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feit der alten

Herzen wurden sie müde und schliefen

Deutsche V'eihnaJit 1941.

Von Franz Karl Ginzkey.

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lieh erwidernd langsam seine Person mit Karla Flügel saß. Dom Klavierspiel verstand der Kom-

uu' . c.______u\e mtffnr momnur nl-i nnn Astronomie. Trokbem be-

(Nachdruck verboten.)

l^'ttsetzung.

pfer und gerade auf liebten Winkelzüge,

abscheulich vorkam. Aber man

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Mag auch schwer in Ungewittern Finstern Streits die^Velt erzittern, Viel sich uns an Not gesellen Rings im aufgewühlten Raum,

Wirst du doch zu deinem Frommen Hell in deine Stuhe stellen, Deutschland, deinen Weihnachtshaum.

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Denn im Herzen steht geschrieben Dir ein leidgeprüftes Liehen, Das nur jene nicht erkennen, Die nicht wissen, wer du bist» Jene Liebe ist am Werke, Die von der gerechten Stärke Nicht die Güte weiß Zu trennen, Die mit rechtem Maße mißt.

Möge einst an deinem V^sen Wahrheitsfroh die Welt genesen, Mög* uns dies den Mut erhellen Als ein langersehnter Traum: Allen Völkern werde Frieden, Und dir selber sei Geschieden Auf den Tisch derW^elt zu stellen, Deutschland, deinenWeiknachtsbaum.

Tiefe des Hauses den Platz gefunden, wo der Wem lag.

Don den vierzehn Stühlen um den Tisch brauch­ten sie nur drei, denn sie waren scheu zuerst und sittsam, aber als es elf Uhr schlug aus irgendeiner eingebauten Uhr, lagen alle überflüssigen Stühle in einem fröhlichen Haufen abseits, während die drei Herberger fröhlichkeitstrunken den Tisch umstanden und sich den Vers zusangen, den sie heute von Haus zu Haus bis zum Heiserwerden geschrien hatten. Und alle Lichter in allem Zimmern des Schlosses brannten, weil die Heiterkeit der drei Männer Licht und Helligkeit um sich wollte. Dar­über wunderte man sich im Dorf, weil es noch nie geschehen war, daß der Graf alle Lichter in allen Zimmern gebrannt hatte.

Die Herberger in ihrer arglosen Heiterkeit tranken den Wein wie das Wasser vom Brunnen. Im Reden und Trinken und der erschöpfenden Heiter-

ein jeder zum Bedecken vor herannahm, das ihm wert

aus dem Kreis der anderen herausbugsieren, bis sie wieder in den bequemen Sesseln saßen, wo ihre denkwürdige Unterhaltung begonnen hatte.

Wen wollen Sie verhaften lassen?"

Das erfahren Sie nicht. Ich muh schweigen.

Was hat Doktor Ball gesagt?"

,LZon Ihnen habe ich keinen Ton verlauten lassen. Trotzdem gilt die Zustimmung von Kriminaldirettor Ball nicht mir, sondern Ihnen. Ehr«, wem Ehre

nimmt und ausübt. *

In diesem Jahre wird es oft die Mutter ge- tan haben. Sie holte mit dem Christbaumstander

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Explosion in Raum5

Roman von H.G. Hansen

Gttvi jht by Prometheut-Verla® Dr.Eldiodrer, Cröbenrell b.MlnA«n

ton hnen hatte die zarten Gläser aus der Vitrine cen'imen, und der bedächtige Bechtel, vom Mut- *1 der eigenen Torheit berauscht, hatte in der

passend erschien.

Als gegen den Morgen 'hm dem Mädchen des Kutschers im Haus nebenan der Lichtschein aus allen Fenstern störend in den leicht gewordenen Schlaf Hrang, schlug das Kind die Decke zurück und trat ans Fenster, um das Schloß zu beschauen, das doch leer war und nun aus allen Fenstern in die Nacht hinaus leuchtete. Das Kind stand eben in dem Alter, wo man das erste Fürchten schon ver-

gebührt."

Nicht höhnen! Das hab« ich nicht verdient.

Gewiß nicht." Das klang begeistert.Ich möchte Ihnen noch ganz anders danken. Aber dieser Dank ist gleichzeitig eine Ditte, die der Selbstsucht nicht entbehrt, weil ich dabei nicht nur an Sie, sondern auch an mich denke, also an uns beide zusammen." Er rückte ihr mit dem Sessel näher und beugte sich vor, um die Hand des Mädchens zu «ergreifen.

Himmel, ist der zähe!" stammelte sie inne^ich. Dor eineinhalb Stunden bin ich so ausgewichen, daß er es merken mußte, und schon sängt er wieder an. Sie stand entschlossen auf.Wollen wir nicht in den Salon gehen? Ich spiele leidlich Klavier. Wenn Sie einen besonderen Wunsch haben ...

Musik interessiert mich im Augenblick gar nicht . knurrte er böse.

Dann sind Sie kein Kavalier", stellte Karla lächelnd fest.Eine Dame will ihre Talente für Sie opfern, und Sie lehnen ab, als wenn Sie von einem Schwindler übers Ohr gehauen werden soll-

Warum hast du dich andauernd mit diesem un­geschlachten Menschen unterhalten?" frage die Mut­ter, sobald sie allein waren.

Ungeschlacht? Erlaube, Mama, das Urteil scheint völlig verfehlt!" Sie war böse, als ob man sie per­sönlich angegriffen hätte.

Frau Kobelt hatte aber nichts anderes erreichen wollen. Ihr Derdacht wurde stärker. Dieses Mäd­chen hatte sich offenbar Herrn Kammin in den Kopf gesetzt, obwohl er schon rein äußerlich gar nicht zu ihr paßte. Zu klug, um weiter darüber zu sprechen und Widerstande wachzurufen, sagte sie gute Nacht und fragte im Schlafzimmer ihren Mann.

Was hälft du von diesem Herrn Kammin?"

Weiß nicht. Erfahrung mit Kriminalkommissareni hatte ich bisher in meinem Leben nicht."

,Artur, ich glaube, Karla hat sich in ihn verliebt."

Was sagst du da?!"

Ja, ich wollte es anfangs auch nicht glauben, obwohl eine Frau für (o etwas ein untrügliches Gefühl besitzt."

Sie ist unsere einzige Tochter", stellte Artur Kobelt fest.Man soll einem Mädchen von sechs­undzwanzig Jahren keine Vorschriften darüber machen, wen sie heiraten soll oder nicht. Aber so ganz paßt es mir nicht."

(Fortsetzung felgt)

btt Hut »5 nach oben ging..

b | I Pitzlich, ohne es so eigentlich gewollt zu haben, bet jfen sie in einem mächtigen Saal, sie fanden den ch i hif für das Licht und schufen Helligkeit in dem tftt |fuBun, über den eigenen Mut verwundert und des im unbilligen Tuns nicht so ganz sicher. Sie hatten gen mailen schon gehört, daß der Graf mit seiner mb «fcirlie zur Winterszeit lieber in der Stadt wohne - ifs ier auf dem einsamen Schloß, aber selbst in chb !Mm Fall mußte der Diener oder der Kutscher, ' stxr wer sonst für das Abschließen des Gebäudes lMar fein mochte, eine große Nachlässigkeit be- s haben mit dem Offenlassen der Tür.

liier hätte am anderen Morgen sagen können, nie itles gekommen war. Der Trentimiglia jeden- hll$ hatte als erster seinen Zwerchsack abgestellt, Hm hatten die beiden anderen ebenso getan, einer

aus Bechtels Sack einen blutroten Apfel und aus Trentimialias Sack ein Stück billiges Backwerk. Mit ehrfürchtigem Dank nahm das Kind die Gaben hin, und weit, die drei Herberger vor dem Tag­werden noch das Schloß verliehen, erfuhr man im Dorf am anderen Morgen nur, daß die drei Könige im Schloß zur Nacht geblieben wären, während der Bechtel in seiner schweigsamen Gründlichkeit es so bedachte, daß vom Bettler zum König nur ein ganz kleiner Weg sei, wenn einer nur die rechte Heiter­keit mitbrächte, um beides in Ehren zu sein.

Die Pläne und Vorbereitungen, die sich auf Weih­nachten richteten, waren in diesem Jahre mehr denn je den Gedanken verbunden, die zu den Unseren der Front gingen: sie begleiteten uns 'eihnachtlichen Wegen vom Aussuchen

er Iah ein, daß er mit solchen MeihSden nicht rum Ziele kommen würde, und verwünschte es, nie­mals Uebung im Umgang mit jungen Mädchen ae- sucht und Erfahrungen gewonnen zu haben. An- chänend war es grundfalsch, tapfer und gerade- aus ein Ziel loszugehen. Frauen liebten Winkelzuge, obwohl^ to abf&ulid) vorkam. Aber man mußte sich schließlich fügen, solange eine solche Frau noch nicht die amttich abaestempelte eigene Frau war Aber später ...! Er drohte ihr mGe- danken mit dem Finger. Wenn sie erst Karla Kam- min hieß, würde sie so handeln müssen, wie ihr Mann es für richtig hielt. «nah**,.

Sein Un-willL sla das Vödches ®»

.lo»elt dankte und wandte sich ab. Er wollt« mit längeren Gespräch nicht die Aufmerksamkeit anderen unnütz erregen. Trotzdem kam der ; MMissar vorerst nicht dazu, mit Karla allein zu t *W-r.n- Eine halbe Stunde lang mußte er ganz- ! ^"interessante Meinungsäußerungen von wew- und männlichen Personen anhören. sie 9°r

lernt und das zweite noch nicht kennengelernt hat, und ging darum ohne Scheu über den Schneeweg in das Schloß hinüber.

Der Mathäußer fetzte sich auf, als die leise tap­penden Schritte in den Saal kamen, und ein Kind in weiß fallendem langem Hemd verwundert vor ihm stehenblieb. Ob sie denn die Heiligen Könige wären, fragte das Mädchen und legte, halb in Scheu, halb in staunendem Bewundern, die Hände über die junge Brust. Der Mathäußer lachte heiser: sie müsse das wohl selbst sehen. Ja, ja, das Kind sah die Würde von Königen in dem schlohweißem Haar und den welligen Bärten, und es sah eine Brokatdecke um des Matthäußers Schultern ge­klungen und bestaunte die zwilchenen Quersäcke, in denen die reichen Haben wohl verborgen sein mochten.

Da tat der Mathäußer, wie nur ein König es mit gleicher Würde tun konnte: er gab dem Mäd- chen aus seinem Sack eine Schnitte Früchtebrot,

draußen an der Front gingen: sie begleiteten uns auf allen weihnachtlichen Wegen vom Aussuchen unserer kleinen Gaben und dem Packen der Feld­postpäckchen, vom Brief und selbstgemalten Bild der Kinder, das doch nicht fehlen durfte, bis hin zum Gang auf den Christbaummarkt; dieser Gang war sonst dem Vater vorbehalten gewesen, es war das männliche und hausväterliche Weihnachtsamt seit eh und je, und es war auch seine Ausgabe, den Baum aufzustellen und zu schmücken. Bei jedem Hieb mit dem Beil, das den knorrigen und harzigen Stamm für den Ständer zurichtete, gingen unsere Gedanken zu dem, der das sonst getan und niemanden dabei geduldet hatte der Zeit entgegen, die da kommen wird, wenn er sein angestammtes Amt wieder über*

rspiel verstand der Kom­missar weniger als von Astronomie. Trotzdem be­griff er instinktsicher, daß Karla das Instrument wie eine Meisterin beherrschte. Er verfolgte das Spiel ihrer Finger auf den Tasten, als feiert sie weltbe­rühmte Jongleure. Soviel Fertigkeit war beinahe be­sorgniserregend. Nur aut, daß Taschendiebe selten über eine derartige Gelenkigkeit verfügten! Nach den technischen Feststellungen gelang es ihm auch, sich musikalisch ergötzen zu lassen. Die Flut der Töne schwoll an und verebbte. Sie drang ihm ins Blut und machte ihn fast trunken. Dann begann Karla zu fingen. Sehr groß war die Stimme nicht und hätte höchstens für einen kleineren Konzertsaal ge­nügt. Aber, sie war unendlich weich und süß, zauber­haft zart und dabei straff in der Führung. Es war zuerst ein ganz einfaches Liedchen, das sie fang, ein Volkslied, das Theo Kammin feit einem Viertel- jahrhundert vollkommen vergessen hatte. Es er­innerte ihn an seine Kindheit, an die längst ver­storbene Mutter. Er träumte und wurde aerührt.

Aus dieser Stimmung riß ihn jäh und schroff ein im Uebergang fast beängstigend wild klingender Sang, der sicher einer Oper entstammte. Der Kom­missar stellte innerlich die Behauptung auf, ob­wohl er noch niemals eine Oper gehört hatte. Die anderen Gäste kamen aus den Nebenzimmern und

Weihnachtsfest des guten Willens.

Vierzehn Tage vor Weihnachten ... zehn Tage vor Weihnachten ... acht Tage vor Weihnachten. Es kommt immer näher. Eines Abends fangen die Kinder an zu fingen: dreimal werden wir noch wach, heißa, bann ist Weihnachtstag .. Dreimal, zweimal, einmal ... unaufhaltsam. Es ist der Höhe­punkt des Jahres bei den Kleinen, von Glanz und Geheimnis umflossen auch jetzt im Kriege. Weih­nachten gibt es nur einmal, aber alle Jahre wieder, unbegreiflich, unbezweifelbar, eine Naturerschei­nung. Zwar hat das Fest in diesem Jahre seinen besonderen Akzent, seine eigentümliche Farbe und einen spezifischen Geschmack: den Ernst der Zeit, der sich auch der Stimmung der Erwartung und der Vorfreude mitteilt, werden selbst die Kleinen chon gewahr. Sie empfinden es ganz naiv, mit den Sinnen wie jeder natürliche und naturnahe Mensch, ie schmecken an den genaschten oder auf Vorschuß zugeteilten Plätzchen, den kleinen Proben vom Weihnachtsgebäck, welche die Mutter ihnen gibt, den eigentümlichen Geschmack heraus, das Aroma der Kriegsweihnacht; das kommt auf wiederum natür­liche Weise daher, daß die Mutter in diesem Jahre nicht so viel nehmen konnte wie sonst und bei den Gewürzen und Zutaten manches weglassen mußte, was früher als unerläßliche Zugabe galt: aber wenn sie helfen durften beim Teigrühren, Aus- techen und Jndenofenschieben, war dies Besondere vergessen, denn es roch trotzdem gut, weihnachtlich, appetitanregend und verheißungsvoll.

Es stellte sich bald, bei den Kleinen wie bei den Großen, heraus, daß die erst ängstlich und hoffnungsarm geäußerten Befürchtungen was soll ich machen, es gibt nichts, es geht nicht wieder mal voreilig und übertrieben gewesen waren. Es gab"nämlich doch allerhand; man muß sich nur nicht gerade drei Tage vor dem Heiligen Abend auf den Weg machen, man muß auch nicht er» chrecken vor einem SchildWegen UeberfüHung vorübergehend geschlossen", vor dem BescheidAus­verkauft" oderZur Zeit nicht lieferbar": man muß sich nicht darauf kaprizieren, genau und aus­gerechnet gerade diese ganz besondere Glasschale auf den Gabentisch stellen zu wollen, auf die man feit Wochen liebende und begehrliche Blicke gewor­fen hat, nicht auf diesen Roman ober jene Grammophonplatte, die im Herbst schon unweiger­lich bestimmt war, unterm Christbaum zu liegen. Man muß sich umstellen können, neu disponieren, überlegen, Phantasie und Findigkeit spielen lassen: siehe, dann entdeckt man unvermutet noch allerlei an geheimen Wünschen, an kleinen und großen Freuden, an praktischen und zeitgemäß nützlichen Möglichkeiten, zu schenken, zu überraschen und Liebe zu erweisen.

Wenn es gerade fein Briefpapier fein kann, dann kann es vielleicht ein Aschenbecher fein ober eine geheimnisvoll gluckernde Flasche, ein blühender Blumenstock oder eine Photographie; und wo die Kleiberkarte keine Strumpfpunkte mehr aufwies, da langte es vielleicht zu einem hübschen Wäschestück ober einem aparten Schal, und auch - für den Roman und die Platte und d a s Kaffeeservice gab es immer noch einen nicht zu verachtenden Ersatz. So war die Weihnachtswelt unserer Vorstellung in vielen Hüllen, sehr frei nach Schopenhauer, zu er­schaffen und neuzuschaffen durch den guten Willen, aus dem noch immer reichlich Gebotenen schön und sinnvoll, liebevoll und praktisch zu wählen.

Sie sind ein schreckliches Mädchen", seufzte Theo Kammin.Warum verderben Sie einem schlichten Menschen die Freude?"

Damit er endlich merkt, daß man mit reinem Selbstbewußtsein und Grobheit auch anderen die Freude verderben kann."

So?" sagte er ziemlich verblüfft und dachte an­gestrengt darüber nach, wann und wo er sie mit solchen Eigenschaften feines Wesens gekränkt haben könnte.

Der Abend ging dann schnell zu Ende. Die Gäste verabschiedeten sich eine halbe Stunde vor Mitter­nacht. Theo Kammin blieb zu seinem Kummer nichts anderes übrig, als dem Beispiel der anderen zu folgen. Er verbeugte sich tief vor Frau Kobelt und küßte ihr in plötzlichem Entschluß sogar die Hand. Karla empfing einen warmen Händedruck, der recht nachhaltig wirkte, nebst einem verliebten Blick.

lauschten.

Den Schluß der kleinen musikalischen Darbie­tung bildete ein sehnsüchtiges Liebeslied. Kammin kannte es nicht. Er lauschte selbstvergessen und^ach- tete auch der anderen Zuhörer nicht mehr. Sein Blut rauschte und fang. Seine Finger glitten lieb­kosend über das glatte Holz des Flügels, als könnte er damit auch Karla etwas zuliebe tun.

Sie brach so schnell ab, wie sie begonnen hatte, schloß das Instrument und nahm bescheiden den Beifall entgegen, der ihr gespendet wurde. Kam­min klatschte in feine riesigen Hände und strahlte wie ein beschenkter Junge. Er hätte es nicht für möglich gehalten, daß ein Glücksgefühl ihn so aus* zufullen vermöchte.

Sehen Sie, fo macht man hartgesottene Krimi­nalkommissare weich", hauchte Karla ihm entgegen und lächelte trotz der wenig erfreulichen Worte so bin geb end, als wolle sie an fein» breite Brust

k Iso doch." Der Fabrikant stöhnte und war wil- die Hände zu ringen.Ich kann es mir ein» st ritt lucht denken. Haben Sie Pe weise, wirkliche Be«

I Ä gische Bewerfe, keine aus Metall oder Holz." i »Lieber nur Gedankenschlüsse. Es ist -um Ber-

8 W; In, Herr Kommissar. Erzählen Sie mir Nähe-

Oie Herberger.

Eine Weihnachtsgeschichte von Josef Martin Bauer.

Arne Tektsel nannte man sie Seit vielen Jahren ' man es jo, baß sie in ihrer Armut, um auch ' eiK' zu gewinnen von ber Feiertagsfreude der - cübeen, getreulich miteinanber von Haus zu Haus irgn, richtig gesagt, um etwas zu erbitten für - e Feiertage. Weil sie sich nun bes Bettelns 1 Säulen, fangen sie in jedem Haus einen gereim»

Mpruch, daß sie auf der Herbergsfuche feien :cn kleinen Herrgott, der in dieser Nacht doch oien werden sollte. Dieser gereimte Spruch, der rtot des Bettelns mit dem Stolz der dreie in >ii Reim zu bringen versuchte, trug den drei en Menschen einen Namen ein, so daß man sie c:ll und zu jederzeit des Jahres die Herberger rite.

gu den Herbergern gehörte der hagere Mat- |>r, den eine unbrüderliche Hinterhältigkeit um Besitz eines bescheidenen Hofes gebracht hatte, n der gesprächige Trentimiglia, der sich gescheit iiM wenn er fein allzu reichliches Reden mit ni)en Brocken spickte und daher seinen fremd­enden Namen bezogen hatte, und als dritter lulle Bechtel, den seine Mutter im Schäferkarren oien hatte zum Schäfer für die Gemeinde, zum chchaber und zum ewig armen Teufel. Was sie änziges besaßen, war eine beinahe ungetrübte ikrteit, um deren willen man ihnen bereitwillig UX ÜS etwa den Lcmdsahrenden die Tür aufmachte

)ie Gab? für die Festtage in die Tasche schob, j W die drei Herberger von den Einödhösen her jDorf tarnen, waren ihre Zwerchsäcke schon recht httg, und die Leute in den Häusern an der links und rechts ber Straße gaben auch mit illigen Händen, so daß die Männer es am H des Dorfes wahrlich nicht mehr nötig gehabt ittin, zum Schloß hinaufzugehen, wo der Graf h:1e. Der Bechtel jedoch, dessen Gewohnheit es , bei Licht wie in der Dunkelheit nach dem in zu sehen, glaubte an der Wegebiegung eine gefunden zu haben, die ganz so aussah wie »aghaft -gesetzte Schritt eines kleinen Kindes, -diese Spur deutete zum Schloß hinauf.

Äo schleppten die Herberger ihre schweren Säcke

Hang hinaus, unter dem Schutz des Portals toirjelten sie den Schnee von den Schuhen, denn sollten keine Ungelegenheiten in das Schloß wen, und der vorwitzige trentimiglia zog drei- 1 heftig am Glöckenstrang ^sonderlich erschien es den dreien wohl, daß riennb sich regte im Schloß, aber sie waren an- Äige Männer und warteten erst eine ganze -Sei:, ehe sie ein zweites Mal zu läuten wagten. Ms auch dieses Mal keine Antwort kam, drückte ] ,x Mathäußer wie unversehens auf die Klinke und eüi, beinahe mit Widerwillen, fest, daß die -hllre Tür dem Druck nachgab und sich öffnete. KrTrentimiglia hustete, der Mathäußer rief halb- ' iui etwas in den weiten Gang, und der über- Sgre Bechtel drehte «inen Lichtschalter an, den er Iti )ämmer entdeckt hatte. Aber wenn sie erwartet läatK ber grelle Lichtschein werde nun doch irgend- i ien tm Schloß aufmerksam machen auf di« Ein- i rinlingc, so mußten sie nach einer weiteren Weil« U»s Wartens diesen Irrtum einsehen, und der I Mel riet unter solchen Umftänben zu einer so- jitten Umkehr.

| J: murmelte der Trentimiglia etwas Veracht- iäti durch den Bart und . ging, wie wenn er hier- l er iclaben wäre, dön breiten Gang vor bis zur i llmpe. Die anderen trieb eine ängstliche Neugier | Mir ihm her, sie folgten dem Dorgeher auch la-ir noch, als der bereits über den Treppenläufer

|±»^nn ich nicht und darf ich nicht. Sie verraten ! W Patent« a-uch keinem Fremden."

Jdis ist doch etwas ganz anderes."

Lieso denn?"

Ihfere Patente berühren keinen Außenstehenden.

r Ihre Maßnahmen berühren uns, mich, ben Betrieb. Also ist es mehr als begreiflich, c $ oir gern Näheres wissen wollen."

I H'er unverständig, Papa." Karla war hinzuge-

I *FLunb hatte den zweiten Teil des Gespräches r 11 art.Herr Kammin ist als Beamter nicht Herr 1 ein Wissen."

.öimte", sagte Kammin erleichtert zu dem Mad- cSo gern ich Ihrem Herrn Vatergefällig r ,e in diesem Fall kann ich es nicht sein."

»vrnn versprechen Sie mir wenigstens, daß Sie ? küi Gäste nicht beunruhigen! Dor allem Kaspar *; itmer nervös. Wenn er etwas von der Geschichte ? M, möchte er aus der Haut fahren."

►urs verspreche ich gern. Von uns und von mir c erfährt niemand das Geringste."