Wie Oberleutnant von Werra aus englischer Gefangenschast entwich. Zn Kanada aus dem fahrenden Zug gesprungen. — Zm Ruderboot ohne Riemen über den Et.-Lawrence-Strom.
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nahmü Ritterkreuz verliehen worden wcrr.
:e, äußert sich der gesunde Sinn der amerika-
'n Bevölkerung.
wieder an seiner Befreiung. Nach der Landung
er
wann, dem kanadischen Boden entronnen und nun in den Bereinigten Staaten angelangt zu sein: Er wurde nämlich durch einen Grenzrichter der USA. wegen unerlaubter Einwanderung fe st genommen. Darauf hat Oberleutnant von Werra Berbindunq mit dem deutschen
in einem ostkanadischen Dafen wurden er und seine Kameraden in einem Eisenbahnzug abtransportiert. Hierbei stellte er fest, daß der Zug in nördlicher Richtung fuhr und die Fahrt inRichtungWin- n i p e g verlief. Er und seine Kameraden wurden von kanadischen Soldaten scharf bewacht. Ständig auf der Lauer nach einer günstigen Gelegenheit zum Entkommen, öffnete er plötzlich die Abteiltür und sprang aus dem fahrenden Zug.
Damit hatte er den ersten Schritt in die Freiheit getan. Er machte sich in südlicher Richtung a u f den Weg nach den Vereinigten Staa. t e n. Auf der Landstraße bat er einen Kraftfahrer in fließendem Französisch, das in weiten Gebieten Kanadas Landessprache ist, mitgenommen zu werden. In der Stadt Ottawa beendete er zunächst
'»^Generalkonsul in Neuyork ausgenommen, der wo ne Kaution stellte und ihm dadurch die schwer er- Wandnpfte Freiheit gab. So erfuhr er auch, daß ihm
die Reise. Hiernach genoß er die Hilfe weiterer freundlicher Kraftfahrer, die ihn bis an den S t.- Lawrence-Strorn Mitnahmen. Dieser bildet in jenem Landesteil die grenze zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten. Die Hoffnung, den Fluß zugefroren anzutreffen und auf dem Eise überschreiten zu können, wurde getrogen. Bald fand jedoch Oberleutnant von Werra ein Ruderboot, das allerdings ohne Riemen war, so daß er stundenlang auf dem Fluß stromabwärts trieb, ohne das andere Ufer erreichen zu könnem Erst nach langer Irrfahrt in eisiger Kälte kam er am Ufer an, wo er auf eigenartige Weise die Klarheit ge
reich
panzerangriff in der Lyrenaika abgewiesen
Berlin, 29. Jan. (DNB.) Nach Meldungen aus Amerika ist es einem deutschen Fliegerosfizler, dem Oberleutnant Franz von Werra, vor einigen Tagen gelungen, einem Transport von deut, scheu Gefangenen, die soeben von England i n Kanada eingetroffen waren, zu entweichen und nach einer verwegenen wie abenteuerlichen Flucht nach den Vereinigten Staaten zu gelangen. Dort hat er sich beim deutschen Generalkonsul in Neuyork gemeldet. Ober- leutnant von Werra geriet am 5. September 1940 nach einem tapfer bestandenen Luftkampf in englische Gefangenschaft und unternahm bereits in Eng. land zwei Fluchtversuche, die jedoch beide im letzten Augenblick scheiterten, bis dieser dritte Versuch in Kanada gelang. Wegen seiner hervorragenden Tap- ferkelt als Jagdflieger wurde Oberleutnant von Werra am 14. Dezember mit dem Ritter, kreuz ausgezeichnet. Bei einem einzigen Feindflug schoß er drei feindliche Jagdflugzeuge in der Luft ab und vernichtete fünf weitere feindliche Flug, zeuge am Boden. .
Als der 26jährige Oberleutnant von Werra am 14. Dezember 1940 das Ritterkreuz erhielt, befand er sich in englischer Kriegsgefangenschaft, in die er nach einem Luftkampf über Mg- lischern Boden am 5. September geraten r zu- Er hatte jedoch bereits einen Fluchtversu? 385iter sich, über den der englische Rundfunk, ^one einen Steckbrief sandte, Mitteilung machte. nd
Der unbeugsame Wille, wieder mit seinen Kameraden im Kampf an der Front zu stehen, ihn veranlaßt, nach dem ersten Fluchtversuch, t dadurch vereitelt wurde, daß er nahe dem Flmg *atz Croydon unter dem Draht des Gefangenenlht versteckt gefunden wurde, von einem schod schen Gefangenenlager aus ein zweiten Befreiungsversuch zu untern men. Diesmal ist er durch ^Lereland und das nö — ............ ......
liche England bis o n^drde die ,ch e S e e gelai) DünsOberleutnant von Werra ist von der amerika- Dort hoffte er auf ( 'er zu gelangehau^schen Presse mit Interviews bestürmt worden, die
wurde jedoch wiedrden die M»^U.nd j er bereitwillig erteilte. In der unvoreingenommenen
n o mmen. . cas für n ,Anerkennung seiner mutigen Tat, durch die er auf
Darauf ist er, zusamt.en ?mt anderen deutschen neutralem amerikanischen Boden die Freiheit er- Gefanaenen, aus einem Dampfer nach Kanada * ' **
gebracht worden. Aber schon unterwegs arbeitete
Der italienische Bericht
Rom. 29.Ian. (DRB. Funkspruch.) Der ifalie- nische Vehrmachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut:
An der griechischen Front haben uns Kämpfe von örtlicher Bedeutung in den Besitz wlch- Nger Stellungen gebracht, wobei Gefangene gemacht und Waffen erbeutet wurden. Unsere Luftwaffe hat in den verschiedenen Abschnitten aktiv eingegriffen und hat des weiteren Fahrstraßen sowie feindliche Stellungen, Batterien und Truppen ununterbrochen bombardiert. Ferner wurden militärische Ziele In Saloniki sowie die Eisenbahnstrecke nach Athen schwer getroffen. 3m Luftkampf wurden fünf feindliche Flugzeuge abgeschossen; zwei eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt.
3n der Lyrenaika wurde südlich von D e r n a ein Angriff einer feindlichen Panzerdivision von unseren Truppen abgewiesen, die dem Gegner beträchtliche Verluste belbrachten. Abteilungen unserer Luftwaffe haben feindliche kleinere Panzerabteilungen, Lastkraftwagen und Truppen unaufhörlich mit Bomben und WG.-Feuer belegt. Unsere Kampfflugzeuge haben sich durch ihren unermüdlichen heldenhaften Einsatz ausgezeichnet.
3n Ostafrika wurde ein feindlicher Angriff im Abschnitt von Galla bat abgewiesen. An der 6 e n i a - F . o n t haben unsere Truppen den Feind wiederholt angegriffen und ihn zum Rückzug gezwungen. Unsere Fliegerverbande haben feindliche Lastkraftwagen und Truppen wirksam bombardiert. Englische Flugzeuge haben Angriffe auf Asmara unternommen, ohne Schaden anzurichten. Lin englisches Flugzeug, das Eingeborene in einer
Ortschaft in Somaliland mit Maschinengewehren beschoß, wurde von unserer Luftabwehr abgeschossen.
Libyen und Gomali.
Ein interessanter Vergleich.
Rom, 29. Jan. (Europapreß.) Im Vergleich zu dem von den Italienern in schnellem Vormarsch eroberten Britisch-Somaliland ist der schmale SHiftenftreifen winzig klein, den die Engländer in Libyen bis jetzt besetzt haben. Eine Kartendarstellung im ,^Teuere" zeigt das in propagandistisch wirksamer Weise. In anderthalb Monaten haben die englischen Truppen den bereits von den Italienern besetzten Küstenstreifen von Sidi el Barani zurückerobert und sind bann weiter 150 Kilometer — bis über Tobruk hinaus — vorge- totzen. Der von den Engländern jetzt besetzte Kü- tenftreifen hat eine Tiefe von höchstens üufzig Kilometer. Demnach haben die Engländer nicht mehr als 18 500 Quadratkilometer besetzt, die von den Italienern bereits in Aegypten eroberten Gebiete mit rund 6000 Quadratkilometer einbegriffen. Im Somaliland haben die Italiener dagegen innerhalb von vierzehn Tagen 176113 Quadratkilometer erobert und halten dieses Gebiet fest in der Hand.
Es fei übrigens interessant festzustellen, heißt es im „Teuere" weiter, daß die Engländer ihren Vormarsch nur längs der Küste vortrügen, wo sie unter dem Schutz ihrer Schisfsge- schütze operieren könnten und auch immer die Möglichkeit hätten, den Nachschub auf dem Wasserwege zu befördern. Offenbar hätten die Engländer deshalb auch keinen direkten Dor st oß auf Benghasi unternommen, sondern operierten jetzt zwischen der Küste und dem Hügelland der Cyrenaika.
die Kriegsaufgaben der Heimat richttg zu erfütten und die Ausgaben des Staates ständig zu fördern. Die glänzende Lösung der kriegswirtschaftlichen Probleme und das gewaltige Werk der Rüstungsindustrie haben der Front die Waffen geschmiedet, um jeden Kampf siegreich zu bestehen. Die soziale Betteuung der Familien unserer Soldaten, die Fürsorge für die Volksgesundheit, besonders für Mutter und Kind, sind ehrenvolle Leistungen unserer Zeit. Neue Großtaten auf dem Gebiet des Wohnungsbaues sind vom Führer für die Zeit nach dem Kriege bereits angeordnet. Alle diese Leistungen sind nur möglich, weil die ganze Natton von dem Geist der Gemeinschaft und von unerschütterlicher Siegeszuversicht erfüllt ist. Damit ist ein Zustand geschaffen und eine Entschlossenheit gewachsen, die mit der „Stimmung" in den letzten Weltkriegsjahren nicht verglichen werden kann.
Die Früchte und Erkenntnisse der nationalsozia- listischen Kampfzeit, die Jahre der Erziehung und Bewährung, sie kommen nun dem ganzen deutschen Volk zugute. Jeder Deutsche an der Front und in der Heimat weiß, worum es geht und wo sein Platz ist. In dieser Mauer gibt es keine Lücke und wird es keine geben. Deutschland aber ist noch niemals überwunden worden, wenn es einig war! Das ist die Lehre des 30. Januar und das Gelöbnis zu diesem Tage. o. R.
Reichsjustizminister
Or. Gürtner gestorben.
Berlin, 29. Jan. (DNB.) Reichsminister der Justiz, Dr. Gürtner, ist in der Nacht zum 29. Januar nach kurzer Krankheit infolge eines Herzschlages verschieden. Der Führer hat für den Verstorbenen ein Staatsbegräbnis angeordnet. Ferner hat der Führer Frau Gürtner in einem Handschreiben seine h e r z l i ch st e Ante i l n a h m e zum Ausdruck gebracht. Der Staatssekretär im Reichsjustizministerium Fr. Franz Schlegelberger wurde zunächst mit der Führung der Geschäfte des Reichsministers der Justiz beauftragt.
Der so plötzlich aus dem Leben geschiedene Reichs- Minister der Justiz Franz Gürtner war am 26. August 1881 in Regensburg als Sohn eines El- senbahndeamten geboren. Nach Absolvierung des Gymnasiums seiner Vaterstadt besuchte er das Ma- yimilianeum in München, von wo aus er seine juristischen Studien machte. Gürtner diente in Regensburg und bestand dann mit hervorragender Note das' juristische Staatsexamen. 1909 wurde er in das bayrische Justizministerium berufen, wo er bis zum Kriegsausbruch als Personalreferent tätig war. Im Weltkrieg stand Gürtner als Hauptmann der Re- ferne an der Front und nahm zuletzt an der Expedition in Palästina teil, wo er als Dataillonskomman- deur den Rückzug der ihm anuertrauten Truppen durch das Ostjordanland leitete. Im Jahre 1920 wurde Gürtner wieder in das bayrische Justizministerium berufen, dessen Leitung er 1922 übernahm. Mit der Bildung des Kabinetts von Papen wurde Gürtner zum Reichsjustizminister ernannt. Im Zuge der Durchführung der Reichsreform übernahm dann Gürtner am 16. Juni 1934 neben dem Reichsjustizministerium auch noch das preußische Justizministerium, nachdem der preußische Justizminister Kerrl 3um Reichsminister ohne Geschäftsbereich ernannt worden war.
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Mit dem Dahingeschiedenen verliert die deutsche Rechtsprechung und Rechtspflege einen hervorragenden, klaren und deutschbewußten Kopf. Sein Ableben wird von allen, die an Deutschlands Größe glauben und dafür wirken, bedauert werden. Er war ein in den Formen konzilianter, aber in feiner Sache nach bestem Wissen und Gewissen urteilender Rechtsdenker. Es bedarf keines Beweises, daß sich auf dem Gebiete der Justtz rm Laufe seiner Amtsführung grundlegende Umstellungen vollzogen haben. Formell war es von Bedeutung, daß die Justizhoheit der Länder aufgehoben und an das Reich übertragen wurde. Das Justizministerium war das erste Ressort, in dem diese Entwicklung durchgesetzt wurde, bei den anderen Ministerien hat es noch einiger Zeit der Vorbereitung bedurft, bis auch sie ihre wichtigsten Aufgaben an das Reich abgeben konnten. Dazu trat die Neugestaltung wichtiger Gesetze oder die Anpaflung früherer Rechtsbestimmungen an die Erfordernisse der/ neuen Zeit. Er sei erinnert an das Reichserbhofgesetz, an die neuen Gesetze über die Ehescheidung, an die Nürnberger Gesetze und ihre Durchführung. Stets war Reichsminister Gürtner mit seinen Mitarbeitern bestrebt, die in der Rechtsprechung tätigen Kräfte mit nationalsozialistischen Rechtsauffassungen zu durchdringen, so daß die Justiz ihrer Aufgabe gerecht wurde, vom Volke verstanden zu werden und allein den Geboten der Gemeinschaft zu dienen. Gleichlaufend mit diesen gesetzgeberischen Arbeiten wurden die Vorarbeiten für die großen Reformen des Strafgesetzbuches und des bürgerlichen Rechts in besonderen Ausschüssen weitergeführt, in denen sich die sachverständigen Männer der Wissenschaft und Praxis vereinigten. Die Angliederung der neuen Ostgebiete und die Rückkehr der Ostmark zum Deutschen Reich stellte neue Aufgaben an die Justizverwaltung und machte die Angleichung der Gesetzgebung dieser Reichsgebiete an diejenige des Altreichs erforderlich. Aus alledem ergibt sich, welche großen Leistungen Dr. Gürtner zu vollbringen hatte. Umsicht und zielbewußtes Handeln waren notwendig, um die deutsche Rechtsprechung in möglichst kurzer Frist auf eine einheitliche Linie zu führen, wobei stets zu beachten war, daß die endgültige Neufassung wichtiger Gesetze noch der Zukunft vorbehalten ist. Dr. Gürtner war ein Mann, der auch in hohen Stellungen die Schlichtheit des Wesens und die entgegenkommenden Formen des Süddeutschen bewahrte und sich daher allgemeiner persönlicher Beliebtheit erfreuen konnte.
An der Bahre Graf Csakys.
Die deutsche Sonderdelegation in Budapest
Budapest, 30. Jan. (D9lB.) Die Sonderdele- gation der Reichsregierung ist unter Führung des Botschafters von M o l 11 e zur Teilnahme an dem Staatsbegräbnis des verstorbenen ungarischen Außenministers Graf C s a k y am Mittwochabend in Budapest eingetroffen. Als der Zug in die mit den Farben des Reiches und Ungarns geschmückte Bahn- hofshalle einfuhr, erklangen von einem Musikzug der ungarischen Wehrmacht die Lieder der deutschen Nation sowie die ungarische Nationalhymne. Zur Begrüßung hatten sich eingefunden: der ständige Stellvertreter des Außenministers sowie der Chef des Protokolls. — Noch am Abend ihrer Ankunft legte die Sonderabordnung im Kuppelsaal des Par- lamentsgebäubes, wo Außenminister Graf Csaky aufgebahrt ist, im Auftrage des Führers einen Kranz nieder. Ferner wurden Kränze des Reichsmarschalls Goring, des Stellvertreters des Führers
und des Reichsministers des Auswärtigen niedergelegt. Mittwoch nachmittag war auch ein Kranz Mussolinis niedergelegt morden. Im Namen des Diplomatischen Korps bekränzte der päpstliche Nuntius als Doyen die Bahre Graf Csakys. Auch die San- desgruppe der AO. der NSDAP, in Ungarn sandte ebenso wie die Vertreter der deutschen Presse in Budapest Kranzspenden.
Der ungarische Sonvedminifler inverMginotlme.
(DNB^) ..., 29. Jan. (PK.) Der ungarische Hon- vedminister, der auf Einladung des Oberkommandos der Wehrmacht in Deutschland weilt, traf gm Diens- tagmittag mit seiner Begleitung in Metz ein. Im Auftrage des Oberbefehlshabers der zuständigen Armee begrüßte den ungarischen Gast einer der Generale, die den großen Durchbruch durch die Maginotlinie an der Saar miterlebt haben. Mit großem Interesse folgten die ungarischen Herren den Ausführungen des Generals, die ein anschauliches Bild von der deutschen Offensivkraft gaben. In zwei Tagen wurde damals trotz der schweren natürlichen und technischen Hindernisse die Maginotlinie durchbrochen, und der französische Rückzug endete mit einem großen „Cannä" in den Vogesen. 500 000 Franzosen mußten hier die Waffen strecken. Die ungarischen Gäste konnten sich alsdann im Gelände selbst ein Bild von den Schwierigkeiten machen, die von den deutschen Truppen so glänzend gemeistert worden waren. Nach Besichtigung mehrerer großer Werke und von den Franzosen kunstvoll angelegter Geländehindernisse wurde in den Abendstunden die Rückfahrt angetreten. Dr. Karl Bier.
Metaxas plötzlich gestorben.
Belgrad, 29. Jan. (DNB.) Der griechische Ministerpräsident Metaxas ist Mittwoch früh 6 Uhr an einem Herzschlag gestorben. Zum neuen grie
chischen Ministerpräsidenten wurde Alexander Co- r y z i s ernannt. Coryzis ist Professor an der Athener Universität.
Oer Wehrmachtbericht vom Mittwoch.
Berlin, 29.Januar. (DRV. Funkspruch.) Dav Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Ein Unterseeboot versenkte 1 1 500 VRT. feindlichen handelsschiffsraumes.
3m Zuge der bewefsneten Aufklärung griffen gestern einzelne Kampfflugzeuge kriegswichtige Ziele i n London mit Spreng- und Brandbomben erfolgreich an. Außerdem wurden auf Bahnanlagen einer Stadt in Ostengland Treffer erzielt. 3m Seegebiet westlich 3rland versenkten Fernkampfflugzeuge ein feindliches Handelsschiff von 4600 VRT. und beschädigten zwei weitere Handelsschiffe schwer. Fernkampfartillerie des Heeres beschoß erneut kriegswichtige Ziele in Südoflengland.
Am gestrigen Tage und in der vergangenen Rächt weder in das Reichsgebiet noch in die besetzten Gebiete Einflüge des Feindes. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.
Das Ritterkreuz für Oberleutnant Zope.
Berlin, 29. 3an. (DRV.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Oberleutnant 3ope in einem Kampfgeschwader. Seine bedeutendste Wasfentat ist der Angriff auf die 42 000 VRT. große „Ernpreß of Britain“, das zweitgrößte Schiff der britischen hon-
Raeders Diagnose.
Großadmiral Roeder ist ein ruhiger, in sich gg, kehrter Mann. Ihm liegen die Trompetenstöße nicht Wenn er vor den Bremer Werftarbeitern am letzter Dienstag einige klare Worts gesprochen hat, so is, auf sie Verlaß. Er sieht voraus: „Unsere Flotte wir- die Ausgestaltung und Größe erfahren, wie sie eint; Weltmacht würdig ist." Das ist eine Perspektive, dir durch die unmittelbare Anrede an die Werftarbeitri unterstrichen wird, daß ihrer Hände Arbeit in der Flotte das Instrument schafft, das — zusammen mit den anderen Waffen — die Erlösung ihrer Familie, und ihrer Nachkommen von den Auswirkung fremder Herrschaft bringen wird.
Großadmiral Roeder baut seine Erwartung cm- die eingehende Kenntnis der deutschen Waffen uni der deutschen Soldaten, ober auch auf die Diognch des Zustandes, in dem sich England befindet. Ei schildert ihn mit knappen Worten. Sein zusammekr- fassendes Gutachten lautet auf Knochenfraß de« englischen Empire: „Und so stehen wir vor der Tatsache, daß England immer rascher dem unaus- weichlichen Untergang entgegengeht. Keine Mache der Erde kann dieses Verhängnis mehr aufhaltm England kann sich selbst nicht mehr helfen, uni jede Hilfe von außen kommt angesichts der Wuchi der deutschen Schläge in jedem Fall z« spät ... Don Amerika erhofft man sich als letzt- Rettung die Unterstützung mit Kriegsmaterial. M kläglich ist dieses Schauspiel einer zusammenbrechen, den und am Rande des Abgrundes stehenden Macht, die sich nicht scheut, vor der Welt das Beispiel dir demütigen Bittstellers zu geben."
Als Großadmiral Raed er am 1. Oktober 1928 bt< Stellung eines Chefs der Marineleitung übernahm, stand er vor der Aufgabe des Baues der damalz innenpolitisch so blödsinnig umstrittenen Westen- taschen-Panzerschiffe. Dos ist heute eine sehr ferne Erinnerung. Es war ein weiter Weg, den die neui deutsche Kriegsflotte von diesen Westentaschen-Pan. zerschiffen bis zum heutigen Stand zurücklegen mußte. Die Konstruktion und der Bau eines Gro^. kampsschiffes umfaßt tausend Einzelheiten, die in einem wohl abgewogenen Verhältnis stehen müssen: von der Einrichtung der Kammer und des Lazr, retts bis zur Panzerung, der Armierung und bei Maschinenonlage. In diesem Zusammenhang huf. sen die am Dienstag vor den Werftarbeitern gh sprochenen Worte gelesen werden, daß wir in der Entwicklung unserer Kriegsschiffe technisch außer- ordentlich rasch vorwärtsgeschritten sind.
Das Großkampfschiff oder der Kreuzer stehen aber nicht allein. Im Weltkrieg sind die zahllosen Einheiten der Vorpostenboote, Minensuchverbände, Oe> leitflottillen, Sperrbrecher und Seeflieger entwickel! worden. Der massenhafte Einsatz von U-Booten ist ein Sonderkapitel. Großadmiral Raeder hat zweimal in seinem Leben den Aufbau einer Flotte erlebt. In feinem Munde gewinnen die Dankwort« ein besonderes Gewicht, die er bei dieser Gelegenheit gesprochen hat: ,^)eute dankt die Kriegsmarini durch mich allen ihren Werften und ihren Werftarbeitern für das im Jahre 1940 Geleistete."
Dr. Ho.
delsstotte. Mt zwei Vombenvolltreffcrn warf er des Schiff In Brand, so daß das Abschleppen erforderlich würde. Das Schiff wurde später von einem deutschen Unterseeboot versenkt.
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Bernhard Jope wurde 1914 in Leipzig als Sohr eines Kaufmannes geboren. Er besuchte das Rest- aymnasium zu Leipzig, studierte auf der Technischr» Hochschule Danzig Flugzeugbau, trat als Flieger In die Luftwaffe ein, wurde zur Luftkriegsschule @a.- tow.versetzt und dort zum Fahnenjunkergefteiteni, später zum Fohnenjunkerunteroffizier und als Flur- zeuaführer in ein Kampfgeschwader versetzt. Gi sand als Technischer Offizier Verwendung, wurde 1938 Oberleutnant und erhielt 1939 in Anerkennunk besonderer Leistungen als Angehöriger der „Legier Condor" ein vorgerücktes Rangdienstalter.
Washington hegt keine Illusionen
Neuyork, 29. Jan. (Europapreß.) In großei Aufmachung deutet die „New York Times" nm Mittwoch an, daß man sich in den Kreisen der Rr> gierung keinerlei Illusionen über den ®rn|i der militärischen Lage Englands mach«! und daß man deshalb den kommenden militärischeN Ereignissen mit erheblicher Nervosität entgegensieht. In Armeekreisen werde ein entscheidender deutscher Angriff auf England mit Sicherheit in den nächsten Wochen oder Monaten erwartet. Die Mehrzahl der bisher gegen England gerichteten deutschen Operationen! habe lediglich experimentellen Charakter gehabt. Bei dem entscheidenden Angriff werde Deutschland seine Kampfmittel in größtem Stil ein* setzen, so daß die Operationen ein Ausmaß wi l nie zuvor in der Weltgeschichte annehmen würden.
Bombenangriffe auf Kriegsschiffe.
Washington, 29. Jan. (Europapreß.) Ad miral Robertson erklärte vor dem Senat der USA. über die Wirkungen von Bombenangriffen auf Kriegsschiffe, daß die USA.-Marine Gelegen« heit gehabt habe, die Wirkungen solcher Angriff« im Mittelmeer unmittelbar zu beobachten. Dce Marineleitung fei noch zu keinem Entschluß gekoM' men, in welcher Weise in Zukunft Flugzeug« träger zu armieren seien. Verhältnismäßig hoch seien die Verluste an kleinen Fahrzeu« gen. Die britische Regierung habe z.B. festgestellt, daß Minensucher am stärksten gefährdet feien. Die Schiffahrts-Kommission des Senats hat dir Prüfung des Entwurfs über den Bau von 4 01 Schiffen und die neuen Industrieanlagen Herstellung und Modernisierung von Geschützen ad« gescylossen. — Der Ausschuß beschloß einen Kredil von 1,209 Milliarden Dollar für diesen Zweck F bewilligen, wie es in der Vorlage geplant mar.
Argentinien lehnt Internationalisierung des La Plata ab.
Montevideo, 29. Jan. (Europapreß.) Auf ber Sa Plata-Konferenz lehnte Argentinien arn^Dienstag die Internationalisierung des La Plata-Strom^ ab. Dadurch wurde bereits am zweiten Tage dek Beratungen eines der Hauptprojekte der Konferen; z u F a l l g e b r a cht. Die Internationalisierung bei Stromes, so heißt es in der Begründung der argentinischen Ablehnung, würde eine Einbuße b t» argentinischen Souveränität bedeuten- Jedoch erklärte sich die argenttnische Regierung dv' mit einverstanden, daß, wenn auch nicht furistM so doch wirtschaftlich allen Ländern auf W Strome gleiche Rechte gewährt werden sollm-


