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Dienstag. 2X Januar
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Gießener Anzeiger
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Halifax sieh! Uwere Zeilen sm Ln-land voraus
S t o ck ho I m , 28. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Der 11917, als — genau mie jeftt — Ne Dersenkungsstffer neue englische Bo Ocha fier in Washington, Lord die Neubauzif'er überstieg. Als Gegenmaßnahmen . . " .. . . » . . r>x rr ............. rxr2.i - „ _____ X .. .. rtl « I k n h n ■■ ♦ n n h ö n n 0 T
Staatsbegräbnis für Graf Csaky
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Fillfchirmtruppe gefteUt werden, in Feindesland in Verhältnis-
vertreten zu haben. Als Ungarn feinen Anschluß zum Dreimächtepakt erklärte, rour das der Ausdruck des Willens^ an den graften europäischen Aufgaben im Sinne der Achsenpolitik mitzuarbeiten («ruf Csaky. der sich erst vor anderthalb Jahren oerhei- ratet hat, ist viel zu früh aus dem Leben geschieden, aber seine Verdienste werden in Ungarn nicht vergessen werden.
Im „Daily Gerald" gibt ein britischer Seeoffizier, Kapitän A c w o r t h , ein nüchternes Bild der schweren Gefahren, die England aus dem deutschen f)an- delskrieg drohen. Au' Grund der frisierten Anga» den der britischen Admiralität beziffert er die englischen Handelsschiffsverluste mit 3,5 Millionen Tonnen jährlich, um dann fortzufahren: „n2?'.
diesen Krieg mit f a st 2 0 0 0 Schiffen weniger begonnen als 1914. Wir haben viel mehr Schnäbel zu stoppen, und unsere Nahrungsmittelerzeugung im Mutterlande ist niedriger als im April 1917, dem schwersten Monat des Weltkrieges. In jenem grimmigen Monat hatten wir die fron- zöfifche, italienische und japanische Flotte als Helfer, während jetzt eine dieser Flotten gegen uns kämvsx und mindestens eine weitere ein potentieller Feind ist. 1917 hatte der Feind nicht die Benuizunasmög- lichkeit der Kanal - und Atlantikhäfen, die er iefzt innehat. Wir dagegen konnten die irischen Häfen benuften die wir diesmal nicht haben: und last .not least: Wir hatten damals das triumphie- renbe Konooifystem noch in Reserve, wäh-
gewaltige Anstrengungen mache, um die Blockade zu intensivieren Das werde einen fortgesetzten harten Druck auf die britische Handels- flotte, auf die britische Kriegsflotte und auf die britische Luftwaffe, ja auf alles bedeu. ten.
schlägt er vor, den Gürtel bedeutend enger zu schnallen und rücksichslos auch die umfangreichen Speisekarten der teuren Hotels, Restaurants und Klubs des Westens zu beschränken. Ferner solle
lich nid)ts mitgeteilt. Später traf Willkie mit dem Arbeitsmimster Beoin zusammen.
0ie „Empltß ot Austral a" torpediert
Neu york, 28. Jan. (DRB. Funkspruch) Nach einer Meldung der Agentur Associated preß aus Miami (Jloriba) hat die Funkstation Tropical Radio Hilferufe des groften britischen lurbi- nen-Fahrpaftschiffes „Lmpreß o f A u ft r a I i a" (21 833 BRT.) aufgefangen. Das Schiff melde, es fei 200 Meilen von der weftafrikani- sch en Küste im Atlantik torpediert worden.
schreibt, seitdem die ungarische Diplomatie ihre Unabhängigkeit wiedergewonnen habe, hätte Ungarn keinen Außenminister gehabt, der so große Erfolge für das Land erzielt habe Graf Cfaky sei ein dem neuen Zeitgeist entsprechendes dynamisches Wesen gewesen Seine Außenpolitik habe folgende Haupt- richtlinien verfolgt die Fernhaltung Ungarns vom Kriege und in diesem Zusammenhang der Dienst am südosteuropäischen Frieden und der zähe Kampf um Die Verwirklichung der berechtigten geschschtlichen Forderungen des Ungartums Beide Zielsetzungen habe Graf Csaky in weitestem Mafte verwirklicht. Ein wesentliches Element der auftenpolitischen Erfolge des Grasen Csaky sei in der aufrich'igen Freundschaft zu suchen, die er den Achsenmächten gegenüber empfunden habe Diese Freundschaft fei in den Hauptstädten der Achsenmächte hochgeschätzt worden.
terflärtc. Die Ausgaben, die der und dem einzelnen Fallschirmjäger sind wohrlid) keine geringen
Der Fallschirmjäger soll mitten weitab von allen Verbindungen,
renb wir es ietzt anwenden."
Kapitän Acworth unterstreicht die Erklärung des Ernährungsministers Lord Woolton, baft die gegen- wärtige Gefahr größer fei als die des Jahres
Die befreundete ungarische Nation ist durch den Tod ihres verdienstvollen Außenministers Gros Stephan Csaky, in tiefe Trauer versetzt worden Graf Csaky, mit 46 Jähren einer der jüngeren Politiker seines Vaterlandes, ist vor einigen W chen auf der Rückreise von einem Besuch dem Prinzregenten von Jugoslawien, schwer erkrankt. Er mußte vom Eifenbahnzuge aus ein Krankenhaus auf'fuchen. Die Hoffnung auf eine Genesung hat sich nicht erfüllt, ein schwerer Rück'all hat seinen Tod herbeigeführt. In die Amtszeit des oeiftorbenen Staatsmannes fallen die großen Entscheidungen, die das durch die Friedensdiktate begangene Unrech an Ungarn einer Revision unterzogen haben Durch den Zerfall des früheren tschechoslowakischen Staates ge- langte Ungarn in den Besitz der vom migyarlschen Volkstum bewohnten Teile des alten Oterungarn, später auch der Karpato-Ukraine. Die Au'rollung der fiebenburgifcheu Frage hat dazu ge ührt. daß das nördliche Siebenbürgen ebenfalls in den ungarischen Staatsverband zurückkehren konnte Dies' beiden großen Entscheidungen wurden gefällt durch die beiden Wiener Schiedssprüche der deoollmächilq. ten Vertreter Deutschlands und Italiens, die von den interessierten Parteien um ihren Schiedsspruch ersucht worden waren Gras Csaky hat das 73er- dienst, in diesen schwierigen Fragen die ebenfonief Um''cht wie realnoli'ischen Sinn orfnrter'en die Interessen seines Landes nachdrücklich und erfolgreich
neue englische Botschafter in Washina: Halifax, erklärte amerikanischen Pressevertretern, er sei sicher, daß noch schwereZeiten für England kommen würden. Es sei klar, daß Deutschland
am Montag dem Ministerpräsidenten
C h u r d) i 11 einen amtlichen Besuch ab. Willkie überreichte dabei dem britischen Erstminister ein persönliches Schreiben des Präsidenten Roosevelt Ueber den Inhalt des Schreitens wird amt-
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Stimmung« >en Dorongt schwächt, ig unterb* mein ftörlr er Ausnahm imfangreiihfl achtet ourN fleruiKien 6r gewesen fir! en. Die H 5 zurück Gir ement fjeik aber bis 1? ien der 8A Scheideanflr! Mischer W ? Schwark' tot sich U- ' waren «lr
©er Wehrmachtberichi vom Montag.
Berlin, 27. Januar. (DRB. Funkfpruch) Vas Oberkommando der wchrmochl gibt bekannt
Kampfflugzeuge griffen am 2b. Januar Geleit- züge und einzeln fahrende Schiffe an der Süd- o ft t ü ft e Englands erfolgreich an. Zwei Bom- b^nvolltreffer auf einem Handelsschiff bei O^ford- Uefz verursachten eine heftige Explosion. Aufklärungsflugzeuge sichteten nördlich Great yarm-ulh ein brennendes Handelsschiff, das am Vortage von einem Kampfflugzeug angegriffen worden 'vor.
Der Feind warf in der tetjten Rach! In ID e ft - und Mitteldeutschland an verschiedenen Stellen Brandbomben und wenige Sprengbomben. Entstandene Brände konnten schnell aelöscht werden. Der Sachschaden ist unbedeutend. Der Angriff (orderte vier Tote und sechs Berleftte unter der Zivilbevölkerung. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.
Abwehr feinMicfrer kustonar ffe durch kleine <?>chiffSetnhe'ten.
Berlin, 28. Jan. (D71B.) Borpostenboote wehrten einen Angriff brltscher Flugzeuge an der RordfeekÜsle erfolgreich ab. Lin abge- wlefenes Flugzeug zeigte starke Rauchentwicklung, so baft mit seinem sicheren Verlust gerechnet robben kann. Feindliche Flugzeuge versuchen eine Ftattllle von Minenräumbooten mit Bomben anzugreifen. Trotz schweren wett"rs unb hoher See gelang es unteren Booten, bie Flugzeuge ab- zuwehren unb zwei von ihnen schwer zu be- lch^blaen, so bah ihr späterer Berluft wahrsch in- 'Ich Ist. Unsere Minenräumboote fetzten ihre Tätigkeit fort
Der ungarische Außenminister Graf Cfaky. (Scherl-Bilberbienst-M.)
Budapest, 27 Jan. (Europapreß) Das Staats- begräbnis des verstorbenen Außenministers Graf Stephan Csaky findet am 30 Januar, vormit- tags statt Die feierliche Aufbahrung erfolgt im Kuvpe 1 saaI des Parlaments Die Toten- feier wird von Kardinal Fürst-Erzbischof Justinian Seredy zelebriert Ministerpräsident Gras Te- I e k i wird die Gedenkrede halten.
In tiefer Erschütterung hat die ungarische Vesfent- lichkeit die Nachricht von dem Able'ien des um das Schj^sal tes Landes Io v"rdienten A'ißenrnmstters zur Kenntnis genommen. Das Blate „A Mai Nap"
tigen Familien zu unterstützen Das wird durch eine Sonderumlage der Steuerpflichtigen und auch durch Haussammlungen, durch Spenden warmer Unterkleidung, erreicht.
Ueber die großen Lasten, die die Landessicherung der Türkei auferlegen, geben die immer wiederholten außerordentlichen Kreditforderungen Auskun.t, die die Regierung beim Parlament beantragt und selbstverftändlich auch erhält. Viele wirtschaftlichen Arbeiten müssen darob Aurüfgeftellt werden Die Türkei läßt sich heute durch rein wirt-
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Tanz auf dem Vulkan
Bon unterem WEB.-Benchterstalter
Epoche an . .
Diese Stadt am Rand Europas, einer der wem- »en europäischen Plätze, der dem englisch-iudtschen Reiseverkehr noch offen ist, erlebt eine roa^ Hochkonjunktur Das levantinische Schiebertum i'rfreut sich an diesem Zuzug. Don jeher stand ein Teil der Istanbuler Vergnugungs-Industrie im Zeichen jüdisch-griechischer Geschäftstuchtigke,h Beide Elemente kommen bei der heutigen kriegsbedingten Touristik voll auf ihre Kosten: jüdische Lokalbesitzer, iüdische Musikanten, griechische Kellner levantmlsche Schlepper und Zutreiber. Die eigentlichen türkischen Kreise haben wenig Anteil an diesem bunten Invasions-Treiben. Die wlrts ch a f t l t ch e n Schwierigkeiten bereiten allen Leuten meftr :.ber weniger Sorgen, sowohl den Großhändlern and Importeuren, die um Waren verlegen sind, wie auch den Unternehmern, denen es an Bau- material fehlt, oder den Banken, deren Umsatz ge- iinger geworden ist Die Festbesoldeten öunial das neer der Beamten, können sich angesichts der h^ft- kletterten Preise bei unverändert geringen we- lältern nicht viel mehr als das ^otwendmste an Ernährung und Heizung beschaffen Der M>m ter- i.räsident selbst hat gesagt, es sei etzt nicht die Ze n Dinge zu denken, die außerhalb des Mmtmums iin täglichem Bedarf liegen .
Ein Kapitel für sich ist die W W der Männer in Uniform Die Turkei hat of.t iieU nicht mobilgemacht, aber ter Dffektlvbestand ies ^rieiwnsbeeres ist durch Em^iebun« mestr'rer '»nbrestlalkn roobl um das Dreifache "b°b> w°r len Es sind alfo viele iauiende V°mstienvater unter den «affen, sie ballen m be3
: nntolien die Wnchi an den fturmsichen Küsten des Mittelmeeres, im oben, tablen IbW en ®e. Staat trat die Notwendigkeit, tue vielfach deduk,.
iche Erwägungen nicht beeinflussen Sie hat Eisenbahnverkehr eingeschränkt, um Material zu sparen, um Güterwagen für Militärtransporte frei zu bekommen Der Materialersatz spielt überhaupt eine große Rolle. Die Vorräte im Land schrumpfen zusammen, die Besd)affung aus dem Ausland wird immer schwieriger, weil die Türkei
Mas Za Ischirajiser leisten.
Bon Hauptmann Tchirmcr.
„3d) will Fallschirmjäger werden!" Ein Wunsch, ein Wille, zu Dem ein ocionöerer Charakter gehört, ter alle tiigen|d)a|ten deutschen Soldatentums umschließt. Sind es Abenteurer, diese FaUsdiirmjager, Männer, die nichts mehr zu verlieren Haben- Nein! Wer dies in Der Fallschirmtruppe zu finden teot, soll die Finger davon lassen.
Mit den Au,gaben, die einem Menschen gestellt werden, wachsen die Anjorderungen dn sein Wis- |en und Können und nid)t zuletzt an seine Charak-
mäßig kleinem Verbände kämpfend, für die Ge» samtoperation des Heeres wichtige Geländeteile er» kämpfen Er foll sie halten, o|t tagelang dem Ansturm stärkster feindlicher Kräfte trotzend, bis da» Heer fid, nach dahin durchgekämpft hat.
Der Fallschirmabsprung selbst ist nur ein Mittel zu diesem Zweck. Männer zu haben, die den Mut unb die Entschlußkraft besitzen, aus dem Flugzeug in ein Nichts zu springen, bedeuten wohl eine Auslese Jedoch der Absprung ist nur eine kurze Willenslelstung des einzelnen unb umfaßt nicht den Hauptwort des Fallschirmjägers Dieser liegt gerade in der ausdauernden, zähen und selbstlosen Kampf- weise, die beim Start beginnt und erst endet, wenn der Entsatz durch die Erdtruppe erfolgt. Schon der Anflug, bei dem die Fallschirmjäger eng zu- sammengcdrückt in dem durch den Betriobsstofsvor» rat des Flugzeuges und burd) reichliche Munitionsund Sprcngjto fau -rüftung zum fliegenden Pulverfaß gewordenen Flugzeug sitzen und Dabei genau wissen, jetzt gibt es kein Zurück mehr, erforbert Den stetigen Willen zu völliger Einsatzbereitschait. Flakboschuß gber Iägerangriss unD Dabei Das Ge- lühl, sich zunächst nicyt wehren zu können, zerrt an Den Nerven All Dies Darf Ruhe und klare lieber- legung nicht hindern
Denn nach Dem Sprung beginnt ja erst b f e ' eigentliche Ausgabe Es beginnt der infanteristische Kampf, Der Kampf ohne Unterstützung von Hllfswafsen wie Artillerie oDer Pcmzer, Der Kamvf, bei Dem aus einem Nichts heraus Lust geschaffen rocrDen muft nach allen Selten, bei Dem
Der Del- und Benzinverbrauch auf das äußerste eingeschränkt werden „Denken Sie daran, daß ein großer Teil unserer zur Ader gelassenen Flotte aus Einwegtankern besteht, die nichts anderes mit fid) führen können als Del auf der Hinfahrt und Sahroaffer als Billast auf Der Rückfahrt, aber auch geleitet werden müssen, wenn sie leer fahren."
Willkie bei ßhurcbilL
volle 14 Tage ohne Bahnverbindung nach Dem Westen! Man hat Das aber mit großer Ruhe hm- genommen, obvleich zur selben Zeit Die Schifffahrt auf tem Schwarzen Meer Durch gewaltige Winterftürrne zu schweren Waren- unD Schiffbaus fällen führten. L'r Bahnweg nach Basra am Per fifchen Golf aber Dauert 3 Wochen unD wegen jeter Einluhrfendung aus Ucbet|ee müssen die Türken mit ihren englischen Verbündeten Papierkrieg führen, um zu beweisen, Daß nid)ts nach DeutschlanD weiterexpeDiert wirD!
Die Kraftfahrer warten sehnsüchtig aus amerika- nische ©ummireifen, Die in Basra von Den Engländern zurückgehalten werden, Die Straßenbahn gesellschast wartet aus Schienen unD schränkt ihren Betrieb ein, die Gasgesellfchaft setzt den Gasdruck herab, weil sie chrk technische Ausrüstung nicht er- neuern kann. Aus dem gleichen Grunde beginnt es, mit dem Telephonwesen zu hapern, das Draht- kabel der Berg-Tunnelbahn Istanbuls ist nur noch bis zur Iahresmitte betriebssicher. Ersatz aus dem Ausland steht nicht in Aussicht, also muft auch dieser Betrieb eingeschränkt werden Weitere Einschränkungen auf allen Gebieten des täglichen Lebens werden unausbleiblich sein, werden auch schon angekündigt. Damit hat die Türkei aber rech nen müssen, und jetzt heißt es, dem Jahre 1941 mit dem stoischen Gleichmut des Dstens und, wo es geht, mit Im rovisationen, zu begegnen. In beitem hat das türkische Volk bewiesen, was es zu leisten Der-
I mag.
derlichen Eigenschaften. Es genügt nicht das Draufgängertum, das wohl unbedingt erforderlich ist. Das Wesentliche liegt Im unbedingten Willen zum Sieg, im selbstlosen Einsatz ter Person des einzelnen und im zähen Durchhalten auch in HSsfnungs- los erscheinender Lage. Auswahl und Ausbildung der Fallschirmjäger bemüht sich, diesen Anforderungen gerecht zu werden.
Es ist im Juli 1939. Ein neues Fallschirmjäger- bataiUon soll ausgestellt werden Auch mein Ver- setzungsgesuch zur Fallschirmtrnnpe fand Berück» fidjtigunfl. Ich durfte eine Fallschirmjägerkompanie übernehmen. Aus allen Teilen Deutschlante und
da» roid)tige Dbjekt genommen werten muß, koste lulMllt„ ^,vl„ Stockholm. 27 Ian (Europapreß.) Der zur es, was es wolle, der Kampf, der gegebenenfalls
„Wir haben Zeit in London weilende ehemalige amerikanische den Er,olg der gesamten Operation entscheidet, ter Präsidentschaftskandidat Wendest Willkie stattete Kampf um Sein ober Nichtsein für den 0allfd)irm- “ -— Mnston |äger.
Die Schwere dieser Ausgabe zeigt klar bie erfor-
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Istanbul. im Januar 1941.
Die „Lust" des türkischen Volkes selber [für die „gute und gerechte Sache" der Plutokratien au kämpfen, ist nicht um einen Deut großer geworden Die Türken sind vielmehr heilfroh darüber, rociin ihnen im vergangenen Jahr trotz mehrfacher 9 Aufforderungen das Kämpfen für andere Interessen «erspart blieb unb daß sich der Krieg nicht all- • yu|ehr dem türkischen Bereich genähert hat Es tinten sich sogar Stimmen, Die zugeben, welch großen Anteil Die kluge politische Führung Deutsch- ianDs Daran hat, Dem Balkan die Kriegsau?dehnung zu ersparen, an Der EnglanD ein so großes Inter» efic zeigt.
Unter solchen Umständen haben sich Die türkischen Städte und zumal I st a n b u I einen sehr fröhlichen ? liebergang ms neue Jahr genehmigt Nach Mei- mung Der „Lokalkenner" haben Die Dem Vergnügen gewidmeten Unternehmungen in Der Neujahrsnocht mngeahnt glänzende Geschäfte gemacht. Viel mag tbie Aufhebung Der Verdunklung dazu Steiget™gen haben, die Stimmung zu heben. Denn Liese Maßnahme, die sehr plötzlich in Der Art einer politischen Demonstration ergriffen worden war, hat nirgends in Der Türkei Wohlgefallen hervorge- rufen In Istanbul aber, wo Das Pflaster schledster ift unD Die Straßen krummer unb enger als in Jeder anderen Balkangroßstadt, kann man keine jerbunfelung gebrauchen, wenn man „bummeln" will UnD „gebummelt" rourbe an Diesem Silvester in Den türkischen StäDten mehr als je, trotz einer ' Preissteigerung von etwa 50 o. H. seit Kriegsbe-
n m a r f 11 • n AktitW«! lfach in enge Marl ' , mie ; I anbbrieft _? ur gerinqh'’ mürben r nen 101,501 Honen mürben ui>‘" «Renbiten *
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Ueberhaupt hat der Vergnügungsbetrieb Istan- Luis stark zugenommen Daran trägt eine „Kriegs- cerscheinung", eine neue Sorte Fremden- merfehr, die Schuld Vor Dem Krieg war es Das heiße, aber nicht so recht erfolgreiche Bemühen Ser türkischen Stellen, den normalen Fremdenverkehr zu heben Es fehlten dafür aber viele Voraussetzungen, im Gegensatz etwa zu Griechenland, Llegypten, oder Rhodos. Heute erlebt Istanbul »Ine „tourIstische Saison", die* mit Moscheen, Ruinen, Museen und den herrlichen Prin- geninseln nicht zu tun hat. Istanbul ist das Auf- > angbecken einer gewissen Kategorie von „Touristen icrocrben, die nur noch auf einer beschränkten Route 1 Teilen kann. Engländer, Holländer, Polen und jüdi- sche Emigranten. Für sie ist in Mitteleuropa kein Dieiben mehr. Die Linie nach Westeuropa, wohin I [Tie alle möchten, ist ihnen abgeschnitten. Sie können 1 rnur aus Dem Wege Istanbul—Bagdad—Kairo zirkulieren. Ein größerer Teil von ihnen bleibt in Istanbul hängen und bemüht sich, Die Kasse Des briti(d)en Generalkonsulats in Anspruch zu nehmen, offenbar mit Erfolg. Die türkische Regierung hat der eng- fischen Botschast das Recht eingeraumt, über Die türkischen Zinszahlungen zu verfügen, die zur Tu- ogung der englischen Anleihe bei der türkischen Staatsbank eingezahlt werden. Die britische Bot- (haft bekommt ja von ihrer Heimatregierung kein Aeld mehr. „ .
Die solchermaßen ausgehaltenen Engländer und ter übriae Trabanten-Klüngel lungern mit unb ohne „ladies" tatenlos in Den Hotelhallen unD Bars Herum unD geben, sozusagen in Weltunterganas- i timmung, Das Geld mit vollen Händen aus. Die Hotels sind ausverkauft, alle Barschemel finb be- etzt und wenn die Herren, die vielfach mit tem 5ten-Sd)nurbärtd)cn geziert sind, sich genügend mit Whisky und Gin gefüllt haben, bann kommen |re mohl auch auf bie „glorious idea“, sich von ter Uopelle bas bereits zur historischen SelbfUronie qeroorbene Lied von der nassen Wäsche an der „Siegfrieb-ßinie" Vorspielen zu lassen Da bie Tur- "ei zwar nicht neutral, aber immerhin auch nicht . !*riegführenb ist, auf alle Fälle aber mit England Derbünbct ist, so steht Dem nichts im Wege baß sich bie Englänber mit Krach unb Krawall unb dem Slbfinqen des Siegsried-Lietes auf türkischem Boden .ächerlich machen. In dieser Beziehung muten ge- wisse Istanbuler Lokale heute wie Etappenlokaie und Schieber-Bars einer vergangenen traurigen
gewisse Umstellungen in ihrem Außenhandel vorgenommen hat Der Hauptw g durchs Mittelmeer ist allen Zufälligkeiten der Kriegslage ausgesetzt Die normale Schif'ahrt hat au'gehört. Der eingleisige Bcchnweg nach Europa ist nicht (jenügenb lei- ftungsfähig und dazu noch allen möglichen Wetter- einflüffen ausgeliefert; um die Jahreswende war Istanbul wegen Ueberschwemmungen in Thrazien I
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