Er-
Vor einer zahlreichen und mit großer Aufmerk, samkeit lauschenden Hörerschaft sprach in Darmstadt im Rahmen eines Wochenendlehrgängs der Hessi- schen Verwaltungsakademie der Geograph der Lud- wigs-Unioersität Gießen, Prorektor Professor Dr. Klute, über das Thema „Deutschland und Osteuropa". lieber den Vortrag wird im „Darmstädter laqblatt* folgendes berichtet:
Professor Dr. Klute von der Universität Gießen hat die geographischen Bedingungen im Verhältnis Deutschlands zu Osteuropa mit größter Wissenschaft- licher Erkenntnis und Beweisführung vorgetragen. Sehr wertvoll unterstützt wurden die Ausführungen des Dozenten durch zahlreiche aus eigener For- schungsarbeit stammende Lichtbilder, die die Dar- legungen bis ins einzelne verfolgten. Die geogra- phische Lage eines Staates und eines Raumes ist schicksalhaft für ein Volk. Es hat zu allen Zeiten mit gewissen Gegebenheiten zu rechnen. Der Mensch ist in diese Aufgabe hineingestellt, und geradezu verpflichtend ist der Kampf um die eigene Lebens- grundlage sowie um die Wohlfahrt des Volkes. Deutschland hat in Europa die beherrschende Lage der Mitte, die überaus glückliche Beziehungen nach allen Seiten ermöglicht. An Hand der historischen Darstellung des Aufstiegs und Niedergangs bis zu den großen zeitgeschichtlichen Ereignissen, die Deutschland unter der Führung von Adolf Hitler heute erlebt und ihm eine neue Stellung im mitteleuropäischen Raume sichert, zeigte Professor Klute, wie heute die Sehnsucht der Besten des deutschen Volkes in Erfüllung geht.
Das Bündnis mit Rußland hält dem Reich den Rücken frei beim Kampfe um den letzten Gegner. Der Sieg über Polen und Frankreich, der Zugriff nach Norwegen, die Bündnilse mit Ungarn und Rumänien zeigen, daß der Krieg auf dem Festlande heute nicht mehr möglich ist. Vom Nordkap bis zur Biskaya steht heute die deutsche Front. Wie
sicht auf den Osten am Gang der geschichtlichen eignisse aufzeigte. ,
Deutschland und Osteuropa.
Gin Vortrag von Prorektor Professor Dr. Klute in Darmstadt.
** Kriegsauszeichnung. Für Tapferkeit vor dem Feinde wurde der ^-Oberscharführer Hch. Balser, Draugasse 6, der bei der Waffen-^ steht, mit dem E. K. 2. Klasse ausgezeichnet.
*♦ Silberne Hochzeit. Am morgigen Mitt- woch, 29. Januar, können der Metzgermeister Karl Krug und Frau, Marktplatz 23 wohnhaft, das Fest der silbernen Hochzeit begehen. Dem Jubelpaar unfern herzlichen Glückwunsch.
Zulassung der Handelsschüler
zum gehobenen Dienst in der allgemeinen und inneren Verwaltung.
Nach Mitteilung der Deutschen Berufserziehung hat durch Runderlaß des Reichsministers des Innern vom 25.11.1940 die Verordnung über die Ausbildung und Prüfung der Anwärter des geho- denen Dienstes in der allgemeinen und inneren Verwaltung vom 1.3.39 eine Ergänzung erfahren. Abschnitt I, Ziffer 2, Absatz le, lautet jetzt:
„Als Zioilanwärter können Bewerber zugelassen werden, die das Abschlußzeugnis einer anerkannten voll ausgeftalteten Mittelschule oder eines als voll ausgestaltet anerkannten Aufbauzuges an einer
im Flug des Geistep -ziehen bi» Bilder aus Finnland, dem früheren Polen, der Ostmark, der Slowakei, aus Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, dem russischen Teil und der Türkei vorbei. Die Bilder von den Menschen, ihrer Behausung, der Arbeit am Boden, die Beschaffenheit der jeweiligen Flüsse, die landwirtschaftliche und wirtschaftliche Ausnutzung der gebotenen Möglichkeiten zeigen, daß der deutschen Geisteskraft wie auch dem Fleiß des deutschen Bauern und Arbeiters große Möglichkeiten der Entwicklung gegeben sind. Die Gabe deutschen Organisationsvermögens und die gewohnte deutsche Akuratesse werden das Bild von Osteuropa zu seinem Vorteil verändern Mit der Aufzeigung der vorhandenen Gegebenheiten ist in der Hörerschaft das Verständnis für die wirtschaftsgeographischen Möglichkeiten geweckt worden.
Eine wertvolle Ergänzung boten die Ausführungen von Professor Dr. K ü n tz e l von der Universität Frankfurt a. M., der die Stellung Deutschlands im mitteleuropäischen Raume mit besonderer Rück-
Nein! Die Sterne lügen nicht! Sie könnten es auch nicht, denn es gibt im ganzen Universum keinen einzigen Stern, der uns Rede und Antwort tehen würde. Es sind die Menschen selbst, die ihnen geheime Kräfte und Wirkungen zufckreiben. Schon Don Anbeginn der Welt. Sie dichteten ihre sämtlichen Götter und Heldengestalten in den gestirnten Nachthimmel hinein. Auch manches liebe Tier gelangte so zu himmlischen Ehren und gab den Tier- kreiszeichen seinen Namen: Löwe, Steinbock, Stier, Widder, Skorpion, Krebs und Fische. Der Wassermann, die Jungfrau, der Schütze, die Zwillinge und die Waage können uns leider nicht sagen, ob sie sich in diesem Tierkreis wohlfühlen.
Leichtgläubige Menschen und solche, die die Leichtgläubigkeit ihrer Mitmenschen richtig auszuwerten wissen, sind diesen zwölf Zeichen blind ergeben und setzen ste gewissermaßen als geistigen Vormund über ihr Leben. Wer daran glaubt, ist diesem unseligen Zauber verfallen bis an sein seliges Ende. Er macht keinen Schritt, ohne seine Sterne zu befragen, und er unternimmt nichts, wenn die Sterne ungünstig stehen. Er quält sich mit Aspekten, Mit zweitem und viertem Haus, mit Planeteneinflüssen und Mond- stellungen. Wenn er sich zu beweiben gedenkt, dann läßt er folgende Anzeige einschalten: 30jähriger Löwe-Mann sucht Widder<5rau bis zu 26. Das sagt aber nicht, daß dieser Mann in der Ehe kühn und entschlossen sein muß. Da kommt es sogar sehr oft vor, daß die Widderfrau ihren Löwen recht kurz an der Leine hält. Das gibt dann Enttäuschungen, die einem die ganze Freude an den Sternen verderben können.
Wir wollen aber nicht Sklaven der Sterne sein, sondern wir wollen sie lieben als Fackeln der Unendlichkeit unseres Weltalls. Es ist ein harmloser, aber schöner Brauch, wenn zwei jung« Menschenkinder, die sich von Herzen gut sind, beim Fallen einer Sternschnuppe etwas Gemeinsames wünschen. Scheffel hat das in seinem „Ekkehard" hübsch erzählt. Sich aber mit Haut und Haaren den Sternen zu verschreiben und ihnen unter- würsig zu dienen, ist unmännlich und undeutsch
Wir halten es mit Immanuel Kant. Er sagt: „Was mich immer wieder mit neuer Bewunderung erfüllt, ist der gestirnt« Himmel über uns und das moralisch« Gesetz in uns!"
Wir wollen an uns selbst glaichen und an unteren Willen, die Kameradschaft und Gemeinschaft unseres Volkes zu unterhalten und sie zu stärken, daß wir den Sieg und die Zukunft erringen und es jedem einzelnen besser ergehe. Wir denken an unsere Mütter und Kinder, daß sie gerade jetzt ihren vollen Schutz in der Gemeinschaft finden, daß keines von ihnen schwach und elend wird. Wo die Kraft unseres geeinten Willens herrscht, da kann uns kein Wassermann, kein Skorpion und kein Krebs etwas anhaben. Wir wallen sie sogar zwingen, sich einmal resttos für unsere Gemeinschaft einzusetzen. Und sie werden all« persönlich kommen — am 1. und 2. Februar 1941 bei der Reichs st raßensammlung des Kriegswinterhilsswerkes, die von den Beamten und Handwerkern durchgeführt wird.
Da wird es nicht weniger als 4 5 Vt Millionen Wassermänner, Fische, Widder, Sttere, Zwillinge, Krebse Löwen, Jungfrauen, Waagen, Skorpione, Schützen und Steinböcke geben. Si« wollen alle den Weg zu uns finden. Wir dürfen dies« hübschen farbigen Majolika-Abzeichen ruhig an den Mantel stecken, ohne daß wir uns damit heimlichen Mächten verschreiben. Wir verschreiben uns nur einem einzigen Ziele: dem Dienst an unserem Volke. Dafür darf uns kein Opfer zu groß und kein Skorpion zu giftig fein. Wir brauchen für diese Straßensammlung kein Horoskop zu stellen, denn wir wissen, daß sie ein ganz großer Erfolg werden
Lügen die Sterne?
45,5 Millionen Tierkreisabreichen. - Beamte und Handwerker sammeln
wird — ein Bekenntnis des deutschen Voltes zur Heimat und ihren kämpfenden Soldaten.
Diele Gaue haben mttgcholfen, diese Millionenzahl von Abzeichen herzüstellen. Baden (Staatliche Majolika-Manufaktur in Karlsruhe), Hamburg, Hannover-Ost, Düsseldorf, Thüringen, Schleswig-Holstem, Steiermark, Oberdonau (Schleiß-Keramik in Gmun- Öen), Wien (Keramos) und Koblenz-Trier (Eifel- gebiet) haben sich in diese Arbeit geteilt. Für die Bemalung der Abzeichen konnten hauptsächlich Heim- arbeitersamilien eingesetzt werden, denen damit für lange Wochen zusätzlich Arbeit und Brot gesichert werden konnten.
Das aus Ton geformte Modell ist der Ausgangspunkt für die Herstellung der Tierkreissymbole. Nach den zwölf Modellen werden Gießformen vorberei- tet, die mit dem flüssigen Ton ausgegossen werden. Die Kinder der Sonnenbahn müssen dann in den Brennofen wandern, um die richtige Härte und Festigkeit zu erhallen. Nach der Bemalung müssen sie noch einmal in den Ofen, damit sich die Farben einbrennen. Jetzt erst dürfen die Widder und Stein- böcke, Jungfrauen und Schützen, sauber geordnet und in Kartons verpackt, ihren Weg antreten in das große Reich.
Wenn am 1. und 2. Februar di« Männer der Partei auf den Straßen und Plätzen der Städte und Dörfer mit ihren Abzeichen antreten, dann beweise ihnen, daß Deutschland dich nicht erst rufen muß, damit du ein Opfer bringst. Denk an diesen beiden Tagen nicht erst an dich, sondern an dein ganzes Volk, das nur dann wirklich stark ist, wenn jeder einzelne feine Pflicht tut H. O.
Den Willen des Führer- erfüllen' Zur Relchsstratzensammlung für das Ariegs-DhD.
am 1. und 2. Februar 1941.
Die deutschen Beamten sind es, die sich diesmal zusammen mit dem deutschen Handwerk einsetzen, um einen weiteren Sieg im Kampf der Heimat zu erringen. Ob in ihren Amtszimmern oder nun auf der Straße mit der Sammelbüchse in der Hand, sie tun immer dasselbe: Den Willendes Führers erfüllen! Der Nationalsozialismus hat in seiner aufrüttelnden revolutionären Wucht auch das deutsche Beamtentum umgestaltet. Sah man früher in den Beamten bisweilen Menschen mit Scheu- klappen, die nur Paragraphen kannten — diese Betrachtungsweise war denkbar einseitig, weil kein Stand nach seinen schlechten Vertretern beurteilt werden darf — so steht doch das ein« fest, daß diese Beurteilung des deutschen Beamten im Volke sich grundsätzlich geändert hat. Die Partei hat in unermüdlicher Erziehungsarbeit dafür gesorgt, daß das Rüstzeug, das der neue Staat von der Beam- tenschast verlangen muß, auch vorhanden ist: nativ- nalsozialistisches Denken, Auslegung der Gesetze nach nationalsozialistischer Weltanschauung. Wenn die Beamten im Knege, trotz großer zahlenmäßiger Verminderung durch Einberufung von Kameravdn zur Wehrmacht und zum Einsatz für Sonderaus- gaben, unermüdlich und still ihren wesentlich schwie- rlger gewordenen Dienst erfüllen, so tun sie es nicht wie früher für einen Staat, der heute von dieser Parteiengruppe und morgen von einer anderen beherrscht wurde, sondern für Führer und Volk, für das nationalsozialistische GroAeutschland.
So tritt der deutsche Beamt« am 1. und 2. Febr. in enger Verbundenheit an seine Volksgenosien heran im Kampf der Heimat um den deutschen Sieg. Das deutsche Volk und der deutsche Beamte «erden bei der Reichsstraßensammlung am 1. und 2. Fe- bruar ihrer Pflicht eingedenk fein: Den Willen des Führers zu erfüllen!
den, Norwegen, Kurland, Livland ufw.) sind in der ersten Periode mit je 5 v. H., in der zweiten Periode aber nur mit 3 bzw. 4 v. H. an der Zu- sarnmensetzung der Studentenschaft beteiligt Besonders beachtenswert ist der Rückgang der Zahl Der Dänen. Während in der Zeit von 1607 bis 1624 auf jeden Studenten aus der Stadt Darmstadt zwei Dänen kamen, begegnen uns nach 1649 dänische Studenten nur in ganz geringer Zahl. In der Gruppe der Reichsstädte verdient der Rückgang der Studenten aus Ulm, Speyer und Bremen Erwähnung, während die Zahl der Studenten aus Frankfurt in der zweiten Zeitperiode eine überaus große Erhöhung erfuhr (1607 bis 1624: 15. 1649 bis 1707: 266). Hamburg (1607 bis 1624: 100) und Lübeck (1607 bis 1624: 83), blieben durch das ganze Jahrhundert prozentual auf der gleichen Höhe.
Zum Schluß machte der Vortragende noch einige Mitteilungen über wenig benutzte Quellen, mit deren Heranziehung es möglich wird, Vas Bild studierter Vorfahren gründlicher kennenzulernen.
Aornottzen.
Tageskalender für Dienstag.
Stadttheater: 19 bis 22 Uhr „Die ungarische Hochzeit". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Wunschkonzert". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Herrscher". — Deutsche Kneipp-Vereinigung E. V.: 19.30 Uhr tm „Burghof" Vortrag Dr. Fabel (Watzenborn- Steinberg) über „Magen-, Darm- und Stoffwechselkrankheiten". — Oberhessischer Kunstverein: 15.30 bis 18.30 Uhr Ausstellung „Deutsche Graphik der Gegenwart" im Foyer des Stadttheaters.
Sladllhealer Gießen.
Am heutigen Dienstag wird zum erstenmal die Operette des bekannten Operettenkomponisten D o • st al „Die ungarische Hochzeit" aufgeführt. In drei Akten wird im bunten ungarischen Gewand ungarisches Leben in Lied und Csardas über die Bretter gehen. Die musikalische Leitung hat Arthur A p e l t, die Spielleitung Harry Gruneke. Bühnenbild: Karl L ö f f 1 e r. Tanzleitung: Irmgard Trömel. Es wirken in den Hauptrollen mit: Hella Henzky, Gabriele Possinke, Gerti Vogt; Kurt Bosny, Harry Grüneke, Heinz Müller, Christoph Reuland. — 18. Dienstag-Miete.
Am Donnerstag, 30. Januar, wird als Festvor- stellung zum Tag der Machtübernahme d'Alberts Oper „Täefland" wiederholt. Musikalische ßeituna: Otto Söüner. Spielleitung: Hans A. Schewe. Düh- nenblid: Karl Löffler. Die Vorstellung findet außer Miete statt.
, Orlszell für den 29. Januar.
Sonnenaufgang 9.14 Uhr, Sonnenuntergang 18.03 Uhr. — Mondaufgang 9.38 Uhr, Monduntergang 20.46 Uhr.
Don her Universität Gießen.
Ueb ertragen wurde dem Dozenten Dr. med. vet. Erwin Gratzl aus Wien unter Ernennung zum ordentlichen Professor in der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Gießen der Lehrstuhl für Innere und gerichtliche Veterinärmedizin. Professor Dr. Gratzl stammt aus Wien, wo er am 25. März 1902 geboren wurde. Er studierte an der Wiener Tierärztlichen Hochschule, promovierte im April 1927 zum Dr. med. vet und war dann an der Wiener Medizinischen Deterinärklinik Assi- ftent von Professor Wirth. Im Jahre 1934 habilitierte er sich Dort für Innere Medizin und klinische Seuchenlehre der Groß- und Kleintiere. Dann war er bis zum 1. Oktober 1939 als Dozent an der Wiener Tierärztlichen Hochschule tätig. Ab L Otto- bet 1939 wurde ihm vom Reichserziehungsmimster der Auftrag zuteil, di« nach der Emeritierung von Profesior Dr. I a k o b in Gießen freigewordene Leitung der Medizinischen und Forensischen Veterinär- klimk als Stellvertteter zu übernehmen, diese Verpflichtung konnte er jedoch erst am 20. Mai 1940 antreten, da er bis dahin zum Dienst in der Wehrmacht eingezogen war. Ab 1. Januar 1941 wurde er zum ordentlichen Professor in der Veterinär- medizinischen Fakultät der Universität Gießen ernannt und gleichzeitig zum Direktor der Medizin^ scheu Deterinärklinik unserer Alma mater bestellt. Während seiner Assistenten- und Dvzentenzeit in Wien ist er dort auch in der tierärztlichen Praxis tätig gewesen, in jenen Jahren hat er von 1930 ab ferner ausgedehnte Studienreisen nach Holland, Bulgarien, der Türkei und der früheren Tschechoslowakei unternommen, um dadurch seine Fachkenntnisse zu erweitern. Seine speziellen Arbeitsgebiete sind: Kolik der Pferde, Erkrankungen der Halsorgane der Pferd« und Hunde.
Ernannt wurde zum außerordentlichen Professor im.Reichsdienst der außerplanmäßige Professor Dr. Dalenttn Horn, der bis zum September 1936 nach Der Pensionierung von Professor Dr. Klee- berger, kommissarisch die Leitung des Agrikultur- chemischen Jnstttuts der Universität Gießen innehatte, die dann von Dem gegenwärtigen Direktor, Professor Dr. Scharrer, als Ordinarius übernommen wurde. Ab 1. Januar 1937 wurde Professor Dr. Horn von Der Universität Gießen an Die Landwirtschaftliche Hochschule in Ankara (Türkei) beurlaubt. Seit Oktober vorigen Jahres wirkt er in einer wichtigen Stellung in einem Orte im Generalgouvernement. Professor Dr. Horn stammt aus Steinbach (Kreis Limburg), wo er 1901 geboren wurde. In Göttingen und in Gießen studierte er Landwirtschaft und Veterinärmedizin. In Gießen promovierte «r im Jahre 1925 zum Dr. phil. Hierauf war er dann Assistent am Agrikulturchemischen Institut, später wirkte er auch am Physiologischen und am Physikalisch-Chemischen Institut. 1933 wurde er zum Dozent für Agrikulturchemie ernannt.
Volksschule oder das Zeugnis des erfolgreichen De. suches einer öffentlichen oder staatlich anerkannten Handelsschule mit zweijährigem Lehrgang oder einer Höheren Handelsschule besitzen.
Damit sind nunmehr auch die Absolventen der Handelsschule für den gehobenen Dienst in der all. gemeinen und inneren Verwaltung äugelasstti. Ein gleichlautender Erlaß ist auch von dem Reichswirt, schaftsminister für Die Zulassung zum gehobenen Dienst im Reichs wirtschastsministerium und Der die. fern unterstellten Verwaltung ergangen." Gippenstunde zu Ehren der Familie.
Die NSG.,Kraft durch Freude", Die NS.-Frauen« schäft und Der Kreisverband Wetterau des Reichs, bundes Deutsche Familie hielten am Sonntag in der Aula Des Gymnasiums eine erste Sippenstunde ab, Der weitere folgen sollen. Der Zweck Dieser Sip- penstunDe ist. Die Schätze Deutscher Musik und Dich, tung, vor allem das Erzählgut in Die Deutschen Familien zu tragen. Damit Dem KinDe Der Reichtum des Gemüts nahegebracht unD Damit es durch- die Verbundenheit mit der Vergangenheit sich der Der. pflichtung für die Zukunft bewußt wird. Diese Sip. penstunde war der erste Versuch, solche neue Wege einzuschlagen. Als Mitwirkende waren gewonnen ein Trio der NS.-Frauenschaft (Martha Schätt. I e r sVioline und Violas, Hildegard Ireppinger sViolinej und Elfriede Fischer sKlavierj), ein Chor der NS.-Frauenschaft, das Mitglied des Gieße- ner Stadttheaters Luise Prasser sowie Alwin Rüffer für Rezitationen.
Nach einleitenden Worten von Alwin Rüffer wechselten Musikstücke mit Lesungen und Chorgesang in stimmungsvoller Weise ab. Im ersten Teil wurden eine Mütterkantate von H. Baumann, Motte großer Deutscher über die Ehe und die Familie gesprochen und einige den Müttern in Prosa und Vers gewidmete Dichtungen gelesen. Der zweite Teil mar Der in einigen lyrisch schönsten Schöpfungen zum Ausdruck gebrachten Liebe gewidmet. Der dritte Teil galt den Müttern an Der Wiege und schloß mit Dem Märchen vom goldenen Vogel. Den Abschluß bildeten drei das „Lob der deutschen Familie" kun- Denbe Gedichte.
Gauhauptstellenleiter Fritz Handwerk (Frank, furt a. M.) sprach das Schlußwort, in dem «r aus« führte, daß diese Feierstunde em Teil jener De« ftrebungen sei, durch die Das deutsch« Volk wieder zur Selbstbesinnung gebracht werden solle. Für jedes Volk komme einmal die Stunde, in der es auf die Schicksalswaage der Gerechtigkeit geholt werde. Heute sehen wir die Völker Europas auf dieser Schicksalswaage stehen, und einige von ihnen seien, wie viele alte Kulturvölker vor ihnen, zu leicht befunden worden, weil sie gegen die All- mutter Natur gesündigt hätten. Als diese alten Völker zu Reichtum und Macht gekommen waren» ließen sie andere für sich kämpfen, durch Fremd» ihren Acker bestellen, und sie hatten keinen Nachwuchs mehr. Nach einer eingehenden Betrachtung der Entwicklung Der Völker im Zeitgeschehen wies er darauf hin, daß unsere Generation als die Ersten an der Schwelle einer neuen Epoche stehe. An uns liege es, nachdem wir zur polittschen Macht emporgewachsen seien und Der Führer uns eine politische Weltanschauung gegeben habe, zu erkennen, daß das seelische Erleben unseres Volkes mit dem politischen Geschehen und den Erfahrungen aus der Vergangenheit unzertrennlich verbunden sei. Um nach der Einheit des Raumes zur Einheit des Volkstums zu gelangen, müßten wir di« Sippe als etwas schicksalhaft Gegebenes auffassen, deren Glieder eingebettet seien in den Charakter der Blutsvorfahren. Die Sippe müsie lebensfähig werden, damit das Volk an Kraft und Macht gewinne. Wir müßten akttv leben, um gestaltend in den Ablauf der Ding« einzugreifen. Als Volk müßten wir die göttlichen Lebensgesetze erkennen und danach handeln.
Mit dem vom Chor gesungenen Lied der deutschen Einheit wurde die Feierstunde beschlossen.
141500 NM. Steuerstrafe.
* Friedb erg, 27. Jan. Wie das Finanzamt Friedberg öffentlich bekanntgibt, sind der Rentner Otto Richter und feine Ehefrau Anna, geb. Sachse, in Vilbel, Adolf-Hitler-Straße 164, wegen fortgesetzter Steuerhinterziehungen mit G e l d st r a f e n von insgesamt 1 415 00 R M. rechtskräftig bestraft worden. Diese Bestraftung wurde als Warnung an alle Steuerpflichtigen veröffentlicht.
Schwelnemarkl in Alsfeld.
* Alsfeld, 27. Januar. Auf dem heutigen Schweinemarkt war nur ein geringer Auftrieb an Ferkeln zum Verkauf gestellt. Bei der Knappheit Des Angebots und Der starken Nachfrage war Der Auftrieb schnell verkauft. 7 bis 8 Wochen alte Ferkel kosteten 30 bis 32 RM. pro Stuck.
G A.-Spott.
F. ©p. V. 1926 «Steinbach.
Steinbach Igd. — Alten-Buseck 3gD. 1:1.
Beide Mannschaften trafen sich zum fälligen Spiel um di« Bannmeisterschaft auf dem neutralen Platz in Meseck. Durch verschiedene Umstände sind Die übrigen Mannschaften in dieser Staffel ausgeschie- Den. Aus Dem Platz in Meseck sollte der Staffel« fieger ermittelt werden.
Alten-Buseck fand sich schnell und spielte über* legen. Die meisten Angriffe wurden jedoch abge« wehrt. Auch die von Steinbach vorgettagenen Vorstöße brachten keinen zählbaren (Erfolg. Der Mit« tetjtürmer von Alten-Buseck konnte seine Mannschaft in Der ersten Halbzett in Führung bringen, die bis zum Mchsel behauptet werden konnte. In Der zweiten Halbzeit sah man Steinbach im Angriff. Die meisten Chancen wurden jedoch vergeben. Dis Mannschaft rückte immer mehr auf und konnte schließlich 10 Minuten vor Schluß Den Ausgleich erzielen.
Mit diesem Stand verließen beide Mannschaften den Platz. Das Entscheidungsspiel ist auf den 9. Februar ebenfalls in Wieseck neu angesetzt worden.
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H 516/41 _____________________________ ______________________________________________________________________________________________________________'__• •___________


