter. Andere denken sich manches aus Wb können allerlei unterwegs erfinden, mwoyi, , ^nn Gott nur nicht eines Tages zerstreut ist uno

Gedanken feinen Fuß darauf setzt ...

Die Sonne taucht in die Wälder. Der Wander

Lösung, die wohl nicht die einzige im Reiche blei­ben wird, entsprang zunächst einer Kriegsforde­rung. Sie war aber vorbereitet durch die engen Beziehungen, die zwischen Universität und Volks- bilbungsstätte seit deren Gründung bestanden. Die Freiburger Universität und ihr Rektor, der zu­sammen mit dsm Leiter des Institutes für Rund­funkwissenschaft, Professor Roedemeyer, und mit Prof. Langendorff die Volksbildungs- ftätte Freiburg praktisch führt, will die Zusam­menarbeit so gestalten, daß sich zwischen der Uni­versität und der Einrichtung, die zur alleinigen Trägerin der Erwachsenenbildung in Partei, Staat und Gemeinden bestimmt wurde, eine Gemeinschaft geistiger Arbeit im ganzen Wirkungsbereich dieser Hochschule herausbildet, an der alle Volksgenossen teilhaben können.

Vielen Volksgenossen wird" so erklärte Prof. Süß, vielleicht nach der bisher schon gepfloge­nen engen Zusammenarbeit die Uebernahme der Leitung der Volksbldungsstätte durch die Universi­tät selbst wenig bebeutfam erscheinen. Doch die Freiburger Universität vollzieht gern und bewußt diesen Schritt, der die Universität als Mittelpunkt und Träger geistiger Kultur auch in der breiten Öffentlichkeit'erscheinen läßt. Die Universität will bei ihrer Aufgabe, die hohe Schule deutscher wissen­schaftlicher Forschung und ßelye zu sein, alle Volks­genossen an ihrer Arbeit teilnehmen lassen und indem sie aus allen Schichten die Besten zu sich heranzieht, stets im Bewußtsein unseres Vol­kes lebendig sein!" Diesem Ziel wirb auch so­gleich der Plan der Winterarbeit 1941/42 dienen: Ihr wirdder LeitgedankeGesundes Volk" zugrunde liegen in dankbarem Gedenken an den großen deutschen Arzt und germanischen Denker Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, der am 24. 9. 1541 in Salzburg starb." Die Bedeutung ber Genußgifte, Fragen der Krebsbekämpfung, der Lungentuberkulose und Ge­schlechtskrankheiten werden im Vordergrund der Arbeit stehen. Darüber werden aber alle anderen Aufgaben der Dolksbildungsstätte nicht übersehen werden.

Heber diese inneren Veranstaltungen hinaus wird die Universität im Rahmen ber Volsbildungs- ftätte kurze Vorträge in b e n Betrieben selbst durchführen, da derartige Vorträge trotz aller Arbeitslast unserer in den Fabriken, Werk­stätten und Kontoren schassenden Volksgenossen starken Anklang gefunden haben. Es dürfte bas erste Beispiel fein, daß eine Universität mit ihrer Lehre in die Betriebe kommt!

MSewMeichgegenZran

Von Dr. Paul Rohrbach.

Das Kaiserreich Irander früher übliche Name Dersien ist amtlich außer Gebrauch gesetzt ist leute ein ganz anderer Staat, als zur Zeit der leruntergefommenen Kadscharen - Dynastie, die h925 vom Schauplatz abtreten mußte. Seitdem hat 3er gegenwärtige Herrscher Riza Schah Pehlevi die Zeschicke des Landes in seine kräftige Hand ge­nommen. In dem persönlichen Namen, den er sich gewählt hat, liegt ebenso eine bewußte Anknüp­fung an die alte große Zeit Irans wie in der Wiederaufnahme des national-historischen Landes- namens. Die Phelevanen sind die Helden des ira- mischen Epos, in das der größte Dichter aus ira- mi djem Geschlecht, Firdusi, vor bald einem Jahr­tausend bas unvergleichliche Sagengut seines Volks ^faßt hat. Firdusis Königsbuch verdient neben 3er Ilias und dem Nibelungenlied genannt zu iverben.

Der gegenwärtige sowjetisch-englische Ueberfaü nuf Iran hat fein- Vorspiel im Jahre 1907 gehabt. Rußland und England hatten beide schon seit Jahrzehnten ihr Auge auf das damalige Persien geworfen. Im Winter 1900/01 machte ich einen Ritt ^on ber Hafenstadt Buschir am Persischen Golf aber Schiras und Jspahan nach Teheran. Ispahan mar damals der Sitz eines russischen Generalkons­uls, ber sich fast schon als Herr im Lande be­nahm. Buschir und die Küste des Persischen Golfs wurden von den Engländern als Vorhof für In­dien beansprucht. In Teheran war von russischer Seite für den Schah eine Kofakenbrigade aufge- tieUt worden, die aus Angehörigen iranischer Bergftämme bestand, aber nach russischem Regle­ment exerziert wurde. Aus ihr ist auch Riza Schah irsprünglich hervorgegangen.

1907 wurde ein englisch-russischer Teilungsver- wag über Persien geschlossen. Rußland war von Fnglanb in den Krieg mit Japan hineinmanövriert worden, hatte die von England vorausgesehene Plieberlage erlitten und auf seine weltpolitischen Absichten im Fernen Osten verzichten müssen. Nun alt es, die russische Regierung zum Bündnis gegen Deutschland willig zu machen. Die erste Anzahlung, ie England daraus leistete, war ein Abkommen, wodurch der ganze Norden Irans als russisches Linflußgebiet anerkannt wurde, während England , id) ben Süden, die Gebiete am Persischen Golf, j -Js feine Interessensphäre ausbedang. Die Mitte nit der alten Landeshauptstadt Jspahan sollte neutral" bleiben, d. h. die beiden Kontrahenten erpslichteten sich, einander da nicht ins Gehege zu vmmen. Allerdings verstand man in Petersburg ie Abmachung stillschweigend dahin, daß auch die Jlitte früher oder später an Rußland fallen sollte, luf den Plan, eine Eisenbahn von Aschabad an ler transkaspischen Bahnlinie nach Bender Abbas cm Persischen Golf zu bauen, mußte Rußland ver- j jlÄten.

Das war der Stand der Dinge zu Beginn des i Leitkrieges. Während des Krieges rückten türkische, russische und englische Truppen in Iran ein, vor­hergehend auch, von Bagdad aus, schwache («kutsche Kräfte, um den englischen Machenschaften 1 mtgegengutreten. Schließlich blieben bit Engländer B- tllein auf dem Plan und waren zwei Jahre lang, 'M8 bis 1920 die eigentlichen Herren im Lande. R 5d)on glaubte man in London, Iran als Ganzes 1 n ähnliche Abhängigkeit bringen zu können, wie | iie im Weltkrieg gewonnenen Mandatsgebiete in I Sorberafien. Auch die Bolschewisten machten 93er- Licfje, sich in Täbris und Teheran in den Sattel I ii setzen. Es war in der Hauptsache Riza Schahs I Serbiens!, schon bevor er sich die Krone Irans I:nfs. Haupt setzte, die Unabhängigkeit Irans wie- » «rherzustellen. 1925 begann unter seiner Herrschaft I iüe innere Neuordnung, die bald auch einen bedeu-

wer die Kulturwerte feines Volkes schätzen und lieben gelernt hat, ist auch im Ernstfall bereit, sie zu verteidigen.

So stehen die Hochschulen und die Dolksdildungs- ftätten mit ganz verschiedenen Auf­gaben und Zielen nebeneinander! Dennoch verbindet sie ein naher innerer Zusammenhang: Das Wissen, das beide in ihrer Art verschieden vermitteln, ist doch nur eines! Wenn in der Volksbildungsstätte z. B. von den Keimzellen ge- Öen wird und von den Erbanlagen, die in den chleisen ber Keimzelle weitergegeben werben, ober von ber Züchtung neuer Pflanzensorten und Blumen, so sind das Erkenntnisse, die meist in Hochschulinstituten von Hochschullehrern und ihren Mitarbeitern der Natur abgerungen und in ihren möglichen Folgerungen durchdacht worden sind. Was liegt da näher, als diese Männer der Wissen­schaft und der Hochschule auch selbst über ihre Ar­beitsgebiete in der Volksbildungsstätte sprechen zu lassen! Gewiß, die Art der Darstellung ist grund­verschieden zwischen beiden. Es wird den Män­nern der Hochschule oft sogar keineswegs leicht fallen, das allgemeinverständlich zu sagen, was sonst ein knapper Fachausdruck, vielleicht ein Fremdwort, mit einer durch Uebereintunft der Gelehrten verbürgten Genauigkeit bezeichnet, ohne daß der Fachfremde sich darunter das ^Geringste vorzustellen vermag. Dennoch besitzen gerade die genialsten Forscher in ihrem Vortrag oft eine kri­stallene Klarheit und lebendige Anschaulichkeit. Und wo sie sind, da ist auch ihr Lehrmaterial und ist schließlich auch Raum, die Volksbildungsstätte aufzunehmen!

Mehrere deutsche Hochschulen sehen daher bereits seit längerer Zeit die örtlichen Volksbildungsstätten bei sich als Gäste. Den engsten, nämlich den per­sönlichen Zusammenschluß hat jettt aber die Frei­burger Universität vollzogen: In seiner Eigenschaft als derzeitiger Rektor der Albert-Lud- wigs-Universität zu Freiburg i. Br. übernahm der Mathematiker Prof. Dr. Wilhelm Süß die Leitung der Dolksbildungsstätte Freiburg im Rah­men des Volksbildungswerkes der NS.-Gemein- schastKraft durch Freude". Diese neuartige Kochgeschirr verfehlt habe. Er antwortet hohn- dampfend, indem er mich an die Hypothenuse er­innert. Nach einigem Hin und Her fügt er sich aber doch sanft vom Boden zu erheben.

Aber nun vorwärts, Junge, auf geht's, hier m der Nähe muß doch jemand stehen, der Bescheid weiß. Nein, der Graben ist leer, nur voll Wasser ist er. Aber jetzt kommt eine Biegung, schräg voraus. Es geht etwa hundert Meter lang durch eine schmale Rille wo mag die enden?

Am Grabeneingang, am Schnittpunkt des ver­fluchten stumpfen Winkels? Das ist ja reizend. Der Ausguckmann meint es auch, als er mich unver­sehens hinterrücks auftauchen sieht. Ich habe also einen schändlichen Jrrgang gemacht. Mir tritt der Schweiß auf die Stirn, als der Mann mir die Zett anfagt. Mit Hochdruck hole ich aus.

Schon will der Morgen dämmern, da treffe ich ein. Ich will lieber nicht sagen, welche Huldigung mir bereitet wurde. Meine Kampfgenossen nssen mir, blau vor Zorn, denblauen Heinrich" aus den Händen, hauten sich ihre Lage in den Kochgeschirr­deckel, zogen die Löffel aus dem Stiefelschaft und stießen sich, von mörderischem Kohldampf getrieben, das Zeug in den Hals. Zur Strafe für die Ver­spätung soll ich nur eine halbe Portion haben. Ich nehme lieber die ganze Strafe als die halbe Portion.

Einer spuckt aus: . . .

Verfluchte Küchenbullen, da sind ja Sterne drin! Und Lehmbrocken!" ein anderer.

Wenn das .blauer Heinrich ist, will ich den Drahtverhau fressen!" ein dritter.

Und flau ist das Zeug wie Regenwasser!" meint ein vierter.Mensch, was hast du dir da bloß einschenken lassen; denkst du dir gar nichts dabei?" Doch", sage ich,ich denke schwer daran, daß ich in Geometrie immer 'ne Vier gehabt habe, und darunter haben wir^beide, der .blaue Heinrich und ich sehr zu leiden gehabt!"

Und nun erzähle ich ihnen meinen Jrrgang mit der Hypothenuse.

Da haben sie nicht schlecht gelacht, und sie hingen mir von Stund an einen Spitznamen an. Den will ich aber lieber nicht verraten!

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Das -Kreuz Ist weil über die Erde verbreitet. Es ist ein Kennzeichen deutscher Arznei­mittel, die die Achtung der inter­nationalen Wissenschaft und das Vertrauen von Ärzten in der gan­zen Welt gewonnen haben. Arz- neimittel mit dem »ßaye*»-Kreuz sind deutsche Heilmittel von (BAYER| Weltruf.

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