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Licht der inneren Weihnacht zu spüren. Die dank dem Genie der Führung riesenhafte Organisation der Leistung unseres Volkes läßt uns manchmal ver­gessen, welches Wunder der Erneuerung sich mit und durch uns vollzieht. Und doch sind wir alle er­griffen von dieser geheimnisvollen Macht, die alles umgestaltet und alles umfaßt, was wir als unser Leben betrachten. Wir sind oft zu sehr auf die Enge unseres Pflichtenkreises eingeschränkt mit Not­wendigkeit, als daß wir die große Bewegung spüren könnten, in der wir stehen und mitschwingen in eine neue Zeit hinüber. Wir müssen von Zeit zu Zeit geweckt werden und Ausschau halten nach den Sternen, um den Kurs festzustellen und die Weite, in die uns da- Schicksal trägt. Wenn wir etwa ein­mal erleben, wie die Jugend der Völker Europas beschwingt und heiter zu uns kommt, bei uns ans Werk geht, die Arbeit bei uns aufnimmt, weil sie notwendig ist zum Aufbau des neuen Europa dann spüren wir plötzlich, welch neues ungeahntes Leben bereits die Völker des alten Erdteils erfüllt, welche Kräfte der Jugend in Bewegung gesetzt wer­den, welche geheimnisvolle schnelle Verständigung eben irtx diesem neuen Geiste erfolgt und welche Kräfte entbunden werden, um zum Heile des Gan­zen zu wirken. Oder wir hören es von draußen, aus den Weiten des Ostens, die unsere Soldaten durch­kämpft haben, wie dort die Menschen aus ihren Schlupflöchern kommen, zuerst verwundert, ängstlich vielleicht vor dem Neuen, dann aber jubelnd zu­stimmen und freudig einschlaaen in die dargebotene Hand der Befreiung und des Aufbaus. Wir sehen in Unseren Filmwochenschauen die unvergeßlichen Ge­sichter der befreiten Völker, der uns verwandten Völker und der Deutschen unter ihnen: es er­schüttert uns im Tiefsten, dieses Aufleuchten mitten im Trümmerfeld des harten Kampfes, diese tiefe Dankbarkeit gegenüber dem Schicksal, das diesen Tag herbeiführte ...

Dann stehen wir unter den Soldaten stammver­wandter Völker, und solcher, die sich unter der Macht der neuen Idee zu uns bekennen: wir hören fremde Sprachen aus den Mündern derer, die das graue Ehrenkleid tragen, in dem unsere Brüder und Väter einst geblutet haben und in dem sie heute siegen. Lieder des Kampfes und der Freundschaft ertönen in fremder Zunge: da klingt die neue Seele, die die großen Dichter vor der großen Wende schon be­fangen.

Das alles ist Weihnacht in uns, Weihnacht der Weltwende!

Weihnacht, Wiedergeburt des Heils, ist aber auch, wenn wir in diesen Jahren des härtesten Kampfes uns untereinander erschließen und das Licht des Verstehens, der Güte, der helfenden Liebe überströmen lassen in das Herz des anderen. Das moderne Leben hat soviel Verhärtung mit sich ge­bracht, und zwar oft unterschuldet vom einzelnen. Diese Verhärtung gilt es zu lösen im Sinne der frohen Botschaft von der Volksgemeinschaft und der Gemeinschaft der Volker guten Willens. Wer wollte bestreiten, daß eine so schwere Kriegszeit, wie die gegenwärtige, nicht auch wieder Verhärtung mit sich brächte, die nicht leicht zu lösen ist, da Not und Tod, notwendige Machtausübung, neue strengere Ordnung manches Leben einengt und manche alte liebe Gewohnheit bricht. Der dritte Kriegswinter bringt dazu viele Entbehrungen und stellt hohe An­forderungen an uns alle. Der eine trägt Jie leichter, der andere schwerer. Auch hierin kann Verstehen und Wärme des Herzens vieles mildern, vor allem aber Zugreifen und echte Hilfsbereitschaft. All das ist weihnachtliches Wesen.

Die tiefste Dankbarkeit aber sollte uns alle unter dem Weihnachtsbaume ergreifen, wenn wir in der Stunde unseres Festes der Abwendung jener Gefahr gedenken, die von Osten uns zu überfallen drohte, wenn sie der Führer nicht mutig und seherisch auf- gedecht und durch seinen Gegenschlag gebannt hätte. Alles was sich für uns in dem Weihnachtssinnbild zusammenfaßt, sollte durch die von unseren erbar­mungslosen Feinden aufgetürmte Lawine des Bol­schewismus vernichtet werden. Die Seele der Deut­schen und der Kulturvölker Europas sollte zerbrochen werden und untergehen im trostlosen Chaos des bolschewistischen Untermenschentums. Der Führer hat diese Gefahr gesehen und sie gebannt. Das ist wohl die weihnachtlichste Tat, die je ein Volk er­lebte: uns wurde b i e Seele gerettet. Daß damit Millionen das leibliche Leben gerettet wurde, dafür wollen wir alle an diesem Weihnachtsfeste Gott danken, wenn wir zugleich in Trauer und Stolz derer gedenken, die um dieser Rettung willen ihr Leben vor dem Feinde hingeben mußten. Sie werden wiedergeboren werden in dem Reich, das jetzt unter uns erwächst, sie sind für uns die Sinn­bilder der Verpflichtung, uns ihrer würdig zu er- weisen. Wenn wir in diesem Geiste Weihnacht feiern, dann wird in uns das Licht steigen, das Licht, in dessen Schein wir mutig einer neuen, schwer er­kämpften Zeit entgegengehen können.

Der Wehrmachiberichi.

DBB. Aus dem Führerhauptquarkler, 23. Dezember. Däs Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die schweren Kampfe im mittleren Ab­schnitt der Ostfront dauern fort. An mehre­ren Stellen wehrten unsere Truppen starke Angriffe des Kindes erfolgreich ab und vernichteten hierbei 19 sowjetische Panzer. Kampf­und Sturzkampffliegemerbände unterstützten die Kampfe auf der Erde. Sie fünfen dem Feinde hohe blutige Verluste zu, vernichteten zahlreiche Panzer und Fahrzeuge aller Art und fetzten mehrere Batte­rien außer Gefecht.

3n den Gewässern von Sewastopol beschä­digte die Luftwaffe ein sowjetisches Kriegsfahr^eug durch Bombenvolltreffer. Ostwärts der Fi­scher-Halbinsel versenkten Kampfflugzeuge einen Frachter mittlerer Große: ein weiteres Han­delsschiff wurde in der Kola-Bucht durch Bom­benwurf beschädigt.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, griff ein Unterseeboot unter Führung des Kapi- tänleutnants Bigalk im Atlantik einen britischen Flugzeugträger an, der zur Sicherung eines Geleitzuges eingesetzt war. Das Unterseeboot machte den Flugzeugträger durch Tor­pedotreffer in die Schraube manövrierunfähig. Vach zwei weiteren Torpedotreffem im Vorschiff und in der Mitte ist der Flugzeugträger über das Vor­schiff gesunken.

In Vordafrika kam es am gestrigen Tage im Baume ostwärts von Bengasi zu Kämpfen, die noch andauem. Deutsche Kampfflug­zeuge zersprengten in der westlichen Lyre- n a i k a britische Truppenansammlungen und Last- frcfftraaenfofonnen.

Militärische Anlagen auf der Insel Malta rour-

Jetzt heißt es Kampf uni) nochmals Kampf!" Ein Interview des Beichsaußenministers mit einem spanischen Journalisten.

Berlin, 24. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribben­trop gewährte dem Vertreter der spanischen Nach­richtenagentur EFE. eine Unterredung, in der er u. a. erklärte: Die Schuld an der Kriegsausweitung liegt ausschließlich, bei Roosevelt. Roosevelt wollte Japan von seinen natürlichen Rohstoffquellen abschneiben und dem japanischen Volke in Ostasien das Gesetz der Wallstreet-Millionäre vorschreiben, kurz, er wollte Japan strangulieren, so wie Chur­chill im Verein mit Roosevelt versucht hat, in Eu­ropa Deutschland und Italien zu strangulieren. Die Art und Weise, wie Roosevelt hierbei vorgeaangen ist, war allerdings so aggressiv, beleidigens und gleichzeitig so sinnlos, daß jeder vernünftige Mensch sich fragen mußte, ob dieses tolle Gebaren noch einem normalen Gehirn entspringen konnte.

Man hat mir gesagt, daß Mr. Roosevelt seit einiger Zeit in immer verstärktem Maße a n Zwangsvorstellungen leidet. Tatsächlich hat er in den letzten Jahren eine Politik getrieben, die nur als größenwahnsinnig gegenüber seinen Freunden und als getrieben von Verfolgungs­wahn gegenüber seinen Feinden charakterisiert werden kann. Wenn man in dieser Zeit Roosevelts außenpolitische Handlungen beobachtete, wurde man an das Gebaren jenes bekannten amerikanischen Rowdys erinnert, der in ein Gasthaus kommt, sich als großer Herr aufspielt, mit Dollars um sich wirft, alle anrempelt, herausfordert und beleidigt, bis dieses Treiben einem Anwesenden zuviel wird und er diesen Rowdy blitzschnell knock-out schlägt.

Roosevelt hat nunmehr einen Schlag erhalten, von dem er sich so leicht nicht mehr erholen wird. Die vernichtende englisch-amerikanische Niederlage während der ersten Kriegslage im Pazifik bedeutet sofern das Schlachtenglück Japan weiter treu bleibt, woran ich bei dem Heroismus unseres japa­nischen Bundesgenossen keinen Augenblick zweifle eine erneute völlige Umwälzungderwelt- politischen Lage und eine in diesem Krieg von den Angelsachsen nie wieder einzuholende wei­tere Machtverschiebung zugunsten der Verbündeten des Dreimächtepaktes."

Auf die Frage, wie es zu der Zusammenarbeit zwischen der Achse und Japan gekommen ist, sagte der Reichsaußenminister u. a.: Schon bald nach der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus wurde die deutsche Außenpolitik entscheidend beein­flußt von dem unüberbrückbaren Gegensatz zum Bolschewismus. Ich habe daher bereits im Jahre 1933 aus Wunsch des Führers die e r ft e n Fäden mit Tokio angeknüpft und dort auch Verständ­nis für den von uns angestrebten Zusammenschluß aller ordnungsliebenden Staaten gegen die bolsche­wistische Zersetzung gefunden. Aus dieser Ideen- gemeiyschaft ist dann der Antikominternpakt erfolgt. Deutschland hat sich dann bemüht, auch England zum Beittitt zu diesem Ordnungsblock zu bewegen.

Ich möchte Sie daran erinnern, daß nach meiner Ernennung zum Botschafter in London irri Jahre 1936 ich es als eines der Ziele meiner Arbeit be- «zeichnete, England über dis große Gefahr des Kom­munismus aufzuklären. Die Salonbolschewisten von London haben mir das niemals verziehen! In einer Aussprache mit dem englischen Außenminister Mr. Eden bedeutete er mir, daß man in England die Unterzeichnung des Antikominternpaktes durch den deutschen Botschafter in London mit Mißvergnügen betrachte. Ich habe auch später nie mehr etwas" von der englischen Regierung über unsere Anregung gehört. Man war eben in England mit Blindheit geschlagen und wollte nicht sehen.

Auf die Frage, ob der Antikominternpakt auch realpolitische Ziele verfolge, meinte der Reichs- auhenminister:Ein Engländer hat einmal uns, de. Italiener und die Japaner als die Habe­nichtse dieser Welt bezeichnet, womit er völlig recht hatte. Wenn die Staatsmänner der besitzen­den Staaten auch nur einen Funken von Vernunft gehabt hätten, hätten sie selbst einen Ausgleich ge­funden. Wie verhältnismäßig leicht und ohne die geringste Belastung für ihr eigenes Wohlleben ein solcher Ausgleich gewesen wäre, vermögen Sie aus dem Beispiel zu ersehen, daß Deutschland von Eng­land niemals etwas anderes verlangt hat, als bie Rückgabe der ihm ehemals, wider alles Recht ge­raubten Kolonien.

Als die Rooseveltsche und Churchillsche Politik den Krieg gegen die Achse entfacht hatte, wurde der Dreimächtepakt mit Japan abgeschlossen, mit dem ausgesprochenen Ziel, Roosevelt doch nur zur Vernunft zu bringen und die Vereinigten Staaten aus dem Kriege, der sie nicht das geringste anging, herauszuhalten. Wenn auch Roosevelt heute be­hauptet, der Dreimächtepakt fei abgeschlossen worden zur Eroberung der Welt, so könnte dies an sich der Ausdruck eines vom Verfolgungswahnsinn befalle- nen Psychopathen sein, in Wahrheit aber verbirgt sich hinter dieser Behauptung wie wir heute wissen nur schlecht die wahre Absicht eines Größenwahnsinnigen, der f e I b ft in feinem maß­losen Ehrgeiz die Welt erobern und daher zur Tarnung eine solche Absicht den Dreierpaktmäch­ten unterschieben möchte. Erst durch die Roosevelt- sche Politik ist die im Dreimächtepakt vorgesehene Militärallianz zur Auslösung gekommen. Roosevelt trifft daher die alleinige Schuld am Aus­bruch dieses Weltkrieges.

Auf die Frage:Was wird am Ende dieses Kamp­fes stehen? Wie wird der Friede aussehen? Man spricht von Friedensvermittlung der Neu­tralen, von deutschen Friedensfühlern in Moskau usw., ist etwas Wahres an diesen Gerüchten?" er­widerte der Minister:Von Frieden zu sprechen, ist jetzt nicht die Zeit. Jetzt heißt es Kampf und nochmals Kampf. Die Männer, die an den vie­

len weltweiten Fronten der Dreierpaktmächte stehen, wissen sehr genau, daß im Falle ihres Versager^ ihr ganzes Volk ausgelöscht würde. Deshalb werden wir diesen Kampf kompromißlos und er, barmungslos kämpfen, bis der Gegner endgültig geschlagen und das Leben unserer Völker für alle Zukunft vor der Bedrohung durch Bolsche, wismus und Plutokratie gesichert ist."

Was nun die Frage deutscher Friedensfühler in Moskau betrifft, so ist dies nichts als b u m m e g Geschwätz. Zweifellos stammen diese Gerücht, wieder aus der Lügenfabrik der angelsächsischen Propagandisten. In Rußland wird erst dann dev Kampf eingestellt werden, wenn jede ernste Be­unruhigung Europas vom Osten her ein für allemal ausgeschlossen ist. Dies wird eine der Hauptauf­gaben der deutschen Wehrmacht im kommenden Jahr 1942 sein, in dem der Führer die deutsche Armes persönlich befehligen wird. Nachdem im Iahte 1941 in planmäßiger Durchführung der ihr gestellten Aufgabe die deutsche Wehrmacht die sowjetische Kernarmee vernichtet oder gefangen genommen unb den größten Teil des europäischen Rußland besetzt hat, hat nunmehr durch den Einbruch des Winters unser weiteres offensives Vordringen eine Unterbrechung erfahren. Die deutsche Armes bezieht zur Zeit ihre Stellungen für den Winter, Im Rahmen der dadurch notwendig gewordenen Umgruppierungen und Frontverkürzungen räumt man da und dort planmäßig gewisse vorspringends Abschnitte. Wenn die Russen nun in diese geräumten Abschnitte mit ihren zusammengekratzten Verbän» den ohne Rücksicht auf Menschen und Material hineinstoßen und dabei durch unsere Nachhuten gewaltige Verluste erleiden, so kann uns dies nun recht sein. Wenn aber dieses Vorrücken dann von den Russen unb Englänbern ber Welt als Sieg verkündet wird, so mag man daran die Bescheiden­heit der bisherigen Erfolge unserer Gegner unb ihrs wahre niederdrückende Gesamtlage ermessen.

Die russische Frage wird von der deutschen Wehr­macht im kommenden Jahr endgültig bereinigt werz den. Den Angelsachsen aber treten nunmehr auf allen Kriegsschauplätzen die Mächte des Dreier­paktes gemeinsam entgegen. Der Anfang dieses ge­meinsamen Kampfes hat sich nicht schlecht ange­lassen. «Die engste Zusammenarbeit zwischen des politischen, militärischen und wirttchaftlichen Leitung der Dreierpaktmächte unb ihrer Bunbesaenossen ist setzt herbeigeführt, unb so lange der Krieg noch dauern mag unb mag bies noch Jahre sein, um so fanatischer wird unser Kamvfeswille unb unser Entschluß sein, nicht eher die Waffen nieder­zulegen, als bis diesmal ganze Arbeit geschafft ist, Sie können ruhig nach Spanien berichten: So sicher, wie die Erde um die Sonne sich dreht, wird arN Ende biefes großenRingens nur ber voUkom- mene Sieg Deutschlands unb feinet Verbündeten stehen.

Drei Tage bei einer Panzerkompanie.

Ritterkreuzträger Oberleutnant Feig erzählt der presse.

Berlin, 23. Dej. (DNB.) Zu der Presse sprach Ritterkreuzträger Oblt. Georg Feig, Kompanie- ches in einem Panzerschützenbataillon. Oblt. Feia, Weltkriegskämpfer und SA.-Standartenführer, griff drei Tage des Ringens einer Panzerkompanie her­aus, die drei Ritterkreuzträger zu den ihren zählt.

Frostklares Wetter am ersten Tag. Die Sowjets versuchen, sich von unseren Panzern abzusetzen. Die Spitze bleibt ihnen den Tag über querfeldein auf den Fersen. Ein sowjetisches Rollfeld taucht auf. Endlich einmal freie Fahrt. In ber Dämmerung will man Quartier suchen. Neuer Befehl: Fertigmachen zum 80 Kilometer langen Nachtmarsch! Im Halb­dunkel wird eine sowjetische LKW -Kolonne ange­pirscht unb^ durch Ueberraschung gefangen. Später stößt die Spitze auf neue zurückweichende Sowjet­kolonnen. Geschütze, Panzer und LKW.s sind in einem unentwirrbaren Durcheinander auf der Flucht vor den Deutschen, die unsichtbar und mit leisen Motoren herankommen. Die Panzer rollen oft mit­ten zwischen den Sowjetkolonnen, ohne daß immer Freund und Feind sich in der Finsternis erkennen können. Die Sowjets verstopfen die Straßen manch­mal in drei Kolonnen nebeneinander mit zurück- gelassenen Wagen. Sowjetische Scheinwerferstellun­gen tauchen auf unb die nächtliche Jagd wird aus taktischen Gründen abgebrochen. Am nächsten Mor­gen wird festgestellt: 480 LKW., zahllose Traktoren unb Kriegsmaterial liegen als Beute hinter den deutschen Panzern.

Im Morgengrauen des zweiten Tages kommt der BefehlFahrzeuge verlassen". Vorn liegt sine Brücke, die genommen werden muß. Die Panzerjäger sind zu Infanteristen geworden, die als Stoßtrupps die Brücke nehmen fallen. Am Horizont eine sowjetische Stadt, in ber Bränbe wüten. Der beutsche Angriff steckt im Abwehrfeuer. Es gibt Ausfälle. Unter den Verteidigern zahlreiche sowje­tische Zivilisten. Der Widerstand wird in hartem Zuvacken gebrochen. Auch hier ist der Sowjetkom­missar ber Schuldige an dem sinnlosen Hinfrachten von Sowjetsoldaten unb Zivilisten, die auf die Auf-. forberung zur Uebergabe nur immer die eine Ant­wort herübergeben:Kommissar, Kommissar!"

Der Oberleutnant ist mit einem kleinen Stoß­trupp von sieben Mann in ber Dunkelheit an die

Brücke herangekornmen. Die überraschten sowjeti­schen Brückenposten ergeben sich. Da kommt die Ab­lösung herübergependelt. Ein griff an die Kehle, das Gewehr aus der Hand geschlagen, unb sie er­gibt sich ebenso lautlos. Später kommen vier Sow­jets mit Kochgeschirren über die Brücke, die Lags wird brenzlig, immer noch kommt niemand von hinten nach. Einer der Sowjets wird überwältigt Die übrigen ergreifen aber die Flucht. Alarm bei den Sowjets, bas Feuer bricht los, und drei Mann des deutschen Stoßtrupps fallen aus.

Eine unruhige Nacht in verlausten Katen folgt. Die Losung des neuen Tages heißt wieder: Kamps um eine Brücke. Wieder tastet sich die Panzerspitze vor. Längs der Böschungen steht sowjetische Ar­tillerie und hält den Stoßtrupp nieder. Endlich kommen deutsche Granatwerfer nach, legen eine Nebelwand vor die Sowjetgeschütze, unb in rasen­dem Lauf stürmt b'er Stoßtrupp vor. Die Brücken­wache wirb überrumpelt, ein Zündungskabel wird durchgeschnitten, aber alle wissen, die Sowjets legen meist mehrere Sprengkabel. Jeden Augen­blick kann die Brücke hochgehen. Ausgepumpt unb fiebernd vor Erregung stürmen sie hinüber! Die Brücke hält, unb schon rollt ein schwerer deutscher Panzer denabgesessenen Kameraden" nach.

Bei weiteren Unternehmungen wurde der Ober­leutnant zum zweitenmal verwundet. Erst im Laza­rett so sagte er, finde man so recht Zeit, jene Syn­these zu erfassen, die ber deutsche Soldat von heute repräsentiert: der alte deutsche soldatische Geist unb der Geist des deutschen Arbeiters, der aus der Güte der Waffen spricht beide durchdrungen von der nationalsozialistischen Idee. Abschließend äußerte sich Oblt. Feig zur Sammlung von Winter­sachen für bie Front. Er dankte der Heimat schon im voraus im Namen von Millionen von Kameraden.Wir sind ausgerüstet", so betonte er, mit Mänteln unb Handschuhen unb haben oft so­gar zwei Mäntel unb mehrere Paar Handschuhe zur Verfügung. Aber die beißende, alles durch­dringende Kälte macht eine zusätzliche Hilfe der Heimat notwendig. Vergessen Sie nicht, daß Handschuhe immer wieder ersetzt wer­den müssen, vor allem bei der kämpfenden Truppe/

den bei Tag und bei Bucht bombardiert. Deutsche Jäger schossen hierbei zwei britische Flugzeuge ab.

Die britische Luftwaffe warf in der vergangenen Bacht mit schwachen Kräften eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben aus Wohnviertel einiger Orte an der Deutschen Bucht. Marineartillerie schoß einen feindlichen Bomber ab.

Oie Hauptstadt Mindanaos beseht.

Tokio, 23. Dez. (DNB.) Die am 20. Dezember früh auf der Insel Mindanao gelandeten japanischen Truppen haben in engster Zusammenarbeit mit der Marine den heftigen feindlichen Widerstand ge­brochen und am selben Tage, 17 Uhr nachmittags japanischer Zeit, die Hauptstadt D a v a o besetzt. Davao liegt in einer tief eingefchnittenen Bucht an der Südküste der Philippinen-Insel Mindanao, der südlichsten großen Insel der Inselgruppe und hat rund 95 000 Einwohner.

In der Umgebung der Lingayen-Bucht an ber Westküste der Insel Luzon, wo am Montagmor­gen starke japanische Truppenabteilungen gelandet waren, spielten sich nachts schwere Kämpfe ab, nachdem von den USA.-Truppen Verstärkungen herangeholt worden waren. Schwere Waffen griffen in die Kämpfe ein. Am Dienstagmorgen drangen die Japaner bis Santo Tornas la Union vor. Japa­nische Flugzeuge griffen mehrere USA.-Stützpunkte mit Bomben an unb schlugen USA.-Versuche, japa­nische Landungen an der Westseite von Luzon zu stören, ab.

Hongkong fest in japanischer Hand.

Tokio, 23. Dez. (Europapreß.) In heftigem Kampf wurde das starke Verteidigungswerk der Fe­stung Hongkong, Port Mount Cameron, südlich Victoria, samt den zugehörigen brittschen Verteidigungsstellungen von den Japanern genom­men. Stützpunkte bei der Ta ring-Höhe und bei Kill' wurden angegriffen. Ihre Niederkämpfung ist im Zuge. Durch Luftangriffe, die nahezu zwölf Stun­den im rollenden Einsatz durchgeführt wurden, er­litten bie feindlichen Stellungen schwere Beschädi­gungen. Der Druck ber japanischen Truppen auf die be,r Hauptstadt Victoria im Süden oorgela- gerten Hügelstellungen nimmt ständig zu, so daß mit raschem Fortschreiten des japanischen Angriffs zu rechnen ist. Militärische Kreise erklärten, daß auf Hongkong zwar noch Kämpfe ausgetragen würden, daß aber die Insel fest in japanischer Hand fei.

Kein Material und keine Truppen." Brooke-Popham zu den britischen Nieder­lagen ans Malakka.

Schanghai, 24. Dez. (Europapreß.) Zu den Niederlagen, die die britischen Streitkräfte auf der Malaiischen Halbinsel hinnehmen mußten, erklärte ber britische Oberbefehlshaber im Fernen Osten, Luftmarschall Sir Robert Brooke-Popham: Der Rückzug in den malaiischen Gebieten wäre niemals notwendig gewesen, wenn wir mehr Truppen unb vor allem mehr Kriegsmate­rial aller Art gehabt hätten." Brooke-Popham be­tonte, daß die britischen Streitkräfte zu keinem Zeit­punkt über ausreichendes Material verfügt hätten, um ihren Bedarf in allen Teilen der Welt be­

friedigen zu können. Es fei unbedingt notwendig ge­wesen, die Sowjetunion mit einer beträcht­lichen Anzahl von Flugzeugen unb anderem Kriegs­material zu unterstützen. Das gleiche gelte auch von L i b y e n. Dort habe man auch unter Material­mangel zu leiden gehabt.Wir haben einen großen Teil des nördlichen Gebietes von Malaya verloren", äußerte Sir Brooke-Popham abschließend,aber nur vorübergehend."

Die japanischen Ll-Vooie.

Wieder ein USA.-Tanker

vor der kalifornischen Küste versenkt.

Stockholm, 24. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der 8272 BRT. große USA.-TankerM o n t e b e 11 o" wurde am Dienstag vor ber kalifornischen Küste durch ein japanisches U-Boot ver­senkt. Ein anderer nordamerikanischer Tanker, dessen Name nicht angegeben wird, soll beschädigt worden sein. Die Aufbringung des über 10 000 BRT. großen Passagier- und KühldampsersP r e= fibent Harrison" durch die Japaner wird in

einem Bericht bes Washingtoner Marineministe­riums zugegeben. In Washington rechnet man da­mit, daß an der Westküste der USA. eine Flottille von 40 japanischen U-Booten, die über einen gro­ßen Aktionsradius verfügen, operiert. Das sei eine um so größere Gefahr, als die Vereinigten Staaten unbedingt Verstärkungen nach den Philippinen ent* senden müßten.

Japanischer Lustangriff auf Burma« Hauptstadt.

Schanghai, 24. Dez. (DNB. Funkspruch.) AsN Dienstagnachmittag unternahmen japanische Lust- geschwader einen Massenangriff auf Rangun, die Hauptstadt Britisch-Burmas. Sie bombardierten den Flugplatz mit den Flugzeughallen, den Bahnhof, die Kasernen sowie die Regierungsgebäude. Eine Anzahl englischer Flugzeuge wurde am Boden zer­stört, außerdem schossen bie Japaner mehrere eng­lische Jäger ab, bie sich ihnen entgegenstellten. Eine Reihe von großen Bränden wurde beobachtet. Die japanischen Flugzeuge kehrten vollzählig zu ihren Ausgangsplätzen zurück.