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Mittwoch. 27. August (941

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Vor Llebermittlung des Ultimatums die Grenze bereits überschritten.

Die Engländer stoßen aus Widerstand

boote und vier Patrouillenboote. Diese Zahlen zei­gen, daß England mit einem mindestens gleichwer­tigen militärischen Aufgebot angreifen muß,-wenn es seine Pläne verwirklichen will. Dazu kommen die sowjetischen Streitkräfte. Die geographische Ge- talt Irans mit seinen hohen Randgebirgen, großen Wüsten, engen und schwer zu besetzenden Pässen bietet vorzügliche Verteidigungsmöglichkeiten. Au- zerdem ist die Zeit, die den Engländern zwischen )er sommerlichen Hitze und dem Winter, da Schnee- älle das Uebersteigen der Pässe unmöglich machen, zur Verfügung steht, nur sehr kurz und dauert kaum bis Mitte Oktober.

Von langer Hand vorbereitet.

Stockholm, 26. Aug. (Europapreß.) Der Plan zur Besetzung Irans wurde am 26. Juni, vier Tage nach Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges ge­faßt, meldet der Londoner Korrespondent von Dagens Nyheter". In London verstehe man jetzt,

worden. In Täbris hat die Flak einen feindlichen Bomber abgeschossen.

Motorisierte sowjetische Truppen sind bis Dschufu und Maku vorgedrungen. Motorisierte britische Truppen sind an vier Punkten bei Khanakin, Quasr- Schirin, Rastn Khane und Abadan ins iranische Gebiet eingedrungen. Die sowjetische Flotte ist im Kaspischen Meer und die britische Flotte im Persischen Golf zu Offensiven gegen die ira­nische K ü st e vorgedrungen.

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Hand. Die Hartnäckigkeit, mit der die Bolschewisten diese fast 20 000 Einwohner zählende Stadt ver­teidigten, erklärt sich aus ihrer wirtschaftlichen Be­deutung. An den Ufern des Flusses Luga sind in den letzten Jahren mehrere große Sägewerke ent­standen. Außerdem besitzt die Stadt mehrere Fa­briken der metallverarbeitenden und chemischen In­dustrie. Mit der Besitznahme der Stadt Luga ver­loren die Bolschewisten auch einen bedeutenden Flug­zeugstützpunkt.

Zn die sowjetischen Widerstandslinien vor öiev-l eingebrochen.

Berlin, 26. Aug. (DRB.) Die Sowjets leisteten vor Reval in Bunkern und Feldstellungen er­bitterten Widerstand. Trotzdem sind deutsche Infan­terie- und Pionier-Einheiten tief in die sow­jetischen Wider st andslinien einge­brochen. Von bolschewistischer Seite wurden Ein­heiten der sowjetischen Kriegsmarine eingesetzt, die von See aus in den Erdkampf einzugreifen ver-

Die plötzlich überfallenen iranischen Truppen lei­steten an mehreren Punkten hartnäckigen Wi­der st and, wobei es ihnen mehrfach gelang, dyn kindlichen Vormarsch aufzuhalten. Zwei feindliche Panzerwagen wurden außer Gefecht gesetzt. In al­len Teilen des Landes ist die Bevölkerung ent­schlossen, die Heimat zu verteidigen und stellt f den Rekrutierungsbüros zur Verfügung.

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DNv. AusdemFührerhauptquartler, 26. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Schnelle Verbände der Panzerarmee von Kleist haben gestern nach schwerem Kampf den Brückenkopf von Dnjepropetrowsk und die Stadt selbst im Sturm genommen. Der Feind hat damit seinen letzten Stützpunkt auf dem Westuser des Dnjepr unterhalb Kiew verloren. Bei ihrem Vorstoß in den Dnjeprbogen nach der Schlacht von Aman hat die Panzerarmee von Kleist nunmehr insgesamt 83 596 Gefangene eingebracht, 465 Geschütze und 199 Panzerkampfwagen und zahl­loses Kriegsmaterial erbeutet. .

Luga besetzt.

Berlin , 26. Aug. (D7U3.) An der Front z w i - schen Ilm en- und Peipussee wurde am 24. August die Stadt L u g a von deutschen Truppen genommen. In mehrtägigen Kämpfen haben die deutschen verbände das stark verminte und durch zahlreiche Feldstellungen verstärkte Befestigungs- system vor Luga durchbrochen. Im Verlause dieser Kämpfe wurden 9200 Minen weggeräumt und 112 sowjetische Bunker, die teilweise durch Betonwände und Panzerkuppeln ausgebaut waren, außer Gefecht gesetzt. Vach bisher vorliegenden Meldungen wur­den im Kampf um Luga 2300 Gefangene gemacht, 54 Panzerkampfwagen und 46 Geschütze wurden vernichtet oder erbeutet. Große Mengen sowjetischen Kriegsgeräks und leichter und schwerer Infanterie­waffen fielen in deutsche Hand.

Mit der Eroberung der Stadt Luga fiel ein weiterer wichtiger Verkehrsknotenpunkt in deutsche

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Teheran, 26. August. (Europapreß.) Das ira- : nische Parlament wurde am Montagnachmittag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengerufen, um von dem Einmarsch der Engländer und Sow­jets sowie von der Entschlossenheit der iranischen Regierung, den Angriff abzuwehren, unterrichtet zu werden. Der Premierminister erinnerte zum Be­weis des Fehlens jeglicher Gründe für den britisch- sowjetischen Angriff daran, daß die iranische Re­gierung auf den Wunsch des Schahs zu Beginn des jetzigen Krieges die strikte Neutralität des Landes angekündigt hatte. Diese Politik habe der Iran konsequent verfolgt und insbesondere mit allen Nachbarn eine Politik der Freundschaft und Herz­lichkeit verfolgt.

Trotzdem stellte die britische Regierung im Ein­verständnis mit der sowjetischen Regierung ein Ul­timatum, worin sie den Iran aufforderte, die im Lande ansässigen Deutschen auszu wei­sen. Die iranische Regierung versicherte, daß Iran über die Ausländer im Lande wache und daß keine ^Gefahr aus der geringen Anzahl -von Deutschen ent­stehen könnte. Mit der Absicht, England und bte Sowjetunion zu beschwichtigen, unternahm die ira­nische Regierung sogar geeignete Schritte, die Zahl der Deutschen im Lande zu beschränken. Aber statt die Angelegenheit auf friedlichem Wege zu erör­tern, hatten die britischen und sowjetischen Kräfte die Grenze bereits überschritten, ehe die diplomatischen Vertreter das Ministerium be­treten hatten.

Der erste iranische Heeresbericht.

Sofia, 26. August. (DNB.) Radio Teheran gibt den ersten iranischen Heeresbericht bekannt, er ^Äm 25. August, 4 Uhr morgens, sind sowjetische Truppen im Norden und britische Truppen im Süden und Südosten in das iranische Gebiet ein­gefallen. Feindliche Flugzeuge haben die Städte Arzabil, Rescht am Kaspischen Meer, Ahvaz im Sü­den und Bender-Peflewi am Persischen Golf und andere bombardiert. Es entstanden bedeutende Schäden in Wohnvierteln und unter der Zivilbe­völkerung, militärische Ziele sind kaum getroffen

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Oer finnische Vormarsch.

Berlin, 26. Aug. (DNB.) Auf der kare­lischen Landenge gelang es den Bolschewisten nicht, den finnischen Vormarsch aufzuhalten. Die finnischen Verbände machten in den letzten Tagen 3500 Gefangene und vernichteten 107 sowjetische Panzerkampfwagen und 198 Geschütze. Nordöst - l i ch des Ladogasees beendeten finnische und deutsche Truppen in vorbildlicher Zusammenarbeit eine größere Aktion. Fast das gesamte finnische Ge­biet nordöstlich des Ladogasees, das im Diktat von Moskau 1940 an die Sowjetunion abgetreten wer­den mußte, ist wieder in finnischer Hand. Weiter

Von Dr. Paul Rohrbach.

Die Region des Schwarzen Meeres lag Jahr­hunderte lang außerhalb des Blickfeldes der großen Politik, bis die russische Macht sich bis an diese . Küsten ausdehnte. Seitdem wurde das Schwarze Meer und die Gebiete, die es umgeben, in poutl- cher wie wirtschaftlicher Hinsicht immer wichtiger: politisch wegen der Fruge der türkischen Meer­engen, durch die der Weg aus dem geschlossenen Pontischen Becken hinausführte, und wirtschaftlich wegen der zunehmenden Erschließung der Natur- chätze in der Ukraine und im Kaukasus. Auch das rumänische Oel nimmt zum Teil seinen Weg über das Schwarze Meer.

Der Reichtum Kaukasiens, der über die Hasen der pontischen Ostküste auf den Weltmarkt gelangt, besteht in erster Linie aus Erdöl und dem für die Eisen- und Stahlindustrie unentbehrlichen Man­gan. Von den beiden großen Oelgebieten liegt das eine bei Baku, dicht am Gestade des Kaspischen Meeres, das andere bei G r o s n y j, in der Step­penlandschaft am Nordfuß des östlichen Kaukasus. Die leicht entzündlichen Ausströmungen von Erd­gas bei Baku waren schon im Altertum bekannt. Die Ausbeute von Rohpetroleum, Naphta, begann in kleinem Maßstab unter russischer Herrschaft vor etwa hundert Jahren und wuchs nach 1880 rasch zu einem großen Teil der Weltproduktion an. Schon vor dem Weltkrieg wurde eine 800 Kilometer lange Röhrenleitung durch ganz Transkaukasien von Baku bis zum Schwarzmeerhafen Bat um gebaut, durch die das Oel mit Hilfe von Druckpumpanlagen ge­fördert wird. Saturn gehörte bis zum russisch-türki- chen Kriege 1877 zur Türkei. Nach der russischen Revolution 1917 wurde es vorübergehend wieder von den Türken besetzt, danach aber an die Sow­jetunion zurückgegeben. Die Hasenanlagen sind ganz auf den Oeltransport zugeschnitten. Die Oeltanks mit Zubehör bilden einen förmlichen Stadtteil.

Bedeutsam ist, daß die ölführenden Schichten bei Baku noch keineswegs Anzeichen beginnender Er­schöpfung verraten. 1918 besetzten auf dem Weg über Persien kommende englische Truppen Baku. Auch die Türken versuchten, nach diesem Schatz zu greifen. Enver Pascha hatte, bevor er in Turkestan durch Verrat sein Ende fand, Baku eine Zeitlang in der Hand. Er manövrierte die Engländer hin­aus, aber die schwachen türkischen Kräfte konnten sich gegen die Sowjettruppen nicht halten. Begreif­licherweise setzte man in Moskau alles dran, um wieder in den Besitz des Oelgebietes zu kommen. Gegenwärtig ist Baku die Hauptstadt der tatarischen

in j unrerieviui|lunuii, v 1 at-

Dienen Gendarmerie und 15 unabhängige G - Hrsregimeter. Ein Teil dieser Divisionen is N'rnsten Waffen ausgerüstet Jede ^nfanterie- bn .on hat zwei Regimenter Artillerie. S^r 3 iUen sich etwa 150 000 Mann unter den Waffen. 2: >edoch seit 1924 die allgemeine Wehrpflicht ein e'iort ist, kann diese Zahl leicht verdoppelt werden. 2e '.iranische Luftwaffe hat 300 bis 350 Flug 3n$, von denen aber nur 150 den Ansorderu g

neuzeitlichen Krieges genügen. Die o r i 1 iemlich bedeutungslos. Sie hat sechs Kanonen

Jahrgang Nr. 205

Beilagen: gÄS Berns svrers:

Deutsche Heeresartillerie schoß einen sow- Kreuzer und zwei kleinere Kriegsschiffe in

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags

Anzeigen-Preiie:

Anzeigenteil 7 Rvfie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvi. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffel 1 Abschlüsse Mengemtaftel 8 Plabvorfchrift l vorherige Vereinbarung) 25°/« mehr

warum General Wavell am 1.Juli von?

ten nach Indien versetzt worden sei. Die militärische Lage, die durch den deutsch-sowjetischen Krieg ge­schaffen worden sei, habe die Anwesenheit eines Generals von hohen Qualitäten in Indien erforder­lich gemacht. Englands strategisches Ziel werde durch die Tatsache beherrscht, daß der Iran die besten Durchfahrtsstraßen nach der Sowjetunion besitze. In allen Berichten der schwedischen Korre­spondenten in London wird betont, daß man in London die Besetzung Irans als den ersten Akt der neuen englisch-sowjetischen militärischen Zusammen­arbeit in diesem Kriege besonders unterstreiche und sie als eine gemeinsame Machtdemonstration dar- steile, die sich auch gegen andere Nationen richte. Abgesehen von dem großen strategischen Ziel, Budjenny in der Ukraine den Rücken zu stärken, verfolge England aber Nahziele in Iran selbst, denn die iranische Oelzufuhr sei für die englischen Streitkräfte im MittelmeergAuet lebenswichtig. Englische Militärsachverständige er­klärten übrigens offen, daß Iran nach vollendeter Besetzung zwar eine militärische Belastung dar­stellen werde, die sich aber unter dem Gesichtspunkt lohne, daß damit die Fühlung zwischen den briti­schen und sowjetischen Streitkräften hergestellt sei.

Neuyork, 26. Aug. (Europapreß.) Wie Telegrammen aus Teheran, Ankara und Simla übereinstimmend heroorgeht, hat der Angriff auf den Iran durch zahlreiche britische Streitkräfte von Basra und dem Persischen Golf her eingesetzt. Während die Hauptkräfte der Jn- vasionstruppen teilweise bei Abadan und Bender Schapur, dem Kopfpunkt der transiranischen Bahn an Land gegangen sind und bereits die Grenze von der irakischen Provinz Basra aus überschritten haben, sind andere kleinere Abteilun­gen vom Persischen Golf aus an der iranischen Küste an Land gegangen und haben hier eine An­zahl strategisch wichtiger Punkte besetzt. Die Auf­gabe dieser Streitkräfte besteht darin, die fortge­setzten Truppentransporte zu sichern.

Nach Meldungen aus London stoßen die bri­tischen Truppen auf Widerstand. Insbesondere sollen sich iranische Streitkräfte der Landung bri­tischer Truppen in dem Hafen Bender Schapur am Schatt-el-Arab widersetzt haben. Die Landung habe dennoch erfolgreich durchgeführt werden kön­nen. Bei der Beschießung des Hafens von Bender Schapur durch britische Kriegsschiffe sind etwa hun­dert Tote unter der Zivilbevölkerung zu beklagen.

der ftJ r besetzt. 3 e:

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5Ld) Afghanistan befand sich m einer ahn- lid)en Lage wie Iran. Bis 1919 spielte es die ; toll! des vorgeschobenen Verteidigungspostens für lErcanb und eines Pufferstaates zwischen diesem ! n) Rußland, denn es war ein Raum, in dem die 'Mschen und russischen Interessen sich eng be- |r en. Ein Jahr nach Beendigung des We kne- ! cis England auf Ruhe drängte, ergriff Afgha- i itc-i die Gelegenheit, erklärte England den Krieg in) »drang in kühnem Angriff bis Peschawar vor.

UdSSR. hatte Afghanistan in diesem Unab- l|jhngfeitsfrieg gegen England unterstützt, aber Ikb die Hoffnung aufgegeben, die es auf eine Vol- I tyt ifierung Afghanistans gesetzt hatte.

[hiute, da die englischen und sowjetischen Jnter- ffltr im Kampf gegen Deutschland wieder eine ge=

Marne Grundlage gefunden Haben, sieht sich ist; iranische Volk aufs neue den englisch-sowieti- Ikn Angriffen ausgesetzt. Die erste Frage, die hin an Teheran richtete, war die der Durchfuh- 'Wl des englischen und amerikanischen Knegs- ftirials nach der Sowjetunion. Bis letzt bestätigt m nicht, daß Iran sich geweigert hatte- dieses Bi^rial, das in Bendar Schapur am Persischen ausgeladen werden sollte, auf der Trans- Mchen Bahn zum Kaspischen Meer transpor- ti«rm 5u lassen. Als aber dieses große Entgegen- Vien, das Iran als neutrales Land den beiden Ehrenden Mächten England und» der> UdSSR, genbrachte, nicht genügte, verschärften die e h Forderungen und verlangten nun einen, roie 4 'ürkische General Erkilet in der ZeitungCum- Met" sagte,mit der Ehre und Wurde einer «lan nichi zu vereinbarenden Akt, nämlich die Weisung der Deutschen". Iran aber verteidigt «n Unabhängigkeit, wie dies schon derSchah ® \ iner Rede am 20. August vor den Zoglm^n V Offiziersschule in Teheran sagte. Die lungpen

Der Anschlag ans Iran

Vou unserem Hy.-Korrespondenten.

nördlich wurde ein sowjetisches Infanterieregi­ment, das von der Murmansk-Bahn zum Gegen­angriff angesetzt worden war, nach mehrtägiger Einkesselung völlig vernichtet.

Sowjet-Kreuzer schwer beschädigt.

Berlin, 26. Aug. (DNB.) Deutsche Kampf- lugzeuge griffen einen schweren sowjetischen Kreu­zer im Finnischen Meerbusen an. Der owjetische Kreuzer wurde von vier Bomben schwe­ren Kalibers getroffen und stark beschädigt. Deutsche Flugzeuge erkannten etwa 28 Minuten nach dem Angriff mehrere kleine Schiffe, die die Besatzung des Kreuzers übernahmen. Mit dem Verlust des Schiffes muß gerechnet werden. Der Kreuzer hat eine Wasserverdrängung von 8000 Tonnen und ge­hört zur Kirow-Klasse. Er wurde 1936 erbaut und besaß eine Flugzeugschleuder zum Abschuß von zwei bis drei Seeflugzeugen. Unter der 624 Mann star­ken Besatzung sind durch das Bombardement starke Verluste eingetreten.

Wie in Helsinki mitgeteilt wird, sind im Fin­nischen Meerbusen ein feindlicher Zerstörer, drei ' Minensucher und sechs Transportschiffe, darunter zwei Tanker, vernichtet worden. Ein Han­delsschiff und ein Minensucher wurden stark beschä­digt. Ein 5000-Tonnerz-Handelsschiff wurde durch Artilleriefeuer versenkt. Das Schiff hatte eine La­dung von Traktoren und Geschützen und zahlreiche Besatzung.

Wirkungsvoller Einsatz der Lustwaffe.

Berlin, 26. Aug. (DNB.) Bei der Bombar­dierung von Erdzielen hatte die deutsche Luftwaffe gute Erfolge aufzuweisen. An der finnischen Front wurden starke Truppenansammlungen und motorisierte Kolonnen der Sowjets von Sturz­kampfverbänden mit vernichtender Wirkung ge­troffen. Lastkraftwagen und Lager standen in hellen Flammen. Im Raum um Reval wur­den Feldbefestigungen und Artilleriestellungen der Bolschewisten zerstört und Munitionslager durch Volltreffer in die Luft gesprengt. Die Sowjetver- bänte erlitten in diesem Raum unübersehbaren Menschen- und Materialschaden. In der Nacht zum 26. August wurden kriegswichtige Ziele in Tschernigow an der Deßna zwischen Gomel und Kiew mit Bomben belegt. Zahlreiche Spreng­bomben schweren Kalibers richteten starke Zer­störungen an. Nach dem Abwurf mehrerer tausend Brandbomben waren weite Flächen ein Flammen­meer. Mehrere Eisenbahnlinien in verschie­denen Abschnitten wurden durch zahlreiche Bom­bentreffer vielfach unterbrochen. Insbesondere lagen die nach Petersburg führenden Linien unter wirkungsvollem Bombenhagel. An der mitt­leren Ostfront wurden die Haupteisenbahnlinien im Raum SnowskKomotopSgotw nachhaltig zer- stört und mehrere Transportzüge zum Entgleisen Ö. Bei Nachteinsätzen zum 26. August waren fe und Anlagen im Raum von Petersburg i erneut das Ziel der deutschen Flieger. Der Feuer- - schein zahlreicher Großbrände lag stundenlang am : nächtlichen Himmel.

aewöhnli: hrer hohem

"die W" icii iinb die Russen schließlich bis in die nördlich- rauerte 1 «Gebiete Irans zurückgetrieben. Das damalige !Mn ist in dem Kampf um die Einflußzonen, tn llt sian es aufgeteilt hatte, ohne Bedeutung ge= I il "ii, denn es war materiell und moralisch zu Ho ch, um auch nur das geringste in diesem Streit I lüs, rechen zu können. Nach dem Weltkrieg versuch- i er nie Sowjets, Iran zu bolschewisieren. Auch 1 iho britannien behielt seine imperialistischen Ab- sjchiii gegenüber diesem Land bei. Mittlerweile ! bin die Revolution des heutigen Schahs. Meister- Ichhat er die englisck-sowjetische Rivalität ausge- liÜ8 die Pläne der Gegner über den Haufen ge- mr-n und Iran seine Selbständigkeit wiederge-

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tos Ihn 1 3U biefprn 11 bem litul Istanbul, 26. August 1941.

sich eine,. 1 1 ftin hat durch seine geographische Lage zwischen s Spie, Sowjetunion und dem Persischen Golf in ber 5 fcfantar'.fju! t f Cf) e n Expansionspolitik auf der t geljabi llufc "ach einem eisfreien Hafen schon zur Zeit Metcs des Großen eine wichtige Rolle gespielt.

'wn. land sah in der russischen Aspiration auf den W-erikchen Golf zunächst eine Bedrohung des Weges, Indien und dann Indiens selbst und hat sich russischen Wünschen naturgemäß immer wi- rp ärfyt. Während zunächst das Zarenreich und spä- rk k> «? r uch die Sowjetunion westlich und östlich des M. Lex 2 » schen Meeres, also im Kaukasus und Turke- ein ausgedehntes Eisenbahnnetz schufen, das Dki''ichtlich die strategischen Grundlagen für den Wstarsch gegen Iran und Afghanistan bildete, EK|in die Engländer ebenfalls Eisenbahnlinien, die snLer indischen gegen die afghanische und ira- W Grenze führten. Schon diese Maßnahmen LUn,n deutlich d i e Rivalität dieser beiden «wte in diesem Gebiet. So waren Iran und Af- UjE; st an geraume Zeit der Schauplatz, auf dem die M»l chen und russischen Interessen aufeinander- en. England mußte den Weg nach Indien Jfcilten und sichern und hat sich deshalb auf das J irifte den russischen Plänen widersetzt, die darauf Braun, dXL.nen, einen Ausgang zum Indischen Ozean zu Gießen, Z:

w, 3 FehhMfUii Rußland von dieser Zone abzulenken, hat nd. Mki Mh England nicht gescheut, die zaristische Regierung cmutigen, sich im Fernen Osten, also im ischen Ozean, zu engagieren. Dadurch kam es K 1904 zum russisch-japanischen - lieg. Nachdem die Russen dort eine schwere Mich MM iTriage erlitten hatten, verstärkte sich erneut der Wsssche Druck gegen den Persischen Golf. Aber sMscmd und England zogen vor, 1907 Iran in increffengebiete aufzuteilen, ehe sie sich Ä is Haare gerieten. Die Russen haben dieses Ab- Ümnen immer nur als Waffenstillstand betrachtet, 1 ie Südgrenze ihrer Einflußzone galt ihnen nur c 1$ Safis für den Vorstoß zu ihrem ursprünglichen Ziel dem Persischen Golf, das sie im geeigneten Hipmblid verwirklichen wollten.

; 3ir Jahre 1914 aber standen die beiden Mächte iitgmeinfamer Front gegen Deutschland. Zweimal im Verlaufe des Weltkrieges haben die Russen i urc Iran den linken Flügel der Mittelmächte an= grffen, die im Irak gegen die englische Armee i fen mußte. Beide Male haben die türkischen l!>ib deutschen Streitkräfte zu Gegenschlägen ausge-

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