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An der alten Ordensburg Narwa vorbei

Arbeitsgemeinschaft derLugen- Europas

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Britische Zndustriemission für die Bereinigten Staaten.

i'rit Rücksicht auf die friedlichen Absichten des O chers von Iran angeordnet worden, daß die Wiche Armee von jeglichen Operativ- t r d es Wider st andes Ab st and neh-

Ker britisch-sowjetische Vor marsch in Iran.

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gr ner wurde das Arbeits-Not st and s° rizramm angenommen, das auf eine Mobili-

nischen Lieferungen an England erforderlich, und daß eine Vorbedingung hierfür ein Austausch von Industrie-Kommissionen zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten sei.

Aus dem Reich.

rieanlagii I dort mehiv Industrie, M u und Eisich elektrotechnG irrten. Auf te beiten in 9tca iken sowie k- enden 3nl* ilich gibt es A ib, Leder, ti )i der ®e(e^i chtiger Aussih achs, LemsW^s vor allem T« i r t, ein W XX) Eimvohm »sonders toifc flottenstüf Diesem ifen- und

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Dom Departement zur Provinz

Von unserem Fch.-Korrespondenten.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bd HauvtschriftletlerS: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Sange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thvrtot. (beurl.), t. V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirt­schaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche UniversitLtSdruckerei R. Lange S. 9. Berlagsleiter: Dr.-Fng. Erich Hamann; Anzeigenletter: Hans Beck» B eranlworUtch für den Inhalt der Aozetgen; Theodor Lümmel. Pl.Nr.4,

Zvshington, 29. Aug. (Europapreß.) Pra- kn Roosevelt hat mit der Bildung eines ve köpfigenPrioritäten- und Zuteilungsaus- sisi s" eine völlige Neuordnung der für die non)5 kanische Rüstungserzeugung zuständigen Be- ldm vorgenommen. Dem Ausschuß fallen die p'::ionen einer obersten Behörde für oie ^.ngsproduktion zu. Vorsitzender ist der -pW* ^si-ent der Vereinigten Staaten, Henry AZal« tc'- Die übrigen Mitglieder sind: der Proour- PSchef William Knudsen, Sidney 1:; n, Kriegsminister S t i m s o n und Marme- f-er Knox, die zusammen den vor einigen ifMiten gegründeten Produktionsausschuß biloen, B* Henderson, der Vorsitzende der Behörde M Preisfestsetzung und zivilen Konsum, un Wktzlich Harry Hopkins, der intimste Berater NLs:veltS.

^Inspektion der deutschen Heimschulen"

Wie bereits bekanntgegeben wurde, werden in allen Teilen des Deutschen Reiches Heimschulen errichtet, unabhängig vom örtlichen Schulbedursnis. Sie sind bestimmt, Kinder von Eltern aufzunehmen, die im Auslande ihren Wohnsitz haben oder außer­halb des Reiches ihren Dienst zu versehen haben, als Politische Leiter, Offiziere, Beamte usw. ihren Dienst häufig zu wechseln haben oder aus dienst­lichen Gründen sich nicht in ausreichendem Maße der Erziehung ihrer Kinder widmen können oder als Bauern, Arbeiter und Handwerker mehr als bisher die Möglichkeit haben sollen, ihre besonders begabten Kinder ihren Anlagen gemäß erziehen zu lassen. Sie werden sowohl als Jungen- wie als Mädchenschulen eingerichtet, und zwar je nach Be­dürfnis als Oberschalen, Gymnasien und Haupt­schulen, gegebenenfalls auch als Volksschulen. Der Aufbau vollzieht sich durch Neugrundungoderdurch Umwandlung bisheriger Erzlehunosstatten. Die Or- aanisation und Leitung in der Zentralinstanzhat Reichsminister Rust dem ^-Obergruppenführer fseißmeyer übertragen, der alsInspekteur der deutschen Heimschulen" ihm unmittelbar unterstellt Dienststelle befindet sich in $erhn»(3rune= I^^KLniÄ Die mittlere Schulaufsicht verbleibt bei den bisher zuständigen Schuloussichts- Srh knw. den Unterrichtsverwaltungen der Länder Welche bestehenden Schulen der Inspektion unterstellt werden, wird gesondert bekanntgegeben

i e|( am dringendsten benötigt werden. Besonders Inrft wird die vorgesehene Ausweitung des Re- , sinmngssystems, das beide Geschlechter in allen Herren erfassen wird. Die Altersgrenze für die iegittierung, die bisher 20 Jahre betrug, wird .Mett. In Zukunft sollen alle Arbeiter innerhalb tirei gewissen Altersgrenze der Registrierungs- mld: unterliegen.

Di Sprache der japanischen Presse wird täglich shil?r. In den nächsten Tagen, so vermutet man, lU!»n die USA. »Xanfer vor der Tsu- Wk2 -Straße stehen, deren Kontrolle für Ja- m ite gleiche Rolle spiele, wie die Kontrolle des Hminakanals für die Vereinigten Staaten. Die Mmigten Staaten wollten freie Durchfahrt nach Wimoftot erzwingen und verfolgten damit den jfe, Japans Ansehen in den Augen der astati- W Völker herabzusetzen.

schen und italienischen Jugend hinaus eine Ar­beitsgemeinschaft der Jugend Euro- paß, etwa in der Form eines internationa­len Jugendbundes zu schaffen, in der alle Jugendorganisationen Europas nach freiem Willen und Ermessen Mitarbeiten.

Im Namen der europäischen Jugendabordnungen dankte der Generalvizekommandant Exzellenz Se­la n i für die Grüße der deutschen Jugend und brachte zum Ausdruck, daß die hier ausgesprochenen Gedanken die Empfindungen der gesamten euro­päischen Jugend wiedergeben, und daß der Zeit­punkt gekommen fei, sie nunmehr auszusprechen. Die Jugend fühle sich als der Stoßtrupp der neuen Zeit. Die Werte der Kultur und das Bekenntnis zur Ar­beit werden ihr das Gepräge geben. Er fei überzeugt, daß die hier versammelte Jugend aus allen Ländern des Kontinents bereit fei, in diesem Sinne für die Zukunft des neuen Europa zu arbeiten.

p $rtMIau' 29. Aug. Während auf den Wett- rampfplatzen des Hermann-Göring-Sportfeldes ne- oen ben (Snbtämpfen um die deutsiye Jugendmeister- Ichast die Vorentscheidungen in den Jugendländer­kampfen fielen, fand in Gegenwart des Reichs- !£l"-r.5 f"r die Jugenderziehung, Baldur von « ch l r a ch , eine Zusammenkunft zwischen den Führern der Hitler-Jugend und den a u s l ä n d i - Uh en Delegationen statt. Reichsleiter von schirach erklärte, es sei heute für die deutsche Ju° gend ein großes Erlebnis, daß nicht allein das Prinzip der Selbstführung, sondern noch viele Ge- ?£? cL grundsätzlicher Art, die im Endergebnis alle schließlich durch die große Idee unseres Jahrhun­derts, die Idee der sozialen Gerechtigkeit gekrönt wurden, den Jugendorganisationen Europas ge- memsam seien. Deshalb sei es nur zu verständlich, öQB allerseits der Wunsch entstand, über die seit Jahren bestehende Verbindung zwischen der beut-

Das Wahrzeichen der Stadt Narwa am Finnischen Meerbusen ist die alte deutsche Ordensburg. Aus der Vormarschstraße unserer Truppen sieht man ge- lüchtete Bevölkerung, die nun unter dem Schutze »er deutschen Wehrmacht wieder in die Stadt zurück- kehrt. (PK.-Schmidt-Scherl-M.)

Kleine politische Rachrichten.

Reichsminister Dr. Goebbels empfing in Gegenwart eines Vertreters des Reichskommissars ür die besetzten niederländischen Gebiete den Lei­ter des Departements für Dolksaufklärung und Künste in den Niederlanden, Prof. Dr. Goede- waagen. Generalsekretär Goedewaagen benutzte einen mehrtägigen Aufenthalt in Berlin, um Aus­bau und Einrichtungen der R^ichskulturkammer kennenzulernen.

Die Frau des französischen Generaldelegierten ür die besetzten Gebiete, Fernand de Brinon, türzte in einem südlichen Vorort von Paris von hrem Fahrrad. Sie wurde in schwer verletztem Zustande ins Krankenhaus eingeliefert. Frau de Brinon hat einen Schädelbruch erlitten.

Der neue australische Ministerpräswent Fad- den übernahm sein Amt. Der bisherige Minister­präsident Menzies hat sich bereit erklärt, im Kabinett Fadden einen Mimsterposten zu überneh­men, falls das gewünscht werden sollte.

Aus aller Wett.

DRK.-Generalhauptsührer Dr. Dahm gestorben.

werden.

Heimschulen für die Kinder von Wehrmachtangehöngen.

Hm bei den häufigen Versetzungen non Wehr- JLnnehöriaen eine stetige Schulerziehung ihrer @'nhf.r lu^etDäbrleifien stellt das Reichserziehungs.

Beginn des Schuljahres 1941/42 zu.

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xt. A im in Männer st adt (Rhon), ein Schulhei m m,t Klassen 1 bis 8 und

Gymnasium für Jung 2 bi5 4 ber Ober-

|ule Sie Betteuung biejer Schuitzeime ift dem

Inspekteur der Nationalpolitischen Erziehungsanstal­ten übertragen worden. Die Aufnahme erfolgt nach den für die Höheren Schulen allgemein üblichen Aufnahmebedingungen, wobei den schulischen Schwie­rigkeiten, in die die Kinder von Wehrmachtangehöri­gen durch Versetzung ihrer Väter ober durch die besonderen Verhältnisse des Krieges geraten sind, Rechnung getragen wird. Die Aufnahme erfolgt durch den Leiter des Schulheims. Auch in Schüler- Heimen aller Gaue stehen noch freie Heimplätze zur Verfügung.

25 OOO Studenten und Studentinnen im Ferieneinsatz.

Reichsstudentenführer Dr. S cb e e l erklärt, 10 000 Studenten und Studentinnen seien dem Ruf zum Einsatz in der Rüstungsindustrie gefolgt. Darüber hinaus fänden noch viele andere Einsätze der Stu­dentenschaft statt, so daß insgesamt wohl 25 000 deutsche Studenten und Studentinnen in ihren Fe­rien kriegswichige Arbeiten übernommen haben. Der Reichsstudentenfuhrer dankt der Studentenschaft und appelliert an sie im Sinne eines kameradschaftlichen Verhältnisses mit der Arbeiterschaft in den Betrie­ben, das für alle Zeiten dauerhaft bleibt. Er kün­digt an, daß an diesen Einsatz eine Urkunde erinnern wird, die zum Schluß des Einsatzes von der Reichs­studentenführung ausgegeben wird.

Nähmittel auf Sonderabschnitte.

Die Reichsstelle für Kleidung gibt bekannt, daß auf den AbschnittSonderabschnitt I" der Zweiten Reichskleiderkarte Nähmittel im Werte von 30 Pf. (Einzelhandelspreis) bezogen werden können. Bei der Abgabe von Nähseide und Seidenglanzgarnen ist nur die Hälfte des Wertes auf den Abschnitt an­zurechnen.

Fachschulen der Wehrmacht.

Die Fachschulen der Wehrmacht dienen der zivil- beruflichen Ausbildung der langdienenden Unter­offiziere. Die Heeres-, Marine- und Luftwaffen­fachschulen für Verwaltung bereiten auf den Beru des Verwaltungsbeamten vor. Daneben bestehen Ausbildungsmöglichkeiten für technische, handwerk­liche, land- und forstwirtschaflliche Berufe in den Fachschulen für Technik, für Land- und Forstwirt­schaft, die allen drei Wehrmachttellen zur Verfügung stehen. Sie führen die Bezeichnung-. Wehrmachtfach­schulen für Technik, Wehrmachtbauschulen, Wehr­machtingenieurschulen, Wehrmachtvermessungsschulen, Wehrmachtfachschulen für Landwirtschaft und Wehr- machtfachschulen für Forstwirtschaft.

Paris, August 1941.

Der französische Staatschef Marschall P 61 a i n hat an die erste Kommission des Nationalrats -eine Botschaft gerichtet, worin er die Aufgabe dieser Kommission, die mit der neuen Einteilung Frankreichs beauftragt ist, umreißt und ihr das Ziel ihrer Arbeit weist. Schon am 11. Juli 1940, dem Tag, an dem die Nationalversammlung in Vichy dem Marschall die Vollmacht zur Schaffung einer neuen Verfassung Frankreichs übertragen hatte, gab der Staatschef kund, daßGouver­neure an die Spitze der großen französischen Provinzen gestellt" werden würden. Er wollte damit dokumentieren, daß er sich von der Er­neuerung des Provinzlebens einen wich­tigen Beitrag zur Wiederaufrichtung Frankreichs verspricht.

Es liegt zweifellos eine bewußte historische An- pielung auf die Provinzen der königlichen Epoche vor, wenn P6tain die neuen Verwaltungsbezirke biß großen französischen Provinzen" und ihre Ver­walterGouverneure" nennt. Indes ist damit noch nicht gesagt, daß die Provinzen in ihrer alten Form wieder erstehen werden. Das kann man schon dar­aus folgern, daß für die Zukunft nur zwanzig Provinzen geschaffen werden sollen, während vor dem 14. Juli 1789 immerhin 38 Hauptprovinzen bestanden hatten. Aber von der Rückkehr zum Ge­danken der Provinz erhofft man eine Wiederbe­lebung der alten Gebräuche und Sitten, die, so sehr man sich darum auch nach der Revolution von 1789 bemüht hatte, doch nicht ausgestorben sind. Man hofft, wie der Marschall in einer Rede gesagt hat, das Frankreichs Erde, indem sie aus der Traditton schöpft, ein ganz neues Leben, eine ganz neue Ju­gend finde.

Die gestellte Aufgabe ist nicht leicht zu lösen; denn es handelt sich darum, etwas zu schaffen, ohne zu zerstören. In der Botschaft des Staatschefs heißt es darum auch, daß in verwaltungsmäßi­ger Hinsicht die Einteilung in Depar­tements zu bleiben habe, und daß a u ch i n wirtschaftlicher Beziehung die jetzigen Einrichtungen, soweit sie den gegenwärtigen Bedürf­nissen entsprechen, bei behalten werden sollen. Aus den Provinzen sollen Zentten der Organi­sation gemacht werden, um die Staatsautorität zu türken. Der Gouverneur der Provinz ist Vertreter )es Staatschefs und hat, was von grundlegender Bedeutung ist,mehr zu regieren als zu verwal­ten"; deshalb sollen auch seine Mitarbeiter nicht Verwaltungsbeamte, sondern andere, besonders qualifizierte Persönlichkeiten sein. Gewisse Anklänge an das deutsche Vorbild seien sie bewußt oder unbewußt sind schwer zu verkennen.

Die Verwaltungen der Departements haben

In Darmstadt verschied im Alter von 67 Jahren der stellv. Landesführer der DRK.-Land es stelle XII des Deutschen Roten Kreuzes, Dr. Emst Dahm. Der Verstorbene stand fett 1907 in der Rot-Kreuz-Arbeit. In feiner ärztlichen Tätigkeit leitete er das Bak­teriologische Institut in Duisburg, um später als Kreisarzt in Heinsberg, in Breslau und Merseburg zu wirken. 1920 wurde er Beigeordneter der Stadt Koblenz und Bezirkskolonnenführer, seit 1930 Pro- vinzialkolonnenführer der Rheinprovinz. Während des Weltkrieges stand er als leitender Arzt den Rot- Kreuz-Lazaretten in Heinsberg und Dremmen vor. Bei der Neuorganisation des Deutschen Roten Kreuzes berief ihn der Präsident des DRK. 1938 in den Stab der Landesstelle XII in Darmstadt, wo er als stellvertretender Landesführer und Leiter der Führungshauptabteilurrg wirkte.

Spion hingerichtet.

Der vom Volksgerichtshof am 13. Juni 1941 wegen Landesverrats zum Tode verurteilte 56jährige Johann K a n f y ist hingerichtet worden. Der Verurteilte hat jahrelang aus Gewinnsucht im Auftrage eines feindlichen Nachrichtendienstes Spio­nage gegen Deutschland getrieben.

Gewerbsmäßiger IHanfelbieb zum Tode verurteilt.

Von Mitte Februar bis Mitte März d. I. stahl der 39jährige Josef Fasching aus Hotels und Gaststätten in München 16 Mäntel im Werte von je 100 bis 500 RM. Die Mäntel verkaufte er unter Ausnutzung der Kriegsverhältnisse zu guten Preisen weiter. Fasching ging stets der Arbeit aus dem Wege, stahl namentlich in Wien und Ber­lin, verkehrte in verkommener Gesellschaft und fiel wegen Infektionskrankheiten, die er sich zuzog, öf- fenttichen Fürsorgeeinrichtungen zur Last. Das Son­dergericht verurteilte ihn nun als Volksschädling 3um Tode.

Schwere Stürme in Jberoamerika.

Seit vielen Jahren hat Jberoamerika nicht mehr einen so harten Winter erlebt wie diesen. Heftige Stürme mit starken Schneefällen wer­den gemeldet. In der Magellanstraße beim Kap Horn wütet seit einigen Tagen ein Sturm, der für die Schiffahrt größte Gefahren birgt In Matalle­ros ist der Fluß Aguada über die Ufer getreten und hat große Ueberschwemmungen verursacht. Villa Albe ist durch die Ueberschwemmungen von der Au­ßenwelt vollständig abgeschnitten. In den Anden haben die starken Schneefälle zu zahlreichen Der- kehrsunterbrechungen geführt Auch der Flugverkehr mußte unterbrochen werden.

Explosionsunglück in nordamerikanischer. Rüstungsfabrik.

In Manta Diesta (Kalifornien) ereignete sich in einem Rüstungsbetrieb ein schweres Explosions' unglück, bei dem fünf Arbeiter getötet und drei lebensgefährlich verletzt wurden. Da die Er­zeugung des erst vor kurzem mit einem Kostenauf­wand von vielen Millionen Dollar errichteten Be­triebes durch dieses Unglück erheblich beeinttächttat ist. wird eine eingehende Untersuchung darüber aus­genommen werden, ob das Unglück etwa einem Sabotageakt zuzuschreiben ist.

Schulen fördern das Varfußlaufen.

In allen etwa 750 Wiener Schulen ist ein Plakat angebracht worden, das die Schuljugend zum Barfußlaufen auffordert Barfußgehen erhält den Fuß gesund und leistungsfähig. Die Lehrer haben in allen Klassen auf die hohen gesundheitlichen Werte des Barfußgehens hinzuweisen.

bisher entscheidend das politische Gesicht derPro­vinz" bestimmt. Nach der politischen Struktur der Dritten Republik, die man zu überwinden sich an­schickt, waren Präfekten und Generalräte stets von der Parteipolitik abhängig. Sie waren denn auch die erbitterten Gegner der geplanten Reform, und ein sehr großer Teil von ihnen wurde bereits vor einigen Monaten in die Wüste geschickt, um durch Männer ersetzt zu werden, die dem Re­gierungschef geeigneter und zuverlässiger erschienen. Durch das Wiederaufleben der Provinzen wird die Rolle der Präfekten sehr wesentlich eingeschränkt und auf die Sachlichkeit der eigentlichen Verwaltung zurückgeführt werden.

Man wird vielleicht fragen, was es schon aus­mache, ob Frankreich nach Departements oder Pro­vinzen verwaltet wird, und doch zeigen sich an die­sem Problem die Wirkungen der Revolution von 1789. Diese Revolution nämlich hat Frankreich mit der Einführung der Departements zum klassischen Staat der Kleinbürger gemacht, die Franzosen zum kleinlichen Polittsieren geführt. Diese Erkenntnis ist für Frankreich nicht neu. Aber man hätte bis zum Zusammenbruch des Systems im vergangenen Jahr nicht darüber zu reden gewagt, weil ein heiliger Grundsatz es streng verbot, an den Seg­nungen der Revolution zu zweifeln ober gar an ihnen rütteln zu wollen.

Es ist selbstverständlich nicht der Name, die Be­zeichnung, die das Entscheidendste ist. Als man die Provinzen durch Departements ersetzte, wollte man bewußt ©tammesei genbeiten beseiti­gen. Man mied selbst die Erinnerung an die alten Landschaftsnamen; denn alles Alte schlechthin galt als Feind des Neuen. Man zirkelte 89 mehr ober minder gleichmäßige Kreise zurecht, ohne auf geo­politische, geschweige denn landsmannschaftliche Eigenarten die geringste Rücksicht zu nehmen. Wo keine Städte waren, wie Lyon, Marseille ober Lille, die als Hauptstädte in Betracht kamen, schuf man welche. So wurden Dörfer zu Hauptorten, ohne daß sie die Kraft dazu hatten, es zu sein. Es ent­standen Provinzstädte im schlechten Sinn des Wor­tes; Provinzstädte, die keine Kulturzentren oder sonstige Mittelpunkte wurden, bie das nicht werden mußten, weil aller Saft und alle Kraft des Landes sich m Paris konzentrierte. Was Frankreich an Positivem nach der Revolution geleistet hat, kam nicht aus den Departements, sondern oft genug gegen deren Willen aus der Hauptstadt.

Der Nationalrat von 1941 steht vor einer schwe­ren Aufgabe. Er muß auf Natur, Geschichte und Wirtschaft Rücksicht nehmen. Er wird dabei auf zahlreiche Widerstände stoßen und einige Opfer for­dern. An der Lösung des großen Problems wird sich vielleicht die Stärke des neuen, des autoritären Regimes in Frankreich erweisen.

jtrrg der Arbeitskräfte der gesamten Nation ab» - feit Das Programm will die vollständige Beseiti- mn: der Arbeitslosigkeit erreichen und strebt eine hrijfre Anpassungsfähigkeit in der Verteilung der | !Mskräste besonders an jenen Stellen an, wo

Tmko-Tataren

hinter Japans Neuordnung.

hinking, 29.August. (DNB.) Eine Mussen- ktitmlung der Ural-Turko-Tataren m Mukden far einstimmig eine Entschließung an, die erklärt, l6'-ie Turko-Tataren in Mandschukuo sich hmter fcpcis Neuordnungspolitik stellen, die angesichts !»r 'Nvasionsgefahren und der Bedrohungen durch !>e u pitalistischen Mächte in Europa und den Ver- feen Staaten geschützt werdet, müsse. Weiter Wbetont, daß die Turko-Tataren Mandschukuos, |e |im turko-asiatischen Kulturkreis und zur mo- ferebamfdjen Religionsgemeinschaft gehören, mit fei Zusammenarbeiten werden, um Frieden uno Wrdenheit im Orient und den Schutz der moham- Wiischen Kultur und Religion für alle moham- Wiischen Brüder zu erkämpfen.

Mettelf läßt Die Steuern erhöhen, hl shington. 30. August. (DNB. Funkspruch., W bis sieben Millionen USA..$ürger i)te bisher ifedimenfteuerfrei waren, müssen künftig Roose- HE5 Kriegspläne mitfinanzieren. Die Einnahmen tii! em vom Abgeordnetenhaus bereits angenom- Ipn Steuergesetz wurden am Freitag vorn ui= usschuß des Senats um fast eine halbe !jl:iriarbe Dollar erhöht. Das neue M'rgesetz, das 3,667 Milliarden Dollar neue M:rn aufbrinqen soll, bildet damit das emschnei- e Steuergesetz in der Geschichte der Vereinigten

l&cien.

Neuordnung des

«damerikanischen ZiüstungSwesenS.

«,fara, 29. Aug. (Europapreß.) Britische und wüsche Truppen sollen nach Meldungen aus Jhran am Freitagmorgen in 5) am ab an und Jfcwin eingerückt sein. Beide Städte sind Sta- J an her t r a n s i r a n i s ch e n Eisen- Lmlinie. Kashwin liegt etwa 200 Kilometer (i$ der sowjetischen Grenze, während Hama- ' 2tnja 170 Kilometer von der Jrakgrenze ent- , I 'gelegen ist, und zwar an der Stelle, wo die -L LadTeheran-Landstraße die transiranische i!^ahn kreuzt. Im übrigen ist bie Besetzung der Tl,tflifd) wichtigen Punkte in Iran in vollem iCIte unb wirb im Laufe ber nächsten Woche ab- rfäossen werden. Es wird bestätigt, daß die Altstadt Teheran nicht besetzt werden wird. tn,-scheinlich wird jedoch eine kleine britische Kiicinannschaft auf dem Bahnhof der Stadt statio- iefi werden.

"<ry- neue iranische Ministerpräsident Fo- eughi erklärte in der Kammer, daß bie guten Längen zu allen Staaten, besonders zu den ijodiarlänbern,. fortgesetzt würden, da es allge- Ln bekannt fei, baß Iran ein aufrichtiger An- topr des Friedens sei. Da Großbritannien und e Sowjetunion Maßnahmen trafen, die mög-

'Afojeife eine Störung des Friedens ver- jLen und Blutvergießen Hervorrufen könnten.

D ockholm, 29. August. (Europapreß.) Eine übliche Jnduftriemission wird sich nach den Ver- M-en Staaten begeben. Sie besteht aus vier .^f'nehmern unb vier Vertretern der Arbeiter- Eine solche Kommission ist oor einiger

!u mem Bericht des nordamerikaniscden Anou- l?L,en Glancy unb bes Produktionschess ^nuöten ?ebo° r oiir U einer Studienreise durch England fleforbert , ^»n Glancy stellte in seinem Bericht fest, cmtz Neuordnung der Nordamerika-

iei soll.

Kabineiissihung in Tokio.

T kio, 29. Aug. (Europapreß.) In einer Son- nming des japanischen Kabinetts in den frühen ' ioLiiittagsstunden des Freitags gab ber Direktor I Abteilung für amerikanische Angelegenheiten, - ;Cf3 f a f i, den Kabinettsmitgliebern eine Erklä- über bie Unterrebung bes nordamerika- ifin Präsibenten Roosevelt mit bem japa- i|än Botschafter in Washington, Nomura. injtliefcenb sprachen Ministerpräsident Fürst ' e tne und Außenminister Toyoba über das 'feite Thema, das daraufhin von den an der '-ortersitzung teilnehmenden Ministern besprochen

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